Bakram:Hier findet ich ein guter Artikel zum Thema, von einer Frau geschrieben. Nur schade, dass sie am Schluss Männern einen " Gebährneid " andichtet. Dieser Begriff ist genauso verquer wie der Begriff " Penisneid", den gewisse Männer den Frauen andichten.
Hi Bakram.
Ich würde sagen, dass die Autorin des Artikels noch am Geschlecht anhaftet. Nicht nur der "Gebährneid" ist angedichtet, auch ein paar andere Sachen wie "Eine sexistische Behauptung, die sich in allen buddhistischen Traditionen findet, ist die, dass eine Frau kein Lehr-Buddha werden könne." ist angedichtet.
Das ist nicht richtig, weil es sich da um eine weltliche Position, einen politischen Titel handelt, nicht um eine spirituelle "Realisation", wie sie es darlegt. Es gibt noch unzählige Paccakabuddhas. Ob eine/-r lehren kann oder nicht, hängt auch von der Aufnahmebereitschaft des Establishments ab.
Jedenfalls habe ich nach dem Lesen den Eindruck, dass sie sich in einem ständigen Kampf befindet und daher dem Buddha "Zwiespältigkeit" anhängen will. Der Buddha hat aber bei der Ordinierung von Frauen nicht aus Zwiespalt gezögert, sondern eher pragmatisch & spontan gehandelt.
Der wirkliche Kampf ist nunmal nicht zwischen Geschlechterrollen oder um weltlichen Einfluss, sondern mit den eigenen Geistestrübungen.
Grüße