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Anfängerfragen über Lehrer/Bodhisattvas Taten/Tiere

  • Mabuttar
  • 22. September 2008 um 20:00
  • Zum letzten Beitrag
  • Dorje Sema
    Gast
    • 23. September 2008 um 19:16
    • #51
    Bishafu:

    Hallo Dorje Sema,
    ich stimme insofern zu, als dass ich mich (auch bei dir) gegen das Wort "überwinden" bin.

    Dorje Sema:

    wenn "dem Geist" auch noch komplett seine Ichheit abhanden


    Wie ist das möglich? Da ist doch unser eigentlicher Streitpunkt.
    Die einen sagen dazu müßte etwas getan werden (Überwinden). Die anderen sagen dazu sei nötig die Dinge so zu sehen wie sie sind.
    ich frage dich: Was muß ich tun um die um die

    Zitat

    Untrennbarkeit von allen fühlenden Wesen geschweige denn ein leer-sein oder seine Soheit als klarheit der Bewusstheit

    zu erfahren?
    Liebe Grüße
    Bishafu

    Dorje Sema:

    Ich Grüsse Euch Ganz Rechtherzlich ,

    meiner Ansicht nach kann Leid / leiden nicht überwunden werden solange
    wie der denkende/fühlende Geist an Ich und Mein und Du festhält .
    Da er nicht seine transpersonale Ebene erfährt fasst er sich als ein Einzelnes
    auf und erfährt somit nicht bewusst seine Untrennbarkeit von allen fühlenden Wesen geschweige denn ein leer-sein oder seine Soheit als klarheit der Bewusstheit , wenn "dem Geist" auch noch komplett seine Ichheit abhanden
    kommt was soll dann wiedergeboren werden , das leere ?

    Mit Ganz Freundlichen Grüssen
    Dorje Sema

    Alles anzeigen

    Man Kann nichts dafür tun und nichts dagegen , ausser die Samadhis zu
    verwirklichen /erfahren , dies ist ja der Grund warum wir uns Hornhaut auf die Backen sitzen . Unerleuchtete können die Sichtweise erlernen , haben selbige
    aber noch nicht realisiert , andere werden einfach zu einem Sadhana
    angewiesen und erreichen spontan Verwirklichung , das ist alles - es erfordert
    viel Geduld da die Gedanken sich selbst befreien , die Methode brauch ich
    Dir wohl nicht darzulegen ? Und die Mittel hast Du auch , ich glaube
    bei Euch heisst das ZaZen - Samadhi frage hier bitte bel oder Taishan da ich mit der Praxis des Zen nicht so vertraut bin - ich meine es hatte etwas mit
    hishiryo zu tun ?
    Überwinden ( mangels besseren Vokabular ) schlag mir einen anderen Begriff
    vor ?

    Mit Ganz Freundlichen und Lieben Grüssen
    Dorje Sema

  • KarmaJigmeDorje
    Gast
    • 23. September 2008 um 19:33
    • #52
    Snake_Dance:
    Zitat

    Ich Grüsse Dich Ganz Rechtherzlich Bishafu

    und jetzt das ganze mit einem Rückwärtssalto noch einmal ;)

    Mit Ganz Lieben und Freundlichen Grüssen
    Dorje Sema


    :lol:

    ....Klasse Dorje Sema !

    Alles Liebe

    Alles anzeigen

    hihi:-))))))) Ich bin unschuldig!!!!!!
    Jigme Dorje

  • KarmaJigmeDorje
    Gast
    • 23. September 2008 um 19:40
    • #53

    Hi Bel,

    Zitat

    Der "Nächste" ist eben auch "nicht derselbe" und auch "kein anderer".

    Ganz genau! Sag ich doch! Genau das sagt Ayya Khema auch. Berzin übrigens auch.

    Zitat

    "Dein" Leben ist doch schon das Leben aller, oder bist Du etwa von diesen getrennt?


    ist das theoretisch gewusst , oder erlebt?
    und nun: ab in die Gartenecke!
    Jigme Dorje
    als Gutenachtgeschichte:

    http://dhamma-dana.de/buecher/therav…0Geschichte.htm

  • bel
    Gast
    • 23. September 2008 um 20:52
    • #54
    KarmaJigmeDorje:

    ist das theoretisch gewusst , oder erlebt?


