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Beiträge von Isis

  • Dalai Lama

    • Isis
    • 11. Juni 2009 um 15:36
    Dorje Sema:

    Für die Mulasarvastavadins ist das Theravada und der Pali Kanon nicht verbindlich!!!


    Werter Dorje,
    ich denk mal weil DL durch seine Medienpräsenz ein breites Publikum erreichen kann, was ihm viele verübeln, erreicht er eben viele Menschen und das macht er ohne seine eigene Tradition mit groß einzubringen. Ich weiß wirklich nicht viel darüber.
    Hinter "Theravada und Palikanon... nicht verbindlich" hast du drei Ausrufezeichen geschrieben, hat das was bestimmtes zu bedeuten?
    ......
    Habe ich nicht irgendwo gelesen, dass die Wege vielfältig sind?
    :idea::lol:

    Liebe Grüße!

  • Dalai Lama

    • Isis
    • 11. Juni 2009 um 13:14
    Karma Deleg Ragyä:

    ... auch bei den Tieren. Bodhisattvas manifestieren Aktivitäten überall da, wo sie gebraucht werden.


    ... sage ich ja, wer seine Tradition kennt, versteht ihn (noch) besser. ;)

  • Dalai Lama

    • Isis
    • 11. Juni 2009 um 12:47

    Der Anfang...

    Zitat

    Im Jahr 1950 waren chinesische Truppen in Tibet einmarschiert. Viele linksgerichtete Tibeter begrüßten damals noch die Ankunft der Kommunisten. Auch der junge Dalai Lama war zu Gesprächen mit der kommunistischen Führung bereit und unterzeichnete 1951 ein Abkommen mit Mao Tse-tung. Doch bald zeigte sich, dass die Chinesen in Tibet nicht wohlwollend herrschen wollten. Es kam zu einem Aufstand, der niedergeschlagen wurde, der Dalai Lama und Zehntausende seiner Anhänger flüchteten nach Indien.

    Im Namen der Abschaffung einer "Sklavenhaltergesellschaft" führten die chinesischen Kommunisten ihre Gesellschaftsordnung ein. Dann kam die Kulturrevolution. Hunderte von Klöstern und Tempeln wurden zerstört, Tausende Mönche und Nonnen inhaftiert und gefoltert. Erst zu Beginn der achtziger Jahre, als die chinesische Reformpolitik unter staatlicher Kontrolle auch wieder Religionen zuließ, wurden Klöster wieder geöffnet und aufgebaut. Ihre Zahl wurde aber begrenzt, und die Religionsbehörden kontrollieren sie mit "patriotischen Erziehungskampagnen", die vor allem eines zum Ziel haben: den Einfluss des Dalai Lama zu beenden.

    Das vorläufige Ende:

    Zitat

    Nach fünfzig Jahren im Exil und langem Hoffen, mit der chinesischen Regierung ins Gespräch zu kommen, hat das religiöse Oberhaupt der Tibeter die diplomatische Zurückhaltung abgelegt. Der nunmehr 72 Jahre alte Dalai Lama, der sich bislang noch immer bemüht hatte, der chinesischen Regierung Brücken zu bauen und einen Dialog zu suchen, hat offenbar kaum noch Hoffnung auf einen Ausgleich. Immer frustrierter klingen seine Stellungnahmen, immer dringlicher seine Appelle. Mehrere Verhandlungsrunden seiner Abgesandten mit chinesischen Behörden blieben ohne Ergebnis. Einmal im Jahr ließ die chinesische Regierung die Tibeter, vor allem auf Druck der Vereinigten Staaten, zu privaten Besuchen einreisen. Es gab keine Annäherung. Das letzte Mal gingen die Verhandlungen im vorigen Juni ohne Ergebnis zu Ende.


    https://www.faz.net/print/Politik/…zurueck?print=1

    Nebenbei ein einfacher Mönch.
    Also ein Politiker, Friedensstifter und Mönch, der u.A. ein Mückenproblem zu lösen hat.

