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Ursache & Wirkung

  • hedin02
  • 17. Oktober 2016 um 11:56
  • Zum letzten Beitrag
  • Sunu
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    • 19. Oktober 2016 um 03:53
    • #26
    Carneol:
    Sunu:


    Hallo Sunu,

    das Gleichnis vom Brennglas (als Karma) und dem daraus möglicherweise (!) entstehenden Feuer (als Wirkung) finde ich sehr anschaulich.

    Das Brennglas allein erzeugt kein Feuer. Erst wenn die Wärme eines Sonnenstrahls dadurch gebündelt auf ein trockenes und dadurch leicht entflammbares Objekt fällt und zwar lange genug - dann entsteht Feuer.

    Karmisch sind sozusagen die wirksame Energieintensität (der Sonnenstrahl), der Wahrnehmungsmodus bzw. -filter (Brennglas) und die Triggerpunkte (Zunder). Erst wenn all dies zusammenkommt, entsteht eine karmische Wirkung. Habe ich das richtig verstanden?

    Liebe Grüße :om:


    Was muss alles für den Wahrnehmungsmodus zusammenkommen...was alles für den "Sonnenstrahl" und was für den Zunder ? Kann man das "richtig" verstehen ?

  • Bird
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    • 19. Oktober 2016 um 12:06
    • #27

    Reisen ist gut. Da ist keine Wirkung auf vergangene Ursachen.
    Die reisende Person wird neugierig betrachtet, mehr nicht.

    Alleinsein ist gut. Da ist keine Erwartung von außen.

  • Morpho
    Gast
    • 19. Oktober 2016 um 14:13
    • #28

    https://de.wikisource.org/wiki/Herz-Sutra


    auweia. eine grässliche übersetzung.

  • hedin02
    Gast
    • 3. November 2016 um 11:42
    • #29

    Karma - Ursachen, wie kommen die zustande?
    ….aus meiner Sicht.

    Der Entstehung und Manifestierung von Handlungen als Karma (Ursachen) ist m.E. nicht ganz einfach zu durchschauen.
    Besonders die Frage, welche Bedingungen die Handlungen nebst ihrer mentalen Begleiter hervorbringen und durch welche Anlässe oder Impulse der Handlungsverlauf gesteuert wird, ist nach meinem Kenntnisstand in der hierfür zuständigen Literatur nicht hinreichend beantwortet.
    Oder gibt es PK Schriften, die ohne Interpretations Bedarf diese Vorgänge eindeutig erklären?

    Es heißt zwar, dass es Karma gewirkte Handlungen nicht gibt, auf die zwangsläufigen Folgen dieses Umstandes wird aber m.E. zu wenig hingewiesen.
    Dass der exekutive Handlungsbereich nicht von Karma gewirkt ist, bedeutet dass die Handlung hauptsächlich von den jeweils vorliegenden Bedingungen, also der Umgebung der Objekte beeinflusst wird.
    Da die Absicht und der Wille ebenfalls in den Handlungen inkludiert sind und diese somit auch nicht Karma gewirkt sein können, bleibt nur mehr die Schlussfolgerung übrig, dass die Handlungen und generell das Verhalten der Menschen im Alltag primär von den Bedingungen ihrer Umwelt abhängig ist und lediglich sekundär von Karma vipaka beeinflusst werden; zum Beispiel vom Gefühl, welches unter Umständen impulsiv zu Spontanität und Unüberlegtheit bei der Willensentscheidung führen kann.

    ……zu dem Bereich des Bewusstseinsmomentes, in dem die Handlungen geplant und durchgeführt werden und wo letztendlich Karma (Ursache) erzeugt wird:

    Es gilt festzuhalten, dass die Absicht und der Wille (cetana) nicht für den Verlauf der Handlungen verantwortlich ist, sondern durch die beiden Geistfaktoren wird nach Beendigung des passiven Wirkungsbereiches (vipaka) lediglich eine Handlung eingeleitet u.z. auf die Art und Weise, dass in Abhängigkeit der äußeren Umstände, der angestrebten Handlung eine der 9 Wurzelbedingungen zugewiesen wird.
    Ist dann die Wurzelbedingung für die nun folgende Handlung festgelegt, nehmen die 7 Javana, in der Literatur auch Impulsion oder Impulsiv Momente genannt, ihre Funktion auf. Ihre Funktion besteht darin, den Handlungsverlauf zu repräsentieren, bzw. repräsentierend zu durchlaufen.
    Die einmal von „cetana“ (Wille) festgelegte Wurzelbedingung bleibt während der gesamten Funktion der 7 Javana bestehen, d.h., wird eine beabsichtigte Handlung durch den Willen (cetana) mit der Wurzel Hass eingeleitet, dann bleibt dieser Status (unheilsam) vom 1. bis zum 7. Javana bestehen. Die aktive Handlung selbst ist davon nicht betroffen. Sie kann durchaus dynamisch verlaufen, während ihr unheilvoller Charakter, in dem Beispiel durch die Wurzel Hass hervorgerufen, vom 1. Javana bis zum 7. Javana aufrecht erhalten bleibt.
    die Javana selbst können dabei ihre Aktivitäten verändern; d. h, der Handlungsverlauf kann während der 7 Javana dynamisch verlaufen, seine Wurzelbedingung bleibt er aber während des Durchlaufes der 7 Javana aufrechterhalten.
    Da die Javana karmisch „unabhängig“ sind, liegt es auf der Hand, dass ausschließlich die Bedingungen der äußeren Umgebung ihre Aktivität und dadurch auch die Handlungen beeinflussen.