    Ich heb daran nicht mehr den geringsten Zweifel ;)

    _()_

  • KarmaJigmeDorje
    Gast
    • 23. September 2008 um 20:57
    • #55

    Bel, aufrichtig: das freut mich!
    Aber wer da erlebt ist "Bel", oder? und das hat seinen guten Grund. Was "Du" erlebst, kann niemals das ein, was "ich" erlebe.
    hier noch ein Text, der meinen Erfahrungen entspricht.
    mit liebem Gruß,
    Jigme Dorje

    Die buddhistische Erklärung der Wiedergeburt
    Alexander Berzin
    Morelia, Mexiko, Juni 2000
    http://www.berzinarchives.com/
    und teil 2: http://www.berzinarchives.com/web/de/archive…ry=wiedergeburt

    3 Mal editiert, zuletzt von Anonymous (23. September 2008 um 21:21)

  • Akuma
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    10. September 2008
    • 23. September 2008 um 21:01
    • #56
    Bishafu:


    Ja dies sind alles Dinge die kommen und gehen. Solche Dinge sind Teil jeder Meditation. "Faktoren" setzten aber immer im Verhältnis zu etwas anderes, z.B. "heute war meine Meditation aber 'schlecht': ich war aufgeregt (gestern war viel besser". Gerade das ist aber nicht hilfreich, weil es den Fluß der Meditation bremst und das Anhaften an gestern fördert.

    Stimme überein solche Gedankengänge sind kontraproduktiv, dennoch nimmt ein wacher Geist auch die verschiedenen Faktoren klar wahr.

    Zitat


    Wenn in der Meditation Fragen auftreten dann ist es doch so, dass diese sowohl für Anfängern wie Fortgeschrittenen neu sind. Der Meditierende kennt sich dann nicht in seiner inneren Welt aus. Ich sehe da keinen Unterschied zwischen Anfänger und Fortegeschrittenen, höchstens in der Anzahl der Fragen. Auch geht es in der Meditation und im Leben nicht darum Unwohlsein zu beenden. Die Phänomene kommen und gehen.

    Hmm war dir die Metapher nicht bekannt? o_O Kommt in den Sutras öfter vor.

    Bishafu:
    Akuma:

    Ohne Ziel gehen und Ankommen schliessen sich aus,


    Nein das ist das Paradoxe der Meditation, schöner Gedanke oder?

    Heutzutage gefällt das vielen, ändert aber nix dran, dasses nich stimmt und zu nichts führt als temporärer Entspannung.

    Zitat


    Es geht nicht um Nicht-Wollen sondern um SEIN

    In der Esoterik vielleicht aber nicht im Buddhismus.

    Zitat


    Nein, kein Anfang, kein Ende - kein Werden, kein Vergehen. Was du beschreibst ist eine Trennung zwischen Jetzt und Zukunft, zwischen Emotion und "objektiver Endpunkt". Diese Trennung ist willkührlich und falsch, denn alles ist mit allem verbunden: das Ziel ist jetzt (denn es besteht in deinem Kopf) und die Erwartung ist jetzt (denn sie besteht in deinem Kopf). Ohne "objektiver Endpunkt" keine Emotion. Wieso trennst du beides voneinander?

    Weil ein vorgestellter Reiskuchen nicht satt macht.

  • Bishafu
    Gast
    • 23. September 2008 um 21:08
    • #57
    Dorje Sema:


    Man Kann nichts dafür tun und nichts dagegen , ausser die Samadhis zu
    verwirklichen /erfahren , dies ist ja der Grund warum wir uns Hornhaut auf die Backen sitzen . Unerleuchtete können die Sichtweise erlernen , haben selbige
    aber noch nicht realisiert , andere werden einfach zu einem Sadhana
    angewiesen und erreichen spontan Verwirklichung , das ist alles - es erfordert
    viel Geduld da die Gedanken sich selbst befreien , die Methode brauch ich
    Dir wohl nicht darzulegen ? Und die Mittel hast Du auch , ich glaube
    bei Euch heisst das ZaZen - Samadhi frage hier bitte bel oder Taishan da ich mit der Praxis des Zen nicht so vertraut bin - ich meine es hatte etwas mit
    hishiryo zu tun ?
    Überwinden ( mangels besseren Vokabular ) schlag mir einen anderen Begriff
    vor ?

