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Fernsehen

  • Lucky Luke
  • 11. Oktober 2014 um 14:34
  • Zum letzten Beitrag
  • al-Nuri
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    • 13. Oktober 2014 um 17:10
    • #26
    al-Nuri:
    Sherab Yönten:

    Hi al-Nuri,
    kannst Du das (diese generelle Aussage) bitte begründen (interessiert mich wirklich !) ?


    Na, Fernsehen dient der Unterhaltung,der Zerstreuung,der Information ( Nachrichten,Doku). Es gibt da auch soviel Gewalt,weil das Spannend sein soll,also Aufregend,es soll die Aufmerksamkeit fesseln.Das sind ja nun alles Klesha und Fesseln;man möge einmal beim Fernsehen keine Ausnahme machen und sich dabei selbst betrachten.
    Und Ignoranz der Todesgewissheit : Fernshene ist ein Mittel zur Verleugnung und anspornen der Sinneslust wie irgendwelche "Lustbarkeiten" seit jeher.
    Das einzige was vielleicht ok ist sind so Doku über andere Länder und Kulturen,natürlich auch Religion und so,aber dabei bleibts ja immer nicht...

    Honen Shonin: "Weil es den Übenden in der heutigen Zeit aber gut geht, finden sie Einschränkungen schwer."

  • Lucky Luke
    Gast
    • 13. Oktober 2014 um 17:25
    • #27
    Losang Lamo:

    Den unterstrichenen Satz hattest Du weggekürzt und meine Aussage daher nicht verstanden:

    Ich habe den Satz komplett falsch verstanden: Fernsehen ist deshalb nicht schädlich, weil Hunde vertragen das Fernsehen ja auch :lol:

    Losang Lamo:

    Fernsehen an sich ist nicht schädlich. Es kommt darauf an, wer es wie benutzt.

    Das gilt dann eigentlich für alles im Alltag: Auf Qualität achten und nicht übertreiben.

    Losang Lamo:

    Wenn man es in vernünftiger Weise nutzen würde, wäre es auch ein vernünftiges Medium.

    Das setzt natürlich auch voraus, dass es immer vernünftige Sendungen gibt.... :D

  • Lucky Luke
    Gast
    • 13. Oktober 2014 um 17:30
    • #28
    al-Nuri:

    Das sind ja nun alles Klesha und Fesseln;man möge einmal beim Fernsehen keine Ausnahme machen und sich dabei selbst betrachten.

    Guter Punkt. Man kann beim Fernsehen seinen Geist beobachten, also seinen Geist trainieren. Das Fernsehen ist dann also nicht als Klesha zu betrachten sondern als Mittel zur Meditation, wie es Nils bereits angedeutet hat (Nils, schreibst Du eigentlich nur im Salon ?).
    Wahrscheinlich gibt es aber hier unterschiedliche Vorstellungen über den Begriff der Entsagung, oder ?
    Sind für Dich alle weltlichen Vergnügungen "Kleshas" ?

  • al-Nuri
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    • 13. Oktober 2014 um 18:16
    • #29

    Sherab:

    Zitat

    Guter Punkt. Man kann beim Fernsehen seinen Geist beobachten, also seinen Geist trainieren.

    Habe ich nicht gesagt.Ich habe gesagt,daß ich öfters mal Gefühle und Reflektionen betarchtet habe und dann zu dem Schluß gekommen bin,es ist durchweg unheilsam.Das ist doch eine Flut an Sinneskontakten,liegt schon im schnellen Wechsel der Eindrücke,entsprechend schnelle innere Reaktionen sind da bedingt und es ist unmöglich dann Klarheit zu bewahren.Es ist doch kein Zufall,daß sich Praktizierende in Retreats zurückziehen, wenn du verstehst.Das ist beim Musikhören dasselbe,es löst eine Flut von wechselhaften Emotionen und Vorstellungen aus.Fernsehen und Musikhören in der digitalen Art sind zum berauschen da.Das ist doch ganz klar.Es heißt man trinkt und raucht schneller,wenn die Musik schneller und lauter ist. Fernsehen ist einfach ein Konsumfaktor und widerspricht dem Gebot des Enthaltens von Sinneslust und Aversion.Wie könnte das ein Meditationsobjekt sein ? Natürliche äußere Objekte, ja,aber die sind auch ruhend,gewissermaßen gleichförmig und lösen deswegen keine rauschartigen Wechsel aus.Natürlich nimmt die Unfrieden zu,wenn der Geist und das Herz aufgewühlt ist .Der Gegenimpuls ist dann einfach wieder Starrheit und Mattheit.Das einzige was ich da gelten lasse ist,daß eine gewisse Ablenkung und Bewegung Starrheit aufzuhebeln vermag.Auch lesen.Natürlich tangiert einen erleuchteten Geist so eine Wechselhaftigkeit von Eindrücken nicht mehr besonders,aber selbst Buddha hat sích regelmäßig zurückgezogen von der Kommunikation.Für ihn war es aber nur wie Staub den er aus dem Ärmel schüttelt. Für uns ist das kein Staub,sondern Teer.

