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  1. Buddhaland Forum
  2. Joy

Beiträge von Joy

  • Wieso an Wiedergeburt glauben ?

    • Joy
    • 28. November 2011 um 21:30

    Danke Marion.

    Ich finde es immer erschreckend, wie dramatisch sich manche spirituellen Konzepte auf das Leben auswirken können. Da glauben manche sogar, wenn sie sich töten, sind sie befreit. Dabei ist damit was ganz anderes gemeint. Da hat der Verstand einfach nur was falsch verstanden. Das Ego lässt sich nicht mit Bomben oder Selbstmord töten.

    _()_

  • Diskussion: Buddhismus und Polizeitdienst

    • Joy
    • 28. November 2011 um 21:20
    Onda:

    Warum soll es keine Poli-sattvas geben?


    :lol:

    *daumenhoch*

    _()_

  • Wieso an Wiedergeburt glauben ?

    • Joy
    • 28. November 2011 um 21:19
    Onda:

    Warum ging es dem Buddha?
    Um die Beendigung des Leidens?
    Oder um die Beendigung des Daseins?


    Das eine bewirkt das andere. Buddha sagte sowas wie "Leben ist Leiden" und meine damit "getrenntes Leben ist Leiden", also Leben das in einem Ich-Bewusstsein gefangen ist.

    Ich würde daher sagen: Das Ende des Leids besteht in der Selbsterforschung und der Transzendierung des Leiders. Die Geburt des Buddha war der "Tod" des Gautama.

    _()_

  • Diskussion: Buddhismus und Polizeitdienst

    • Joy
    • 28. November 2011 um 18:46

    Hallo Jan,


    unbedingt!

    siehe Toto & Harry:

    http://www.youtube.com/watch?v=OgE9SBS1BWk

    Zwei Bodhisattvas in Uniform für mich.

    Es kommt weniger drauf an, WAS man macht als WIE man es macht.

    _()_

  • Wieso an Wiedergeburt glauben ?

    • Joy
    • 28. November 2011 um 17:37
    accinca:
    GaliDa68:

    Jetzt glaubt doch endlich mal an die Wiedergeburt! Herrschaftzeiten noch mal!!!
    Renitentes Volk!


    Keiner wird gezwungen an Wiedergeburt zu glauben, aber das der
    Buddha das gelehrt hat, darüber besteht nicht der geringste Zweifel.


    Jetzt machst du aber den Bock zum Gärtner.
    Er hat damit gedroht, rethorisch und im Sinne der Lehre sozusagen.

    Das hört sich an wie:

    "Ich glaube an den Teufel, denn Jesus hat ihn uns gelehrt. "

    :lol:

    oder wie bei GaliDa sagt: "Ich glaube an die Kraft der Peitsche, denn ich wurde schon als Kind verprügelt".

    _()_

  • "Wenn du Buddha triffst, töte ihn."

    • Joy
    • 28. November 2011 um 12:08
    GaliDa68:

    Jedoch fühle ich mich auch nicht angesprochen, da ich mit Erwachen nichts mehr zu tun habe.

    Ach, dann bist du das, der da liegt ...

    Na dann ... Ruhe in Frieden. ;)

    _()_

  • "Wenn du Buddha triffst, töte ihn."

    • Joy
    • 28. November 2011 um 11:58
    monikamarie:
    Joy:

    Die Schreiberlinge sind dann abends immer nach Hause gelaufen und haben das in Palmblätter gekritzelt, was er erzählt hat.


    Ja und dabei haben sie hoffentlich geschwiegen :lol:


    Ja, wie wir, die Foren-Schreiberlinge, immer in Stille.

    :roll::lol:

    _()_

    GaliDa68:

    Buddha ließ sich bitten, er tat es nicht ungefragt.


    Das Forum hier ist eben sehr einladend.

    Es macht sogar Werbung auf Google: "Auf ihr Buddhas, kommt zu uns ins Buddhaland."

    :lol:

    _()_

  • Meditation und Wissenschaft

    • Joy
    • 28. November 2011 um 10:55
    wusheng:

    Lohnt sich imer mal wider...


