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Nach der Zazen-Praxis (Shikantaza) für paar Minuten etwas verschwommene Sicht - kennt das Jemand?

  • Zrebna
  • 10. Januar 2022 um 14:54
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  • Zrebna
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    • 10. Januar 2022 um 14:54
    • #1

    Hi!

    Während der Zazen-Praxis nach der Soto-Schule sitze ich für 30 Minuten vor einer Wand (< 1 Meter Abstand) und gucke mit etwas gesenktem Blick (ca. 45 Grad) auf diese entspannt, d.h. ich fokussiere nichts, sondern gucke quasi "hindurch"... so lauten ja auch oft die gängigen Empfehlungen.

    Mir ist aufgefallen, dass ich direkt nach dem Sitzen für paar Minuten eine leicht verschwommene Sicht habe (das legt sich dann wieder nach paar Miuten...).

    Mich interessiert, ob das auch bei anderen Praktizierenden ein bekanntes Phänomen ist, oder eher nicht so?

    Im letzterem Fall müsste ich es ggf. augenärztlich prüfen lassen und ggf. paar Dinge probiern, wie z.B. Abstand zur Wand erhöhen, Augen vor oder nach der Praxis mir Tropfen benetzen, etc.

    Also wie sieht es dahingehend bei euch aus?


    PS: Vor Zen, habe ich täglich ca. 2 Jahre lang eine Samatha-Vipassana basierte Meditation praktiziert, wobei jede Sitzung 45-60 Minuten lang gewesen ist - hier hatte ich bzgl. diesem Thema keine Probleme, d.h. keine verschwommene Sicht direkt nach der Praxis, für paar Minuten...relevanter Unterschied ist gewesen, dass die Augen hierbei geschlossen gewesen sind.

    Gruß

    Zrebna

  • xiaojinlong
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    • 10. Januar 2022 um 15:27
    • #2

    Ich habe das auch, ist bei mir aber nicht immer der Fall. Bei mir, vermute ich, hängt das auch damit zusammen, dass ich während des Zazen keine Brille auf habe. Entsprechend arbeitet die Augenmuskulatur dann etwas anders und sobald ich die Brille wieder auf habe ändert sich das wieder. Bei mir selbst sehe ich das, weil es sich in grenzen hält und schnell weggeht, für nichts schlimmes. Es ist wie das eingeschlafene Bein, dass beim Aufstehen kurz seine Zeit braucht.

    _()_

    小金龍

  • Zrebna
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    • 10. Januar 2022 um 19:39
    • #3
    xiaojinlong:

    Ich habe das auch, ist bei mir aber nicht immer der Fall. Bei mir, vermute ich, hängt das auch damit zusammen, dass ich während des Zazen keine Brille auf habe. Entsprechend arbeitet die Augenmuskulatur dann etwas anders und sobald ich die Brille wieder auf habe ändert sich das wieder. Bei mir selbst sehe ich das, weil es sich in grenzen hält und schnell weggeht, für nichts schlimmes. Es ist wie das eingeschlafene Bein, dass beim Aufstehen kurz seine Zeit braucht.

    Hi!

    Klar, also störend ist es überhaupt nicht. Mich hat nur interessiert, ob es eben ein bekanntes harmloses Phänomen ist...bzw. die Sorge, dass Zazenpraxis bei Einzelfällen nicht doch ggf. langfristig schädlich für die Augen sein könnte - auf der anderen Seite starrt man ja auch öfter mal für mind. 30 Minuten auf den Bildschirm bei entsprechender Computerarbeit und hier dann oftmals auch noch angestengt. Daher hoffe ich mal, dass dieses Phänomen der vorübergehenden leicht unscharfen Sicht nach der Praxis unbedenklich und harmlos ist.

  • Zrebna
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    • 10. Januar 2022 um 19:46
    • #4
    mkha':
    Zrebna:

    Mir ist aufgefallen, dass ich direkt nach dem Sitzen für paar Minuten eine leicht verschwommene Sicht habe (das legt sich dann wieder nach paar Miuten...).

    Wenn Du es genau wissen möchtest, frage Deinen Augenarzt: :)

    Akkommodation => die Funktion des Auges, unterschiedlich weit

    entfernte Gegenstände zu fixieren und scharf abzubilden; dazu

    verändert das Auge mittels Krümmung der Linse die Brechkraft.

    Blick in die Nähe => Linse stärker gekrümmt

    Beim Blick in die Ferne => Linse wieder flacher

    Akkommodation testen:

    Fokussiere dazu eine Zeit lang einen Gegenstand der weiter entfernt ist;

    schau danach auf einen Gegenstand direkt vor Dir.

    Siehst Du ihn sofort scharf, funktioniert die Akkommodation.

    Siehst Du ihn eine Weile unscharf, könntest Du beim Augenarzt die

    Akkommodationsfunktion überprüfen lassen: ggf. Weit- oder Kurzsichtigkeit?

