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  1. Buddhaland Forum
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Theravada und Kräuter

  • kenjukate
  • 25. Mai 2013 um 20:58
  • Zum letzten Beitrag
  • kenjukate
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    • 25. Mai 2013 um 20:58
    • #1

    Hallo Leute,

    Darf man als Theravada-Buddhist Kräuter sammeln um sich selbst und anderen damit zu nutzen?. Weil es heißt in den fünf Silas(freiwilligen Selbstverpflichtungen) nicht zu töten und wenn ich eine Pflanze pflücke töte ich sie dann nicht? Aber wenn ich sie pflücke um mir und anderen damit Gutes zu tun, zum Beispiel einen wohltuenden Tee zu zubereiten ist das dann in Ordnung im Theravada oder nicht? Was meint ihr dazu?

    Gruß

    Patrick

  • Lirum Larum
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    • 25. Mai 2013 um 21:00
    • #2

    In erster Linie geht es um das Töten von Lebewesen.
    Dazu werden Pflanzen nicht gezählt, weil man sonst verhungern müsste - und dann hätte man auch jemanden getötet (sich selbst).

    Außerdem, gärtnerisch betrachtet, tötet man eine Pflanze erst, wenn man sie mit Strunk und Stiel restlos ausreißt. Das ist in Wirklichkeit nicht einfach, eine Pflanze zu töten. Blumen und Blätter sind nur Pflanzenteile.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • Jazzica
    Gast
    • 25. Mai 2013 um 21:13
    • #3

    aber das würde bedeuten, dass man das bein einer kuh essen dürfte, wenn sie danach weiterlebt :shock:

  • Lirum Larum
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    • 25. Mai 2013 um 22:53
    • #4
    Jazzica:

    aber das würde bedeuten, dass man das bein einer kuh essen dürfte, wenn sie danach weiterlebt :shock:


    Würde es das? :)
    Wo steht denn "Quälen kannst Du die Tiere ruhig, aber nicht töten."

    Wenn man Pflanzen abschneidet, wird das Wachstum angeregt. Siehe ein Rasen z.B.

    Das wäre eine interessante Diskussion für ein Veganerforum.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • freeman
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    • 25. Mai 2013 um 23:35
    • #5

    ---

    kenjukate:

    Hallo Leute,

    Darf man als Theravada-Buddhist Kräuter sammeln um sich selbst und anderen damit zu nutzen?. Weil es heißt in den fünf Silas(freiwilligen Selbstverpflichtungen) nicht zu töten und wenn ich eine Pflanze pflücke töte ich sie dann nicht? Aber wenn ich sie pflücke um mir und anderen damit Gutes zu tun, zum Beispiel einen wohltuenden Tee zu zubereiten ist das dann in Ordnung im Theravada oder nicht? Was meint ihr dazu?

    Gruß

    Patrick


    Soweit ich informiert bin, empfindet ein Kopfsalat oder auch ein Kraut keinen Schmerz, keine Angst, kein Leiden und somit auch keinen Fluchtinstinkt, denn beides hat kein zentrales Nervensystem, wie ein Mensch oder Tier. Und ein Kopfsalat oder Kraut muss, im Gegensatz zu uns und den Tieren, in der Regel nicht töten, um zu leben, da sie sich von Mineralien, Wasser, Sonnenlicht, Luft und Liebe ernähren.

    Allerdings tötet man einen Kopfsalat, wenn man ihn pflückt und isst. Und auch ein Kraut tötet man, wenn man es isst (oder raucht). Als Mensch oder Tier muss man töten, um zu leben- das ist Samsara. Und dennoch sagte der Buddha, daß die menschliche Existenz jeder anderen, sogar der Existenz der Götter, vorzuziehen sei. Und warum? Weil wir als Menschen gute Aussicht darauf haben, den mittleren Weg zu finden und zu beschreiten und damit das Töten zu beenden, indem wir uns, auf dem achtfältigen Pfad wandelnd, aus dem Kreislauf Samsaras befreien.

    Die Verfechter der Substanz sind wie Kühe,
    die Anhänger der Leere noch schlimmer.

    Saraha

  • Sukha
    Gast
    • 26. Mai 2013 um 08:23
    • #6

    Es kommt darauf an, ob man Ordinierter oder Laie ist.

