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  1. Buddhaland Forum
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Beiträge von void

  • "Buddhismus entschlacken"

    • void
    • 23. Januar 2022 um 17:53

    Es wäre ja gut wenn Punk unrecht hatte und der Buddhismus in Deutschland in einem guten Zustand wäre und es mit ihn aufwärts ginge.

    Die Forderung jetzt Lehrer, Gruppen und Rauchstäbchen abzuschaffen ist sicher überzogen aber es stimmt ja, dass der Dharma starken Kräften der Verweltlichung, der Verwässerung und Kommerzialisierung ausgesetzt ist.

  • Ist Zen natürlich?

    • void
    • 23. Januar 2022 um 17:15
    OleGuacamole:

    Aber ist es nicht auch künstlich erzeugt? Ist das alles was ich "erarbeitet" habe weg sobald ich mal länger nicht mehr sitze? Ist es künstlich oder natürlich? Und wer... kann das schon beantworten!?:shrug:

    Ich glaube es sind mindestens zwei verschiedene Sachen. Wenn man es geschafft hat seinen Geist ganz zu sammeln, dann ist dieser Sammlungszustand etwas vergängliches. Man kann aber auch wieder in Situationen kommen, wo man ganz wirr und durcheinander ist.

    Aber die Sammlung im Buddhismus dient dazu, an einen Punkt zu kommen, wo man Illusionen durchschaut. Und diese Einsichten - das was nicht so real ist wie es schien, sickern ein und können dann wieder auftauchen. Auch wenn es nicht klappt, sie überall mit einfließen zu lassen.

    Was glaube ich ganz wichtig ist, ist der Punkt wo Dharma-Praxis nicht von Alltag getrennt sondern immer vorhanden ist. So dass dann mit

    Supermarktbesuch neben dem Kauf von Waren immer auch eine Supermarktpraxis wo man immer eine freundliche, offene Haltung bewahrt, verbunden ist. Bei Leuten wo immer so die geistige Haltung mitgedacht wird, merkt man das dann auch 10 Jahren sehr an und es ist Teil ihres Wesens.

  • "Buddhismus entschlacken"

    • void
    • 22. Januar 2022 um 21:04
    Punk:

    void

    Du meinst man soll Buddhismus um des Buddhismus willen praktizieren ?

    Das sage ich nicht. Ich sage, dass es im Buddhismus darum geht den Geist zu läutern. Sich davon durch Drumherum ablenken zu lassen ist falsch. Aber wenn man sich nicht durch Drumherum ablenken lässt, dann stört es einen vielleicht auch nicht, dass es Rezitationen, Statuen oder Titel gibt.

    So wie es einen Mathematiker der für die Mathematik brennt, vielleicht egal ist ob er sich im 18 Jh befindet wo Professoren Puderperücken trägt oder im 20 Jh wo man Powerpoint braucht. Es sind halt so Sitten und Umstände die die Kreiszahl Pi in keiner Nachkommastelle verändern.

    Ich denke nicht viel über Räucherstäbchen nach und ich würde wenig Zeit mit ihrer Anschaffung oder Abschaffung verbringen.

  • "Buddhismus entschlacken"

    • void
    • 22. Januar 2022 um 19:28
    Punk:

    Das habe ich mir fast gedacht. Eine Entschlackung ist nicht erwünscht, Kein zurück zu den Wurzeln.

    Um was zu reinigen, muss man ja sehr gut wissen was "essentiell" und hilfreich ist und was man weglassen und ausmisten kann. Dies ist keine leichte Entscheidung und schon bei einer Person kann das was an einem Punkt hilfreich ist, später Hindernis sein.

    Buddhas Weg fing damit an, dass er sich aus der Welt zurückzug ( Retreat) und sich Lehrern anschloss.

    Zwei Sachen die du auf dem zu überwindenden anführt. Und natürlich hat Buddha dann seine Lehrer überwunden und auch ein Anhaften an einem Ideal der Askese ( Retreat) hat er überwinden. Aber eben erst danach.

    Läuterung:

    Die Läuterung (zu lauter „rein“) bedeutet, etwas von Schlacken oder Verunreinigungen zu befreien und es auf diese Weise zu reinigen.

    Ich schätze es ist besser man fängt damit an dass der Dharma den Geist läutert und dann kann man aus diesem geläuterten Geist heraus alles mögliche an Drumherum weglassen.

    Die Idee mit ungeläuterten Geist wie Don Quicotte alle möglichen heiligen Kühe aufs Korn zu nehmen scheint mir nicht so erfolgsversprechend.

  • Thich Nhat Hanh verstorben

    • void
    • 22. Januar 2022 um 15:19

    Lieber Schmu

    das klingt interessant. Aus welchem Buch ist das denn?