    Nachdem das 7. Javana ihre Funktion erfüllt hat, tritt der registrierende Geistfaktor „Tadarammana“ seine Funktion an.
    Tadarammana, der registrierende Geistfaktor ist im Gegensatz zu den anderen nicht karmisch gewirkten Geistfaktoren des Werde Prozesses, ein karmisch gewirkter (vipaka) Geistfaktor, wodurch erklärlich wird, wie es von den profanen, wurzelbedingten Handlung zu einer karmischen Gestaltung und somit Karma kommen kann.

    Da laut Literatur die Registrierung durch den karmisch gewirkten Geistfaktor „Tadarammana“ in zwei Etappen stattfindet, bliebe noch die Frage offen, ob die Handlungen selbst und deren mentalen folgen getrennt registriert und damit auch getrennt gespeichert werden?

  • Yofi
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    • 3. November 2016 um 22:12
    • #30
    hedin02:

    ... bliebe noch die Frage offen, ob die Handlungen selbst und deren mentalen folgen getrennt registriert und damit auch getrennt gespeichert werden?


    Handlungen sind nichts wirkliches, substantielles, genauso wie man sich einen "Ort" nicht vorstellen kann, an dem gespeichert werden könnte.

    In der PK-Kommentarliteratur wird ein Beispiel der Münzprägung genannt. Doch auch das muss man auf eine abstrakte Ebene übertragen - es handelt sich um Energien, die die Qualität (Konsistenz) des mit den 5 Skandhas verbundenen Bewusstseins bestimmen.

    Wie erfahren, wie das genau vor sich geht? So lange man diese Prozesse in Objekt und Subjekt teilt sowie sich selbst in der Rolle eines Beobachters wähnt, wird das sicher nicht möglich sein.

  • hedin02
    Gast
    • 4. November 2016 um 07:25
    • #31
    Yofi:


    Handlungen sind nichts wirkliches, substantielles, genauso wie man sich einen "Ort" nicht vorstellen kann, an dem gespeichert werden könnte.
    In der PK-Kommentarliteratur wird ein Beispiel der Münzprägung genannt. Doch auch das muss man auf eine abstrakte Ebene übertragen - es handelt sich um Energien, die die Qualität (Konsistenz) des mit den 5 Skandhas verbundenen Bewusstseins bestimmen.
    Wie erfahren, wie das genau vor sich geht? So lange man diese Prozesse in Objekt und Subjekt teilt sowie sich selbst in der Rolle eines Beobachters wähnt, wird das sicher nicht möglich sein.


    Der Versuch einen Teilbereich des Millisekunden andauernden Bewusstseinsmomentes analytisch zu erklären, ist ohne sich des dualistischen Denk.- und Sprachgebrauches zu bedienen, nicht möglich; was anderes steht mir zumindest im Moment nicht zur Verfügung.
    Die bedingt verlaufenden einzelnen Bewusstsweinsvorgänge in ihrer Gesamtheit mit Pseudonymen wie, Energie, Licht, Raum usw. zu übertünchen, kommt mir vor, wie wenn der ohnehin bereits verblendeten relativen Wirklichkeit noch eins drauf gesetzt werden würde.
    Für mein Verständnis gibt es einen „Daseinsstrom“ in dem alles angesammelt wurde/wird, was in der bisherigen Existenz, insbesondere im aktuellen Dasein erfahren wurde. Ein Teil davon geht beim physischen Verfall des Individuum verloren. Wie das dann dort abgespeichert oder bevorratet wird, in Form von Codierung, begrifflicher Zuweisung, Überschreibung oder sonst wie, ist für meinen Versuch, den Dingen auf den Grund zu gehen, nur zweitrangig.

    PS: Im Grunde habe ich dich schon verstanden.

  • Spacy
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    • 4. November 2016 um 12:39
    • #32
    Yofi:

    Wie erfahren, wie das genau vor sich geht? So lange man diese Prozesse in Objekt und Subjekt teilt sowie sich selbst in der Rolle eines Beobachters wähnt, wird das sicher nicht möglich sein.


    Du unterschätzt die Rolle des "Beobachters", denn erst die "Beobachtung" führt zum "Zusammenbruch der Wahrscheinlichkeitswelle", erzeugt Subjekt und Objekt, Ursache und Wirkung etc.pp., teilt die Wirklichkeit in das Sein und das Nichtsein.

    Handlungen sind durchaus substanziell: Wenn dich jemand erschießt, bist du tot. :cry:

  • Yofi
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    • 4. November 2016 um 15:01
    • #33

    Wir können Objekte nur deshalb beobachten, weil uns die s. g. Unterscheidung auf der Ebene der materiellen Substanz von ihnen (schein-)trennt. Das Beobachten ist trotzdem im Entwicklungsprozess eine Stufe höher als die Identifikation mit der falschen Grundlage des Seins.

