1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Alles
  • Alles
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Doris

Beiträge von Doris

  • Lügen aus Mitgefühl.....?

    • Doris
    • 28. August 2014 um 19:12

    Ich versteh nur Bahnhof :D

  • Lügen aus Mitgefühl.....?

    • Doris
    • 28. August 2014 um 18:11

    Ich lüge den ganzen Tag. Wenn ich Schmerzen habe und jemand trägt mich, wie es mir geht, dann werde ich ihm nicht mit meinen Sorgen volllabern. Aus Mitgefühl.
    Es gibt in meinen Augen nur eine Faustregel, ähnlich wie "Papier schlägt Stein". Aber wenn dann eine Schere kommt, ist die halt die dominantere. Jeder Moment ist eine Herausforderung und mit Achtsamkeit zu bedenken und dann Entscheidungen zu treffen. Da komme ich nicht drumrum, egal wie gut ein Regelsystem von außen aussehen mag.
    Was meine Person anbelangt, es entscheiden die Situation und meine Gewohnheit wie ich das handhabe. Manchmal ist es in Ordnung, manchmal ist es ein Fehler. So ist das Leben als Mensch eben.

    Hast Du ein konkretes Problem? Oder denkst Du allgemein darüber nach?

    Liebe Grüße
    Doris

  • Wenn Buddhisten töten

    • Doris
    • 28. August 2014 um 10:45
    Zitat

    Menschen tyrannisieren den Dharma ? Wie denn ?

    Indem sie ihn dazu missbrauchen, anderen Vorschriften zu machen, zum Beispiel.
    Oder indem sie ihn sich zurechtlegen und -biegen und ihn an ihre Vorstellungen und Wünsche anpassen.
    Indem sie Vorstellungen pflegen.
    Indem sie den Dharma überhöhen statt ihn in sich zu suchen.

    Jede Religion (ich belasse es mal bei dem Ausdruck) dient dem Fundi als Fundament für seine Expansionswünsche.

    Liebe Grüße
    Doris

  • Vernunft ausschalten ?

    • Doris
    • 30. Juni 2014 um 10:16

    Der Mensch wird immer fallen. Wichtig ist aufstehen und weitergehen, aufhören so ein Tamtam drum zu machen.

    Hinfallen.
    Aufstehn.
    Krönchen richten.
    Weitergehen.
    :D

  • Sterbebegleiter

    • Doris
    • 28. Juni 2014 um 11:14

    Menschen beim Sterben zu begleiten ist gar nicht so schwer. Einfach da sein, man selbst sein und den Sterbenden in den Mittelpunkt stellen. Ehrlichkeit und sich einlassen können.

    In den Altersheimen wird sehr viel ehrenamtliche Unterstützung benötigt. Ich denke, das wird weniger gerne gemacht, weil es oft bedeutet, Leute über Jahre zu begleiten. Das verpflichtet. Aber die Menschen dort brauchen Gesellschaft. Jemanden, der mit ihnen spazieren geht, der ihnen beim Essen behilflich ist, der ihnen was vorliest oder Musik vorspielt. Jemand, dem sie ihre ewig alten Erinnerungen erzählen können, dem sie vorjammern können. Jemand, der ihre Hand hält und sie streichelt, der sie mit dem Vor- und Kosenamen anredet, den sie gewohnt sind (merkwürdigerweise darf man auch Demente nicht mit ihrem Vornamen ansprechen, auch wenn sie mit ihren Nachnamen nichts mehr anfangen können). Sie brauchen jemanden, der sich darum kümmert, dass sie ein bisschen hübsche Kleidung haben, der mit ihnen Fotoalben anguckt oder Blumen mitbringt. Jemanden, der die Zeit hat, sich um die verkümmerte Sprache zu bemühen und so herausfinden, was sie benötigen und wollen, wo der Schuh drückt oder was schmerzt. Jemand, der mit ihnen zum Gottesdienst geht oder ihnen aus der Bibel oder dem Koran vorliest oder mit ihnen am Bett betet. Jemanden, der mit ihnen Kinderlieder singt, und Bilderbücher aus der Heimat durchblättert. Jemand, der ihnen Fußpflege macht und eine hübsche Frisur. Und vieles mehr. Die Pflegekräfte haben leider nur wenig Zeit sich um all das zu kümmern, obwohl die meisten das gerne machen wollen.

