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AUFRUF ZUR DBU-RATSKANDIDATUR

  • Joram
  • 21. Februar 2014 um 08:30
  • Zum letzten Beitrag
  • Aiko
    Gast
    • 22. Februar 2014 um 21:04
    • #51

    Satzung der DBU
    http://www.buddhismus-deutschland.de/ziele-der-dbu/satzung-der-dbu/

    § 2 Vereinszweck

    Außerdem ist die DBU gemeinnützig und ihre Satzung ist beim Amtsgericht hinterlegt. Da kann jeder Einblick nehmen - im Vereinsregister.

    Der Rat, also die 11 Mitglieder, die aus Listen der jeweiligen Richtungen gewählt werden ist nicht so relevant, dass durch die jetzige Situation der Verein gefährdet wäre. Es fehlen da eben zwei Listen.

  • Aiko
    Gast
    • 22. Februar 2014 um 21:22
    • #52
    Jikjisa:

    Die Satzung kann nur inhaltlich geändert werden, aber nur mit Absegnung der Behörde,
    der Vereinszweck und das Ziel kann nicht geändert werden .


    Blödsinn.
    Jeder Verein kann seinen Satzungszweck ändern - er muss dann aber auf seine Gemeinnützigkeit verzichten.
    Jede Änderung der Satzung muß dem Amtsgericht über den Notar angezeigt werden, falls der Verein dort registriert ist.

    Zitat


    Nicht der Vorstand, sondern die Zusammensetzung
    des Rates ist hier ausschlaggebend für die Behörde.


    Auch das ist Unsinn - das Amtsgericht ist nur für die Eintragung ins Vereinsregister maßgeblich - und das braucht ein Verein, wenn er gemeinnützig sein will - dafür ist aber das Finanzamt zuständig, das die Jahresrechnungen prüft.
    Also - Änderungen der Satzung gehen ans Amtsgericht über einen Notar - und das ist eben NUR der Vorstand - aber nicht die Mitglieder des Rates, da der nur ein Vereinsorgan ohne Außenwirkung ist - maßgebend ist der §26 BGB, der auch in der Satzung erwähnt ist. Der Rat ist eine Art erweiterter Vorstand, aber nur die drei Vorstandsmitglieder sind im Register einzutragen, da nur sie den Verein geschäftsmäßig vertreten können.

    Zitat


    Jeder Verein ist in gewissen Jahresabständen "rechenschaftspflichtig" über Einnahmen und Ausgaben,


    Nein - nur der Verein, der Gemeinnützigkeit beantragt.
    Alles andere wird Vereinsintern über die Mitglieder geregelt - Vereine sind rein private Veranstaltungen. Sie unterliegen dem BGB hier Vereinsrecht hinsichtlich ihrer Mindestanforderung an Satzung und Außenvertretung.

    Zitat


    Wenn nicht, wird die Gemeinnützigkeit aberkannt und er verliert die "Lizenz" als e.V. ( Amtsgericht )
    Es geht natürlich dabei wie immer um die Knete ( Steuerbefreiung und Absetzbarkeit ) .

    Ich finde du redest reichlich Unsinn - hast du überhaupt einen Schimmer von der Materie?
    Das e.V. ist nur der Eintrag ins Vereinsregister und der ist für nicht gemeinnützige Vereine freiwillig. Allerdings braucht man den Eintrag, wenn man als rechtsfähiger Verein gelten will. Gemeinnützige Vereine müssen im Vereinsregister eingetragen sein.

  • Jikjisa
    Gast
    • 22. Februar 2014 um 22:45
    • #53

    Wenn Du meinst .
    Vielleicht hättest du den Part Nichtgemeinnützigkeit einfach ausgespart, weil das ja nun bei der DBU nicht gegeben ist.
    Zum Ausklamüsern und Richtigstellen, womöglich noch mit Beispielen aus der Praxis, fehlt mir das Begehren ;)

  • Aiko
    Gast
    • 22. Februar 2014 um 23:41
    • #54
    Jikjisa:


    Zum Ausklamüsern und Richtigstellen, womöglich noch mit Beispielen aus der Praxis, fehlt mir das Begehren ;)

    Nee, da fehlt dir einfach die Kenntnis. Du schwafelst hier herum. Und das machst du auch bezüglich der buddhistischen Weisheiten, die du hier so ausstreust.
    Bloß bei Vereinsrecht und Satzung und harten Fakten, da zeigt es sich, dass du lieber im Fiktiven Schaum schlägst..

  • verrückter-narr
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    • 24. Februar 2014 um 01:02
    • #55

