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  1. Buddhaland Forum
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Beiträge von Tim1

  • Erschreckende Erkenntnis wie soll ich damit umgehen ?

    • Tim1
    • 18. September 2025 um 15:16

    Qualia

    Du sagst, dass Hass oder Gier dich kaum berühren. Ich frage mich, wie das praktisch gelingt, dass solche Gefühle den Alltag kaum beeinflussen.

    Es ist nicht nur eine Frage der Kontrolle, sondern auch, wie man die Realität wahrnimmt, die uns ständig Reize und Widersprüche bietet. Ich finde es spannend zu sehen, wie du Distanz zu solchen starken Emotionen hältst.

    Hingabe

    Dabei fällt mir auf, dass die Reizschwelle für Gewalt in unserer Gesellschaft gesunken ist.

    Viele Menschen bedrohen oder verletzen andere, nur weil diese eine andere Meinung vertreten.

    Ich hege keine Rachegedanken; Wut und Ärger sind Themen, mit denen ich bewusst umgehe. Früher beschäftigten mich solche Gefühle lange; heute gelingt es mir meist, sie schneller loszulassen, auch wenn es Tage gibt, an denen mich etwas stark aufwühlt.

    Hass, Gier und Unwissenheit prägen unser tägliches Leben. Wer zurückgezogen lebt, hat es leichter, aber im Alltag ist es eine echte Herausforderung, diese Gefühle nicht überhandnehmen zu lassen.

    Respekt, Höflichkeit und klare Prinzipien sind mir wichtig. Ich versuche, Konflikte sachlich zu klären, ohne darauf zu bestehen, Recht zu haben.

  • Erschreckende Erkenntnis wie soll ich damit umgehen ?

    • Tim1
    • 18. September 2025 um 11:43

    Liebe Hingabe,

    glaub mir, ich weiß, ich kann verstehen, wie es dir geht. Du weißt, ich habe oft über meine persönlichen Erfahrungen sehr emotional geschrieben, was ich sagen will, ich kann dich verstehen okay.

    Ich tue mir nicht mit der Rechten Rede oder Achtsamkeit beim Reden und Handeln schwer sondern tatsächlich wie auch du immer mit Mitgefühl zu reagieren. Also diese Aussage muss ich eher auf die anderen Punkte der Ehrlichkeit halber relativieren.

    Ich möchte auf einen Satz eingehen, den ich schrieb nämlich, dass Gewalt nie gerechtfertigt ist.

    Gewalt kann man zwar vielfältig definieren, ich meinte Gewalt vor allem in Form von Drohungen bzw. Taten, die anderen schaden.

    Grenzen aufzeigen ist wichtig, aber das kannst du selbst, ohne jemand dafür zu brauchen, wie gesagt, ich beschränke meine Kommunikation ausschließlich auf dienstliche Themen in der Arbeit, alles Andere blocke ich strikt ab. Das ist mein Schutz.

    Ich finde es eine bedenkliche Entwicklung, dass andere Handels- und Denkmuster teils nicht nur mehr polarisieren sondern, dass Menschen aufgrund ihrer teils durchaus extremen Haltungen mittlerweile bedroht oder sogar getötet werden.

    Das heißt nicht, dass ich es gut finde, was gewisse Menschen so von sich geben, aber gibt es deshalb eine Rechtfertigung jemanden zu töten, weil die Hemmschwelle der Menschen nimmt immer mehr ab, es reicht ihnen teils nicht mehr ihren Protest anderweitig auszudrücken.

    Liebe Grüße

  • Erschreckende Erkenntnis wie soll ich damit umgehen ?

    • Tim1
    • 18. September 2025 um 11:12

    Hingabe

    Hass mit Hass zu begegnen – die Geschichte und auch die Gegenwart zeigen immer wieder, dass dies nicht zum Frieden führt.

    Deinen Unmut kann ich gut nachvollziehen. Doch gerade hier ist unsere Praxis gefragt: nicht Gleiches mit Gleichem zu vergelten, sondern durch bewusstes Verhalten im eigenen Umfeld ein Stück Positives einzubringen. Auch wenn das klein erscheinen mag, so ist es doch bedeutsam.