    Und vielleicht führt noch mehr ehrenamtliches Engagement dazu, dass sich die Leute bewusst werden, dass es sie auch treffen kann, und sie gehen den Politikern endlich mal gehörig auf die Nerven, so lange, bis die Pflege kein Geschäft mehr ist und sich was ändert.

    Liebe Grüße
    Doris

  • Ich habe gelogen

    • Doris
    • 21. Juni 2014 um 19:36

    Knuddel
    Ich denke, Du warst nur einfach Deiner Zeit voraus.

  • Fleischverzicht unweigerlich?

    • Doris
    • 21. Juni 2014 um 15:26

    Wobei ich 30 Jahre lang Veggi war.
    Das war hart, vor allem die ersten 25 Jahre. Es gab kaum Vegetarier und die Restaurants boten so gut wie nix. Bei Besuchen aß ich immer die Beilagen und Salat, weil ich nicht wollte, dass die Leute extra was kochen müssen wegen mir. Ständig fragte jemand, warum ich kein Fleisch essen würde. :D

    Jetzt ist es einfacher. Ich esse alles, was ich kriege.

  • Fleischverzicht unweigerlich?

    • Doris
    • 21. Juni 2014 um 14:24

    Das kann schon sein. Ein Dilemma. Deshalb akzeptiere ich, dass es diese moralische Argumentation gibt. Das muss eben jeder für sich entscheiden.

  • Fleischverzicht unweigerlich?

    • Doris
    • 21. Juni 2014 um 14:04
    Zitat

    Auf Fleisch zu verzichten, um eine Moral zu verwirklichen, heißt für mich, einer geistigen Anhaftung zu folgen.


    Ich habe manchmal Lust, jemandem eine zu knallen. Aber ich mach es nicht, aus moralischen Gründen. Da mag zwar Anhaftung sein, aber ich finde das dann doch irgendwie ganz gut. (nur so eine Analogie. Keine Angst, ich habe solche Bedürfnisse nicht wirklich. :D )

    Da ich Fleisch und Fisch liebe und mir das sehr gut bekommt, wüsste ich keinen anderen Grund auf Fleisch zu verzichten.

  • Was hat der Buddhismus in eurem Leben verbessert?

    • Doris
    • 19. Juni 2014 um 22:39

    Liebe Elke,

    gar nichts.
    Mein Leben ist besser geworden, als ich mich entschloss die Verantwortung für mein Leben zu übernehmen.
    Dann kam erst der Dharma hinzu, aber nur als Handlauf und Orientierung. Das hätte jedoch jede andere Religion auch sein können, denn es hängt alles nur an meiner Entschlussfreude und meinem Wunsch was zu verändern.
    Die Verbesserung kam also aus mir heraus.
    Unangenehme Dinge geschehen immer noch – so ist das Leben halt. Dieser Nachsatz ist mein Rezept.
    Übrigens weiß ich jetzt, dass mein Leben immer gut war, egal was geschehen ist.

    Liebe Grüße
    Doris

  • Wie lerne ich Loszulassen?

    • Doris
    • 18. Juni 2014 um 09:01
    Elke:


    Nachdem ich mich nun vielleicht schon so richtig unbeliebt gemacht habe, Näheres zu meinem Problem: Ich habe einen sehr unruhigen Geist und schaffe es nie wirklich, diesen in der Meditation zu beruhigen. Ich habe immer wieder über weite Strecken meines Lebens meditiert bzw. mich sehr zum Meditieren hingezogen gefühlt, aber ich bin darin nie wirklich sehr weit gekommen. Und ich kann nicht loslassen, wenn mich etwas bedrückt.

