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Der Buddha ausserhalb suchen

  • Kalden Yungdrung
  • 10. Mai 2013 um 16:53
  • Zum letzten Beitrag
  • Kalden Yungdrung
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 16:53
    • #1

    Tashi delek Buddhaland Freunde,


    Wie denkt ihr darüber,

    Wer nach der Buddha ausserhalb (von sich selbst sucht) wird ihn da nie finden
    He who is searching for the Buddha outside will never find him (there).

    Best wishes
    KY

  • freeman
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    • 10. Mai 2013 um 17:19
    • #2

    ---
    Dem schließe ich mich vorbehaltlos an. Der Weg, der Buddha ist in uns, nicht ausserhalb von uns:

    "In diesem klaftergroßen Körper erkläre ich Entstehung und Aufhebung der Welt..."


    LG,
    freeman

    Die Verfechter der Substanz sind wie Kühe,
    die Anhänger der Leere noch schlimmer.

    Saraha

  • tobias
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 17:39
    • #3

    Triffst du Buddha unterwegs dann töte ihn.

    dem kann ich mich anschließen auch wenn ich kein Zazen praktiziere.

    Liebe Grüße
    Tobias

  • freeman
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    • 10. Mai 2013 um 17:51
    • #4
    tobias:

    Triffst du Buddha unterwegs dann töte ihn.

    dem kann ich mich anschließen auch wenn ich kein Zazen praktiziere.

    Liebe Grüße
    Tobias

    Ok, ich habe noch nie einen Buddha getroffen und werde wohl auch nie einen treffen 8)

    Aber trotzdem:

    Wie lässt sich Deiner Ansicht nach diese von Dir zitierte Aufforderung, Buddha zu töten, mit der ersten Sila 1. Enthaltung vom Töten von Lebewesen, vereinbaren?


    Liebe Grüße,
    freeman

    Die Verfechter der Substanz sind wie Kühe,
    die Anhänger der Leere noch schlimmer.

    Saraha

  • tobias
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 17:55
    • #5

    Hi also ich bin kein Zen Praktizierender sondern ein Dzogchen Praktizierender.

    Aber das Zitat finde ich trotzdem passend.

    Es geht hier bei nicht um das töten eines Buddha oder eines Menschen o.ä.

    Mit dem Zitat ist gemeint, dass man die Projektionen bzw. Vorstellungen eines Buddha die man von innen nach außen bringt "töten" "ablegen" soll.

    Der Buddha existiert damit nur im eigenen Geist und nirgendwo sonst.
    Alles andere sind Trugbilder.

    Liebe Grüße
    Tobias

  • Sumedhâ
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 17:57
    • #6
    freeman:

    Wie lässt sich Deiner Ansicht nach diese von Dir zitierte Aufforderung, Buddha zu töten, mit der ersten Sila 1. Enthaltung vom Töten von Lebewesen, vereinbaren?


    es hat rein gar nichts mit dem töten von lebewesen zu tun... :D
    _()_
    .

  • freeman
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    • 10. Mai 2013 um 18:07
    • #7

    ---

    tobias:

    Triffst du Buddha unterwegs dann töte ihn.

    tobias:

    Es geht hier bei nicht um das töten eines Buddha

    Hi,

    was denn nun? Beide Auusagen widersprechen sich eindeutig, nicht wahr?

    "Töte den Buddha, wenn Du ihn triffst."- das ist ein Zitat aus dem Zen, nicht aus dem Dzogchen, richtig? Ein Zitat, das schnell zu Missverständnissen führen kann, wie u.a. die Geschichte des Samurai-Zen belegt (siehe z.B. http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=15&t=11540)

    tobias:

    ... dass man die Projektionen bzw. Vorstellungen eines Buddha die man von innen nach außen bringt "töten" "ablegen" soll

    Ich finde diese Formulierung weitaus weniger missverständlich. Und dennoch: Ich halte nichts vom töten, weder innen, noch aussen. Daher:

    Zitat

    Dass man die Projektionen bzw. Vorstellungen eines Buddha die man von innen nach außen bringt, ablegen soll.

    Töten ist immer Gewalt, nicht wahr? Man kann die eigenen Projektionen jedoch nicht mit Gewalt überwinden...


    Liebe Grüße,
    freeman

    Die Verfechter der Substanz sind wie Kühe,
    die Anhänger der Leere noch schlimmer.

    Saraha

  • Sukha
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 18:08
    • #8
    tobias:

    Der Buddha existiert damit nur im eigenen Geist und nirgendwo sonst.
    Alles andere sind Trugbilder.

