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Konvertieren zum Buddhismus

  • Irmin82
  • 8. Oktober 2016 um 22:17
  • Zum letzten Beitrag
  • Irmin82
    Gast
    • 26. Oktober 2016 um 14:05
    • #51

    Ich versteh teilweise gar nicht, was du da alles in meine Frage reininterpretierst, sati-zen. Aber ich find es erstaunlich, wie es um deinen Gleichmut bestellt ist. Dafür, dass man hier "die Großen" fragt, sollten die Großen eigentlich mehr Gleichmut besitzen als man selber.

  • Yofi
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    • 26. Oktober 2016 um 14:27
    • #52
    Irmin82:

    Edit: Wenn ich jetzt so drüber nachdenke, merke ich irgendwie, dass es eigentlich echt sehr unwichtig ist, ob ich da in meinen Papieren "Buddhist" stehen hab und wohl eher ein Ausdruck des Egos ist.

    sati-zen:

    Meinen Glückwunsch zu Deinem Nachdenken, es hat Dich doch noch auf den richtigen Weg gebracht...
    Denn wenn Du erst das vertraglich abgesicherte Versprechen brauchst Du bist in unserem Kreise abgesichert um motiviert und kreativ zu sein im Leben, dann stimmt etwas mit Deinen Voraussetzungen nicht und dann ist es grundsätzlich besser dort die Aufmerksamkeit hinzulegen und etwas zu ändern als diese Konflikte vermeintlich durch Konvertieren zu beantworten. Zuerst wachsen wir alle im Schutz der Familie auf aber dann im Erwachsenenalter sollten wir selber Gründer so einer Familie werden und nicht ein Leben lang in der Obhut Anderer bleiben. Deshalb ist die Zuflucht zum Konvertieren trügerisch denn es stärkt nicht die Selbstständigkeit die jedoch Voraussetzung für jede gute Beziehung ist, außerdem ist der Leidensdruck eine bessere Hilfe um kreativ zu werden.

    Irmin82:

    Ich versteh teilweise gar nicht, was du da alles in meine Frage reininterpretierst, sati-zen. Aber ich find es erstaunlich, wie es um deinen Gleichmut bestellt ist. Dafür, dass man hier "die Großen" fragt, sollten die Großen eigentlich mehr Gleichmut besitzen als man selber.


    Das war doch eine nette, wertschätzende Antwort. "Ich" oder "du" oder "man", das ist doch doch nur eine nebensächliche Form der Verständigung.

    Was wäre an den Punkten sachlich auszusetzen? Ich finde nichts.

    Eine Absicherung - wer sie braucht, kann sie haben. Sie ist aber sicher nicht immer hilfreich. Zu diesem Thema gibt es eine schöne Lehr-Dichtung:

    http://www.palikanon.de/khuddaka/sn/sn_i03_75.html

  • sati-zen
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    • 27. Oktober 2016 um 11:46
    • #53

    Gewiss, es gibt unterschiedliche Wege das beobachte ich im realen Leben auch, jeder braucht etwas Anderes um Ausgeglichen zu sein.
    Hier geht es um den buddhistischen Weg und auch der ist vielfältig wie man sieht.
    Ich halte mich an Buddha Siddhartha Gautama, der Begründer als meinen Lehrmeister und eifere im nach mit dem Ziel auch ein 'Erwachter' zu sein. Mit dem 'spirituellen Erwachen' nach Eckart Tolle geht es schon ganz gut. So gehe ich diesen Weg und teile mit was ich dabei erlebe, das Konvertieren ist mir schön öfter begegnet und so weiß ich aus Erfahrung für mich, nein, denn diese Zuflucht würde mich zwar beschützen und Geborgenheit geben aber die Möglichkeit in der westlichen Welt ein Buddha zu sein und so Herr im eigenen Haus sein zu können würde schwinden.