    Mit Ganz Freundlichen und Lieben Grüssen
    Dorje Sema

    Alles anzeigen


    Wunderbar, da sind wir ziemlich auf einer Linie oder ist es Erschöpfung? :lol: . Die Begriffe sind mir geläufig und Sadhana (ich liebe das Internet!) habe ich nachgeschlagen.
    Ein anderes Wort für "Überwinden"? Versuche es doch mal mit Auflösen.
    Liebe Grüße
    Bishafu

  • Akuma
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    10. September 2008
    • 23. September 2008 um 21:24
    • #58
    bel:
    Akuma:


    Augenblicke verschwinden in unwahrnehmbarer Geschwindigkeit, in welchem bist Du verweilt?


    Schon wahrnehmbar und immer in gerade diesem.

    Wenn Du in dem Augenblick bist, kannst Du ihn nicht wahrnehmen, weil Du um ihn wahrzunehmen ausserhalb von ihm sein müsstest.

    bel:
    Akuma:

    Du sagst Jetzt aber welches Jetzt ist das, das Deines Körpers, eines seiner Teile, oder vielleicht das Deines Geistes?


    Das alles bin "ich" zugleich. Auch das Kissen, die Matte, der Fußboden, woraus sie gemacht sind, was dafür angebaut wurde und derjenige der das tat usw., alles das kommt jetzt zusammen, ist jetzt Jetzt, falls irgendetwas fehlen würde, wäre jetzt was anderes.

    _()_

    "Ich" ist gekennzeichnet durch Permanenz, die beschriebenen Dinge kommen und gehen aber. Dann kommt und geht Dein Ich, dies müsstest Du bemerken, denn Du gehst dann ja schliesslich und kommst.

    Zitat


    Meinetwegen, ist ja auch schon alles da. Wohin willst Du also "ankommen"?

    Laut Buddhismus sind alle Dinge leer und haben kein bleibendes Sein, wie kannst Du sagen es wäre alles da?

  • Dorje Sema
    Gast
    • 23. September 2008 um 21:28
    • #59

    Dorje Sema hat geschrieben:Ich Grüsse Euch Ganz Rechtherzlich ,

    Zitat

    meiner Ansicht nach kann Leid / leiden nicht AUFGELÖST werden solange wie der denkende/fühlende Geist an
    Ich und Mein und Du festhält .
    Da er nicht seine transpersonale Ebene erfährt fasst er sich als ein Einzelnes
    auf und erfährt somit nicht bewusst seine Untrennbarkeit von allen fühlenden Wesen geschweige denn ein leer-sein oder seine Soheit als klarheit der Bewusstheit , wenn "dem Geist" auch noch komplett seine Ichheit abhanden
    kommt was soll dann wiedergeboren werden , das leere ?


    Ja , wunderbar Bishafu so klingt die Glocke gut , sampai
    Vielen Lieben Dank !!!

    Mit Ganz Freundlichen Grüssen
    Dorje Sema

  • bel
    Gast
    • 23. September 2008 um 21:34
    • #60
    KarmaJigmeDorje:

    Bel, aufrichtig: das freut mich!
    Aber wer da erlebt ist "Bel", oder? und das hat seinen guten Grund. Was "Du" erlebst, kann niemals das ein, was "ich" erlebe.


    Da ist kein "Ich", nur ein Namen, den man aus praktischen Gründen vergibt, das tut aber dem Erleben und den daraus folgenden Taten keinen Abbruch, ganz das Gegenteil ist der Fall. Das was Deine Erleben von meinem unterscheidet, sind recht unwesentliche Details, auch wenn wir so verschiedene Ansichten über "Wiedergeburt" haben, eben eben :) .

    KarmaJigmeDorje:

    hier noch ein Text, der meinen Erfahrungen entspricht.
    Die buddhistische Erklärung der Wiedergeburt .... Alexander Berzin .... Morelia, Mexiko, Juni 2000
    http://www.berzinarchives.com/

    Ja, sorry, aber meinen Erfahrungen eben nicht und auch nicht meinen Überlegungen und auch nicht, was bei uns gelehrt wird. Ich finde deshalb auch "Die Buddhistische Erklärung" ist mal wieder hochgestapelt, es ist eine Erklärung aus dem tibetischen Buddhismus und das wars dann auch schon.