    Ehrlich gesagt wie eine Biene daraus entstehen könnte verstehe ich nicht!!
    In dem Fall müssten doch die meisten von uns das nächste Dasein in der Form eines Nukleinsäuremoleküls fristen.
    :grinsen:

  • Fragen zum Selbst und Wiedergeburt

    • Isis
    • 10. Juni 2009 um 09:42

    ... durch buddhistische Praxis erzielt man eine positive Wirkung auf das Karma des "eigenen" und demzufolge auch auf das des "nächsten" Wesens und da durch das ggf. erzielte Erlöschen des Karmas unzähligen anderen Wesen das künftige samsarische Dasein erspart bleibt sowie die illusionäre Trennung zwischen dem "eigenen" und allen "anderen" Wesen aufgehoben wird, kann man auch sagen, dass...

    Jeder, der Buddhismus praktiziert, es für sich und andere tut.

    http://www.palikanon.com/wtb/karma.html

    Gruß, Isis

  • Dalai Lama

    • Isis
    • 9. Juni 2009 um 20:00

    ... bei diesem direkten Hinweis kann sich m.E. kein größerer Übersetzungsfehler einschleichen:

    "Der buddhistische Begriff des Verhaftetseins entspricht nicht dem, was die Menschen im Westen darunter vestehen."

    Die Bedeutung des "buddhistischen" Verhaftetseins versteht er entweder im Kontext des Tibetischen Buddhismus, oder wir verstehen das "Verhaftetsein" grundsätzlich falsch.
    Auch denke ich, dass Liebe zum eigenen Kind großzügig und weit ist, sie ist von ihrem Anfang an ein Prozess des Loslassens - im Erwachsenenalter kann das Kind tausende von Kilometern entfernt sein - wenn man weiß, dass es ihm gut geht, leidet man unter der räumlichen Trennung nicht.
    Ich denke je mehr man von einem Autor liest, desto leichter setzt man sich auch über die übersetzungsbedingten Unklarheiten hinweg. Wer sich auch gut mit Tibetischem Buddhismus auskennt, ist im Vorteil. Sicher äußert DL nichts, was seiner Tradition widersprechen würde. Ich bin mir gar nicht sicher, ob ich ohne ihn zum Buddhismus gekommen wäre, und seine Art, seine Erscheinung - für mich die verkörperte Weisheit, deshalb glaube ich auch alles, was er sagt oder schreibt. Das nennt sich Vertrauen, habe ich gehört...

    Gruß, Isis

  • Wirkt sich Glaube tatsächlich so auf die Partnerschaft aus?

    • Isis
    • 9. Juni 2009 um 16:58
    Girasole:

    ... nein, ich meinte das eher weil ich gerade im Internet und in der Literatur bei meinen Recherchen über den Diamantweg Buddhismus nicht den Eindruck einer sekten-ähnlichen Struktur hatte...
    Vielleicht ist er einfach nur übereifrig geworden?


    .... Hallo Girasole.... es ist auf jeden Fall die Frage der Auffassung, erfahrungsgemäß kann man schon sagen, dass Diamantweg mehr Gefahren sich da in was zu verrennen bietet als Zen oder Theravada.

    Guck mal hier wenn du Zeit hast, ob du bei deinem Freund Ähnlichkeiten mit dem dort beschriebenen Zugang zum spirituellen Weg findest... vielleicht findest du dort eine Antwort auf deine Fragen.
    http://www.buddhanetz.org/texte/petersen.htm

    Dass du nicht versucht hast deinen Freund einzuschränken finde ich edel. Aber - du machst dir Sorgen wegen der gemeinsamen Zukunft. Warum redet ihr dann nicht darüber? Ein offenes Gespräch über eigene Vorstellungen und Erwartungen würde Klarheit und auch ein gutes Fundament für eine (deine) Entscheidung schaffen.

    Gruß, Isis

  • Dalai Lama

    • Isis
    • 9. Juni 2009 um 09:20
    melong:

    Bitte berücksichtigt, dass der Dalai Lama kein Deutsch spricht. Fehlerhafte oder fehleranfällige Wortwahl ist also immer den Übersetzern anzulasten.
    Ich habe schon Dinge gelesen, die er angeblich gesagt haben soll, von denen ich weiß, dass er sie SO nie gesagt haben kann.