    Aus der Patimokkha:

    Zitat

    6. Pācittiyā-dhammā

    10. Welcher Mönch auch immer in der Erde gräbt oder
    graben läßt, muß dafür sühnen.

    Musāvādavaggo pañhamo

    11. Beschädigung von Pflanzen, muß gesühnt werden.

    19. Ein Mönch, der eine große Wohnstätte repariert,
    darf nur rund um den Türrahmen, zur Türbefestigung und
    um die Fenster herum, [immer wieder] Mauerputz auftragen.
    Auf das Dach kann er zwei oder drei Reihen Deckmaterial
    legen, während er nicht auf Pflanzungen tritt.
    Wenn er mehr als dieses auflegt, selbst wenn er dabei nicht
    auf Pflanzungen tritt, muß er dafür sühnen.

    20. Welcher Mönch auch immer wissentlich Wasser mit
    lebenden Tierchen auf Gras oder Tonerde ausgießt oder
    ausgießen läßt, muß dafür sühnen.

    ::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::::
    Zulassung (kappiya) für Obst, Pflanzen, Keime und Samen

    Ein Mönch vermeidet das Zerstören von Pflanzen in jedweder Form. (Pāc. Nr. 11; D Nr. 2). Samen und Kerne,
    die sich in der Nahrung befinden und von solcher Art sind, daß sie, wenn man sie in die Erde legt, keimen,
    solche soll man von einer nicht hochordinierten Person [B] auf diese Weise zulässig machen lassen. Der
    Mönch händigt sie der Person [B] aus, und spricht:
    "Mache dies zulässig." "Imaŋ kappiyaŋ karohi." (Pāc 35)
    Das kann man auch in jeder geläufigen Sprache sagen, so daß die Menschen es verstehen.
    Da Früchte, Samen usw., durch fünf Zulassungen für Einsiedler (samaṇakappa) benutzt werden können,
    sollen sie "überwältigt"* werden (parijitā):
    1) durch Feuer,
    2) mit einem scharfen Instrument, oder
    3) mit einem Fingernagel. (CV 109).
    Deswegen nimmt gewöhnlicherweise ein Messer, macht eine schneidende Bewegung durch die
    entsprechenden Samen, Frucht oder Kerne, und sagt dabei:
    "Es ist zulässig." (kappiyaŋ). (3 x) (Smps 560)
    Das Wort bhante (Ehrwürdiger Herr) wird manchmal dazu gefügt: kappiyaŋ, bhante.
    Wenn Früchte
    4) samenlos sind, kann man sie einfach benutzen, oder
    5) nach Entfernen der Samen [wie bei Trauben, Orangen usw.] (CV 109)

    Um diesen Punkt besser verstehen zu können, sei hier folgendes erwähnt: In Indien genießt der Einsiedler
    (samaṇa) höchste Verehrung. Daher erwartet die Gesellschaft von ihm ein höheres ethisches Verhalten. Daß
    er nicht direkt oder indirekt tötet, versteht sich fast von selbst. Da pflanzliches Leben von animistisch veranlagten
    Menschen genauso betrachtet wird wie tierisches, nämlich beseelt, muß er bzgl. keimfähiger Pflanzen,
    Samen usw., die er für innerliche oder äußerliche Anwendung an sich nimmt, besondere Vorsicht anwenden,
    um nicht des "Tötens" bezichtigt zu werden, denn: "die Menschen, o Mönche, haben die Wahrnehmung
    der Seele [Anima] (jīva-saññino) in einem Baum / / und ...in Gras". (Pāc 34 / / MV 137).
    Dieser animistische Glaube war weit verbreitet und ist es auch teilweise heute noch, weshalb der Buddha
    seine Schüler anwies, darauf Rücksicht zu nehmen. Er, der nicht animistisch war, erließ jedoch diese Regel
    damit sie harmonisch mit ihren Mitmenschen zusammenleben. Es geht daher mehr um die symbolische
    Förmlichkeit des Rituals zur "Entschärfung" des pflanzlichen Lebens als um eine tatsächliche Zerstörung
    durch Feuer usw. Diese Förmlichkeit jedoch nicht zu befolgen, bedeutet ein Pācittiyavergehen. (Pāc 35)

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    ()

  • Lirum Larum
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    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 26. Mai 2013 um 10:25
    • #7

    Ja.
    Gäbe es nur Ordinierte, gäbe es niemanden, der Medizin und Nahrungsmittel herstellt. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass das Herstellen von Dingen, die alle zum Leben brauchen, eine unheilsame Handlung sein kann.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • accinca
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    • 26. Mai 2013 um 11:29
    • #8
    Losang Lamo:

    Ja.
    Gäbe es nur Ordinierte, gäbe es niemanden, der Medizin und Nahrungsmittel herstellt. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass das Herstellen von Dingen, die alle zum Leben brauchen, eine unheilsame Handlung sein kann.