    Das habe ich die Tage wieder realisiert:
    Wir stehen immer am Anfang.
    In jedem Moment entsteht ein Universum der Wahrnehmung.
    Also warum nicht mal alte Bücher rauskramen.
    Ist ja ziemlich kalt draußen.

    :lol:

    _()_

  • Meditation und Wissenschaft

    • Joy
    • 28. November 2011 um 10:43
    Onda:

    Auf das Doppelspaltexperiment geht auch der Zen-Lehrer Steve Hagen in seinem Buch
    "How the World can be the way it is" ausführlich ein.


    Fritjof Capra in "Das Tao der Physik", wenn ich mich nicht irre.
    Ist lange her, als ich das gelesen habe.

    http://www.scribd.com/doc/28819929/Das-Tao-Der-Physik

    _()_

  • "Wenn du Buddha triffst, töte ihn."

    • Joy
    • 28. November 2011 um 10:41
    GaliDa68:

    die Erwachten schweigen


    Darum hat Buddha auch 40 Jahre lang nach seinem Erwachen über Erwachen geredet. Die Schreiberlinge sind dann abends immer nach Hause gelaufen und haben das in Palmblätter gekritzelt, was er erzählt hat.

    :lol:

    _()_

  • Meditation und Wissenschaft

    • Joy
    • 28. November 2011 um 10:34

    noch ein interessaner Artikel zum Thema:

    Die Quantenmechanik der Erleuchtung
    http://www.scribd.com/doc/45739868/Q…kderErleuchtung

    _()_

  • Die Weiber...

    • Joy
    • 27. November 2011 um 18:54

    Ich sage mal ... die der Form inhärente Leerheit (siehe Herz-Sutra) ist nicht unterschieden bei weiblichen und männlichen Formen. Ist das klar, dann ist auch klar, dass jede Unterscheidung samsarisch *) und auf diese Unterscheidung zurückgeführte Diskriminierung Leid erzeugt.

    _()_
    Joy

    *) mein neues Lieblingswort
    :lol:

  • Die Lachse und die Wiedergeburt

    • Joy
    • 27. November 2011 um 18:49
    accinca:

    Trotzdem ist Samsara an Wiedergeburt gebunden.


    Und umgekehrt, weil alles was kommt und geht in der Zeit geschieht und Zeit samsarisch ist.

    _()_

  • Wieso an Wiedergeburt glauben ?

    • Joy
    • 27. November 2011 um 15:01
    pops:

    Guten Morgen, Joy.


    Moin. Boah habe ich schlecht geschlafen.

    Ich nehme einen großen Cappu mit 3 Löffel Zucker. :)

    _()_

  • "Wenn du Buddha triffst, töte ihn."

    • Joy
    • 27. November 2011 um 14:05
    Bakram:

    Ich beobachte eine wahre Epidemie des Erwachens in meinem Umfeld.


    Ist doch prima. Die Lehre lebt.

    Zitat

    Es scheint nur so von Erwachten zu wimmeln


    Das ist falsch, denn im Erwachen bleibt kein real Erwachter übrig. Da ist nur noch Wachheit und in dieser Wachheit gibt es keine Unterscheidung mehr zwischen Erwachten und Unerwachten. Beides sind Erscheinungen und in diesem Sinne phänomenal. Die Unerwachten sind nicht mehr unerwacht als die Erwachten erwacht sind. Es gibt beides nicht.

    Zitat

    Oft verfallen diese sogenannt Erwachten in eine Art 'Devarealm' und fühlen sich genötigt ihre Weisheiten via Bücher, Vorträge und Internet unter alle möglichen Leute zu bringen.


    Es wird soviel Blödsinn geschrieben im Internet den ganzen Tag, da kann ein wenig Philosophierei über Erwachen doch nicht wirklich störend sein. :)

    Ich verstehe diesen Ort hier als einen Ort, wo Erwachte über Erwachen reden dürfen, weil es ihnen Freude macht. Wenn hier nur Unerwachte reden dürfen, dann dürfte es ja eigentlich nicht "Buddhaland" heißen. :)

    Zitat

    Im Sitzen(bleiben) tötest Du den Buddha.

    Im Sitzen(bleiben) tötest Du auch den Nicht-Buddha. Töte beide.

