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Aufhebung der Vielfalt

  • drosterman
  • 29. Januar 2018 um 13:32
  • Zum letzten Beitrag
  • drosterman
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    • 29. Januar 2018 um 13:32
    • #1

    Ich lese zurzeit die Milindapanha. Dort ist in 4.7.1 die Rede von der "Aufhebung der Vielfalt". Wenn ich dieses in google eingebe (mit Anführungszeichen) bekomme ich gerade einmal vier Ergebnisse. In 4.7.1. sagt Nagasena: "Zwar mögen diejenigen, o König, die von Natur aus rein sind und im Besitz von früheren (vorgeburtlichen) Eindrücken, in einem einzigen Bewußtseinsaugenblick der Vielfalt Aufhebung erreichen." (Vorhebung meinerseits.)

    Folgende Fragen ergeben sich: I. Was ist mit Aufhebung der Vielfalt genau gemeint?
    Natürlich habe ich in Milindapanha selbst gesucht und gelesen. Die Erklärung (Erreichung der Niewiederkehr) erschließt sich mir aber nicht, da es nicht auf präzise Definitionen zurückzuführen ist, sondern eher auf meines Erachtens metaphysische Annahmen (ewiger Zyklus etc.).

    II. Wie weiß man, dass man die Aufhebung der Vielfalt erreicht hat? Nach jahrelanger Meditation und Achtsamkeit kann ich mich mittlerweile auch in einem "einzigen Bewusstseinsaugenblick" in einen anderen Zustand versetzen, in welchem mein Kopf frei ist von jeglichen Gedanken. Also das Loslassen der Gedanken gelingt mir sehr schnell. Aber das ist wohl nicht mit Aufhebung der Vielfalt gemeint, oder?

  • accinca
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    • 29. Januar 2018 um 14:49
    • #2
    drosterman:

    der Vielfalt Aufhebung erreichen."


    In der Buddhalehre ist die restlose Auflösung
    von allem Reiz (asesavirāganirodhā) gleich der
    sechsfachen Auflösung der sechs Grundlagen.(phassāyatanānaṃ)

  • Spacy
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    • 29. Januar 2018 um 16:49
    • #3
    drosterman:

    ..


    Was siehst du, wenn du über einen Fußweg spazierst und auf die Pflastersteine schaust, auf die du trittst?
    Siehst du darin den Wahn der Anderen?
    Bist du froh, dass du nicht durch Matsch laufen musst?
    Und, egal wie deine Antwort dazu ist: Wieso du auf diesem Weg gehst?
    Oder sind es nur Steine, die halt da sind?

    -> alles ist richtig, weil alles falsch ist.

    Die Aufhebung der Vielfalt ist eine Konsequenz aus der Handbewegung, die den Vorhang, den es nicht gibt, wegschiebt.

    Hast du dich schon mal mit der Farbenlehre beschäftigt? Alles wird, wenn man es richtig betrachtet, entweder schwarz oder weiss - alle Farben verschwinden.
    Wenn du allerdings schwarz und weiss auch noch verschwinden lassen kannst, dann bist du Buddha ;)

  • Max Schenzle
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    • 22. Februar 2018 um 20:14
    • #4

    Hi,
    "durch die Wahrnehmung entsteht Bewusstsein und durch das Bewusstsein entsteht Wahrnehmung"
    Durch die Aufhebung der inneren und äußeren Wahrnehmung entsteht, Achtfacher Weg, die Einigung.
    Der letzte Teil des Achtfachen Weges nennt sich: Auflösung der Wahrnehmbarkeit.
    Wo nichts wahrgenommen werden kann entsteht auch kein Bewusstsein.
    Was sagte Gotamo Buddho dazu: Und weiter noch! Dies ist dann aber ein anderes Kapitel!

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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