    Diese Berücksichtigung beinhaltet eine meditative Art Texte zu lesen, die widerum bedeutet nicht die Differenzen, sondern den Bezug zur Lehre in den Vordergrund zu stellen, verstehen wollen.

  • Dalai Lama

    • Isis
    • 9. Juni 2009 um 09:15

    "Es gibt verschiedene Ansätze. Wir können auch jahrelang mit dem einfachen Wunsch meditieren, uns selbst weiter zu entwickeln, wobei wir uns sagen: 'Ich will die Befreiung erlangen. Ich will die Qualen meines Geistes überwinden'. Bei der Bodhisattva-Praxis aber liegt der Schwerpunkt beim Dienst am anderen. Sollte es dabei vorkommen, dass wir unsere eigenen Übungen etwas venachlässigen, weil wir intensiv damit beschäftigt sind, anderen zu helfen, dann können wir sagen: 'Das war es wert, weil ich anderen ein wenig nützlich habe sein können.'"
    DALAI LAMA

  • Dalai Lama

    • Isis
    • 9. Juni 2009 um 01:40


    "Wenn jemand ein sehr tiefes Mitgefühl empfindet, dann bedeutet dies ja schon, dass er eine enge Beziehung zu einer anderen Person hat. In den buddhistischen Schriften heißt es, wir sollen eine Liebe entfalten, die jener gleicht, die eine Mutter für ihr einziges Kind empfindet. Das ist eine sehr enge Beziehung. Der buddhistische Begriff des Verhaftetseins entspricht nicht dem, was die Menschen im Westen darunter vestehen. Wir sagen, die Liebe einer Mutter zu ihrem einzigen Kind sei frei von Verhaftetsein."
    DALAI LAMA

  • Zitate aus dem Theravada

    • Isis
    • 7. Juni 2009 um 17:22

    Frage: Habe ich dich sagen hören, daß du Angst vor sehr fleißigen Schülern hast?

    Antwort: Ja, das ist richtig. Ich habe Angst vor ihnen. Ich habe Angst, daß sie zu ernsthaft sind. Sie strengen sich zu sehr an, aber ohne Weisheit. Sie treiben sich selbst in unnötiges Leiden hinein. Einige von euch sind fest entschlossen, erleuchtet zu werden. Ihr beißt die Zähne zusammen und kämpft ohne Unterlaß. Das ist eine übermäßige Anstrengung. Die Menschen sind alle gleich, sie kennen nicht die Natur der Dinge. Alle Gestaltungen, Geist und Körper, sind unbeständig. Beobachtet einfach und klammert euch an nichts fest.

    Manche halten sich für sehr weise. Sie kritisieren, beobachten, verurteilen. Das ist in Ordnung. Laßt ihnen ihre Meinungen. Doch solche Werturteile sind gefährlich. Es geht uns wie auf einer Straße mit einer sehr scharfen Kurve. Wenn wir denken, die anderen sind schlechter, besser oder uns ebenbürtig, fliegen wir aus der Kurve. Wenn wir unterscheiden, werden wir nur leiden.

    Ein Gespräch mit Ajahn Chah

  • Grundwerk

    • Isis
    • 7. Juni 2009 um 10:55
    melong:

    Aber was Theravada angeht, da ist das online-Angebot recht gut:

    in fürchterlichem Deutsch
    http://palikanon.com/

    in leichtverdaulicherem Deutsch
    http://www.phathue.de/buddhismus/dharma/mittlere-sammlung/


    Hi Ge!sT, herzlich willkommen!

    Hier noch andere Meinungen zum Zitat:
    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=1&t=1573

    ... hier Links zu einigen Werken:
    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=2&t=2123

    ... und ansonsten (wenn du mal viel Freizeit hast):
    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=8&t=2023

    Gruß, Isis

  • Freude als verdecktes Leid

    • Isis
    • 6. Juni 2009 um 14:16

    Beiträge abgetrennt -> Mahayana...
    Isis

  • Freude als verdecktes Leid

    • Isis
    • 5. Juni 2009 um 22:35

    Hallo Anita,

    es handelt sich um das Erkennen des Leids (der Unzulänglichkeit), die 1. Wahrheit.

