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Persönlichkeitsglaube und Ichillusion das Gleiche?

  • Mab
  • 6. Januar 2014 um 11:05
  • Zum letzten Beitrag
  • Mab
    Themenautor
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    • 6. Januar 2014 um 11:05
    • #1

    Hallo ihr Lieben,

    ich frage mich gerade, ob die erste der 10 Fesseln Persönlichkeitsglaube identisch ist mit Ichillusion, welche nach meinem Verstöndnis erst mit dem vollkomenen Erwachen verschwindet.

    Persönlichkeitsglaube interpretiere ich so, dass man vollkommen überzeugt davon ist Ich zu sein.
    Einem der der Buddhalehre folgt, sind da ja in der Regel schon Zweifel gekommen. Der Persönlichkeitsglaube hat also schon einen Knacks, wenn man die Substanzlosigkeit aller Dinge annimmt.

    Ist man also vom Persönlichkeitsglauben schon befreit, wenn man an der 'Persönlichkeit' zweifelt, oder muss die Ichillusion vollständig durchschaut sein?

    Liebe Grüße
    Mab

    Das Geschriebene entspricht meinem derzeitigen Verständnis. Bitte weist mich barmherzig darauf hin, wenn Etwas unangemessen ist.

  • Buddhaghosa
    Gast
    • 6. Januar 2014 um 11:32
    • #2

    Hallo,

    kennst du schon diese Lehrrede http://palikanon.com/samyutta/sam22_090.html#s22_89 ?

    Zitat

    "Nicht betrachte ich, Bruder, aus diesen fünf Gruppen des Anhangens irgend etwas als das Selbst oder als etwas zu einem Selbst Gehörendes; doch nicht bin ich ein Heiliger, ein Triebversiegter. Aber es kommt mich da bei den fünf Gruppen des Anhangens insgesamt [so lt. Komm.] doch noch (das Gefühl) an 'Ich bin [179]'; doch das betrachte ich nicht aus falscher Ansicht als 'Dieses bin ich'."

    Gruß
    Florian

  • Noreply
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    • 6. Januar 2014 um 11:41
    • #3

    Hallo Mab,
    erstens sind die Dinge nicht Substanzlos sie sind leer von jeder Form eines Ich. Eines aus sich Selber sein. Eines ohne Bedingungen entstanden. Alle Dinge sind im dauerndem Wandel sie sind sich von Augenblick zu Augenblick nie gleich. Es gibt nichts, auch ein Proton nicht, das nicht dem Wandel unterworfen ist.
    Zweitens habe ich gerade deine Frage beantwortet. Es gibt ein Ich/Person!!!
    Von Augenblick zu Augenblick gibt es Person im Augenblick, Zwischen den Augenblicken könnte ich mich sogar damit anfreunden das es eine stabile Person gibt, für etwa ein millionstel einer Sekunde.
    Das ist aber schon fast eine Ewigkeit.
    liebe Grüße
    Helmut

  • Mab
    Themenautor
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    • 6. Januar 2014 um 12:18
    • #4

    Danke Florian! :D
    Dann wäre die Frage für mich geklärt!

    Helmut,

    Anatta wird manchmal mit substanzlos übersetzt. Ich meinte das in diesem Zusammenhang.

    Liebe Grüße
    Mab

    Das Geschriebene entspricht meinem derzeitigen Verständnis. Bitte weist mich barmherzig darauf hin, wenn Etwas unangemessen ist.

  • Noreply
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    • 6. Januar 2014 um 12:29
    • #5
    Mab:

    Danke Florian! :D
    Dann wäre die Frage für mich geklärt!

    Helmut,

    Anatta wird manchmal mit substanzlos übersetzt. Ich meinte das in diesem Zusammenhang.

    Liebe Grüße
    Mab


    Ich weiss was Du meinst habe aber gelesen was Du geschrieben hast.
    "Ich höre was Du sagt, doch weiss ich nicht was Du meinst.", Roger Cicero

  • Andererseits
    Gast
    • 6. Januar 2014 um 17:15
    • #6

    Hallo Mab,

    Mab:

    ich frage mich gerade, ob die erste der 10 Fesseln Persönlichkeitsglaube identisch ist mit Ichillusion, welche nach meinem Verstöndnis erst mit dem vollkomenen Erwachen verschwindet.

