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  1. Buddhaland Forum
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  3. Allgemeines zum Buddhismus

Gibt es gegenwärtig bekannte, erwachte Personen auf der Welt?

  • Drahtseilakt
  • 20. Oktober 2017 um 11:15
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  • accinca
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    • 22. Oktober 2017 um 15:28
    • #76
    Raphy:

    Danke dir. Habe die Stelle gefunden.
    Nach dem Stromeingetretenen fragte ich deshalb, weil es mir ja um die Frage ging, ob auch viele der Stromeingetretenen und Einmalwiederkehrer in den göttlichen Bereichen wiedererscheinen oder ob die maximal 7 Geburten normalerweise im Menschenbereich abgeleistet werden.
    Und ich habe dich so verstanden, dass du sagen wolltest, dass viele der Stromeingetretenen und Einmalwiederkehrer in den göttlichen Bereichen erscheinen nach dem Tod.


    Nein, für den Stromeingetretenen gilt nur, das er nicht in
    die unteren abwärts führenden üblen Daseinsbereichen mehr
    wiedergeboren werden kann d.h. er wird mindestens als Mensch
    wiedergeboren oder in einem Götterbereich der Sinnesvergnügungen.
    Beides ist für den Stromeingetretenen möglich.
    Es gibt aber verschiedene Arten von Stromeingetretenen.

    Zitat

    "Nach dem Schwinden der drei Fesseln aber gilt er
    als ein 'Höchstens siebenmal Wiedergeborener' (satta kkhattu-parama)
    noch siebenmal unter Göttern und Menschen die Geburten durcheilend,
    die Geburten durchwandernd, macht er dem Leiden ein Ende.

    Oder nach dem Schwinden der drei Fesseln gilt er als ein 'Von Geschlecht zu Geschlecht Eilender' (kolamkola): noch zweimal oder dreimal unter edlen Geschlechtern die Geburten durcheilend, die Geburten durchwandernd,
    macht er dem Leiden ein Ende.

    Oder nach dem Schwinden der drei Fesseln gilt er als ein 'Einmal Aufkeimender (ekabījī) nur noch einmal in menschlichem Dasein wiedergeboren, macht er dem Leiden ein Ende.


    Besser dran ist da schon der Einmalwiederkehrer (sakadāgāmi)
    oder Nichtwiederkehrer (anāgami).

    2 Mal editiert, zuletzt von accinca (22. Oktober 2017 um 15:51)

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    • 22. Oktober 2017 um 15:38
    • #77

    Vielen Dank, accinca. :)

    Das macht es doch etwas klarer für mich, was du meinst.

    Liebe Grüße

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    • 22. Oktober 2017 um 15:48
    • #78
    Frieden-und-Freude:

    ...

    Gar nicht leicht zu sagen, was Ajahn Mettiko ironisch meint und was davon ernst gemeint ist.

    ...

    Das tut mir leid für dich. Ich habe das Gefühl, dass es ich es ganz gut einschätzen kann.

    Liebe Grüße

  • Frieden-und-Freude
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    • 22. Oktober 2017 um 16:17
    • #79
    Raphy:
    Frieden-und-Freude:

    ...

    Gar nicht leicht zu sagen, was Ajahn Mettiko ironisch meint und was davon ernst gemeint ist.

    ...

    Das tut mir leid für dich. Ich habe das Gefühl, dass es ich es ganz gut einschätzen kann.

    Liebe Grüße

    So ein Gefühl habe ich natürlich auch, allerdings doch gelegentlich erlebt, dass das Gefühl täuschen kann. :)

    Bei manchen Theravada-Mönchen, die in ihren Dhammatalks Ironie benutzen, habe ich schon gedacht, dass sie die z.T. etwas buchstabengläubig erscheinenden Aspekte des Theravada großzügig auslegen, was dann aber ein Irrtum war.

    Sila, Samadhi, Panna. Der Weg ist die Praxis.

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    • 22. Oktober 2017 um 16:35
    • #80

    :grinsen:

    Ich denke es ist eh schwer jemanden ganzheitlich, in seinem ganzen Sein einzuschätzen, wenn man ihn nicht kennt oder nur aus Videos.