  • Yofi
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    • 27. Oktober 2016 um 13:59
    • #54
    Irmin82:


    http://www.buddhismus-austria.at/buddhismus-in-…itglied-werden/

    http://www.buddhismus-austria.at/assets/Dokumen…AGindieOeBR.pdf


    Danke Irmin, das ist interessant - sicher vergleichbar mit der DBU in Deutschland. Auf die Art kann man sich eventuell etwas schneller einen Überblick darüber verschaffen, welche Möglichkeiten es hinsichtlich der einzelnen Traditionen gibt, wo welche Kurse angeboten werden, Unterweisungen stattfinden usw. Die Teilnahme oder der Besuch der Zentren ist immer unverbindlich, was ja noch einen weiteren positiven Aspekt darstellt.

  • Yofi
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    • 27. Oktober 2016 um 14:11
    • #55
    sati-zen:

    Gewiss, es gibt unterschiedliche Wege das beobachte ich im realen Leben auch, jeder braucht etwas Anderes um Ausgeglichen zu sein.


    Früher dachte ich Zufriedenheit wäre etwas für "Sofa-Helden", aber in der Reibung geht auch viel Energie verloren insofern man bereits einiges für sich als unbrauchbar erkannt hat. Es gibt Phasen im spirituellen Leben, ich denke man sollte versuchen den gegenwärtigen Stand nicht als endgültig zu betrachten, sondern sich Optionen frei halten. Die Zuflucht zu einem Lehrer zu nehmen bedeutet z. B. eine intensivere Form der Zuwendung zum Wirken des Buddha. Manche Übertragungslinien sind tatsächlich uralt und die Form der Übermittlung zeichnet sich dann auch durch viel Authentizität aus. Das gesprochene Wort zählt manchmal mehr. ;)

  • sati-zen
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    • 27. Oktober 2016 um 19:40
    • #56

    Nur die Entwicklung menschlichen Lebens zeigt es immer wieder, nicht erst seit Buddha, davor wahrscheinlich auch schon, dass man in einem gewissen Alter oder einer gewissen Reife selbst sein eigener Lehrer sein sollte, sonst wird man viele Leben brauchen um ein wenig Wohlbefinden zu spüren ohne es von außen zu brauchen. Das Leben auf der Erde entwickelt sich grundlegend von innen nach außen, von der Zelle zum Organismus, erst die bestimmt geformte Kultur braucht es andersrum. Jedoch wer die Grundlage verpasst, die Achtsamkeit, wird auch durch Lernen in diesem Leben nicht zur Ausgeglichenheit finden und deshalb macht die Zuflucht zu einem äußeren Lehrer erst Sinn wenn der eigene innere Lehrer aktiv ist. Dann jedoch stellt sich sehr schnell heraus, dass dieser äußere Lehrer keine so große Funktion mehr hat. Menschen die Hilfe oder Begleitung auf dem Weg brauchen gibt es genug, da besteht kein Mangel aber Menschen die versuchen selbstständig das autonome System ihrer Persönlichkeit aufrecht zu halten und mit Wohlbefinden genießen gibt es nicht so oft.
    Ich halte den buddhistischen Weg als den derzeit Besten aller Möglichkeiten um das zu erreichen.

  • GyatsoJigme
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    • 30. Oktober 2016 um 16:14
    • #57
    Zitat

    ich wollte fragen, ob ihr zum Buddhismus konvertiert seid, oder wie ihr genau beigetreten seid.

    Ich habe mich hingesetzt, die Zufluchtsformel aufgesagt (auf Pali) und anschließend mein Leben nach der Praxis ausgerichtet.

    Mittlerweile meditiere ich täglich, befasse mich sehr viel mit den Schriften und bilde mich was die verschiedenen Schulen betrifft immer weiter. Probiere verschiede Meditationstechniken aus, führe einen Alltag in Achtsamkeit und halte die Silas ein.

    Eine Zeremonie, oder offizielle Zufluchtnahme halte ich für Unnötig. Es kann schön gestaltet und ein eindrucksvolles Ereignis sein, keine Frage, und manche brauchen das anscheinend, aber in meinen Augen ist das schon wieder viel zu viel Anhaftung. Man muss daraus mMn kein großes Ding machen.

