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Vertrauen im Tibetischen Buddhismus

  • Lucky Luke
  • 1. November 2016 um 20:36
  • Zum letzten Beitrag
  • Lucky Luke
    Gast
    • 1. November 2016 um 20:36
    • #1

    Im letzten Kurs fand ich die folgende Darstellung sehr inspirierend und möchte sie mit Euch teilen :)

    Normalerweise spricht man im Lamrim vom Hören, Nachdenken, Meditieren.

    Diese pyramidenartig aufgebaute Struktur ist etwas differenzierter:

    Hören - Interesse (Lockeres Vertrauen)
    Hinhören - Bewunderung (wünschendes Vertrauen)
    Nachdenken (Beginn der Schüler Lehrer Beziehung/ Niederwerfungen) - Hochachtung
    Immer wieder Nachdenken - Hingabe
    Meditation - festes Vertrauen (Komplettes Loslassen, Einführung in die Natur des Geistes, Einweihungen).

    In den Zentren wird leider sehr oft ein künstliches Vertrauen erzeugt. Man macht die Niederwerfungen mit, obwohl man noch nicht genügend Hingabe entwickelt hat. Vertrauen sollte aber nicht erzwungen werden. Jeder Praktizierender kann am besten selbst einschätzen auf welcher Stufe er steht. Die Tíbeter gehen dagegen von einem "Natur gegebenen Vertrauen" aus und hinterfragen nur sehr selten die Qualitäten eines Lehrers.


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  • pamokkha
    Gast
    • 1. November 2016 um 21:03
    • #2
    Sherab Yönten:

    In den Zentren wird leider sehr oft ein künstliches Vertrauen erzeugt. Man macht die Niederwerfungen mit, obwohl man noch nicht genügend Hingabe entwickelt hat. Vertrauen sollte aber nicht erzwungen werden. Jeder Praktizierender kann am besten selbst einschätzen auf welcher Stufe er steht.

    Ich weiß jetzt nichts von künstlichem Vertrauen. Aber manchmal entsteht Vertrauen gerade durch die Ausübung und dem Eintreten einer Wirkung. Und das kann der Anfänger häufig gar nicht selber einschätzen. Das finde ich dann auch nicht erzwungen.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 2. November 2016 um 07:07
    • #3
    Lucy:

    Mir ist nicht ganz klar, worauf du hinaus willst, sherap. Ob man sich vor einem Lehrer verbeugt oder auch niederwirft, entscheidet man ja selbst.

    Ich will auf gar nichts hinaus, Lucy. Ich fand einfach diese Erklärung sehr inspirierend.

    Und ja, man entscheidet selbst:

    Sherab Yönten:

    Jeder Praktizierender kann am besten selbst einschätzen auf welcher Stufe er steht.

  • Lucky Luke
    Gast
    • 2. November 2016 um 09:05
    • #4
    Lucy:

    Was meinst du dann damit?


    Sherab Yönten:

    In den Zentren wird leider sehr oft ein künstliches Vertrauen erzeugt. Man macht die Niederwerfungen mit, obwohl man noch nicht genügend Hingabe entwickelt hat.

    Und wer ist dieser 'man', der etwas macht, zu dem er eigentlich noch nicht bereit ist?
    In wessen Kopf schaust du da?

    Das war ein Kommentar meiner Lehrerin, die viel Erfahrung hat im Umgang mit solchen Themen.
    Natürlich kann man das nicht verallgemeinern.
    Ich hätte es besser kenntlich machen sollen!

  • Karnataka
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    26. Oktober 2012
    • 2. November 2016 um 10:33
    • #5
    Sherab Yönten:

    Im letzten Kurs fand ich die folgende Darstellung sehr inspirierend und möchte sie mit Euch teilen :)

    Normalerweise spricht man im Lamrim vom Hören, Nachdenken, Meditieren.

    Diese pyramidenartig aufgebaute Struktur ist etwas differenzierter:

    Hören - Interesse (Lockeres Vertrauen)
    Hinhören - Bewunderung (wünschendes Vertrauen)
    Nachdenken (Beginn der Schüler Lehrer Beziehung/ Niederwerfungen) - Hochachtung
    Immer wieder Nachdenken - Hingabe
    Meditation - festes Vertrauen (Komplettes Loslassen, Einführung in die Natur des Geistes, Einweihungen).

    In den Zentren wird leider sehr oft ein künstliches Vertrauen erzeugt. Man macht die Niederwerfungen mit, obwohl man noch nicht genügend Hingabe entwickelt hat. Vertrauen sollte aber nicht erzwungen werden. Jeder Praktizierender kann am besten selbst einschätzen auf welcher Stufe er steht. Die Tíbeter gehen dagegen von einem "Natur gegebenen Vertrauen" aus und hinterfragen nur sehr selten die Qualitäten eines Lehrers.

    Ich kenne eine solche Unterscheidung in Zusammenhang mit dem Entfalten einer Überzeugung.

    • Lesen, Hören (Beispiel: Interdependente Natur des Eigeninteresses und der Interessen anderer, Streben nach Glück)
    • Meinung finden: Reflexion (Beispiel: Wert und Bedeutung von Mitgefühl)
    • Verinnerlichen, bis die Ansicht zur festen Überzeugung wird
    • Sich daran erinnern und weiter darüber nachdenken. So bildet sich eine geistige Gewohnheit, schreibt der DL
    • Wissen wird spontan. Sobald wir darüber nachdenken, meldet es sich mühelos

    Das Entfalten entsprechender Überzeugungen ist etwa für die Meditation Liebender Güte sehr wichtig. Im Training bemühe ich mich dann um eine entsprechende Emotion.

    Dein Beitrag fokussiert das Vertrauen und die Qualitäten eines Lehrers. Nicht nur bei Kindern, sondern auch in der Erwachsenenbildung ist das Vorbild eines Lehrers sehr wichtig, finde ich.

    So wirkt der DL nicht nur in seinen Schriften auf mich. Wenn ich das innere Glück und die Herzlichkeit an seiner Person wahrnehme, inspiriert mich das sehr. Vermutlich hat bewundernde Identifikation also mit Qualitäten zu tun, die wir an anderen Menschen abschauen wollen. Dabei scheinen mir zwei Fragen wichtig: Sind es die richtigen Qualitäten? Sind sie wirklich vorhanden oder werden sie nur aus Gründen der Selbstdarstellung vorgetäuscht?

  • Lucky Luke
    Gast
    • 2. November 2016 um 10:58
    • #6
    Karnataka:

    Ich kenne eine solche Unterscheidung in Zusammenhang mit dem Entfalten einer Überzeugung.

    "Überzeugtes Vertrauen" würde ich mit dem Begriff "festes Vertrauen" gleichsetzen.

    Die Verinnerlichung würde ich bereits als Hingabe bezeichnen, aber sicher sind da die Übergänge fließend.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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