    "Wahrscheinlichkeitswelle"? Was könnte das sein?

    Wenn man erschossen wird, ist man hier in dieser Existenz weg, in einer anderen wieder da. Das macht es eventuell etwas leichter.

  • Yofi
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    • 4. November 2016 um 16:54
    • #34
    hedin02:

    Die bedingt verlaufenden einzelnen Bewusstsweinsvorgänge in ihrer Gesamtheit mit Pseudonymen wie, Energie, Licht, Raum usw. zu übertünchen, kommt mir vor, wie wenn der ohnehin bereits verblendeten relativen Wirklichkeit noch eins drauf gesetzt werden würde.


    Das sehe ich nicht als irritierend. Auch in der PK-Kommentarliteratur heißt es:

    Zitat

    "Das, was wir üblicherweise als Lebewesen, als Individuum oder als Persönlichkeit bezeichnen, ist im Grunde genommen eine Anhäufung von Energie..."

    (Das Licht der Lehre)


    Wenn also Gesetze wie Karma auf dieser bedingten Ebene wirken, "müssen" sie "etwas" sein, was auf diese Energie einwirkt, und da sie nicht bedingt sind, wäre es logisch zu denken, dass sie keine "verdichtete", sondern eine ursprüngliche Energie sind. Etwas Festes oder mechanisches müssen wir uns daher vielleicht gar nicht vorstellen.

    Zitat

    Für mein Verständnis gibt es einen „Daseinsstrom“ in dem alles angesammelt wurde/wird, was in der bisherigen Existenz, insbesondere im aktuellen Dasein erfahren wurde. Ein Teil davon geht beim physischen Verfall des Individuum verloren. Wie das dann dort abgespeichert oder bevorratet wird, in Form von Codierung, begrifflicher Zuweisung, Überschreibung oder sonst wie, ist für meinen Versuch, den Dingen auf den Grund zu gehen, nur zweitrangig.


    M. W. gehört diese Erfahrung zum Gebiet der Wissensklarheit.

    hedin02:


    Da die Absicht und der Wille ebenfalls in den Handlungen inkludiert sind und diese somit auch nicht Karma gewirkt sein können, bleibt nur mehr die Schlussfolgerung übrig, dass die Handlungen und generell das Verhalten der Menschen im Alltag primär von den Bedingungen ihrer Umwelt abhängig ist und lediglich sekundär von Karma vipaka beeinflusst werden; zum Beispiel vom Gefühl, welches unter Umständen impulsiv zu Spontanität und Unüberlegtheit bei der Willensentscheidung führen kann.


    Karma ist die vorletzte Bedingung, weil es jenes mit bewirkt:

    Das Bewusstsein mit den entsprechenden Geistesfaktoren

    Von der Qualität dieses Bewusstseins bzw. den vorherrschenden Faktoren hängt auch die Unterscheidung, die Willenskraft sich dem Heilsamen zuzuwenden und deshalb auch die Art der Reaktion auf Reize und Impulse, und die Reaktion selbst ist bereits eine Basis der nächsten karmischen Energie.

    Auch bestimmt der Grad der Unwissenheit das Wiedergeburtsbewusstsein, das wiederum mit den Bedingungen des künftigen Handlungsrahmens zusammen hängt. Land, Situationen, Menschen - zumindest wurde diese Doktrin überliefert.

    Hier fand ich mehr dazu:

    A.IV.171 Das Wirken (auch in S.12, 25) - 1. Cetanā Sutta

    Zitat

    Aus eigenem Antrieb, ihr Mönche, begeht man jene Willenshandlung in Werken [4], Worten oder Gedanken, aus der einem Wohl oder Wehe erwächst; oder andere veranlassen einen zu jener Willenshandlung in Werken, Worten oder Gedanken, aus der einem Wohl oder Wehe erwächst.

    [4]Kāya-sankhāram abbisankharoti. Hier hat sankhāra die gleiche Bedeutung wie in der Reihe der Bedingten Entstehung (paticca-samuppāda), nämlich die dreifache karmische Willenshandlung.

    Zitat

    Klar bewusst [5], ihr Mönche, begeht man jene Willenshandlung in Werken, Worten oder Gedanken, aus der einem Wohl oder Wehe erwächst; oder nicht klar bewusst begeht man jene Willenshandlung in Werken, Worten oder Gedanken, aus der einem Wohl oder Wehe erwächst [6].

    [5]sampajāno . . . asampajāno; d.h. mit vollem Wissen oder ohne es, dass man eine heilsame oder unheilsame Handlung begeht und was deren Folgen sind.

    [6] Es ist möglich, dass sich das erste Buch des Abhidhamma-Pitaka, Dhammasanganī, auf diesen Text gründet in der dortigen Einteilung aller karmisch heilsamen und unheilsamen Bewusstseinsklassen in spontane, d.i. unvorbereitete (asankhārika) und angeregte, d.i. vorbereitete (sasankhārika); sowie in solche, die klarbewusst, d.i. mit Erkenntnis oder falschen Ansichten verbunden (ñāna- bzw. ditthi-sampayutta) und die nicht so verbunden sind (-vippayutta). Vgl. Wtb: Tab.