    Ist es ja auch für einen Bauer nicht.
    Aber ein Mönch der vorgibt Mönch zu sein aber
    wie ein Bauer lebt für den ist das unheilsam weil
    er was vorgibt was er nicht ist und sein Mönchsein
    nur ein holen Wort seiner Einbildung ist das er anderen
    gegenüber zur schau stellen möchte. Da nutzte es auch
    nicht wenn er dabei eine Kutte trüge.
    Sowas nennt man auch "scheinheilig".

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    • 26. Mai 2013 um 12:19
    • #9
    accinca:
    Losang Lamo:

    Ja.
    Gäbe es nur Ordinierte, gäbe es niemanden, der Medizin und Nahrungsmittel herstellt. Daher kann ich mir nicht vorstellen, dass das Herstellen von Dingen, die alle zum Leben brauchen, eine unheilsame Handlung sein kann.


    Ist es ja auch für einen Bauer nicht.
    Aber ein Mönch der vorgibt Mönch zu sein aber
    wie ein Bauer lebt für den ist das unheilsam weil
    er was vorgibt was er nicht ist und sein Mönchsein
    nur ein holen Wort seiner Einbildung ist das er anderen
    gegenüber zur schau stellen möchte. Da nutzte es auch
    nicht wenn er dabei eine Kutte trüge.
    Sowas nennt man auch "scheinheilig".

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    :) Ich sag doch: Ja.

    Die OP-Frage richtete sich jedoch nicht an Mönche sondern an die Allgemeinheit, von der nur ein verschwindend geringer Teil hier Mönche/Nonnen sind.

    Und Zen-Mönche sind auch wieder was anderes - das sollte man in diesem Forum auch respektieren.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • accinca
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    • 26. Mai 2013 um 13:00
    • #10
    Losang Lamo:

    Und Zen-Mönche sind auch wieder was anderes - das sollte man in diesem Forum auch respektieren.


    Zenisten sind sowieso was anderes und auch christliche
    Mönche sind was anderes, von anderen gar nicht erst zu reden.
    Die bezeichne ich aber auch nicht wirklich als "Mönche".

  • Lirum Larum
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    Buddh. Richtung
    Ich protestiere gegen den mangelnden Respekt vor den unterschiedlichen Traditionen.
    • 26. Mai 2013 um 13:03
    • #11

    Das ist natürlich Deine Sache, accinca, wie Du wen für Dich bezeichnest.
    Hier aber befindest Du Dich in einem traditions-übergreifendem allgemeinen buddhistischen Forum. Nach wie vor.

    :rainbow: Gute Wünsche für jede und jeden. :tee:


  • SpringMode5708
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    • 26. Mai 2013 um 13:26
    • #12
    Losang Lamo:

    Die OP-Frage richtete sich jedoch nicht an Mönche sondern an die Allgemeinheit

  • accinca
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    • 26. Mai 2013 um 14:09
    • #13
    Losang Lamo:

    Das ist natürlich Deine Sache, accinca, wie Du wen für Dich bezeichnest.
    Hier aber befindest Du Dich in einem traditions-übergreifendem allgemeinen buddhistischen Forum. Nach wie vor.


    Das eine hat aber mit dem anderen nichts zu tun.

  • Sukha
    Gast
    • 26. Mai 2013 um 19:13
    • #14
    Mirco:
    Losang Lamo:

    Die OP-Frage richtete sich jedoch nicht an Mönche sondern an die Allgemeinheit

    kenjukate:

    Darf man als Theravada-Buddhist

    Gibt es irgendwo im Theravada für Laien den Satz:

    "Du darfst nicht ......." ?

    ()

  • Peeter
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    • 26. Mai 2013 um 21:26
    • #15
    Losang Lamo:


    Und Zen-Mönche sind auch wieder was anderes - das sollte man in diesem Forum auch respektieren.

    Warum was anderes ?

  • Jazzica
    Gast
    • 26. Mai 2013 um 21:32
    • #16
    Losang Lamo:


    Würde es das? :)
    Wo steht denn "Quälen kannst Du die Tiere ruhig, aber nicht töten."

    Wenn man Pflanzen abschneidet, wird das Wachstum angeregt. Siehe ein Rasen z.B.

