1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Dieses Thema
  • Alles
  • Dieses Thema
  • Dieses Forum
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Buddhismus
  3. Anfängerbereich

Charakter

  • siam
  • 26. Januar 2009 um 10:36
  • Zum letzten Beitrag
  • siam
    Themenautor
    Punkte
    115
    Beiträge
    21
    Mitglied seit
    2. Dezember 2008
    • 26. Januar 2009 um 10:36
    • #1

    Ich hätte eine Frage an die belesene Runde. Ist das Wort Charakter vergleichbar mit dem im Buddhismus häufig verwendeten Begriff Geistesformationen? Und ist der Charakter der bei WIKI so definiert wird "allgemein die Ausprägung einer Persönlichkeit, die durch angeborene und anerzogene Eigenschaften gebildet wird" durch die Läuterung des Geistes veränderbar? Ein Freund von mir ist in Psychotherapie der Therapeut hat ihm erklärt das er mit seinen Charaktereigenschaften, in diesem Fall Aggressionen leben muss da er sie nicht loswerden kann. Nachdem was ich bisher über Buddhismus und die Läuterung des Geistes gelesen habe will ich das aber nicht glauben. Kann mich da jemand Aufklären?

    Schöne Grüße
    siam

  • Sudassana
    Gast
    • 26. Januar 2009 um 11:01
    • #2
    siam:

    Ich hätte eine Frage an die belesene Runde. Ist das Wort Charakter vergleichbar mit dem im Buddhismus häufig verwendeten Begriff Geistesformationen? Und ist der Charakter der bei WIKI so definiert wird "allgemein die Ausprägung einer Persönlichkeit, die durch angeborene und anerzogene Eigenschaften gebildet wird" durch die Läuterung des Geistes veränderbar? Ein Freund von mir ist in Psychotherapie der Therapeut hat ihm erklärt das er mit seinen Charaktereigenschaften, in diesem Fall Aggressionen leben muss da er sie nicht loswerden kann. Nachdem was ich bisher über Buddhismus und die Läuterung des Geistes gelesen habe will ich das aber nicht glauben. Kann mich da jemand Aufklären?


    Unsachlicher Beitrag gelöscht -- nikaya

    Ich würde sagen dass Charakter eine Sammlung von "Angewohnheiten" ist, die - jede für sich betrachtet - sehr wohl verändert und auch aufgeben werden können. Dazu u.a. gibt es nämlich den Buddhismus :D

  • free
    Gast
    • 26. Januar 2009 um 11:34
    • #3
    siam:

    Ich hätte eine Frage an die belesene Runde. Ist das Wort Charakter vergleichbar mit dem im Buddhismus häufig verwendeten Begriff Geistesformationen? Und ist der Charakter der bei WIKI so definiert wird "allgemein die Ausprägung einer Persönlichkeit, die durch angeborene und anerzogene Eigenschaften gebildet wird" durch die Läuterung des Geistes veränderbar? Ein Freund von mir ist in Psychotherapie der Therapeut hat ihm erklärt das er mit seinen Charaktereigenschaften, in diesem Fall Aggressionen leben muss da er sie nicht loswerden kann. Nachdem was ich bisher über Buddhismus und die Läuterung des Geistes gelesen habe will ich das aber nicht glauben. Kann mich da jemand Aufklären?

    Schöne Grüße
    siam

    Wenn Du mehr über "Charakter" aus buddhistische Sicht wissen möchtest, dann lies mal

    Puggala Paññatti - Das Buch der Charaktere

    http://www.palikanon.com/abhidham/puggalap/pp_idx.html

    Die "Charaktereigenschaften" spielen in der Auswahl des Meditationsobjektes eine große Rolle.

    Jeder kann seine geistige Ausrichtung ändern, sofern er dies denn möchte.

  • Bishafu
    Gast
    • 26. Januar 2009 um 13:33
    • #4

    Hallo Siam,
    in der Psychiatrie gibt es eine sogenannte Charakterneurose:

    Zitat

    Die Charakterneurosen sind dadurch gekennzeichnet, dass Triebregungen und entsprechende Wunschphantasien mehr oder weniger integriert bleiben ("symptomlose Neurosen"). Dafür kommt es hier zu wiederholtem Fehlverhalten ("charakterliches Defizit").http://www.psychosoziale-gesundheit.net/psychiatrie/neurosen.html


    Wenn ein Psychiater/Psychotherapeuten eine solche Neurose diagnostiziert, geht er von einer sehr eingefahrenen Persönlichkeit aus und sieht quasi keine "Heilungschancen". Strenge Psychotherapeuten sehen dies bei jedem Menschen über 35 :lol: .
    Diese Qualifikation des Therapeuten stellt ein Scheitern des Therapeuten fest. Leider sagt der Mensch nicht: "Suchen Sie sich einen anderen Therapeuten und ein anderes Therapieverfahren", sondern er qualifiziert den Menschen ab ("Sie müssen damit leben").
    Soweit ist das Verhalten des Therapeuten erklärbar. Selbverständlich kann man sein Verhalten trotz einer solchen Diagnose durchaus verändern. Wie er das tun möchte sollte dein Freund entscheiden.
    Liebe Grüße
    Bishafu