  • Spacy
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    • 5. November 2016 um 07:29
    • #35
    Yofi:

    Wir können Objekte nur deshalb beobachten, weil uns die s. g. Unterscheidung auf der Ebene der materiellen Substanz von ihnen (schein-)trennt. Das Beobachten ist trotzdem im Entwicklungsprozess eine Stufe höher als die Identifikation mit der falschen Grundlage des Seins.

    Wenn du mit "wir" Menschen meinst, so greift das viel zu kurz! Anthropozentrismus ist nicht immer zielführend ;).

    Zitat

    "Wahrscheinlichkeitswelle"? Was könnte das sein?

    Für das Verständnis der "Wahrscheinlichkeitswelle", ist das Doppelspalt-Experiment sehr lehrreich...

    Zitat

    Wenn man erschossen wird, ist man hier in dieser Existenz weg, in einer anderen wieder da. Das macht es eventuell etwas leichter.

    Ob es dadurch leichter wird, vermag ich nicht einzuschätzen. Es ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, mit der obskuren Angst vor dem Nichtsein umzugehen. Da ich jedoch ein Anhänger des Determinismus und verstockter Atheist bin, ist mir dieser Weg verschlossen. Nebenbei: Soweit ich weiß, war Buddha auch Determinist und Atheist 8).

  • hedin02
    Gast
    • 5. November 2016 um 11:41
    • #36
    Spacy:

    Da ich jedoch ein Anhänger des Determinismus und verstockter Atheist bin, ist mir dieser Weg verschlossen.

    Wie würdest du dann im deterministischen Sinne das Prinzip von Ursache und Wirkung mit all seinen vorangehenden und nachfolgenden Aspekten erklären.

  • Spacy
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    • 5. November 2016 um 12:14
    • #37
    hedin02:
    Spacy:

    Da ich jedoch ein Anhänger des Determinismus und verstockter Atheist bin, ist mir dieser Weg verschlossen.

    Wie würdest du dann im deterministischen Sinne das Prinzip von Ursache und Wirkung mit all seinen vorangehenden und nachfolgenden Aspekten erklären.


    a) durch Empirie
    b) durch Definition ;) (u.a. 1+1=2)
    Das Prinzip "Ursache-Wirkung" ist jederzeit (sogar wissenschaftlich) durch Experimente beweisbar. Wer dieses Prinzip. Wer eine "Fabelwelt" behauptet, soll sie beweisen.

    Der Determinismus bestimmt selbst unseren Verstand, Willen, Bewußtsein (daraus folgt z.B., dass es sowas wie Freien Willen nicht gibt).

    Das Ergebnis des Wirkprinzips "Ursache/Wirkung), die zunehmende Komplexität, ist sicherlich irritierend. Das Modell, dass wir vom Sein entwickeln, ob indeterminiert oder determiniert, dient nur der Kompexitätsreduktion.

  • Spacy
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    • 5. November 2016 um 14:40
    • #38

    Wenn du Karma mit Wieder-Geburt gleichsetzt, so ist es nicht meine Erkenntnis.

  • Yofi
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    • 5. November 2016 um 16:22
    • #39
    Spacy:


    a) durch Empirie
    b) durch Definition ;) (u.a. 1+1=2)
    Das Prinzip "Ursache-Wirkung" ist jederzeit (sogar wissenschaftlich) durch Experimente beweisbar. Wer dieses Prinzip. Wer eine "Fabelwelt" behauptet, soll sie beweisen.


    Wie ist dieses Prinzip und die Gesetzmäßigkeit der Mathematik oder Empirie entstanden, aus sich heraus oder ist schon immer da gewesen? Beides klingt doch wie eine Fabel. Dertermininismus bedeutet also, diese Fragen umzugehen, sie nicht zu stellen. Für mich bedeutet Fragen nicht zu stellen in einer Fabelwelt zu leben.

    Spacy:

    Der Determinismus bestimmt selbst unseren Verstand, Willen, Bewußtsein (daraus folgt z.B., dass es sowas wie Freien Willen nicht gibt).


    Vielleicht verstehen wir unter Determinimus nicht das Selbe. In diesem Fall wäre er außerordentlich mächtig - einer, der Recht und Macht haben will und auch das Wollen ausschaltet...

    Spacy:

    Das Modell, dass wir vom Sein entwickeln, ob indeterminiert oder determiniert, dient nur der Kompexitätsreduktion.


    Genau, Determinismus ist ein wenig eine minimalistische Interpretaion des Seins.

    Spacy:

    Nebenbei: Soweit ich weiß, war Buddha auch Determinist und Atheist 8).