    Hallo,
    hier ein paar anmerkungen und infos zu dem ganzen sachverhalt.
    1. die rechtlichen grundlagen, was man in einem verein machen kann und was nicht, findet man zuerst in der jeweiligen satzung des vereins und im bürgerlichen gesetzbuch bgb. wichtig sind hier vor allem die §§ 21-79 bgb, http://dejure.org/gesetze/BGB. für steuerbegünstigte vereine ist auch noch die abgabenordnung ao wichtig, besonders die §§ 51-68 ao, http://dejure.org/gesetze/AO, da dort die steuerlichen vorschriften zu finden sind, wie diese vereine ihre gelder zu verwenden haben usw. die allgemeine zuständige behörde für alle vereine ist das jeweilige zuständige amtsgericht, was man auch als registergericht bezeichnet. dort werden jedoch nicht nur die vereinsregister geführt, sondern auch meist andere register z.b. handelsregister, schiffahrtsregister usw. in der brd unterscheidet man generell zwischen den nicht wirtschaftlichen vereinen nach § 21 bgb, http://dejure.org/gesetze/BGB/21.html, und der sonderform, den wirtschaftlichen verein nach § 22 bgb, http://dejure.org/gesetze/BGB/22.html, aber der kommt sehr selten vor. beim nichtwirtschaftlichen verein gibt es einmal den eingetragenen verein (e.V.) und den nicht eingetragenen verein.
    ein verein ist auch nicht per se steuerbegünstigt, sondern seine satzung und seine geschäftsführung muss bestimmte inhalte und ansprüche erfüllen, die in § 52 ao, http://dejure.org/gesetze/AO/52.html, geregelt sind. ist dies erfüllt, so kann man zwischen drei formen unterscheiden: gemeinnützig, mildtätig nach § 53 ao, http://dejure.org/gesetze/AO/53.html, und kirchlich nach § 54 ao, http://dejure.org/gesetze/AO/54.html. manchmal gibts es auch hier mischformen, d.h. ein verein kann auch gleichzeitig gemeinnützig und/ oder mildtätig sein, je nachdem, was in der satzung steht.
    steuerbegünstigte vereine oder körperschaften werden in finanziellen dingen auch noch besonder vom jeweils zuständigen finanzamt geprüft. dies findet in der regel alle 3 jahre statt. ist die prüfung positiv, so gibt es den sogenannten freistellungsbescheid. dort ist aufgeführt, warum der verein steuerbegünstigt ist und welche evtl. einschränkungen er zu beachten hat, denn nicht bei allen vereinen ist z.b. auch der mitgliedsbeitrag usw. steuerbegünstigt.

    2. jeder verein muss einen vorstand, d.h. einen gesetzlichen vertreter haben. § 26 bgb, http://dejure.org/gesetze/BGB/26.html. welche rechte und pflichten dieser vorstand hat, ist nicht im bgb geregelt, sondern bestimmt meist die jeweilige satzung oder aber eine entsprechende geschäftsordnung des vereins. genauso aus wievielen personen der vorstand bestehen muss. er kann auch theoretisch aus einer person oder aber aus allen mitgliedern des vereins bestehen. die bestellung des vorstandes muss durch die mitgliederversammlung erfolgen. § 27 bgb, http://dejure.org/gesetze/BGB/27.html. die satzung eines vereins kann idr. nur die mitgliederversammlung erstellung und ändern, wobei dies immer vorher in der berufung bzw. einladung aufgeführt sein muss. § 32 bgb,http://dejure.org/gesetze/BGB/32.html, bei einer normalen einfachen satzungsänderung ist eine mehrheit von 3/4 der abgegeben stimmen notwendig. wird jedoch der zweck der vereins (vereinszweck) geändert, so müssen immer alle mitglieder zustimmen. bei normalen vereinen muss noch das zuständige registergericht prüfen, ob die satzungsänderung mit dem bgb oder anderen gesetzen im einklang ist. bei steuerbegünstigten verein erfolgt auch noch eine prüfung durch das finanzamt, ob auch die steuergesetze (ao, kstg, gestg, usw.) beachtet worden sind, § 33 bgb, http://dejure.org/gesetze/BGB/33.html.

    3. zur mv und zur ratswahl der dbu ist zu sagen, dass der rat nicht unbedingt aus mitgliedern der unterschiedlichen buddhistischen tradition bestehen muss, sondern er kann theoretisch auch nur aus mitglidern einer tradition bestehen, wenn diese von der mitgliederversammlung gewählt werden, d.h. wenn sich nur mitglieder aus z.b. den "tibetischen" gruppen oder den "zen" gruppen zur wahl stehlen und dann gewählt werden, so ist dies auch rechtsgültig. allerdings ist dann eben auch wahrscheinlicher, dass diese personen öfter entscheidungen treffen, die ihre traditon oder gruppe begünstigen und die anderen gruppen oder traditionen benachteiligen. um dies zu vermeiden, hat der noch amtierende vorstand eben beschlossen, die meldefrist zu verlängern und einen aufruf zu starten. die zeitbegrenzung auf ein bestimmtes datum hat rein organisatorische und rechtliche gründe, da die einladung zur versammlung den mitgliedern schriftlich 6 wochen vorher zugehen muss. da die mv ende april stattdindet, wurde hier der 28.2, gewählt.

    4. zur neuaufnahme einiger neuer mitgliedsgruppen in der dbu ist zu sagen, dass auch bei mir manchmal bedenken bei einigen gruppen kommen. allerdings kennen sich die meisten delegierten der einzelnen mitgliedsgemeinschaften, die über eine neuaufnahme einer gruppe zu entscheiden haben, sich nicht einmal mit ihrer eigenen tradition bzw. deren geschichte aus und wissen meist nur das, was ihnen ihr (un)erleuchteter meister hierüber erzählt, so dass es hier sicherlich in den letzten jahren zu einigen fahlentscheidungen gekommen ist. es gibt auch kein gremium oder einen verantwortlichen, der die gruppen auf herz und verstand überprüft, sondern meist werden nur die ganz problematischen gruppen abgelehnt oder es wird auf einwände der alten mitgliedsgemeinschaften reagiert. es sind aber ja auch schon einige kleinere oder auch größere skandale über "alte" mitgliedsgemeinschaften bekannt geworden, so dass auch hier keine verlässlichkeit und seriösität besteht.