    Aber bitte in dir selbst und ohne Raketen, Bomben und Flugzeuge. :)

    _()_

  • Wieso an Wiedergeburt glauben ?

    • Joy
    • 27. November 2011 um 13:52
    Onyx9:

    Die Befreiung erlangt man eben nicht dadurch indem man an Wiedergeburts-Fantasie-Bildern der Vorstellungskraft haftet aber auch nicht dadurch indem man sie ( die Wiedergeburt als ein anderes Wesen ) negiert.
    Das ist nur eine weitere Spielart der Aversion oder des Begehrens.


    Richtig. Der Glaube, Befreiung erlangen zu müssen, um frei zu sein ist oft die letzte Hürde auf der Suche nach Bodhi (Erwachen). Erwachen hat nichts mit Werden oder Erlangen zu tun. Alle Übung, die der Buddha (der Erwachte) empfiehlt dienen lediglich der Vorbereitung auf den Moment, in dem das geschieht, was Erwachen genannt wird.

    Im Zen sagt man "before enlightenment - empty the cup" (vor der Erleuchtung - leere die Tasse).

    Hier die Geschichte dazu (thx google):

    Zitat

    Nan-in, a Japanese master during the Meiji era (1868-1912), received a university professor who came to inquire about Zen. Nan-in served tea. He poured his visitor’s cup full, and then kept on pouring. The professor watched the overflow until he no longer could restrain himself. "It is overfull. No more will go in!"

    "Like this cup," Nan-in said, "you are full of your own opinions and speculations. How can I show you Zen unless you first empty your cup?"

    deutsche Übersetzung:

    Zitat

    Nan-in, ein japanischer Meister in der Meija Ära (1868-1912) empfing einen Universitäts-Professor, der ihn aufsuchte, um ihn über Zen zu befragen. Nan-in servierte Tee. Er goss den Tee in die Tasse seines Gastes und hörte nicht auf, als die Tasse voll gewesen ist. Der Professor sah, wie die Tasse überlief, bis er sich schließlich nicht mehr zurückhalten konnte. "Es ist übervoll. Da geht nichts mehr rein!"

    "Wie diese Tasse", sagte Nan-in, "bist auch du bereits voll mit Meinungen und Ansichten. Wie kann ich dir Zen zeigen, bevor du deine Tasse geleert hast?"

    Vor dem Erwachen müssen alle Vorstellungen von dem, was Erwachen ist losgelassen werden, einschließlich allen Vorstellungen von Wiedergeburt, Ich, Person, Welt ... alles. Und das wird geübt, in der Meditation.

    Zitat

    Was aber ist leer von Ich oder zum Ich Gehörigen? Die 6 Innen- und Außengebiete, die 6 Arten des Bewußtseins, die 6 Berührungen, die 18 Gefühle. Das ist leer von Ich und zum Ich Gehörigen.“

    – Samyutta Nikaya 35.85

    An der Schwelle des Erwachens muss alles abgelegt werden, auch alle Glaubensvorstellungen. Im Erwachen wird all das verloren gehen. Es wird nicht einmal ein Erwachter übrig bleiben, denn das ist ein reiner Bewusstseinsprozess.

    Bewusstsein erforscht sich selbst und sendet dabei "Satelliten" aus, die der Selbsterforschung des Bewusstseins dienen. Diese "Satelliten" sind die "Lebewesen", die das Bewusstsein aus sich selbst heraus beleben und in ihrer Funktion eine Emanation des Bewusstseins selbst sind. Im Moment des Erwachens erkennt das Lebewesen als "Auge des Bewusstseins", dass Bewusstsein alles ist, was ist und dass es selbst das ist, was dieses Bewusstsein ist. Mit Bewusstsein ist hier das unpersönliche, ungetrennte Bewusstsein (Hishiryō) gemeint.

    Und weil da kein Erwachter im Sinne eines getrennten Bewusstseins im Erwachten übrig bleibt, ist da auch keiner, der erwacht ist. Die Phänomenalität des Erwachten bleibt nach dem Erwachen erhalten, nur wird sie als das auch gesehen und das ist der einzige Unterschied zwischen Erwachten und Nichterwachten. Der Erwachte ist sich nach dem Erwachen der Phänomenalität seines individuellen Menschseins bewusst, während sein Gewahrsein im Bewusstsein selbst ruht, in dem die Phänomenalität seines Menschsseins erscheint und gelebt bzw. erlebt wird.