    Nein, auch die Kategorien Atheist/Gläubig sind Produkte (Wirkung) des dualistischen Denkens. An die Grundlage des Seins muss man weder glauben noch sie ablehnen, man hat sie im wachem Zustand immer vor sich und ist von ihr nie getrennt. Das ist auch der Gedanke "Gott" in seiner ursprünglichen Form gewesen, bevor Menschen angefangen haben, sich abzusondern und eine postulierte Macht anzubeten. Der Gott der frühen Religion ist auch der "Geist" des Buddhismus. Die Fähigkeit Gott als Ursache in allen Geschöpfen und Gesetzen zu erkennen und zu ehren - Tierkult, Rituale, die der inneren Reinigung dienen und Schamanismus - wurde später durch eine Ideologie ersetzt, die sich über die Verbundenheit mit allem Seienden hinweggesetzt und dieselbe als infantil und rückständig bezeichnet hat. Trotz der Unschärferelation leben wir in einer Zeit der Regression und geistiger Degeneration, das Gute wurde als schlecht determiniert und umgekehrt. Dass das nicht zum Glück und Frieden führt, erlebten bereits vor uns unzählige Generationen. Warum Unglück mehren, das hatte/hat nicht viel Sinn.

    Spacy:

    Es ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, mit der obskuren Angst vor dem Nichtsein umzugehen. Da ich jedoch ein Anhänger des Determinismus und verstockter Atheist bin, ist mir dieser Weg verschlossen.


    Merkst du, dass jeder von uns irgendetwas vertritt, das die Vorstellung des Nicht-Seins verdrängt? Manche Konzepte führen aber zur Konzeptlosigkeit. Das muss man sich genau überlegen - ist es Verdrängen von etwas anderem durch eine Ideologie, eine vermeintliche Sicherheit also, oder das Loslassen und Akzeptanz der Unsicherheit, die zum Wissen ohne Glauben an Illusionen führt.

  • Spacy
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    • 5. November 2016 um 17:34
    • #40
    Yofi:
    Spacy:


    a) durch Empirie
    b) durch Definition ;) (u.a. 1+1=2)
    Das Prinzip "Ursache-Wirkung" ist jederzeit (sogar wissenschaftlich) durch Experimente beweisbar. Wer dieses Prinzip. Wer eine "Fabelwelt" behauptet, soll sie beweisen.


    Wie ist dieses Prinzip und die Gesetzmäßigkeit der Mathematik oder Empirie entstanden, aus sich heraus oder ist schon immer da gewesen? Beides klingt doch wie eine Fabel. Dertermininismus bedeutet also, diese Fragen umzugehen, sie nicht zu stellen. Für mich bedeutet Fragen nicht zu stellen in einer Fabelwelt zu leben.

    Spacy:

    Der Determinismus bestimmt selbst unseren Verstand, Willen, Bewußtsein (daraus folgt z.B., dass es sowas wie Freien Willen nicht gibt).


    Vielleicht verstehen wir unter Determinimus nicht das Selbe. In diesem Fall wäre er außerordentlich mächtig - einer, der Recht und Macht haben will und auch das Wollen ausschaltet...

    Spacy:

    Das Modell, dass wir vom Sein entwickeln, ob indeterminiert oder determiniert, dient nur der Kompexitätsreduktion.


    Genau, Determinismus ist ein wenig eine minimalistische Interpretaion des Seins.

    Spacy:

    Nebenbei: Soweit ich weiß, war Buddha auch Determinist und Atheist 8).


    Nein, auch die Kategorien Atheist/Gläubig sind Produkte (Wirkung) des dualistischen Denkens. An die Grundlage des Seins muss man weder glauben noch sie ablehnen, man hat sie im wachem Zustand immer vor sich und ist von ihr nie getrennt. Das ist auch der Gedanke "Gott" in seiner ursprünglichen Form gewesen, bevor Menschen angefangen haben, sich abzusondern und eine postulierte Macht anzubeten. Der Gott der frühen Religion ist auch der "Geist" des Buddhismus. Die Fähigkeit Gott als Ursache in allen Geschöpfen und Gesetzen zu erkennen und zu ehren - Tierkult, Rituale, die der inneren Reinigung dienen und Schamanismus - wurde später durch eine Ideologie ersetzt, die sich über die Verbundenheit mit allem Seienden hinweggesetzt und dieselbe als infantil und rückständig bezeichnet hat. Trotz der Unschärferelation leben wir in einer Zeit der Regression und geistiger Degeneration, das Gute wurde als schlecht determiniert und umgekehrt. Dass das nicht zum Glück und Frieden führt, erlebten bereits vor uns unzählige Generationen. Warum Unglück mehren, das hatte/hat nicht viel Sinn.

    Spacy:

    Es ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, mit der obskuren Angst vor dem Nichtsein umzugehen. Da ich jedoch ein Anhänger des Determinismus und verstockter Atheist bin, ist mir dieser Weg verschlossen.


    Merkst du, dass jeder von uns irgendetwas vertritt, das die Vorstellung des Nicht-Seins verdrängt? Manche Konzepte führen aber zur Konzeptlosigkeit. Das muss man sich genau überlegen - ist es Verdrängen von etwas anderem durch eine Ideologie, eine vermeintliche Sicherheit also, oder das Loslassen und Akzeptanz der Unsicherheit, die zum Wissen ohne Glauben an Illusionen führt.

