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Nahtoderfahrungen im Buddhismus

  • antelatis
  • 26. August 2019 um 10:45
  • Zum letzten Beitrag
  • antelatis
    Themenautor
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    • 26. August 2019 um 10:45
    • #1

    Wie geht der Buddhismus mit den klassischen Nahtoderfahrungen um? Werden diese eher skeptisch gesehen und als eine Art Halluzination betrachtet oder sieht man mehr darin?

    Ich frage, weil solche NTEs einerseits zwar ganz gut zum Buddhismus passen, aber anderseits einem fundamentalen Konzept des Buddhismus (die Auflösung des ICHs nach dem Tod) stark widersprechen.

  • Grashuepfer
    Gast
    • 26. August 2019 um 12:04
    • #2

    Hm. Die Ansichten innerhalb der buddhistischen Schulen unterscheiden sich doch deutlich. Auf der einen Seite haben wir die ausführlichen Beschreibungen im tibetischen Totenbuch, was genau nach dem Tod geschieht. Auf der anderen haben wir eine Verweigerung, darüber zu spekulieren, z.B. im Zen.

    Insofern kannst du dir die Schule aussuchen, deren Interpretation dir am liebsten ist ;) Zu sagen, dass "der" Buddhismus "diese" Haltung hat, ist wohl nur mit einer groben Vereinfachung möglich.

    Wenn man klassische buddhistische Philosophie nimmt, und insbesondere das Konzept des bedingten Entstehens, dann sehe ich da keinerlei Widerspruch. Klar haben wir ein Ich, ein Selbstverständnis. Aber diese sind durch gewisse Umstände bedingt und entstanden, und sind bald genug auch wieder weg. Insofern könnte man auch sagen, dass sich das Selbst durch den Körper und das Gehirn bildet, welches diese transzendenten Erfahrungen interpretiert.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 26. August 2019 um 12:09
    • #3

    Nahtoderfahrungen sind für manche ein Indiz für Wiedergeburt, ein Indiz dafür, dass der (subtile) Geist auch ohne den Körper existieren kann.

  • antelatis
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    • 26. August 2019 um 12:20
    • #4
    Grashuepfer:

    Insofern könnte man auch sagen, dass sich das Selbst durch den Körper und das Gehirn bildet, welches diese transzendenten Erfahrungen interpretiert.

    Aber das geht dann ja wieder sehr stark in die Richtung, das Erlebte mit Halluzinationen zu erklären.

    Man kann aber schon sagen, dass ein klares Weiterexistieren des Bewusstseins nach dem Tod, wie es bei Nahtoderfahrungen scheinbar erlebt wird, mit dem Buddhismus nicht in Einklang zu bringen ist?

  • Grashuepfer
    Gast
    • 26. August 2019 um 12:32
    • #5
    antelatis:
    Grashuepfer:

    Insofern könnte man auch sagen, dass sich das Selbst durch den Körper und das Gehirn bildet, welches diese transzendenten Erfahrungen interpretiert.

    Aber das geht dann ja wieder sehr stark in die Richtung, das Erlebte mit Halluzinationen zu erklären.

    Würde ich jetzt nicht sagen. Eine Halluzination ist ja etwas eingebildetes, eine Wahrnehmungsstörung. Was ich meine, ist, dass wir eben mit bestimmten Sinnen ausgestattet sind, welche Informationen empfangen und interpretieren. Das führt dann zu gewissen Ergebnissen.

    antelatis:

    Man kann aber schon sagen, dass ein klares Weiterexistieren des Bewusstseins nach dem Tod, wie es bei Nahtoderfahrungen scheinbar erlebt wird, mit dem Buddhismus nicht in Einklang zu bringen ist?

    Würde ich auch nicht sagen. Die meisten buddhistischen Schulen lehnen eine unsterbliche Seele ab, wie sie im Hinduismus und in anderer Form auch im Christentum angenommen werden. Aber für mich z.B. ist klar, dass Bewusstsein existiert - Körper hin, Körper her. Die Körper kanalisieren es, eine menschliche Persönlichkeit ohne Körper gibts es vermutlich nicht. Aber das ist nur eine einzelne Erscheinungsform von "Bewusstsein".

    Man kann den Tod ja als mehrstufig sehen, oder auch sagen, wenn jemand zurückkehrt, formt sich eben das Bewusstsein wieder. Ich seh keinen Konflikt, solang man nicht von einer unsterblichen Seele spricht.

  • jianwang
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    • 27. August 2019 um 11:16
    • #6

    Inwieweit helfen diese Infos beim "Löschen" von Dukkha?

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • xxx
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    • 27. August 2019 um 12:13
    • #7

    Eine Nahtoderfahrung ist wie der Name schon sagt eine Nahtoderfahrung und keine Todeserfahrung und erst recht keine Wiedergeburtserfahrung.

    Alles was über die Nahtoderfahrung hinausgeht ist Interpration, sind Ansichten, Phantasien.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 27. August 2019 um 12:52
    • #8
    Bakram:

    Eine Nahtoderfahrung ist wie der Name schon sagt eine Nahtoderfahrung und keine Todeserfahrung und erst recht keine Wiedergeburtserfahrung.

    Deshalb schrieb ich auch "manche" und vom "Indiz".

  • Anandasa
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    • 27. August 2019 um 14:41
    • #9
    Grashuepfer:
    antelatis:
    Grashuepfer:

    Insofern könnte man auch sagen, dass sich das Selbst durch den Körper und das Gehirn bildet, welches diese transzendenten Erfahrungen interpretiert.

    Aber das geht dann ja wieder sehr stark in die Richtung, das Erlebte mit Halluzinationen zu erklären.

    Würde ich jetzt nicht sagen. Eine Halluzination ist ja etwas eingebildetes, eine Wahrnehmungsstörung

    Nahtoderfahrung gehen häufig einher mit lebensbedrohenden Situationen, in denen das Gehirn lange zu wenig Sauerstoff bekommen hat. Das geht dann schon in Richtung Halluzination. Aus dem was das Gehirn produziert, wenn es zu lange zu wenig Sauerstoff hatte, kann man ohnehin keine Erkenntnisse ziehen.

    Die Dinge entstehen, existieren und vergehen. Das ist normal. Ajaan Tippakorn

    Einmal editiert, zuletzt von Anandasa (27. August 2019 um 15:29)

  • jianwang
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    • 31. August 2019 um 10:47
    • #10
    Bakram:

    Eine Nahtoderfahrung ist wie der Name schon sagt eine Nahtoderfahrung und keine Todeserfahrung und erst recht keine Wiedergeburtserfahrung.

    Alles was über die Nahtoderfahrung hinausgeht ist Interpration, sind Ansichten, Phantasien.

    Richtig. Es fehlt das "c"

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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