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (27. Januar 2009 um 09:17)

  • Taishan
    Gast
    • 26. Januar 2009 um 14:05
    • #5
    siam:

    Ich hätte eine Frage an die belesene Runde. Ist das Wort Charakter vergleichbar mit dem im Buddhismus häufig verwendeten Begriff Geistesformationen? Und ist der Charakter der bei WIKI so definiert wird "allgemein die Ausprägung einer Persönlichkeit, die durch angeborene und anerzogene Eigenschaften gebildet wird" durch die Läuterung des Geistes veränderbar? Ein Freund von mir ist in Psychotherapie der Therapeut hat ihm erklärt das er mit seinen Charaktereigenschaften, in diesem Fall Aggressionen leben muss da er sie nicht loswerden kann. Nachdem was ich bisher über Buddhismus und die Läuterung des Geistes gelesen habe will ich das aber nicht glauben. Kann mich da jemand Aufklären?

    Schöne Grüße
    siam

    Ich würde das auch so nicht glauben. Wie Bishafu schon sagte, ist es das Eingeständnis des Therapeuten, dass er hier "keine Lust" hat oder keine Kompetenz. So, wie wenn ein Arzt sagt - da kann man nichts machen, da müssen Sie mit leben.
    Andererseits ist das auch positiv - denn jeder muss mit dem leben oder klar kommen, was ist, also mit seiner Persönlichkeit und mit seinen Ausdrucksweisen. Wenn dein Freund unter seinen Agressionen - ich nehme mal an, es ist die Eigenschaft des Aufbrausens, der Unbeherrschtheit und auch der Unangemessenheit bezüglich der Reaktion - leidet, dann leidet er ja darunter, dass andere unter seinem Temperament leiden. Also da ist schon eine Form des Mitgefühls.
    Dann muss er halt lernen, wie er den Wilden zähmt.
    Da ist der Buddhismus und die Meditation hervorragend geeignet.
    In den berühmten 10 Ochsenbilder geht es um die Zähmung eines Ochsens - das ist im Grunde ein Ausdruck unserer vitalen Energien, die eben gezähmt werden müssen, damit sie in jeder Situation angemessen wirksam werden können.
    Aggression ist eine besonders einprägende Form sich Aufmerksamkeit zu sichern. Das hat man dann häufig als Kind schon erfahren und handelt entsprechend geprägt. Aber man kann alles wieder umprägen. ich würde mir einen Therapeuten suchen, der mehr Engagement hat.

  • Isis
    Punkte
    2.045
    Beiträge
    397
    Mitglied seit
    24. September 2008
    • 26. Januar 2009 um 15:00
    • #6

    -

    _()_
    Das aber verkünde ich, o Freund: in eben diesem klafterhohen, mit Wahrnehmung und Bewusstsein versehenen Körper, da ist die Welt enthalten, der Welt Entstehung, der Welt Ende und der zu der Welt Ende führende Pfad.
    BUDDHA

    Einmal editiert, zuletzt von Isis (27. September 2009 um 01:05)

  • Sudassana
    Gast
    • 26. Januar 2009 um 17:00
    • #7
    Isis:
    Bishafu:

    ... Wenn ein Psychater/Psychotherapeuten eine solche Neurose diagnostiziert, geht er von einer sehr eingefahrenen Persönlichkeit aus und sieht quasi keine "Heilungschancen". Strenge Psychotherapeuten sehen dies bei jedem Menschen über 35 :lol: ...

    ... Wenn er aber eine Persönlichkeitsstörung diagnostizieren würde, hätte er in der Hinsicht auf Heilungsschanzen kein Unrecht... (BPS, Dissoziale Störung)

    Liebe Grüße, Isis

    Was ist das eigentlich, was da vermeintlich gestört ist? Was ist das, "Persönlichkeit"? :)

  • KDR
    Punkte
    1.910
    Beiträge
    368
    Mitglied seit
    3. Januar 2009
    • 26. Januar 2009 um 17:29
    • #8

    Zum Thema Umgang mit schwierigen Charaktereigenschaften gibt es eine schöne tibetische Geschichte des berühmten Einsiedlers Milarepa:

    Zitat

    Eines Abends kam Milarepa vom Brennholzsammeln in seine Höhle zurück und entdeckte, dass sie voller Dämonen war. Sie kochten sein Essen, lasen seine Bücher und schliefen in seinem Bett. Sie hatten den Laden übernommen. Und obwohl er das Gefühl hatte, dass sie nur Projektionen seines eigenen Geistes waren, die ganzen unerwünschten Anteile seines Selbst, wusste er nicht, wie er sie loswerden konnte.
    Also lehrte er sie zunächst das Dharma. Er saß auf einem Sitz, der etwas höher war als der ihre, und erzählte ihnen, dass alle eins sind. Er redete über Mitgefühl und Leerheit und darüber, dass Gift Medizin ist. Aber nichts passierte. Die Dämonen waren immer noch da. Dann verlor er die Geduld, wurde wütend und stürzte sich auf sie. Sie lachten ihn aus. Schließlich gab er auf, setzte sich einfach auf den Boden und sagte: "Ich werde nicht weggehen, und es sieht so aus, als würdet ihr auch nicht weggehen. Dann werden wir eben alle zusammen hier leben." Daraufhin verschwanden alle Dämonen, bis auf einen. Milarepa sagte: "Dieser ist wohl besonders bösartig." Er wusste nicht, was er tun sollte. Also gab er noch mehr auf. Er ging zu dem Dämon, legte sich in sein Maul und sagte: "Friß mich ruhig auf, wenn du willst" Da verschwand auch dieser Dämon.

    DRACO DORMIENS NUNQUAM TITILLANDUS

  • Isis
    Punkte
    2.045
    Beiträge
    397
    Mitglied seit
    24. September 2008
    • 26. Januar 2009 um 18:18
    • #9

    -

    _()_
    Das aber verkünde ich, o Freund: in eben diesem klafterhohen, mit Wahrnehmung und Bewusstsein versehenen Körper, da ist die Welt enthalten, der Welt Entstehung, der Welt Ende und der zu der Welt Ende führende Pfad.
    BUDDHA

    Einmal editiert, zuletzt von Isis (27. September 2009 um 01:05)

  • Isis
    Punkte
    2.045
    Beiträge
    397
    Mitglied seit
    24. September 2008
    • 26. Januar 2009 um 18:25
    • #10

    -

    _()_
    Das aber verkünde ich, o Freund: in eben diesem klafterhohen, mit Wahrnehmung und Bewusstsein versehenen Körper, da ist die Welt enthalten, der Welt Entstehung, der Welt Ende und der zu der Welt Ende führende Pfad.
    BUDDHA

    Einmal editiert, zuletzt von Isis (27. September 2009 um 01:04)

  • nikaya
    Gast
    • 26. Januar 2009 um 18:36
    • #11
    Isis:
    Sudassana:

    Was ist das eigentlich, was da vermeintlich gestört ist? Was ist das, "Persönlichkeit"? :)

    Am besten du guckst hier nach, das Thema ist für einen Forumsbeitrag zu umfassend...

    http://www.verhaltenswissenschaft.de/Psychologie/Pe…sonlichkeit.htm


    Ich glaube Sudassana spielt hier auf die buddhistische Persönlichkeitsansicht (sakkaya-ditthi)an, die Wahnvorstellung von einem unveränderlichen, hinter den Dingen stehenden "Ich".

  • Isis
    Punkte
    2.045
    Beiträge
    397
    Mitglied seit
    24. September 2008
    • 26. Januar 2009 um 20:49
    • #12

    -

    _()_
    Das aber verkünde ich, o Freund: in eben diesem klafterhohen, mit Wahrnehmung und Bewusstsein versehenen Körper, da ist die Welt enthalten, der Welt Entstehung, der Welt Ende und der zu der Welt Ende führende Pfad.
    BUDDHA

    Einmal editiert, zuletzt von Isis (27. September 2009 um 01:04)

  • Sudassana
    Gast
    • 26. Januar 2009 um 20:52
    • #13
    Isis:

    Ahja... das hier habe ich gefunden:

    Zitat

    Der Buddha hingegen lehrt, daß es weder eine Persönlichkeit gibt, die nach dem Tode fortbesteht, noch auch eine Persönlichkeit, die beim Tode vernichtet wird, sondern daß ‘Persönlichkeit', ‘Ich', ‘Mensch' usw. lediglich konventionelle Bezeichnungen (vohāra-vacana) sind; und daß eben bloß dieser Prozeß der vom Augenblick zu Augenblick sich selbst verzehrenden, unaufhörlich entstehenden und gleich darauf wieder für immer verschwindenden körperlichen und geistigen Daseinserscheinungen anzutreffen ist. Diese Leerheit und Unpersönlichkeit des Daseins ist die Kernlehre des ganzen Buddhismus, die einzige spezifisch buddhistische Lehre, mit der das ganze buddhistische Lehrgebäude steht und fällt.

    http://www.palikanon.com/wtb/ditthi.html

    Wie wird dann eine Persönlichkeitsstörung definiert, als ein Geisteszustand, oder eine Ich-Störung?