    Das wäre eine interessante Diskussion für ein Veganerforum.

    aber die pflanze, die gestutzt oder sonstewas wird, "blutet" und sie treibt aus, weil sie um ihr überleben kämpft. mehr blätter = mehr photosynthese. das ist ne sehr brutale art des unterstützens.

  • gbg
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    • 26. Mai 2013 um 21:35
    • #17
    Jazzica:
    Losang Lamo:

    aber die pflanze, die gestutzt oder sonstewas wird, "blutet" und sie treibt aus, weil sie um ihr überleben kämpft. mehr blätter = mehr photosynthese. das ist ne sehr brutale art des unterstützens.

    Alles was lebt könnte man naturwissenschafftlich sagen ist ein offenes System das seine Entropie niedrig hällt nur auf Kosten der Umwelt.

    Anders geht es leider nicht.

  • SpringMode5708
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    • 26. Mai 2013 um 21:39
    • #18

    Hallo Jessica,

    Jazzica:

    das ist ne sehr brutale art des unterstützens.

    bist Du Lichtesserin? Nein.

    Welche Nahrung hält Deinen Körper aufrecht,

    damit Du den Höheren Achtfachen Weg gehen kannst?


    Wundert sich,
    Mirco

  • gbg
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    • 26. Mai 2013 um 21:43
    • #19
    Mirco:

    Hallo Jessica,

    Jazzica:

    das ist ne sehr brutale art des unterstützens.

    bist Du Lichtesserin? Nein.

    Sogar das Abstrahlen von Licht erhöht die Gesammtentropie des Universums nicht erst Pflanzen die als offene Systeme dieses Licht aufnehmen und Tiere als offene Systeme die diese offenen Systeme als Nahrung aufnehmen und als Abfallsoffe niedrigerer Energie wieder abgeben.

  • gbg
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    • 26. Mai 2013 um 22:00
    • #20

    Aber schon um dem Hunger einer schnell wachsenden Erdbevölkerung (unser größtes Problem!) entgegenzuwirken wäre es besser Getreide als Kühe zu futtern.

    Das ist wie mit den Fischen. Der etwas größere Fisch frisst den etwas kleineren und wird von einem noch größeren Fisch gefressen. Dabei gehen Unmengen an Energie in Form von Wärme verloren.

    Also schon deshalb ist vegetarisch essen besser.

  • freeman
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    • 26. Mai 2013 um 22:03
    • #21

    ---
    Also Fakt ist, daß Pflanzen kein Zentralnervensystem haben und somit keinen Schmerz empfinden. Sie empfinden meiner Ansicht nach auch keine Angst, denn sie haben keinen Fluchtinstinkt (anders als z.B. Insekten, die zwar auch keinen Schmerz empfinden [kein zentrales Nervensystem!], aber dennoch weglaufen, wenn man sie töten will). Jedenfalls hab ich noch nie einen Kopfsalat weglaufen sehen. Allerdings würde ich ihnen ein Bewusstsein nicht unbedingt absprechen wollen. Ihr Bewußtsein allerdings richtet sich nur auf Wasser, Licht, Mineralien, also aufs Überleben, aufs Wachsen. Insofern "töten"" wir einen Kopfsalat, wenn wir ihn essen. Wir, als Menschen in einem körperlichen Dasein, können dem Töten im Samsara nicht entgehen. Allerdings hat Buddha einen Weg gelehrt, Samsara zu überwinden. Buddha hätte mit Sicherheit einen gewaltigen Unterschied gemacht zwischen dem Töten eines Kopfsalats und dem Töten z.B. eines Tieres oder Menschen. Wenn wir durch den Wald gehen, dann töten wir unwillentlich unzählige Kleinstlebewesen. Auch Gautama Buddha selbst konnte diesem unvermeidlichen Töten kaum entgehen, wenn er z.B. durch einen Wald lief. In unserem Körper werden täglich unzählige Bakterien, Mikroben etc. getötet. Das alles zeigt, wie sehr Samsara auf Töten und Nahrung basiert. Es ist die Uroboros-Schlange, die sich selbst frisst. Es ist der Kosmos, der sich selbst verschlingt- DAS ist Samsara.


    Bildquelle: http://www.forums.dfoggknives.com

    ... es gibt, wie ihr wisst, einen Weg dort hinaus, liebe Freunde :)


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    Die Verfechter der Substanz sind wie Kühe,
    die Anhänger der Leere noch schlimmer.

