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Majjhima Nikaya 1 - Die Wurzel aller Dinge

  • Kapricorn
  • 25. Februar 2018 um 23:29
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  • Kapricorn
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    25. Februar 2018
    • 25. Februar 2018 um 23:29
    • #1

    Hallo und vielen Dank für die Aufnahme, ich bin Matthias und komme aus Berlin.

    Ich falle gleich mit der Tür ins Haus. Paul Debes schreibt in seinem Kommentar zur 1.Lehrrede des Buddha, Majjhima Nikaya-Die Wuzel aller Dinge- im "Buddhistischen Seminar" , zum Schluss folgenden Satz:

    Zitat:
    " Wer also durch die Belehrung des Erwachten die Haltung
    einnimmt, die in der zweiten Periode dieser Lehrrede genannt
    ist, nämlich kein Ding mehr in der Hoffnung angeht, dass es
    wirklich Wohl sei (M 115) und bei allen Erscheinungen in klarer Durchschauung die Erwartung von Freude und Befriedigung abtut, indem er die Wohltat der Erlebnisse, die Befriedigung, nicht positiv bewertet und damit nicht die Triebe mehrt, nicht durch entsprechendes Herannehmen, Ergreifen in Gedanken, Worten und Taten sich mit der Sache verbindet, wodurch sie im Dasein erhalten bleibt und wieder herantreten
    wird als karmische Ernte, der erfährt, dass durch das Nichtannehmen der Dinge die Erscheinungen im Laufe der Zeit immer schlichter werden, immer zarter, dünner, immer weniger hinreißend zu Begehren oder Hassen an ihn herantreten. Er erfährt sich nicht mehr als abhängig, sondern als selbstständig. So lernt er durch die Haltung des Nichtannehmens (anupādāna) die ganze „Welt“ samt dem „Ich“ als Schemen, als endlose krankhafte Ausgeburt des Herzens kennen. Der fortgeschrittene
    Heilsgänger durchbricht dadurch den an Geburt,
    Altern und Sterben fesselnden Kausalzusammenhang."
    Zitat Ende

    Ich bin so sehr im Zweifel, ob dies insbesondere auch die Bindung zu anderen Menschen betrifft. Der Buddha redet davon nicht. Es geht um Festes, Flüssiges, um Düfte, um die Vorstellung vom Unendlichen, um die Vorstellung von allem als Produkt der Wahrnehmung. Bei all dem wird die Beziehung zu Menschen, ob geliebt oder ungeliebt nicht als Produkt der Wahrnehmung erwähnt, obwohl dies doch eindeutig ist. Wenn die Produkte der Wahrnehmung im Verbindung mit dem Ich-Gefühl zur Folge haben muss "..kein Ding mehr in der Hoffnung anzugehen, um Wohl zu erfahren..", was ist dann mit den Menschen? Was sind menschliche Bindungen? Wäre ich Vater, was ist mit der Liebe zu meinem Kind?

  • accinca
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    • 26. Februar 2018 um 01:09
    • #2
    Kapricorn:

    .. was ist dann mit den Menschen? Was sind menschliche Bindungen? Wäre ich Vater, was ist mit der Liebe zu meinem Kind?


    Solange du dir darüber noch Sogen machst bist du auch noch
    eingebunden (gefangen) in der Welt bzw. in der sozialen Matrix.
    Die von dir zitierten Übungen sind dann (noch) nicht
    für dich geeignet.

  • Moosgarten
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    • 26. Februar 2018 um 02:21
    • #3
    Kapricorn:

    Wäre ich Vater, was ist mit der Liebe zu meinem Kind?


    Liebe ist was, das keine Bedingungen stellt. Deshalb ist man in dieser Beziehung auch in keiner "sozialen Matrix" gefangen. Das behaupten nur Leute, die noch nicht zu "Güte", "Mitgefühl" "Mitfreude" und "Gleichmut" (brahmavihāra-bhāvanā) vorgedrungen sind.
    Frag mich jetzt nicht, was die denn die ganze Zeit so "üben".

  • accinca
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    • 26. Februar 2018 um 07:12
    • #4
    Moosgarten:

    Liebe ist was, das keine Bedingungen stellt. Deshalb ist man in dieser Beziehung auch in keiner "sozialen Matrix" gefangen.