  • Thich Nhat Hanh verstorben

    • void
    • 22. Januar 2022 um 13:40

    Und Thich Nhat Hanh war ja nicht nur ein buddhistischer Lehrer.

    Daneben setzte er sich ja zusammen mit Martin Luther King für ein Ende des Vietnamkriegs und suchte das Gespräch mit Spitzenpolitikern und ging für seine Positionen ins Exil.

    Es bringt ein wenig meine inneren Kategorien durcheinander, wenn jemand gleichzeitig sanftmütig, freundlich, sensibel und poetisch ist dann aber dadurch nicht schwach ist sonderd gleichzeitig ein starker, entschlossener, zäher Krieger, der wenn es darauf ankommt nicht zurüchweicht.

  • Ist Zen natürlich?

    • void
    • 21. Januar 2022 um 13:31
    OleGuacamole:

    Ist das alles was ich "erarbeitet" habe weg sobald ich mal länger nicht mehr sitze? Ist es künstlich oder natürlich? Und wer... kann das schon beantworten!?:shrug:

    Bei Skifahren sind doch die Bewegungsläufe erst mal sehr ungewohnt ( und man muß künstlich) reinfinden. Dann merkt man aber wie sehr sie dazu dienen, bestimmte Bewegungen ganz natürlich durchzuführen und sich an die Piste mit ihren Buckeln und Kurven anzupassen. Und sobald man geistig beim fahren nicht mehr so an Schultern und Beinhaltung denken muß, wird das fahren zu etwas Natürlichem was man dann auch nicht wirklich verlernt. Was nicht bedeutet, dass man, wenn man 20 Jahre nicht gefahren ist, nicht wieder reinfinden muß.

  • In einem Buddhistischen Kloster/Tempel leben? (für ein paar Wochen)

    • void
    • 19. Januar 2022 um 23:09
    Enlightment:

    Aber es geht mir vor allem darum, mal diese Kultur und dein Lebensstil kennen zu lernen und besser verstehen zu können. Als eine Art Urlaub. Mal den Sorgen und Gedanken des Alltags entfliehen und keine Ablenkungen (Smartphone, Internet, Verpflichtungen, etc...) zu haben, sondern nur mit sich selbst in friedlicher Stille zu sein.

    Ich denke, du willst zwei unterschiedliche Sachen. Das eine ist so eine Art Urlaub, wo du vielleicht eine andere Kultur erlebst und lernst umzudenken und das andere wäre sowas wie ein intensiver Klosteraufenthalt wo man ganz mit sich selber konfrontiert ist. Dabei muss man ja nicht nur das Smartphone beiseitelegen sondern auch das andere was ablenkt. Und da findet man manchmal auch keine Stille sondern kann schmerzlich mit dem konfrontiert werden, von dem man normalerweise entflieht.

    Wenn du weißt , dass das zwei verschiedene Baustellen sind, dann kannst du das vielleicht bewußter kombinieren ohne enttäuscht zu werden.

    So ist ja glaube ich Nepal ein schönes Land zum Tracking aber die die Hauptstadt ist eher eng und jemand ist man dann wieder sehr abgeschnitten z.B auch von medizinischer Versorgung.

    Was wäre denn mit Dharamsala? Das ist auch beim Himalaya ( allerdings in Indien) man kann schon wandern, und dort gibt es ja den Dalai Lama und die tibetische Community und einige Kloster die eintägige und mehrtägige Meditationskurs anbieten. Es ist keine so Großstadt wie Kathmandu ( 30 000 Einwohner) und die Menschen dort sollen sehr freundlich sein.

    Während dir, wenn es dir primär um Meditation geht es ja die Exotik nicht so wichtig sein sollte.

  • Yoga/Mediation (Kissen, Ausrüstung, ...)

    • void
    • 18. Januar 2022 um 07:44

    Ich habe mein Kissen bei Klang und Stille gekauft - da kosten sie auch um die 40 € - das ist ein normaler Preis

    xiaojinlong hatte mal die Zafu-Nähanleitung

    aus dem Buch von Uchiyama erwähnt. Das ist zwar einerseits wohl günstiger aber man muß natürlich nähen können.

  • Die Ich-Illusion. Nur eine Folge der Praxis?

