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Buddhismus als Philosophie / die Schulen

  • Mayster
  • 5. Dezember 2016 um 08:14
  • Zum letzten Beitrag
  • Mayster
    Themenautor
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    5. Dezember 2016
    • 5. Dezember 2016 um 08:14
    • #1

    Hallo !

    Ich hoffe, das ist der richtige Bereich für mein Anliegen - und auch kein unerwünschtes Thema. Ich bin (noch) kein Buddhist, aber ich denke darüber nach, einer zu werden. Nur frage ich mich, ob meine Beweggründe die Richtigen sind.

    Ich bin auf der Suche nach Vervollständigung, nach (geistiger) Perfektion von mir selbst. Ich möchte Ausgeglichenheit. Ich bin ein Mensch, der eher sozial und empathisch handelt und finde meinen Lebensstil auch in den Texten über den Buddhismus wieder. Ich halte es für möglich, im Buddhismus auch Menschen kennenzulernen, die ähnlich denken und fühlen.

    Ich sehe den Buddhismus nicht als Religion, sondern für mich als Philosophie, als "Way of Life". Ich möchte nach den buddhistischen Lehren - so wie ich sie deute - leben. Mich interessiert hier wohl weniger die Geschichte des Buddhismus, als viel mehr die Umsetzung in der Moderne und das Erreichen eines Zustands, der meinen Blick auf die Welt erweitert und meinen Horizont erweitert.

    Soviel zu dem was ich denke und fühle: Ist es richtig wegen solcher (möglicherweise egoistischen) Gründe dem Buddhismus beizutreten oder wäre dies sogar eine Beleidigung? Ist es falsch, den Buddhismus zu "benutzen", um ein besserer Mensch zu sein oder ist das sogar der Zweck des Buddhismus?

    -> Auf der Suche nach buddhistischen Vereinigungen in meiner Region und ersten Informationssammlungen bin ich dann auf die verschiedenen Gruppierungen oder Schulen innerhalb des Buddhismus gestoßen. Worin unterschieden sich diese im Detail? Wäre es möglich, dass jemand die Unterschiede "laiengerecht" formulieren kann? Bei Wikipedia findet man drei Haupt-Gruppen, aber der Zen-Buddhismus z.B. wird dort im Hauptartikel gar nicht erwähnt.

    Ich danke vorab für die investierte Zeit in das Lesen diesen Beitrags. Kann mich jemand erleuchten? ;)

    VG

  • fotost
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    10. Januar 2010
    • 5. Dezember 2016 um 10:12
    • #2
    Mayster:

    ...
    Ich sehe den Buddhismus nicht als Religion, sondern für mich als Philosophie, als "Way of Life". Ich möchte nach den buddhistischen Lehren - so wie ich sie deute - leben. Mich interessiert hier wohl weniger die Geschichte des Buddhismus, als viel mehr die Umsetzung in der Moderne und das Erreichen eines Zustands, der meinen Blick auf die Welt erweitert und meinen Horizont erweitert.

    Soviel zu dem was ich denke und fühle: Ist es richtig wegen solcher (möglicherweise egoistischen) Gründe dem Buddhismus beizutreten oder wäre dies sogar eine Beleidigung? Ist es falsch, den Buddhismus zu "benutzen", um ein besserer Mensch zu sein oder ist das sogar der Zweck des Buddhismus?


    Die Diskussion darüber, was Buddhismus denn jetzt in einer theoretischen Einordnung sein mag - Religion, Philosophie, Lebenslehre kann mehrere Hauptseminare in einem Studium füllen und am Ende zu keinem schlüssigen Ergebnis führen. Du wirst hier im Forum oft finden, daß Diskussionen oft auf Schwierigkeiten aus unterschiedlicher Definition von Begriffen zurückgehen. Nach dem Motto: 'Sage mir, was Du unter Religion verstehst und ich kann Dir sagen, ob (für Dich) Buddhismus eine Religion sein sollte'

    Zu der Frage nach dem 'Benutzen' der Lehre zur eigenen Verbesserung fällt mir ein - im Fall eines Unfalls in einem Flugzeug in 10km Höhe fallen Sauerstoffmasken runter und Erwachsene sind angewiesen, ihre natürlichen Antriebe zu mißachten und nicht zuerst kleinen Kindern neben sich die Masken anzulegen, sondern sich zuerst um sich selbst zu kümmern, damit sie überhaupt die Chance haben hinterher Kindern oder Menschen mit Problemen zu helfen.