    Zitat

    Sind für Dich alle weltlichen Vergnügungen "Kleshas" ?

    Sie produzieren sie. Ich beobachte das schon ewig.Wenn man Zazen gewohnt ist,beeinflussen "weltliche Vergnügungen" das Bewusstsein nicht mehr so stark,aber doch in einem Maße,daß die ganze Übung wieder für die Katz werden kann. Man nimmt es dann wieder zu leicht und das hat ja unmittelbar karmische Auswirkungen.

    Honen Shonin: "Weil es den Übenden in der heutigen Zeit aber gut geht, finden sie Einschränkungen schwer."

  • Nils
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    • 13. Oktober 2014 um 23:34
    • #30

    Fernseh-Meditation
    ---------------------------

    Fünfzehn Minuten Fernsehen und unser Geist ist von weltlichen Gedanken infiziert. Ein spiritueller Mensch sieht entweder kein fern oder er reinigt sich nach jedem Fernsehen gründlich mit seinen spirituellen Übungen. Nur so bleibt man stabil auf dem Weg des inneren Glücks.

    1. Erdkugel = Wir visualisieren unter uns die Erdkugel, reiben kreisend mit den Füßen/Händen die Erde und denken: "Mögen alle Wesen glücklich sein. Möge es eine glückliche Welt geben."

    2. Fernsehen = Wir bewegen segnend eine Hand und senden den Menschen im Fernsehen Licht: "Ich sende Licht zu .. Ich wünsche ihm/ihr Weisheit, Liebe und Glück. Mögen alle Menschen im Fernsehen Buddhas/Engel werden. Möge es eine Welt des Friedens und der Liebe geben."

    Welcher Mensch im Fernsehen hat dich heute besonders negativ oder positiv berührt? Reinige die energetische Verbindung, indem du ihn als Buddha oder Engel visualisierst. Gib ihm einen positiven Satz. Denke ihn so lange als Mantra, bis du alle Anhaftung oder Ablehnung überwunden hast.

    Alles was du äußerlich siehst, bleibt als geistige Spur in deiner Seele. Erzeuge Harmonie in deinem Geist, indem du allen negativen Wesen Licht sendest und dich auf das Ziel einer glücklichen Welt konzentrierst. Damit eine glückliche Welt entstehen kann, müssen alle Menschen zu einem positiven Miteinander finden. Der erste Schritt dahin ist der Aufbau einer positiven Welt in deinem Geist.

    3. Positives Vorbild = Wir visualisieren uns als Buddha und denken: "Ich bin ein Buddha. Ich gehe den Weg des Positiven." Wir reiben unsere Hände vor dem Herzchakra.

    4. Meister = Wir reiben die Hände über dem Kopf und bitten alle erleuchteten Meister um Führung und Hilfe. Wir verbinden uns geistig mit ihrer Energie: "Om ... (Buddha). Om alle erleuchteten Meister. Ich bitte um Führung und Hilfe auf meinem Weg. Möge ich meinen Teil zum Aufbau einer glücklichen Welt beitragen können."

    5. Mantra “Om“ = Wir legen die Hände im Schoß zusammen, kreisen mit den Daumen, bewegen die Füße und denken mehrmals das Mantra “Om“ im Bauch. Wir stoppen eine Minute alle Gedanken. Wir entspannen uns.