    • void
    • 10. Januar 2022 um 12:01
    Ellviral:
    Thorsten Hallscheidt:

    Ich habe eine interessante Fußnote in der mittleren Sammlung nach der Übersetzung von Kay Zumwinkel gefunden:

    Zitat

    Im Pali gibt es zwei Begriffe, die so etwas wie "Person" bedeuten und von einigen Gelehrten fälschlicherweise als Synonyme betrachtet werden: puggala und sakkāya. Puggala ist eine neutrale Bezeichnung für die Individualität, die auch Erleuchtete haben, im Gegensatz zur Illusion von einer Persönlichkeit oder Ich-Identität – sakkāya. Wenn man diese beiden Begriffe gleichsetzt, dann muss man kommentarielle Verrenkungen vornehmen und die Lehre des Buddha im "konventionell gesprochen" und "letztlich wirklich gesprochen" einteilen. In den Suttas findet sich eine derartige Unterteilung nicht. Der Buddha hat immer nur auf eine Art gelehrt – nämlich "der Wirklichkeit entsprechend". Zur Unterscheidung im Deutschen wurde puggala mit "Person" und sakkāya mit "Persönlichkeit" übersetzt.

    aus "Die Lehrreden des Buddha aus der Mittleren Sammlung", Jhana-Verlag, Band 1, S. 112

    Und dann hat man eine Person, die eine Persönlichkeit hat. Genauso wie es meiner Erfahrung entspricht.

    Ich denke schon, dass "Person" oder auch "Indviduum" gute Übersetzungen für "puggala" sind.

    Aber ich denke nicht, dass das Wort "Persönlichkeit" eine passende Übersetzung für "sakkāya" ist.

    Bei "Persönlichkeit" denke ich (und nicht nur ich-Wikipedia) an den Chrakterzüge die jemand hat z.B "X ist ein Trauerkloß" oder "Y ist ein zupackender Mensch" was ja durchaus noch in "puggala" eingeschlossen sein kann. Ananda hat eine andere Persönlichkeit als Shariputra und auch die Befreiung ändert nichts daran.

    Was bedeutet also "sakkāya"?

    Hier steht, dass der Begriff sakkāya aus zwei Teilen sat+kāya besteht - also einmal kāya was ja Köper heißt und "sat" was ja Existieren bedeutet. Sakkāya bedeutet also dem kāya ( also den 5 Aggregaten) Existenz zubilligen.


    [lz]

    Sakkaya means the five aggregates which really exist.[/lz]

    Ein Prozess der genau im Anhaften an die 5 Aggregaten passiert:


    [lz]

    "Sakkāya, o Brother Visākha, is said by the Blessed One to be a name for the 5 'groups as objects of clinging' (upādāna-kkhandha),

    to wit: corporeality, feeling, perception, mental formations, and consciousness."[/lz]


    [lz]

    Persönlichkeitsglaube (sakkāya-diṭṭhi) – die Selbstsicht, eines der fünf Aggregate oder Zusammenhäufungen (Khandhas) sei ein permanentes Wesen, ein Atta; sich mit dem Begehren (Tanha) identifizieren.[/lz]

    (Quelle)

    Mir fällt auch kein gutes Wort ein.

  • Erfahrungen und Erklärungen

    • void
    • 9. Januar 2022 um 16:06
    shokanska:

    Leider fehlt mir irgendwie der Schlüssel zur Ruhe und inneren Leere die ich eben ein paar mal in den letzten Wochen erreicht habe und wieder erreichen möchte. Oft denke ich mir dass ich es einfach zu sehr forciere und deshalb nicht weiter komme.

    Der Wunsch vergangene Zustände reproduzieren zu wollen, produziert ja selber Stress und Unruhe. Das wichtigste ist das, man da eine Routine aufbaut und durchzieht. Und das hast du doch gut gemacht.

    Oft kann man selber nicht wirklich sehen, was ein Fortschritt ist. Man braucht da viel Geduld mit sich.

  • Wörtlich - oder ernst?

    • void
    • 9. Januar 2022 um 15:57

    Gerade im Mahayana werden Schriften ja als "geschicktes Mittel"( upaya) gesehen.

    Wikipedia (Ekayana):

    Im dritten Kapitel des Lotus-Sutra wird das „Eine Fahrzeug“ mittels der Metapher der Welt als brennendes Haus erklärt. Dabei lockt der Vater (Buddha) seine im Spiel vertieften Kinder aus dem brennenden Haus, indem er ihnen sagt, er habe draußen verschiedene Wagen, je mit Ziegen, Rehen oder großen Ochsen bespannt (diese stehen für die verschiedenen Fahrzeuge) und für sie zum Spielen eigens hergerichtet. Die Kinder laufen aus dem Haus und ihr Leben ist gerettet. Nach Verlassen des Hauses verlangen die Kinder nach den ihnen versprochenen drei Wagen. Der Vater schenkt daraufhin jedem von ihnen einen prächtig verzierten, großen und weißen Ochsenwagen (der für das Ekayana steht)

    Eine Schilderung wie die des reinen Landes von Amida kann also als ein so ein "Lockmittel" gesehen werden, um einen aus dem brennenden Haus zu führen.