  • verrückter-narr
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    • 24. Februar 2014 um 01:10
    • #56

    Hallo,
    ergänzend zu meinem letzten beitrag noch einige infos zum buddhistischen bekenntnisder dbu:
    http://www.bghh.de/html/buddhistisches_bekenntnis.html

    “Am 7. September 1985 wurde in Hamburg von Delegierten der Mitglieder aus 22
    Gemeinschaften, die 72 buddhistische Gruppen in Deutschland repräsentieren, die
    Buddhistische Religionsgemeinschaft in Deutschland (BRG) gegründet.
    Diese Gründungsversammlung kam auf Initiative der Deutschen
    Buddhistischen Union zustande, die auf ihrer Jahresversammlung in
    Stuttgart (Mai 1984) beschlossen hatte, für den Buddhismus die staatliche Anerkennung
    als Körperschaft des öffentlichen Rechts anzustreben.
    Im August und Dezember 1984 tagte daraufhin eine Kommission, um
    ein gemeinsames Bekenntnis zu entwerfen.
    Alle der DBU bekannten Gemeinschaften wurden danach in die Diskussion einbezogen
    und in vielen Zusammenkünften vom Vorstand
    der DBU die Ziele und Aufgaben einer Religionsgemeinschaft erläutert.
    Auf der Vorbereitungskonferenz am 27. und 28.4.1985 im Kamalashila Institut Schloß
    Wachendorf nahmen neben den 16 DBU- Mitgliedsgemeinschaften Vertreter weiterer 18
    Gruppierungen sowie Abgesandte der burmesischen, tibetischen und vietnamesischen
    Buddhisten in Deutschland teil.
    Auf dieser Konferenz wurden die notwendigen Voraussetzungen für die
    Gründung der Religionsgemeinschaft geschaffen.
    Eine Verfassungskommission erarbeitete die Strukturen dieser
    zukünftigen BRG auf der Grundlage von neun Verfassungs- und zehn
    Bekenntnisentwürfen und formulierte die Einzelheiten der Verfassung
    und des Bekenntnisses.
    Durch die Gründung der BRG wurde nun erstmals in der über 80- jährigen
    Geschichte des deutschen Buddhismus eine gemeinsame Plattform,
    die dem umfassenden Erfahrungs- und Gedankenaustausch dient, geschaffen.
    An diesem Dialog nahmen die Delegierten nahezu aller wichtigen
    Vereinigungen der verschiedenen Lehrtraditionen und Schulen teil.
    Die vorliegende Verfassung ist ein geeigneter Rahmen, bessere
    Grundlagen für die Darlegung der Lehre des Buddha auch in unserem Land zu schaffen.”

    Karl Schmied, Präsident der DBU


    Zitiert aus dem Vorwort: “Verfassung der BRG”, Schriftenreihe der DBU Nr. 8, Plochingen 1985. Alle Rechte bei der Deutschen Buddhistischen Union e.V. München

  • Aiko
    Gast
    • 24. Februar 2014 um 16:41
    • #57

    Zur Ergänzung -
    Wahlen durch Abstimmung im Block/per Liste?
    Um den Versammlungsverlauf zu raffen, möchten viele Vereine ihren Vorstand im Block oder per Listenwahl wählen. Bei dieser
    Art des Wahlverfahrens ist es dem Vereinsmitglied nicht möglich sich für oder gegen ein einzelnes Vorstandsmitglied zu entscheiden, da es sich insgesamt für oder gegen die Liste/den Block entscheiden soll. Diese Form der Wahl wird als nicht zulässig angesehen, es sei denn, die Satzung regelt dieses Wahlverfahren ausdrücklich.
    In der Satzung der DBU §4 sieht das so aus:

    Zitat

    Die Mitglieder des Rates werden für die Dauer von drei Jahren durch Listenwahl gewählt. Sie bleiben bis zur Neuwahl im Amt. Scheidet ein Ratsmitglied vorzeitig aus, rückt der nächste berufene Kandidat aus der Liste nach.

    Das Problem liegt also darin, dass der Listenvorschlag von 11 Mitgliedern nicht Zen und Theravada-Leute enthält. Und das als nicht ausgewogen erscheint. Ansonsten ist da nix gefährdet.

  • Joram
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    • 24. Februar 2014 um 17:31
    • #58

    Was habt ihr von dem Austausch über die Satzung?

    Erklärt mir bitte, ich bin ein ganz normaler Mensch, der sich für Buddhismus interessiert und früher auch gerne unentgeltlich bei Veranstaltungen mitgeholfen hat, was der Sinn der DBU sein soll?
    Veranstaltungen zu organisieren? Na ja, das tun viele buddhistischen Zentren in Deutschland, dafür braucht man nicht die DBU, oder?

    Mir kommt es vor, als ob die DBU ihre Aufgabe selber nicht wirklich kennt. Und wenn es so ist, die DBU also keine klare Aufgabe definiert hat, dann treffen sich da wohl die Vorstandsmitglieder, fühlen sich wichtig, reden viel, bewegen wenig und das war es schon, oder?

