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Werden Pflanzen wiedergeboren?

  • Bernhard_Shaolin
  • 12. Mai 2023 um 15:52
  • Zum letzten Beitrag
  • eitelpfuetze
    Gast
    • 27. Juli 2023 um 09:49
    • #26
    Sili:
    eitelpfuetze:

    Ja Bebop denk doch mal nach. Pflanzen werden eben nicht geboren.

    _()_

    ja aber das eigentliche problem ist dabei eben das selbst wen pflanzen geboren werden,dan tragen sie ja nicht nur das Karma des Pflanzenlebens sondern auch noch restlarma aus anderen leben😏🙏

    Das ist das Problem dieses Gedankens.

  • Noreply
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    • 27. Juli 2023 um 10:19
    • #27

    Selbstverständlich werden Pflanzen geboren. Die Arten von „Geburt“, im Buddhismus, kann man im Diamantsutra finden. Der Glaube, dass Geburt nur bei Tieren beobachtet werden kann, ist eine Fessel (Persönlichkeitsglaube). Die Teilung einer Zelle ist auch Geburt.

    Wiedergeburt nach dem Tod ist ein Irrglaube. Auch Wiedergeburt des Lebens ist ein Irrglaube. Leben wird als einziges nicht geboren, es erscheint, ermöglicht Geburt.

    (Prüfe zu ernst deine Dogmen.)

  • Bebop
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    Chan
    • 27. Juli 2023 um 13:13
    • #28

    Danke, Ellviral. Wir haben es hier mit dem typischen Missverständnis unterschiedlicher buddhistischer Schulen zu tun - und einer Unkenntnis des Vinaya, den einige ja nicht lesen zu dürfen meinen, weil sie nicht ordiniert sind. Natürlich ist die Kritik der anderen berechtigt - aber auch eine Steilvorlage.

    Ich erkläre es mithilfe eines Essays von Shogo Watanabe.

    Der Pali-Vinaya spricht von zerdrückten Pflanzen als 'lebenden Wesen mit einer Sinnesfähigkeit' (ekindriya-jiva), im Vinaya der Dharmaguptaka-Schule heißen sie 'Pflanzen mit einer Lebenskraft'. Darum sollten Mönche ihnen nicht unnötig schaden.

    Sandalen aus Palm- oder Bamusblättern zu machen (Vin I.189.12-15) oder Bäume zu fällen (Vin III.155.33-156.2) sowie Löcher in der Erde zu graben (Vin IV.32.25-28) wurde ebenfalls in die Kategorie 'Leben mit einer Sinnesfähigkeit schädigen' eingeordnet. Im Vinaya der Mahasaghika-Schule kam noch das Verbrennen von Bäumen/Holz dazu.

    Als der Buddha in Alavi weilte, fällte ein Mönch einen Baum. Dies erzürnte die Gottheit, die im Baum lebte [ja, Götter sind sowieso Teil der buddhistischen Vorstellungswelt und der Daseinsbereiche]. Sie wollte de Mönch sogar töten, ging stattdessen aber zum Buddha und ließ sich in einen anderen Baum umsiedeln. Der Buddha akzeptierte die Ansicht der Menschen, dass Bäume lebende Wesen (jivasannin) seien und schuf die Regel, eine Pflanze (bhuta-gama, 'Verweilort von Geistern') zu verletzen sei ein Vergehen, das Wiedergutmachung (pacittiya) erfordere [es gibt insgesamt 92 pacittiya-Regeln im Mönchskodex]. Die Regel wird erläutert mit Namen von Pflanzen, ihren Bestandteilen (Samen usf.) (Vin IV.33-34) und ergänzt, dass außerdem noch andere Lebewesen in Bäumen leben, die geschädigt werden könnten.

    ***

    Nun komme ich auf eine alte Leier von mir zurück: Nicht alles im Palikanon macht Sinn, es gibt Widersprüche, schon angefangen bei den vier Wahrheiten. Auch hier: Pflanzen sind eindeutig als lebendig charakterisiert, selbst wenn man sie nur als Wohnorte der anderen Wesen (wie Geister, Götter), die ja reinkarnieren können, betrachtet. Folglich scheinen sie in der Reinkarnationskette vergessen worden zu sein, wie sie logischerweise hingehörten, denkt man die zitierten Textstellen weiter.