    Als Verblendung ... :D

  • Bishafu
    Gast
    • 27. Januar 2009 um 09:28
    • #14

    Aus der Sicht des Psychiaters und ICD-10 hast du natürlich recht, dennoch ist doch die Frage ob dies der Weisheit letzter Schluß für diesen Menschen ist?

    Isis:
    Bishafu:

    ... Wenn ein Psychater/Psychotherapeuten eine solche Neurose diagnostiziert, geht er von einer sehr eingefahrenen Persönlichkeit aus und sieht quasi keine "Heilungschancen". Strenge Psychotherapeuten sehen dies bei jedem Menschen über 35 :lol: ...

    ... Wenn er aber eine Persönlichkeitsstörung diagnostizieren würde, hätte er in der Hinsicht auf Heilungsschanzen kein Unrecht... (BPS, Dissoziale Störung)

    Liebe Grüße, Isis

  • Ingo-Wolf Kittel
    Gast
    • 27. Januar 2009 um 12:04
    • #15
    Isis:

    Wie wird dann eine Persönlichkeitsstörung definiert, als ein Geisteszustand, oder eine Ich-Störung?


    hi isis - ob es im buddhismus eine persönlichkeitslehre gibt oder lernpsychologie als grundlage dazu weiss ich nicht. free hat auf den text 'buch der charaktere' verwiesen, in dem meinem ersten schnellen eindruck nach aber von charakter oder charakteren in dem sinn nicht die rede ist, wie wir 'charakter' oder 'persönlichkeit' verstehen. dem entsprechend ist dort auch keine persönlichkeitstypologie entwickelt, wie wir sie kennen, noch eine ('nosologische') persönlichkeits-'pathologie', wie man sagen könnte (üblich ist nur der ausdruck 'psychopathologie'). insofern müsstest du deine frage präzisieren:
    deinen begriffen nach scheinst du wissen zu wollen, wie in (klassifikations-)system/en der psychischen heilkunde 'persönlichkeitsstörung' definiert ist, was generell psychologisch als 'persönlichkeit' bezeichnet wird und was - ggf. bis hin in die psychoanalytische theorie - mit 'ich-störung' gemeint ist. (kann man sich sicher alles irgendwie ergooglen.)

    hier die frage zu stellen legt aber nahe zu vermuten, dass du vielleicht eine buddhistische entsprechung zu den von dir angegebenen stichworten suchst. das würde auch mich etwas interessieren, insb. ob es eine psychische krankheitslehre im buddhismus gibt oder auch nur ansätze dazu. ich weiss dazu nichts, weil ich mich darum bisher nicht gekümmert habe.

  • Isis
    Punkte
    2.045
    Beiträge
    397
    Mitglied seit
    24. September 2008
    • 27. Januar 2009 um 12:37
    • #16

    -

    _()_
    Das aber verkünde ich, o Freund: in eben diesem klafterhohen, mit Wahrnehmung und Bewusstsein versehenen Körper, da ist die Welt enthalten, der Welt Entstehung, der Welt Ende und der zu der Welt Ende führende Pfad.
    BUDDHA

    Einmal editiert, zuletzt von Isis (27. September 2009 um 01:03)

  • nikaya
    Gast
    • 27. Januar 2009 um 15:08
    • #17
    Ingo-Wolf Kittel:


    deinen begriffen nach scheinst du wissen zu wollen, wie in (klassifikations-)system/en der psychischen heilkunde 'persönlichkeitsstörung' definiert ist, was generell psychologisch als 'persönlichkeit' bezeichnet wird und was - ggf. bis hin in die psychoanalytische theorie - mit 'ich-störung' gemeint ist. (kann man sich sicher alles irgendwie ergooglen.)

    hier die frage zu stellen legt aber nahe zu vermuten, dass du vielleicht eine buddhistische entsprechung zu den von dir angegebenen stichworten suchst. das würde auch mich etwas interessieren, insb. ob es eine psychische krankheitslehre im buddhismus gibt oder auch nur ansätze dazu. ich weiss dazu nichts, weil ich mich darum bisher nicht gekümmert habe.


    Meines Wissens gibt es in der Buddhalehre nicht so etwas wie eine "Persönlichkeitsanalyse". Denn die Annahme einer Persönlichkeit ist schon, laut dem Buddha, eine grundsätzlich falsche Ansicht und Wahrnehmung, entstanden aus Begehren und eine der Hauptursachen für Leiden. Die Persönlichkeitsansicht entsteht aufgrund der Daseinsgruppen an denen angehaftet wird, ist aber nichts reales dahinter sondern Illusion. Dieses wurde vom Buddha oft erläutert wie z.B. in M44:

    Zitat

    „Ehrwürdige, man spricht von ,Persönlichkeit, Persönlichkeit‘. Was wird vom Erhabenen Persönlichkeit genannt?‘