    _()_

  • KarmaJigmeDorje
    Gast
    • 23. September 2008 um 21:43
    • #61

    Hi Bel,

    Zitat

    Das was Dein Erleben von meinem unterscheidet, sind recht unwesentliche Details


    hier stimme ich dir nicht zu, ich denke, dass die Unterschiede sehr groß sind, oder sein können. Zumindest ist mit viel Variablen zu rechnen, sodass die Psychologie und die Sozialwissenschaften nicht schlecht davon leben.

    Was nun die Überschrift von Berzin betrifft, da gebe ich Dir recht: hier hätte er besser differenzieren sollen und es als "tibetisch" eingrenzen müssen.
    Jigme Dorje

  • Bishafu
    Gast
    • 23. September 2008 um 21:45
    • #62
    Akuma:

    Hmm war dir die Metapher nicht bekannt? o_O Kommt in den Sutras öfter vor.


    Mag sein aber nicht in diesem Kontext ;)

    Zitat


    Es geht nicht um Nicht-Wollen sondern um SEIN

    Akuma:

    In der Esoterik vielleicht aber nicht im Buddhismus.


    stimmt ich korrigiere mich hier:
    Es geht nicht um Nicht-Wollen sondern um sein lassen. Verzeih meine Nachlässigkeit

    Bishafu:
    Akuma:


    Nein, kein Anfang, kein Ende - kein Werden, kein Vergehen. Was du beschreibst ist eine Trennung zwischen Jetzt und Zukunft, zwischen Emotion und "objektiver Endpunkt". Diese Trennung ist willkührlich und falsch, denn alles ist mit allem verbunden: das Ziel ist jetzt (denn es besteht in deinem Kopf) und die Erwartung ist jetzt (denn sie besteht in deinem Kopf). Ohne "objektiver Endpunkt" keine Emotion. Wieso trennst du beides voneinander?

    Weil ein vorgestellter Reiskuchen nicht satt macht.


    Genau, du traust der Sache nicht wirklich. Sobald man den Buddhismus tatsächlich umsetzt, könnte man verhungern ;) . Verstehe.
    Liebe Grüße
    Bishafu

  • bel
    Gast
    • 23. September 2008 um 21:51
    • #63
    Akuma:

    Wenn Du in dem Augenblick bist, kannst Du ihn nicht wahrnehmen, weil Du um ihn wahrzunehmen ausserhalb von ihm sein müsstest.


    Was ist denn das für ne Theorie? Es gibt überhaupt keinen Augenblick außerhalb von Wahrnehmung.
    Und hatte ich nicht erst letztens zitiert, daß "außerhalb von Erfahrungen" nicht zur Befeiung führt?

    Akuma:

    "Ich" ist gekennzeichnet durch Permanenz,


    Überhaupt nicht zwangsläufig, "ich" ist zunächst einmal nur ein Pronomen, das die "Dinge" mehr oder weniger praktisch beschreibt.

    Akuma:

    die beschriebenen Dinge kommen und gehen aber. Dann kommt und geht Dein Ich, dies müsstest Du bemerken, denn Du gehst dann ja schliesslich und kommst.


    Man kann von gehenden oder komenden Dingen nur sprechen, wenn man sie zueinander abgrenzt, also ihnen über den (völlig willkürlichen) Namen hinaus eine Permanenz zubilligt. Dies ist aber nicht der Fall, deshalb sind hat auch "Kommen" und "Gehen" nur in einer praktischen Konvention, willkürlich benannt, einen Sinn.
    Im Sinne des Dharmas haben sie aber nicht diese Praktikabilität, im Gegenteil, diese Trennung führt zum Leiden.

    Akuma:

    Laut Buddhismus sind alle Dinge leer und haben kein bleibendes Sein, wie kannst Du sagen es wäre alles da?