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    Willst oder kannst du mich nicht verstehen?
    Wer etwas "Daneben" postuliert, hat es zu beweisen. Punkt!!!!
    Wenn es um den "UrGrund", die "UrSache" geht - alles ist Innenarchitektur (verstehst du, was ich meine?!?!).
    Viva la Konzeptlosigkeit! Viva la revolution! Viva - ach leck mich am Arxxh...
    Jedes Denken, jede Idee führt in den Abgrund. Dahin, wo alles Sein schon war und sein wird.
    Es gibt immer Gründe. Manche nannten sich Buddha, andere Churchill/Hitler. Alles ist egal.

    Hast du Grüde, hat du Ursachen, etwas zu denken, zu tun? (und hau mir abb mit "Liebe") 8)

  • Spacy
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    • 5. November 2016 um 19:19
    • #41

    Da ich es nicht mehr editieren kann:
    Willst oder kannst du mich nicht verstehen?
    Wer etwas "Daneben" postuliert, hat es zu beweisen. Punkt!!!!
    Wenn es um den "UrGrund", die "UrSache" geht - alles ist Innenarchitektur (verstehst du, was ich meine?!?!).
    Viva la Konzeptlosigkeit! Viva la revolution! Viva - ach leck mich am Arxxh...
    Jedes Denken, jede Idee führt in den Abgrund. Dahin, wo alles Sein schon war und sein wird.
    Es gibt immer Gründe. Manche nannten sich Buddha, andere Churchill/Hitler. Alles ist egal.

    Hast du Gründe, hast du Ursachen, etwas zu denken, zu tun? (und hau mir ab mit "Liebe") 8) Hast du?!? 8) Da, wo das Wasser ist, ist es feucht. Da, wo Sand ist, ist es trockener.
    Nur: Sand ist Wasser - wo ist der Unterschied?

  • hedin02
    Gast
    • 5. November 2016 um 19:28
    • #42
    Spacy:


    Der Determinismus bestimmt selbst unseren Verstand, Willen, Bewußtsein (daraus folgt z.B., dass es sowas wie Freien Willen nicht gibt).

    Da du von Determinismus schreibst, welchen meinst du und welcher korreliert mit der Buddha-Lehre, dass dort sogar die Willensfreiheit in Frage gestellt sei?

    Es gibt verschiedene Varianten von Determinismus, den harten oder weichen, den logischen oder theologischen und den physikalischen oder psychologischen.
    …oder vielleicht meist du den:
    Die in einer langen Reihe aufgestellten Dominosteine verdeutlichen die Kette von Ursache und Wirkung. Bereits mit dem umfallenden ersten Stein ist die Wirkung auch für den letzten Stein festgelegt.

    Bevor Beweise in der Causa Determinismus erbracht werden können, wäre zunächst die Frage zu klären:

    Erzeugt jede Ursache eine Wirkung, oder liegen jeder Wirkung eine oder mehrere Ursachen zu Grunde?

    Spacy:


    Das Ergebnis des Wirkprinzips "Ursache/Wirkung), die zunehmende Komplexität, ist sicherlich irritierend. Das Modell, dass wir vom Sein entwickeln, ob indeterminiert oder determiniert, dient nur der Kompexitätsreduktion.

    Da ist was dran, ist aber auf Grund unseres beschränkten Wahrnehmungsvermögens vollkommen irrelevant.

  • Spacy
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    • 7. November 2016 um 06:19
    • #43

    Das Wissen, dass Determinismus Kausalität beschreibt, setze ich mal als gegeben voraus.

    hedin02:
    Spacy:


    Der Determinismus bestimmt selbst unseren Verstand, Willen, Bewußtsein (daraus folgt z.B., dass es sowas wie Freien Willen nicht gibt).

    Dazu als Ergänzung und Denkansatz: Wäre die Vernunft akausal, so müsste sie bei den gleichen Voraussetzungen unter den selben Bedingungen einmal zu diesem Ergebnis und ein andernmal zu einem anderen Ergebnis kommen können! Wenn man so „Vernunft“ definieren will, dass sie beliebig (also akausal zufällig) einmal dies und einmal das Ergebnis liefern kann, so definiert man ihren Wortsinn um und bennent eher schlichten Wahnsinn. In einer indeterministischen Welt könnte es keine Vernunft geben.

    Zitat

    Da du von Determinismus schreibst, welchen meinst du und welcher korreliert mit der Buddha-Lehre, dass dort sogar die Willensfreiheit in Frage gestellt sei?

    Vlt. war Buddha noch nicht soweit, oder hat die Sache noch nicht so haarklein auseinanderklabüstert, oder es war ihm nicht so wichtig, oder er hatte es nur vergessen zu erwähnen, oder seine Ghostwriter haben seine Worte nicht verstanden und deshalb weggelassen, oder sie haben sie verstanden und deshalb weggelassen, oder ... ^^ :.

    Zitat

    Es gibt verschiedene Varianten von Determinismus, den harten oder weichen, den logischen oder theologischen und den physikalischen oder psychologischen.

    Dass es mehrere Determinismen gäbe, wäre mir neu. Und selbst wenn, liegt doch allen das Prinzip der Kausalität zugrunde.