  • Nils
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    • 13. Oktober 2014 um 23:57
    • #31
    Sherab Yönten:

    Nils, schreibst Du eigentlich nur im Salon ?


    Nein. Ich schreibe auch hier. :lol:

    Ich bin nicht ständig im Internet. :D Dann lese ich mal hier und mal da. Was mich gerade interessiert. Und ich schreibe, wenn ich etwas zu sagen habe. Also nur selten. :D

    Ich denke zielorientiert. Mein Ziel ist die Erleuchtung. Ich sehe dann und so fern, dass es mich auf meinem Weg unterstützt. Ich spüre, welche Energien ich gerade brauche und suche mir danach die Filme aus. Manchmal brauche ich Kraft, dann sehe ich mir Kampffilme an. Wenn es zu grausam wird, schalte ich um. Manchmal brauche ich Heiterkeit, Information ...

    Ich sehe derzeit jeden Tag etwa zwei Stunden fern. Dabei kann ich sehr gut meditieren, weil meine Gedanken auf den Film fokussiert sind und ich mich dadurch vergesse. Ich verbinde normalerweise Meditation und Unterhaltung miteinander. Für mich ist das Fernsehen eine Art Mantra-Meditation. Da ich in der spirituellen Stufe der Energie lebe, ist jedes äußere Wort automatisch ein Mantra. Es erzeugt in mir eine Energiewirkung. Es reinigt durch die Wort- oder Bildschwingung meinen Körper. Nach zwei Stunden fernsehen bin ich normalerweise durchgereinigt.

    Ich überstehe mit den Fernsehen auch gut spirituelle Krisen. Wenn die Energien zu stark in mir toben, lenke ich mich durch spannende Filme ab. Meistens gehen die Krisen nach ein bis zwei Stunden vorbei. Genau in meiner Fernsehzeit. Mein Geist hat sich sogar schon daran gewöhnt und bringt Krisen häufig passend zur Fernsehzeit. Man kann es auch so sehen, dass meine Meister meine spirituellen Prozesse sehr geschickt organisieren. So leide ich jedenfalls nur wenig an diesen Krisen.

    Grundsätzlich sehe ich das Fernsehen als die Hauptreligion der heutigen Zeit. Es passt die Menschen an das kapitalistische System an. Es orientiert ihren Geist auf den äußeren Konsum, macht sie egoistisch und langfristig unglücklich. Es vertritt Werte, die dem spirituellen Weg entgegengesetzt sind. Wenn ich fernsehe, mache ich das sehr bewusst, damit ich kein Opfer der Fernsehideologie werde. Ich spüre nach dem Fernsehen jeweils genau in mich hinein, wo jetzt gerade Sucht, Aggression oder Unweisheit entstanden sind. Dann reinige ich diese Energien, in dem ich hilfreiche spirituelle Gedanken finde. Und ich gehe nach dem Fernsehen eine Stunde im Wald spazieren. Dadurch komme ich wieder zur Ruhe und ins innere Glück (in die Erleuchtungsenergie).

  • Lucky Luke
    Gast
    • 14. Oktober 2014 um 09:16
    • #32

    Danke Nils für das Einstellen der "Fernsehmeditation" und für Deinen Beitrag.
    So etwas verstehe (auch) ich unter "Buddhistischer Praxis" und zwar 24 Stunden am Tag.
    Die Dinge des Alltags für die Praxis positiv nutzen. Faszinierend wie unterschiedlich die verschiedenen Schulen auch dieses Thema
    interpretieren.

    Nils:

    Grundsätzlich sehe ich das Fernsehen als die Hauptreligion der heutigen Zeit.



    Interessante Ansicht, das sehe ich aber nicht so :lol:

    Fernsehen ist keine Religion und zwar weil:

    Nils:

    Es passt die Menschen an das kapitalistische System an. Es orientiert ihren Geist auf den äußeren Konsum, macht sie egoistisch und langfristig unglücklich. Es vertritt Werte, die dem spirituellen Weg entgegengesetzt sind.

    Wie kann da Fernsehen eine Religion sein ?

