BALBOA bitte ja
Ich muss zugeben, die Umschreibung mit der Flipperkugel trifft ziemlich genau zu….
Die High Score zu erreichen ist aber nicht mein Ziel und auch nicht der Grund weshalb die Kugel da herumflitzt. Den Grund ist, dass die Kugel nicht auf die Ausbahn rollt und das Spiel dann vorbei ist ;-D
Leider bin ich nicht tausend andere sondern identifiziere mich als "Ich" wie ihr alle auch. (Ich bin mal so frei und unterstelle euch, euch noch nicht von der Anhaftung am ich befreit zu haben ;-D)
Metzger ist ein gutes Stichwort.
Mal angenommen ich wäre Bolzenschiesser im Schlachthof, Söldner im Irak oder CIA Folterknecht in Guantanamo Bay. Würdet ihr mir dann auch empfehlen bei meinem Tun präsent zu sein?
Für mich gibt es einen klaren Unterschied zwischen heilsamen und unheilsamen Handlungen. Die von mir erwähnten "Berufe" sowie mein jetziger erfordern dass ich unheilsame Handlungen ausführe, was mir schlussendlich auch selbst schadet.
Wenn man sein Leben nicht sinnvoll werden lassen kann wie Karmahain sagt, ist es demnach egal was man denkt, spricht oder wie man handelt. Wofür hat Buddha uns dann Empfehlungen gegeben wie wir uns vom Leid befreien können?
Termine machen ein paar Pläne und Ziele. Sollten es aber nicht die richtigen sein? Diejenigen die Leid vermeiden und Glück vergrössern?
Natürlich erwarte ich etwas von der Meditation, sonst würde ich nicht meditieren. (Wenn man überhaupt schon von Meditation bei mir sprechen kann.) Alle Tätigkeiten haben einen Grund, oder ein Ziel das ist mit der Meditation nicht anders. Ich erwarte z.B. dass ich irgendwann mal meditative Stabilität erreiche und meinen Geist besser lenken kann. Das kann ich auch erwarten, weil es irgendwann einmal eintreffen wird. Hoffentlich in diesem Leben.
Ganz normale Gespräche mit ganz normalen Leuten? Ich muss zugeben, das habe ich bis jetzt noch nicht hinbekommen, für mich ist jede Person und jedes Gespräch einzigartig, was impliziert, dass sie und es sich von der Normalität abhebt. Was ist schon Normal? Wir hier in Europa und die in Nepal und Indien sind abnormal?
Alltägliche Dinge? Wenn man das Leben so beobachtet wie du es empfiehlst gibt es keine alltäglichen Dinge mehr, jeder einzelne Augenblick wird einzigartig.
Manchmal frage ich mich tatsächlich wer oder was auf mich geschossen hat, aber im Moment bin ich damit beschäftigt herauszufinden wie ich den Pfeil der mich getroffen hat, herauszuziehen. Oder vielleicht schon dabei die Wunde richtig zu versorgen?
Ich kann die Empfehlung, aufzuhören zu meditieren in kleinster Weise nachvollziehen. Für mich ist die Meditation in meinem Tagesablauf eingebunden und wird auch nicht mehr verschwinden.
DING ich höre den Gong zur 2. Runde