    „Freund Visàkha, die fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird, werden vom Erhabenen Persönlichkeit genannt; das heißt, die Daseinsgruppe der Form, an der angehaftet wird, die Daseinsgruppe des Gefühls, an der angehaftet wird, die Daseinsgruppe der Wahrnehmung, an der angehaftet wird, die Daseinsgruppe der Gestaltungen, an der angehaftet wird, und die Daseinsgruppe des Bewußtseins, an der angehaftet wird. Diese fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird, werden vom Erhabenen Persönlichkeit genannt.“ Mit den Worten „Gut, Ehrwürdige“ äußerte der Laienanhänger Visàkha Entzücken und Freude über Bhikkhunã Dhammadinnàs Worte. Dann stellte er ihr eine weitere Frage.

    „Ehrwürdige, man spricht von ,Ursprung der Persönlichkeit, Ursprung der Persönlichkeit‘. Was wird vom Erhabenen Ursprung der Persönlichkeit genannt?‘

    „Freund Visàkha, es ist das Begehren, das zum Wiederwerden führt, das von Ergötzen und Begierde begleitet ist, das sich an diesem und jenem ergötzt; das heißt, das Begehren nach Sinnesvergnügen, das Begehren nach Werden und das Begehren nach Nicht-Werden. Dies wird vom Erhabenen Ursprung der Persönlichkeit genannt.“

    „Ehrwürdige, man spricht von ,Aufhören der Persönlichkeit, Aufhören der Persönlichkeit‘. Was wird vom Erhabenen Aufhören der Persönlichkeit genannt?‘

    „Freund Visàkha, es ist das Verschwinden und Aufhören ohne Überreste, das Aufgeben, Verzichten, Loslassen und Zurückweisen eben jenes Begehrens. Dies wird vom Erhabenen Aufhören der Persönlichkeit genannt.“

    „Ehrwürdige, man spricht von ,dem Weg, der zum Aufhören der Persönlichkeit führt, dem Weg, der zum Aufhören der Persönlichkeit führt‘. Was wird vom Erhabenen der Weg, der zum Aufhören der Persönlichkeit führt, genannt?‘

    „Freund Visàkha, eben dieser Edle Achtfache Pfad wird vom Erhabenen als der Weg, der zum Aufhören der Persönlichkeit führt, genannt; das heißt, Richtige Ansicht, Richtige Absicht, Richtige Rede, Richtiges Handeln, Richtige Lebensweise, Richtige Anstrengung, Richtige Achtsamkeit und Richtige Konzentration.“

    „Ehrwürdige, ist jenes Anhaften das selbe wie diese fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird, oder ist das Anhaften getrennt von den fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird?‘

    „Freund Visàkha, jenes Anhaften ist weder das selbe wie diese fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird, noch ist das Anhaften getrennt von den fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird. Es ist die Gier und die Begierde in Bezug auf die fünf Daseinsgruppen, an denen angehaftet wird, welches genanntes Anhaften ist.“

    Persönlichkeitsansicht
    „Ehrwürdige, auf welche Weise entsteht die Persönlichkeitsansicht?‘

    „Freund Visàkha, ein nicht unterrichteter Weltling, der die Edlen nicht beachtet und in ihrem Dhamma nicht bewandert und geschult ist, der aufrechte Menschen nicht beachtet und in ihrem Dhamma nicht bewandert und geschult ist, betrachtet Form als Selbst, oder Selbst als Form besitzend, oder Form als im Selbst enthalten, oder Selbst als in Form enthalten. Er betrachtet Gefühl als Selbst, oder Selbst als Gefühl besitzend, oder Gefühl als im Selbst enthalten, oder Selbst als im Gefühl enthalten. Er betrachtet Wahrnehmung als Selbst, oder Selbst als Wahrnehmung besitzend, oder Wahrnehmung als im Selbst enthalten, oder Selbst als in der Wahrnehmung enthalten. Er betrachtet Gestaltungen als Selbst, oder Selbst als Gestaltungen besitzend, oder die Gestaltungen als im Selbst enthalten, oder Selbst als in den Gestaltungen enthalten. Er betrachtet Bewußtsein als Selbst, oder Selbst als Bewußtsein besitzend, oder Bewußtsein als im Selbst enthalten, oder Selbst als im Bewußtsein enthalten. Auf diese Weise entsteht die Persönlichkeitsansicht.“ (usw.)

    Quelle: http://www.phathue.de/buddhismus/dha…-sammlung/mn44/

    Alles anzeigen
  • KDR
    Punkte
    1.910
    Beiträge
    368
    Mitglied seit
    3. Januar 2009
    • 27. Januar 2009 um 17:08
    • #18
    Isis:

    Ingo-Wolf Kittel hat geschrieben:... hier die frage zu stellen legt aber nahe zu vermuten, dass du vielleicht eine buddhistische entsprechung zu den von dir angegebenen stichworten suchst. das würde auch mich etwas interessieren, insb. ob es eine psychische krankheitslehre im buddhismus gibt oder auch nur ansätze dazu...