    Probleme mit "Leerheit"? Es ist überhaupt nur etwas da, weil die Dinge leer sind, weil es kein bleibendes Sein gibt.
    Das bedeutet aber auch, daß jedes "einzelne" leere "Ding" zugleich auch die Gesamtheit aller "Dinge" ist, denn wenn nur eines dieser "anderen" Dinge gefehlt hätte, gäbe es dieses "Ding" jetzt so nicht, in diesem einen "Ding" ist alles, was je geschah und auch alles, was je geschehen wird. Oder?
    ;)

    _()_

  • bel
    Gast
    • 23. September 2008 um 21:53
    • #64
    KarmaJigmeDorje:

    Hi Bel,

    Zitat

    Das was Dein Erleben von meinem unterscheidet, sind recht unwesentliche Details


    hier stimme ich dir nicht zu, ich denke, dass die Unterschiede sehr groß sind, oder sein können. Zumindest ist mit viel Variablen zu rechnen, sodass die Psychologie und die Sozialwissenschaften nicht schlecht davon leben.


    Natürlich in deren Kontext, aber ich rede ja vom Dharma.

    _()_

  • KarmaJigmeDorje
    Gast
    • 24. September 2008 um 10:04
    • #65

    Hi Bel,
    da bin ich doch eher einer Meinung mit dem Dalai Lama: sollte die Wissenschaft etwas heraus finden, was den Dharma widerlegt, dann muss der Dharma verändert werden. Das ist bislang nicht geschehen. Mein Hinweis auf die Subjektivität aller Erfahrungen, die nur begrenzt geteilt werden können, ist in den tibetischen Traditionen sehr genau verstanden worden. Diese wissenschaftliche Erkenntnis widerspricht auch nicht dem Dharma.
    Ich habe gerade erstaunliches über ZEN gelesen: 1) in Wiesbaden gibt es einen "erleuchteten Meister" unserer Zeit, das wusste ich ja gar nicht!
    2) ZEN entspringt zwar dem Buddhismus, ist aber kein Buddhismus, weil es eben alles ist. Aber dazu mehr in dem Thread:
    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?…&st=0&sk=t&sd=a
    Jigme Dorje

  • Akuma
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    10. September 2008
    • 24. September 2008 um 10:47
    • #66
    bel:
    Akuma:

    Wenn Du in dem Augenblick bist, kannst Du ihn nicht wahrnehmen, weil Du um ihn wahrzunehmen ausserhalb von ihm sein müsstest.


    Was ist denn das für ne Theorie? Es gibt überhaupt keinen Augenblick außerhalb von Wahrnehmung.
    Und hatte ich nicht erst letztens zitiert, daß "außerhalb von Erfahrungen" nicht zur Befeiung führt?

    Wahrnehmen kann man nur Objekte, wenn das Jetzt ein Objekt ist, muss das Objekt zwangsweise ausserhalb von mir sein, denn "Ich" ist Subjekt. Also bin ich nie im Jetzt. Was auch verständlich ist weil das Jetzt zwangsweise vor mir da ist, "Ich" dann daraus entstehe. tausende Male in der Sekunde. Daher hat dieser Zen Meister doch gesagt "Was Ihr als Selbst seht ist nichts als flackerndes Licht" (is glaub ichn Zitat ausm Shobogenzo)
    Daraus folgt, dass Nur-Sitzen nur von Erleuchteten praktiziert werden kann, alle davor müssen weiter fleissig den Spiegel polieren. Zu diesen beiden Gedichten hat Hsuan Hua in seinem Kommentar zum Shurangama eine recht einleuchtende Bemerkung gemacht im Bezug darauf, dass beide Gedichte richtig waren. Aber offtopic.


    Zitat

    "ich" ist zunächst einmal nur ein Pronomen, das die "Dinge" mehr oder weniger praktisch beschreibt.

    Ja. Ich ist aber zusätzlich auch eine Wahrnehmungsrichtung oder genauer gesagt eine Perspektive und eine Ansammlung aus Unter- und Unterunterbewussten Anhaftungen. Ein gedachtes "Ich" jetzt aber überall hin zu verteilen bis man meint "Ich bin alles" führt aber nicht zur Befreiung, das ist nur eine Verschiebung des Problems.

    Zitat
    Akuma:

    die beschriebenen Dinge kommen und gehen aber. Dann kommt und geht Dein Ich, dies müsstest Du bemerken, denn Du gehst dann ja schliesslich und kommst.