    Wenn es hier und da heißt "da kommen immer mehr Erwachte" ist das nicht ganz richtig. Es erscheinen im Bewusstsein immer mehr realisierte Emanationen von Bewusstsein selbst, die in der absoluten Bewusstheit ihres Selbst ruhen ohne sich dabei von all den Konsequenzen des scheinbar manifestierten realen Menschseins verwirren oder ablenken zu lassen.

    Ein Buddha ist in diesem Sinne Bewusstsein, dass in der Form einer Emanation seines Selbst in sich selbst ruht.

    Es gibt eine (Bewusstseins-)Lehre im Mahayana, die diese Philosophie wiederspiegelt: Vijnanavada. Zusammen mit der Leerheits-Lehre Mādhyamaka ist der Vijñānavāda sowas wie die Lehrpfeiler des Mahayana-Systems, aus dem später der Chan- und Zen-Buddhismus entstanden ist.

    Übrigens sind das alles Puzzle-Teile, dich ich mir nach dem Erwachen zusammengesucht habe, um nicht den Verstand zu verlieren, weil ich beim Erwachen überhaupt nicht wusste, was da geschehen ist. Ich habe erst nach dem Erwachen zum Buddhismus gefunden und sehe in der buddhistischen Lehre sowas wie den ruhenden Pol auf dieser Welt, an dem ich mich anlehnen kann. Und das Buddhaland sehe ich als einen virtuellen Ort, wo wir uns gemeinsam dabei helfen, das Mysterium des Erwachens in unserem kleinen menschlichen Verstand zu bewahren, ohne dass dieser komplett ausrastet.

    Der Dharma lebt!

    _()_

  • Die Weiber...

    • Joy
    • 26. November 2011 um 19:51

    Ja, was wär'n die Männer ohne Weiber...

    :lol:8):lol:

  • Wieso an Wiedergeburt glauben ?

    • Joy
    • 26. November 2011 um 19:18
    Kusala:
    Joy:

    Spaßvogel! :)



  • Wieso an Wiedergeburt glauben ?

    • Joy
    • 26. November 2011 um 18:41
    Kusala:

    Und wie sieht "Dein Selbst" aus?


    Spaßvogel! :)


    Selbst ist Selbst. Da ist keiner, dem es gehört.

    Es wird auch nicht erreicht, es wird lediglich gesehen, dass es auch in der Selbstvergessenheit anwesend ist.

    _()_

  • Wieso an Wiedergeburt glauben ?

    • Joy
    • 26. November 2011 um 18:29
    mombour:

    Wenn ich wiedergeboren werde, dann werde ich wiedergeboren, und dann wäre es schön, wenn ich wieder im "Hier und Jetzt" lebe.


    So weit, so gut. Was noch fehlt ist der Hinweis, dass das (Wiedergeburt) jederzeit (also auch im jetzigen Leben) geschehen kann und dazu nicht einmal der Körper abgelegt werden muss, weil es ein Bewusstseinsprozess ist und der Körper eine Art "Fenster" ist, womit Bewusstsein auf sich selbst schaut. Das ist für mich die eigentliche Wahrheit der Wiedergeburt.

    Unter der "Wiedergeburt im jetzigen Leben" verstehe ich das spirituelle Erwachen und das Verwirklichen seiner wahren (Buddha-)Natur und das ist für mich das, was Buddha lehrt. Das kann ich noch 10 weitere Leben aufschieben oder ich kann mir die ernsthafte Frage stellen, ob es es nicht Zeit ist, es jetzt (in diesem Leben) zu tun.

    Dieser Gedanke, dass ich in jedem Moment aufwachen könnte, macht Angst. Das ist mir klar. Denn keiner weiß, was einem "dort" erwartet, wie man sein Leben überhaupt noch in den Griff kriegen kann, wenn es einem aus den Händen gleitet. Das ist alles richtig. Aber hat sich Buddha damals wirklich solche Sorgen gemacht? Ich glaube nicht. Wer dem Buddha folgen möchte, braucht diese Entschlossenheit und Bereitschaft, alles zu verlieren, um das zu finden, wonach er schon seit Äonen sucht - sich selbst.