    Viele Menschen in Gesellschaft und Arbeitswelt reflektieren ihr Handeln nicht. Deshalb stoßen wir dort oft an Grenzen. Auch für uns, die wir uns bemühen, ist das nicht leicht. Doch wichtig bleibt, Wege zu finden, die uns nicht krank machen, und Situationen, die sich nicht ändern lassen, mit Geduld und Akzeptanz anzunehmen.

    Unsere Verantwortung liegt in unserem eigenen Handeln. Hass oder Feindseligkeit bringen keinen Frieden. Bedauerlicherweise sehen wir immer öfter, dass Andersdenkende nicht nur verbal angegriffen, sondern auch mit Gewalt bedroht werden. Doch Gewalt ist niemals gerechtfertigt.

    Gerade deshalb bleibt unsere Übung: Mitgefühl kultivieren, rechte Rede üben und die Ursachen von Hass erkennen. Nur so können wir verhindern, dass Spaltung und Gewalt weiter Raum gewinnen.

    Wobei ich zugeben muss gerade der letzte Absatz vorher ist ein schwieriges Unterfangen, wohl eher ein Ideal was man sich vornehmen kann.

  • Erschreckende Erkenntnis wie soll ich damit umgehen ?

    • Tim1
    • 16. September 2025 um 21:56

    Hingabe

    Verzeih, ich habe nur deinen Ausgangsbeitrag gelesen und ich bin müde von all dem, was du erzählt hast, nicht von deiner Erzählung, sondern weil alles was du geschrieben hast mir nicht nur bekannt vorkommt sondern ich kenne es nur so.

    Ich habe meine Konsequenzen gezogen und habe meine Kommunikation ausschließlich mehr auf rein dienstliche Themen gelenkt. Früher habe ich die Mitarbeiter noch gefragt, wie es ihnen geht oder in ihren Bereichen, das mache ich nicht mehr.

    Ich bin nicht der Mistkübel dieser Menschen, die ausschließlich sich negativ über ihre Kollegen, Vorgesetzten und generell äußerten. Das widerspricht krass meinen Credo, dass mir die Rechte Rede ein großer Anliegen gerade in der Gesellschaft und somit in der Arbeit ist.

    Man kann nicht sagen, dass es in allen Unternehmen gleich ist, aber je größer das Unternehmen desto wahrscheinlicher, dass es dieselben Strukturen gibt.

    Wenn du mich nach einer guten Firma fragen würdest, meine Autowerkstatt, da ist ein gutes Klima unter den Mitarbeitern und die arbeiten auch alle, was man nicht von allen Unternehmen behaupten kann.

    Mitgefühl verspüre ich - aber es wäre unehrlich zu sagen, dass ich Mitgefühl für Jeden empfinde. Was ich aber versuche ist auch zu denen nett zu bleiben, die gegen mich sind und mich bekämpft haben. Wobei ich sagen muss, das Thema Mobbing begleitet mich mein Arbeitsleben lang, das ist nicht neu, aber es hat sich verstärkt.

    Mit Menschen die bewusst lügen ist es schwer, da habe ich kein Rezept, was ich mache ist, dass ich die Leute gar nicht mehr dazu kommen lasse mir schlechte Dinge über andere zu erzählen, oftmals werde ich hier auch direkt mittlerweile.

    Gut, langer Rede kurzer Sinn, ich denke eine große Gruppe von Unternehmen funktioniert wie du es erlebst, aber es gibt auch Ausnahmen, alles Gute und viel Kraft, liebe Grüße

  • Mitgefühl im Alltag

    • Tim1
    • 15. September 2025 um 15:06

    Reinhard Haller ist sehr gut, ich habe mehrere Vorträge von ihm bereits gesehen.

    Abschließend möchte ich die eigentliche Frage von Henrik beantworten. Mitgefühl im täglichen Denken oder Handeln. Ich kann da nur für mich sprechen, Beides natürlich, wobei wie erwähnt mit Grenzen, die mich selbst im Bedarfsfall schützen.

  • Mitgefühl im Alltag

    • Tim1
    • 13. September 2025 um 22:25

    Man begegnet oft Situationen, in denen überwiegend negative Themen wie Krankheit, Tod oder Beschwerden besprochen werden. Ich versuche bewusst, mich auf positive und konstruktive Inhalte zu konzentrieren, ohne dass dies fehlendes Mitgefühl bedeutet.