    Siddhārtha Gotama .....mit dem späteren Titel/Bezeichnung "Buddha"... ein Trugbild?

    ()

  • Tsultrim Dorje
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 18:55
    • #9

    Wer den Buddha in sich sucht wird ihn nicht finden, denn wer zwischen Innen und Außen trennt, trennt sich vom Buddha. Wir können den Buddha nur in uns und außerhalb von uns finden und zwar in dem Augenblick in dem wir erkennen dass zwischen Innen und Außen keine Trennung besteht.

  • tobias
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 18:56
    • #10
    Zitat

    hi
    Siddhārtha Gotama .....mit dem späteren Titel/Bezeichnung "Buddha"... ein Trugbild?

    Wie sollte man Siddhārtha Gotama treffen?
    Alles was wir über ihn wissen existiert letztlich auch nur im eigenen Geist.
    Um diese Erkenntnis geht es mir. Es gibt keine objektive Wahrheit da draußen.
    Alles existiert nur im eigenen Geist.

    Ein Zen Praktizierender hat mir das Zitat mal folgendermaßen erläutert

    "Hör auf, dir irgend welche Vorstellungen zu machen, egal wie heilig oder erhaben sie auch sein mögen. Buddha gehört auch dazu. Hast du eine Vorstellung von, das ist heilig, das ist Buddha, dann töte sie; lass sie.
    Das Töten von Vorstellungen ist kein aktiver Akt. Wenn du eine Vorstellung als solche erkennst, wenn du erkennst, dass "das ist Buddha" nur eine Vorstellung ist, dann löst sie sich von selbst auf. Versuchst du aktiv Vorstellungen aufzulösen, hängst du an ihnen fest."

    Liebe Grüße
    Tobias

  • freeman
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    • 10. Mai 2013 um 19:17
    • #11
    tobias:

    Es gibt keine objektive Wahrheit da draußen.
    Alles existiert nur im eigenen Geist
    .

    tobias:

    Ein Zen Praktizierender hat mir das Zitat mal folgendermaßen erläutert

    "Hör auf, dir irgend welche Vorstellungen zu machen, egal wie heilig oder erhaben sie auch sein mögen

    Dann brauche ich also weder den Buddhismus, noch Meister, noch Gurus, noch Lehrer, noch Zen oder Zazen.
    Dann ist es Wurst, dann ist alles Wurst, alles Vorstellungswürste. Dann kann ich vom Briefträger genauso viel lernen, wie in jeder x-beliebigen Sangha. Sind ja bloß alles subjektive Vorstellungen, gibt ja keine objektive Wahrheiten.

    Zitat

    Es gibt keine objektive Wahrheit da draußen.
    Alles existiert nur im eigenen Geist
    .

    Dann ist diese Deine Auffassung bloß Deine subjektive Auffassung, richtig?

    Übrigens, warum schreibst Du gemeinsam mit anderen in einem Forum und teilst Deine subjektiven Auffassungen mit, wenn alles nur in Deinem eigenen Geist existiert?


    LG,
    freeman

    Die Verfechter der Substanz sind wie Kühe,
    die Anhänger der Leere noch schlimmer.

    Saraha

  • Sukha
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 19:35
    • #12
    tobias:

    Alles was wir über ihn wissen existiert letztlich auch nur im eigenen Geist.


    Warum glaubst Du den Leuten die Dir so etwas sagen/lehren?
    Es ist doch dann auch nur ihre Wahrnehmung von den Dingen, denen Du dann Glauben schenkst.
    Oder bist Du ein pacceka buddha?

    Übrigens, Du brauchst nicht antworten.
    Ich bin nur eine Illusion in Deinem Geist und bevor Du mich tötest ....... geh ich dann lieber wieder aus diesem gefährlichen Forenbereich raus ;)

    Liebe Grüße
    Sukha

  • tobias
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 19:42
    • #13
    Zitat

    Dann ist diese Deine Auffassung bloß Deine subjektive Auffassung, richtig?

    Ein Meister den ich sehr schätze sagte mal.
    Die zentrale Lernaufgabe im Bardo des Lebens ist zu erkennen dass alles nur im eigenen Geist entsteht.

    Es ist meine Auffassung meine Wahrnehmung blos weil andere Leute es scheinbar ähnlich wahrnehmen wie ich heißt es nicht dass es so ist. Denn auch diese Interpretation entsteht nur in meinem eigenen Geist.


