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Leere

  • Siduchna
  • 20. März 2013 um 16:24
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  • accinca
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    • 15. April 2013 um 11:28
    • #26
    Geronimo:

    Ist ja nicht leer. Sondern nur leer von einem Selbst.


    Genau!! Besonderes sind die Dinge nicht leer von leer oder leer von Vergänglichkeit
    und auch nicht leer von Leiden oder leer von Ursachen usw. usw.

  • Onyx9
    Gast
    • 16. April 2013 um 17:21
    • #27

    Es gibt ja zwei Arten von Dingen, die mit Leere umschrieben werden.
    Sie gehören zusammen. Erstens ist da kein Selbst und zweitens ist da ein Bewusstsein für die Leerheit, die Immaterialität aller Phänomene.
    Beides muß vergegenwärtigt werden. Die Tätigkeit des Bewusstseins setzt aus.
    Etwas verweht, etwas erscheint.
    Erlösung und Erwachen.

    "Hole den schweigenden Stein aus dem Meer, ohne Dir den Ärmel nass zu machen " ( Koan )

  • SpringMode5708
    Gast
    • 16. April 2013 um 18:47
    • #28

    Hallo Onyx,

    Onyx9:

    zweitens ist da ein Bewusstsein für die Leerheit, die Immaterialität aller Phänomene.


    Wie verstehst Du immateriell und wie sind dies alle Phänomene?

    :) Gruß

  • Onyx9
    Gast
    • 16. April 2013 um 19:27
    • #29

    Ja, gut, erwischt.
    Gibt es denn irgendein deutsches Wort dafür ?

    Dann halt shunyata/shuvi / ku und mushotoku/ mushin. *schmunzel*

  • Peeter
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    • 16. April 2013 um 22:09
    • #30

    "Erlösung" vom Leiden.
    Sich lösen wovon?
    Von "falschen" Ansichten, Vorstellungen.
    Die Tätigkeit des Bewusstseins setzt aus.
    Ruhe. Abwerfen. Hinter sich lassen.
    Dann ein weiterer Schritt ins klarere, noch "reinere" Bewusstsein.

    Aber es ist ja alles leer ;)

  • mercurius
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    • 17. April 2013 um 12:30
    • #31
    Zitat

    Wie kann ein Lehrer die Lehre lehren, wenn jeder Ton Leere ist?

    Der Philosoph Wittgenstein kam zum Ergebnis, dass Worte sinn-los sind. Deshalb gibt es "Unaussprechliches", was Wittgenstein in allem "Mystischen" verankert sieht. "Nicht wie die Welt ist, ist das Mystische, sondern daß sie ist."
    Und weiter. "Was gezeigt werden kann, kann nicht gesagt werden."

    Aber: Reflexive Sätze, die nach dem Wittgensteinschen Verständnis sinn-los sind, bilden immer Handlungsanweisungen, deren Verstehen in nichts anderem als ihrem Befolgen bestehen kann.

    Wie also soll etwas dergestalt Mystisches wie Leere in auch nur irgendeinem Sinn auf sprachlicher Ebene vermittelt werden können, wenn nicht durch die Anweisung zur Methode dieselbe erfahren zu können?

  • Simo
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    • 20. April 2013 um 18:39
    • #32
    melv0:
    Zitat

    Wie kann ein Lehrer die Lehre lehren, wenn jeder Ton Leere ist?

    Der Philosoph Wittgenstein kam zum Ergebnis, dass Worte sinn-los sind. Deshalb gibt es "Unaussprechliches", was Wittgenstein in allem "Mystischen" verankert sieht. "Nicht wie die Welt ist, ist das Mystische, sondern daß sie ist."
    Und weiter. "Was gezeigt werden kann, kann nicht gesagt werden."

    Aber: Reflexive Sätze, die nach dem Wittgensteinschen Verständnis sinn-los sind, bilden immer Handlungsanweisungen, deren Verstehen in nichts anderem als ihrem Befolgen bestehen kann.

    Wie also soll etwas dergestalt Mystisches wie Leere in auch nur irgendeinem Sinn auf sprachlicher Ebene vermittelt werden können, wenn nicht durch die Anweisung zur Methode dieselbe erfahren zu können?

    Erste Frage: Philosophiestudent? :)

    Des Weiteren finde ich deine Ausführung echt gelungen.

    Kein "Ich" - keine Probleme.

  • accinca
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    • 20. April 2013 um 19:01
    • #33
    Simo:

    Der Philosoph Wittgenstein kam zum Ergebnis, dass Worte sinn-los sind.


    Und besonders wenn diese Worte in chinesisch oder in Bungabunga sind, denn dann verstehe ich sie nicht.

  • SpringMode5708
    Gast
    • 20. April 2013 um 20:05
    • #34

    Ja, पाऴि is fürchterlich.

  • mercurius
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    • 20. April 2013 um 20:25
    • #35

    accinca, du scheinst viele Sprachen zu sprechen. Danke, Simo. Ich bin kein Philosophiestudent.

  • Aiko
    Gast
    • 20. April 2013 um 22:53
    • #36
    melv0:


    Wie also soll etwas dergestalt Mystisches wie Leere in auch nur irgendeinem Sinn auf sprachlicher Ebene vermittelt werden können, wenn nicht durch die Anweisung zur Methode dieselbe erfahren zu können?