    Persönliche Belastungen anderer Menschen aufzunehmen, insbesondere von weniger nahestehenden Personen, kann auf Dauer überfordern. Als Praktizierender ist es wichtig, Mitgefühl zu zeigen, ohne sich selbst zu überlasten.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 8. September 2025 um 15:36

    Man begegnet oft Situationen, in denen überwiegend negative Themen wie Krankheit, Tod oder Beschwerden besprochen werden.

    Ich versuche bewusst, mich auf positive und konstruktive Inhalte zu konzentrieren, ohne dass dies fehlendes Mitgefühl bedeutet.

    Persönliche Belastungen anderer Menschen aufzunehmen, insbesondere von weniger nahestehenden Personen, kann auf Dauer überfordern.

    Als Praktizierender ist es wichtig, Mitgefühl zu zeigen, ohne sich selbst zu überlasten finde ich.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 8. September 2025 um 09:59

    Buddha lehrte Mitgefühl für alle Lebewesen, doch gleichzeitig ist das Leben voller Leid.

    Eine Herausforderung ist, wie wir Mitgefühl praktizieren, ohne unsere eigene mentale und emotionale Kraft zu überlasten.

    Ist es notwendig, für jedes Leid vollständig mitzufühlen, selbst wenn es uns selbst schadet? Oder gibt es Wege, Mitgefühl zu leben, die auch Selbstschutz und gesunde Abgrenzung erlauben?

    Mich interessiert, welche Ansätze oder Übungen in der buddhistischen Praxis helfen können, Mitgefühl bewusst und nachhaltig zu üben, ohne dass es krank macht.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 1. September 2025 um 20:23

    @Monika

    Danke dir.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 31. August 2025 um 18:24

    Buddhismus lässt sich nicht vom Alltag trennen. Mein umfangreicher Beitrag wurde offenbar so verschoben, dass ihn niemand stört – Andersdenkende werden unsichtbar gemacht. Ehrlichkeit im Denken und Reden gehört zum Weg; wer das unterbindet, will keinen Geist, sondern nur bequeme Ruhe.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 30. August 2025 um 22:17

    Ich sehe den Buddhismus nicht losgelöst von der Gesellschaft. Auch wenn dies in erster Linie ein Forum für spirituelle Themen ist, leben wir doch alle mitten in gesellschaftlichen Entwicklungen, die uns betreffen. Für mich gehört es dazu, auch darüber sprechen zu können.

    Mein Blick ist nicht weltfremd, sondern geprägt von Beobachtung. Ich verschließe die Augen nicht vor den Veränderungen und versuche, sie nüchtern wahrzunehmen. Andere Religionen beziehen dazu ebenfalls Stellung, deshalb verstehe ich nicht, warum es problematisch sein sollte, wenn man im buddhistischen Kontext solche Fragen anspricht.

    Mir geht es nicht darum, zu provozieren oder zu polarisieren, sondern um Austausch. Gerade ein Forum könnte ein guter Ort sein, um respektvoll auch über diese Themen zu sprechen. Eine Chronik ist für mich eher ein Tagebuch, deshalb hätte ich mir gewünscht, diese Fragen auch im offenen Bereich diskutieren zu dürfen.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 30. August 2025 um 18:47

    @Monika

    Das ist schade, es ist für mich eine Form von Zensur, aber gut, ich akzeptiere es, ich werde nicht mehr schreiben dann. Danke trotzdem - alles Gute für dich. Tim

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 30. August 2025 um 18:20

    Igor

    Es tut mir leid, dass es für dich ein Ärgernis zu sein scheint, dass der Beitrag einfach nicht und nicht endet, zumal in meinem letzten Satz scheinbar Brisanz für dich steckt.

    Schau, ich beurteile nicht dein Leben oder von Jemand anderen in dem Forum, also lass mich leben und den Beitrag. Es gibt auch immer wieder Phasen, wo ich nichts schreibe. Der Beitrag ist von meiner Seite bewusst im Anfängerbereich, weil er aktuelle Entwicklungen umfasst bzw. kann ja Jemand anderer mal was schreiben, was nicht direkt den Buddhismus betrifft sondern auch Gesellschaftsentwicklungen.