    Zitat

    Übrigens, warum schreibst Du gemeinsam mit anderen in einem Forum und teilst Deine subjektiven Auffassungen mit, wenn alles nur in Deinem eigenen Geist existiert?


    Mir scheint deine Interpretation meiner Aussage zielt in eine nihilstische Richtung.

    Ich kann nicht leugnen dass es andere Menschen und andere Meinungen und Sichtweisen gibt. Kommunikation ist absolut notwendig für das menschliche überleben denke ich.
    Ich sage nicht dass wenn ich mir dir z.B. über dieses Thema jetzt spreche dass du nicht existierst. Ich sage nur dass du nicht objektiv also sozusagen "absolut" existierst.
    Das was ich als Du Freeman wahrnehme kommt nur aus meinem eigenen Geist. Es gibt keine Möglichkeit es absolut zu objektivieren. Selbst wenn andere meine Meinung über dich bestätigen kann ich mir dessen nicht 100 sicher sein. Da alles nur auf meiner Interpretation meiner Außenwelt beruht.
    Diese ist nicht objektivierbar.

    Liebe Grüße
    Tobias

  • Sukha
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 19:45
    • #14

    1
    Den Dingen geht der Geist voran; der Geist entscheidet:
    Kommt aus getrübtem Geist dein Wort und dein Betragen.
    So folgt dir Unheil, wie dem Zugtier folgt der Wagen.

    2
    Den Dingen geht der Geist voran; der Geist entscheidet:
    Entspringen reinem Geist dein Wort und deine Taten,
    folgt das Glück dir nach, unfehlbar wie dein Schatten.
    (Dhammapada ;) )

  • tobias
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 19:52
    • #15

    @ Sukha
    dem kann ich mich anschließen.

    Liebe Grüße
    Tobias

  • freeman
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    1. April 2013
    • 10. Mai 2013 um 20:03
    • #16

    ---

    tobias:

    Ein Meister den ich sehr schätze sagte mal.
    Die zentrale Lernaufgabe im Bardo des Lebens ist zu erkennen dass alles nur im eigenen Geist entsteht.

    Ist dieses Forum hier objektiv oder bloß subjektiv vorhanden? Ist der Regen draussen objektiv vorhanden oder bloß subjektiv? Entsteht der Regen draussen vor meinem Fenster bloß in Deinem Geist?!

    Ich kenne Leute, die sagen, ein Baum existiert nur solange, wie ich ihn als solchen wahrnehme. Ich gehöre nicht zu diesen Leuten. Der Baum existiert auch ohne mich.

    tobias:

    Mir scheint deine Interpretation meiner Aussage zielt in eine nihilstische Richtung.

    Ganz und garnicht. Das ist bloß Deine subjektive Auffassung :)

    tobias:

    Ich sage nur dass du nicht objektiv also sozusagen "absolut" existierst.

    Aber ich existiere auch ohne Deine Wahrnehmung, richtig? Das aber verstehe ich als "objektive" Existenz. Ich existiere vollkommen unabhängig von Deiner Wahrnehmung in Deinem Geist. So, wie Du vollkommen ohne meine Wahrnehmung existierst. Wenn Du morgen von einem Bus überfahren wirst und stirbst, dann sterbe ich nicht mit Dir, oder? Und ebenso, wenn ich morgen von einem Bus überfahren werde, dann wirst Du ohne mich weiter existieren, oder?

    tobias:

    Das was ich als Du Freeman wahrnehme kommt nur aus meinem eigenen Geist.

    Auch die Buchstaben, die Du von mir hier liest? Die sind doch immerhin objektiv vorhanden, oder?! Unter anderem sind diese objektiv vorhandenen Buchstaben immerhin die Grundlage dessen, was Du von mir überhaupt wahrnehmen kannst, nicht wahr?

    Was ist eigentlich Wahrnehmung? Ich verstehe Wahr-nehmung als ein Für-Wahr-Halten. Wenn ich gewisse Dinge nicht als objektiv für wahr halten würde, dann gäbs für mich keinen Grund, hier zu schreiben.

    Zum Beispiel sind die vier heiligen Wahrheiten des Buddha eine objektive, keine subjektive Wahrheit. Ich könnte hier unendlich viele objektive Wahrheiten aufzählen... wenn ich mehr Zeit hätte :)


    LG,
    freeman

    Die Verfechter der Substanz sind wie Kühe,
    die Anhänger der Leere noch schlimmer.

    Saraha

  • tobias
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 20:20
    • #17

    Ok Freeman
    ich denke ich habe deinen Standpunkt verstanden.
    Ich werde darauf jetzt nicht näher eingehen weil ich deinen Standpunkt so wie ich ihn verstehe akzeptiere.