    Zitat

    Erzeugt jede Ursache eine Wirkung

    Nur mal so: Wenn eine Ursache keine Ursache ist, dann ist sie keine Ursache ;).

    Zitat

    oder liegen jeder Wirkung eine oder mehrere Ursachen zu Grunde?

    Da unsere Wirklichkeit, als ein winzig kleiner Teilaspekt des Seins, eine hochkomplexe Angelegenheit ist, geht jeder Wirkung eine Unzahl von Ursachen voran. Dazu gehören auch Ursachen aus Teilen des Seins, die (in Teilen noch) nicht zu unserer Wirklichkeit gehören (aber letztlich über ihr Wirken indirekt Teil der Wirklichkeit werden). Man kann sogar dahingehend behaupten, zumindest mache ich das, dass der Flügelschlag eines Schmetterlings auf einem Planeten einer Sonne im Andromedanebel unsere Wirklichkeit beeinflußt. Der begrenzende Faktor, ist lediglich die Zeit. (um die schillernde Klarheit dieses Gedankens zu illustrieren: dieser, vor "Urzeiten" ausgeführte Flügelschlag, bestimmt (u.a.), ob ich mich morgen für Müsli oder für Toast zum Frühstück entscheide 8) )

    Zitat

    ...ist aber auf Grund unseres beschränkten Wahrnehmungsvermögens vollkommen irrelevant.

    Die Beschäftigung mit diesen Dingen ist sowieso völlig irrelevant. Überlegungen dieser Art bewirken leider nicht, dass man das Brot beim Bäcker billiger bekommt oder dass es in der Bude auch nur ein Grad wärmer wird :D. Allerdings sind sie ein netter Zeitvertreib, zumindest für mich und, wie es scheint, auch für anderen Mitforenten :).

    mkha':
    Zitat

    Die endgültige Wahrheit zeigt sich, wenn das diskursive Denken die Undenkbarkeit eines Gedankens, einer Sache erkennt. Brodbeck

    Ich bezweife sehr, dass sich eine endgültige aka. absolute Wahrheit, im Sinne von "erfahren", je zeigen wird. Dazu wäre es nötig, die Gesamtheit allen Seins, und nicht nur unsere mickrige Wirklichkeit, in sich zu vereinen. Und selbst dann würde noch das Nichtsein fehlen. Ich denke, da war wohl der Wunsch Vater des Gedankens. (nb: deshalb kann es auch keine "Weltformel" geben...)

    Grüße

  • Sunu
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    • 7. November 2016 um 08:20
    • #44
    Spacy:

    Dazu als Ergänzung und Denkansatz: Wäre die Vernunft akausal, so müsste sie bei den gleichen Voraussetzungen unter den selben Bedingungen einmal zu diesem Ergebnis und ein andernmal zu einem anderen Ergebnis kommen können! Wenn man so „Vernunft“ definieren will, dass sie beliebig (also akausal zufällig) einmal dies und einmal das Ergebnis liefern kann, so definiert man ihren Wortsinn um und bennent eher schlichten Wahnsinn. In einer indeterministischen Welt könnte es keine Vernunft geben.

    Exakt die gleichen Bedingungen gibt es nicht, der Verstand gleicht nur ab und meint gleiche oder zumindest ähnliche Bedingungen zu erkennen...Entsprechend gilt in abhängigkeit dieser Wahrnehmung das als vernünfig, was unter als "gleich" wahrgenommen Bedingungen als vernünftig galt.

  • Spacy
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    • 7. November 2016 um 15:32
    • #45
    Sunu:
    Spacy:

    Dazu als Ergänzung und Denkansatz: Wäre die Vernunft akausal, so müsste sie bei den gleichen Voraussetzungen unter den selben Bedingungen einmal zu diesem Ergebnis und ein andernmal zu einem anderen Ergebnis kommen können! Wenn man so „Vernunft“ definieren will, dass sie beliebig (also akausal zufällig) einmal dies und einmal das Ergebnis liefern kann, so definiert man ihren Wortsinn um und bennent eher schlichten Wahnsinn. In einer indeterministischen Welt könnte es keine Vernunft geben.

    Exakt die gleichen Bedingungen gibt es nicht, der Verstand gleicht nur ab und meint gleiche oder zumindest ähnliche Bedingungen zu erkennen...Entsprechend gilt in abhängigkeit dieser Wahrnehmung das als vernünfig, was unter als "gleich" wahrgenommen Bedingungen als vernünftig galt.


    Wenn du damit meinst, dass das, was als Vernunft gilt, beliebig ist, dann stimmt das für mich. Allerdings ändert es nichts an der Determiniertheit der Vernunft.

  • Yofi
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    • 7. November 2016 um 20:40
    • #46

    Die Vernunft sowie alle Konzepte enden spätestens mit dem physischen Tod.

    "Dukkha gilt als universelles Charakteristikum aller Phänomene; da die Dinge unbeständig sind, sind sie unzuverlässig und können uns nie zufrieden stellen."