    Liebe Grüße

  • Frieden-und-Freude
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    • 22. Oktober 2017 um 16:39
    • #81
    Raphy:

    :grinsen:

    Ich denke es ist eh schwer jemanden ganzheitlich, in seinem ganzen Sein einzuschätzen, wenn man ihn nicht kennt oder nur aus Videos.

    Liebe Grüße

    DAS ist vielleicht sogar unmöglich, auch wenn man die Person kennt oder sogar dann, wenn man die Person selbst ist.

    :grinsen:

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    • 22. Oktober 2017 um 16:48
    • #82

    Ob unmöglich, weiß ich nicht. Vermutlich aber sehr schwer.
    Und du sprichst es an. Wenn man sich selbst nicht wirklich kennt und erkennt, wird es bei den anderen vielleicht auch nicht einfacher sie zu kennen und zu erkennen. :)

    Liebe Grüße

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    • 22. Oktober 2017 um 16:52
    • #83
    Raphy:

    Ob unmöglich, weiß ich nicht. Vermutlich aber sehr schwer.
    Und du sprichst es an. Wenn man sich selbst nicht wirklich kennt und erkennt, wird es bei den anderen vielleicht auch nicht einfacher sie zu kennen und zu erkennen. :)

    Liebe Grüße

    ERKENNE DICH SELBST ist eine gute Maxime, im Gegensatz zu dem Glauben, sich bereits vollständig erkannt zu haben. :)

    Schönen Sonntag Abend!

    Sila, Samadhi, Panna. Der Weg ist die Praxis.

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    • 22. Oktober 2017 um 16:57
    • #84

    Danke.

    Dir auch einen schönen Sonntag. :)

    Liebe Grüße

  • xxx
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    • 22. Oktober 2017 um 20:24
    • #85
    accinca:


    Aber auch oft wird diese Bedenken als sog. "Vorschaltlehre" für
    den Stromeintritt vom Buddha dargelegt. Dort heiß es dann immer:

    Zitat

    Da hat denn der Erhabene ... allmählich in das Gespräch eingeführt,
    sprach erst mit ihm vom Geben,
    von der Tugend,
    von seliger Welt,
    machte des Begehrens Elend, Ungemach, Trübsal,
    und der Entsagung Vorzüglichkeit offenbar.
    Als der Erhabene merkte, dass die (jeweiligen Höhrer) im Herzen bereitsam, geschmeidig, unbehindert, aufgerichtet, heiter geworden war, da gab er die Darlegung jener Lehre, die den Erwachten eigentümlich ist:
    das Leiden, die Entwicklung, die Auflösung, den Weg.

    Gleichwie etwa ein reines Kleid, von Flecken gesäubert, vollkommen die Färbung annehmen mag, ebenso auch ging da dem (jeweiligen Höhrer), während er noch da saß, das abgeklärte, abgespülte Auge der Wahrheit auf:

    'Was irgend auch entstanden ist
    Muss alles wieder untergehn.'

    Alles anzeigen
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    Als didaktisches Mittel, quasi als 'upaya', kann ich dieses Vorgehen unter Vorbehalten unterstützen.

    Dennoch bleibe ich bei meiner Überzeugung: Der Geist entwickelt sich ausschliesslich in der Gegenwart und falls Befreiung eintritt, vollzieht sich diese ebenfalls ausschliesslich in der Gegenwart. Deshalb sollte der Geist auf dem 8-fachen Pfad wandelnd, sich ausschliesslich auf die Gegenwart konzentrieren und nicht in eine mögliche Zukunft schielen.

    MN12:

    42. (6) "Indem ich Herz mit Herz umfasse, verstehe ich eine bestimmte Person folgendermaßen: 'Dieser Mensch benimmt sich so, verhält sich so, hat so einen Weg eingeschlagen, daß er hier und jetzt in die Herzensbefreiung, die Befreiung durch Weisheit, die mit der Vernichtung der Triebe triebfrei ist, eintreten und darin verweilen wird.' Und dann sehe ich später, daß er hier und jetzt in die Herzensbefreiung, die Befreiung durch Weisheit, die mit der Vernichtung der Triebe triebfrei ist, eintritt und darin verweilt, und dort ausschließlich angenehme Gefühle empfindet. Angenommen, da wäre ein Teich mit sauberem, angenehmem, kühlem Wasser, durchsichtig, mit sanft ansteigenden Ufern, erfreulich, und nahebei ein dichter Wald; und dann käme ein Mann daher, von heißer Witterung ausgedörrt und erschöpft, müde, ausgetrocknet und durstig, auf einem Pfad, der nur in eine Richtung, genau zu eben jenem Teich führt. Wenn ihn ein Mann mit guter Sehkraft sähe, dann würde er sagen: 'Dieser Mensch benimmt sich so, verhält sich so, hat so einen Weg eingeschlagen, daß er zu eben diesem Teich gelangen wird; und dann sieht er später, daß er in den Teich gesprungen ist, gebadet, getrunken und sich all ihrer Not, Erschöpfung und Fieber entledigt hat, und wieder herausgekommen ist, im Wald sitzt oder liegt und ausschließlich angenehme Gefühle empfindet [9]. Genauso verstehe ich, indem ich Herz mit Herz umfasse, eine bestimmte Person folgendermaßen: 'Dieser Mensch benimmt sich so, verhält sich so, hat so einen Weg eingeschlagen, daß er hier und jetzt in die Herzensbefreiung, die Befreiung durch Weisheit, die mit der Vernichtung der Triebe triebfrei ist, eintreten und darin verweilen wird.' Und dann sehe ich später, daß er hier und jetzt in die Herzensbefreiung, die Befreiung durch Weisheit, die mit der Vernichtung der Triebe triebfrei ist, eintritt und darin verweilt, und dort ausschließlich angenehme Gefühle empfindet. Dies sind die fünf Daseinsbereiche."

    P.S
    Allerdings mutet die Sutte etwas seltsam an. Es werden 5 Daseisbereiche angekündigt und erwähnt aber 6 aufgelistet. Die Gegenwart quasi als ein 6. Extrabereich. Im Mahayana werden zwar tatsächlich 6 Daseinsbereiche unterschieden, dieser entwickelte sich meines Wissens aber erst später.

  • accinca
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    • 22. Oktober 2017 um 20:40
    • #86
    Frieden-und-Freude:
    Raphy:

    Ob unmöglich, weiß ich nicht. Vermutlich aber sehr schwer.
    Und du sprichst es an. Wenn man sich selbst nicht wirklich kennt und erkennt, wird es bei den anderen vielleicht auch nicht einfacher sie zu kennen und zu erkennen. :) Liebe Grüße


    ERKENNE DICH SELBST ist eine gute Maxime, im Gegensatz zu dem Glauben, sich bereits vollständig erkannt zu haben. :)


    Soll ja eine der höheren Fähigkeiten sein die im
    laufe des rechten achtfachen Übungsweges durch rechte
    Achtsamkeit und Beobachtung und Vertiefung erworben
    werden kann.

    Zitat

    „Solchen Gemütes, innig, geläutert, gesäubert, gediegen, schlackengeklärt, geschmeidig, biegsam, fest, unversehrbar, richtet und lenkt er das Gemüt auf die Erkenntnis der Herzen. So kann er der anderen Wesen, der anderen Personen Herz im Herzen schauen und erkennen, das begehrliche Herz als begehrlich und das begehrlose Herz als begehrlos, das gehässige Herz als gehässig und das haßlose Herz als haßlos, das irrende Herz als irrend und das irrlose Herz als irrlos, das gesammelte Herz als gesammelt, und das zerstreute Herz als zerstreut, das hochstrebende Herz als hochstrebend und das niedrig gesinnte Herz als niedrig gesinnt, das edle Herz als edel und das gemeine Herz als gemein, das beruhigte Herz als beruhigt und das ruhelose Herz als ruhelos, das erlöste Herz als erlöst und das gefesselte Herz als gefesselt.
    77. „Gleichwie etwa, großer König, ein Weib oder ein Mann, jung, frisch, gefallsam, in einem Spiegel oder in einer reinen, lauteren, hellen Wasserfläche das Bild des eigenen Antlitzes prüfend betrachten und, ist es nicht sauber, als nicht sauber, und ist es sauber, als sauber erkennen kann:
    ebenso auch, großer König, kann nun der Mönch der anderen Wesen, der anderen Personen Herz im Herzen schauen und erkennen.

