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Wann Zurückgezogenheit angebracht ist und wann nicht

  • Geronimo
  • 14. April 2013 um 10:40
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  • Geronimo
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    • 14. April 2013 um 10:40
    • #1
    Zitat

    Einst weilte der Erhabene in Anāthapindikas Bhikkhuheim im Jetahain bei Sāvatthi. Dort sprach er zu den Bhikkhus: Ich will zu euch über Waldeinsamkeit sprechen. Höret zu und denkt darüber nach!

    Wenn ein Bhikkhu sich in Waldeinsamkeit aufhält und es ihm dort nicht gelingt, Acht­samkeit (Satipatthāna) zu üben, zur Geistessammlung zu kommen, die Anwandlungen abzu­wehren und den höchsten Frieden zu erreichen, und wenn außerdem das, was ein Bhikkhu zum Leben braucht, Gewand, Almosenspeise, Lagerstätte und Arznei für Krankheitsfälle, ihm nur spärlich zufliegt, dann soll er sich darüber klar werden und aus dieser Waldeinsamkeit, sei es bei Nacht oder bei Tage, eilig fortgehen, nicht dort bleiben.

    Wenn er sich in Waldeinsamkeit aufhält und es ihm nicht gelingt, Achtsamkeit zu üben, wenn ihm aber das, was er zum Leben braucht, ohne Schwierigkeit zufließt, dann soll er be­denken, daß er ja nicht Bhikkhu geworden ist, um versorgt zu sein, und dann soll er nach einiger Zeit aus dieser Waldeinsamkeit fortgehen, nicht dort bleiben.

    Wenn er sich in Waldeinsamkeit aufhält und es ihm dort gelingt, Achtsamkeit zu üben, zur Geistessammlung zu kommen, die Anwandlungen abzuwehren und den höchsten Frieden zu erreichen, wenn ihm aber das, was er zum Leben braucht, nur spärlich zufließt, dann soll er so denken: Die Übungen gelingen mir hier zwar, aber ich bekomme nur spärlich, was ich zum Leben brauche. Ich bin ja aber nicht Bhikkhu geworden, um versorgt zu sein, und dann soll er einige Zeit in dieser Waldeinsamkeit bleiben, nicht sogleich fortgehen.

    Wenn er sich in Waldeinsamkeit aufhält und es ihm dort gelingt, Achtsamkeit zu üben und den höchsten Frieden zu erreichen, und wenn ihm dort das, was er zum Leben braucht, ohne Schwierigkeit zufließt, dann soll er sein Leben lang in dieser Waldeinsamkeit bleiben, nicht fortgehen.

    Wenn ein Bhikkhu Beziehungen unterhält zu einem Dorf oder einem Markt oder einer Stadt oder einem Bezirk oder einem Menschen und es gelingt ihm dabei nicht, Achtsamkeit zu üben, zur Geistessammlung zu kommen, die Anwandlungen abzuwehren und den höchsten Frieden zu erreichen, und wenn ihm das, was er zum Leben braucht, nur spärlich zufließt, dann soll er darüber nachdenken und, sei es Nacht oder Tag, von diesem Menschen eilig fortgehen, ohne sich zu verabschieden, und nicht bei ihm bleiben.

    Wenn es ihm bei solcher Beziehung nicht gelingt, Achtsamkeit zu üben, wenn ihm aber der Lebensbedarf ohne Schwierigkeiten zufließt, dann soll er bedenken, daß er ja nicht Bhikkhu geworden ist, um versorgt zu sein, und nach einiger Zeit von jenem Menschen fortgehen, ohne sich zu verabschieden, nicht bleiben. Gelingt es ihm aber bei solchen Beziehungen, Achtsamkeit zu üben und den höchsten Frieden zu erreichen, fließt ihm aber der Lebensbedarf nur spärlich zu, dann soll er bedenken, daß er ja nicht Bhikkhu geworden ist, um versorgt zu sein, und dann einige Tage bei jenem Menschen bleiben, nicht sogleich fortgehen.

    Gelingt es ihm bei solchen Beziehungen, Achtsamkeit zu üben und den höchsten Frie­den zu erreichen, und fließt ihm der Lebensbedarf ohne Schwierigkeiten zu, dann soll er sein ganzes Leben lang bei jenem Menschen bleiben, solange er nicht fortgewiesen wird.

    So sprach der Erhabene, und die Bhikkhus nahmen seine Worte mit Freude und Dank an.

    Alles anzeigen

    http://www.palikanon.com/majjhima/kurt_schmidt/m017.htm

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
    Wichtig ist, besser zu sein als du gestern warst. (Dogen)

  • Onyx9
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    • 14. April 2013 um 12:12
    • #2

    Irgendwo zwischen Umherwandern und Isolation muß es doch auch hierzulande eine Lösung geben.

  • Geronimo
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    • 14. April 2013 um 12:14
    • #3
    Onyx9:

    Irgendwo zwischen Umherwandern und Isolation muß es doch auch hierzulande eine Lösung geben.