    Persönlichkeitsglaube interpretiere ich so, dass man vollkommen überzeugt davon ist Ich zu sein.
    Einem der der Buddhalehre folgt, sind da ja in der Regel schon Zweifel gekommen. Der Persönlichkeitsglaube hat also schon einen Knacks, wenn man die Substanzlosigkeit aller Dinge annimmt.

    Ist man also vom Persönlichkeitsglauben schon befreit, wenn man an der 'Persönlichkeit' zweifelt, oder muss die Ichillusion vollständig durchschaut sein?

    es muss vollständig durchschaut werden, sonst führt es nicht zur Ent-fesselung (mit Bezug auf die 1. Fessel). Leider kann man glauben, von der 1. Fessel frei zu sein, bevor das der Fall ist. Es ist keine rein intellektuelle Angelegenheit, keine bloße Frage von Ansichten. Es ist das Herz, das von dieser Fessel frei ist: Der Unterschied zu "vorher" ist spürbar - als hätte ein Knoten sich gelöst. Die Entlastung, die das mit sich bringt, ist "unbedingt", d. h. man muss nichts mehr tun, um sie aufrechtzuerhalten; der "zweite Pfeil" (das Leid dessen, der den Ausweg aus dem Leiden nicht gesehen hat) trifft einen nicht mehr. Es ist unmöglich, die Dinge je wieder zu "verknoten" und von der falschen Seite anzupacken, d. h. sie für etwas zu halten, was sie nicht sind.

    Grüße

  • Mab
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    • 6. Januar 2014 um 17:27
    • #7

    Hallo Andererseits,

    danke, für die Warnung, bzw. weitere Erklärung :)!

    Liebe Grüße
    Mab

    Das Geschriebene entspricht meinem derzeitigen Verständnis. Bitte weist mich barmherzig darauf hin, wenn Etwas unangemessen ist.

  • Noreply
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    • 6. Januar 2014 um 19:49
    • #8
    Andererseits:

    Hallo Mab,

    Mab:

    ich frage mich gerade, ob die erste der 10 Fesseln Persönlichkeitsglaube identisch ist mit Ichillusion, welche nach meinem Verstöndnis erst mit dem vollkomenen Erwachen verschwindet.

    Persönlichkeitsglaube interpretiere ich so, dass man vollkommen überzeugt davon ist Ich zu sein.
    Einem der der Buddhalehre folgt, sind da ja in der Regel schon Zweifel gekommen. Der Persönlichkeitsglaube hat also schon einen Knacks, wenn man die Substanzlosigkeit aller Dinge annimmt.

    Ist man also vom Persönlichkeitsglauben schon befreit, wenn man an der 'Persönlichkeit' zweifelt, oder muss die Ichillusion vollständig durchschaut sein?

    es muss vollständig durchschaut werden, sonst führt es nicht zur Ent-fesselung (mit Bezug auf die 1. Fessel). Leider kann man glauben, von der 1. Fessel frei zu sein, bevor das der Fall ist. Es ist keine rein intellektuelle Angelegenheit, keine bloße Frage von Ansichten. Es ist das Herz, das von dieser Fessel frei ist: Der Unterschied zu "vorher" ist spürbar - als hätte ein Knoten sich gelöst. Die Entlastung, die das mit sich bringt, ist "unbedingt", d. h. man muss nichts mehr tun, um sie aufrechtzuerhalten; der "zweite Pfeil" (das Leid dessen, der den Ausweg aus dem Leiden nicht gesehen hat) trifft einen nicht mehr. Es ist unmöglich, die Dinge je wieder zu "verknoten" und von der falschen Seite anzupacken, d. h. sie für etwas zu halten, was sie nicht sind.

    Grüße

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    So habe ich das auch erfahren.
    _()_

  • Couchkissenbikkhu
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    • 8. Januar 2014 um 12:20
    • #9

    Ich hab das so verstanden:
    Du kannst sagen: Ich bin eine nette, fröhliche Persönlichkeit.
    Wenn du jetzt sagst: Und das wird sich auch nie ändern, ICH bin halt so <<<- das ist die Illusion

    wenn du es nicht verstanden hast
    habe ich es nicht richtig erklärt
    Verzeihung _()_

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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