    Nun befinde ich mich seit etwa zwei Jahren in einer tiefen Lebenskrise, die sich immer mehr zuspitzt und mich dermaßen aus der Bahn geworfen hat, dass ich keine Ruhe mehr finde und aufpassen muss, nicht zu Betäubungsmitteln zu greifen. Ich bewundere es immer, wenn ich von Menschen lese, die in ihren Krisen durch Meditation stets die innere Mitte finden bzw. bewahren. Ich sehen mich danach, meine Ängste, Wünsche und Sehnsüchte, die sich sich so stark zu Wort melden und mich verrückte Dinge tun lassen, loslassen zu können bzw. beobachten zu können, ohne ihnen nachzugeben, aber ich schaffe es nicht. Ich merke genau, wie wenig gut mir die Anhaftungen an bestimmte Gegebenheiten und vor allem Menschen tun und ich weiß, dass ich auf einem falschen Kurs bin, bin aber offenbar zu schwach oder zu dumm oder einfach zu undiszipliniert, um dem Herr zu werden.

    Habt ihr irgendwelche Anregungen oder Tipps für mich? Wie geht ihr damit um, wenn ihr aufgewühlt seid oder gar selbst in existenziellen Krisen steckt? Wie sehr hilft euch da der Buddhimus bzw. diverse Praktiken?

    Sorry, falsch meine Frage dumm ist, aber ich sehne mich nach meinem inneren Frieden, sehne mich danach, wieder "Herrin im eigenen Haus" zu sein...

    Klingt alles ganz normal.
    Du musst nicht loslassen, wenn Dich was bedrückt. Am ehesten funktioniert, davon loszulassen den unangenehmen und bedrückenden Emotionen aus dem Weg gehen zu wollen.
    Ich vermute, Du willst das unangenehme Gefühl los werden. Das ist nicht Loslassen, das ist Loswerdenwollen.

    Niemand und keine Situation kann Dich dazu zwingen, Drogen zu nehmen. Es ist immer Deine Entscheidung. Mach also was Du willst, aber beklage Dich nicht darüber, wenn es Dir dann schlimmer geht. Die Macht ist bei Dir.

    Wenn Du in blöde Beziehungen verstrickt bist, dann löse diese Beziehungen. In den meisten Fällen ist das der einfachste Weg. Hast Du also einen Kerl an der Backe, der Dir nicht gut tut, dann lass ihn, auch wenn es Dir erst mal das Herz zerreisst. Er wird sicher nicht die Erfüllung Deiner Sehnsüchte und Wünsche sein, sonst wäre er es jetzt schon. Ich würde mir anschauen woher es kommt, dass Du Dir Hoffnungen machst, wo keine Hoffnung ist. Erlösungswünsche, und seien sie noch so verrückt, sind meiner Meinung nach tief verwurzelt, und es ist hilfreich, diesem Spiel auf die Schliche zu kommen. Du bist also weder schwach, noch dumm, noch undiszipliniert, sondern kennst einfach Deine Mechanismen nicht, weshalb sie Karussell mir Dir fahren können.
    Die Wünsche und Sehnsüchte loswerden zu wollen halte ich für vergebliche Liebesmühe. Aber hinter jedem Wunsch steckt ein Bedürfnis, das sucht seine Befriedigung. Das ist lebenswichtig. Hast Du also den Wunsch nach Nähe, dann ist das ein normales und gesundes Bedürfnis für das Tier Mensch. Du brauchst also Menschen, die Dir diese Nähe vermitteln können. Hast Du diese, dann beruhigt und normalisiert sich der aus dem Ruder gelaufene Wunsch allmählich. Suchst Du Dir immer Menschen, die das nicht erfüllen können, dann bleibt das so unbefriedigend wie jetzt.
    Eine Frage könntest Du Dir noch stellen: Biete ich selbst Nestwärme oder bin ich nur fordernd und kann deshalb nicht selber geben?

    Liebe Grüße
    Doris

  • Buddhistische Praxis - Ende

    • Doris
    • 16. Juni 2014 um 16:10

    Ich werde hoffentlich in das Grab zu meinen Eltern kommen und eine christliche Zeremonie erhalten.
    Eine Beerdigung ist der letzte Dienst, den die Lieben einem erweisen und für sie und die Bewältigung ihrer Trauer ist das sehr wichtig. Daher überlasse ich alle Einzelheiten ihnen: Sie sollen es so gestalten, wie es ihnen gefällt. Ich wünsche mir nur, dass sie neben all der Trauer daran denken, das ich ein wundervolles Leben hatte und sie liebe und es kein Problem für mich darstellt, nicht mehr zu sein. Daher wäre ein heitere und schöne Musik – ich liebe Musik – passend.
    Mein Wunsch ist es auch, dass ich für alles vorgesorgt habe und niemandem eine zusätzliche finanzielle Belastung entsteht. Die Auflösung eines Haushalts ist eine sehr mühsame Angelegenheit, und auch da möchte ich nicht unnötigen Ärger machen. Mein Grab sollen sie pflegen wie sie es wünschen oder auflösen, wenn sie es nicht können oder wollen.