    _()_

  • Satori = Erleuchtung?

    • Joy
    • 26. November 2011 um 18:18
    Bakram:

    Assoziatives Denken oder so was.


    Intuition, Bauchgefühl, Herzsehen ... irgendwie sowas ist es, durch dass es sich mitteilt, was vor dem Denken ist.

    Zitat

    Dabei ist aber, ich nenne es mal ein "Riss in der Persönlichkeit" nötig um den Panzer zu durchdringen. Allerdings darf es wirlich nur ein Riss sein, denn ansonsten droht bald einmal die Psychiatrie.
    ...
    Hierzu ein geflügeltes Wort eines an Schizophrenie erkrankten ...


    Ja. Ken Wilber erforschte das und nannte es "Prä-/Trans-Verwechslung". Persönlichkeitsverlust hat meist pathologische oder sogar letale Auswirkungen, während die Transzendierung der Persönlichkeit etwas ist, was mit der richtigen Begleitung durchaus in ein neues, wundervolles, klares, stabiles, friedliches Bewusstsein führen kann.

    siehe dazu "Die Verwechslung von 'prä' und 'trans'"
    Aus: Ken Wilber, Eros, Kosmos, Logos, S. 259ff
    http://www.praetrans.com/de/ptv.htm

    Ken spricht dort vom Problem der Integration spiritueller Erfahrungen wie Kensho und Satori in unserer von der klassischen Psychologie beeinflussten Gesellschaft: "Durch einen Denkfehler der ersten Art werden alle höheren und transrationalen Zustände auf niedrigere und prärationale reduziert." Das heißt, klare "bewusstseinserweiternde" Erfahrungen werde grundsätzlich erstmal pathologisiert, weil die klassische, schulmäßige, westliche Psychologie einfach alles pathologisiert, was nicht "normal" im Sinne eines normalen, gesellschschaftskonformen Bewusstsein ist. Es gibt bei uns eben keine Klöster wie früher in der Blütezeit des Zen in China, wo sich Menschen zurückziehen und einem Meister anvertrauen können.

    Zitat

    Um es gleich vorweg zu nehmen, das alles hat nichts übernatürliches an sich


    Auf keinen Fall und darum finde ich es gut, dass sich westliche Wissenschaft mehr und mehr mit diesem Thema beschäftigt und es demystifiziert. Die modernen Psychologen müssen ausgebildete und eingeweihte Zen-Meister und ihre Therapie sollte Sesshin und Dokusan heißen.

    Sowar gibt es bereits und die Menschen, die diesen Weg etablieren und vorantreiben sind durchaus vertrauenswürdig, siehe diese Videos von Willigis Jäger:

    Spirituelle Krise

    Was ist Intuition

    Zitat

    Ich glaube es ist einfach eine bewusste Reise ins eigene Gehirn


    Das ist eine prärationale Sicht auf Einheitserfahrungen wie Kensho, Satori, Bodhi oder Moksha (die westliche Psychologie hat dafür keinen Begriff). Ich glaube, dass es mehr ist, weil ich erfahren habe, dass es mehr ist. Was es ist weiß man leider erst, wenn es geschieht und es geschieht erst, wenn es geschehen soll. Das Leben kümmert sich selbst drum und das ist gut so.

    Zitat

    Meine kleine, unbedeutende persönliche momentane Meinung


    Danke für den Hinweis. Gute Einstellung!

    _()_


    sumedhâ am:

    nach meinem verständniss hat der "buddha in uns" - "buddhantur", nichts mit selbstkontrolle und oder ehtik zu tun.

    es geht darum unser über alles geliebte "kunstwerk" zu zerstören, um das "befreien" dessen was wir kunstvoll schicht für schicht bedeken - unsere wahre natur, mit unsere meine ich nicht, meine, deine, unsere, sondern das was frei davon ist.

    Sehr schön ausgedrückt!

