Ich habe gerade die WDR-Dokumentation „Im Land des Dalai Lama – Undercover in Tibet“ gesehen. Sie zeigt eindrücklich, wie stark Tibet heute überwacht wird und wie schwierig es für Journalisten ist, überhaupt unabhängige Einblicke in das Land zu erhalten. Thematisiert werden unter anderem die Einschränkungen der Religionsfreiheit, die Kontrolle der Klöster sowie der Druck auf Sprache und Kultur der Tibeter.
Besonders nachdenklich gemacht hat mich die Frage, was nach dem Tod des 14. Dalai Lama geschehen wird. China beansprucht das Recht, seinen Nachfolger mitzubestimmen, während die tibetische Exilgemeinschaft und viele Buddhisten dies entschieden ablehnen. Dadurch könnte es am Ende sogar zwei Dalai Lamas geben – einen von Peking anerkannten und einen nach der traditionellen tibetisch-buddhistischen Linie.
Mich würde interessieren, wie ihr die Dokumentation bewertet. Haltet ihr sie für ausgewogen und glaubwürdig? Und wie schätzt ihr die Zukunft des tibetischen Buddhismus nach dem Tod des Dalai Lama ein?