    Liebe Grüße
    Doris

  • Schwaches Selbstvertrauen und Buddhismus

    • Doris
    • 4. Juni 2014 um 08:41
    Loslassen:

    Aber das meinte ich. Nein, ein Investentbanker kann nicht nur ausschließlich in ökologische oder ethische vertretbare Papiere investieren, sondern muss alle Firmen der Wirtschaft im Blick haben. Oft sind es so viele Positionen, die schnell rein und raus gehen, es wäre unrealistisch! Denn donst wird er gefeuert, that's the way it is! Es ist mir zu sehr Klischee, dass jede einzelne Handlung im Beruf helfen und schützen muss. Und der Buchhalter von einer Firma, die stinknormaler Cola verkauft, die eben nicht nachhaltig hergestellt wird? Und die Firma hat vor X Jahren mal in Indien Trinkwasser verunreinigt. Dem würdest du also aus buddhistischer Sicht empfehlen, sich einen ethisch reinen und "nachhaltigen" Beruf zu suchen?

    Ich kenne kein Patentrezept dafür. Das muss jeder selber für sich entscheiden, wie weit er das fasst und ab wann seine Schmerzgrenze erreicht ist.
    Was mich selbst anbelangt habe, ich ein paar Regeln (ich bin selbständig):
    Ich arbeite nicht für die Rüstung und für Dinge, die der Rüstung dienen. Ich arbeite nicht für Firmen deren Ethos ich nicht teilen kann. Ich arbeite nicht für Leute, die ich nicht mag. Ich arbeite nicht für Produkte, die ich nicht vertreten kann. Ich nehme keine Arbeit als Subunternehmerin von Firmen an, die ich nicht leiden kann. Ich mache jeden Job, ob 50 Euro oder 6000 Euro oder kostenlos, mit der selben Genauigkeit. Ich mache keine Dumpingjobs. Ich schenke allen meinen Kunden dieselbe Aufmerksamkeit. Usw.

    Das ist nicht so, dass ich mir so einen Katalog aufgestellt habe und nun ständig am Überlegen und Abwägen bin, es läuft einfach so. Meine Anpassungsfähigkeit ist enorm, aber sie hat Grenzen, und die wahre ich. Anders würde ich auch nicht die Qualität abliefern können, die ich abliefern möchte, von der Befriedigung mal abgesehen. Ganz praktisch betrachtet: Ich kann nur wirklich gut und auf Dauer energetisch ausgeglichen arbeiten, wenn ich mich an meine Grenzen und Spielregeln halte, mich nicht verbiege. Auch trenne ich nicht zwischen Arbeit und Privatleben, das fände ich verrückt: Ich verkaufe meine Arbeit und mein Wissen, nicht ein Drittel meiner Lebenszeit. Es geht Eins ins Andere über, es ist eine Sache. Die muss eben so stimmig wie nur möglich sein. Das ist meine Nische, abgesehen von den professionellen Schwerpunkten.

    Du fragst Dich sicher, was ich tun würde, wenn ich dringend einen Job bräuchte und mir etwas angeboten würde, das gegen diese Regeln verstiesse? Bisher war es so, dass ich dann abgelehnt habe. Natürlich mit Angst um meine Existenz. Aber ich hatte immer die Hoffnung, dass was Passendes schon in der Pipeline meines Lebens auf mich wartet. Sollte das mal nicht mehr eintreten, dann würde ich sicher so einige meiner Regeln außer Kraft setzen; als erste die, dass ich nicht für Leute oder Firmen arbeite, die ich nicht mag – das habe ich lange genug getan, das tut mir am wenigsten weh. Für die anderen Optionen würde ich mir sicher zuerst eine alternative Form der Geldbeschaffung überlegen. Alles weitere kann ich nicht vorhersagen. Vielleicht knicke ich ein, wie ein Streichhölzchen?