    Ja, ich weiß, ein wenig provokativ, schadet aber nicht…

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • Joram
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    • 24. Februar 2014 um 17:44
    • #59

    Hier Info von eine Mail die ich von einem „Insider“ erhalten habe:

    Der schrieb dass die DBU ein Dachverband ALLER buddhistischen Traditionen sein WILL, aber sie lebt und wird halt von denen geprägt, die sich engagieren (aus welchen Gründen und - manchmal zweifelhaften - Motivationen).
    Er schrieb dass vor etwa 20 Jahren es noch schwierig war, Vertreter der tibetisch-buddhistischen Traditionen zur aktiven Mitarbeit zu gewinnen und dass es jetzt umgekehrt ist, dass einige Theravadins frustriert sagen, die DBU würde den Theravada nicht (mehr) vertreten und sei schon von Tibetern (und insb. Ole Nydahl-Leuten) unterwandert.
    Weiter sagt er dass wer sich aber nicht engagiert, nicht hingeht, kann auch nicht Einfluss nehmen und überlässt damit umso mehr diesen Leuten/Kräften Das Feld, womit die DBU wirklich pervertieren und überflüssig werden könnte.
    Der meint aber dass es nicht zu spät sei.
    Die Strukturen sind natürlich auch reformbedürftig. Wobei er nicht wüsste wie - aber das soll ja auch Aufgabe der DBU mit den neuen Räten sein...

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • Aiko
    Gast
    • 24. Februar 2014 um 18:04
    • #60

    Man muss die DBU aus ihrer Gründungslogik herleiten und da gibt es dann ein Beharrungsvermögen, was zu einem konservativen Eindruck führt. Das gilt aber für alle religiösen Gruppierungen, da gibt es Leute, die einen Kern fest halten wollen. Die Gründungslogik war in den 50er Jahren eine Idee der Vereinigung der unterschiedlichen Richtungen des Buddhismus unter ein Dach.
    Das war nett gemeint, aber dann kamen eben die Tibeter - und gründeten Zentren. Da ging es darum diese starken Gruppen in den Verband zu holen - um daneben nicht auszutrocknen. Und dann hat sich Zen und auch Theravada in Deutschland etabliert - und das sind nun mal wieder Richtungen, die gar keinen Dachverband brauchen, in dem sie mit anderen Buddhisten irgendeine Politik treiben.
    Die Religionskörperschaft ist ein Steckenpferd von Karl Schmied gewesen und da scheint es auch ein wenig Konkurrenz zu Österreich zu geben, wobei da die Verhältnisse aber anders sind.
    Was man dann 1985 angepackt hatte, ist heute irgendwie sinnlos - auch wenn man das Ziel Körperschaft erreichen würde - dann hätte die DBU keine Kapazitäten um die damit verknüpften Ziele zu realisieren: Religionsunterricht z.B. - wer soll das machen? Die Tibeter, der Diamantwegler oder die Pagode? Oder Thich und sein Orden?
    Wenn man sich die facebook-Seite der DBU ansieht - kriegt man das Grausen - die reinste Kalenderblatt-Sammlung. Einfach nur dämlich. Und auch die Buddhismus aktuell - ist nur Werbeträger einzelner Mitglieder. Banale Artikelchen mit viel Werbung.
    Da bald die Alten abtreten werden, sieht es so aus, dass Buddhismus sich immer mehr mit der Eso-Szene vermischt und sich letztlich der Ole mit seinem Kram durchsetzt. Weil es billiger ist - weniger anstrengend - eben "Gefällt mir" - .

  • Joram
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    26. April 2012
    • 24. Februar 2014 um 19:33
    • #61
    Aiko:

    Die Gründungslogik war in den 50er Jahren eine Idee der Vereinigung der unterschiedlichen Richtungen des Buddhismus unter ein Dach.


    Und was davon heute übrig ist, ist mir nicht klar, wenn ich das was Du unten schreibst lese, ist es wohl nicht viel. :(

    Aiko:

    Was man dann 1985 angepackt hatte, ist heute irgendwie sinnlos - auch wenn man das Ziel Körperschaft erreichen würde - dann hätte die DBU keine Kapazitäten um die damit verknüpften Ziele zu realisieren: Religionsunterricht z.B. - wer soll das machen? Die Tibeter, der Diamantwegler oder die Pagode? Oder Thich und sein Orden


    Dann kann man auch die „Körperschaft“ begraben…

    Aiko:

    Wenn man sich die facebook-Seite der DBU ansieht - kriegt man das Grausen - die reinste Kalenderblatt-Sammlung. Einfach nur dämlich. Und auch die Buddhismus aktuell - ist nur Werbeträger einzelner Mitglieder. Banale Artikelchen mit viel Werbung.
    Da bald die Alten abtreten werden, sieht es so aus, dass Buddhismus sich immer mehr mit der Eso-Szene vermischt und sich letztlich der Ole mit seinem Kram durchsetzt. Weil es billiger ist - weniger anstrengend - eben "Gefällt mir" - .


    Die Präsentation kann man verbessern, das ist wirklich möglich – wenn man weiß was man präsentieren will.
    Wenn das was die Gesellschaft will, Eso ist – tja, dann ist es das was übrig bleiben wird. Wie ich oben schon geschrieben hatte – die Wahrheitssuche ist ein einsamer Pfad, da unbequem. Der "Gefällt mir-Button" wir einsam und vertaubt bleiben. Machen wir uns nichts vor.

