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  1. Buddhaland Forum
  2. fotost

Beiträge von fotost

  • Tempel Rituale

    • fotost
    • 24. Februar 2023 um 12:26

    Warum fragst Du die nicht direkt, ob sie irgendwelche Hausregeln haben?

    Ganz grundsätzlich, wenn ich irgendwo fremd bin, schaue ich erstmal, was die anderen machen. So kann man auf jeden Fall grobe Schnitzer vermeiden, obwohl besonders bei einem Zentrum für Buddhisten mit ziemlich viel Toleranz gegenüber Gästen gerechnet werden kann.

  • Überzeugte Buddhisten und Biddhistinnen für Debatten mit Andersgläubigen gesucht

    • fotost
    • 10. Februar 2023 um 19:31
    kristallklar:
    fotost:

    In einem wichtigen Land wie Deutschland leben vielleicht 600.000 Buddhisten, davon dürften sich weniger als 2.000 als säkulare Buddhisten selbst bezeichnen. Wer bessere Zahlen hat, darf sich gern melden :grinsen:

    Darf ich mich dann melden, so wie ich mich selbst als etwas bezeichnen darf?

    Reicht das für die erste Runde?

    Das reicht auf jeden Fall für die erste Runde. Die Testfragen für die weiteren Runden schicken wir Dir dann zu :grinsen: 8)

    Wenn es mal ernst wird, könntest Du zum Beispiel Deine Richtung hier im Forum jederzeit in Deinem Profil anpassen,,

  • Überzeugte Buddhisten und Biddhistinnen für Debatten mit Andersgläubigen gesucht

    • fotost
    • 10. Februar 2023 um 14:27
    Metta:
    Neynia:

    Mit ehrlich meine ich, sich von klaren Widersprüche und Unwahrheiten zu befreit. Dazu bedarf es wohl eine Art Konzil, oder eine Gruppe von Praktizierenden, die es sich zur Lebensaufgabe macht, das Werk zu entstauben.

    Naja, es gibt ja vielfältige Versuche unter der dem Label "säkularer Buddhismus". Aber letztendlich ist das immer eine Frage persönlicher Praxis, da hilft auch kein Konzil. Wir haben ja auch keinen Papst.

    Die buddhistische Lehre hat sich regelmäßig verändert, wen sie auf neue (andere) kulturelle Zusammenhänge gestoßen ist. Sei es Mahayana Ideen in der Bewegung gen Osten oder thailändische Geisterhäuschen in der Bewegung in den Süden. Der entscheidende Versuch der Veränderung im Zusammentreffen mit 'dem Westen' bleibt noch offen. Säkularer Buddhismus ist im Augenblick wirklich kaum mehr als ein Label, nennen wir es säkularer Buddhismus, Buddhismus 2.0 oder westlicher Buddhismus.

    In einem wichtigen Land wie Deutschland leben vielleicht 600.000 Buddhisten, davon dürften sich weniger als 2.000 als säkulare Buddhisten selbst bezeichnen. Wer bessere Zahlen hat, darf sich gern melden :grinsen:

  • Überzeugte Buddhisten und Biddhistinnen für Debatten mit Andersgläubigen gesucht

    • fotost
    • 7. Februar 2023 um 16:50
    Neynia:

    Was tatsächlich reinkarniert, ist Kultur, Gene, Religion, Tradition, aber es gibt keinen Persönlichkeitskern oder eine Seele.

    Ok, das erstere ist wohl am tiefsten in der Darwinschen Evolutionslehre zu sehen, die in der etablierten Wissenschaft allgemein akzeptiert wird**, das zweite 'es gibt keinen Persönlichkeitskern...' ist unter der Bezeichnung Anatta zentraler Teil der Buddha Lehre.