    Ja, genau... danke für deine Antwort!

    Wenn jemand dazu eine Meinung oder Tipps, Links usw. hätte, wär ich sehr dankbar.

    Da hab ich was: Der Heilende Buddha von Raoul Birnbaum. Gibt es hier und hier.
    Das ist vielleicht ein Ansatz; immerhin psychosomatisch. In dem Buch sind auch vier Sutras übersetzt.
    PS: Tut mir Leid, dass ich schon wieder Werbung für amazon mache. :oops:

    DRACO DORMIENS NUNQUAM TITILLANDUS

  • Ingo-Wolf Kittel
    Gast
    • 28. Januar 2009 um 13:08
    • #19
    Walter:


    Der Heilende Buddha von Raoul Birnbaum.

    ...vielleicht ein Ansatz; immerhin psychosomatisch.


    zu dem buch habe ich online bisher leider nur hier diese wenigen informationen gefunden:

    Inhalt: Die Lehre vom Buddha im Lapislazuli-Glanz, dem Meister des Heilens. Der Meister des Heilens und seine Brüder. Übersetzungen aus dem chinesischen und buddhistischen Kanon: Der König des Heilens. Der höchste Heiler. Der Meister des Heilens. Die Gelübde des Meisters des Heilens. Die sieben Meister des Heilens. u.a.m:
    danach schätze ich, dass es in dem buch darum geht, die im buddhismus vorherrschenden vorstellungen vom heilen (und evtl. dazu gehörige techniken) darzustellen und zu erläutern.
    das sieht nicht danach aus, als würden diese mit anderen heilweisen und erfahrungen verglichen, auch nicht mit den vorstellungen und techniken, die in der wissenschaftlichen und insb. psychosomatischen medizin entwickelt worden sind.

    zum ansatz buddhistischer heilvorstellungen wird auf dieser website hier eine aussage von einem "Lama Zopa (einem) bekannten Tibetischer Meister" aufgeführt, der "zum Thema Heilen und Heilung" erklärt:

    "Heilung kommt im Wesentlichen aus dem Geiste, nicht von unserem Körper. Den Geist zu heilen ist das Entscheidende, denn andernfalls werden unsere Schwierigkeiten, die ohne einen Anfang sind, endlos. Krankheit wird verursacht durch Ichbezogenheit: durch Unwissenheit, Haß, Anhaftung und andere Einbildungen und durch negative Handlungen, die von diesen negativen Gedanken motiviert sind. Unsere negativen Gedanken und Handlungen hinterlassen Eindrücke in unserem Geist, die sich dann wiederum als Krankheit oder andere Probleme manifestieren. Diese Eindrücke, verankert in unserem Wesen, ermöglichen es auch, daß sich störende Gedanken und negative Handlungen aufs Neue wiederholen. Wenn wir nichts unternehmen, den Geist zu heilen, besteht immer die Gefahr, daß wir wiederum die Ursache der Krankheit erschaffen, daß wir die Handlungen wiederholen, die uns krank gemacht haben.

    Während äußere Medizin genommen werden kann, um eine körperliche Krankheit zu heilen, brauchen wir die innere Medizin - Meditation - , um die Ursache der Krankheit zu heilen, und um sicher zu gehen, daß wir diese Krankheit nie wieder erfahren müssen. Meditation heilt nicht nur die Krankheit, sondern sie schenkt uns auch großen Frieden im Geiste. Mitgefühl ist der beste Heiler. Die machtvollste Heilung entsteht aus dem Entwickeln von Mitgefühl für alle Wesen. Jedes Mal, wenn wir über das Mitgefühl meditieren, sammeln wir unendliches Verdienst an, die Ursache für Glück und Erfolg; jedes Mal, wenn wir Meditation praktizieren zum Wohle aller fühlenden Wesen, vollbringen wir letztendliche Heilung."

    nach diesem text geht es entweder im buddhismus überhaupt oder- wenn es sich nicht um eine persönlichen ansicht des genannten lamas handelt - zumindestens im tibetischen buddhismus nicht um (einzel)krankheiten im üblichen und auch medizinischen sinn und - wie mir sogar scheint - nicht einmal um pauschales kranksein (im üblichen sinn als gegenteil von und entgegensetzung zu gesundheit). vielmehr liest sich der text, als sei generell alles 'unheilsame' gemeint. kranksein sowie einzelkrankheiten wären dabei lediglich untergruppen.

    das sieht nach übergeneralisierung oder pauschalisierung aus.