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • Jikjisa
    Gast
    • 24. Februar 2014 um 20:42
    • #62

    Nuja, es wird zum finanziellen Problem, wenn der Rat nicht gemischt ist - letztlich.
    Rechtlich ist es nicht von heute auf morgen ein Problem, wenn es überhaupt auffällt.
    In "meinem" Verein ist es aufgefallen, daß die Mischung nicht mehr stimmte und es wurde zweinmal abgemahnt von er Behörde.
    Dann musste ich mir was einfallen lassen.
    Ich find einen Dachverband notwendig.
    Sie werden die Fußballmannschaft schon finden.
    Aber diese erzkonservative Jargon von dieser Ratswahl und vielleicht noch anderen Briefen und so,
    ist sila,-und bekenntnistechnisch irgendwie miserabel,
    es könnte den Eindruck vermitteln es wird kein freundlicher, respektvoller Umgang gepflegt. Finde ich.
    "Die Tibeter" ham nicht mehr Geld, Kusala ;) , vielleicht die Ole-Fraktion. Den seine Bücher sind auch beliebt.
    Saß grade einer in der U-Bahn, der las eins.
    Die große Spendenwelle der 90 er ist aber bei den "Tibetern" auch vorbei.
    Sie haben große Häuser gekauft und die Mitglieder sind echt "opferbereiter" ( karmische Gründe ), aber von mehr wüsste ich nix.
    Ziehst du um ? ;):D
    Du bleibst aber hier nich ?!
    Wenn der Litsch im BC "lehrt" und auch Bikkhus, kannst du doch auch mal ein Referat machen.
    Ick würd mir freuen ! Und ich red auch nicht dazwischen. Versprochen ! :)

    Einmal editiert, zuletzt von Anonymous (24. Februar 2014 um 20:47)

  • Aiko
    Gast
    • 24. Februar 2014 um 20:46
    • #63
    Joram:
    Aiko:

    Die Gründungslogik war in den 50er Jahren eine Idee der Vereinigung der unterschiedlichen Richtungen des Buddhismus unter ein Dach.


    Und was davon heute übrig ist, ist mir nicht klar, wenn ich das was Du unten schreibst lese, ist es wohl nicht viel. :(


    Sagen wir's mal so - als Zen-Tante bin ich ja bereits in einer Tradition eingeordnet und da muss mein Verein nicht auch noch in der DBU sich organisieren. Das macht zwar Döring so, der Ehrenmitglied der DBU ist, aber das hat wohl auch "historische" Gründe. Das Bestreben eine Einheit der Buddhisten und buddhistischen Gruppen zu schaffen ist verständlich, aber es muss auch auf ein Ziel hin orientiert werden. Und da sind wir dann bei der Missionierung. Vereine wollen wachsen.

    Zitat


    Die Präsentation kann man verbessern, das ist wirklich möglich – wenn man weiß was man präsentieren will.
    Wenn das was die Gesellschaft will, Eso ist – tja, dann ist es das was übrig bleiben wird. Wie ich oben schon geschrieben hatte – die Wahrheitssuche ist ein einsamer Pfad, da unbequem.


    Da sind wir auch wieder bei Missionierung. So wird dann der Buddhismus zur Sache, für die geworben werden soll. Wahrheit ist aber überhaupt nicht verfügbar.
    Aber da man sich schon an den vorhandenen religiösen Bekenntnissen orientiert hatte, hat man dann es als einen Mangel angesehen, dass man selbst kein Bekenntnis hatte - und 1985 machte man das dann - auch weil man sich etablieren wollte. Verein ist einem nicht genug - man will Körperschaft werden.

  • Aiko
    Gast
    • 24. Februar 2014 um 20:52
    • #64
    Jikjisa:

    Nuja, es wird zum finanziellen Problem, wenn der Rat nicht gemischt ist - letztlich.
    Rechtlich ist es nicht von heute auf morgen ein Problem, wenn es überhaupt auffällt.
    In "meinem" Verein ist es aufgefallen, daß die Mischung nicht mehr stimmte und es wurde zweinmal abgemahnt von er Behörde.


    Da scheinst du voll daneben zu liegen. Es gibt für die DBU keinen satzungsmäßigen Grund, dass es verschiedene Traditionen sein müssen. Was bei deinem Verein da der Grund sein mag, das solltest du mal klarer formulieren.
    Der Rat kann nach Satzung vollständig aus den Mitgliedern der Buddhistischen Gemeinschaft bestehen, sofern keine Gruppe in den Vorstand entsendet.

  • Jikjisa
    Gast
    • 24. Februar 2014 um 21:57
    • #65

    aiko:

    Zitat

    Da scheinst du voll daneben zu liegen.

    ja, hab ich ja nun kapiert. wiederholst du auch öfters. hier und woanders. macht ja nix.

    wie schon gesagt, ich bin der überzeugung, daß eine einseitiger rat das satzungsziel und den satzungszweck untergräbt.
    und daß das folgen hat. rechtliche und finanzielle. nicht sofort, aber längerfristig.

    das ist alles. und sowieso auch egal. außerdem glaube ich, sie kriegen das hin, aber nicht bis 28. 2. *schmunzel*

    liebe grüße an die DBU !