    Wenn man Vier Edle Wahrheiten verstehen will, kommt man nicht ohne Palikanon aus. Durch das meditative Lesen kannst du dann vieles eher verinnerlichen, als das, was im Forum nur so nebenbei geschrieben wird. Einen guten Anfang findet man in der Wikipedia unter "Buddhismus"...

    ... dann kann dir den Max Ladner empfehlen, der über die Leidensentstehung schreibt...

    Zitat

    Die zentrale Ursache alles Leidens dieser Welt findet sich aber in dem Begriff der Vergänglichkeit....
    So steckt in jeder Freude und in jedem Lustgefühl der Stachel der Vergänglichkeit, der das Leben immer wiederum in Leiden wandelt...


    http://www.palikanon.de/diverses/max_ladner/m_ladner01_1.htm

    ... hier, im Kommentar zur Satipatthana-Sutta findest du das Thema auch...

    Zitat


    "Wer Glück als Leiden sieht und Leid als Stachel,
    In dem, was weder Freude ist noch Leid, Vergänglichkeit erkennt,
    Ein Mönch, der also recht versteht,
    voll Frieden wird sein Leben sein."
    (Samy.36.5)

    "Wer Glück als Leiden sieht", nämlich als das in der Veränderlichkeit bestehende Leid.

    "Leid als Stachel", weil es eine schmerzliche Wunde erzeugt, weil es tief eindringt und schwer zu beseitigen ist.

    Außerdem sind alle diese Gefühle als leidvoll zu betrachten. Denn es heißt: "Was auch immer gefühlt wird, ist im Leid."

    D.h., es ist im Leiden eingetaucht, in ihm einbegriffen; weil man nämlich über die allen Daseinsgebilden eigene Leidhaftigkeit nicht hinwegkommen kann.

    Auch Freude ist als Leiden zu betrachten, und in diesem Sinne heißt es: "Beim freudigen Gefühl ist sein Bestehen Glück, seine Veränderung ist Leid usw."

    Alles anzeigen


    http://www.palikanon.de/diverses/satipatthana/satikom01.htm

    ... und hier auch... (ein schönes Zitat daraus):

    Zitat

    Das eine Glück beruht auf dem unverlierbaren Wissen um die wahre Natur aller Daseinserscheinungen, das andere auf der zeitweiligen Anwesenheit günstiger Umstände. Den Unterschied zeigt sofort ein Blick in die Umwelt: Da sieht der Weltling die Wesen in Elend fallen, krank werden und sterben, und große Angst erfaßt ihn, daß auch sein Glück sich wenden könnte. Der Heilige aber kennt keine Angst - er hat alle Verhaftungen aufgegeben und steht unberührt von den Wandlungen des Daseins.


    http://www.palikanon.de/diverses/licht…cht_lehre04.htm

    Dieses Forum ist speziell dazu da, dass man Fragen stellt wenn man etwas nicht versteht, einen Rat braucht usw. Also nur zu, du musst keine Angst haben hier etwas nicht thematisieren zu dürfen.
    Die PK-Suchfunktion hast du?
    http://suche.nibbanam.com/

    :D8) Bis denne, dir lieben Gruß.

  • Zitate aus dem Theravada

    • Isis
    • 5. Juni 2009 um 00:15

    "Was auch immer der von falschen Ansichten erfüllte Mensch, seinen Ansichten folgend, in Werken, Worten und Taten verübt oder beginnt, und was auch immer er an Willen, an Sehnsucht, an Verlangen und Strebungen besitzt, so führt dies alles zu Unerwünschtem, Unliebsamem, Unerfreulichem, zu Unheil und zu Leiden."
    (A I 28 /A i 32)