    Was von mir erklärt ist, lasst erklärt sein. Was von mir nicht erklärt ist, lasst nicht erklärt sein - Buddha Shakyamuni

  • Irmin82
    Gast
    • 30. Oktober 2016 um 16:37
    • #58

    Danke für deine Antwort, Jigme. Ich wollte dich fragen, welche Formel du dazu aufgesagt hast. Hast du vielleicht einen Link dazu?

  • GyatsoJigme
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    • 30. Oktober 2016 um 17:06
    • #59
    Irmin82:

    Danke für deine Antwort, Jigme. Ich wollte dich fragen, welche Formel du dazu aufgesagt hast. Hast du vielleicht einen Link dazu?

    Hier, bitte: https://de.wikipedia.org/wiki/Zuflucht_…ufluchtsformeln

    Traditionelle Zufluchtsformel (Pali):
    Buddhaṃ saraṇaṃ gacchāmi. (dt: Ich nehme Zuflucht zu/zum Buddha)
    Dhammaṃ saraṇaṃ gacchāmi. (dt: Ich nehme Zuflucht zum Dharma/Dhamma)
    Sanghaṃ saraṇaṃ gacchāmi. (dt: Ich nehme Zuflucht zur/zum Sangha)
    Dutiyampi Buddhaṃ saraṇaṃ gacchāmi. (dt: Zum zweiten Male nehme ich...)
    Dutiyampi Dhammaṃ saraṇaṃ gacchāmi.
    Dutiyampi Sanghaṃ saraṇaṃ gacchāmi.
    Tatiyampi Buddhaṃ saraṇaṃ gacchāmi. (dt: Zum dritten Male nehme ich...)
    Tatiyampi Dhammaṃ saraṇaṃ gacchāmi.
    Tatiyampi Sanghaṃ saraṇaṃ gacchāmi.

    Unter dem Link findest du noch weitere (nebensächliche) Informationen dazu ;)

    Was von mir erklärt ist, lasst erklärt sein. Was von mir nicht erklärt ist, lasst nicht erklärt sein - Buddha Shakyamuni

  • sinn-los
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    • 1. November 2016 um 12:30
    • #60
    GyatsoJigme:
    Zitat

    ich wollte fragen, ob ihr zum Buddhismus konvertiert seid, oder wie ihr genau beigetreten seid.

    Ich habe mich hingesetzt, die Zufluchtsformel aufgesagt (auf Pali) und anschließend mein Leben nach der Praxis ausgerichtet.

    Das ist schön erklärt. *mettaa*

  • Mohan Gnanathilake
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    Theravada
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    10. Mai 1975 (51)
    • 4. März 2017 um 12:36
    • #61

    Bezüglich dieses Themas würde ich gern ein paar Zeilen schreiben.

    Die Umwandlung in den Theravada-Buddhismus ist weniger ein körperlicher Akt oder ein Ritual(wie die Taufe im Falle des Christentums) und mehr eine geistige Veränderung des Herzens.

    Der erste Schritt für eine Person bei der Entscheidung, sich in den Theravada-Buddhismus umzuwandeln, besteht darin, dass diese Person die Prinzipien des Theravada-Buddhismus wirklich und vollständig versteht.

    Ein wichtiger Aspekt der Umwandlung in den Theravada-Buddhismus ist der Glauben und das Verstehen der vier edlen Wahrheiten.

    „Das Denken schweift gern ab, man hält es schwer zurück;
    Es zähmen, das ist gut; gezähmt bringt Denken Glück.“
    ( Dhammapada 35 Citta – Denken )

  • accinca
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    • 4. März 2017 um 12:49
    • #62
    sinn-los:
    GyatsoJigme:


    Ich habe mich hingesetzt, die Zufluchtsformel aufgesagt (auf Pali) und anschließend mein Leben nach der Praxis ausgerichtet.

    Das ist schön erklärt. *mettaa*


    Aber sinnlos wenn es nur Worte ohne rechte Bedeutung sind.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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