  • Aiko
    Gast
    • 24. Februar 2014 um 22:26
    • #66
    Jikjisa:

    aiko:

    Zitat

    Da scheinst du voll daneben zu liegen.

    ja, hab ich ja nun kapiert. wiederholst du auch öfters. hier und woanders. macht ja nix.

    wie schon gesagt, ich bin der überzeugung, daß eine einseitiger rat das satzungsziel und den satzungszweck untergräbt.
    und daß das folgen hat. rechtliche und finanzielle. nicht sofort, aber längerfristig.

    das ist alles. und sowieso auch egal. außerdem glaube ich, sie kriegen das hin, aber nicht bis 28. 2. *schmunzel*

    liebe grüße an die DBU !

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    Der Satzungszweck gibt da nichts her. Die Gruppen sind ja Mitglieder und da gibt es eine MV, in der sich die Gruppen ja einbringen können, durch ihre Delegierte. Rechtlich interessiert das niemanden und auch nicht steuerlich. Dafür gibt es ja die Beschlußfähigkeit der Mitgliederversammlung.
    Das ist doch schon erledigt. Die haben doch ihre Liste und der Aufruf ist doch Kosmetik.

  • Joram
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    • 24. Februar 2014 um 22:55
    • #67
    Aiko:
    Joram:


    Die Präsentation kann man verbessern, das ist wirklich möglich – wenn man weiß was man präsentieren will.
    Wenn das was die Gesellschaft will, Eso ist – tja, dann ist es das was übrig bleiben wird. Wie ich oben schon geschrieben hatte – die Wahrheitssuche ist ein einsamer Pfad, da unbequem.


    Da sind wir auch wieder bei Missionierung. So wird dann der Buddhismus zur Sache, für die geworben werden soll. Wahrheit ist aber überhaupt nicht verfügbar.
    Aber da man sich schon an den vorhandenen religiösen Bekenntnissen orientiert hatte, hat man dann es als einen Mangel angesehen, dass man selbst kein Bekenntnis hatte - und 1985 machte man das dann - auch weil man sich etablieren wollte. Verein ist einem nicht genug - man will Körperschaft werden.


    Verwechselst Du da nicht was?
    Etwas gut präsentieren ist NICHT gleich missionieren. Oder?
    Ein Dachverband (=GruppenEgo) steht für etwas. Wenn dieses Etwas schlecht präsentiert ist, dann wird es nicht fruchten.
    Wenn das wofür der Dachverband steht, nicht mal klar definiert ist, und ich meine nicht auf dem Papier, sondern verinnerlicht worden ist– tja – was soll daraus schon werden?

    Ist es ein Wiederspruch Buddhist und ein guter Vertriebsmann zu sein? – ich glaube nicht, solange man keine unlauteren Mittel verwendet. Wahrscheinlich ist es einer der Schwächen in buddhistischen Gruppen – sie missverstehen Sila und Ichlosikeit als „Du darfst deine Überzeugungen nicht schön verpacken.“ .
    Tja, aus der Karma-Sicht: Ursache und Wirkung. Wer SICH SELBER und seine Überzeugungen nicht gut verkaufen kann, wird in unsere kapitalistische Gesellschaft nicht gesehen.

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • Aiko
    Gast
    • 24. Februar 2014 um 23:11
    • #68
    Joram:


    Verwechselst Du da nicht was?
    Etwas gut präsentieren ist NICHT gleich missionieren. Oder?


    Wenn ich es schlecht präsentiere, dann kommt es ja auch nicht grade gut an - oder?
    Wenn ich also will, das was ankommt - dann präsentiere ich es ansprechend. Mission heißt Sendung. Will ich jemanden überzeugen, werde ich ihn nicht kritisieren. Dale Carnegie - wie man Freunde macht. Diese Verkaufsfuzzies sind wie die Pest.

    Zitat


    Ein Dachverband (=GruppenEgo) steht für etwas. Wenn dieses Etwas schlecht präsentiert ist, dann wird es nicht fruchten.
    Wenn das wofür der Dachverband steht, nicht mal klar definiert ist, und ich meine nicht auf dem Papier, sondern verinnerlicht worden ist– tja – was soll daraus schon werden?


    Ein Verein - Dachverband ist auch nur ein Verein - entsteht aus den Interessen dern Gründer - wenn sich die Interessen ändern, dann hilft auch die beste Präsentation nichts - das kauft dann keiner (ab).

    Zitat


    Ist es ein Wiederspruch Buddhist und ein guter Vertriebsmann zu sein? – ich glaube nicht, solange man keine unlauteren Mittel verwendet.


    Das ist unvereinbar. Du kannst natürlich eine Tätigkeit im Vertrieb haben - aber Buddhismus solltest du nicht verkaufen.

    Zitat


    Wahrscheinlich ist es einer der Schwächen in buddhistischen Gruppen – sie missverstehen Sila und Ichlosikeit als „Du darfst deine Überzeugungen nicht schön verpacken.“ .
    Tja, aus der Karma-Sicht: Ursache und Wirkung. Wer SICH SELBER und seine Überzeugungen nicht gut verkaufen kann, wird in unsere kapitalistische Gesellschaft nicht gesehen.


    Da liegt ja dein Mißverständnis - Buddhismus hat mit der Gesellschaft überhaupt nichts zu tun. Der Buddhist lebt in irgendeinem sozialen Gebilde, aber er geht ja in die Hauslosigkeit -da gibt es keine Überzeugungen, keine Ansicht, die man verbreiten will und auch kein "sich selber". Die meisten "Buddhisten" suchen aber Glück.
    Was da mit der DBU als Interesse sich mal gebildet hatte, das war und ist nichts anderes als ein religionspolitisches Streben - von Leuten, die meinen mit Buddhismus wäre es besser. Und da wollen sie andere mit beglücken - nee.