    Träum weiter in der Matrix.
    Von bedingungslos war hier nicht die Rede.
    Bei Kinder geht es um Abhängigkeiten und
    um eine Liebe die erpressbar macht. Es handelt
    sich nicht um irgend ein Kind sondern um "mein Kind".
    Dazu sagt der Buddha:

    Zitat

    So, ihr Mönche, entstehen vier Dinge:
    durch Liebe entsteht Liebe, durch Liebe entsteht Haß,
    durch Haß entsteht Liebe, durch Haß entsteht Haß.


    "getrennt sein von Lieben ist Leiden" kommt immer wieder
    in den Lehrreden vor.

  • Moosgarten
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    • 26. Februar 2018 um 09:12
    • #5
    accinca:
    Moosgarten:

    Liebe ist was, das keine Bedingungen stellt. Deshalb ist man in dieser Beziehung auch in keiner "sozialen Matrix" gefangen.


    Träum weiter in der Matrix.
    Von bedingungslos war hier nicht die Rede.
    Bei Kinder geht es um Abhängigkeiten und
    um eine Liebe die erpressbar macht. Es handelt
    sich nicht um irgend ein Kind sondern um "mein Kind".
    Dazu sagt der Buddha:

    Zitat

    So, ihr Mönche, entstehen vier Dinge:
    durch Liebe entsteht Liebe, durch Liebe entsteht Haß,
    durch Haß entsteht Liebe, durch Haß entsteht Haß.


    "getrennt sein von Lieben ist Leiden" kommt immer wieder
    in den Lehrreden vor.

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    War mir klar, dass du nicht weißt wovon die Rede ist, wenn von Liebe gesprochen wird. Deshalb will ich auch mit dir auch überhaupt nicht drüber diskutieren.

  • accinca
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    • 26. Februar 2018 um 09:33
    • #6
    Kapricorn:

    kein Ding mehr in der Hoffnung anzugehen, um Wohl zu erfahren..", was ist dann mit den Menschen? Was sind menschliche Bindungen? Wäre ich Vater, was ist mit der Liebe zu meinem Kind?


    Ich möchte noch einmal dazu sagen, wenn hier von einem "Ding"
    die Rede ist in M115 usw. dann ist das eine Übersetzung von Dhamma.
    Alle Dinge sind Dhammas. Unterscheidungen zwischen "Menschen" und
    nicht "Menschen" gibt es da nicht.

  • Moosgarten
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    • 26. Februar 2018 um 09:38
    • #7
    accinca:
    Kapricorn:

    kein Ding mehr in der Hoffnung anzugehen, um Wohl zu erfahren..", was ist dann mit den Menschen? Was sind menschliche Bindungen? Wäre ich Vater, was ist mit der Liebe zu meinem Kind?


    Ich möchte noch einmal dazu sagen, wenn hier von einem "Ding"
    die Rede ist in M115 usw. dann ist das eine Übersetzung von Dhamma.
    Alle Dinge sind Dhammas. Unterscheidungen zwischen "Menschen" und
    nicht "Menschen" gibt es da nicht.

    Menschen sind "Wesen" und das ist was anderes als "Dinge"

  • accinca
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    • 26. Februar 2018 um 09:55
    • #8
    Moosgarten:

    Menschen sind "Wesen" und das ist was anderes als "Dinge"


    :)

  • fotost
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    • 26. Februar 2018 um 10:14
    • #9

    Liebe Grüße Matthias,

    das wichtige zuerst - ein freundliches Willkommen im Forum :like:

    Du siehst schon, hier treffen Menschen mit unterschiedlichen Herangehensweisen an die Lehre und unterschiedlichen Entwicklungsständen zusammen. Genau wie bei den Menschen, denen Buddha begegnet ist.

    Die Mūlapariyāya Sutta, die erste Rede des Majjhima Nikaya richtet sich ausdrücklich an Mönche. Sowohl von Inhalt wie von der Form. Wenn hier das Moment der 'Weltüberwindung' betont wird, ist dies nur logisch, immerhin haben sich diese Mönche aufgemacht, die Leerheit der Dinge zu entdecken und daraus auf jede Art von Anhaftung zu verzichten.

    Man muß aufpassen um bei der buddhistischen Lehre nicht in Zweifel zu geraten, an wen sich konkret Reden richten, sonst könnte man leicht die Worte Buddhas für widersprüchlich halten. Natürlich (in der Natur der Lehre liegend) gilt das Ziel, Anhaftung zu überwinden, frei von Illusionen und Wunschträumen zu werden auch für buddhistische Laien, aber Buddha war sich vollkommen darüber klar, daß nicht jeder sein Leben der Betrachtung der Lehre widmen wollte oder konnte.