    Nimmt man es zu wörtlich und macht sich Gedanken wie all das Lapislazuli geologisch entstanden ist, dann macht man einen Fehler.

    Sieht man es aber nur als ein unrealistischen "Ammenmärchen" und bleibt naseweis im brennenden Haus, dann macht man eine andere Art von Fehler.

    Der beste Ansatzpunkt ist wohl der nach der Funktion zu fragen, die ein Element im Text hat: Was soll es aus der Sicht des Autors und seiner Zeit bewirken?

    ( Passagen aus dem Palikanon würde ich nicht nach der upaya Logik angehen)

  • buddhistische Meditation/ Äußerliches

    • void
    • 8. Januar 2022 um 20:39
    Leuchtende Birke:
    mkha':

    ich hätte wohl tibetisch-buddhistische Meditation schreiben sollen

    Wäre wohl besser gewesen. Jetzt steht deine gesamtbuddhistische Aussage wieder unkommentiert im Anfängerbereich und führt potentiell zu Verwirrung. Finde ich unglücklich.

    [mod]

    ich habe im Originalbeitrag "buddhistische" durch "tibetisch-buddhistische" ersetzt und hoffe,jetzt sind alle glücklich.[/mod]

  • OT: MBSR

    • void
    • 8. Januar 2022 um 20:33

    Igor07

    du hast ja schon erwähnt, dass du

    schreckliche Erfahrungen mit Ärzten und Medizin gemacht hast. Und ich nehme an, dass du daraus ein generelles Mißtrauen gezogen hast.

    Aber im Prinzip, bedeutet Wissenschaftlichkeit doch einfach nur, dass man das was man gemacht hat, systematisch macht, so dass es für andere nachvollziehbar ist. Dies kann zur Legitimation von fragwürdigen Anliegen herangezogen werden oder auch guten Anliegen die nötige Rückendeckung geben.

    Bei der obigen Veröffentlichung geht es um die Schuppenflechte, die ja wirklich nervig ist und bei der man eben festgestellt hat, dass Stress eine wichtige Ursache ist.

    Von daher ist es doch eine tolle Idee da nachzuprüfen, ob MBSR diesen Leuten hilft. Man lässt einen Teil der Leute MBSR machen und dann wird jeder Patient öfter angeschaut ob die Meditation therapieunterstüzend wirkt und dem Stress und damit der Erkrankung entgegenwirkt. Weil man ja nicht weiss, ob das wirklich so klappt:


    [lz]

    Psoriasis status was assessed in three ways: direct inspection by unblinded clinic nurses; direct inspection by physicians blinded to the patient's study condition (tape or no-tape); and blinded physician evaluation of photographs of psoriasis lesions. Four sequential indicators of skin status were monitored during the study: a First Response Point, a Turning Point, a Halfway Point, and a Clearing Point.[/lz]

    Bei 37 Patienten läppert sich die Zeit für die Untersuchungen natürlich. Und dann muss dann natürlich noch ein Statistiker die Auswertung machen und man muss das alles zusammenschreiben. Aber so richtig teuer ist das nicht.

    Und das führt dann vielleicht dazu, dass Patienten da MBSR machen können statt Medikamente zu nehmen.

    Das geht doch genau in die richtige Richtung. Natürlich versuchen dann vielleicht Medikamentenhersteller dem gegenüber die Vorteile der Medikamente in den Vordergrund zu rücken. Aber gerade deswegen ist es ja wichtig dem entgegenzuhalten und nicht in einer diffusen Wissenschaftsfeinflichkeit da nur Profitinteressen und Täuschung zu sehen.

    Wie ist den dein Vorschlag? Soll man es einfach sein lassen den Zusammenhang von Meditation, Stress und Krankheit zu untersuchen?

  • OT: MBSR

    • void
    • 8. Januar 2022 um 18:18
    Igor07:

    Aber dann er versuchte es so wie zu "säkularisieren", um einfach für die eigene Projekte das Geld zu bekommen... Um diese Methode für alle Leute zugänglich zu machen... Das war einfach die Not-Lösung.

    ich denke nicht, dass das so ist. Jon Kabatt Zinn hat ja zunächst Molekularbiologie und Medizin studiert. Von daher ist es normal, dass er da eine wissenschaftliche Herangehensweise zu den Dingen hat . Man schaut, was man machen muss um bestimmte Effekte hervorzurufen und überprüft dann kritisch und systematisch ( z.B in Studien ) , ob es das auch tut. Das Ziel war es "Achtsamkeit in die Medizin zu bringen" und da muss man dann einfach eine Sprache und ein Maß an Nachvollziehbarkeit bringen, wie es unter Medizinern üblich ist.