    Ich empfehle Die Rede vom Merkmal der Seelenlosigkeit

    Ich begrüße es, daß Du beim Teil Reinkarnation auch auf Elemente wie Kultur, Tradition eingehst, das wird meiner Meinung nach zu selten beachtet, steht aber keineswegs im Widerspruch zur Lehre. Wenn wir akzeptieren, daß der Mensch ein soziales Wesen ist, macht eine Erweiterung des Reinkarnationsgedanken auf diese Ebene Sinn.

    ** Wer kennt Buddhisten, die sich gegen die Evolutionstheorie wenden? Es gibt andererseits eine Menge fundamentalistische Christen und besonders Muslime, die dagegen wettern..

  • Überzeugte Buddhisten und Biddhistinnen für Debatten mit Andersgläubigen gesucht

    • fotost
    • 7. Februar 2023 um 09:59

    Zuerst einmal - es ist schade, daß Du Deinen persönlichen Zugang zur Lehre verloren hast (oder abgebrochen hast). Aus dem, was Du geschrieben hast, bin ich allerdings nicht ganz sicher, wie weit dieser Zugang gereicht hat.

    Für mich ist Buddhismus relativ einfach eine Erfahrungslehre, die eindeutig atheistisch ist. Aus der Selbstbeschreibung des von Dir verlinkten YT Kanals

    Zitat

    Menschen ohne traditionellen Glauben an persönliche Götter, also übernatürliche Wesen, die neben der Erschaffung von Weltall und den Inhalten auch jeden Menschen in Handarbeit herstellen, allmächtig, allwissend, all-dieses und all-jenes sind.

    Wo wäre das in der Lehre zu finden? Sicher beschreibt Buddha an vielen Stellen Götter, Geister und ähnliches, aber das hat mit theistischen Ideen kaum etwas zu tun.

    Wo überhaupt ist in der Kern-Lehre etwas zu finden, daß man 'glauben' müsste? Das Beispiel, das Du gibst - es ist möglich, aus dem Leidenskreislauf auszusteigen - lässt sich vielleicht naturwissenschaftlich schwer belegen, aber es ist persönliche Erfahrung von vielen Menschen, die sich von religiösen Erfahrungen abhebt.

    Buddhismus ist keine 'andere Religion', deshalb danke, aber nein danke an Deine Einladung! Ich habe keine Lust, an irgendwelchen Gladiatorenwettkämpfen zur Belustigung einer anonymen Menge teilzunehmen. Sehr viel früher hätte ich es vielleicht gemacht, aber ich verstehe inzwischen, daß so etwas regelmäßig auf eine endlose Streiterei über Semantik oder private Elemente hinausläuft.

  • Was ist Unwissenheit?

    • fotost
    • 6. Februar 2023 um 17:54

    Der erste Schritt des achtfachen Pfades ist 'rechte Anschauung, manchmal auch rechte Ansicht oder rechtes Verstehen genannt. Die Idee dabei ist für mich, daß man die Lehre zuerst einmal gehört oder gelesen haben muss, um sie übend anwenden zu können. Damit wird klar, warum diese Komponente der Weisheitsteile des achtfachen Pfades ganz am Anfang steht.

    Ohne Wissen über die Lehre gibt es nur ein mehr oder weniger zufälliges, teilweises Befolgen der Lehre, wie wir es zum Teil in anderen Lehren sehen, die sich nach dem Buddhismus ohne jede Kenntnis des Buddhismus entwickelt haben. Als Beispiel etwa der europäische Humanismus. (Ich will hier auf keinen Fall eine Diskussion darüber auslösen, wie weit einzelne Gründerfiguren des europäischen Humanismus Wissen über die buddhistische Lehre hatten - wäre bestimmt interessant, aber das sollte ein eigenes Thema sein.)

    In einem tieferen Verständnis, also bei denjenigen, die sich auf den Weg gemacht haben, verändert sich dann der Begriff Unwissenheit. Vieles dazu wurde hier schon geschrieben. Es geht dann darum, die Weisheit der Lehre nicht anwenden zu wollen (aus welchem Grund auch immer) obwohl eigentlich der buddhistische Weg zu einer spezifischen Frage bekannt ist.