    eine so breite sichtweise erlaubt keine differenzierte betrachtungsweise von krankheit/en und analyse ihrer entstehungsweise, wie sie für die wissenschaftiche medizin typisch ist. wie es aussieht, wird dazu auch noch der umfang des begriffes 'krankheit' wesentlich weiter gefasst als in unserer medizin und beinhaltet offenbar alles im leben überhaupt nachteilige.

    dazu passt die angabe und vorstellung, dass offenbar alles bis hin zu einzelkrankheiten ungeachtet der spezifischen bedingungen ihrer jeweiligen entstehung 'im wesentlichen' auf dasselbe - wie oben angegeben: "Ichbezogenheit: durch Unwissenheit, Haß, Anhaftung und andere Einbildungen und durch negative Handlungen" - zurückgeführt wird.

    das sieht nach alleserklärung aus, der zurückführung von allem irgendwie nachteiligen bis hin zu krebserkrankungen, schlaganfällen und herzversagen auf immer ein- und dasselbe.

    dieses pauschaldenken ergibt dann schon rein logisch, dass dann jedwede "Heilung" selbst von krankheiten aller, selbst schlimmsten art "im Wesentlichen aus dem Geiste" kommen soll.

    meditation mutiert damit zu nichts weniger als zum...

    allheilmittel.

    kann das sein: ist buddhistisches denken derart undifferenziert?

    _()_

  • Akuma
    Punkte
    900
    Beiträge
    176
    Mitglied seit
    10. September 2008
    • 28. Januar 2009 um 13:40
    • #20

    Nun es steht ja da "während äussere Medizin genommen wird" usw d.h. Zopa setzt sich hier in die Position nur die innere Krankheit zu betrachten. Die innere Krankheit ist also diese angeführte Dreiheit. Im tibetischen Buddhismus ist es ein wenig wie in der kabbalistischen Vorstellungswelt, die ursprüngliche Reinheit wird scheinbar verdeckt. Dies ist inneree Krankheit. Weitere Differenzierung ist abhängig von der jeweiligen Stufe der Praxis und den damit zusammenhängenden Meditationstechniken.
    Was Krankheiten im allgemeinen angeht, alles ist Folge von Karma, jeder Moment, jeder Aspekt. Und Karma ist geistiger Natur, also ist natürlich auch jede Situation und damit auch jede spezifische Krankehit geistiger Ursache. Geistig heisst dann aber natürlich nicht denkender Geist sondern das geistgie Kontinuum an sich mit den Bewusstseinsformationen usw.
    Beim Studium insb. des tib. Mahayana lernt man das mit als eine der ersten und oftmals überraschendsten Dinge, das Bewusstsein geht allen Objekten voraus. Zuerst ist Geist, dann Materie, Geist ist nicht in Materie sondern Materie erscheint im Geist. Alle scheinbar materiellen Begebenheiten sind nur Folge komplexer geistiger Bewegungen. Absolute Heilung in diesem Zusammenhang bedeutet dann diese Bewegungen entweder zu kontrollieren oder zu beenden.

  • KDR
    Punkte
    1.910
    Beiträge
    368
    Mitglied seit
    3. Januar 2009
    • 28. Januar 2009 um 17:54
    • #21
    Akuma:

    Nun es steht ja da "während äussere Medizin genommen wird" usw d.h. Zopa setzt sich hier in die Position nur die innere Krankheit zu betrachten. Die innere Krankheit ist also diese angeführte Dreiheit. Im tibetischen Buddhismus ist es ein wenig wie in der kabbalistischen Vorstellungswelt, die ursprüngliche Reinheit wird scheinbar verdeckt. Dies ist inneree Krankheit. Weitere Differenzierung ist abhängig von der jeweiligen Stufe der Praxis und den damit zusammenhängenden Meditationstechniken.
    Was Krankheiten im allgemeinen angeht, alles ist Folge von Karma, jeder Moment, jeder Aspekt. Und Karma ist geistiger Natur, also ist natürlich auch jede Situation und damit auch jede spezifische Krankehit geistiger Ursache. Geistig heisst dann aber natürlich nicht denkender Geist sondern das geistgie Kontinuum an sich mit den Bewusstseinsformationen usw.
    Beim Studium insb. des tib. Mahayana lernt man das mit als eine der ersten und oftmals überraschendsten Dinge, das Bewusstsein geht allen Objekten voraus. Zuerst ist Geist, dann Materie, Geist ist nicht in Materie sondern Materie erscheint im Geist. Alle scheinbar materiellen Begebenheiten sind nur Folge komplexer geistiger Bewegungen. Absolute Heilung in diesem Zusammenhang bedeutet dann diese Bewegungen entweder zu kontrollieren oder zu beenden.