    Zum Thema Buddhismus und Liebe, speziell zur Liebe zu Familienmitgliedern empfehle ich

    Mettā-Sutta http://www.palikanon.com/khuddaka/sn/sn_i08_152.html und
    Sabrahmaka Sutta http://www.palikanon.com/angutt/a03_031-040.html#a_iii31

    Auch diese Reden richten sich von der Anrede her an Mönche. Hier wird eine Konsequenz der Aufgabe von Anhaftung für Liebe aufgezeigt. Eine egoistische Grundhaltung - ich liebe Dich, weil diese Liebe gut für mich ist, wird zu einer verantwortungsvollen, respektvollen Haltung verändert.

    Es gibt Reden, manchmal Aufzeichnungen von Gesprächen Buddhas mit Laien etwa

    Ud.VIII.8 Visākhā http://www.palikanon.com/khuddaka/ud_seidenst/ud_08.htm

    in denen versucht wird, eine realistische, dauerhaft tragbare Grundlage von Liebe zu entwickeln.

  • accinca
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    • 26. Februar 2018 um 10:28
    • #10

    Die Ausschlaggebende Lehrrede des Buddha in
    diesem Zusammenhang ist: http://palikanon.de/majjhima/m087n.htm
    Mehr braucht man dazu nicht zu sagen!

  • Max Schenzle
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    • 26. Februar 2018 um 17:13
    • #11

    Hi,
    da gibt es aber auch noch den Dighanikayo, die Längere Sammlung. die Theravada sind davon nicht gerade begeistert. Ich gehöre keiner buddh. Vereinigung an und habe 1972 damit begonnen.
    Mein Lieblingsband im Pali-Kanon ist die Längere Sammlung.

  • accinca
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    • 26. Februar 2018 um 17:44
    • #12
    kesakambalo:

    es aber auch noch den Dighanikayo, die Längere Sammlung. die Theravada sind davon nicht gerade begeistert.


    Das sagst du dauernd als hättest du ein Tonband verschluckt.:)
    Belege dafür hast du aber keine gebracht oder?
    Ich glaube es jedenfalls nicht. Das Dighanikayo wird
    von Theravada doch nicht abgelehnt sondern ist ein Teil
    des Suttapitaka wie dir jeder Theravada bestätigen wird.
    Deine Behauptungen über den Theravada sind an den Haaren
    herbei geholt.

  • sati-zen
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    • 26. Februar 2018 um 17:55
    • #13

    Die Anhaftung zum Kind zu überwinden ist genau so ein Ziel wie zu allem Anderen auch bis hin zur
    Selbstbeachtung aber das ist ein Ziel, ein Weg und heißt nicht in einer Woche erledigt.
    In der Welt hat sich durchgesetzt, dass das Kind eigen Fleisch und Blut ist, ein Besitz des
    Selbst und somit unverrückbar verbunden aber wenn man das Selbst loslassen kann dann kann man
    automatisch das Kind auch loslassen. Ein Kind ist eine eigenständige Persönlichkeit, auch als
    Neugeborenes und nicht die Besitz Erweiterung der Eltern, das wird sehr oft falsch wahrgenommen.
    Sie meinen, sie müssen das Kind nach ihrem Bilde machen damit es als Status etwas hermacht,
    dabei ist im gesunden Kind alles veranlagt, man muss es nur lassen und es wächst und gedeiht.
    Deshalb ist die Anhaftung an das Kind zu überwinden wie es Buddha richtig erkannte,
    nur dann werden die natürlichen Fähigkeiten der kleinen Persönlichkeit nicht von den Eltern
    in gutem Glaube überlagert und das Kind heftet sich an aus Angst etwas zu verlieren wie
    die Eltern auch, sondern es kann ganz natürlich reifen und sich entwickeln was angelegt ist.
    Das bewusste Lernen von zivilisatorischen Errungenschaften kommt dann in der Schule früh genug.
    Gerade zwischenmenschliche Beziehungen verlaufen harmonisch wenn keine Anhaftung nötig ist
    um die negativen Gefühle zu unterdrücken.

  • Max Schenzle
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    4. Dezember 2020
    • 26. Februar 2018 um 17:55
    • #14

    Hi,
    da seht auch was dazu, in der Längeren Sammlung, im Buch des Patikaputto: Voranfang!

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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