Hi @Nyinje ☼
eigentlich müßtest du wissen, das ich die Verbandspolitik des BDD immer sehr kritisch betrachtet habe.
Aber bei der aktuellen Entwicklung des Konflikts fällt es mir wirklich nicht schwer zu sehen auf welcher Seite ich da stehe.
Beim BDD läuft bestimmt zur Zeit nicht alles rund , aber die Menschen dort haben eine solide Praxis und sie haben meistens die notwendige Bodenhaftung und manche interessieren sich sogar für die kommenden gesellschaftlichen Veränderungen.
Bei der DBU gibt es ganz sicher auch hervorragende Praktizierende, aber der Verband insgesammt hat mittlerweile doch reichlich Schlagseite bekommen. Mir ist die Verbandszeitung mittlerweile jedenfalls viel zu kopflastig geworden, und etwas was über das übliche linksintelektuelle Sandkastenspielen hinausgeht ,hab ich da schon länger nicht mehr gelesen.
Ich sehe natürlich noch nicht ,das die DBU mit dem Rücken gegen die Wand steht, aber ich hab schon den Eindruck , das es mittlerweile ein ziemlich gepflegter bürgerlicher Verein geworden ist. Da ist auf den ersten Blick auch nichts dagegen einzuwenden, auf längere Sicht wird es so aber schwierig werden, den Buddhismus in Deutschland und Europa wirklich lebendig zu erhalten.
Na ja, ich sehe die Zukunft halt sowieso nicht besonders rosig, und irgendwie wird es die DBU sicher auch schaffen den Spagat zwischen Verbandsmeierei und lebendigem Dharma hinzubekommen.
Ob es Lehrer wie Ole Nydahl in Zukunft noch geben wird kann ich nur hoffen. Weisheit und Mitgefühl, Solidarität und Selbstverantwortung sind immer gleich wichtig,untrennbar wie Raum und Freude.
Ich hab von Ole jedenfalls gelernt, das menschliche Reife und politische Freiheiten enorm wichtig sind ,damit sich der Dharma gut entwickeln kann.
Verkrustete Machtstrukturen ,die sich ganz sicher bereits im Niedergang befinden ,gibt´s im Buddhismus jedenfalls schon mehr als genug.
Dafür bracht es weder die DBU noch den BDD, um da noch ein weiteres trübes Beispiel zu liefern.
OM MANI PEME HUNG Phönix