  • accinca
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    • 22. Oktober 2017 um 20:52
    • #87
    Bakram:

    Allerdings mutet die Sutte etwas seltsam an. Es werden 5 Daseisbereiche angekündigt und erwähnt aber 6 aufgelistet. Die Gegenwart quasi als ein 6. Extrabereich. Im Mahayana werden zwar tatsächlich 6 Daseinsbereiche unterschieden, dieser entwickelte sich meines Wissens aber erst später.


    Gegenwart ist kein Extrabereich sondern Menschenbereich.
    Es gibt in dieser Aufzählung immer nur diese fünf Daseinsbereiche.
    Keine 6 Daseinsbereiche da Nibbana kein Daseinsbereich ist.
    Aufzählungen auf Bilder mit mehr Daseinsbereiche sind immer nur
    weitere Aufteilungen dieser fünf Bereiche.

  • Frieden-und-Freude
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    • 22. Oktober 2017 um 21:13
    • #88
    accinca:
    Frieden-und-Freude:


    ERKENNE DICH SELBST ist eine gute Maxime, im Gegensatz zu dem Glauben, sich bereits vollständig erkannt zu haben. :)


    Soll ja eine der höheren Fähigkeiten sein die im
    laufe des rechten achtfachen Übungsweges durch rechte
    Achtsamkeit und Beobachtung und Vertiefung erworben
    werden kann.

    Zitat

    „Solchen Gemütes, innig, geläutert, gesäubert, gediegen, schlackengeklärt, geschmeidig, biegsam, fest, unversehrbar, richtet und lenkt er das Gemüt auf die Erkenntnis der Herzen. So kann er der anderen Wesen, der anderen Personen Herz im Herzen schauen und erkennen, das begehrliche Herz als begehrlich und das begehrlose Herz als begehrlos, das gehässige Herz als gehässig und das haßlose Herz als haßlos, das irrende Herz als irrend und das irrlose Herz als irrlos, das gesammelte Herz als gesammelt, und das zerstreute Herz als zerstreut, das hochstrebende Herz als hochstrebend und das niedrig gesinnte Herz als niedrig gesinnt, das edle Herz als edel und das gemeine Herz als gemein, das beruhigte Herz als beruhigt und das ruhelose Herz als ruhelos, das erlöste Herz als erlöst und das gefesselte Herz als gefesselt.
    77. „Gleichwie etwa, großer König, ein Weib oder ein Mann, jung, frisch, gefallsam, in einem Spiegel oder in einer reinen, lauteren, hellen Wasserfläche das Bild des eigenen Antlitzes prüfend betrachten und, ist es nicht sauber, als nicht sauber, und ist es sauber, als sauber erkennen kann:
    ebenso auch, großer König, kann nun der Mönch der anderen Wesen, der anderen Personen Herz im Herzen schauen und erkennen.

    Alles anzeigen

    Ja, das erscheint plausibel, dass es die Erkenntnis fördert, wenn die eigenen Affekte geläutert sind.

    Sila, Samadhi, Panna. Der Weg ist die Praxis.

  • xxx
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    • 22. Oktober 2017 um 21:17
    • #89
    accinca:


    Es gibt in dieser Aufzählung immer nur diese fünf Daseinsbereiche.
    Keine 6 Daseinsbereiche da Nibbana kein Daseinsbereich ist.
    Aufzählungen auf Bilder mit mehr Daseinsbereiche sind immer nur
    weitere Aufteilungen dieser fünf Bereiche.

    Stimmt, das habe ich überlesen. Dann betrifft Punkt 6 der Aufzählung Nibbana. Passt ja.

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    • 25. Oktober 2017 um 23:43
    • #90

    Ole Nydahl und Eckart Tolle sollen Erwachte sein. Ein wirklich Erwachter hat kein Ego mehr. Er spiegelt nur.Es ist bestimmt lohnend in so einer Präsenz den eigenen Geist zu beobachten.Wenn man Glück hat erfährt man etwas,und niemand kann einem das Wissen um die Realität des Erfahrenen mehr nehmen.
    Viel Glück!