    Man kann von gehenden oder komenden Dingen nur sprechen, wenn man sie zueinander abgrenzt, also ihnen über den (völlig willkürlichen) Namen hinaus eine Permanenz zubilligt. Dies ist aber nicht der Fall, deshalb sind hat auch "Kommen" und "Gehen" nur in einer praktischen Konvention, willkürlich benannt, einen Sinn.
    Im Sinne des Dharmas haben sie aber nicht diese Praktikabilität, im Gegenteil, diese Trennung führt zum Leiden.

    Stimmt, aber das ist nicht die einzige Ursache dafür, sondern nur eine der Ursachen. Also kommt man aus dem Leiden nicht heraus indem man versucht sich vorzustellen wie es wäre, wenn diese Trennung nicht da wäre.

    Zitat
    Akuma:

    Laut Buddhismus sind alle Dinge leer und haben kein bleibendes Sein, wie kannst Du sagen es wäre alles da?

    Probleme mit "Leerheit"? Es ist überhaupt nur etwas da, weil die Dinge leer sind, weil es kein bleibendes Sein gibt.
    Das bedeutet aber auch, daß jedes "einzelne" leere "Ding" zugleich auch die Gesamtheit aller "Dinge" ist, denn wenn nur eines dieser "anderen" Dinge gefehlt hätte, gäbe es dieses "Ding" jetzt so nicht, in diesem einen "Ding" ist alles, was je geschah und auch alles, was je geschehen wird. Oder?
    ;)
    _()_

    Nein.

  • bel
    Gast
    • 24. September 2008 um 11:21
    • #67
    KarmaJigmeDorje:

    Hi Bel,
    da bin ich doch eher einer Meinung mit dem Dalai Lama: sollte die Wissenschaft etwas heraus finden, was den Dharma widerlegt, dann muss der Dharma verändert werden. Das ist bislang nicht geschehen. Mein Hinweis auf die Subjektivität aller Erfahrungen, die nur begrenzt geteilt werden können, ist in den tibetischen Traditionen sehr genau verstanden worden. Diese wissenschaftliche Erkenntnis widerspricht auch nicht dem Dharma.


    Man könnte den Dharma nicht Dharma nennen, wenn er nichts über diese Subjektivität hinausgehendes aufzeigen würde.
    Daß es Subjektivität gibt, ist eine weltläufige Meinung, dazu braucht es keinen Dharma, wie diese Subjektivität zu bewerten ist, ist aber eine Sache den Dharmas, und da ist Subjektivität aber nichts, was zur Unterscheidendung des "Erlebers" geeignet wäre.


    _()_

  • KarmaJigmeDorje
    Gast
    • 24. September 2008 um 11:35
    • #68

    Bel,
    tja, so ist das mit den Erleuchteten.... dann gehören sie auf einmal nicht dazu.
    achja: solange "Du" erlebst, tust du das als "Subjekt", erst wenn die Dualität überwunden ist, wird dies wohl anders sein, aber wem sag ich das! Etwas zu wissen und zu akzeptieren bedeutet nicht, es auch zu erleben. Damit wären wir wieder bei meiner Anfangsfrage.
    Jigme Dorje

  • bel
    Gast
    • 24. September 2008 um 15:44
    • #69
    KarmaJigmeDorje:


    achja: solange "Du" erlebst, tust du das als "Subjekt",


    Das ist eben nicht so, sondern simpel: solange ich mich als (getrenntes) Subjekt erlebe, erlebe ich so.

    KarmaJigmeDorje:

    erst wenn die Dualität überwunden ist,

    Da es eine Dualität zwischen Objekt und Subjekt tatsachlich nicht gibt, sondern nur willentlich aufgebaut wird, gibt es auch keine Dualität "zu überwinden", sondern man unterläßt einfach nur diese trennende Willungsäußerung. Das kann man jederzeit tun und deshalb gibt es auch nichts "Heiliges", kein entferntes, nämlich abgesondertes "Erleuchten", was der eine hätte und der andere nicht. Solche Ideen sind etwas ganz typisches für das Christentum, wo der Christus in eine unerreichbare Ferne als "einziger" Gottessohn entrückt wird, so ähnlich verhält es sich dann im Buddhismus mit Ideen von "Erleuchtung" und "Buddha", die auf den Sanktnimmerleinstag verschoben werden.

