Ich möchte mit einem Zitat vom Dalai Lama (Der Weg zum Glück) beginnen.
ZitatDer tibetische Weise Sakya Pandita sagt in seiner Unterscheidung der drei Gelübde, dass Bodhisattvas zwei Arten von Wunschgebeten haben: solche, die verwirklicht und solche, die nicht verwirklicht werden können. In Shantidevas Eintritt in das Leben zur Erleuchtung gibt es viele Beispiele für Wünsche, die eigentlich gar nicht erreicht werden können, die aber dazu beitragen, einen starken Willen und große Entschlusskraft zu entwickeln. Beispielsweise ist die Übung, das eigene Glück zu verschenken und das Leiden der anderen auf sich zu nehmen, nicht wirklich möglich, außer vielleicht bei kleineren Arten des Leidens.
So habe ich in einer Übung das Leiden aller Lebewesen in mich aufgenommen und ihnen dafür Liebe und Mitgefühlt zukommen lassen. Leider bewirkt aber eine solche Übung nicht, dass man bei der Lehre bleibt und ich habe die fünf Indriyas gefunden. Ein kurzer abriss für diejenigen die diese nicht kennen. Es geht wohl darum mit Achtsamkeit (sati) das Vertrauen (saddha), Bemühen (viriya), Sammlung (samadhi) und Einsicht (panna) auszubalancieren. Weil ich natürlich gewillt bin mich zu steuern und nicht von der Lehre abzudriften.
Nun ist es auch so, dass ich mich mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigt habe. Dort gibt es eine Methode mit der man die eigenen Einstellungen durch das absolute Gegenteil verändert. Außerdem habe ich mich durch eine Beschreibung von Lama Ole Nydahl beeinflussen lassen. Er meinte das man meditiert und die Eigenschaften eines Buddha wie eine Maske aufsetzt und eines Tages zu einen gehört.
Hier nun meine Meditation die ich vor dem schlafen gehen durchlesen und verinnerliche.
- Ich nehme die Eigenschaften und Einstellung eines Buddhas an, indem ich mich vorstelle diese wie einen Maske anzulegen.
Nun auf die fünf Indriyas bezogen:
- Ich vertrauen zutiefst in Buddha, Dharma und Sangha.
- Ich bemühe und strebe zutiefst nach dem erwachen aus der Täuschung.
- Ich bin durch und durch Achtsam, den ganzen Tag.
- Ich bin konzentriert und gesammelt, durch tägliches Training.
- Ich habe tiefste Einsicht in sunyata verwirklicht und praktiziere diese.
Vorher hatte ich weniger ich-bezogene Sätze die aber meiner Meinung nach weniger Kraft und Motivation mit sich bringen.
- Möge ich in der Lage sein tiefstes vertrauen in Buddha, Dharma und Sangha zu entwickeln um allen Lebewesen helfen zu können.
Was haltet ihr von dieser Art und Weise und welche Methoden verwendet ihr, um der Lehre zu folgen.
Liebe Grüße
perprosperus