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    Buddh. Richtung
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    • 14. Oktober 2014 um 10:09
    • Offizieller Beitrag
    • #33
    Sherab Yönten:

    Wie kann da Fernsehen eine Religion sein ?

    Wenn man an die Menschen früherer Zeiten denkt, dann gab es neben der Zeit der Tätigkeit immer eine Zeit der Mythen. Also wenn man sich um deas Herdfeuer oder das Lagerfeuer versammelt und sich gegenseitig Geschichten erzählt, in dene es darum geht, was passiert ist, wer man so ist, und wie alles in Beziehung steht. Aus solchen Geschichten enstanden Märchen, Legenden und religiöse Mythen. Das was die Gesellschaft sich selber erzählt und worin sie ihre Normalität erschafft. Diese Aufgabe übernimmt heute das Fersehen. In ihm wird das Garn der Normalität gesponnnen. Als sich in der Lindenstrasse zwei Männer küssen durfen, hatte das z.B ein wichtige Bedeutung - es durfte normal sein. Das ist es jetzt nicht unbedingt negativ. Viele alten Mythen waren ja auch blutrünstig, kitschig und bescheuert.

    Wenn man dem Ferseher zuhört wie einem kollektiven Elternteil, dann erlaubt man ihm all die Sorgen und Prioritäten der Gesellschaft in einen reinzuimpfen. Man kann ihm aber auch zuhören, wie man einem Kind zuhört, das seine Kindergartensorgen erzählt. Von den Kaugummis, die es gerne hätte, von den bösen Buben und den zickigen Mädchen und all den Spielen, Abenteuern, Intrigen und Streitereien. Und ihn dann ein wenig knuddeln, weil er so arm ist.

    • Vorheriger offizieller Beitrag
  • Nils
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    • 14. Oktober 2014 um 18:13
    • #34
    Sherab Yönten:
    Nils:

    Grundsätzlich sehe ich das Fernsehen als die Hauptreligion der heutigen Zeit.


    Interessante Ansicht, das sehe ich aber nicht so :lol:


    Das war auch ein Scherz. Ich formuliere es gerne drastisch, damit die Menschen aufwachen. Richtiger würde es man als eine Ideologie der Dummheit bezeichnet. Ich muss ziemlich dumm sein. Manchmal falle ich auch darauf herein. :lol:

  • Obladi Oblada
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    • 14. Oktober 2014 um 18:50
    • #35

    Man kann alles, aber auch wirklich alles vernadern... :?

    Man darf auch Spaß haben im Leben. 8) Außerdem: Auch das Medium Fernsehen kann man sinnvoll nutzen und muss es nicht verteufeln.

    Mal davon abgesehen, hat Fernsehen - vor allem bei Jugendlichen - schon längst den Stellenwert verloren, den es mal hatte. Du solltest dir allmählich eher eine „PC- oder Tablet- oder Smartphone-Meditation“ einfallen lassen. ;)

    Living is easy with Eyes closed

  • fotost
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    • 14. Oktober 2014 um 18:54
    • #36
    Nils:
    Sherab Yönten:


    Interessante Ansicht, das sehe ich aber nicht so :lol:


    Das war auch ein Scherz. Ich formuliere es gerne drastisch, damit die Menschen aufwachen. Richtiger würde es man als eine Ideologie der Dummheit bezeichnet. Ich muss ziemlich dumm sein. Manchmal falle ich auch darauf herein. :lol:

    Sooo daneben ist die Idee mit der Religion nicht...

    Die Leute bauen kleine Hausaltäre an der am besten sichtbaren Stelle in ihrem Wohnbereich, halten Rituale wie die tägliche Tagesschau ab und bringen manchmal sogar Trank- und Speiseopfer dar.

    Und wenn es darum geht, dem Götzen am nähesten zu sein (Kampf um die Fernbedienung) gibt es Streit und Eifersucht.. :lol::lol::lol:

  • Lucky Luke
    Gast
    • 14. Oktober 2014 um 19:12
    • #37
    Elke:

    Man darf auch Spaß haben im Leben

    Darf man. :)
    Solange man nicht anhaftet an diese weltlichen Vergnügungen und man es nicht übertreibt.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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