    Liebe Grüße
    Doris

  • Schwaches Selbstvertrauen und Buddhismus

    • Doris
    • 4. Juni 2014 um 07:30
    Zitat

    Ich denke, es kann nicht der Sinn von Buddhismus in der heutigen Zeit sein, sich schuldig und "schädigend" bei allen Jobs zu fühlen, bei denen es um Profit geht. Solange man nicht betrügt, stiehlt oder gezielt Leiden verursacht, ist eine "Nische" nicht notwendig (man stelle sich vor, wir alle arbeiten nur noch in Nischen). Kann man Investmentbanker und überzeugter Buddhist sein? Ich denke schon! Du nicht?

    Lieber Loslassen,

    ich meine schon, dass sehr vieles im üblichen Umfeld möglich ist.
    Unter "Nische" verstehe ich nicht ein ganz kleines Ecklein in einem exotischen Beruf, sondern eher die persönliche Nische, die man sich in vielen Bereichen schaffen kann, die persönliche Integrität, die man sich erhalten kann. Ein Investmentbanker könnte eine wirklich umfassende und aufklärende Kundenberatung machen oder sich auf ethisch vertretbare Investitionen beschränken. Er könnte ein mitfühlender und freundlicher Kollege sein, ein verantwortungsbewusster Kundenberater, ein maßvoller und bedächtiger Ein- und Verkäufer usw. Er könnte sich selbstständig machen und eine wirklich gute Beratung machen, er könnte sich auf ökologische Investitionen beschränken usw. Aber an Grenzen wird er stossen. In jedem Beruf stösst man an Grenzen, wo man sich entscheiden muss.

    Ich lebe selbst in einer Nische innerhalb eines ganz normalen Berufes mit ganz normalen Kunden. Wenn ich auf mein Berufsleben zurückblicke, war das auch so als ich noch im Angestelltenverhältnis war. Die Nische ist also primär eine Haltung. Eigenartig ist, dass sich dann auch die passenden Jobs hinzugesellen, Netzwerke entstehen.

    Liebe Grüße
    Doris

  • Buddhistische Namen

    • Doris
    • 3. Juni 2014 um 09:38

    Ich habe auch zweimal Zuflucht genommen.
    Das erste Mal, weil ich dachte, dass müsste so sein. Habe mich aber gar nicht aufgehoben gefühlt, kam mir vor wie bei einer Hochzeit der Moonsekte.
    Das zweite Mal, als ich meinen Lehrer kennenlernte. Im Laufe der Tage war ich immer beeindruckter von ihm, so dass ich einfach Zuflucht nehmen musste. Das war mir ein wirkliches inneres Bedürfnis. Bei der Gelegenheit habe ich dann meinen persönlichen Dharmanamen erhalten. Es war eine sehr intime Veranstaltung, und wir waren nur drei, die Zuflucht genommen haben. Den Namen, den ich damals erhielt, habe ich als Programm verstanden. Ja, und er war sicher bewusst gewählt, denn im Laufe dieser vielen Tage des Zusammenseins und der Gespräche, konnten sich ein paar unserer Eigenheiten und Fragestellungen sicherlich herauskristallisieren.

    Liebe Grüße
    Doris

  • Schwaches Selbstvertrauen und Buddhismus

    • Doris
    • 2. Juni 2014 um 07:25

    Was ist eigentlich "mangelndes Selbstbewusstsein/schwaches Selbstvertrauen"?
    Bedeutet das nicht, dass man sich im ständigem Vergleichsmodus befindet und die Bewertung für einen selbst stets schlechter im Vergleich abfällt?
    Bedeutet das nicht, dass man sich im Wettbewerb empfindet, also, dass man genau das macht, was man der Umwelt vorwirft: eine Verinnerlichung von Konkurrenzdenken?
    Bedeutet das nicht, dass man Maßstäbe erfunden hat, anhand derer man sich und andere ständig misst?

    Das Problem bei Menschen mit mangelndem Selbstbewusstsein ist, dass sie nicht erkennen können, dass sie genau das tun, von dem sie möchten, dass andere es nicht tun, nämlich vergleichen und bewerten. Wenn davon Abstand genommen wird, entsteht automatisch ein Selbstwertgefühl.