    _()_

  • Wieso an Wiedergeburt glauben ?

    • Joy
    • 26. November 2011 um 17:54

    Super gekontert Erdmaus, dem kann ich nichts mehr entgegensetzen.

    Zitat

    Was soll ich denn tun? Es geht halt einfach nicht.


    Wir geben alle unser Bestes, ist schon ok.

    _()_

  • Satori = Erleuchtung?

    • Joy
    • 26. November 2011 um 12:32
    sumedhâ:

    ich habe weiter oben bewusst von "gedankengut" geschprochen da ich "Satori" nicht erlebt habe und es auch nicht zu meinem ziel erkläre ;O)


    Ich habe es auch nicht als Ziel erklärt. Es hat mich einfach erwischt wie ein Schnupfen. Und nun läuft die Nase und mir gehen langsam die Taschentücher aus. :)

    :lol:

    Bitte nehmt mich nicht so ernst, ich habe ja schon gesagt hier im Forum "ich bin ein Träumer".

    Ich entschuldige mich vorsorglich auch bei allen Lehrmeister des Zen, dass ich so frech dazwischenfunke. Das ist ein gewisses Mitteilungsbedürfnis, was sich hier äußert. Ich möchte damit nicht Verwirrung reinbringen, vielleicht eher auflockern und erheitern. Buddha kann sicher auch lachen.

    _()_

  • Satori = Erleuchtung?

    • Joy
    • 26. November 2011 um 12:27
    Onda:

    Was ist Satori wenn nicht Erleuchtung?


    Im Sinne eines in der Zeit erfolgten Geschehens ist Satori eine Erfahrung wie jede andere, die kommt und geht.

    In der Qualität des Satoris selbst (siehe Merkmale von D.T. Suzuki) ist es eine "spontane Einleuchtung von Wahrheit". Ein "Funken Wahrheit" trifft auf das relative Bewusstsein, nistet sich dort ein und reift zur absoluten Bewusstheit heran. Was vorher langweiliges Üben war, wird jetzt zur "lebenserhaltenden Maßnahme". Die Reifung der Einleuchtung von Wahrheit ins menschliche, relative Bewusstsein zum absoluten Buddha-Bewusstsein muss ab der Initiierung durch Satori beständig kultiviert werden, wie eine zarte Pflanze in einem rauhen Klima. Das geschieht durch Sitzen. Sitzen beruhigt den durch den "Blitzschlag des Satori" aufgescheuchten und verwirrten Geist.

    Aus dieser Perspektive gesehen ist Erleuchtung sowohl eine "Momentserfahrung" als auch ein Prozess und Satori ist die Initierung dieses Prozesses. Diese "Momentserfahrung" ist sozusagen die Geburt in ein neues Lebens und Satori der Zeitpunkt der Geburt eines neuen Buddhas. Menschen sind Tiere, die sich zu Buddhas entwickelt. Die biologische Evolution ist abgeschlossen, die geistige Evolution wird jetzt nachgeholt. Aber wo neues entsteht, muss altes sterben und das wird noch eine große Herausforderung für unsere egomanische Gesellschaftsstruktur. Darum werden viele Buddha-Anwärter gebraucht, die diesen globalen Prozess unterstützen. Und das findet statt.

    _()_

  • Satori = Erleuchtung?

    • Joy
    • 26. November 2011 um 12:12
    sumedhâ:

    unter den Zen-meistern der vergangenheit und gegenwart gibt es einige die "Satori" keine große bedeutung beimessen..


    Als Erfahrung sicherlich nicht, da ist Satori nichts wert, weil alle Erfahrungen kommen und gehen. Aber Satori ist auch eine Initiierung in eine andere Bewusstheit und in dieser Bewusstheit ist das, was sich im Moment des Satori offenbart hat "immer wieder" *) erfahrbar. Anfangs nur in Versenkung, später mehr und mehr im alltäglichen Erleben.

    _()_

    *) "immer wieder" trifft es nicht ganz, weil hier das Konzept von Zeit implementiert ist, was in der Wachheit selbst nicht existiert. Sprache unterliegt eben vielen Eingeschränkungen, vor allem die intellektuelle Sprache, die wir benutzen.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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