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  1. Buddhaland Forum
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Säkularer Buddhismus - Was ist das?

  • Kusala
  • 18. Dezember 2013 um 07:52
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  • Geronimo
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    • 8. Januar 2014 um 23:10
    • #1.676
    bel:


    Wieder spekuliert.
    Es wäre wirklich einfacher, und vor allem pfadgerechter, wenn du damit aufhören könntest.

    Oh keine Sorge, für mich sind's ja zum Glück nur Online Spekulationen. Da habe ich wirklich so meine Schwierigkeiten.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Geronimo
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    • 8. Januar 2014 um 23:11
    • #1.677
    Sumedhâ:
    Geronimo:


    Ich weiß zumindest was ich heute schon sehen kann.
    Aber wenn man dich so schreiben so sieht, klingt es so als würdest du solche Fähigkeiten generell für unmöglich halten.


    den zahn hat mir die lehre buddhas gezogen! speziell Zen und Chan
    _()_
    .

    Für mich kam das erst so richtig mit der Praxis :lol: Aber genug davon, das führt zu nichts.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Sumedhâ
    Gast
    • 8. Januar 2014 um 23:14
    • #1.678
    Geronimo:
    bel:


    Wieder spekuliert.
    Es wäre wirklich einfacher, und vor allem pfadgerechter, wenn du damit aufhören könntest.

    Oh keine Sorge, für mich sind's ja zum Glück nur Online Spekulationen. Da habe ich wirklich so meine Schwierigkeiten.


    eigentlich wollte ich ins bett, aber jetzt hast du mich neugierig gemacht und ich komme nicht in schlaf :D
    was sind online spekulationen, gibt es die offline nicht? oder wie soll ich das verstehen?.... :oops:

    _()_
    .

  • Geronimo
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    • 8. Januar 2014 um 23:23
    • #1.679
    Sumedhâ:
    Geronimo:

    Oh keine Sorge, für mich sind's ja zum Glück nur Online Spekulationen. Da habe ich wirklich so meine Schwierigkeiten.


    eigentlich wollte ich ins bett, aber jetzt hast du mich neugierig gemacht und ich komme nicht in schlaf :D
    was sind online spekulationen, gibt es die offline nicht? oder wie soll ich das verstehen?.... :oops:

    _()_
    .

    Online kann ich nicht sehen mit wem ich spreche. In der echten Welt verhält es sich für mich anders. Aber das jetzt noch mal auszuführen bringt
    uns alle nicht weiter.

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  • Sumedhâ
    Gast
    • 8. Januar 2014 um 23:36
    • #1.680
    Geronimo:

    Online kann ich nicht sehen mit wem ich spreche. In der echten Welt verhält es sich für mich anders. Aber das jetzt noch mal auszuführen bringt uns alle nicht weiter.


    ich kann schon leise verstehen wovon du sprichst, dafür gibt es sogar eine "wissenschaftliche" erklärung.
    durch eine überdurchschnittlich schnelle assoziations fähigkeit, kann so jemand scheinbar wissen was andere denken und empfinden. courios ist/war das es sich echt angefühlt hat und wiederholt bestätigt.
    es ist aber nicht der andere den man "erfasst" man ist es selbst.... "geist gemacht"... es gibt keienn großartigeren baumeister als mein geist :D

    _()_
    .

  • Geronimo
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    • 8. Januar 2014 um 23:48
    • #1.681
    Sumedhâ:
    Geronimo:

    Online kann ich nicht sehen mit wem ich spreche. In der echten Welt verhält es sich für mich anders. Aber das jetzt noch mal auszuführen bringt uns alle nicht weiter.


    ich kann schon leise verstehen wovon du sprichst, dafür gibt es sogar eine "wissenschaftliche" erklärung.
    durch eine überdurchschnittlich schnelle assoziations fähigkeit, kann so jemand scheinbar wissen was andere denken und empfinden. courios ist/war das es sich echt angefühlt hat und wiederholt bestätigt.
    es ist aber nicht der andere den man "erfasst" man ist es selbst.... "geist gemacht"... es gibt keienn großartigeren baumeister als mein geist :D
    .