  • kilaya
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    • 25. Oktober 2017 um 23:54
    • #91
    Light:

    Ole Nydahl und Eckart Tolle sollen Erwachte sein. Ein wirklich Erwachter hat kein Ego mehr. Er spiegelt nur.Es ist bestimmt lohnend in so einer Präsenz den eigenen Geist zu beobachten.Wenn man Glück hat erfährt man etwas,und niemand kann einem das Wissen um die Realität des Erfahrenen mehr nehmen.
    Viel Glück!


    Da hast Du jetzt eine merkwürdige Auswahl an Namen die in diesem Forum Shitstorm-Potential hat. ;)

    Eckhard Tolle ist ja kein buddhistischer Lehrer oder Buddhist (ich wäre aber der Letzte, der deswegen meinen würde, das wäre nicht möglich) und ON bezeichnet sich selbst als "befreit, nicht erleuchtet". Wo Deine Idee herkommt, er solle "erwacht" sein weiss ich nicht, das sagen weder seine Lehrer, noch seine Schüler, noch er selbst. Es sei denn, da hätte sich in letzter Zeit was verändert, wo ich das nicht mehr so verfolgt habe.

    Die restlichen Aussagen finde ich interessant und passend. Da so ein Mensch v.a. spiegelt, ist es auch so schwer, zu erkennen, ob er erwacht ist. Denn solange man es nicht selbst ist, sieht man ja die eigenen Projektionen und sagt: "der hat ein Ego" obwohl man nur das eigene Ego sieht. Wenn man aber annimmt, dass alles eine Spiegelung ist, dann kann man sich wirklich selbst erkennen und hinter all die Spiegelungen zum Spiegel durchdringen.

    Das wäre die Essenz von tibetischem "Guru Yoga". Wenn man das wirklich effektiv betreibt, ist es eigentlich sogar egal, ob die andere Person erwacht ist. Alles, was erscheint, ist bedingt - ob es von jemand anders oder mir kommt, ist dabei egal - und nur der Spiegel ist relevant.

  • Light
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    • 26. Oktober 2017 um 01:07
    • #92

    Tut mir leid, bin neu in diesem Forum.
    Den Öle Nydahl habe ich mal life erlebt.Zu der Zeit war ich völlig unbedarft und wusste nichts über den tibetischen Buddhismus.Es ging dermaßen die Post ab....Erst einige Zeit später sagte mir eine dass er ein erleuchteter Meister sein soll. Und ich dachte: ja, klar, das war es wohl. Aber mir war schon klar, dass es wahrscheinlich für jeden der Anwesenden etwas Anderes war.
    "Das Meer schmeckt überall salzig". Die Worte sind, glaube ich, vom Buddha.Warum nicht die reinen oder derzeit reinsten in einem Körper inkarnierten Spiegel aufsuchen um überhaupt die Erfahrung zu machen, was möglich ist. Aber wahrscheinlich hast Du recht,dass das einfach der Weg des Guru Yoga ist. Für Andere ist es der Weg mit den Mitstreitern in der Sangha.Es ist bestimmt genauso lohnend, sofern der Meister echt ist und Methoden zur Verfügung stellt mit den Auswüchsen des Ego möglichst nutzbringend umzugehen.

  • kilaya
    Gast
    • 26. Oktober 2017 um 02:23
    • #93

    Gibt nix leid zu tun, erstmal Willkommen ;)

    Ich vermute wenn Du ihn fragen würdest, würde er sagen: da geht die Post ab wegen dem Segensstrom der Linie, Karmapas Segen o.ä.

    Wenn Du ein hohes Bewusstsein bezüglich der Existenz dieses reinen Spiegels hast, bist Du recht unabhängig und kannst Dir den Segen und den Kontakt damit bei vielen Meistern holen - oder auch ganz ohne. Aber mit ordentlicher Anleitung einen Weg zu gehen macht die Sache dann irgendwann rund, so dass die Erfahrung stabil bleibt. So ein kurzer Blick aufs Ziel hilft ganz gut als Wegweiser, aber die Gedankenmuster und Konzepte werden erstmal wieder zuschlagen. Immer wieder. Aber dann immer weniger. :moon:

  • jianwang
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    • 26. Oktober 2017 um 08:48
    • #94

    "Er hat kein Ego mehr". Imho ist es so, das er dieses, jedem lebenden Menschen immanente Ego nicht zeigt, sich von ihm nicht beeinflussen lässt. Deshalb denken wir, die wir nicht wirklich sehen er habe keins...
    Und wieso sollte nur der, welcher das Netz der Irrungen durchbrochen hat, etwas Wahres erfahren können?

