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  1. Buddhaland Forum
  2. Sunlfower

Beiträge von Sunlfower

  • Nutzten aus der Meditation

    • Sunlfower
    • 9. Dezember 2011 um 10:13
    TMingyur:
    Sunlfower:


    Was tuen die Eindrücke die in unserem Geist geschehen?


    Sie hinterlassen sich.

    Sunlfower:


    Und können oder sollten wir diese Eindrücke auf besondere Weise nutzten oder lenken?


    Es sind die Eindrücke die lenken.


    Ich denke schon dass es stimmt dass wenn ein Eindruck etwas länger in meinem Geist bleibt statt wieder zu gehen sich die von mir Aufgebaute Konzentration auf diesen Eindruck ablenkt, aber andererseits wäre es doch Verschwendung wenn ein Eindruck im Geist entsteht der z.B. eine Weisheit beinhaltet die ich durch meine zuvor aufgebaute Klarheit jetzt erst sehen kann, wieder vorbeiziehen zu lassen ohne sie zu beachten. Früher habe ich sehr viel in 1-2 Sekunden gelernt (Probleme erkannt/gelöst oder etwas neues schlechtes an sich erfahren), wobei ich dann natürlich damit gestraft wurde dass ich erneut 3-5 Sekunden aufwenden musste um meine Konzentration wieder aufzubauen und im schlimmsten Fall nochmal ca. 4 Sekunden um wieder Anschluss an den Meditationstext zu finden.
    Aber dafür konnte ich nach der Meditation in Situationen bei denen besagte Erkenntnis greifen würde, wesentlich schneller auf diese Erkenntnis kommen (möglicherweise bevor ich einen Fehler mache).

    TMingyur:
    Sunlfower:


    Wobei wir den Raum versuchen optimal auszustatten, das Prinzip von Ursache und Wirkung in Eigenarbeit zu unseren Gunsten nutzten und bei dem Meditationstext so gesehen keinen Einfluss haben aber wissen dass er zur Erleuchtung führt?


    Das "versuchen", "zu unseren Gunsten nutzen" und das "wissen" sind eben die durch Eindrücke hervorgerufenen Eindrücke.


    Ich glaube das verstehe ich nicht so ganz :D
    Dabei gibt es für mich zu viele Interpretationsmöglichkeiten :grinsen:
    Kannst du das bitte nochmal erklären?

  • Nutzten aus der Meditation

    • Sunlfower
    • 9. Dezember 2011 um 09:57
    Ji'un Ken:
    Maybe Buddha:


    Ja, da hast du völlig recht. Nicht nur Geräusche, auch Tastungen (schmerzen, eingeschlafener Fuss, jucken etc), Gerüche, Gedanken und Gedanken-Bilder.

    Wollte damit auch nur sagen, das es normal ist, das wenn man im Porno-kino meditieren will, an Porno's denkt und wenn man im Affenkäfig sitzt an Affen denkt. Die Umgebung spielt schon eine Rolle. Und es gibt Umgebungen die besser und welche die schlechter geeignet sind. Welche das für einen sind, muss man selbst herausfinden.

    Falsch. Damit wird die Verantwortung nach außen abgegeben.
    Es ist euer Geist, der sich an Geräusche, Tastungen, Gedanken,...usw hängt.
    Üben Üben Üben.
    Erkennen und nicht drauf einlassen. Du kannst auf dem Bahnhof die Züge nicht anhalten, aber du brauchst dich nicht um sie zu kümmern.
    Ich habe noch kein Geräusch gehört, das sich an den Geist klammert. :D


    Schöne Analogie!
    Wobei Geräusche vorbeiziehen zu lassen je nach Geräuschen etwas schwieriger sein kann als bei Gedanken. Besonders Geräusche die den inneren Alarmzustand aktivieren wie bereits in einem Anderen Thema bei Kinderlärm besprochen wurde.
    Aber insgesamt denke ich hat Ji'un Ken recht!

  • Nutzten aus der Meditation

    • Sunlfower
    • 9. Dezember 2011 um 09:52
    Ji'un Ken:
    Sunlfower:

    ....Außerdem habe ich begonnen meinen Geist (oder eher den Seher) bewusst wahrzunehmen...


    Total spannend. Wie sieht er den aus, der Geist oder der Beobachter? ;)

    Ich weiß nicht ob es eine gute Idee ist auf Sarkasmus zu antworten, aber ich will es trotzdem versuchen :D
    Ich würde ihn genauso beschreiben:
    Er hat wehende braune Haare eine 60er Jahre Brille und ein großes "S" für Seher auf seinem Erwachsenenpyjama!
    Es sieht ganz ähnlich aus wie Ärger, Frust, Freude, Orientierung, Achsamkeit, Pickel zwischen den Schulterblättern und viele andere Sachen die wir an uns wahrnehmen können (und tatsächlich ohne dabei Augen zu brauchen). Wobei ich vermute dass Freude und Orientierung gerade ein Ding laufen haben. Hoffentlich erzeugen sie keine Mischform, ich bin so schon reich an Mischformen ;)
    Ich meinte "meinen Geist und den Seher bewusster wahrzunehmen". Soviel ich weiß ist es gut zwischen Seher, Gesehenem und Sehen zu trennen.