    LG mkha'

    Alles anzeigen

    @Akkommodation testen:

    Gem. deinem Test wohl alles im grünem Bereich.

    Habe aufgrund früherem refraktivem Eingriff keine Fehlsichtigkeit mehr (vorher weitsichtig).

    Sehschärfe wird eh mind. einmal/Jahr beim Augenarzt geprüft - ich frage ihn dann das nächste Mal danach.

    Könnte mir auch vorstellen, dass die Augen während der Zazenpraxis einfach leicht austrocknen, da evtl. die Lidschlagfrequenz niedriger ist und es folglich zu einer vorübergehenden leicht unscharfen Sicht kommt.

    Wie gesagt, ich frage bei nächster Gelegenheit einfach mal beim Arzt nach, auch wenn das doch ein recht spezielles Thema ist und er da ggf. keinen Plan haben wird - versuchen kann man es ja. xD

    Gruß

    Zrebna

  • Stille.
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    • 10. Januar 2022 um 22:02
    • #5

    Zrebna Ich habe das ebenfalls manchmal nach dem Zazen der Soto-Schule (beim vor der Wand sitzen). Ich denke, dass es bei mir eventuell seltener auftritt, weil ich auch beim Zazen meine Brille trage (sehr kurzsichtig), trotzdem kommt es ab und an vor. Es dauert dann ebenso nur wenige Minuten an, anschließend ist es weg und alles ist in Ordnung. Ich habe, abgesehen von der Kurzsichtigkeit, nichts an den Augen. Auch keine Hornhautverkrümmung o.ä., daher denke ich, dass es nichts ist, das uns beunruhigen sollte. Mein Vater ist Augenoptikermeister, er könnte sicherlich erklären, warum das auftritt. Leider habe ich ihm nie sehr genau zugehört - gebe ich zu. Physik interessiert mich nur gelegentlich.:oops:
    Wenn ich das nächste Mal mit ihm telefoniere kann ich aber gerne mal nachfragen (falls sich hier nicht sonst anderweitig Augenoptiker oder gar Augenärzte tummeln, das weiß ich nicht (:).

  • Zrebna
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    • 11. Januar 2022 um 12:05
    • #6

    Stille:

    Danke für deinen Input :)

    Ansonsten dazu ein kurzes Update (evtl. lesen hier ja Leute mit, die das Phänomen auch kennen und interessiert sind) :

    Ich habe Heute vor der Zazen-Praxis mal meine Augen mit Augentropfen (ohne Konservierungsmittel) benetzt.

    Daraufhin hatte ich das Phänomen nicht mehr - ergo kann es wohl tatsächlich daran liegen, dass die Augen während der Zazen-Praxis bei mir etwas trocken werden...ähnlich wie bei längerer Bildschirmarbeit.

  • Sudhana
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    • 11. Januar 2022 um 17:05
    • #7

    Ich habe das als eine Phase meines Weges kennengelernt - als ich soweit war, meine Augen während des Zazen im Zustand der Afixation zu lassen, hat es erst einmal immer etwas gedauert, bis sich danach die Augen wieder auf den Modus 'Fixation' richtig eingestellt hatten. Nach eins, zwei Jahren hat sich das aber wieder unauffällig gelegt, dann ist auch das 'Umswitchen' antrainiert und eine Sache weniger Sekunden.

    Glücklicherweise habe ich - obwohl (oder weil?) Kontaktlinsenträger - normalerweise keine Probleme mit Augentrockenheit, wenn ich beim Zazen nicht blinzle. Bei Anfälligkeit haben sich insbesondere Hyaluron-Augentropfen bewährt. Ich ziehe es im Zweifelsfall (z.B. während eines Sesshin) dann aber doch vor, die Augen mal 'ne Runde oder zwei zu schließen. Das ist aber insbesondere weniger Geübten nicht zu empfehlen - die Chance, dann in irgendwelche Tagträume abzudriften oder schlicht einzupennen ist zu groß.

    Mit Augenärzten ist das so eine Sache. Wenn Du denen erzählst, dass Du problem- und anstrengungslos eine halbe oder dreiviertel Stunde in hellwachem Zustand Deine offenen Augen nicht fixierst und dabei nicht blinzelst, sind sie erst mal geneigt, Dir nicht zu glauben. Es ist aber auf jeden Fall gut bzw. beruhigend, wenn man bei solchen zunächst ungewohnten Phänomenen eine organische Ursache aausschließen kann.

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    OM MONEY PAYME HUNG

  • Zrebna
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    • 12. Januar 2022 um 16:16
    • #8
    Sudhana:

    Ich habe das als eine Phase meines Weges kennengelernt - als ich soweit war, meine Augen während des Zazen im Zustand der Afixation zu lassen, hat es erst einmal immer etwas gedauert, bis sich danach die Augen wieder auf den Modus 'Fixation' richtig eingestellt hatten. Nach eins, zwei Jahren hat sich das aber wieder unauffällig gelegt, dann ist auch das 'Umswitchen' antrainiert und eine Sache weniger Sekunden.