    Zitat

    Ansichten sind Äusserungen des Geistes für den Augenblick. Hält man daran fest, werden es Vorurteile.
    Meint man, die Weisen hätten keine Ansichten nur weil sie diese nicht zu Vorurteilen werden lassen?

    (chin DAO-Meister)

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

  • cinnamon
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    Buddh. Richtung
    Frühbuddhismus
    • 26. Oktober 2017 um 09:15
    • #95

    Aus dem Diamant Sutra:
    „The image of self is not a characteristic; the image of a person, the image of a being, and the image of a liver of life are not characteristics.
    Why? Being detached from all images, they are called buddhas“

    Ungefähr so übersetzt:
    Das Bild von einem Selbst ist kein Merkmal, das Bild von einer Person, das Bild von einem Lebewesen (oder Sein) und das Bild von einem Lebensstrom ist kein Merkmal.
    Warum? Losgelöst von allen Bildern, werden sie Buddhas genannt.

    So gesehen haben jene kein Ego mehr.

    (Im Kommentar von Hui Neng erklärt dieser die 4 Bilder so. Sorry hab grad keine Zeit zu übersetzen, dauert immer so lange...
    No self means no matter, sensation, conception, conditioning oder consciousness.
    No Person means understanding the gross element are not subsantial and ultimately desintegrate.
    No being means no mind being born and dying.
    No liver of life means our bodies are originally nonexistent- how can there be a liver of life?
    Once the four images are gone, the objective eye is thoroughly clear, not attached to existence or non-existence, detached from both extremes,….)

  • Noreply
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    24. Juni 2011
    • 26. Oktober 2017 um 10:22
    • #96
    cinnamon:

    Aus dem Diamant Sutra:
    „The image of self is not a characteristic; the image of a person, the image of a being, and the image of a liver of life are not characteristics.
    Why? Being detached from all images, they are called buddhas“


    Die Vorstellung eines Selbst ist keine Eigenschaft; die Vorstellung einer Person, die Vorstellung eines Sein und die Vorstellung eines das Leben Lebenden sind keine Eigenschaften.
    Warum? Das so Seiende ist abgetrennt von allen Vorstellungen, die das leben werden Buddhas genannt.

    Das ist nicht MEIN Selbst, Das ist nicht MEIN ich, Das ist nicht MEIN Leben.
    Mehr Erklärung braucht es nicht, es steht alles da. Lass es laufen, Erkenn was Vorstellung ist und das was So ist wie es ist. Wechsel die Sichtweisen, mal Vorstellung von einem Objekt mal erkennen was ohne Vorstellungen wirklich so ist. Zwei Extreme: Was meine ich was das ist- Was ist da ohne meine Meinung.

    cinnamon:

    (Im Kommentar von Hui Neng erklärt dieser die 4 Bilder so. Sorry hab grad keine Zeit zu übersetzen, dauert immer so lange...
    No self means no matter, sensation, conception, conditioning oder consciousness.
    No Person means understanding the gross element are not subsantial and ultimately desintegrate.
    No being means no mind being born and dying.
    No liver of life means our bodies are originally nonexistent- how can there be a liver of life?
    Once the four images are gone, the objective eye is thoroughly clear, not attached to existence or non-existence, detached from both extremes,….)

  • jianwang
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    • 26. Oktober 2017 um 10:41
    • #97

    Danke Noreply, warst schneller als ich ...