    Das Forum ist mein einzige Gelegenheit nach Außen zu kommunizieren, da ich nicht einen einzigen sozialen Kontakt habe, denn ich als solches bezeichnen würde. Daher bin ich dankbar manchmal hier schreiben zu dürfen und es gibt auch ein paar Wenige, die es vielleicht nicht nervt. Liebe Grüße

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 29. August 2025 um 21:15

    Michael Haardt

    "Der Thread begann damit, warum man vielem Leid einfach zuschaut. Warum Buddha wenigstens einmal bei einem Krieg wegschaute. Warum er nicht gegen ein Staatswesen revoltierte, was Kriege führt. "

    Das wäre toll, wenn die heutigen Eliten auch so denken würden und sich nicht überall einmischen würden sondern den Dingen seinen Lauf lassen.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 28. August 2025 um 08:54

    Das sehe ich anders, wenn man achtsam durchs Leben geht, dann zweifle ich daran, dass meine "Fehlerquote" höher wird, als wenn ich so dahin lebe wie der Durchschnitt, LG

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 27. August 2025 um 22:11

    Angsttherapie?

    FREE SOLO Trailer German Deutsch (2019)

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 26. August 2025 um 16:09

    Ich wäre für Ethikunterricht in den Schulen, wo die Kinder vielleicht auch Werte mitbekommen, die sie später bzw. gleich zu einem besseren Leben bringen, aber das wird wohl eher nicht geschehen.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 24. August 2025 um 20:15

    Liebe Monika, denkst du ich bin unwissend? Dass alles was mich belastet nur eine Form von Unwissenheit ist? Dass ich Probleme in Kernbereichen meines Lebens sehe, wo keine sind?

    Dass ich deine Berichte wie gesagt nicht wahrgenommen habe, lag an dem, dass ich nicht oft hier war, aber das bedeutet nicht, dass ich dich nicht sehr wertschätze und dankbar bin, dass du immer für mich da warst und bist und ich kann gut damit umgehen, wenn du Dinge anders siehst als ich, wobei natürlich denke ich darüber nach, wenn du kritische Äußerungen machst.

    Und ich war in Sorge um Dich, auch wenn dein Argument schlagend ist,

    Liebe Grüße

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 24. August 2025 um 17:17

    Samadhi1876

    Vielen Dank, dass du dir so viel Zeit genommen hast für deine ausführliche Antwort. Das schätze ich wirklich sehr.

    Vieles von dem, was du beschreibst, kann ich gut nachvollziehen – besonders den Gedanken, dass man andere Menschen nicht ändern kann und es darum geht, die eigenen Sichtweisen zu überprüfen und anzupassen. Loslassen fällt mir oft schwer, aber ich sehe, dass es ohne diesen Schritt kaum innere Ruhe geben kann.

    Achtsamkeit ist für mich im Alltag ständig präsent, weil ich durch meine Situation ohnehin sehr konzentriert sein muss – sei es bei der Arbeit oder in den vielen kleinen Aufgaben. Meditation gelingt mir am ehesten beim Gehen; im Sitzen oder Liegen bin ich zu unruhig. Aber vielleicht ist genau das mein Übungsfeld, im Kleinen immer wieder zurückzukehren und das anzunehmen, was gerade möglich ist.

    Deine Worte zur Geduld und zu den „kleinen Geschenken“ des Alltags finde ich hilfreich. Gerade in schwierigen Zeiten liegt darin vielleicht die eigentliche Praxis. Es tut gut, durch deine Zeilen daran erinnert zu werden, dass Veränderung nicht von heute auf morgen geschieht, sondern ein lebenslanger Weg ist.

    Danke nochmals, dass du deine Erfahrungen so offen geteilt hast. Das ist nicht selbstverständlich.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 24. August 2025 um 17:11

    Liebe Monika,

    ich möchte kurz auf deinen Beitrag eingehen. Am PC bin ich außerhalb der Arbeit kaum. Im Buddhaland lese ich vor allem das, was ich verstehe – vieles ist für mich noch schwierig, da ich den Buddhismus recht laienhaft praktiziere.