    Nichts gegen einen gesunden Egoismus :)

  • Monikamarie
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    • 5. Dezember 2016 um 11:16
    • #3
    Mayster:


    Ich bin auf der Suche nach Vervollständigung, nach (geistiger) Perfektion von mir selbst. Ich möchte Ausgeglichenheit. Ich bin ein Mensch, der eher sozial und empathisch handelt und finde meinen Lebensstil auch in den Texten über den Buddhismus wieder. Ich halte es für möglich, im Buddhismus auch Menschen kennenzulernen, die ähnlich denken und fühlen.

    Hallo und herzlich Willkommen Mayster,
    Buddhas Lehre ist eine Geistesschulung, aber es geht nicht um Perfektionismus.
    Ja, Du wirst sicher Menschen kennenlernen, die ähnlich denken und fühlen wie Du.

    Zitat

    Soviel zu dem was ich denke und fühle: Ist es richtig wegen solcher (möglicherweise egoistischen) Gründe dem Buddhismus beizutreten oder wäre dies sogar eine Beleidigung? Ist es falsch, den Buddhismus zu "benutzen", um ein besserer Mensch zu sein oder ist das sogar der Zweck des Buddhismus?

    Dem Buddhismus beitreten kannst Du eigentlich nicht, Du kannst Zuflucht nehmen. Und ja, zunächst ist es egoistisch, und das muss es auch sein. Denn Buddha ging es ja um das Überwinden des Leids, und zwar zunächst einmal des eigenen. Auch Siddhartha wurde ja nur zum Buddha, weil er Befreiung erlangte, vorher hat er nicht offiziell gelehrt.
    Selbst wenn Siddhartha die Suche für andere auf sich genommen zu haben meinte, behaupte ich doch, dass es das eigene Angetriebensein (oder war es Überdrüssigkeit wegen eines zu guten Lebens?) war, das ihn dazu veranlasste.


    Zitat

    -> Auf der Suche nach buddhistischen Vereinigungen in meiner Region und ersten Informationssammlungen bin ich dann auf die verschiedenen Gruppierungen oder Schulen innerhalb des Buddhismus gestoßen. Worin unterschieden sich diese im Detail?

    Ich habe mich mit allen Richtungen befasst. Alle Richtungen haben die Farbe ihrer Kultur.
    Ich habe mich für möglichst "farblos" entschieden, ohne große kulturelle Rituale und somit Zwänge - wie z.B. das Niederwerfen 111.111 beim tibetischen Buddhismus.
    Das heißt, ich interessiere mich nur noch für - soweit möglich - Originaltexte des Buddha - also den Palikanon. Ich lese aber auch noch Bücher aller Richtungen, kaufe mir jedoch keine neuen mehr.
    Ansonsten konzentriere ich mich den ganzen Tag auf Achtsamkeit, schaue hin, was geschieht, beobachte, reflektiere.

    Zitat

    Ich danke vorab für die investierte Zeit in das Lesen diesen Beitrags.

    Bitteschön :)

    Zitat

    Kann mich jemand erleuchten? ;)

    Schön wär's :angel:
    _()_ Monika

  • Freeman reloaded
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    4. November 2016
    • 5. Dezember 2016 um 12:18
    • #4
    Mayster:

    Auf der Suche nach buddhistischen Vereinigungen in meiner Region und ersten Informationssammlungen bin ich dann auf die verschiedenen Gruppierungen oder Schulen innerhalb des Buddhismus gestoßen. Worin unterschieden sich diese im Detail? Wäre es möglich, dass jemand die Unterschiede "laiengerecht" formulieren kann? Bei Wikipedia findet man drei Haupt-Gruppen, aber der Zen-Buddhismus z.B. wird dort im Hauptartikel gar nicht erwähnt.

    Hi Mayster, Zen ist eine Schule des Mahayana:

    " Zen-Buddhismus oder Zen [zɛn, auch t͜sɛn] ist eine in China ab etwa dem 5. Jahrhundert der christlichen Zeitrechnung entstandene Strömung oder Linie des Mahayana-Buddhismus, die wesentlich vom Daoismus beeinflusst wurde."

    https://de.wikipedia.org/wiki/Zen

    " Die Vertreter der Substanz sind wie Kühe, die Vertreter der Leere noch schlimmer."

    - Saraha
    -
    " Beides vergaß ich, das Ich und das Nicht-Ich."

    - Huang-po

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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