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

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  • Sudhana
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    • 26. Oktober 2017 um 12:34
    • #98
    Ellviral:
    cinnamon:

    Aus dem Diamant Sutra:
    „The image of self is not a characteristic; the image of a person, the image of a being, and the image of a liver of life are not characteristics.
    Why? Being detached from all images, they are called buddhas“


    Die Vorstellung eines Selbst ist keine Eigenschaft; die Vorstellung einer Person, die Vorstellung eines Sein und die Vorstellung eines das Leben Lebenden sind keine Eigenschaften.
    Warum? Das so Seiende ist abgetrennt von allen Vorstellungen

    "Vorstellung" trifft es nicht ganz. Im Text steht saṃjñā (bzw. Chin. 想, 'Wahrnehmung', 'Ideenbildung'). Das ist eine tieferliegende Stufe.

    Im Cheng weishi lun (成唯識論, T1585.31) wird dazu Folgendes erläutert: "Die Natur von saṃjñā ist es, Bilder [images, s. das engl. Zitat] von Objekten zu ergreifen und seine Funktion ist es, verschiedene Namen und Begriffe zuzuweisen. Wenn abgegrenzte Eigenschaften des Objekts geschaffen werden, dann werden entsprechend verschiedene Namen und Begriffe erzeugt."

    Es ist hier also zwischen 'Natur' und 'Funktion' zu unterscheiden. Natur von saṃjñā ist das Unterscheiden; Funktion des Unterscheidens ist das Erzeugen oder Entfalten der Vorstellung (prapañca, 戲論). Mit Vorstellungen wiederum sind wir bei der Natur des vijñāna. Buddhas Unterweisung im Diamantsutra setzt hier bei der Wahrnehmung (der "vier Bilder") an, nicht erst bei den durch sie bedingten Vorstellungen im Bewusstsein.

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    OM MONEY PAYME HUNG

  • Noreply
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    • 26. Oktober 2017 um 12:53
    • #99
    Sudhana:
    Ellviral:


    Die Vorstellung eines Selbst ist keine Eigenschaft; die Vorstellung einer Person, die Vorstellung eines Sein und die Vorstellung eines das Leben Lebenden sind keine Eigenschaften.
    Warum? Das so Seiende ist abgetrennt von allen Vorstellungen

    "Vorstellung" trifft es nicht ganz. Im Text steht saṃjñā (bzw. Chin. 想, 'Wahrnehmung', 'Ideenbildung'). Das ist eine tieferliegende Stufe.

    Im Cheng weishi lun (成唯識論, T1585.31) wird dazu Folgendes erläutert: "Die Natur von saṃjñā ist es, Bilder [images, s. das engl. Zitat] von Objekten zu ergreifen und seine Funktion ist es, verschiedene Namen und Begriffe zuzuweisen. Wenn abgegrenzte Eigenschaften des Objekts geschaffen werden, dann werden entsprechend verschiedene Namen und Begriffe erzeugt."

    Es ist hier also zwischen 'Natur' und 'Funktion' zu unterscheiden. Natur von saṃjñā ist das Unterscheiden; Funktion des Unterscheidens ist das Erzeugen oder Entfalten der Vorstellung (prapañca, 戲論). Mit Vorstellungen wiederum sind wir bei der Natur des vijñāna. Buddhas Unterweisung im Diamantsutra setzt hier bei der Wahrnehmung (der "vier Bilder") an, nicht erst bei den durch sie bedingten Vorstellungen im Bewusstsein.

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    Meine gewissermaßen trotzige Frage ist: Warum dieser ganze wust von gezierten Worten?
    Übersetze es doch selber oder hast Du angst vor deinen Vorstellungen? Ich habe mich aufgrund meiner gelebten Erfahrung auf den hier eingestellten Text konzentriert. Wo kann ich da deine ganzen Interpretationen sehen? Erwartest Du von jedem der irgendwas übersetzt Grundlagenforschung?

    Rede hier nicht so rum! Übersetze den Text der da erscheint.

    Hesse nannte sein Versagen etwas zu sagen, Überstudiert. Zu finden in den Materialien zum Glasperlenspielen zu einem Aufsatz den Knecht schreiben wollte.

  • jianwang
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    • 26. Oktober 2017 um 13:07
    • #100

    Noreply

    ... komm, lass uns Tee trinken

    _()_

    Wenn im dürren Baum der Drache Dir singt
    siehst wahrhaft Du den WEG.
    Wenn im Totenkopf keine Sinne mehr sind
    wird erst das Auge klar.

    jianwang 健忘 = sich [selbst] vergessend

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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