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  1. Buddhaland Forum
  2. odysseus05

Beiträge von odysseus05

  • Warum gibt es so wenig Erleuchtete?

    • odysseus05
    • 11. März 2011 um 00:03

    Hallo,

    Helmut9:

    Warum gibt es so wenige erleuchtet Wesen? (Was immer Erleuchtung ist und wie immer das gelebt werden kann?)
    Zumindest weden ja nur sehr wenige Wesen als erleuchtet betrachtet und anerkannt.
    Ist also der Buddhismus nicht wirkungsvoll genug?

    vielleicht müssen wir erst selbst erleuchtet sein,
    um zu erkennen, ob ein Anderer erleuchtet ist...

    Ich glaub ich habs bei Soygal Rinpoche irgendwo gelesen,
    dass er davon ausgeht, dass ein Teil unseres Geistes bereits erleuchtet ist.
    Insofern ist es m. E. nur ein vollständiges Erinnern, ein vollständiges Erwachen zu dem,
    was wir in den Tiefen unseres Geistes immer waren,
    was uns u. a. durch Verblendung abhanden gekommen ist.

    Und dieses Erinnern kann Jeder unabhängig von der Religion.
    Und wenn ich erleuchtet wäre, dann würde ich nicht herumspazieren
    und ein großes Schild mit einer Birne tragen.
    Dafür bin ich nicht der Typ.

    Dann eher der liebenswerte Querdenker :)

    Liebe Grüße

    Stefan

  • Einsichtsfähiger, weiser Mensch

    • odysseus05
    • 7. März 2011 um 21:38
    Silberstreif:

    Shantideva schreibt in Kapitel 8 des Bodhicaryavatara:
    56. Dass du nicht erkennst, dass der Körper des anderen aus Kot besteht, ist nicht erstaunlich. Verwunderlich ist, dass du diesen deinen eigenen nicht als von Kot erkennst.
    57. Außer an einem jungen Lotus, der unter den Strahlen der wolkenlosen Sonne erblüht, was kann ein dem Kot verfallener Geist für Freude an einem Unflathaufen haben?
    58. Wenn du die Erde und anderes nicht berühren willst, weil sie von Kot besudelt, warum willst du den Leib berühren, von dem dieser [Kot] gekommen ist?
    59. Wenn du das Unreine nicht begehrst, warum umarmst du dann das andere, das in einem Kotschoße entstanden ist, aus ihm keimt und dadurch genährt ist?

    Ich habe große Probleme damit.

    Ist denn nicht unser Körper, mit seinen biologischen und lebenserhaltenden Prozessen, das Gefäß oder das Fahrzeug des Geistes? Was kann der Geist ohne Körper und der Körper ohne Geist bewirken, um Erleuchtung zu erlangen? Es sei denn der Geist befindet sich im Nirwana.
    Wie soll man Liebe, Mitgefühl und heilende Hinwendung entwickeln, wenn ich in jeden Wesen einen Kotsack sehen soll?
    Die kostbare und selten zu erreichende menschliche Existenz wird doch höher gehalten, als der göttlichen Daseinsbereich! Ohne Körper, mit seinen biochemischen Prozessen, geht es nun mal nicht als Menschenkind.

    Vielleicht ist mein Anhaften noch zu groß(?), und Ihr könnt mir bei der Frage behilflich sein.

    Vielen Dank für Euer Verständnis...

    Alles anzeigen

    Hallo,

    den Körper brauchen wir halt noch eine Weile,
    sonst wird es halt etwas schwer hier auf Erden :)

    Ich neige hin und wieder auch zu Übertreibungen
    und denke, dass er deutlich machen wollte,
    wie sehr wir doch an unserem Körper haften.

    Unser Ich definiert sich halt schon stark über diesen begrenzten Körper.
    Ansonsten wären die vielen Schönheitschirurgen wohl arbeitslos.
    Wir lieben halt unseren Knochensack :)
    Und wir begehren halt schöne Körper des anderen Geschlechts.

    Vielleicht wäre Troja nicht zerstört worden,
    wenn Paris die schöne Helena nicht derart begehrt
    und entführt hätte...

    Es ist ziemlich leicht zu erkennen,
    was man nicht mag.
    Genau zu erkennen was man mag,
    woran man anhaftet,
    finde ich persönlich oft nicht so leicht.

    Aus dem Mögen und dem Anhaften
    resultieren verschiedene Bedürfnisse.
    Werden diese nicht erfüllt,
    dann geht es uns oft nicht so gut.
    Wir geben uns Mühe, dass sie erfüllt werden
    und wir lassen es Andere oft spüren
    wenn sie unsere Bedürfnisse nicht erfüllen.

    Und so laufen wir noch viele Runden im Hamsterrad
    und produzieren fleissig Dhukka.

    Seinen Körper zu vernachlässigen ist wenig gesund.
    Ihn als sein Ein und Alles zu verehren ist wohl auch zu viel.
    Ich denke, der richtige Weg geht durch die Mitte.

    Liebe Grüße

    Stefan

  • Zehn Arten von heilvollem Karma (Handlungen)

    • odysseus05
    • 7. März 2011 um 11:31

    Hallo,

    Danke für den Text.

    Viele Grüße

    Stefan

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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