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  1. Buddhaland Forum
  2. Modestix

Beiträge von Modestix

  • Ich bin neu hier

    • Modestix
    • 22. Oktober 2011 um 09:47

    Hallo,

    Vielen Dank für eure Beiträge, ich habe sie mehrmals gelesen und ich glaube sie haben mich etwas weitergebracht.

    Das 'Problemchen' mit meiner Partnerin sollte nur eins von vielen Beispielen sein, warum ich Probleme mit den Buddhismus habe. Es liegt natürlich nicht an Buddha, dass ich, jedes mal wenn ich versuche
    ein guter Buddhist zu sein, zunehmend gereizter werde. Onyx9 hat mit seinem ersten Satz den Nagel auf den Kopf getroffen: ich versuche effektiv ein 'perfekter' Buddhist mit grenzenloser Geduld, Freundlichkeit
    und Verständnis zu sein: da ich das natürlich nicht hinkriege, staut sich bei mir latente Wut an, die dann irgendwann aus mir rausplatzt.

    Ich sollte auch weniger über Buddhismus lesen und mehr danach handeln, anfangs halt in kleinen Dosen, Politik der kleinen Schritte. Klee schreibt, dass sie mit ihrem Ehemann über ihre Gefühle, Wünsche und Sehnsüchte redet,; ich muss ehrlich gestehen,
    dass ich das nicht kann, ich hab's nie gelernt, bei uns in der Familie gab's das nicht. Über meine Gefühle zu reden ist mir immer irgendwie peinlich, das geht hier im Forum einfacher als im richtigen Leben.

    Onda vermutet, dass sich hinter der kleine Macke etwas anderes verbirgt das mich auf die Palme bringt, ich vermute das auch, weiss allerdings nicht was. Ich schätze mal, dass ich nach meiner gescheiterten Ehe nicht mehr den Mut habe mit einer neuen Partnerin
    noch mal alles zu geben oder irgendwas (gefühlsmässig?) zu riskieren.

    Vielen Dank noch mal an Alle und ich wünsche euch ein schönes Wochenende, das Wetter spielt ja mit :D

    Modestix

  • Ich bin neu hier

    • Modestix
    • 18. Oktober 2011 um 08:59

    Hallo,

    ich glaube ich mache irgendwas falsch.

    Ich flirte jetzt schon an die 20 Jahre mit dem Buddhismus aber ich glaube ich drehe mich im Kreis.
    Als katholischer Christ in der Jugendzeit schwer enttäuscht und mich dem Glauben komplett abgewendet, würde ich mich
    eher als Agnostiker bezeichnen. Doch schon ziemlich früh fand ich den Buddhismus sehr anziehend. Doch 2 Hauptpunkte machen mich immer wieder stutzig.
    Ich möchte ein einfaches Beispiel geben:

    Ich lebe seit 6 Jahren mit einer neuen Partnerin zusammen und wir verstehen uns eigentlich sehr gut. Doch wie jeder Mensch hat sie ihre kleine Macken, nichts Dramatisches.
    So redet sie zB stets mit sehr leiser Stimme so dass ich öfters nachfragen muss oder sie auffordere etwas lauter zu sprechen. Hie und da rege ich mich auf und massregele sie (sage ihr dass
    es respektlos mir gegenüber ist stets zu flüstern, ich übertreibe jetzt) oder aber, die letzte Zeit immer häufiger, höre ich gar nicht zu, und so entgehe ich einem Konflikt. Neulich habe ich dann,
    meine 'Buddhataktik' angewendet und sie mehrmals freundlich (nicht hypokritisch!!) gebeten ihre Sätze zu wiederholen, was sie dann auch in normaler Lautstärke tat. Jetzt das Erstaunliche:
    Eigentlich ist es ja kein Akt, liebevoll nachzufragen, kostet ja eigentlich auch fast keine Überwindung, doch jedes mal wenn ich sie freundlich bitte, merke ich, dass sich innerlich bei mir was anstaut, und zwar so heftig,
    dass ich , nach zehnmaligem über meinen Schatten Springens regelrecht ausflippe, den Buddha, die Welt und meine Partnerin zum Teufel wünsche. Natürlich fühle ich mich richtig schlecht dabei (Karma nehme ich an).

    Rational, kann ich mir das ja rein psychologisch gut erklären: Frustaufbau etc. etc.

    Ignoriert der Buddhismus unsere biologische Natur, wir sind nun mal genetische Wesen, zum grossen Teil vorprogrammiert und diese Programme lassen sich nicht umschreiben oder?

    Eine zweite Unstimmigkeit, die mich auch stets skeptisch macht, ist die Sache der buddhistischen Mönche: wie würde eine Welt aussehen, nur von buddhistischen Mönchen bevölkert: kinderlos. Die Menschheit würde aussterben, ist dies nicht ausgesprochen feindlich gegen unsere menschliche Natur??

    Oh, da hab ich aber mehr geschrieben als ich mir vorgenommen habe, aber es liegt mir schon solange am Herzen.

    Für Anregungen wäre ich dankbar.

    Ein Skeptiker (mein Name ist Thomas... lol)

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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