  • Joram
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    • 25. Februar 2014 um 07:08
    • #69
    Aiko:

    Diese Verkaufsfuzzies sind wie die Pest.


    Diese Verkaufsfuzzies sind wie die Pest? Na ja. Für mich sind sie verblendete Menschen die nicht besser wissen. Keine „Pest“ ;)

    Aiko:

    - wenn sich die Interessen ändern, dann hilft auch die beste Präsentation nichts - das kauft dann keiner (ab).


    Für das was der Buddha gelehrt hat, stimmt deine Aussage nicht. Das Interesse an die Lehre wird, solange Menschen leben, immer bleiben. Die Frage ist nur wie viele Menschen den Weg wirklich gehen werden und das hat eindeutig mit Bekanntheitsgrad in der Gesellschaft, Präsentation und ja, auch mit dem bösen Wort „Marketingstrategie“ zu tun.

    Aiko:

    Das ist unvereinbar. Du kannst natürlich eine Tätigkeit im Vertrieb haben - aber Buddhismus solltest du nicht verkaufen.


    Was bedeutet es „Buddhismus verkaufen“? Eine Buddhaskulptur verkaufen? Ein buddhistisches Buch verkaufen? Ein Meditationsseminar verkaufen?
    Ich werde eher sagen dass man die Motivation des Verkaufes sich anschauen soll und nicht die Handlung. Das „wieso tue ich das?“ ist das einzige wichtige für mich dabei.

    Aiko:

    Da liegt ja dein Mißverständnis - Buddhismus hat mit der Gesellschaft überhaupt nichts zu tun. Der Buddhist lebt in irgendeinem sozialen Gebilde, aber er geht ja in die Hauslosigkeit -da gibt es keine Überzeugungen, keine Ansicht, die man verbreiten will und auch kein "sich selber". Die meisten "Buddhisten" suchen aber Glück.


    Und ob Buddhismus mit der Gesellschaft zu tun hat!
    Jede/r Nonne/Mönch sind von den Laien und Spenden abhängig und wenn Buddhismus nicht bekannt genug wird, werden sie nicht genug Spenden erhalten und um zu existieren werden sie die Robe ablegen müssen.

    Aiko:

    Was da mit der DBU als Interesse sich mal gebildet hatte, das war und ist nichts anderes als ein religionspolitisches Streben - von Leuten, die meinen mit Buddhismus wäre es besser. Und da wollen sie andere mit beglücken - nee.


    Wie ist es für Dich? Glaubst Du nicht dass Buddhismus besser wäre?
    Übrigens – Für mich ist Buddhismus keine Religion. Für mich ist die Lehre Buddhas ein Lebensweg.

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • Aiko
    Gast
    • 25. Februar 2014 um 07:40
    • #70
    Joram:


    Übrigens – Für mich ist Buddhismus keine Religion. Für mich ist die Lehre Buddhas ein Lebensweg.

    Bevor es hier OT wird - wir reden hier über die DBU und für diese ist der Buddhismus eine Religion und ihr Dachverband eine Religionsgemeinschaft.

    Das Verkaufsargument bezog sich bei mir nur auf dieses Anliegen der DBU.

    Zitat

    Das Interesse an die Lehre wird, solange Menschen leben, immer bleiben.


    Auch für die Lehre und für das Interesse daran gilt : das ist vergänglich.
    Aber solange Menschen sind, wird es Leiden geben und die Suche nach Erlösung. Und da wird es auch immer Menschen geben, die da was gefunden haben. Oder auch erfinden. Ob sich dann eine solche Erfindung auch ausbreitet und über 2500 Jahre hält, liegt an den Bedingungen.

    Zitat


    Die Frage ist nur wie viele Menschen den Weg wirklich gehen werden und das hat eindeutig mit Bekanntheitsgrad in der Gesellschaft, Präsentation und ja, auch mit dem bösen Wort „Marketingstrategie“ zu tun.


    Sehe ich nicht so - es ist nur die Frage des Leidens. Wenn Menschen nicht sehr leiden, brauchen sie keine Konzepte der Erlösung.
    Ich kann ja jede Menge Betäubungs-und Ablenkungsmittel einsetzen, um die Leute ruhig zu stellen oder bei Laune zu halten. Dafür gibt es ja ausreichend Angebote inzwischen.
    Auf der anderen Seite ist es auch so, dass die Lehre mit einem Floß verglichen wird und man sie dann nicht mehr weiter mit schleppt, wenn man "über den Fluss" gekommen ist. Es kann also auch ein gutes Zeichen sein, wenn man wenig Interesse am Buddhismus hat. Vielleicht sind die Menschen, die sich für Buddhismus nicht interessieren schon viel weiter als die Buddhisten, die da immer noch dran rum basteln müssen, an ihrem Lebensweg und dafür eine Gebrauchsanweisung brauchen.

    Dafür bietet sich die DBU an.

  • Joram
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    26. April 2012
    • 25. Februar 2014 um 10:31
    • #71
    Aiko:

    Sehe ich nicht so - es ist nur die Frage des Leidens. Wenn Menschen nicht sehr leiden, brauchen sie keine Konzepte der Erlösung.
    Ich kann ja jede Menge Betäubungs-und Ablenkungsmittel einsetzen, um die Leute ruhig zu stellen oder bei Laune zu halten. Dafür gibt es ja ausreichend Angebote inzwischen.