    Liebe Grüße
    Tobias

  • Sukha
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 20:29
    • #18
    freeman:

    Was ist eigentlich Wahrnehmung? Ich verstehe Wahr-nehmung als ein Für-Wahr-Halten. Wenn ich gewisse Dinge nicht als objektiv für wahr halten würde, dann gäbs für mich keinen Grund, hier zu schreiben.

    Zu diesem Thema gibt es nen netten Vortrag:

    Wahrnehmung und Wahrheit

    ()

  • Kalden Yungdrung
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 20:42
    • #19
    freeman:
    tobias:

    Dann ist diese Deine Auffassung bloß Deine subjektive Auffassung, richtig?

    Tashi delek,

    - Dann ist alles Mind Only?
    - Ohne Mind no Object?
    - Kein Unterschied zwischen Objekt und Subjekt?
    - Oder das Objekt vermischt sich mit der Natur vom Mind?
    - Oder ist das Objekt völlig lehr so wie ein Hologram?

    Best wishes
    KY

    LG,
    freeman

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  • freeman
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    • 10. Mai 2013 um 20:51
    • #20
    tobias:

    Ok Freeman
    ich denke ich habe deinen Standpunkt verstanden.
    Ich werde darauf jetzt nicht näher eingehen weil ich deinen Standpunkt so wie ich ihn verstehe akzeptiere.

    Liebe Grüße
    Tobias

    Das nenne ich Coolness :)

    Klaro, ich respektiere selbstverständlich auch Deinen Standpunkt.


    LG,
    freeman _()_

    Die Verfechter der Substanz sind wie Kühe,
    die Anhänger der Leere noch schlimmer.

    Saraha

  • tobias
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 20:59
    • #21

    @ Freeman
    ich muss hier niemanden überzeugen aber ein Austausch von Gedanken ist manchmal interessant um nicht zu sehr abzuheben.
    Da ich so wenig wie möglich von meinem Ego beherrscht werden möchte versuche ich mein Verhalten und meine Sprache genau zu prüfen.
    Ich hatte den Eindruck das unsere Diskussion Gefahr lief jemanden überzeugen zu wollen. Ab diesem Zeitpunkt geht für mich aber eine gewisse Entspanntheit und Spontanität verloren.
    Diese 2 Dinge sind mir aber wichtiger als mein Ego das vielleicht recht haben möchte.


    @ Kalden Yungdrung
    da du auch Dzogchen Praktizierender bist weißt du doch auch dass es keine Trennung zwischen Subjekt und Objekt gibt.

    Zitat

    Oder das Objekt vermischt sich mit der Natur vom Mind?


    Das geht nicht sobald du vom Objekt sprichst nimmst du gleichzeitig an dass es ein Subjekt gibt. Ein Objekt existiert nur so lange es ein Subjekt gibt.

    Zitat

    Oder ist das Objekt völlig lehr so wie ein Hologram?

    natürlich ist das objekt leer.
    Dennoch hat es eine gewisse Form einen gewissen Aggregatzustand.
    Natürlich kann ich die Flasche auf den Tisch stellen. Weil der Tisch fest ist.
    Das bedeutet aber nicht dass der Tisch unverändert bleibt nachdem die Flasche darauf gestellt wurde.

    Liebe Grüße
    Tobias

  • freeman
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    • 10. Mai 2013 um 21:03
    • #22

    ---
    Ich unterscheide zwischen zwei Ebenen, die sich gegenseitig bedingen:

    1. Die Ebene der Unterscheidung. Hier gibt es ganz klar Subjekt und Objekt. Man versuche mal, im Alltag ein vernünftiges Gespräch ohne Subjekt und Objekt zu führen...

    2. Die Ebene der Nicht-Unterscheidung. Hier gibt es keine Trennung zwischen Subjekt und Objekt. Aber leider auch keinerlei Mitteilungen mehr zwischen Schreiber und Leser oder Sprecher und Hörer :)


    Vielleicht lag ja hier auch die Ursache für das Verständigungsproblem zwischen Tobias und mir? Dass wir von zwei verschiedenen Ebenen aus argumentiert haben...

    Beide Ebenen sind letztlich notwendig, sind komplementär, bedingen sich gegenseitig.

    LG,
    freeman

    Die Verfechter der Substanz sind wie Kühe,
    die Anhänger der Leere noch schlimmer.