    Also z.B wenn man sich was von ihm anschaut ...

    Influence of a mindfulness meditation-based stress reduction intervention on rates of skin clearing in patients with moderate to severe psoriasis undergoing phototherapy (UVB) and photochemotherapy (PUVA)

    .. dann ist das ja eine "normale", klinische Studie mit allem Drum und Dran. Es werden zwei Gruppen gebildet und die eine bekommt MBSR und die andere nicht und dann vergleicht man das statistische. ( Natürlich ist die Anzahl der Versuchspersonen (37) eher sehr klein, aber das ist leider die Norm) Es ist doch gut, wenn man da MBSR zu etwas macht, was man als Mediziner seriös diskutieren kann. Das ist doch eine große Leistung, die vielen Menschen zugute kommt.

    Von daher kommen mir deine Aussagen die dies als "Notlösung" sehen oder als etwas, was er des "Geldes wegen" machte als Abwertendes vor.

    Es ist ja nicht so, dass er eigentlich auf den Esoterik Markt auf den Stand zwischen den Kristallen und dem Eibenholz gewollt hätte und sich dabei ein wissenschaftliches Mäntelchen widerwillig über die Robe geworfen hat.

    Es ist keine Verstellung sonder er ist wirklich wissenschaftlich denkend und sein Ziel ist es wirklich, die Achtsamkeit in die Medizin zu bringen. So dass möglichst viele Leute - unabhängig von ihren religiösen und philosophische Ausrichtungen davon profitieren.

    Und ich denke, dass das was er macht mit sehr viel im Buddhismus 100% kompatibel ist. Eben gerade deswegen, wie Buddha ja auch nicht so der nebulös raumende Esoterik-Fuzzi war, sondern sich auch mit einem Arzt verglich, der das Leiden zu überwinden sucht und dazu die passenden Methoden abklopft.

  • Erfahrungen und Erklärungen

    • void
    • 8. Januar 2022 um 12:52
    shokanska:

    ja aber ich sag mir selbst nichts dabei - ich kann es einfach offensichtlich mit dem hirn auslösen.

    Beschäftige dich doch mal mit "autogenem Training". Der Witz dabei ist das man bestimmte Entspannungszustände mit bestimmten Autosuggestionen verbindet.

    Die Idee dabei war der Pawlowsche Hund. Dieser bekam ja jedesmal wenn er Futter bekam eine Glocke geläutet, so dass er dann beim Läuten der Glocke zu sabbern anfing. Genauso assoziiert man im "autogenen Training" bestimmte Entspannungszustände mit bestimmten Autosuggestionsprüchen. Wenn man das häufig genug macht, dann etabliert sich wie beim Pawlowschem Hund eine Assoziation.

    Es gibt viele Kurse für autogenes Training die sogar von vielen Krankenkassen gezahlt werden.

  • Erfahrungen und Erklärungen

    • void
    • 8. Januar 2022 um 11:06

    Deine Entspannungsübung erinnert mich an "autogenes Training". Auch dort ist das von dir genannte Kribbeln ein verbreitetes Phänomen und auch dort wird es als was Positives gesehen:

    silvia berft:

    Was bedeutet es, wenn es bei Autogenem Training in Händen und Füßen kribbelt?

    Wenn dein Körper in den Entspannnungsmodus übergeht, dann wird der sogenannte Parasympathikus aktiv. Dieser bewirkt, dass sich deine Gefäße erweitern. Aufgrund der stärkeren Durchblutung kann dann ein leichtes Kribbeln entstehen. Meistens wird es in den Händen und/oder Füßen gespürt, aber es kann natürlich überall in deinem Körper auftreten. Kribbeln ist also quasi ein Zeichen von Entspannung.

    Dieses Kribbeln hat nichts mit dem Gefühl zu tun, wenn dir beispielsweise die Hände einschlafen. Dies ist eher ein Zeichen davon, dass du deine Position verändern solltest.

  • Paṭicca samuppāda - Ein paar Fragen an euch

    • void
    • 7. Januar 2022 um 12:41

    Das Beispiel "Raum" ist nicht gut geeignet, weil es besonders schwierig ist.

    Wenn wir von Phänomenen reden, dann reden wir meistens von etwas, was zeitlich einen Anfang hat ( "Entstehen") und ein Ende ("Vergehen") hat. Es hat bestimmte Bedingungen unter denen es Auftritt und wenn die nicht mehr vorhanden sind, ist es nicht mehr da. Du sprichst richtig von der Prozesshaftigkeit. Dies ist die grundlegende Form des Entstehens in Abhängigkeit.