    Sehr gut erklärt. Ein Glück, dass du mir zuvorgekommen bist. :lol:

    DRACO DORMIENS NUNQUAM TITILLANDUS

  • Ingo-Wolf Kittel
    Gast
    • 28. Januar 2009 um 21:04
    • #22
    Akuma:

    ...alles ist Folge von Karma, jeder Moment, jeder Aspekt.


    ihr bestätigt das worauf ich hingewiesen habe und hinweisen wollte: im buddhismus sind sprachformeln üblich, mit denen alles auf einmal 'erklärt' wird. solche aussagen passen auf alles und immer und überall; sie sind also immer richtig, können nie falsch sein - und das hat folgen: weitere sprachliche erklärungen sind nicht mehr nötig, nachdenken auch nicht und nachforschen schon gar nicht.

    im hinblick auf jede frage nach der entstehung von irgendwas reicht es, einmal in seinem leben die sprachformel gehört und verstanden zu haben, "alles ist Folge von Karma", um für den rest seines lebens alles auf der welt, jedes ereignis in seinem eigenen leben und im leben von anderen sofort und ohne das geringste überlegen scheinbar auch kausal erklären zu können. zu jeder denkbaren diesbezüglichen frage steht damit die antwort schon zuvor fest; man braucht sie zur rechten zeit bei ensprechender nachfrage nur stereotyp zu reproduzieren.


    eine formel wie 'alles ist folge von karma' hat dann die aussagekraft einer formel wie
    'alles ist folge einer ursache'...


    manche halten diese leerformel

    sogar für ein naturgesetz!
    .

  • free
    Gast
    • 28. Januar 2009 um 21:21
    • #23
    Zitat
    Ingo-Wolf Kittel:

    eine formel wie 'alles ist folge von karma' hat dann die aussagekraft einer formel wie
    'alles ist folge einer ursache'...

    Lieber Ingo-Wolf,

    habe ich das jetzt richtig verstanden?

    Ursache bedingtes Entstehen unterliegt keiner Gesetzmäßigkeit?
    Eines folgt nicht aus dem Anderen?
    Karma unterliegt keiner Gesetzmäßigkeit?
    Alles nur Zufall?
    Ich kann nichts ändern für die Zukunft, weil es keine Gesetzmäßigkeit dahingehend gibt?
    Das hieße, ich kann nichts ändern? Keine Befreiung aus samsara erlangen

    Habe ich Deine Aussagen etwa falsch verstanden?

    Herzlichen Gruß
    free

  • Akuma
    Punkte
    900
    Beiträge
    176
    Mitglied seit
    10. September 2008
    • 28. Januar 2009 um 21:52
    • #24
    Ingo-Wolf Kittel:


    (...)
    eine formel wie 'alles ist folge von karma' hat dann die aussagekraft einer formel wie
    'alles ist folge einer ursache'...
    manche halten diese leerformel
    sogar für ein naturgesetz!
    .

    Alles anzeigen

    Karma ist keine Erklärung.
    Karma ist vereinfacht ausgedrückt geistige Bewegung und Veränderung ist Zeit. Die Aussage von alles ist verursacht durch Karma hat also dieselbe Qualität wie die Aussage die Zeit gebärt alle Phänomene, aber aus sich heraus keinen erklärenden Gehalt oder Anspruch. Wäre dem so, würde dem auch die grundlegende Haltung widersprechen, die Shakyamuni öfter eingenommen hat, dass Samsara keine einzige Ursache hätte.

    Zitat


    im hinblick auf jede frage nach der entstehung von irgendwas reicht es, einmal in seinem leben die sprachformel gehört und verstanden zu haben, "alles ist Folge von Karma", um für den rest seines lebens alles auf der welt, jedes ereignis in seinem eigenen leben und im leben von anderen sofort und ohne das geringste überlegen scheinbar auch kausal erklären zu können.

    Das ist von den geistigen Fähigkeiten des einzelnen abhängig. Das Ursache-Wirkungsprinzip ist allgegenwärtig aber schwer zu durchschauen.

  • accinca
    Reaktionen
    706
    Punkte
    57.021
    Beiträge
    11.216
    Mitglied seit
    31. Dezember 2007
    • 28. Januar 2009 um 22:00
    • #25
    Akuma:


    Karma ist keine Erklärung.
    Karma ist vereinfacht ausgedrückt geistige Bewegung und Veränderung ist Zeit. Die Aussage von alles ist verursacht durch Karma hat also dieselbe Qualität wie die Aussage die Zeit gebärt alle Phänomene, aber aus sich heraus keinen erklärenden Gehalt oder Anspruch. Wäre dem so, würde dem auch die grundlegende Haltung widersprechen, die Shakyamuni öfter eingenommen hat, dass Samsara keine einzige Ursache hätte.

    Ohne einen Grund gibt es keinen Samsaro.
    Wer in übler Absicht ein Lebewesen tötet begeht eine Tat mit leidhafter Wirkung
    auf den Täter. Wer ohne Absicht ein Lebewesen tötet begeht auch keine Tat
    mit leidhafter Wirkung für den Täter.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download