    Beispielsweise gäbe es für einen Käfer, der vernünftig denken könnte, keinen Grund zu der Annahme, dass es nirgendwo einen Wald geben kann nur weil er ihn noch nie gesehen hat. Manchmal kann man also auch die Vernunft effizient einsetzen, wozu sich dann keine Gelegenheit bietet, wenn man sich stattdessen mit Spekulationen über selbiges beschäftigt.

    Das ist, kann man sagen, eine praktische Sicht. Eine Übung.
    (Die Unendlichkeit eines Kreises beendet man indem man ihn wegwischt - H. Hecker.)

  • Morpho
    Gast
    • 7. November 2016 um 21:27
    • #47

    hedin:

    Zitat

    Erzeugt jede Ursache eine Wirkung, oder liegen jeder Wirkung eine oder mehrere Ursachen zu Grunde?

    nach buddha dharma: ja. ursachen (bedingungen) sind selbstgeschaffen und wirkungen (bedingungen) müssen sich erschöpfen. als ursachen gelten im dharma allerdings "nur" reaktionen aus hass, gier und unwissenheit.
    insofern können allein fühlende wesen einen ursachen-wirkungskomplex erschaffen. ich würde mir da keine gedanken drum machen außer vielleicht um die aufhebung. das ist sache des bloßen gewahrseins.

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (7. November 2016 um 21:41)

  • Noreply
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    • 7. November 2016 um 21:41
    • #48
    Yofi:

    Die Vernunft sowie alle Konzepte enden spätestens mit dem physischen Tod.

    "Dukkha gilt als universelles Charakteristikum aller Phänomene; da die Dinge unbeständig sind, sind sie unzuverlässig und können uns nie zufrieden stellen."

    Beispielsweise gäbe es für einen Käfer, der vernünftig denken könnte, keinen Grund zu der Annahme, dass es nirgendwo einen Wald geben kann nur weil er ihn noch nie gesehen hat. Manchmal kann man also auch die Vernunft effizient einsetzen, wozu sich dann keine Gelegenheit bietet, wenn man sich stattdessen mit Spekulationen über selbiges beschäftigt.

    Das ist, kann man sagen, eine praktische Sicht. Eine Übung.
    (Die Unendlichkeit eines Kreises beendet man indem man ihn wegwischt - H. Hecker.)

    Zitat

    "Dukkha gilt als universelles Charakteristikum aller Phänomene; da die Dinge unbeständig sind, sind sie unzuverlässig und können uns nie zufrieden stellen."

    Zitat

    Der naturgegebene Verfall und die Auflösung der Dinge ist dukkha.

    Das ist der nachfolgende Satz. Diesen Unsinn muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen. Der "Natur-Gegebene Verfall" ist Dukkha. An so einen Unsinn kann man ja nur glauben. Wie kann etwas das naturgegeben ist Dukkha sein? Dukkha ist es nur wenn ich nicht mit dem naturgegebenen Verfall einverstanden bin. Das nicht wollen des Naturgegebenen ist Dukkha.
    Auch wird die Unendlichkeit eines Kreises nicht dadurch beendet indem man ihn wegwischt. Es gibt überhaupt nichts, außer der Mensch denk es, Unendliches. Das ein Kreis unendlich ist ist ein Hirngespinst von Menschen die zuviel Zeit haben. Ein Kreis ist ein Kreis, nicht mehr und nicht weniger. "ihn wegwischt" ist falsch es, die Unendlichkeit, nicht mehr nach-denken ist richtig.

  • Max Schenzle
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    • 13. November 2016 um 19:16
    • #49

    Hi,
    ich habe vor ein paar Tagen im PK vom bedingten Entstehen gelesen. Diese Formulierung hat mir sehr gut gefallen. Da geht es um die Kettenreaktion von negativen irdischen Einflüßen, Da kann kaum positives Karma angesammelt werden. Inwiefern das Karma der letzten Reinkarnation sich auf das momentane Leben auswirkt, ist nicht ganz aufgeklärt. Aber in den 32 Merkmalen eines großen Mannes, kann man am Körper erkennen, wieviel positives Karma früher schon gesammelt wurde.

    sakko

  • Spacy
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    • 13. November 2016 um 19:20
    • #50
    sakko:

    Hi,
    ich habe vor ein paar Tagen im PK vom bedingten Entstehen gelesen. Diese Formulierung hat mir sehr gut gefallen. Da geht es um die Kettenreaktion von negativen irdischen Einflüßen, Da kann kaum positives Karma angesammelt werden. Inwiefern das Karma der letzten Reinkarnation sich auf das momentane Leben auswirkt, ist nicht ganz aufgeklärt. Aber in den 32 Merkmalen eines großen Mannes, kann man am Körper erkennen, wieviel positives Karma früher schon gesammelt wurde.

    sakko


    Dann bestünde ja deine eigene Existenz ja auch nur aus einer Ansammlung negativer Einflüsse. Habe ich dich da richtig verstanden?
    Bzw. weiter gesponnen: Jeder/Jede, die ein Kind zeugt, bewirkt, negative Einflüsse (denen sie ja selbst ihre eigene Existenz verdanken) in "des Teufels Kind" zu geben :grinsen:

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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