    Es allen Menschen recht machen zu wollen ist ein vergebliches Unterfangen. Es geht einfach nicht. Genauso ist es unmöglich von allen geliebt und akzeptiert zu werden. Oder immer das richtige tun zu wollen. Sobald man sich in diese Falle begibt, ist Scheitern angesagt. Du kannst so nett sein wie Du nur willst, es wird immer jemanden geben, der Dich nicht mag, der Dich über den Tisch ziehen wird, der Dich nicht in Ruhe lässt. Das ist einfach ein unveränderlicher Bestandteil vom Leben und nichts Dramatisches, nicht der Rede wert. Trete also ruhig in Fettnäpfchen, ziehe Dich so an wie es Dir gefällt, mache Dich unbeliebt, mache Deinen eigenen Schuh und mache es Dir recht. Das richtige Maß dafür lernt sich von alleine.

    Daher ist das Einzige was in meinen Augen zu tun ist, von diesem Anspruch an sich und die Welt abzulassen. Das geht eben am besten, indem man erkennt, dass man sich eben diesen Kriterien unterworfen hat, die man eigentlich ablehnt. Der Unterschied von Menschen "ohne Selbstbewusstsein" zu Menschen "mit Selbstbewusstsein" ist nur der, dass man die Kriterien so angelegt hat, dass man immer scheitern muss. Selbstbewusste Menschen haben entweder keine Kriterien an denen sie messen oder sie setzen diese so an, dass sie selbst auch gut dabei wegkommen. Und mit ihnen kommen auch mehr andere Leute gut weg. Meist kenne sie keine Feinde, nur Leute, mit denen sie nicht so gut klarkommen.

    Im Grunde ist jemand mit wenig Selbstbewusstsein ebenso zu sehr mit sich selbst beschäftigt, wie jemand mit einem zu großen Selbstbewusstein, sie leiden an der gleichen Krankheit.

    Womöglich kann man wirklich nicht in allen Jobs in allen Firmen arbeiten, wenn man gewisse Regeln einhalten oder sich nicht allen Vorgaben unterwerfen möchte. Das weiß ich aus eigene Erfahrung. Dann kann man aber versuchen eine Nische zu finden, in der man einigermaßen so leben kann wie man möchte. Bei mir ist das automatisch und intuitiv entstanden, es hat sich einfach so herausgeschält, weil ich so bin wie ich bin. Natürlich habe ich gewisse Nachteile, z.B. Unsicherheit und volle Verantwortung. Aber damit habe ich noch nie gehadert. Es ist einfach wunderbar für mich so wie es ist. Ich weiß, dass nicht jeder Beruf solche Möglichkeiten bietet, aber in vielen Fällen ist es sicherlich möglich einigermaßen im Einklang mit sich und der Arbeit zu sein. Das mag dann tatsächlich mit Karriereverlust einhergehen und das Eigenheim und die Yacht müssen warten, aber irgendwo muss man sich dann wohl entscheiden, was einem wichtiger ist.

    Hast Du Dir schon mal Gedanken gemacht, woher Du Deine Bewertungskriterien beziehst, wie es kommt, dass Du Dich und andere so vergleichst und schlecht dabei weg kommst (wobei die anderen auch schlecht wegkommen, so wie Du sie bewertest – achte mal auf den wertenden Kontrast, den Du schaffst: Du der sensible Träumer und die anderen cool, karriereorientiert und selbstbewusst)? Kommst Du überhaupt schlecht dabei weg oder sind es nicht vielmehr die anderen, die gemäß Deiner Bewertung schlecht wegkommen? Und wozu dient diese Bewertung eigentlich wirklich? Was weißt Du überhaupt wirklich von den Anderen, mit denen Du Dich vergleichst? Lässt Du Dich womöglich einfach durch Äußerlichkeiten beeindrucken? Versuchst Du wer zu sein, der Du gar nie sein kannst? Und wenn ja, warum? Bist Du vielleicht generell am falschen Platz und hast Dir den Beruf gar nicht wirklich selbst ausgesucht, sondern Dich leiten lassen? Machst Du das, was Du machen möchtest? Gäbe es eine Möglichkeit das zu ändern oder Dir eine Nische innerhalb Deines Berufes zu suchen, in der Du Deine Fähigkeiten und Neigungen entfalten kannst? Erzähl doch ein wenig mehr von Dir.