    Interessant - Danke fürs Sharen deiner Erfahrungen :)

    Glücklicherweise habe ich - obwohl (oder weil?) Kontaktlinsenträger - normalerweise keine Probleme mit Augentrockenheit, wenn ich beim Zazen nicht blinzle. Bei Anfälligkeit haben sich insbesondere Hyaluron-Augentropfen bewährt. Ich ziehe es im Zweifelsfall (z.B. während eines Sesshin) dann aber doch vor, die Augen mal 'ne Runde oder zwei zu schließen. Das ist aber insbesondere weniger Geübten nicht zu empfehlen - die Chance, dann in irgendwelche Tagträume abzudriften oder schlicht einzupennen ist zu groß.

    Ja genau, diese verwende ich puntuell - ich arbeite auch sehr viel am Computer und daher mag es sein, dass ich hier generell etwas anfällliger bin.

    Mit Augenärzten ist das so eine Sache. Wenn Du denen erzählst, dass Du problem- und anstrengungslos eine halbe oder dreiviertel Stunde in hellwachem Zustand Deine offenen Augen nicht fixierst und dabei nicht blinzelst, sind sie erst mal geneigt, Dir nicht zu glauben. Es ist aber auf jeden Fall gut bzw. beruhigend, wenn man bei solchen zunächst ungewohnten Phänomenen eine organische Ursache aausschließen kann.

    Wobei blinzeln kann man ja bzw. ist nicht ungewollt oder ähnliches und geschieht ja automatisch - ich kann mir halt nur vorstellen, dass die Lidschlag-Frequenz beim Zazen allgemein etwas niedriger ausfallen könnte.

    Ansonsten sehe ich es ähnlich, wie du - ist schon ein recht spezielles Thema, um es an einen Augenarzt heranzutragen - ein Verusch kostet zumindest nichts xD


    _()_

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    Ansonsten auch vielen Dank für die prakischen Tipps :)

    _()_

  • Zrebna
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    • 12. Januar 2022 um 20:00
    • #9

    Obigen Beitrag kann ich leider nicht mehr editieren, aber eine Frage ist mir noch eingefallen:

    Sudhana:

    Ich habe das als eine Phase meines Weges kennengelernt - als ich soweit war, meine Augen während des Zazen im Zustand der Afixation zu lassen, hat es erst einmal immer etwas gedauert, bis sich danach die Augen wieder auf den Modus 'Fixation' richtig eingestellt hatten.

    Genau, beim Zazen fixieren wir ja nichts und gucken einfach ohne wirklich zu schauen bzw. sehen "durch die Wand hindurch ins Unendliche".

    Mich würde noch interessieren, wie da bei euch die Sicht während dem Zazen ist?

    Seht ihr scharf, obwohl ihr nichts fixiert oder wird eure Sicht leicht unscharf/verschwommen/nebelig, so als würde man eine Kameralinse unscharf stellen? Wie ist das bei euch?

    Gruß

    Zrebna_()_

  • xiaojinlong
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    • 12. Januar 2022 um 22:40
    • #10

    Bei mir ist es, dadurch, dass ich ohne Brille nichts scharf sehe auch beim Zazen nicht scharf. Ich versuche mich dabei aber auch nicht auf irgendwas zu konzentrieren und "scharf zu stellen" sondern lass meinen Blick einfach ruhen.

    _()_

    小金龍

  • Zrebna
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    • 13. Januar 2022 um 12:30
    • #11
    xiaojinlong:

    Bei mir ist es, dadurch, dass ich ohne Brille nichts scharf sehe auch beim Zazen nicht scharf. Ich versuche mich dabei aber auch nicht auf irgendwas zu konzentrieren und "scharf zu stellen" sondern lass meinen Blick einfach ruhen.

    Ja, das klingt gut.

    Interessant, dass du ohne Brille praktizierst- hat das einen bestimmten Grund (rein aus Interesse gefragt)?

    Brad Warner trägt z.B. seine Brille beim Zazen.

    Letztlich ist es wohl aber auch egal, weil man sich eben nicht aufs Sehen konzentriert und die Augen wohl nur offen hat, damit man nicht Schläfrigkeit oder innere Bilder fördert und ggf. noch, damit man nicht in diese einspitzige Konzentrationsform gelangt, die dann zu viel (was gerade vorgeht) ausschließt, oder?

  • xiaojinlong
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    • 13. Januar 2022 um 17:14
    • #12

    Anfangs war ich mit Brille gesessen, weil ich das Gefühl hatte leichter abzuschweifen, wenn ich nichts habe auf das ich meine Augen scharf fokusieren kann und auch schneller müde werde. Irgendwann habe ich sie einfach weg gelassen, weil ich gemerkt habe, dass ich etwas zu sehr Muster in der Raufasertapete suche. Während der Maskenpflicht im Dojo hat das aktuell auch den Vorteil, dass es schlichtweg angenehmer ist.

    _()_

    小金龍

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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