    Da gibt es bei mir zweierlei Erfahrungen. Die eine stellt sich so dar wie von dir beschrieben, nur das ich da erkennen kann, das "ich" da noch dazwischen stehe. Es handelt sich dabei tatsächlich
    um Projektionen die von mir ausgehen. Alles was dann sehe ist durch meinen momentanen Zustand gefärbt. Da gebe ich euch vollkommen Recht. Aber dann gibt es da noch die andere Erfahrung,
    in der sich die Grenzen für eine gewisse Zeit teilweise auflösen. Da sind dann keine Projektionen mehr, keine Assoziationen, nichts dergleichen. Aber was soll's. Es ist auch nur ein netter Nebeneffekt meiner
    Praxis. Ob nun echt, oder nur "geist gemacht", das macht für mich dabei keinen Unterschied. Mir reicht was ich dabei erkenne.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Axel Benz
    Gast
    • 24. Januar 2014 um 15:28
    • #1.682

    Da es ja gerne so hingestellt wird, als sei die Idee eines Säkularen Buddhismus das Hobby von Batchelor und seiner Groupies, hier ein Interview mit einem Kagyü-Mönch:
    http://secularbuddhism.org.nz/what-i-do-know…-got-this-life/

  • Jikjisa
    Gast
    • 24. Januar 2014 um 18:30
    • #1.683

    ja, er ist wenigstens vertrauenswürdig, wenn er auch ebenso von der alten britischen schulung und internatierung so geschädigt sein dürfte wie meine britischen und irischen bekannten in berlin die alle anti-religiös sind aus dem grund.

  • Ichbinderichbin
    Gast
    • 21. April 2014 um 13:12
    • #1.684

    Ich habe mich nun aufmerksam durch einen erheblichen Teil dieses Threads gekämpft und zum Thema "Säkularer Buddhismus" ausserhalb dieses Forums recherchiert. Gewonnen habe ich eine Erkenntnis und geblieben ist eine Frage und anstoßen möchte ich einen Gedanken:

    Die Erkenntnis: Es gibt wohl mehr Säkulare Buddhisten als man denkt und manchem wohl lieb ist.

    Die Frage: Warum wird der Säkulare Buddhismus von Buddhisten traditioneller Schulen so erbittert bekämpft?

    Der Gedanke: Wäre es nicht angemessen hier in diesem Forum unter "Buddhistische Schulen/Linien" neben den Unterforen zu den traditionellen Schulen ein Unterforum "Säkularer Buddhismus" einzurichten?

  • bel
    Gast
    • 21. April 2014 um 13:19
    • #1.685

    Willste das moderieren?

  • Ichbinderichbin
    Gast
    • 22. April 2014 um 10:49
    • #1.686

    ...danke. Zuviel der Ehre. An einem Mod-Job bin ich nicht interessiert. ;)

  • mukti
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    • 22. April 2014 um 14:00
    • #1.687
    Ichbinderichbin:

    Die Frage: Warum wird der Säkulare Buddhismus von Buddhisten traditioneller Schulen so erbittert bekämpft?

    Wer tut denn sowas?

    Ichbinderichbin:


    Der Gedanke: Wäre es nicht angemessen hier in diesem Forum unter "Buddhistische Schulen/Linien" neben den Unterforen zu den traditionellen Schulen ein Unterforum "Säkularer Buddhismus" einzurichten?

    Wurde bereits besprochen: http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=6&t=12640

    Schöne Grüße

    Mit Metta, mukti.


  • fotost
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    • 22. April 2014 um 14:25
    • #1.688
    mukti:

    ...
    Wurde bereits besprochen: http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=6&t=12640

    liebe Grüße mukti,

    ist Dir mal aufgefallen, wie viele der Mitglieder die sich in dem von Dir angeführten Thread gemeldet haben heute nicht mehr im Forum aktiv sind?

    Komplett abgemeldet oder einfach nicht mehr postend?

    Warum wohl?

  • Karnataka
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    • 22. April 2014 um 14:32
    • #1.689

    hab ein bisschen reingelesen bezüglich eigenem Forum... puh... ändert nichts daran, dass das Thema spannend ist.

    was mich persönlich beschäftigt, ist ein bestimmter Beitrag, den der Mahayana Buddhismus als nicht theistische Religion zur säkularen Ethik leisten kann. Denn es gibt eine religiöse und eine säkulare westliche Ethik. Während die säkulare westlich Ethik nach wie vor von Emotion und Affekt spricht, und diese gegenüber der Vernunft zu bestimmen versucht, zeigt der Buddhismus unter anderem, dass es eine Form von Meditation gibt, die dem Gebet nicht unähnlich ist, aber dennoch keine Begründung durch Gott braucht. So vermag der Mahayana Buddhismus in nicht theistischer Weise Mitgefühl und Liebe als Geisteszustand oder Stimmung für das Leben und die Bewältigung des Lebens zu verankern, zu fördern und mit „eigener Glückseligkeit“ in Einklang zu bringen. Insofern kann er einen sehr notwendigen Beitrag zum Säkularismus leisten.