    Mein Alltag fordert mich stark: Arbeit, Hund, Haushalt und mehrere Arzttermine pro Woche. Oft habe ich das Gefühl, nur „funktionieren“ zu müssen, und es fällt mir schwer, den Geist zur Ruhe zu bringen. Kontakte zu pflegen gelingt mir deshalb kaum.

    Die gesundheitlichen Themen sind überwiegend organisch. Belastend ist, dass immer wieder Neues dazukommt. Ich versuche dennoch, Achtsamkeit zu üben und die täglichen Aufgaben bewusst anzugehen – auch für meinen Hund, der mir sehr am Herzen liegt.

    Im Umgang mit Menschen erlebe ich manchmal Spannungen, wenn andere sich im Recht fühlen und ich mich rechtfertigen soll. Für mich ist das eine Übung in Geduld und Demut. Liebe Grüße

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 24. August 2025 um 08:43

    Samadhi1876
    Ja, Ideale sind in erster Linie für einen selbst da, das sehe ich auch so.

    Es ist nicht leicht, besonders wenn man im Alltag ständig mit destruktivem Verhalten anderer konfrontiert wird – das erlebe ich im Beruf sehr deutlich. Zum Glück gibt es auch Menschen, die das wahrnehmen und respektvoll reagieren.

    Was kranke oder mittellose Menschen betrifft. Da kann kann man nicht allen helfen, aber hierzulande ist die Versorgung für viele ohne Unterstützung tatsächlich schwierig geworden.

    Manche Dinge lassen sich eben nicht mit Naturheilmitteln überbrücken – bei massiven Zahnschmerzen oder Schmerzen braucht mal einen Arzt, zumindest in unserem Land und ich schreibe nicht über die Welt sondern über Deutschland.

    Ich bin sehr bescheiden geworden, was meine persönlichen Ansprüche angeht. Ich plane nur noch sehr kurzfristig, weil es anders gar nicht möglich ist. Angst vor dem Tod habe ich, aber wir müssen alle mal sterben, Leid und Abhängigkeit von der Hilfe anderer ist schwieriger.

    Solange man selbst bestimmt handeln kann, wäre ich schon sehr zufrieden. Liebe Grüße

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 23. August 2025 um 12:59

    @Monika

    Schön, dass es dich nach wie vor gibt im Forum, ich habe lange keinen Beitrag von dir gesehen, hab mir schon Sorge gemacht.

    Tut mir leid, dass du auch grad Leid hast bzw. ist es wohl auch unserem Alter geschuldet, also normal, auch wenn das kein Trost ist.

    Wir kennen einander schon lange und klar, es gibt nichts was ich deinen Worten entgegen setzen kann, weil du "leider" meist Recht hast und das sage ich ohne Ironie sondern in Dankbarkeit, dass du dir trotzdem es dir nicht gut geht mir Zeit widmest.

    Es ist wie du sagst, viel Blabla und wenig Resultate für das wie lange ich schon schreibe bzw. "leide" - was mir allerdings lange bewusst geworden ist, ist eben genau was du schreibst, es geht nur mit Akzeptanz und Hilfe von Anderen gibt es halt nicht, das muss man selbst stemmen.

    Ganz ehrlich, wenn man Zeit hat und zu viel Nachrichten schaut, wobei eine gewisse Zahl muss man schauen, weil es ja auch Dinge gibt, die einen selbst betreffen können, aber dadurch verdunkelt sich wirklich die Psyche massiv und man glaubt, puh in was für Welt leben wir, was kommt denn da alles daher und wie werde ich das machen, es schürt die Ängste auf allen Ebenen, wer da was davon hat, weiß ich nicht.

    Fakt ist Menschen, die sich von diesen Dingen fernhalten und die kenne ich durchaus, meine Sitter zum Beispiel, die leben in ihrer eigenen Welt, schauen überhaupt keine Nachrichten, nur Romantische Filme und wenn ich mal was sage über Probleme werden sie gleich böse, die wollen nichts hören und das ist okay, denen geht es gut, die sind mittlerweile 78 und 84 Jahre alt schon. Und ja haben ihre körperlichen Probleme, aber Sorgen machen sich die um wenig.