    "Ansichten kommen in vielerlei Formen: Meinungen, Ideen, Vorstellungen, Überzeugungen, Theorien, Ideologien, Glaubensinhalte. Einige solcher Ansichten mögen Produkte bewußter und reiflicher Überlegung sein, andere beziehen ihre Kraft aus unbewußten und unreflektierten Anteilen unserer Psyche. Woher sie auch kommen mögen: es handelt sich bei ihren Inhalten immer um etwas, von dessen Richtigkeit wir - dumpf oder klar - überzeugt sind und dessen Kenntnis und Bekräftigung uns Identifikation bietet. Den weitaus größten Teil unserer Ansichten eignen wir uns unbewußt und durch simple Übernahme an. Ihr größter Verbündeter ist nicht der Eigensinn, sondern die bejahte Unwissenheit, nicht Querulantentum, sondern der Unwille zur Selbstprüfung, nicht Verschwörungstheorien, sondern die Weigerung, überlieferte Glaubensinhalte ergründend in Frage zu stellen.

    Und so bleibt mir, um von vermeintlich 'richtiger Ansicht' zur Tugend Rechter Anschauung zu kommen, nur der umsichtige und prüfende Gang durch das Gelände meiner Ansichten und meines Vorverständnisses, der sich orientierende Blick und meine Fähigkeit, abwechselnd den Weg und das Ziel ins Auge zu fassen. Wenn all dies mehr als bloße Selbstreflexion sein will, muß es sich auf Sammlung und meditative Innenschau stützen. Doch auch eine solche meditative Herzensergründung bedarf der nachträglichen Reflexion, um die aus der Tiefe geschöpften Erkenntnisse in die Ebene der Anschauung zurückzuführen. - Wie anderswo auch, empfiehlt es sich, daß selbst vertrauenerweckende Tritte erst vorsichtig belastet werden sollten. Halten sie dabei nicht stand, gehen wir zurück auf die letzte sichere Stelle und scheuen uns nicht zu üben, was uns die Schriften mit "Berichtigung der eigenen Anschauung" (ditthujukamma) ans Herz legen. Trägt jedoch der Grund unter unseren Füßen nach eingehender Prüfung, gilt es keinen Augenblick länger zu zögern, sondern beherzt voranzusteigen."

    Ajahn Akincano / Frühjahr 2004

  • Zitate aus dem Theravada

    • Isis
    • 4. Juni 2009 um 17:28

    Geben (dana) ist einer der wesentlichen grundlegenden Schritte der buddhistischen Praxis. Für sich praktiziert ist er die Basis von Verdienst oder heilsamer Handlung (kamma). In Verbindung mit ethischem Verhalten, Konzentration und Einsicht, führt er letztendlich zur Befreiung von samsara, der Kreislauf des sich immer erneuernden Daseins. Sogar jene, die auf dem Pfad zur Freiheit bereits wohl verankert sind, praktizieren das Geben weiterhin, weil es zu guter Gesundheit, Schönheit und Glück in ihren noch verbleibenden Leben beiträgt. Bodhisattas (Wesen, auf dem Weg zur Buddhaschaft) vervollständigen dana parami oder die Vervollkommnung des Gebens bis zum höchsten Grad, indem sie frohen Herzens ihre Glieder und sogar ihr Leben geben, um anderen Wesen zu helfen.

    Susan Elbaum Jootla

  • Zitate aus dem Theravada

    • Isis
    • 26. Mai 2009 um 19:48

    "In der Flüchtigkeit der Atemzüge erfassen wir die Vergänglichkeit des Körpers; in der Abhängigkeit des Atems von bestimmten Körperorganen und andererseits der Abhängigkeit des lebenden Körpers von der Atmung erfassen wir die mannigfache Bedingtheit des Körpers; im schweren Atem oder der Atmungs-Störung erfassen wir die Leidhaftigkeit des Körpers; im Atem als einer Manifestation des Wind- oder Bewegungselementes erfassen wir die unpersönliche Natur des Körpers."
    Nyanaponika

  • Zitate aus dem Theravada

    • Isis
    • 24. Mai 2009 um 15:58

    "Geistesforschung ist unmittelbarste Praxis; ihr Ziel ist kein anderes, als das Wirken in den Griff zu bekommen. Versuchen wir zunächst einmal selbst, das Aktionsfeld des Wirkens, unsere Wirklichkeit also, etwas genauer zu bestimmen.