    Liebe Grüße
    Doris

  • Lifestream: Vortrag des Dalai Lama

    • Doris
    • 1. Juni 2014 um 12:06

    Es gibt zuviel Leute, die die grundlegendsten Dinge nicht verstanden haben.

  • Gefahr für die rechte Anschauung

    • Doris
    • 30. Mai 2014 um 09:16
    Zitat

    Vergänglichkeit hat nichts mit Leiden zu tun?

    Vergänglichkeit wird mit Leiden gekoppelt, wenn die Vergänglichkeit nicht angenommen wird.
    "Es vergeht" ist frei von Leid. "Mist, es vergeht." das ist mit Leid verbunden.
    Und manchmal ist Vergänglichkeit mit Freude verbunden "Gott sei Dank, vergeht das!" oder "Ich praktiziere, damit mein Leid vergeht".
    Es ist das Draufstülpen von Wertung, und damit von Anhaftung und Ablehnung, das Vergänglichkeit leidvoll erscheinen lässt.
    Man möchte es anders als es ist, das schafft Leiden.

    Wenn ich im Augenblick bin, dann kenne ich kein Leid. Das Leid entsteht durch das Vorher und Nachher. Wenn ich aufmerksam esse, dann ist da kein Begehren, keine Ablehnung … da ist dann Hunger, Essen, Geschmack, Kauen usw. Wohlgeschmack oder Ekel sind auch einfach nur. Ich mache das nicht sofort am Koch fest oder denke an die Geldverschwendung ....

    Liebe Grüße
    Doris

  • Gefahr für die rechte Anschauung

    • Doris
    • 29. Mai 2014 um 16:27

    Liebe Jazzilein,

    Du bringst es auf den Punkt! Es sind die Vorstellungen. Wenn ich mir unter "Alter" was Schreckliches vorstelle, dann habe ich mir ein Bild gemacht. Das muss eben nicht zutreffen. Alter ist erst mal nur Alter. Ich kann den ganzen Tag mit dem Gedanken herumlaufen "Ich bin 70. Ich bin alt." und mir dann allerhand Vorstellungen dazu machen. Ich kann aber einfach 70 sein und mein Leben so leben wie es geht und wie es sich gerade ergibt.
    Ich denke, das wollte uns der Buddha zeigen, dass wir uns nicht so einen Kopf machen müssen. Und falls es nicht das war, dann versuche ich das trotzdem, weil sich das bewährt.

    Liebe Grüße
    Doris

  • Gefahr für die rechte Anschauung

    • Doris
    • 29. Mai 2014 um 16:02
    Zitat

    Aber das bekommen wir auch nicht mehr hin
    und ist auch viel zu anstrengend.


    Und jetzt unterschätzt Du uns. :D

  • Gefahr für die rechte Anschauung

    • Doris
    • 29. Mai 2014 um 15:52

    Mein Opa hatte jahrelang Krebs. Er hatte keine Angst vor dem Sterben und war immer heiter trotz seiner Krankheit, mit der er sich zehn Jahre lang abgeben musste.
    Mein Vater hatte Krebs. Er hatte auch keine Angst vor dem Sterben. Mein Großonkel hatte keine Angst und starb gelassen, im Wissen um ein erfülltes Leben. Meine Nachbarin, die meine Schwester und ich bis zu ihrem Tod betreut haben, hatte ebenfalls keine Angst vor dem Sterben. ... Ich kenne genügend Beispiele.
    Ebenso kenne ich Menschen, die hatten und haben keine Angst vor dem Alter.
    Ich selbst bin nicht mehr jung und krank bin ich auch. Der Tod macht mir keine Angst. Das Alter schon eher, aber am meisten wegen einiger Begleiterscheinungen kultureller Art, außerdem weiß ich ja nicht wie alt ich noch werde.

