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Bodhi-Baum, Ständer-Spiegel, Staub

  • gbg
  • 20. Januar 2016 um 19:09
  • Zum letzten Beitrag
  • Zenman
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    • 15. August 2016 um 13:59
    • #51

    sati-zen
    An sich hast du schon Recht wie man den scheinbaren materiellen Mangel überwindet. Jeder muss selbst lernen, wie er sein persönliches Leid überwindet... Den Staub sozusagen vom Spiegel wischt, um zu sehen dass sogar der Bodhi-Baum und der Spiegel Staub auf dem Spiegel gewesen sind...

    Wir haben in unserem Körper einen Geist, der die Dinge als gut oder schlecht unterscheidet. Obgleich unser Körper stirbt, lebt der Geist weiter.

    Das ist ganz sicher nicht das Buddha-Dharma. - Dogen Zenji

  • Noreply
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    • 15. August 2016 um 14:10
    • #52

    Was bringt denn den Staub auf den Spiegel? Der Staub sind Gedankengebäude, Vorstellungen über das Sinnesobjekt das wahrgenommen wird. Es fehlt die Überprüfung ob dieses Sinnesobjekt wirklich der Vorstellung entspricht. Diese wird am Spiegel gemacht. Da kann gesehen werden ob da Staub von Vorstellungen ist. Wischt man den weg verschwindet auch der Spiegel. Denn auch der Spiegel ist Staub. Auch der Bodhibaum ist Staub. Da sind Dinge doch diese sind eben nicht mehr als Vorstellungen sondern Staub/Vorstellungsfrei nur Sinnesobjekte und Gedanken die aber nicht ergriffen werden um Gedankengebäude zu bauen.

  • Tai
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    • 16. August 2016 um 07:29
    • #53
    Zenman:

    Die "tiefere Erkenntnis" ist doch ganz sicher nicht, dass es "ursprünglich kein einziges Ding gibt". Worin soll der Nutzen einer solchen Erkenntnis liegen? Ursprünglich gab es vielleicht kein einziges Ding, doch nun gibt es viele Dinge und vieles Leiden.

    Ich glaube, mit "ursprünglich" ist hier die Soheit vor deiner Nasenspitze gemeint. Also das, was immer genau jetzt unmittelbar gegeben ist, bevor dein dualistischer Geist die einzelnen Dinge als dieses oder jenes unterscheidet, bezeichnet, bewertet, begehrt, ablehnt u.s.w.

    _()_

  • sati-zen
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    • 18. August 2016 um 10:23
    • #54

    Das klingt so destruktiv, so lebensfeindlich. Der Staub auf dem Spiegel wie alle anderen Erscheinungen auch sind ein Synonym für Leben, so auch Gedanken die man fließen lassen kann. Die braucht man nicht weg wischen und damit alles Andere auch, wer atmet schafft Bewegung und das führt zu Ablagerungen und Veränderungen. Natürlich kann man durch Putzen Einfluss nehmen aber auch das ist eine Bewegung die Leben bedeutet und somit einen tiefen Sinn im Dasein hat.
    Staub aufwirbeln ist ein äußeres Zeichen von Lebendigkeit, das braucht der Eine mehr und der Andere weniger, ein in sich ruhender Meditierender braucht es vom Atem abgesehen gar nicht.

  • Zenman
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    • 19. August 2016 um 11:40
    • #55

    Ich finde es ist nicht so destruktiv wie es evtl. klingen kann. Ich glaube, da geht es um die Frage nach der eigenen wirklichen Natur. Bin ich dies, oder das, oder was bin ich denn?

    Der eine sagt: ich bin wie ein Baum, auf dem ein Spiegelständer steht!

    Der andere sagt: Ich bin der Spiegel, und nicht das, was im Spiegel zu sehen ist! Der Baum, Spiegelständer und Spiegel - das alles ist immer noch etwas was man im Spiegel sieht und nicht der Spiegel selbst.

    Nicht, dass man will dass nichts existiert, oder kritisiert, dass etwas existiert oder lebt. Das ist es m.M.n. nicht... Es wird nur bestritten, dass eine korrekte Beschreibung gegeben wurde.

    Wir haben in unserem Körper einen Geist, der die Dinge als gut oder schlecht unterscheidet. Obgleich unser Körper stirbt, lebt der Geist weiter.

    Das ist ganz sicher nicht das Buddha-Dharma. - Dogen Zenji

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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