    Wenn das kein falsches Verstehens von Dukkha ist…
    Ich kenne KEINE Betäubungs-und Ablenkungsmittel die wirklich funktionieren. Der Zerfall, Verlust von allem was wir lieben und der Tot, wartet auf jedem von uns, auch wenn wir nicht hinschauen. Es ist DIE Verblendung schlechthin. „ignorance is bless“ funktioniert nicht, wer es aber nicht so sieht kann es ja probieren ;)


    Aiko:

    Auf der anderen Seite ist es auch so, dass die Lehre mit einem Floß verglichen wird und man sie dann nicht mehr weiter mit schleppt, wenn man "über den Fluss" gekommen ist. Es kann also auch ein gutes Zeichen sein, wenn man wenig Interesse am Buddhismus hat. Vielleicht sind die Menschen, die sich für Buddhismus nicht interessieren schon viel weiter als die Buddhisten, die da immer noch dran rum basteln müssen, an ihrem Lebensweg und dafür eine Gebrauchsanweisung brauchen.
    Dafür bietet sich die DBU an.

    Mach das Fernseher an – das ist was die Leute sehen wollen, sonst gäbe es solche Programme nicht – wenn das ein Zeichen von "über den Fluss" angekommen zu sein sein soll, dann bin ich extrem verblendet. 8):oops:

    Es gäbe nichts Schöneres als zu sagen dass Buddhismus überflüssig geworden ist. Leider wird es NIE der Fall sein.

    _()_

    Meinst Du immer noch nicht frei zu sein? – da irrst Du dich :)

  • Aiko
    Gast
    • 25. Februar 2014 um 11:21
    • #72
    Joram:


    Es gäbe nichts Schöneres als zu sagen dass Buddhismus überflüssig geworden ist. Leider wird es NIE der Fall sein.

    Es gibt auch diese Form des Anhaftens an der Lehre.

  • goldie
    Gast
    • 16. April 2014 um 13:21
    • #73

    Das habe ich mir jetzt mal angeschaut, auch eine Ausgabe der Zeitschrift "Buddhismus Aktuell". Da sträuben sich mir schon ein wenig die Haare. Mein spontaner Vorschlag wäre, dass man da mal ein paar Akademiker ins Boot holt, um von dem teils breiigen Geschwafel weg zu mehr Inhalt zu kommen. Auf der anderen Seite will ein "Dachverband" ja wohl repräsentativ für seine Mitglieder sein, und die würden sich von solchen Ansprüchen vielleicht überfordert fühlen. Außerdem scheint es Strategien bestimmter Gruppen aus dem tibetischen Buddhismus (wo politisches Engagement und Buddhatum ja in Gestalt des Dalai Lama schon seit Langem Hand in Hand gehen) zu geben, den Kurs der DBU zu steuern. Dazu eine gewisse Übermacht - wenn man sich die Aktiven der letzten Dekaden im Rat (Vorsitz) und bei der Zeitschrift ansieht - von Anhängern bestimmter Lehrer (Lama Anagarika Govinda: Max Glashoff, Sabine Thielow - und Thich Nhat Hanh: Ursula Richard).

    Sehe ich das richtig, dass die meisten Mitglieder Schüler von Lama Ole Nydahl sind, wie ich im Web las? (In der Zeitschrift spiegelte sich das nicht wieder, aber zumindest der 2. Vorsitzende scheint dazu zu gehören, der erste hält sich über seine Richtung bedeckt, nimmt aber auch an Veranstaltungen von Lama Nydahl teil: http://www.buddhismus-stiftung.de/de/Stiftung/News/). Von daher kann man natürlich erwarten, dass sich traditionelle Zenbuddhisten und Theravadin kaum angesprochen fühlen, ebensowenig wie Buddhologen.

    Ich komme auch mit deren Webseite nicht klar (http://www.dharma.de). Da gibt es zentral einen Beitrag "Zur Diskussion gestellt" - aber wo kann man den denn diskutieren? (Oder geht das nur mit dem Login, aber wo ist da die Registrierungsmöglichkeit?)

    Weiß jemand, wer aus dem Rat austritt? Ich sehe hier noch 11 Mitglieder unterschiedlicher Richtungen: http://www.buddhismus-deutschland.de/der-rat-der-dbu/

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 16. April 2014 um 13:41
    • #74

    Moin Goldie,

    goldie:

    ...Sehe ich das richtig, dass die meisten Mitglieder Schüler von Lama Ole Nydahl sind, wie ich im Web las?...
    .............Ich komme auch mit deren Webseite nicht klar (http://www.dharma.de). Da gibt es zentral einen Beitrag "Zur Diskussion gestellt" - aber wo kann man den denn diskutieren? (Oder geht das nur mit dem Login, aber wo ist da die Registrierungsmöglichkeit?)

    Weiß jemand, wer aus dem Rat austritt? Ich sehe hier noch 11 Mitglieder unterschiedlicher Richtungen: http://www.buddhismus-deutschland.de/der-rat-der-dbu/


    hast du dich mit deinen Fragen schon einmal direkt an die DBU gewand?

  • goldie
    Gast
    • 16. April 2014 um 13:45
    • #75

    Hallo Jiun Ken, das werde ich gern tun, wenn hier nicht schneller Antwort kommt (worauf ich hoffte).

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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