    KarmaJigmeDorje:

    Etwas zu wissen und zu akzeptieren bedeutet nicht, es auch zu erleben. Damit wären wir wieder bei meiner Anfangsfrage.

    Jeder erlebt das, der übliche Fall ist aber, daß er das im nächsten Moment schon wieder vergessen hat und mit seinem Alltagsgerümpel zudeckt. Dem zu entgegnen ist unsere Praxis ausgerichtet, das wars dann schon.

    _()_

  • KarmaJigmeDorje
    Gast
    • 24. September 2008 um 16:34
    • #70

    Hi Bel,

    Zitat

    Da es eine Dualität zwischen Objekt und Subjekt tatsachlich nicht gibt, sondern nur willentlich aufgebaut wird, gibt es auch keine Dualität "zu überwinden", sondern man unterläßt einfach nur diese trennende Willungsäußerung.

    dann viel Erfolg beim willentlichen abbbauen, wenn es nur so einfach wäre!
    Jigme Dorje

  • bel
    Gast
    • 24. September 2008 um 16:34
    • #71
    Akuma:

    Wahrnehmen kann man nur Objekte, wenn das Jetzt ein Objekt ist, muss das Objekt zwangsweise ausserhalb von mir sein, denn "Ich" ist Subjekt. Also bin ich nie im Jetzt.

    Du nimmst keine von Dir getrennten Objekte wahr, das könntest Du überhaupt nicht, eben wegen der Trennung, sondern im Augenblick des Erlebens (Berührung, Phassa, siehe "Bedingtes Entstehen") verschmelzen Objekt, Sinnesorganleistung und Rezeption zu einem Sinnesbewußtseins-"Objekt" und das ist schon überhaupt nicht "außerhalb".
    Das Ideenkonstrukt, das das im Westen beleuchtet, nennt sich "Konstruktivismus".

    Akuma:

    Was auch verständlich ist weil das Jetzt zwangsweise vor mir da ist, "Ich" dann daraus entstehe. tausende Male in der Sekunde.

    Du entstehst nicht daraus, Du bist das.

    Akuma:

    Daraus folgt, dass Nur-Sitzen nur von Erleuchteten praktiziert werden kann, alle davor müssen weiter fleissig den Spiegel polieren.


    So was gibt es in der südlichen Schule nicht. Welche Argumente Hsuan Hua vorbringt will ich gerne prüfen, wo hast Du es denn her?

    Akuma:

    Ein gedachtes "Ich" jetzt aber überall hin zu verteilen bis man meint "Ich bin alles" führt aber nicht zur Befreiung, das ist nur eine Verschiebung des Problems.

    Das war nur ein philosophischer Exkurs, der sich aus einer Deiner Frage ergab, nämlich welches "der Teile" ich sei. Das dies keine Formulierung ist, die zur "Befreiung führt", hatte ich auch schon an aderer Stelle gesagt gesagt, will man es praktisch formulieren, sagt man besser: "nicht getrennt" und das kann man jeden Augenblick tun, eben ohne Verschiebung.

    Akuma:

    Also kommt man aus dem Leiden nicht heraus indem man versucht sich vorzustellen wie es wäre, wenn diese Trennung nicht da wäre.

    Nicht vorzustellen sondern so zu handeln, ganz praktisch.

    Akuma:

    Nein.


    Was "Nein"?

    _()_

  • bel
    Gast
    • 24. September 2008 um 16:35
    • #72
    KarmaJigmeDorje:

    Hi Bel,

    Zitat

    Da es eine Dualität zwischen Objekt und Subjekt tatsachlich nicht gibt, sondern nur willentlich aufgebaut wird, gibt es auch keine Dualität "zu überwinden", sondern man unterläßt einfach nur diese trennende Willungsäußerung.

    dann viel Erfolg beim willentlichen abbbauen, wenn es nur so einfach wäre!
    Jigme Dorje

    Unterlassen. Jetzt.

    _()_

  • KarmaJigmeDorje
    Gast
    • 24. September 2008 um 16:39
    • #73
    bel:
    KarmaJigmeDorje:

    Hi Bel,


    dann viel Erfolg beim willentlichen abbbauen, wenn es nur so einfach wäre!
    Jigme Dorje

    Unterlassen. Jetzt.