    Liebe Grüße
    Doris

  • Gefahr für die rechte Anschauung

    • Doris
    • 29. Mai 2014 um 15:32

    Ich erkläre keinem Betroffenen von irgendwas, was er für Gefühle zu haben hat.
    Druck kann schreckliche Ausmaße erreichen, Besorgnis und Angst ebenso.
    Leute sind schon unter Druck zerbrochen oder haben sich das Leben genommen. Daher ist es unangemessen, das so herunter zu spielen.

    Vielleicht sind diese Begriffe besser als das deutsche "Leid". Weil "Leid" immer als was ganz Furchtbares angesehen wird, daher die Abwehr. Mir geht es gut, ein Leid kann ich nicht erkennen.
    "Druck" beinhaltet jedoch eine große Bandbreite. Da könnte man sich eher wiederfinden, vor allem mit den weniger spektakulären Sachen, die aber auch zu Dukkha gehören.

    Zitat

    Nein nicht jeder fürchtet sich davor, nicht jedem macht das "Druck",
    vor allem nicht wenn es jemand anderen betrifft.


    Du unterstellst mir Zynismus. Dankeschön.

    Liebe Grüße
    Doris

  • Gefahr für die rechte Anschauung

    • Doris
    • 29. Mai 2014 um 15:02
    Zitat

    Alter, Krankheit, Tod sind Druck?
    Alter, Krankheit, Tod sind Besorgnis?
    Alter, Krankheit, Tod sind Angst?
    Passt doch überhaupt nicht und
    wird auch niemals gelingen bei den
    vielen anderen Wörtern die dann
    auch noch geändert werden möchten.

    Alles anzeigen

    Ne, ne, ne, ne, ne, accinca. Du bringst da was zusammen, was nicht zusammengehört.

    Alter, Krankheit und Tod, sind einfach nur Alter, Krankheit und Tod.
    Sie können Dukkha erzeugen, also den Grund bilden für Druck, Besorgnis und Angst.
    Nicht jeder fürchtet sich davor, nicht jedem macht das Druck und nicht jeder ist deshalb besorgt, also nicht bei jedem erzeugt das Dukkha.

    Liebe Grüße
    Doris

  • Gefahr für die rechte Anschauung

    • Doris
    • 28. Mai 2014 um 22:48

    Lieber Bakram,

    ich dachte auch mal, dass das, was ich als Problemchen betrachte, für andere auch nur ein Problemchen sei. Aber diese Meinung habe ich geändert seit ich sehen kann, dass das, was für mich Probleme sind, für anderen nur Problemchen sind.

    Den Achtfachen Pfad halte ich bei allem für empfehlenswert. Außerdem sind das alles existentielle Ängste und Sorgen, die Menschen da haben. Auch z.B. die Angst vor dem Altersheim oder die Angst vor Armut bei den Wohlhabenden. Das bereitet schlaflose Nächte und führt zu allerlei Verrenkungen. Ich möchte das ernst nehmen.

    Ich denke, Menschen sind sich dieser Gefahren immer bewusst, darum wird auch so viel Energie in die Absicherung aller Art gesteckt. Das fängt bei der Hautcreme an, geht über gesunde Lebensführung, zu Versicherung und sogar in der Gestaltung von Beziehungen schlägt sich das nieder. Es geht immer um Verlust, Veränderung, Tod, Angst ...

    Liebe Grüße
    Doris

  • Gefahr für die rechte Anschauung

    • Doris
    • 28. Mai 2014 um 21:49

    Du nennst das "alltägliche Wehwehchen", lieber Bakram? Wenn den Leuten die Angehörigen wegsterben oder sie sich überlegen sie ins Altersheim zu geben? Wenn Zig-tausende jährlich an Krebs erkranken? Hunderttausende Angst vor Altersarmut haben? Menschen vor lauter Angst vor dem Altwerden sich Botox spritzen und operieren lassen? Reiche Leute weiter horten aus Angst einmal ohne dazustehen? Menschen Angst um ihren Job haben? Leute an ihrer vergeblichen Suche nach einem Partner verzehren? Leute auf Bahnhofstoiletten elend verrecken? Eltern ihre Kinder bei Unfälle und durch Gewalt verlieren? ....
    Das mag altäglich sein, weil es das tägliche Brot aller Menschen ist, aber als "Wehwehchen" würde ich das nicht abtun.

    Liebe Grüße
    Doris

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.18
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download