    Ji'un Ken:
    Sunlfower:

    ....Und können oder sollten wir diese Eindrücke auf besondere Weise nutzten oder lenken?...


    Das kommt darauf an, wie deine Praxis aussieht. Frag am besten deinen Lehrer oder erfahrene Mitpraktizierende.

    Also kommt das auf die Praxis an? Gibt es also Praktiken in denen man die Eindrücke die im Geist während einer Meditation entstehen nutzt?

    Ji'un Ken:
    Sunlfower:

    ....Verstehe ich das dann richtig dass die Sachen die bei uns im Geist entstehen wesentlich vom Raum, dem Meditationstext und wahrscheinlich dem Prinzip von Ursache und Wirkung abhängen? ...


    Die Dinge in deinem Geist entstehen und vergehen als Bedingungszusammenhang. Wenn du mit lieben Menschen in einem wunderbaren Meditationsraum sitzt, einen tiefgründigen Text hörst und an einen Porno denkst, würde ich das nicht unbedingt auf die Umgebung schieben. :grinsen::D


    Wenn ich dabei an Pornos denke dann ist das Ursache-Wirkung, hätte ich nie einen Porno gesehen, davon gehört oder mich daran erfreut, dann wäre das wahrscheinlich nicht passiert. Außerdem nutzte ich Ursache und Wirkung in dem Sinne dass ich versuche bis zu meiner nächsten Medi so viele schlechte Gewohnheiten abzulegen wie möglich und so viele Klarheit und Achtsamkeit in mir aufzubauen dass ich eben nicht an besagten Porno denke und möglichst wenig dazu in Versuchung geführt werde. Immerhin möchte ich meine Kraft nicht dazu verschwenden diesen ständig wiederkehrenden Gedanken loslassen zu müssen :D

    Viele Dank, das hat mir einiges zum Nachdenken gegeben das mir bereits etwas geholfen hat! :)

  • Die Fünf Betrachtungen

    • Sunlfower
    • 7. Dezember 2011 um 22:24
    Onyx9:

    Es ist insofern meine Welt die ich durch Wirkkraft erschaffe.
    Aber die Wirkkraft hab ich nicht erschaffen und auch nicht ihre Gesetzmäßigkeit.


    Hierbei sollte Welt deutlich unterstrichen werden :D
    Ich stimme da zu. Es geht dabei um etliche karmische Impulse die man in etlichen Leben ausgesendet hat.
    Dieses Karma geht auf Urzeiten zurück und aus Wikipedia stammt:

    Zitat

    Buddha diskutierte dies in einem Gespräch mit einem Brahmanen. Es ist demnach lediglich der karmische Impuls, der die Verbindung zwischen den einzelnen Leben herstellt. Es gibt keine Substanz, die übertragen wird.


    Wenn wir also annehmen das die karmischen Impulse die wir in die Welt hinausgesandt haben (Ursache Wirkung) nach unserem Tod nicht von der Welt getilgt werden sondern sich weiter wie in einem Netzwerk von Objekt zu Objekten schieben um irgendwann wieder bei uns anzukommen, dann ist dieser "karmische Impuls" (Wikipedia) wohl einerseits das was unsere nächste wiedergeborene Form bestimmt, als auch das Karma was wir aus etlichen Leben in die Welt gesetzt haben (Onyx9) die sich nach deren Gesetzmäßigkeiten (Ursache -> Wirkung) den Weg zu uns suchen.
    denke ich :D

  • Nutzten aus der Meditation

    • Sunlfower
    • 7. Dezember 2011 um 21:07
    Sunlfower:


    Jetzt zu meiner Frage:
    Was tuen die Eindrücke die in unserem Geist geschehen?

    Ich meinte
    Was tuen die Eindrücke die während einer Meditation in unserem Geist entstehen?