    Ich würde es mehr in die Richtung - nicht wissen wollen, vorhandene Erkenntnis ablehnen - sehen. Handeln gegen besseres Wissen, aufgebaut auf der Lehre widersprechende, der Lehre fremde Ideen.

  • Chinas Kommunisten wollen Wiedergeburt des Dalai Lama bestimmen

    • fotost
    • 1. Februar 2023 um 05:27

    Ganz simpel - ich vermute, den wirklich Entscheidenden in diesem System ist der Dalai Lama derartig gleichgültig, daß wir es uns kaum vorstellen können!

    Wer die Verantwortung dafür hat, daß 1600000000 Menschen satt werden, hat eben andere Prioritäten...

  • Können sich Psychotherapie und Buddhismus ergänzen?

    • fotost
    • 13. Januar 2023 um 15:39

    Auf die Ausgangsfrage zurückkommend 'Können sich Psychotherapie und Buddhismus ergänzen?' - es kommt wohl darauf an, wer hier versucht, Elemente aus verschiedenen Ebenen zu integrieren.

    Ich sehe zuerst einmal keine echten Hindernisse, wenn die Beteiligten bereit sind, sich darauf einzulassen. In einer echten Psychotherapie wird das Thema Buddhalehre sowieso irgendwann angesprochen, wenn klar wird, daß das Konzept der Lehre Teile des Denkens und Handelns beeinflussen.

    Wenn man nicht gerade ein Mönch ist, bestimmt Buddhismus nicht das gesamte Leben. Genauso gut könnte man fragen 'Können sich Sport und eine gesunde Ernährung und Buddhismus ergänzen?'

  • Psychische Stressreaktionen bei Meditation und Achtsamkeitsübungen

    • fotost
    • 10. Januar 2023 um 13:12

    Nun, in der Medizin gilt wohl - was Wirkung hat, kann auch Nebenwirkungen haben!

    Ich kann mir gut vorstellen, daß das, was die meisten bei Meditationserfahrungen als positiv erleben, das Herunterfahren und die zeitweilige Befreiung von Störfeuer bei anderen, die sich auf ein gewisses Niveau von Störfeuer eingestellt haben als sehr ungewöhnlich und damit als Bedrohung angesehen werden kann. Angst ist durchaus eine 'normale' Reaktion auf starke Veränderungen.

    Es wäre spannend zu erfahren, ob es diese Situation bereits zu Lebzeiten Buddhas gegeben hat und was dazu empfohlen wurde.

  • Den Weg ohne Lehrer gehen

    • fotost
    • 9. Januar 2023 um 15:43

    Der ganze Theravada ist von einem tiefen Respekt gegenüber Lehrern gekennzeichnet

    Zitat

    »Mit 'Gott' bezeichnet man die Eltern, 'die ersten Lehrer' nennt man sie; sie sind der Kinder Ehrfurcht würdig, [2] sind die Erbarmer des Geschlechts. Es schenke ihnen darum Achtung der Weise und bediene sie mit Speise wie auch mit Getränken, mit Kleidung und mit Lagerstatt, mit Baden und mit Gliederreiben und mit der Füße Waschung auch.

    Anguttara Nikaya III.31-40

    Es ist ganz bestimmt kein Zufall, daß nach dem Pali Kanon die ersten Menschen, denen Buddha nach seinem Erwachen von seinen neuen Erfahrungen erzählen wollte (und die er eindeutig bekehren wollte) seine beiden letzten Lehrer Āḷāra Kālāma und Uddaka Rāmaputta sind. Erst nachdem er erfährt, daß beide inzwischen verstorben sind, wendet er sich an seine ehemaligen mit-Asketen.