    Für den Buddhismus als Religion ist jedoch Toleranz gefragt und ich sehe keinen Grund, wieso man nicht miteinander auskommen sollte.

  • mukti
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    • 22. April 2014 um 14:35
    • #1.690
    fotost:
    mukti:

    ...
    Wurde bereits besprochen: http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=6&t=12640

    liebe Grüße mukti,

    ist Dir mal aufgefallen, wie viele der Mitglieder die sich in dem von Dir angeführten Thread gemeldet haben heute nicht mehr im Forum aktiv sind?

    Komplett abgemeldet oder einfach nicht mehr postend?

    Warum wohl?

    Passt halt nicht so recht zusammen, ich habe z.B. auch kein Interesse an dieser säkularen Sache und würde daher keinen Grund sehen in einem solchen Forum teilzunehmen. Man muss sich ja deshalb nicht "erbittert bekämpfen".

    Liebe Grüße

    Mit Metta, mukti.


  • fotost
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    • 22. April 2014 um 14:58
    • #1.691
    mukti:

    .....
    Passt halt nicht so recht zusammen, ich habe z.B. auch kein Interesse an dieser säkularen Sache und würde daher keinen Grund sehen in einem solchen Forum teilzunehmen. Man muss sich ja deshalb nicht "erbittert bekämpfen".

    mukti
    Was passt nicht so recht zusammen?
    Dieses Forum und die Idee eines säkularen Buddhismus? Du und die Idee eines säkularen Buddhismus?

    Ok, es ist ehrlich zu sagen, daß Du kein Interesse daran hast. Ich akzeptiere es. Ich habe inzwischen auch das Interesse an vielen Dingen verloren, die für andere wichtig sind.

    Vielleicht ist das eine gemeinsame Plattform - wenn Du es nicht erbittert bekämpfen möchtest und es für andere wichtig ist - bist Du dafür, daß wir in Buddhaland ein Unterforum unter Buddhistische Schulen/Linien bekommen für einen säkularen Buddhismus?

    Es ist unheimlich schwer, mich zu erbittern :D - mittelfristig würde ich die Konsequenz der anderen ziehen, aber völlig ohne Er- oder Verbitterung.

  • mukti
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    • 22. April 2014 um 15:34
    • #1.692
    fotost:

    mukti
    Was passt nicht so recht zusammen?
    Dieses Forum und die Idee eines säkularen Buddhismus? Du und die Idee eines säkularen Buddhismus?

    Der Buddhaland-Admin hat einer Einrichtung als Schule nicht zugestimmt und zu mir und anderen hier passt die säkulare Idee nicht.

    fotost:

    Vielleicht ist das eine gemeinsame Plattform - wenn Du es nicht erbittert bekämpfen möchtest und es für andere wichtig ist - bist Du dafür, daß wir in Buddhaland ein Unterforum unter Buddhistische Schulen/Linien bekommen für einen säkularen Buddhismus?

    Dafür bin ich nicht, es ist mir beinahe egal, mit leichtem Übergewicht dagegen. Kein erbittertes Bekämpfen, nur ein harmloses kurzes Naserümpfen.

    _()_

    Mit Metta, mukti.


  • xxx
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    • 22. April 2014 um 19:04
    • #1.693

    Das Problem welches einem wie auch immer gearteten säkulären Buddhismus innewohnt ist die Ausgrenzung des Numinosen was gewissermassen seiner eigenen Kastrierung gleichkommt. http://de.wikipedia.org/wiki/Numen

    Ist doch dieses sogenannt "Numinose" (s.o.) eine der stärkste gestalterische Kraft des Geistes und zudem dem Bewusstsein meist verborgen . Wer "es" von vornherein verdrängt, "es" quasi herausschneidet wird "es" nicht erkennen können und "es" so auch nicht zügeln.
    Er wird nie wirklich tief in den Geist eindringen, "vipassana" verpassen und "Nibbhana" nie verwirklichen.

    Von mir aus könnt ihr aber ruhig ein Unterforum säkularer Buddhismus einrichten. Den meisten werden obige Worte eh zu abgehoben erscheinen und sollen auch nicht Argument gegen ein solches Unterforum sein; eher ein Votum sich überhaupt erst gar nicht damit zu beschäftigen :D .

    Abgesehen von meinem obigen Kommentar wüsste ich - allgemeinen betrachtet - gar nicht was in einem Unterforum "säkularer Buddhismus" spezifisch zu diskutieren wäre was nicht auch unter "Allgemeines zum Buddhismus" oder unter "Religion und Philosophie" abgehandelt werden könnte.