    Da "Leere" nicht mystisch ist, sondern offenbar, wird es nicht gesagt, sondern gezeigt. Eine Methode und Anweisung zur Erfahrung gibt es nicht.

  • mercurius
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    • 21. April 2013 um 04:31
    • #37
    Aiko:
    melv0:


    Wie also soll etwas dergestalt Mystisches wie Leere in auch nur irgendeinem Sinn auf sprachlicher Ebene vermittelt werden können, wenn nicht durch die Anweisung zur Methode dieselbe erfahren zu können?

    Da "Leere" nicht mystisch ist, sondern offenbar, wird es nicht gesagt, sondern gezeigt.

    Leere sei nach deiner Aussage nicht "unaussprechlich". "Sprich" sie "aus" und ich verstehe dich.

    Zitat

    Eine Methode und Anweisung zur Erfahrung gibt es nicht.

    Buddhas Lehren gibt es nicht?

  • Turmalin 1
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    • 21. April 2013 um 12:42
    • #38
    melv0:
    Aiko:

    Da "Leere" nicht mystisch ist, sondern offenbar, wird es nicht gesagt, sondern gezeigt.

    Leere sei nach deiner Aussage nicht "unaussprechlich". "Sprich" sie "aus" und ich verstehe dich.

    Zitat

    Eine Methode und Anweisung zur Erfahrung gibt es nicht.

    Buddhas Lehren gibt es nicht?


    doch, Buddhas Lehren gibt es :D aber es bleibt schon immer das Problem, das es hier um eine Erfahrung geht, die sehr schwer erreichbar ist, da die Beschreibung mit Worten eben kaum an die Erfahrung heranreicht. Das heißt, es ist immer die Frage, ob diese oder jene Worte oder irgendetwas anderes einem anderen die Erfahrung ermöglichen. Der Belehrende gibt eben nicht die Gebrauchsanweisung für das Benutzen eines CD Players. Bei der Gebrauchsanweisung kommen die Worte näher an das heran, was dann passiert, wenn der CD- Player erfolgreich benutzt wird. so dass eben, wenn man die Gebrauchsanweisung nicht versteht, mehrmaliges Lesen am Ende doch hilft. Im Unterschied zu der Erfahrung, einen CD- Player betätigen zu können, fällt beim lehren der Erfahrung der Leerheit auch weg, dass der Lehrer sich vom Schüler auf die Finger gucken lassen könnte.
    Andererseits ist es auch nicht rein abstrakt zu übertragen, wie beim Übertragen des Verständnisses für einen mathematischen Lehrsatz.
    Das Ganze ist und bleibt also eine knifflige Sache.

  • mercurius
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    • 21. April 2013 um 13:23
    • #39

    Hallo Turmalin,

    dein Beitrag imponiert mir, vielen Dank. Ich sehe das auch als "knifflige" Angelegenheit.
    Meinem Empfinden nach ist es so, dass die Erfahrung mit keinem einzigen Wort beschrieben werden kann. Wir reden von Leere, von Ichlosigkeit. Viele Mitglieder dieses Forums nutzen ihnen gelehrte Methoden, um die Vergänglichkeit, die Substanzlosigkeit eines Iches zu erfahren. Dabei geht es nicht darum, dass ihnen gesagt wurde, "dies und das ist die Erfahrung, macht sie!", sondern ihnen wurden Anweisungen gegeben, mit denen sie zur Ruhe kamen, eintauchten oder wie auch immer man es nennen mag - "Samadhi" praktizierten und roh und unbewegt die Natur der Dinge (die Realität) betrachteten. Das kann zur Erfahrung von Shunyata führen.

  • accinca
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    • 21. April 2013 um 15:18
    • #40

    "Wie unterweist denn, verehrter Assaji, der Asket Gotamo seine Jünger, und
    welcherart ist die Belehrung, die bei den Jüngern des Asketen Gotamo am meisten gilt?"

    "So, Aggivessano, unterweist der Erhabene seine Jünger, und solcherart ist die Belehrung,
    die bei den Jüngern des Erhabenen am meisten gilt:
    'Der Körper, ihr Mönche, ist vergänglich,
    das Gefühl ist vergänglich,
    die Wahrnehmung ist vergänglich,
    die Gestaltungen sind vergänglich,
    das Bewußtsein ist vergänglich.

    Der Körper, ihr Mönche, ist Ichlos,
    das Gefühl ist Ichlos,
    die Wahrnehmung ist Ichlos,
    die Gestaltungen sind Ichlos,
    das Bewußtsein ist Ichlos.

    Alle Gestaltungen sind vergänglich, alle Dinge sind Ichlos.'
    So, Aggivessano, unterweist der Erhabene seine Jünger,
    und solcherart ist die Belehrung, die bei den Jüngern des Erhabenen am meisten gilt." S 22. 120

  • Peeter
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    • 17. Mai 2013 um 18:35
    • #41
    Siduchna:

    Wie kann ein Lehrer die Lehre lehren, wenn jeder Ton Leere ist?

    Wie kann ein Lehrer die Frage verstehen, wenn es keine Unterscheidung im So-Sein gibt?

    Indem er oder sie sich anstrengt :roll: , um der Leere eine Form zu geben. :oops:

    Was ist eine Feder. Anfang und Ende eines Vogels?
    Oder nur Mittel zum Zwecke?
    Damit der Zweck ein Mittel hat, um zu sein ?

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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