    Zitat

    "Ich erwog folgendes: 'Wen sollte ich zuerst das Dhamma lehren? Wer wird dieses Dhamma schnell verstehen?' Da fiel mir ein: 'Die Bhikkhus der Fünfergruppe, die mir aufwarteten, während ich mit meinen Bemühungen (asketische Übungen) beschäftigt war, waren sehr hilfsbereit. Angenommen, ich lehre sie zuerst das Dhamma.'

    Majjhima Nikāya 26

    Interessant ist aber, daß Buddha in gleichem Zusammenhang betont, daß er selbst für den entscheidenden Schritt keinen Lehrer hatte und brauchte.

    Zitat

    'Ich habe alles transzendiert, ich bin allwissend,
    Bei allen Dingen unbesudelt, all-entsagend,
    Befreit durch's Ende des Begehrens. Hab' all dieses
    In mir erkannt, wen sollte ich als Lehrer nennen?

    Ich habe keinen Lehrer, Meinesgleichen
    Ist nirgends auf der ganzen Welt zu finden
    Mit allen ihren Göttern, denn ich habe
    Als Ebenbild nicht mal ein einz'ges Wesen.

    In dieser Welt bin ich der Eine, voll verwirklicht,
    Der oberste, der allerhöchste Lehrer.
    Wahrhaftig voll erleuchtet bin nur ich alleine,
    Dem alle Feuer ausgelöscht, erstickt sind.

    Alles anzeigen

    Majjhima Nikāya 26

    Die grundsätzlichen Grenzbedingungen für alle Lehrertätigkeit ist wieder in der Kalamer Sutta zu finden

    Zitat

    Geht, Kālāmer, nicht nach Hörensagen, nicht nach Überlieferungen, nicht nach Tagesmeinungen, nicht nach der Autorität heiliger Schriften, nicht nach bloßen Vernunftgründen und logischen Schlüssen, nicht nach erdachten Theorien und bevorzugten Meinungen, nicht nach dem Eindruck persönlicher Vorzüge, nicht nach der Autorität eines Meisters! Wenn ihr aber, Kālāmer, selber erkennt: 'Diese Dinge sind heilsam, sind untadelig, werden von Verständigen gepriesen, und, wenn ausgeführt und unternommen, führen sie zu Segen und Wohl', dann, o Kālāmer, möget ihr sie euch zu eigen machen.

    Anguttara Nikaya 3 (62-66)

    Einem Lehrer zuzuhören kann gut sein, die Wahrheit des Dargelegten selbst verstehen, ist besser!

    Buddha war ein Menschenkenner. Zu seinen allerletzten Äußerungen gehört ganz klar die Idee, daß nach seinem Tod die dargelegte Lehre allein die Richtschnur sein soll und daß es keines Lehrers bedarf.

    Zitat

    Dann sprach der Erhabene den ehrwürdigen Ānanda an: "Es könnte sein, dass euch einfallen würde: 'Der Meister dieser Lehre ist vergangen, nicht gibt es für uns einen Meister.' So sollt ihr das, Ānanda, aber nicht sehen. Die von mir dargelegte Lehre und die von mir erlassene Zucht, Ānanda, ist nach meinem Tode euer Meister.

    Digha Nikaya 16.2

    An gleicher Stelle

    Zitat

    «Was hat denn, Anando, die Jüngerschaft noch von mir zu erwarten?

    Aufgewiesen hab' ich, Anando, die Satzung, und habe kein Innen und kein Außen gemacht: nicht gibt es, Anando, beim Vollendeten ein Aufsparen in der hohlen Faust.

    Wer da etwa, Anando, also dächte: "Ich habe die Jüngerschaft zu lenken", oder: "Auf mich angewiesen ist die Jüngerschaft", der hätte ja wohl, Anando, in betreff der Jüngerschaft noch etwas anzuordnen. Der Vollendete hat, Anando, keine solchen Gedanken, wie: "Ich habe die Jüngerschaft zu lenken", oder: "Auf mich angewiesen ist die Jüngerschaft"; was sollte, Anando, der Vollendete in betreff der Jüngerschaft irgend noch anzuordnen haben? Ich bin doch, Anando, jetzt alt geworden, ein Greis, hochbetagt, bin meinen Weg gegangen, am Ziel angelangt, stehe im achtzigsten Jahre. Gleichwie etwa, Anando, ein abgeratterter Karren mit Ach und Krach weitergebracht wird, ebenso auch wird, Anando, mit Ach und Krach, so zu sagen, der Leib des Vollendeten weitergebracht.