    Die normale Form sich dem anzunähern ist die Meditation und zu beobachten, wie im Geist bestimmte Eindrücke, Emotionen,Bilder auftauchen.

    Daneben gibt es noch Formen der Bedingtheit, die keine zeitliche Bedingtheit ( A führt zu B) sind sondern auf der Ebene der Benennung stattfinden. Wenn bestimmte Bedingungen vorhanden sind nennt man etwas B. Und andere Leute würden es ja nach ihren konkreten Umständen anders benennen. Dies hat etwas mit den konkreten Funktionen zu tun, die etwas erfüllt. Der Baumstamm wird für den Wanderer zur Sitzgelegenheit. Jemand wird zum Doktor, wenn sein Titel anerkannt wird usw. Da ist nichts was konkret auftaucht sondern das Wort wird eher zugestanden und wieder entzogen. Es macht Sinn über diesen Fall gesondert nachzudenken statt ihn unter ersten Fall zu du summieren.

    Ein wichtiger Spezialfall davon sind Abstraktionen. Oft abstrahieren wird ganz viele konkrete ( entstehende und vergebenden) Phänomene in einen Sammelbegriff. "das Wetter", "die Zeit", "der Raum", "das Gute" oder auch "der Dharma", "die Schwerkraft". Weil es ein Sammelbegriff für Phänomene und Wirkungen ist, die immer Mal wieder auftauchen findet sich für die Abstraktion selber kein konkreter Anfang und kein Ende. Es ist wichtig zu sehen, dass auch dies ein Spezialfall der Bedingtheit durch Benennung ist.

    Auch hier hilft mir Meditieren und gerade längere Retretats wo alle Mal ein paar Tage schweigen. Je mehr das Reden und Benennen zum Erliegen kommt, desto mehr kommt auch der innere Monolog der alles in Begriffe fasst zum Erliegen und man kommt auf eine Ebene wo man direkt mit dem sinnlichen Entstehen und Vergehen konfrontiert ist. Von diesem aus betrachtet wirken dann die Worte die dich sonst so selbstverständlich vor die Realität schieben wie etwas hohles und beliebiges.

    "Unbedingte Erscheinungen' ist ein komisches Wort. Wenn etwas erscheint, dann hat dieses Erscheinen ja immer bestimmte Bedingungen und vor daher wirkt das Wort wie ein Widerspruch in sich. Aber Stelle dir Mal einen bewölkten Himmel vor, wo sich auf einmal ein Loch in den Wolken auftut und ein Stück blauer Himmel erscheint. Im Prinzip ist das was da passiert nur, dass die Wolken verschwinden - dieses Verschwinden der Wolken hat konkrete Bedingungen - Winde, Luftfeuchtigkeit usw. Dies bedeutet aber nicht, dass die Wolken blauen Himmel hervorbringen. Der Himmel ist kein Phänomen im normalen Sinne sondern nur eine Abwesenheit. Und dennoch kann er unter bestimmten Bedingungen erscheinen. Er ist aber sehr verschieden von einer Wolke.

  • Etwas tun obwohl man weiß wie es endet?

    • void
    • 4. Januar 2022 um 12:22

    Eine Bekannte von mir verliebte sich immer in Männer die sie dann schlugen. Das war tragisch anzusehen. Sie stand immer auf so dubiose Raubeine und fand sensible Softies langweilig. Wie so eine Motte mit dem Licht.

    Von Georg Santayana gibt es ja das Zitat: „Wer sich nicht seiner Vergangenheit erinnert, ist verurteilt, sie zu wiederholen“

    Weil man nicht genau versteht, wie das eine zum anderen führt, macht man die gleichen alten Fehler und landet bei den gleichen alten Folgen.

  • Meditationsanleitung Zazen (Entwurf)

    • void
    • 3. Januar 2022 um 13:30

    @Leuchtende Birke

    Ich habe den Beitrag, wo du dein Werk vorstellst und Teilen der Erläuterung dazu zu einem Beitrag zusammengefasst und hier unter Meditationsanleitung Zazen eingestellt. Es ist dreist von mir, da so eine Verkürzung unter deinem Namen zu posten und ich traue mich das nur, weil ich da keine grobe Verzerrung sehe. Aber eigentlich macht man sowas nicht!

    Von daher wäre ich dankbar darüber, dass du mir mitteilst, ob das so passt, ob ich es löschen sollst oder in welcher Form das modifiziert gehört.