    Saraha

    2 Mal editiert, zuletzt von freeman (26. Mai 2013 um 23:00)

  • freeman
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    • 26. Mai 2013 um 22:05
    • #22
    gbg:

    Aber schon um dem Hunger einer schnell wachsenden Erdbevölkerung (unser größtes Problem!) entgegenzuwirken wäre es besser Getreide als Kühe zu futtern.

    Das ist wie mit den Fischen. Der etwas größere Fisch frisst den etwas kleineren und wird von einem noch größeren Fisch gefressen. Dabei gehen Unmengen an Energie in Form von Wärme verloren.

    Also schon deshalb ist vegetarisch essen besser.

    Du hast vollkommen Recht. Wir können dem Töten im Samsara nicht entgehen. Aber wir können es, auf dem edlen achtfältigen Pfad wandelnd, minimieren.

    Die Verfechter der Substanz sind wie Kühe,
    die Anhänger der Leere noch schlimmer.

    Saraha

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    • 26. Mai 2013 um 22:09
    • #23
    freeman:
    gbg:

    Aber schon um dem Hunger einer schnell wachsenden Erdbevölkerung (unser größtes Problem!) entgegenzuwirken wäre es besser Getreide als Kühe zu futtern.

    Das ist wie mit den Fischen. Der etwas größere Fisch frisst den etwas kleineren und wird von einem noch größeren Fisch gefressen. Dabei gehen Unmengen an Energie in Form von Wärme verloren.

    Also schon deshalb ist vegetarisch essen besser.

    Du hast vollkommen Recht. Wir können dem Töten im Samsara nicht entgehen. Aber wir können es, auf dem edlen achtfältigen Pfad wandelnd, minimieren.

    Zum Kosmos der sich selbst verschlingt:

    »Hier diese Gurke ist bitter.« Lege sie weg! »Hier ist ein Dornstrauch.« Geh ihm aus dem Wege! Weiter ist darüber Nichts zu sagen. Wolltest Du fortfahren und fragen: aber wozu in aller Welt ist solches Zeug? so würde Dich der Naturforscher gründlich auslachen, ebenso wie Dich der Tischler und der Schuster auslachen würde, wenn Du's ihnen zum Vorwurf machtest, dass in ihren Werkstätten Späne und Ueberbleibsel aller Art herumliegen. Mit dem Unterschiede, dass diese Leute einen Ort haben, wohin sie diese Dinge werfen, die Natur aber hat Nichts draussen. Sondern das Bewunderungswürdige ihrer Kunst besteht eben darin, dass sie, die sich lediglich selber begrenzt, Alles, was in ihr zu verderben, alt und unnütz zu werden droht, so in sich hinein verwandelt, dass sie daraus wieder anderes Neue macht, dass sie keines Stoffes ausser ihr bedarf und das faul Gewordene nicht hinauszuwerfen braucht.[110] Sie hat an ihrem eigenen Raume, an ihrem eigenen Material und an ihrer eigenen Kunst völlig genug."

    Marc Aurel

  • freeman
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    • 26. Mai 2013 um 22:15
    • #24

    ---
    Ja, es ist genau so, wie Marc Aurel es beschreibt: Die Natur verschwendet garnichts, nicht das geringste kleine Bischen. Wieviel dagegen verschwendet der moderne Mensch?!.........

    Die Verfechter der Substanz sind wie Kühe,
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    Saraha

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    • 26. Mai 2013 um 22:53
    • #25

    Man könnte sich ja auch fragen: "Hat ein Einzeller zum Beispiel eine Amöbe Bewußtsein?"

    Wir sind ja aus einer Urzelle entstanden und haben uns von den Pflanzen getrennt indem das was die Urzelle bei uns aufnahm zum Mitochondrium wurde und ein anderes bei den Pflanzen zum Chloroplasten.

    Zellen die sich zusammentun ursprünglich symbiontisch geben ihre Selbstbestimmtheit und ihre Kontrolle mE auf zugunsten des mehr als die Summe. So kam es denke ich zu uns bzw. unserem Bewußsein.

    P.S.: Eine Amöbe besitzt denke ich ein vorbewußtes Verhalten aber kein Bewußtsein.

    Am Anfang war nur der pure Selbsterhaltungswille der Wille zu überleben...

    P.S.: Unbedingte Voraussetzung für Leben ist Kompartimentierung d.h. eine Trennung von System und Umwelt zum Beispiel durch Membranen...

    2 Mal editiert, zuletzt von gbg (26. Mai 2013 um 23:01)

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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