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Sinn von Langlebensgebeten [war OT zu "SH Sakya Trizen..."]

  • Obladi Oblada
  • 18. Februar 2016 um 09:18
  • Zum letzten Beitrag
  • Lucky Luke
    Gast
    • 18. Februar 2016 um 19:04
    • #26

    Der Sanskrit Ausdruck Pranidhana ist noch besser (aus dem Salon kopiert):

    Sherab Yönten:
    Zitat

    Wenn wir auf dem allgemeinen Mahayana-Weg (d.h. dem Sutra-Weg im Unterschied zum
    Tantra-Weg) über geschickte Methoden sprechen, dann meinen wir damit, allgemein gesagt, das
    Geschick im Ausführen von Pranidhana. Im Folgenden sei bewusst dieser für die meisten unbekannte
    Sanskrit-Begriff benutzt, der sich im Laufe der Erklärungen mehr und mehr mit Inhalt füllen
    wird. Dies ist hilfreicher, als stets von Wunschgebeten zu sprechen, denn unweigerlich bleibt
    unser Verständnis dann an den Worten Wünschen und Beten hängen, die von Vorstellungen begleitet
    sind, die dem buddhistischen Weg nicht entsprechen
    .

    Pranidhana entsteht aus dem höchsten Herzenswunsch, aus Liebe und Mitgefühl für alle Wesen,
    und ist Ausdruck der höchsten Empfänglichkeit und Bereitschaft zu helfen, Ausdruck der
    höchsten Güte. Pranidhana ist ebenfalls Ausdruck der völligen Klarheit, mit der wir sehen, was
    für Zusammenhänge bestehen zwischen den Lebenserfahrungen der Wesen und ihren Handlungen
    und Motivationen. Die Praxis von Pranidhana entsteht aus höchster Offenheit, aus der Weite des
    Geistes selbst, dem Gewahrsein der Leerheit aller Phänomene. Um diese Praxis zu verwirklichen,
    braucht es ein Gewahrsein, dass alle Phänomene ungeboren, leer und wie magische Illusionen
    sind. Höchste Offenheit, Klarheit und Empfänglichkeit sind der natürliche Ausdruck der grenzenlosen
    mitfühlenden Vision aller Buddhas und Bodhisattvas.

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    zitiert aus https://s3-eu-west-1.amazonaws.com/awakeningtosan…ungen.TL.de.pdf

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  • mukti
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    • 18. Februar 2016 um 19:46
    • #27
    kilaya:

    Deswegen ist "Gute Wünsche" m.E. auch eine bessere Übersetzung als "Gebete".

    Ja, entspricht auch eher dem Text in diesem sogenannten Gebet für SH Sakya Dagchen: "May you live long". Natürlich assoziert man mit "Gebet" etwas das unseren religiösen Traditionen hier entspricht. Da ist der Unterschied dass man direkt Gott oder Heilige bittet jemanden zu heilen.

    Mit Metta, mukti.


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    • 19. Februar 2016 um 21:50
    • #28

    Ob Wünsche oder Gebete ist alles einerlei. Wer sich oder anderen was wünscht leidet, wer langes Leben wünscht leidet erst recht:


    Zitat


    »Was aber, ihr Mönche, ist die edle Wahrheit vom Leiden? Geburt ist Leiden, Altern ist Leiden, Krankheit ist Leiden, Sterben ist Leiden, Kummer, Jammer, Schmerz, Trübsal und Verzweiflung sind Leiden; das Nichterlangen dessen, was man begehrt, ist Leiden; kurz gesagt: die 5 mit Anhaften verbundenen Gruppen des Daseins (khandha) sind Leiden (vgl. dukkha, dukkhatā).

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    • 19. Februar 2016 um 22:22
    • #29
    keks:

    Um welchen Buddha gehts denn da der sowas vorgeschlagen hat ?

    So krass würde ich das nicht formulieren. Alle Buddhisten wandeln auf auf dem achtfachen Pfad. Es gibt keine Instanterleuchtung. Die Tibeter haben ihren Pfad, sagen wir mal "etwas ausgeschmückt". Viele Praktiken dienen als "geschickte Mittel" (upaya oder tibetisch thabs-mkhas ). Das geht nicht auf Buddha zurück sondern sind Eigenheiten der verschiedenen Schulen, die den Schülern auf dem Pfad helfen sollen.

    Man kann sich natürlich fragen inwieweit mittelalterliche geistige Hilfsmittel dem aufgeklärten Westeuropäer hilfreich sind. Andererseits machen gerade diese den besonderen Charme des tib. Buddhismus aus.

    2 Mal editiert, zuletzt von Punk (19. Februar 2016 um 22:29)

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    • 19. Februar 2016 um 22:26
    • #30

    Jetzt habt ihr tatsächlich meinen Beitrag aus dem Forum gelöscht.

    Was seit ihr nur für eine Sekte. Unterste Schublade. Schämt euch !!