  • Anarchistischer Buddhismus

    • fotost
    • 19. Dezember 2022 um 10:13

    Abgesehen von dem, was SteFo geschrieben hat, würde ich den Blick lenken auf den Bereich, in dem Regeln für ein organisiertes Zusammenleben explizit aufgestellt sind, auf den Vinaya Pitaka.

    Da ist ganz deutlich ein hierarchisches System zu erkennen, mit zum Teil Überregelungen von Kleinigkeiten und deutlichen Strukturen und Funktionen, die an Gerichtsbarkeit, Wahlen etc. erinnern. Wenn Du Teilbereiche der Buddhistischen Gemeinde nimmst wie etwa im imperialen Japan oder in chinesischen Shaolin Klöstern ist sogar eine gewisse Nähe zu militärnahen Strukturen zu sehen, wenn man denn möchte,

    In der realen Welt außerhalb des Ordens hat sich die Lehre und ihre Anhänger recht anpassungsfähig an die unterschiedlichsten Gesellschaftssysteme gezeigt.

  • Wie könnte ein westlicher Buddha aussehen?

    • fotost
    • 26. November 2022 um 12:58

    Vielleicht so ungefähr wie meine Nachbarin. Ungefähr 85, geistig wach und immer freundlich trotz zunehmender körperlicher Probleme.

    Falls es das geben würde, ich würde mir schon eine Statue nach ihrem Vorbild irgendwo hinstellen. Obwohl ich nicht denke, daß sie noch einen Kreuzsitz schaffen würde - aber dafür gibt es ja Photoshop.. 8)

  • Fortführung: Unterschied zwischen Bewusstsein und Verstand

    • fotost
    • 26. Oktober 2022 um 16:24

    Was mir hier ganz wichtig ist (und besonders im Zusammenhang mit den Merkmalen anicca, dhukka und anatta.

    Weder Bewusstsein noch Verstand haben eine zeitlich oder geistig übergeordnete Bedeutung.

    Bewusstsein ist der Versuch des Einzelnen, sich zu erklären, Verstand ist vielleicht der Versuch von Gruppen

  • Fortführung: Unterschied zwischen Bewusstsein und Verstand

    • fotost
    • 26. Oktober 2022 um 15:42

    Was mir hier wichtig ist (und besonders im Zusammenhang mit den Merkmalen anicca, dhukka und anatta.

    Weder Bewusstsein noch Verstand haben eine zeitlich oder geistig übergeordnete Bedeutung.

    Bewusstsein ist der Versuch des Einzelnen, sich zu erklären, Verstand ist vielleicht der Versuch von Gruppen so etwas wie Bewusstsein zu definieren. Wenn Du Unterschiede herausarbeiten möchtest, solltest Du mit Deinen eigenen Definitionen starten!

    Wo fängst Du an mit Deinen Fragen?

  • Scheitern des Dialogs

    • fotost
    • 17. Oktober 2022 um 14:10

    Zu einer Zeit, als die 60- und 70-jährigen, die heute in buddhistischen Zentren auftauchen oder in Foren wie diesen schreiben, in ihren Zwanziger waren und in der die christlichen Kirchen noch die Hoffnung hatten, sie könnten langfristig in Europa überleben, gab es verschiedene Ansätze zu gemeinsamen Gesprächen und sogar gemeinsamen Aktivitäten wie geteilte Meditationen in katholischen Klöstern (buddhistische Zentren dafür gab es damals fast nicht).