  • Verbote im Zen

    • void
    • 3. Januar 2022 um 10:46
    Wikipedia Kai (Zen):

    Als Kai bezeichnet man die Regeln der Gemeinschaft der Zen-Übenden (Sangha), zu deren Einhaltung sich unter anderem Angehörige der Klostergemeinschaften freiwillig verpflichten. Sie stellen eine kurze Sammlung von Vorschriften dar, die sich aus dem „edlen achtfachen Pfad“ der buddhistischen Lehre ergeben. Im Laufe der Geschichte des Buddhismus gab es kulturell-historisch bedingt bis zu 250 Vorschriften für Männer und 328 für Frauen (Patimokkha). Inzwischen sind sie auf die wesentlichen zehn Regeln reduziert worden.

    Es handelt sich nicht um Gebote, wie dieser Begriff etwa im Christentum verstanden wird. Die Kai sollen nur eine gewisse Richtung für die je eigenverantwortliche Auseinandersetzung mit dem eigenen Handeln in einer konkreten Situation vorgeben. Daher wird auch nicht die imperative Form („Du sollst“; „Du sollst nicht“) verwendet.

    Auch wenn die Kai sehr simpel klingen, schließen sie doch – wiederum ähnlich den christlichen Geboten – sehr subtile Sachverhalte mit ein.

    Die Zehn Kai sind:

    1. Nicht töten
    2. Nicht stehlen
    3. Nicht die Sexualität missbrauchen
    4. Nicht lügen
    5. Nicht maßlos sein mit Essen und Trinken
    6. Nicht selbstgefällig oder überheblich sein
    7. Nicht geizig oder habgierig sein
    8. Nicht wütend werden
    9. Nicht dogmatisch sein
    10. Nicht Buddha, Dharma oder Sangha missbrauchen

    Es gibt im Zen keine Abneigung gegen Gebote und Verbote sondern da es um eine Praxis aus einem Guß geht, vermeidet man, sie als etwas Gesondertes und Äußeres zu sehen. Es wird betont, dass sie mit der Zen-Praxis eine Einheit bildet. Wenn man natürlich und mit der richtigen Haltung praktiziert, dann ist die Einhaltung der Gebote so natürlich, wie auf dem Klo die Spülung zu betätigen.

    Man sieht das ganz gut im "Kyojukaimon" , wo

    Keizan Jōkin, einer der Gründer der Sōtō- Schule Kommentare zu den einzelnen Punkten verfasste. In ihnen wird klar gemacht, dass es jeweils keine "künstliche Vorschrift" ist sondern als natürlicher Ausdruck dessen was einen Buddha ausmacht gesehen werden kann.

    Wer nicht zwischen Subjekt und Objekt unterscheidet, wie könnte der anders sein als großzügig? Wenn ein Buddha rein von Begierde ist, dann ist dann verbietet sich Begierde von selbst. Hier mal die Beispiele für Punkt 1 bis 3:

    Kyojukaimon:

    Nicht töten. („Dai ichi fu sessho kai“). Keine Lebewesen zu zerstören bedeutet, dem Leben Buddhas zu ermöglichen, seine Entwicklung fortzusetzen. Tötet nicht Buddha.

    Nicht stehlen. („Dai ni fu chuto kai“). Subjekt und Objekt sind eins. So ist das Tor des Erwachens weit offen.

    Nicht begehren. („Dai san fu jain kai“). Handelnder, Handlung und Empfänger der Handlung sind rein von jeder Begierde. Dies ist dieselbe Handlung wie die aller Buddhas.

  • Retreat machen

    • void
    • 2. Januar 2022 um 20:23
    User19823:

    Kaimanns Frage war ja, ob bei ihm, der bisher 10 Min. Stillemeditation schafft (bevor er sich wieder bewegt) und nicht sicher ist, ob die einstündige Meditation im Buddhahaus noch zu viel ist, ob für den ein Retreat schon in Frage komme.

    Ich würde diese Frage ganz klar mit nein beantworten.

    Lieber alles Schritt für Schritt aufbauen und erst dann beim Retreat mitmachen, wenn man geistig und körperlich dazu auch in der Lage ist, als alles zur Quälerei werden zu lassen.

    Pema Chödron sagt in einem ihrer Bücher, dass wenn man 15 Min allein meditieren könne, der richtige Zeitpunkt sei, sich einer Gruppe anzuschließen, die dann 2x 30 Min. hintereinander meditiert.

    Und wenn das gut läuft, würde ich es mit einer zweistündigen Meditation versuchen. Das erfordert ja auch körperliche Voraussetzungen.

    Genau. Und dann kann man an einem Meditationstage teilnehmen, wo man einen ganzen Tag meditiert. Und im nächsten Schritt dann zwei Tage und erst wenn das dann klappt fünf oder mehr Tage. Es macht keinen Sinn, da Stufe zu überspringen und dann zu merken, dass man sich zu viel zugemutet hat.