    Wie erleben wir Wirken? Auf zweierlei Weise: als Erfahrung und als Verhalten. Erfahrung und Verhalten sind grundlegende Funktionen unseres Daseins. Erfahrung entsteht ohne unser Zutun, sie strömt aus der Umwelt gleichsam in uns hinein, wir erleben sie passiv.

    Verhalten dagegen kehrt die Wirkensrichtung um; hier sind wir selbst Aktionsquelle und wirken auf die Umwelt ein.

    Die Frage ist nur: Welcher Zusammenhang besteht zwischen unserer Erfahrung und unserem Verhalten? Erschöpft sich in diesen beiden Funktionen unsere Wirklichkeit? Kritische Beobachtung lehrt: Zwischen Erfahrung und Verhalten vermittelt ein prüfendes und wertendes Element, welches wir mit Erkennen bezeichnen wollen. Je nach Erkenntnisvermögen werden gleiche Eindrücke unterschiedlich gedeutet und geben zu abweichendem Verhalten Anlaß Erkenntnis prägt die Erfahrung und läßt eine bestimmte Situation in diesem oder jenem Licht erscheinen.

    Und wie wir die Welt sehen, so reagieren wir auf sie. Dieses "Wie" ist von ausschlaggebender Bedeutung. Es entscheidet darüber, ob wir die Welt als harmonisch geordnetes Ganzes schauen und im Einklang mit ihr leben können, oder ob wir in ein wirres Chaos blicken und entsprechend schwachsinnig reagieren.

    Wir können dies leicht durch Beobachtung an uns selbst feststellen, weil unser Erkenntnisvermögen Schwankungen unterworfen ist. Es gibt Momente geistiger Klarheit, in welcher wir viele Faktoren unserer Wirklichkeit zu einer geordneten Übersicht verbinden können; dann sind wir von Freude durchdrungen und unser Handeln ist von spontaner Sicherheit und Gutheil.

    Dann wieder trüben Gier, Haß, Unruhe, Schlaffheit oder Zweifel unseren Blick, wir sehen die Dinge verzerrt, fühlen uns unsicher und elend und machen alles falsch. Verstehen oder Mißverstehen entscheiden mehr über unser Daseinsbefinden als die Dinge und Vorgänge, mit denen wir gerade konfrontiert sind.

    Mangelndes Erkenntnisvermögen nennt der Buddha Unwissenheit (avijja). Unwissenheit stört unsere Erfahrung, und gestörte Erfahrung bewirkt gestörtes Verhalten. Gestörtes Verhalten aber macht die Situation noch komplizierter, schafft neue Verwicklungen, neue Verwirrungen, neue Unsicherheit..."

    Sri Gnanawimala Maha Thero

  • Himmel und Hölle?

    • Isis
    • 24. Mai 2009 um 10:26

    ... und hier noch zwei erhellende Diskussionen zum Thema:
    ;)
    Die Buddhistische Idee des Himmels (Paradiese)
    Buddhistische Idee der Hölle

  • Himmel und Hölle?

    • Isis
    • 24. Mai 2009 um 08:56
    xJonaXthanx:

    Nun stellt sich mir als jemand der den Buddhismus stehts als Gott und Himmel und Höllen los erklärt bekam die Frage... "Was?!" xD
    Ich frage mich wie das alles kommt, ist das nur in manchen "Schulen" der Buddhismus so oder überall?


    Hi!
    Vielleicht hilft dir dieser Text weiter.

    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=1&t=90#p482

    Gruß, Isis

  • buddhismus menschenunwürdig?

    • Isis
    • 18. Mai 2009 um 22:39
    acinteyya:

    ... jedoch gehört der Bereich der Karmawirkung (kamma-visaya) als solcher zu den 4 unfaßbarkeiten (acinteyya -> "Was nicht zu denken ist, oder was man nicht zu denken hat").

    acinteyya:

    also ich meine, dieses oder jenes bestimmte phänomen kann eben nur allgemein karma zugewiesen werden, weitere interpretation geht eher in richtung spekulation.
    was meint ihr?


    JA.
    (Ich meine Ja)

  • buddhismus menschenunwürdig?

    • Isis
    • 18. Mai 2009 um 12:02
    accinca:

    Ungerecht oder nicht, das Problem ist ja das Leiden.