    Saraha

  • tobias
    Gast
    • 10. Mai 2013 um 21:23
    • #23

    Hi freeman
    bei deiner Sichtweise würde ich dir zu 90 % recht geben.

    Zur Erleuchtung(ich meine mich zu erinnern dass du von diesem begriff nicht viel hältst) ist es aber denke ich notwendig beide Ebenen zu verbinden.
    Denn niemand kann davon ausgehen dass er beim Sterben in Meditation ist(obwohl ich es jedem wünsche)

    Es ist eine Frage der Gewöhnung. Ich halte es für essenziell wichtig die Meditation mit dem Alltag zu verbinden. Sonst bleibt man ewig in einer Meditation/Nicht-Meditation -Dualität stecken.

    Natürlich kann ich nicht sagen, wenn ich mit jemanden spreche "du bist eigentlich gar nicht da.

    Aber durch die Integration der Meditation in den Alltag bleiben gefühlte 10% der Nondualität aus der Meditation als Rahmen meiner Handlungen Gedanken Gefühle etc erhalten. Das macht es möglich alles letztlich in dieser Nondualität aufzulösen dadurch entsteht ein subtiler und endloser fluss inkonstanten Gedanken Gefühlen etc. und die Anhaftung löst sich.

    Liebe Grüße
    Tobias

  • freeman
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    • 10. Mai 2013 um 21:49
    • #24

    ---

    tobias:

    Zur Erleuchtung(ich meine mich zu erinnern dass du von diesem begriff nicht viel hältst) ist es aber denke ich notwendig beide Ebenen zu verbinden.

    Es hat seinen guten Grund, daß ich von dem Begriff der "Erleuchtung" nicht sonderlich viel halte. Unter anderem liegt der Grund darin, daß dieser Begriff seit längerem absolut inflationär ist. Heutzutage (wohl seit dem sog. "New Age") gebraucht leider fast jeder Hanswurst diesen Begriff :lol: Da wirst Du mir sicher recht geben ;)

    tobias:

    ... ist es aber denke ich notwendig beide Ebenen zu verbinden.



    Ja aber genau das meinte ich doch mit folgender Aussage:

    Zitat

    Beide Ebenen sind letztlich notwendig, sind komplementär, bedingen sich gegenseitig.

    Ich komme also garnicht umhin, beide Ebenen fruchtbar miteinander zu verbinden! Ich pendle ständig hin und her zwischen beiden Ebenen, ich vertrete genau wie DU den Standpunkt, dass ich beide Ebenen miteinander verbinden muß. Bildhaft gesprochen:

    Wenn ich den Ochsen einmal gesehen und gefangen habe, dann reite ich auf ihm zurück ins Dorf- und da werde ich dann im Alltag mit der Ebene der Unterscheidung konfrontiert und muß mich drauf einlassen, wenn Otto Normal mich noch verstehen will!

    Ich vertrete also den Standpunkt, daß man beide Ebenen heilsam miteinander verbinden muß. Gelingt das nicht, dann landet man in den unteren Bardos. Und das macht dann mächtig AuaAua 8)


    Also wenn ich Dich recht verstehe, dann sind wir uns nun vollkommen einig, oder?... Wär schön, hier im Forum mal mit jemandem vollständig einig zu sein, kommt leider nicht so oft vor... :grinsen:


    LG,
    freeman

    Die Verfechter der Substanz sind wie Kühe,
    die Anhänger der Leere noch schlimmer.

    Saraha

  • freeman
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    • 10. Mai 2013 um 21:54
    • #25

    ---
    Zur Ergänzung:

    Folgendes schrieb ich gestern Abend in folgendem Thread: http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=1&t=11677 :


    Zitat

    Ich unterscheide grundsätzlich zwei Ebenen:

    Die Ebene der Unterscheidung und die Ebene der Nicht-Unterscheidung.

    Auf der Ebene der Nicht-Unterscheidung sehe ich Thatata, bin ich Thatata und prozessorientiert. Auf dieser Ebene haben für mich alle Menschen recht, egal, was sie tun oder sagen- eben Thatata, So-Sein.

    Auf der Ebene der Unterscheidung bin ich zweckorientiert, rational. Auf dieser Ebene unterscheide ich die Ansichten der Menschen und unterscheide zwischen falsch und richtig.

    Ich pendle ständig zwischen beiden Ebenen hin und her und bin darauf aus, daß sich beide Ebenen in mir sinnvoll und fruchtbar ergänzen.


    LG,
    freeman

    Die Verfechter der Substanz sind wie Kühe,
    die Anhänger der Leere noch schlimmer.

    Saraha

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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