    P.S:

    Jetzt ist er wieder drin. Hat wohl jemand den Finger etwas gar rasch am Abzug :D

  • kilaya
    Gast
    • 19. Februar 2016 um 22:31
    • #31
    Zitat

    Man kann sich natürlich fragen inwieweit mittelalterliche geistige Hilfsmittel dem aufgeklärten Westeuropäer hilfreich sind. Andererseits machen gerade diese den besonderen Charme des tib. Buddhismus aus.


    Gerade da wo der Buddhismus z.B. für Europa angepasst wurde (was wiederum auch zu viel Kritik führt, man kann es eben nie allen gleichzeitig recht machen) spielen einige der Sachen, die für Tibeter selbstverständlich oder wichtig sind, eine untergeordnete oder gar keine Rolle mehr. Dazu gehören auch die vielen "Gebete". Wobei der Wunsch für das Wohl aller Wesen Grundlage des Mahayana ist, insofern nicht auf Tibet beschränkt. Lehnt man diese Art Wünsche für das Wohl der Wesen auf der bedingten Ebene und idealerweise mit dem Wunsch, Erleuchtung zu erlangen, ab, bewegen wir uns auf der Ebene einer Grundsatzdiskussion über die Authentizität des Mahayana, die gerne an andere Stelle geführt werden kann.

    kilaya

    Zitat

    Jetzt habt ihr tatsächlich meinen Beitrag aus dem Forum gelöscht.
    ...
    Jetzt ist er wieder drin. Hat wohl jemand den Finger etwas gar rasch am Abzug


    Sorry, ich hatte einen Beitrag von keks in den Thread im Salon verschoben und dabei Deinen mit erwischt.
    Als ich das bemerkt habe, habe ich ihn gleich wieder zurückgeschoben...

  • Punk
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    • 19. Februar 2016 um 22:44
    • #32

    Es gibt in Westen mittlerweile so viele verschiedenen budh. Schulen, dass für jeden etwas passendes dabei ist.

    Aus diesem Grund bekämpfe ich ein gegenseitiges Schulen-Bashing. Wichtig ist mir das jede buddh. Schule offenherzig, moralisch integer und intellektuell sauber bleibt (gemäss dana, sila, bhavana).

  • Yofi
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    6. Februar 2016
    • 20. Februar 2016 um 18:22
    • #33
    Sherab Yönten:
    Elke:

    Loslassen macht offenbar nicht nur mir Probleme. :|

    Bei den Langlebegebeten geht es darum, diese für Personen zu rezitieren, damit sie möglichst noch lange in der Lage sind, den Dharma zu vermitteln. :)

    Es ist ein gegenseitiges Nehmen und Geben. Der Lehrer kann ohne uns auch nicht. Was allerdings gegen Verlustangst hilft, ist die Tatsache, dass während und nach dem Sterben der Kontakt meist viel intensiver ist. Zumindest haben darüber viele Schüler der berühmtesten Lehrer glaubhaft berichtet.

  • Karma Trinley
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    29. Februar 2016
    • 29. Februar 2016 um 14:29
    • #34

    Eine Anmerkung zur bisherigen Diskussion:
    Im tibetischen Buddhismus ist die Rolle des Lehrers natürlich eine zentrale Rolle. Schaut man sich die Langlebensgebete im tibetischen Buddhismus an, dann gibt es dementsprechend ein paar Unterschiede. Entweder wenden sie sich direkt an einen Lehrer, mit der Bitte, er möge zum Wohl der Wesen in der Welt verweilen. Dies ist ähnlich wie bei der siebenfachen Praxis, dem sogenannten Sieben-Zweige-Gebet, bei dem man die Buddhas bittet zu verweilen, um damit Verdienst anzusammeln. Diese Praxis lehnt sich wohl an die Geschichte an, die besagt, dass Ananda es kurz vor dem Parinirvana des Buddhas versäumt habe, den Buddha zu bitten, länger zu verweilen.
    Andere Langlebensgebete richten sich an Yidams und Langlebensgottheiten, wie die weiße Tara, mit der Bitte, über das Leben von Lama XY zu wachen.

    In der Regel werden solche Gebete am Ende einer buddhistischen Praxis ausgeführt und sind Teil der Widmung/Verdienstübertragung. Heilsame Handlungen bekommen hier eine Ausrichtung und verbinden sich mit Wünschen (die ebenfalls als heilsame geistige Handlungen angesehen werden).

    Natürlich sind solche Wünsche immer Teil einer samsarischen Ausrichtung, denn man begehrt etwas. Das ist aber nicht per se etwas schlechtes und unmittelbar aufzugeben. Es gibt Begehren, die zunächst durchaus hilfreich sind, wie zum Beispiel der Wunsch, Buddhaschaft zu erlangen. Am Ende des Weges, braucht man das natürlich nicht mehr. Am Anfang und in der Mitte des Weges wird es aber als unerlässlich angesehen, denn ohne derartiges Streben, wird man sich nicht auf den Weg machen und dabei bleiben.

    Eine ausführlichere Beschreibung und ein historischer Überblick über diese Praxis im tibetischen Buddhismus findet sich in einem Artikel von José Cabezón in "Tibetan Literature: Studies in Genre": http://www.thlib.org/encyclopedias/…genres/b20/all/

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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