    Meiner Ansicht nach steht und fällt es mit dem Lebensunterhalt.

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
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  • Onyx9
    Gast
    • 14. April 2013 um 14:46
    • #4

    Aber nur eine Person für eine andere kann das nicht schultern.
    Zumal dann auch so ne Sache ist, wer machts denn für mich, wenns nötig ist.
    Da seh ich ja ganz schwarz. Ein Mann ja eher nicht.
    Ich möcht auch ehrlich gesagt niemanden verrecken sehen, wenn kein Geld für
    Medikamente und Versicherung da ist.

  • Geronimo
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    • 14. April 2013 um 15:13
    • #5
    Onyx9:

    Aber nur eine Person für eine andere kann das nicht schultern.
    Zumal dann auch so ne Sache ist, wer machts denn für mich, wenns nötig ist.
    Da seh ich ja ganz schwarz. Ein Mann ja eher nicht.
    Ich möcht auch ehrlich gesagt niemanden verrecken sehen, wenn kein Geld für
    Medikamente und Versicherung da ist.

    Ich neige nicht so zum theoretisieren. Wenn die Situation da ist wird man schon sehen wie es funktioniert.

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  • Onyx9
    Gast
    • 14. April 2013 um 15:43
    • #6

    Du meint, wenn du in Asien bist. Was hält dich zurück ?

  • Peeter
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    • 14. April 2013 um 17:11
    • #7
    Onyx9:

    Irgendwo zwischen Umherwandern und Isolation muß es doch auch hierzulande eine Lösung geben.

    Und ob es das gibt.
    Sei dir dessen einfach gewiss.

    Nur momentan weiss ich auch keine, nur
    soviel weiss ich, dass es gut sein wird, aus der Isolation rauszukommen.
    Dies und Das ist noch zu tun, dann wird geschaut,
    ob Jemand was baut, wo Hilfe nötig ist.

    Warum kein Mann ?

    gate gate paragate .. treffen wir uns an anderen Ufern :)

    4 Mal editiert, zuletzt von Peeter (14. April 2013 um 17:49)

  • Turmalin 1
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    • 14. April 2013 um 17:17
    • #8

    ufff..
    dieses Zitat bestätigt ja fast das, was ich nie akzeptiert habe bei Buddhis: Wenn jemand von Arbeitslosengeld lebt und sich garnicht um Arbeit bemüht und auch nicht ehrenamtlich in einem buddhi- Zentrum arbeitet, und dazu noch keine Kinder großzieht... nur meditiert, das habe ich nicht akzeptiert. Aber diese Leute leben ja auch nicht in Waldeinsamkeit, sondern wollen ein Dach überm Kopf, Steckdosen in der Wohnung...usw.. ich weiß nicht, was richtig ist.

  • Ji'un Ken
    Gast
    • 14. April 2013 um 17:34
    • #9

    Es geht nicht um Richtig oder Falsch, Turmalin.
    Es geht um die Frage, welche Bedingungen für einen Bikkhu förderlich sind um "Acht­samkeit (Satipatthāna) zu üben, zur Geistessammlung zu kommen, die Anwandlungen abzu­wehren und den höchsten Frieden zu erreichen,".
    Und das ist wohl bei jedem unterschiedlich. Zum einen ist es eine Frage, die sich an Bikkhus richtet und nicht an Laien.
    Bikkhus sind nach dem Vinnaya ordiniert und müssen sich an diese Regeln halten. Ist ihnen das in der Stadt möglich, können sie dort leben und üben.

    Aber es ist auch eine Frage an die Laien. Und zwar lautet die Frage dann, "wie wichtig sind mir Bikkhus? Was bin ich bereit, für sie zu opfern? Das kann vieles sein, Zeit, Geld, Unterkunft......
    Bin ich bereit, für sie förderliche Bedingungen zu schaffen?

    All diese Fragen kann nur jeder für sich beantworten.

  • Geronimo
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    • 14. April 2013 um 17:57
    • #10
    Onyx9:

    Du meint, wenn du in Asien bist. Was hält dich zurück ?

    Freundschaft :)

    Wichtig ist nicht, besser zu sein als alle anderen.
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  • Max Schenzle
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    • 17. Juni 2013 um 18:51
    • #11

    Hai,
    im Pali-Kanon, sind zwei Arten. Die erste Art ist es, bei der Rechten Gesinnung, sich von Versammlungen, Orgien und Trinkgelagen zurückzuhalten.
    Die andere Zurckgezogenheit ist die Meditation des Achtfachen Pfades und dann bitte so, dass niemand den meditierenden stört. Das geht am Besten, wenn man morgens um 4.30Uhr aufsteht und seine Vertiefung vollzieht.

    sakko

  • Peeter
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    • 17. Juni 2013 um 20:47
    • #12

    aha

    sonst nix ? :roll:
    ........

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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