    Ohne jetzt größere Untersuchungen anzustellen - es sieht für mich so aus, als ob alle diese Versuche eines Dialogs im Sande verlaufen sind und letztlich ohne Ergebnis verblieben,

    Hat jemand eine Erklärung dafür und/oder gute Studienergebnisse, die eine Übersicht geben?

    Ohne den Versuch einer 'Schuldzuweisung' - welche Seite hat zuerst aufgegeben?

    Kennt jemand parallele Aktivitäten aus dem asiatischen Raum?

  • „Buddhismus ist hoffnungslos“

    • fotost
    • 10. Oktober 2022 um 18:28
    Zitat

    „Aller Kummer, alle Klagen und die zahllosen Arten von Leiden in der Welt treten wegen unserer Lieben auf; wenn wir keine Lieben haben, treten sie nicht auf.

    Darum sind die, die in der ganzen Welt überhaupt keine Lieben haben, glücklich und frei von Gram. Daher strebe den unbefleckten Zustand an, wo kein Kummer herrscht, und hab in der Welt überhaupt keine Lieben.“

    Visākhāsutta—Sabbamitta

    Wenn man hier Lieben mit Anhaften oder Idee der Erfüllung unserer Wünsche durch andere übersetzt, macht das absolut Sinn.

  • Edler Freund

    • fotost
    • 6. Oktober 2022 um 22:30

    Darf ich als Textanregung auf die Khaggavisāna-Sutta hinweisen?

    Einer meiner Lieblingstexte, der allerdings meinem Hang zur Eigenbrötelei etwas zu stark entgegenkommt ;)

    Das Nashorn

  • Sterben unter Drogen

    • fotost
    • 6. Oktober 2022 um 22:20

    @Anna Panna

    danke für die freundliche Antwort. Ich mag besonders den Begriff 'der Natur vertrauen'.

    Für mich als betont säkularen Buddhisten sind die einfachen Themen der Lehre die wichtigsten.

    Die erste der edlen Wahrheiten: das Leben im Daseinskreislauf ist letztlich leidvoll! Leben bedeutet nicht Leiden, es bedeutet der Gefahr des Leidens ausgesetzt zu sein. Die weiteren edlen Wahrheiten zeigen den Weg davon weg.

    Was auch das letzte mögliche Leiden umfasst. Vertrauen in die Lehre und die Vorbereitung kann auch die Erfahrung der letzten Grenze erträglicher machen.

    Für die meisten Menschen ist das Reden über oder der Gedanke an den Tod unangenehm und wird am besten ausgeblendet.

    Der Versuch etwas festzuhalten, der Drang anzuhaften als eine der letzten Quellen des Leidens.

  • Sterben unter Drogen

    • fotost
    • 6. Oktober 2022 um 13:27

    Ich habe jetzt nicht den ganzen Thread durchgelesen und ich hoffe, ich wiederhole nichts.

    Habt ihr mal überlegt, daß in Extremsituationen wie Sterben, besonders, wenn es ein natürlicher (Alters)Tod ist und kein Unfall oder so etwas, der Körper sowieso eine Menge natürlicher Stoffe aussendet, um die Situation zu erleichtern? Einige dieser Stoffe sind durchaus mit massiven Drogen wie Opiaten zu vergleichen.

    In jedem Krieg gibt es Berichte von Soldaten, die Schusswunden erhalten und trotzdem einfach weitermachen, weil ihr Körper genug eigene Schmerzmittel produziert, um die Folgen der Verletzung für eine Weile zu unterdrücken.

  • Buddhismus: Missbrauch im Namen der Erleuchtung

    • fotost
    • 29. September 2022 um 00:18
    Leonie:

    Außerdem laufen die fortschrittlichen Leute ja reihenweise davon. Die Austritte gehen ja nicht zurück durch das was jetzt so versucht wird. Papiere sind noch keine Änderungen im Kirchenrecht.