    _()_


    Dir auch noch einen schönen Tag!
    Jigme Dorje

  • bel
    Gast
    • 24. September 2008 um 16:43
    • #74
    KarmaJigmeDorje:

    Dir auch noch einen schönen Tag!


    Er ist wunderschön, heute besonders - und jetzt geh ich in den Garten Laub harken - Dir auch gute Verrichtung.

    _()_

  • Equilibrium
    Gast
    • 24. September 2008 um 17:00
    • #75
    Mabuttar:

    Hi, ich interessiere mich schon seit einigen Jahren mit Buddhismus (bin allerdings auch dem Christentum sehr zugeneigt) und möchte jetzt tiefer einsteigen. Trotzdem sehe ich mich noch als Anfänger. Ich hoffe, dass ihr mir direkte verständliche (ok hängt auch von mir ab) Antworten auf meine Fragen geben könnt.

    1.Brauche ich einen Lehrer aus Fleisch und Blut? Finde ich keinen, ist der Weg nicht möglich?
    Dagegen spricht doch, dass Buddha es ohne richtige Lehrer schaffte (ok die Hindulehrer, aber er entdeckte es ja als Irrweg)
    Oder kann ich mit Lehrer auch dieses Forum, Bücher und Schriften meinen?


    Viele werden dir bestätigen, dass ein Lehrer von Nöten ist oder zumindest hilfreich. Dem Stimme ich zu, ein Lehrer kann helfen, Probleme "aus der Welt zu schaffen", die du alleine nur schwer bewältigen kannst.
    Aber höre grundsätzlich anderen aufmerksam zu, manche Dinge sind auch von Wert, die nicht von einem Lehrer stammen. Im Prinzip kannst du von allem lernen, wenn du aufmerksam durch die Welt schreitest.

    Zitat

    2. Da ich dem (ur)christlichem Glauben sehr zugeneigt bin (nicht dem katholischen) interessiere ich mich für den Mahayana-weg. Wie hilft ein Bodhisattva anderen Wesen? Was für Möglichkeiten hat er nach der "Erleuchtung", welche er nicht vorher hat?
    Wie hilft Meditation anderen Lebewesen? Oder muss Meditation nicht anderen helfen, sondern nur mir z.B. die Klarheit geben, um später anderen zu helfen? Was haltet ihr in dem Zusammenhang von "Extremmeditation" (z.B. mehr wie 6 Stunden am Tag), Buddha sprach sich doch gegen Extreme aus und 2. Hat man da doch weniger Zeit für die Gemeinschaft und soziales.


    Die Frage, wie ein Bodhisattva hilft, hängt von der jeweiligen Situation ab. Er wird stets zum Wohle aller Wesen, also nicht nur Menschen handeln und unheilsames vermeiden, in jeglicher Beziehung. Nun, ich habe einige Texte gelesen und die Erleuchtung hilft dem Bodhisattva insofern, dass er weiß, wie er die jeweiligen Menschen mit ihren subjektiven Ansichten von ihrem Leid befreien kann.
    Zu der Meditationsfrage: In erster Linie soll die Meditation helfen, Klarheit, Gleichmut und Weisheit zu festigen, also essentielle Dinge, die dir auf dem Pfad helfen.

    Zitat

    3. Wie kann ein Tier (z.B. mein Kater) die Erleuchtung erlangen? oder ein Mensch werden?

    Ein großes Rätsel für mich ist noch immer die Reinkarnation, aber da forsche ich für mich noch nach, gibts hier ja auch noch einiges dazu zu lesen.


    Dein Kater kann insofern Erleuchtung erlangen, als dass er als Mensch wiedergeboren wird und dann dem Pfad folgt. Als Tier selbst ist es höchst unwahrscheinlich dass er Erleuchtung erfährt, ich wüsste da keinerlei Möglichkeit, als Tier die Erleuchtung zu erfahren. Das Tier kann durch einen Verdienst wieder ein Mensch werden. Es ist wahrscheinlich schwer möglich, aber ich sehe dennoch Chancen dafür, auch wenn die Absichten des Tieres, die zu der heilsamen Handlungen führen, andere sind.
    Lieben Gruß

    Equilibrium _()_

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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