    Man könnte aber auch argumentieren - und selbst das ist eine alte Leier von mir -, wie es hier schon angerissen wurde: Man hat halt damals nicht gewusst, dass sie auch empfindungsfähig sind (was aber durch den Vinaya widerlegt scheint, wenn auch die Vorstellung dahinter etwas unmodern ist). Bei solch wesentlichen Einsichtslücken eines Erleuchteten würde ich dann halt fragen, was man dagegen tun kann, und folglich habe ich einfach schon unterstellt, dass Pflanzen genauso moralisch begutachtet werden könnten wie andere Lebewesen.

    Wie auch immer, es gab zudem zig Milliarden pflanzenfressende Tiere, die hochanständig waren, verglichen mit uns. Auch die hätten sich ja "hochinkarnieren" müssen, es sei denn, sie wären gleich Buddha geworden, aber das hieße ja wiederum, sie seien erleuchtet - und das behaupte ich ja selbst gern von Tieren ;)

  • TinyNight13076
    Gast
    • 27. Juli 2023 um 14:10
    • #29

    Die Blume auf meinem Altar , ist eine Täuschung der ich einen Namen und Wert gebe. Da es nicht beim sehen bleibt, ermögliche ich dieser Blume eine Wiedergeburt.

    Die Blume ansich , und ich kommen aber nicht wieder.

    Wir sterben nicht, und wurden auch nicht geboren.

    Das einzige was wiederkommt ist meine Unwissenheit und Ignoranz.

    Die Blume ist wie ich, ein Haufen von Elementen.

    Diese Elemente kommen scheinbar immer wieder, aber in Wirklichkeit gibt es weder eine Blume, noch mich. Die Blume entsteht durch nicht-blume elementen.

    Wenn nun dieser Geschichtenerzähler Martin seine Klappe hält und die stille ans Steuer lässt, dann ist da nur Sehen.

    Keine Bewertung usw.

    Wiedergeburt beginnt schon in dem Moment, wo ich daran glaube, dass dort eine Blume ist und hier jemand der sie sieht.

    Was wird da wiedergeboren ?

    Unwissenheit,Ignoranz und Leiden , aber weder eine Blume noch ein Martin sterben und kommen wieder.

    Das ganze Universum ist mehr oder weniger eine Täuschung, und wenn ich daran glaube, dann werde ich enttäuscht.

    Bleibt es nur beim sehen, dann folgt das ende der Täuschung.

    Unser ganzes Universum ist in Wirklichkeit nur ein Geistesmoment der uns gerade bewegt.

    In den tieferen Bereichen der Meditation kann man sehen, dass das ganze Universum aus kleinen Energiepunkten besteht.

    Die Elemente lassen sich nicht mehr weiter aufbrechen und es bleiben diese Energiepunkte übrig.

    Jetzt könnte man sagen, dass alles eins ist, oder diese nicht-ich Punkte unsere wahre Natur ist.

    Aber diese Energiepunkte sind ebenfalls leer von einem Selbst (wie auch immer wir das definieren). Dort erhalten sich viele Menschen ihren gut getarnten Selbst-glauben.

    Wiedergeboren wird nur die Unwissenheit, und die Konsequenzen daraus.

    Eine Pflanze häuft auch kein Karma usw an.

    Sie ist auch nicht nur eine Pflanze weil sie in einem vorherigen Leben was falsch gemacht hat.

    In erster Linie existiert diese Pflanze nur als Idee in den Köpfen der Menschen.

    Es sind nur Elementehaufen die sich scheinbar immer neu anordnen müssen.

    In Wirklichkeit ist das ganze Universum eine art von Täuschung, vom Geist gemacht, geformt und erhalten.

    Das kann man aber nicht durch Bücher und Videos lernen.

    Erst in den Vertiefungen, wenn der Pfad zur frucht führt, sieht man die Welt zum ersten Mal.

    Vorher war man Blind.

    Entschuldigung für den langen und komplizierten Beitrag.

    Lg Martin

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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