    Ich bin nicht sicher, ob man den Leuten, die aus den Amtskirchen austreten, immer unterstellen kann, daß sie innerhalb der Kirche eine fortschrittliche Haltung eingenommen hätten. Was auch immer fortschrittlich in diesem Zusammenhang bedeuten mag.

    Die meisten Austritte dürften das Ergebnis einer Kombination von kritischen Überlegungen zu den Berufskirchen in Verbindung mit der Erhebung von Zwangsbeiträgen (der Zehnte) sein.

    Die Verfehlungen der Kirchen werden keinen kleinen Beitrag geleistet haben.

    Frage: Das ganze läuft hier unter der Überschrift 'Buddhismus: Missbrauch im Namen der Erleuchtung' einer TV Sendung im Arte Kanal. Hat jemand die Sendung zum problematischen Umgang der (hauptsächlich katholischen - ja, Arte ist ein halb französischer Sender) Kirche mit dem Gesamtthema Sexualität gesehen? Unmittelbar vor der Sendung zum Missbrauch in buddhistischen Gruppen?

    Also, wäre ich Katholik gewesen, hätte ich nach dieser Sendung eine Menge Fragen gehabt. Wäre ich ein schwankender Katholik, hätte ich inzwischen vielleicht meinen Austritt eingereicht.

  • Teures Geschenk eines nepalesischen Mönchs

    • fotost
    • 28. September 2022 um 23:59

    Also, wenn ich eine Schwester hätte, würde ich sie wahrscheinlich lieben.

    Aber wenn ich jemanden 'kleine Schwester' nennen würde, wäre das für mich ganz klar weit weg von amourösen Gedanken. In dieser Richtung solltest Du Dir keine Gedanken machen (sag' ich mal so als 70-jähriger Mann). Zur völligen Absicherung vielleicht ein Foto schicken mit Ehemann an der Seite.

    Was den Austausch von Geschenken angeht, so etwas kann immer daneben gehen, selbst bei besten und unschuldigsten Absichten unter Menschen aus dem gleichen Kulturkreis. Geld dürfte auch für einen tibetischen Mönch nicht unproblematisch sein, gibt es doch die Idee der Besitzlosigkeit.

    Vielleicht könntest Du im Diskurs das Gespräch darauf bringen.. Die Überbetonung des Materiellen hier im Westen und wie er in Nepal damit umgeht.

    Vielleicht solltest Du ganz direkt zum Ausdruck bringen, daß Dir bewusst ist, daß 300 Euro in Nepal oder in Deutschland ganz einfach zwei vollkommen unterschiedliche Dinge sind. Oft sind die Vorstellungen von Menschen in sich entwickelnden Ländern vom Leben im Westen genauso unrealistisch wie umgekehrt.

    Wenn das Geschenk ankommt, gib ihm einen schönen Platz und mach' ein paar Fotos davon. Die kannst Du sogar hier posten :)

    Ich wünsche Dir das beste für Deine Beziehung über tausende Kilometer..

  • Buddhismus: Missbrauch im Namen der Erleuchtung

    • fotost
    • 15. September 2022 um 00:09
    SteFo:
    fotost:
    SteFo:

    [buddhistische Brille - tibetische:]

    Der Schüler soll den Lehrer als Buddha sehen, steht mE im direkten Widerspruch zu Lehre.

    Ja, das sagst du aus der Perspektive der theravada-buddhistischen Lehre. Ich aber schrieb "buddhistische Brille - tibetische".

    Ich schreibe ausschließlich aus einer säkularen Betrachtung und Interpretation der Lehre.

  • Buddhismus: Missbrauch im Namen der Erleuchtung

    • fotost
    • 15. September 2022 um 00:03
    Ellviral:
    fotost:

    Die von mir dargelegte Lehre und die von mir erlassene Zucht, Ānanda, ist nach meinem Tode euer Meister.

    Wie kann ein Toter eine ganz normale Person sein?

    Verstehe ich nicht. Weder die dargelegte Lehre noch die Zucht sind tot, geschweige denn ein Toter.