  • Tipps Nicht-Urteilen Atemmeditation

    • void
    • 2. Januar 2022 um 11:21

    Wenn du ein Kindermädchen bei einer reichen Familie bist, dann ist es dein Job die Kinder davon abzuhalten groben Unsinn zu machen und sie immer wieder davon wegzufahren.

    Gleichzeitig ist es aber auch dein Job dies zwar bestimmt aber auch freundlich und respektvoll zu tun. Wenn du die dir anvertrauten Kinder permanent anschreißt und zwingst, dann machst du deinen Job nicht gut und du fliegst raus. Weil eben nicht nur das Abhalten von Unsinn dazu gehört sondern auch, dass das einigermaßen gewaltfrei passiert.

    Während es bei einem Kindermädchen klar ist, dass dieses die Kinder seines Arbeitgebers mit Freundlichkeit behandelt, denkt man mit sich selber auf beliebige Weise umspringen zu dürfen.

    Je mehr Vertrauen da ist, desto rüder kann dann auch der Umgangston sein ohne, dass wer leidet. Mit einem zarten Kind ( das leicht verletzt ist) geht man anders um als mit einer eingeschweißten Pfadfindertruppe.

  • OT: MBSR

    • void
    • 31. Dezember 2021 um 18:32
    User19823:

    Nur dass eine freundliche und ausgeglichene Haltung genau da in den Kursen auch vermittelt wird. Es gibt Ethik nicht nur im Buddhismus..

    Die Forderungen von Buddha an seine Mönche gibt es da nicht, da hast du Recht.

    Du suchst nach Gründen, um die MBSR Kurse als minderwertig anzusehen, ich versuche (aus reichhaltiger Erfahrung) dagegen zu halten, weil deine Argumente nur aus Unwissenheit entstehen können, aber ich sehe ein, es bringt nichts.

    Ich erlebe das Gespräch mit dir als konstruktiv und bin dir da sehr dankbar. Vielleicht bin ich da wirklich mit Dünkel behaftet.

  • OT: MBSR

    • void
    • 31. Dezember 2021 um 16:26
    User19823:

    void

    Es geht im MBSR nicht um buddhistische Methoden!!

    Du kannst doch den Handballern nicht vorwerfen, dass sie nicht die Fußballregeln einhalten und das dann als "nicht richtig" oder als "zu wenig" bezeichnen, auch wenn beide Bälle verwenden.

    MBSR Kurse haben mit Religion nichts zu tun und sollten auch daran nicht gemessen werden, schon gar nicht mit diesem Vergleich dann abgewertet werden.

    Ich habe das Buch "Gesund durch Meditation" von Jon Kabatt Zinn gelesen zu dem ja Thich Nhat Han das Vorwort geschrieben hat. Dort schreibt er "Wenn das Dharma sich für das tägliche Leben als nützlich erweist, wenn es uns hilft das Leben zu meistern, dann ist es echtes Dharma" und dankt den Autor für sein Buch. Das Bild das sich da für mich darstellt ist keines von Handballer und Fussballer die nichts miteinander zu tun haben wollen sondern im Gegenteil ein Versuch, buddhistische Methoden auch für Leute zugänglich zu machen, die mit Religion nicht so viel anfangen können.

    DIe Ausgangsfrage war doch, dass jemand Meditation zur Stressreduzierung verwenden will und in diesem Zusammenhang habe ich MBSR vorgeschlagen, weil es eine gute Methode ist um dieses Ziel zu erreichen.

    Es ist doch gut wenn man vom einem stressgeplagten Leben zu Ausgeglichenheit und Entspannung findet und sich nicht von allem möglichen vom "grünen Bereich" in den "roten Bereich" bringen lässt.

    Während Buddha an seine Mönche dann noch höhere Ansprüche hat.

    Im "Gleichnis von der Säge"fordert erste selbst unter extrem Bedingungen eine freundliche und ausgeglichene Haltung (Stressigkeit) verlangt, bei denen es für die meisten Menschen normal ist, wütend ist und auszuflippen. Von daher ist es doch kein Widerspruch wenn ein Lehrer wie Thich Nhat Han von seinen Ordinierten viel verlangt(e) aber der Allgemeinheit das Buch von Kabat Zinn empfiehlt. Darin liegt doch keine Abwertung auch wenn es eine Stiftung gibt.

    So wie der Unterschied zwischen einem Hobbyradfahrer und einem Profi der daraus seine Lebensaufgabe macht gibt. Es gibt keinen Grund auf den ersteren herabzuschauen und an zweiten zu messen.

    Das Problem das ich habe liegt an einer ganz anderen Stelle. Eher darum, wenn Stressreduzierung verwendet wird um dann noch effektiver rumstressen zu können. Zu Entschleunigen um besser durchzustarten.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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