  • Jojo
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    • 22. April 2014 um 20:40
    • #1.694
    Bakram:

    Das Problem welches einem wie auch immer gearteten säkulären Buddhismus innewohnt ist die Ausgrenzung des Numinosen was gewissermassen seiner eigenen Kastrierung gleichkommt. http://de.wikipedia.org/wiki/Numen


    Kommt drauf an, wie du "das Numinose" definierst. "Das Wunder des Seins" - wieso sollte man das aus einem säkularen Buddhismus raushalten? Das "gestaltlose Göttliche" - da könnte sich schon eher säkularer Widerspruch regen, m.E. aber nur hinsichtlich des Begriffes, nicht hinsichtlich des Benannten. Letztlich ist es doch nur eine Terminologie-Diskussion. Worum es geht, das ist das Nicht-Nennbare, und wieso sollte man sich zum Verteidiger eines Begriffes machen, der in sich nur ein Hinweisschild ist?

    Zitat

    Ist doch dieses sogenannt "Numinose" (s.o.) eine der stärkste gestalterische Kraft des Geistes


    Was meinst du hier genau? Eine Kraft, die den Geist gestaltet? Oder eine Kraft, die der Geist zum Gestalten (von was auch immer) nutzt? Wenn ja, wo kommt die her?

    Zitat

    Wer "es" von vornherein verdrängt, "es" quasi herausschneidet wird "es" nicht erkennen können und "es" so auch nicht zügeln.


    jetzt bin ich völlig verwirrt. Muss man die Kraft des Nicht-Nennbaren zügeln? Ich dachte, man muss seine Impulse zügeln.
    Bitte entschuldige, ich bin noch nicht so weit gekommen auf dem WEg, dass ich das selber nachprüfen könnte. Ich bin neugierig.

    Zitat

    Abgesehen von meinem obigen Kommentar wüsste ich - allgemeinen betrachtet - gar nicht was in einem Unterforum "säkularer Buddhismus" spezifisch zu diskutieren wäre was nicht auch unter "Allgemeines zum Buddhismus" oder unter "Religion und Philosophie" abgehandelt werden könnte.


    Da stimme ich Dir zu. Es macht am meisten Gaudi, da zu sein, wo sich alle treffen.

  • xxx
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    • 22. April 2014 um 20:47
    • #1.695
    Jojo:

    Ich dachte, man muss seine Impulse zügeln.

    Was denkst Du, wo kommen die Impulse her ? Impulse entstehen nicht einfach so zufällig, sie entstehen bedingt.
    Unkraut vernichtet man ja auch besser indem man es an der Wurzel packt und nicht einfach nur an der Blüte zupft. Um die Wurzeln zu finden muss man jedoch tiefer graben und sich dabei nicht scheuen seine Hände schmutzig zu machen.

  • Jojo
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    • 22. April 2014 um 20:54
    • #1.696
    Bakram:

    Was denkst Du, wo kommen die Impulse her ? Impulse entstehen nicht einfach so zufällig, sie entstehen bedingt.
    Unkraut vernichtet man ja auch besser indem man es an der Wurzel packt und nicht einfach nur an der Blüte zupft. Um die Wurzeln zu finden muss man jedoch graben, sich die Hände schmutzig machen.


    Ja, klar. Die Impulse kommen aus dem Zusammenspiel von Körper (Skandhas), Körperumfeld (Objekte) und (Raum-) Zeit. Diese Bedingungen gehen zurück ins Anfangslose, von dem ich mir keinen Begriff machen kann, warum ich im Sitzen beim Körper und im Augenblick bleibe.

    Edith: Es ist vielleicht ein Problem bei diesem Austausch, dass ich nicht jenseits meiner Körpergrenzen gucken kann.
    Also kann ich allen Argumentationen in diese Richtung nicht folgen... :(

    Einmal editiert, zuletzt von Jojo (22. April 2014 um 21:13)

  • Bettler
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    • 22. April 2014 um 21:03
    • #1.697
    Axel Benz:

    Da es ja gerne so hingestellt wird, als sei die Idee eines Säkularen Buddhismus das Hobby von Batchelor und seiner Groupies, hier ein Interview mit einem Kagyü-Mönch:http://secularbuddhism.org.nz/what-i-do-know…-got-this-life/

    Das Mangala Sutta, auf das sich der gute Mann so intensiv bezieht, beginnt halt nur leider mit einer "gewissen Gottheit von großer Schönheit". Also, alles ein kräftiges Mißverständnis ...

  • xxx
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    • 22. April 2014 um 21:59
    • #1.698
    Jojo:

    Es ist vielleicht ein Problem bei diesem Austausch, dass ich nicht jenseits meiner Körpergrenzen gucken kann.