    Es geht darum, daß die Sangha nach dem Tod des Buddha keinen neuen Lehrer braucht.

    Ich vermute, es ging darum, keine Eifersüchteleien, Gier nach Ämtern etc. aufkommen zu lassen und damit Spannungen zu vermeiden.

  • Buddhismus: Missbrauch im Namen der Erleuchtung

    • fotost
    • 14. September 2022 um 20:05
    SteFo:

    [buddhistische Brille - tibetische:] Der Schüler soll den Lehrer als Buddha sehen. Der Lehrer ist aber nur insofern Lehrer als er lehrt, also die Lehre verkündet. D.h. indem der Lehrer die Lehre verkündet ist er Buddha. Hat der die Belehrung beendet, ist er nicht mehr Buddha, sondern eine ganz normale Person. Das verstehen offensichtlich einige Schüler nicht und projizieren "Buddha sein" auf die Person als solche und unterwerfen sich damit der Niedrigkeit der Person als solcher.

    Der Schüler soll den Lehrer als Buddha sehen, steht mE im direkten Widerspruch zu Lehre.[lz]

    »Das Reich der Wahrheitslehre,

    wie er's selbst erkannt,

    hat, als ein Lehrer ohnegleichen,

    der Buddha dieser Welt gekündet:[/lz]

    A.IV.33 Der Löwe


    [lz]

    Ich habe keinen Lehrer, Meinesgleichen

    Ist nirgends auf der ganzen Welt zu finden

    Mit allen ihren Göttern, denn ich habe

    Als Ebenbild nicht mal ein einz'ges Wesen.[/lz]

    Majjhima Nikāya 26


    [lz]

    Dann sprach der Erhabene den ehrwürdigen Ānanda an: "Es könnte sein, dass euch einfallen würde: 'Der Meister dieser Lehre ist vergangen, nicht gibt es für uns einen Meister.' So sollt ihr das, Ānanda, aber nicht sehen. Die von mir dargelegte Lehre und die von mir erlassene Zucht, Ānanda, ist nach meinem Tode euer Meister.[/lz]

    Dīgha-Nikāya 16.6 Vers 1

    Hat der die Belehrung beendet, ist er nicht mehr Buddha, sondern eine ganz normale Person.

    Dieses etwas gruselige Dr. Jekyll und Mr. Hyde Bild ist doch fast genau das, was in der Doku als entschuldigende Erklärung für die Untaten selbst von einigen Opfern genannt und entlarvt wurde.

  • Buddhismus: Missbrauch im Namen der Erleuchtung

    • fotost
    • 14. September 2022 um 18:58
    dukkha:

    Hat die Doku eure Wahrnehmung über den Buddhismus irgendwie geändert?

    Die Doku ist ja in einem Abendprogramm eingebunden gewesen, bei dem es um 'Macht und Religion' in einigen Zusammenhängen ging. Ich habe mir die Sendung zum Thema Zölibat davor angesehen und ganz ehrlich, die ist in jeder Beziehung besser gemacht gewesen. Persönlicher, mit mehr Information und einfach technisch besser!

    Mit der Sendung Missbrauch im Namen der Erleuchtung war das dann 3 Stunden Fernsehen und das war weit mehr als ich vertragen kann, so daß ich die folgende Sendung, obwohl auch interessant anmutend abgeschaltet habe.

    Es braucht mehr, um meine Wahrnehmung der Lehre oder der Praxis zu verändern als eine Fernsehsendung. Trotzdem bin ich für einige neue Informationen dankbar.

    Daß es überall, wo es Macht direkt neben Ohnmacht gibt, Übergriffe gibt und daß Buddhisten keine Übermenschen sind, war mir vorher klar. Was mich irritiert hat, war (genau wie bei der Sendung davor zu dem katholischen Thema) das Ausmaß des gezielten Wegsehens der 'übergeordneten Dienststellen'.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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