    "Gerechtigkeit" ist ja auch nur eine der tollen Errungenschaften der Dualität. Also - des Leidens.
    Im PK wird sie m.W. nur im Zusammenhang mit der Herrschaft der Könige, ansonsten nur im Kontext des Gerecht-Werdens benutzt. Stimmt's, accinca?
    :D

    Zitat

    Auf das menschliche Tun bezogen, ist Karma das Gesetz der ausgleichenden Gerechtigkeit, das—so hart es klingen mag—nur dort Not, Elend, Krankheit und Armut verhängt, wo der rechte Weg verlassen wurde. Wo und wann dies geschah, entzieht sich nur zu oft der Erkenntnis. Jedes Tun gilt als schicksalsgestaltend und wird damit höchst bedeutungsvoll. Der Mensch selbst—niemand anders—hat sein Leben in der Hand und ist selbst seines Schicksals Schmied. Auf ihn selbst kommt es an, auf die kleinste innere und äußere Regung, auf das geringste Wort und auf die scheinbar nebensächlichste Tat, hier und jetzt, in diesem Augenblick.
    G. Krauskopf, "Die Heilslehre des Buddha"


    Zu der Sozialen Gerechtigkeit:

    Zitat

    Die Menschheit hungert seit Jahrtausenden nach sozialem Frieden und nach Sicherheit, ohne diesem Ziel erkennbar näher gekommen zu sein. Gesellschaftssysteme entstanden und vergingen, Eroberungs- und Befreiungskriege wurden geführt, Millionen Menschen verbluteten auf den Schlachtfeldern für diese oder jene Idee - aber der uralte Wunsch der Menschen nach einem friedlichen und gesicherten Leben in einem Paradies sozialer Gerechtigkeit hat sich nicht erfüllt.

    In unserer Welt der Rassen- und Klassengegensätze, in der Besitz als Freibrief zur Ausplünderung der Besitzlosen dient, in der eine rücksichtslose Ausschlachtung und Vergiftung der Umwelt das Überleben der nächsten Generation fraglich macht, In der Hunderttausende von toten und Krüppeln das Blutopfer des Fortschritts bilden, in der Gewalt bestimmt, was man unter Freiheit zu verstehen hat, in der aus Machtgier selbst vor Völkermord nicht zurückgeschreckt wird - in einer solchen Welt schreien die einen nach Ruhe und Ordnung, die anderen nach Revolution, einige steigen auf die Barrikaden, aber die meisten haben längst resigniert, wollen von "all dem" nichts mehr wissen und lassen sich willenlos treiben.

    Als Buddhisten werden wir aber weder blind reagieren, noch werden wir nur herum lamentieren, noch werden wir die Augen verschließen. Wir müssen vielmehr das Problem Gesellschaft wie jedes andere vorurteilslos untersuchen, es in seiner Widersprüchlichkeit erfassen, unsere eigenen Kräfte abschätzen und dann zielbewußt handeln.

    Sehen wir uns zunächst einmal die gängigen Gesellschaftstheorien an! - Es gibt zwei sich widersprechende Ansichten darüber, wie die Welt zu verbessern sei:...


    Das Licht der Lehre

  • buddhismus menschenunwürdig?

    • Isis
    • 18. Mai 2009 um 08:55
    accinca:
    Isis:


    Allerdings (wenn man es richtig ließt)
    betrifft es ja nicht den Punkt.


    Und welchen Punkt meinst du?

    accinca:
    birth:

    also ein problematisches verhältnis gibt es aber dohc noch:
    "das karma bestimmt die umstände, in die ein mensch hineingeboren wird"
    das sagt aus, dass menschen die in armen familien aufwachsen, oder gar in gewalttätigen oder missbrauchenden familien, durch ihr karma dort gelandet sind.


    Ja, das ist bei schlechten Kamma immer so, nur bei guten Kamma
    beschwert sich keiner.