    Du musst gar nicht so weit suchen. Skandhas reichen weiter als du vielleicht denkst.

  • mukti
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    • 22. April 2014 um 22:20
    • #1.699
    Bakram:


    Abgesehen von meinem obigen Kommentar wüsste ich - allgemeinen betrachtet - gar nicht was in einem Unterforum "säkularer Buddhismus" spezifisch zu diskutieren wäre was nicht auch unter "Allgemeines zum Buddhismus" oder unter "Religion und Philosophie" abgehandelt werden könnte.

    Außerdem kann man ja eine "geschlossene Gruppe" dafür gründen, es hat auch eine gegeben, ist aber wieder aufgelöst worden. Es geht bei dieser Einrichtung als Schule wohl nur darum, ein Zeichen der Gleichwertigkeit mit den traditionellen Schulen zu setzen.

    Mit Metta, mukti.


  • Karnataka
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    • 23. April 2014 um 12:10
    • #1.700

    Dem Dalai Lama zufolge können drei Bereiche einer Religion unterschieden werden: ein metaphysischer, ein ethischer und ein kultureller Bereich (ästhetische Angelegenheiten, besondere Rituale und so).
    Was die Metaphysik betrifft, glaube ich, dass es für uns persönlich große Bedeutung hat, Antwort auf die Frage der Sterblichkeit zu finden. Ich betrachte es aber auch als eine persönliche Entscheidung, Erfahrung oder Erkenntnis. Logische Analyse oder Überredung sind nur bedingt hilfreich.

    Den zweiten Bereich, nämlich die Ethik, sehe ich anders. Hier stört es mich, offen gesagt, wenn Begründungen auf Gott oder sonst etwas verweisen. Damit meine ich aber nicht, dass sie unbedingt falsch wären, sondern ich glaube, dass metaphysische Begründungen ein Nachdenken verhindern können. Genau genommen würde jedoch ein säkularer Buddhismus, der zumindest den ersten Bereich zur beliebigen Privatsache erklärt, mit Sicherheit nicht alle Probleme aus der Welt schaffen, denn unterschiedliche geistige Zugänge würden sich nur auf einer anderen Ebene bekämpfen und spalten. Denn es gibt dann noch immer die gleichen, völlig unterschiedlichen, Sichtweisen, etwa die analytische Sichtweise („verengte, herzlose Rationalität, der alle menschlichen Werte entgleiten“), die dogmatische Sichtweise („schließt von der langfristigen Schlechtigkeit gewisser Freuden auf die prinzipielle Schlechtigkeit aller Freuden“), die emotionale Sichtweise („heizt mit Moralisieren jede Auseinandersetzung unnötig auf“), die prophetische Sichtweise („redet unverständlich und glaubt, er sei sonst was“) usw.

    Insgesamt stünde ein säkularer Buddhismus sicher in der Gefahr, dass er analytisch dominiert würde. Das scheint zumindest die säkulare Ethik zu zeigen, wo es darum geht, Begriffe zu definieren und wo die logische Methode allen anderen Zugängen vorgezogen wird, sodass am Ende gar nicht mehr meditiert wird, wozu auch? Dann würde schlussendlich nur noch „wertfrei“ oder wissenschaftlich über die anderen buddhistischen Schulen geurteilt. Als eine solche Buddhismuskunde könnte man aber auch keine Ethik mehr betreiben, außer dass man eben seine Privatmeinung äußert oder andere Wissenschaften besserwisserisch auslegt. Damit hätte sich die Sache dann erledigt.

    Die positive Möglichkeit wäre aus meiner Sicht dagegen, jene säkulare Ethik, die der Dalai Lama in Rückkehr zur Menschlichkeit (Das Buch der Menschlichkeit, Gefühl und Mitgefühl, Führen, Gestalten Bewegen usw.) aufgezeigt und systematisch erfasst hat, als Grundlage zu nehmen und den darin enthaltenen Themenkatalog abzuarbeiten. Diese Ethik braucht ihre Herkunft aus dem Buddhismus nicht zu verleugnen. Dabei ist das Verhältnis zu allen Religionen in Das Herz der Religionen dargestellt. Philosophisch kann sie zwar als Tugendethik in der Linie von Aristoteles eingeordnet werden, doch ist sie klar eigenständig. Denn aufgrund der buddhistischen Weisheit und Methode, die Eingang findet, unterscheidet sich der Zugang deutlich von westlicher oder theologischer Ethik. Karma und Wiedergeburt spielen jedoch keine Rolle.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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