  • Nutzten aus der Meditation

    • Sunlfower
    • 7. Dezember 2011 um 11:56

    Hallo liebe Internetmeschen :D
    ich beschäftige mich erst 6 Wochen mit Buddhismus. Ich treffe mich regelmäßig zur Meditation mit meiner nächst erreichbaren Sanga mit wundervollen Menschen.
    Zu Beginn der Meditation habe ich eine Möglichkeit darin gesehen über meine Gedanken und mein Handeln besonders intensiv zu reflektieren wobei die Lehren Buddhas und der Meditationstext sich optimal dazu eigneten in mein neues Wertesystem integriert zu werden. Soweit hat das auch geklappt und mir viel Freude bereitet. Aber dank der Sanga habe ich auch erkannt dass es während der Meditations nicht darum geht zu reflektieren oder aktiv Entwicklung am Geist zu erzeugen. Man hat mir gesagt ich soll bei der Meditation nicht denken.
    Später habe ich ein viel wertvolleres Geschenk gefunden. Ich habe gemerkt dass das Loslassen von Störgefühlen viel nützlicher ist als die Selbstreflektion. Ich war im Alltag dazu in der Lage viel mehr Konzentration aufzubauen was mein Studium enorm erleichtert hat. Außerdem habe ich begonnen meinen Geist (oder eher den Seher) bewusst wahrzunehmen und meinen Körper nicht mehr mit meinem Geist gleichzusetzten. Ich könnte zwar noch nicht sagen was der Körper genau ist (außer ein Körper, also etwas womit man sich in der Realität unter den Gesetzten der Realität mit anderen Elementen der Realität in Verbindung treten kann), aber wenigstens konnte ich dieses Konzept abwerfen.
    Jetzt zu meiner Frage:
    Was tuen die Eindrücke die in unserem Geist geschehen? Und können oder sollten wir diese Eindrücke auf besondere Weise nutzten oder lenken?
    Verstehe ich das dann richtig dass die Sachen die bei uns im Geist entstehen wesentlich vom Raum, dem Meditationstext und wahrscheinlich dem Prinzip von Ursache und Wirkung abhängen? Wobei wir den Raum versuchen optimal auszustatten, das Prinzip von Ursache und Wirkung in Eigenarbeit zu unseren Gunsten nutzten und bei dem Meditationstext so gesehen keinen Einfluss haben aber wissen dass er zur Erleuchtung führt?

    Liebe Grüße
    Sun[lf]ower

  • "Mehr" Klarheit ?

    • Sunlfower
    • 7. Dezember 2011 um 10:03

    Eigentlich Sunflower, aber ich habe mich bei der Registrierung vertippt. Jetzt finde ich aber auch gefallen an Sunlfower. Außerdem hat der liebe Administrator gesagt Sunflower sei schon vergeben ;)

  • "Mehr" Klarheit ?

    • Sunlfower
    • 6. Dezember 2011 um 22:51

    Hallo liebe Menschen aus dem Internet :D
    Bei dem enorm schnellen Zuwachs an Posts der an einem Tag zu einem Thread entsteht, kommt man kaum noch zum Antworten wenn man nicht auf der 7. Seite landen will.
    Ich habe mir bereits ein dutzend Themen angesehen und bin größten Teils positiv überrascht wie viele gute Antworten man doch in so einem Forum findet :)

    Um mich kurz zu halten, möchte ich doch etwas zu "Mehr" Klarheit beitragen. Auch wenn das Thema wohl stellenweise leicht entartet ist ;)

    Ich studiere Mathematik in Bonn (reine Mathematik, kein Lehramt).
    In diesem Studiengang ist das Wissen im Verhältnis zur Auffassungsgabe fast schon irrelevant.
    Meditation hat mir dabei geholfen einen Zustand von Klarheit aufzubauen den ich während Vorlesungen und beim Arbeiten abrufen kann, der enorm zu meiner Leistungsfähigkeit beigetragen hat.

    Aber das war nur deswegen möglich, weil mein Geist etwas hatte woran er seine Krallen schärfen konnte. Eine Herrausforderung die als "für mich Machbar" definiert ist, aber immer extrem schwer zu bewältigen. Unsere Aufgaben bestehen fast immer aus einem Problem für das man (je nach Professor) 2 bis 6 Stunden investieren muss um auf die Lösung ( in der Regel eine halbe A4 Seite Text ) zu kommen. Diese Zeit verbringt man tatsächlich mit denken ( Mathematiker rechnen nicht, das machen PCs ^^).

    Ich denke, wenn ich mich nicht solchen Herrausforderungen stelle, würde ich auch wesentlich weniger geistige Klarheit erfahren.
    Es stellt sich außerdem nach der Lösung des Problems eine Extaseartige Klarheit ein die den Frust wärend der Arbeit mehr als wieder gut macht.
    Auch jetzt kann ich mich nur schwer gegen dieses beteubende Glücksgefühl wehren. Aber um die geht es garnicht^^
    Es geht darum dass man vielleicht eine geistige Herrausvorderung gebrauchen kann wenn die Klarheit nicht von selber kommen will :D

    Vor dem Studium habe ich dazu Schach gespielt ^^

    Ich denke dass man Klarheit wirklich mit einem Teil von der Vorstellung von Leere vergleichen kann. Leere deutet hier bloß auf die Abwesenheit von störgefühlen hin. Die hindern deinen Geist also nicht mehr seinen Sprint zu beginnen um Geistige Akkrobatik betreiben zu dürfen.

    Liebe Grüße
    Sunlfower

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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