    Ja, eben - und dagegen helfen Vier edle Wahrheiten!
    :D
    Wenn man sich "beschwert", impliziert man das christiliche Konzept "Schuld und Sühne". Gewalt und Mißbrauch unterliegen dem gegenwärtigen Wirken, dessen Ursachen (ich würde es da als Disposition umschreiben) zwar karmisch bedingt sind, ihre tatsächliche Wurzel aber in der Unwissenheit haben. Weltliches Leiden. Darum auch das Zitat von mir.

    accinca:

    Natürlich wird der Wille nicht nur oder gar nicht
    von äußeren Dingen bestimmt. Letztendlich sind es aber die inneren
    Eigenschaften welche den Willen (den der Buddha kamma nennt) bestimmen
    und so für die zukünftigen Wirkungen verantwortlich sind.


    Ja, "nicht nur".
    Es wäre vielleicht noch hinzuzufügen, dass man - egal wie man es dreht - an dieser Gesetzmäßigkeit nichts "ungerechtes" finden wird, wobei ich mich jetzt dabei z.T. auf die etwas ältere Diskussion "Karmische Konsequenzen) beziehe.

    http://www.buddhaland.de/viewtopic.php?f=22&t=1646

  • buddhismus menschenunwürdig?

    • Isis
    • 18. Mai 2009 um 00:45
    birth:

    ... das sagt aus, dass menschen die in armen familien aufwachsen, oder gar in gewalttätigen oder missbrauchenden familien, durch ihr karma dort gelandet sind.


    ... nur ist es nicht "ihr" Karma!
    :D

    Zitat

    Wären Kamma und vipāka (Karmawirkung) durch einen strengen mechanischen Kausalnexus verkettet, so wäre der Mensch ein Automat, dessen Ablauf prinzipiell vorherbestimmbar wäre. Für einen solchen Automaten gäbe es keine Befreiung. Tatsächlich aber bewegt sich alles Leben in einem eigentümlichen Spannungsfeld zwischen Freiheit und Notwendigkeit. Dies trifft insbesondere auf die menschliche Praxis zu: Einerseits ist jede Handlung durch die vorhandene Wirklichkeit motiviert und kann sich nur nach bestimmten Gesetzen und im Rahmen von Grenzen vollziehen, die dieser Wirklichkeit innewohnen.

    Andererseits aber führt das bloße Vorhandensein dieser Gesetze und Grenzen nicht notwendig zum Vollzug einer bestimmten Handlung, sondern öffnet einen mehr oder weniger breiten Fächer verschiedener Handlungsmöglichkeiten. Was möglich ist, ist eindeutig bestimmt durch die Gesetze unserer Wirklichkeit und streng getrennt vom Unmöglichen. Wie wir aber diese Möglichkeiten nutzen, was wir zu neuer Wirklichkeit gestalten, liegt in unserer Hand.
    (Sri Gnanawimala Maha Thero)


    Auch wird durchs Leiden (Schmerzen) schlechtes Karma abgebaut, so dass bereits während des einen Lebens ein positiver Wandel stattfinden kann.

  • Problem Meditation

    • Isis
    • 16. Mai 2009 um 18:26
    Nashorn:


    Ajahn Chah sah es genau so:

    Zitat

    Es ist wie mit einem Messer: Die scharfe Schnittkante liegt auf der einen Seite der Klinge, und der Rücken ist die stumpfe andere Seite. Man kann sie nicht trennen. Wenn wir das Messer benutzen, sind beide Seiten der Klinge vorhanden.


    .... 8)

  • Zitate aus dem Theravada

    • Isis
    • 11. Mai 2009 um 12:29

    "Man muß sich darum bemühen, den Daseinserscheinungen mit wacher Besonnenheit zu begegnen und muß sie als das erkennen, was sie in Wirklichkeit sind - bloße Karma- Folgen, vergängliche Gebilde, Vorgänge oder Zustände des Bewußtseins, Produkte des eigenen früheren Willens. So entlarvt, vermögen sie Gier und Haß nicht zu erwecken. Man verfolgt das Entstehen und Vergehen diese Erscheinungen, ohne sich zu unbedachter Aktivität hinreißen zu lassen, ohne anzuhaften, unverwirrt und geistesklar."

    "Der einzige Weg" - Sri Gnanawimala Maha Thero

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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