    Wo ich fast kleinlaut sein muss, ist dein wirklich mehr als berechtigter Vorwurf an beinahe KEINEN wirklichen Fortschritten und das in Jahren nicht in kurzer Zeit. Auch wenn das seltsam klingen mag, gerade bei dir tut mir das leid, dass ich dich enttäuscht habe.

    Abschließend möchte ich noch sagen, dass ich dir von Herzen wünsche, dass du zeitnah wieder fit wirst und dass es dir einfach gut gehen mag, alles Liebe.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 23. August 2025 um 10:39

    mukti

    Ich glaube dir, dass es so ist, du bist so wie ich es einschätze doch sehr tief in der Lehre seit vielen Jahren, du kannst das sehr gut beurteilen, daher will ich auch nicht widersprechen, wie auch gegen die Wahrheit?

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 23. August 2025 um 10:37

    Samadhi1876

    Danke für deine Mühen in Bezug auf Erklärungen, warum es mir heute so geht, wie es mir geht.

    Es ist wohl alles viel komplexer als ich denke und du hast Recht mein Leben war natürlich nicht immer so wie heute, auch meine Sichtweise hat sich weiterentwickelt oder zurück? Ich weiß es nicht.

    Ich denke nicht, dass ich immer gleich war und die Menschen schon gar nicht, auch wenn ich geschrieben habe, dass ich als Kind schon nicht sehr populär war. Das stimmt zwar, aber ich hatte gerade in meiner Jugend und als junger Erwachsener viele gute Erfahrungen und Freundschaften und es ging mir auch gesundheitlich zumindest so gut, dass es angenehm war.

    Wo ich dabei bleibe ist, dass ich die Gesellschaftsentwicklung in unseren Breiten als nicht positiv sehe und da bin ich nicht alleine. Das hat zum Teil wirtschaftliche Gründe, die Digitalisierung, die Polarisierung, der Egoismus, das veränderte Lebensbild der jungen Generation.

    Ich habe nie bestritten, dass der Buddhismus bzw. dessen Lehre für mich hilfreicher ist als alles andere, aber wie du schon schriebst, man muss sich einfach intensiv und konsequent damit auseinander setzen sonst kann keine Veränderung stattfinden.

    Weiterkämpfen und schauen wir mal, ob sich eine positive Veränderung zeitnah oder zumindest in absehbarer Zeit einstellt, wenn man eben entsprechend intensiv sich damit auseinandersetzt, vielen Dank.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Tim1
    • 22. August 2025 um 20:07

    void

    Mit mir wollte schon als Kind kein anderes spielen, auch nicht im Sandkasten oder bei Geburtstagen. Ich war auch nicht in der KITA, weil ich nicht wollte. Meine Mutter war wenig begeistert, das ging dann in der Schule ähnlich weiter, wobei irgendwie bin ich trotzdem dann erwachsen geworden inklusive zweier verschiedener ähnlicher Ausbildungen und arbeite seit 40 Jahren durch.

    Ich meine Void, triffst du dich freiwillig gerne mit Menschen, die Eigenschaften haben, die du von deiner Lebenseinstellung oder deinem Glauben ablehnst? Ich würde es sogar tun, aber es hat kein Interesse gegeben, also es liegt nicht nur an meiner Haltung.

    Es haben sich in den letzten 10 Jahren sicher an die 30-40 genau solcher Kontakte wie du sie beschreibst von sich aus zurück gezogen. Ich habe Angebote gemacht, mehr konnte ich nicht.

    Aber klar ich spreche lieber mit respektvollen, gutmütigen Menschen, die im Idealfall nicht asozial sind. Das Problem mit diesen Menschen ist, dass sie keine Zeit haben, weil sie eben gut sind, ich meine gut fachlich wie menschlich, die schätzen mich generell.


    mukti

    Das schließe ich nicht aus, aber ich lebe in einer anderen Kultur als Buddha. Meine Arbeit ist der Schlüssel für mein Überleben und glaub mir mit 60 Jahren und diversen Verpflichtungen kann man in unserer Gesellschaft nicht aussteigen, außer man ist so krank, dann muss man dieses Szenario annehmen, wie immer es aussehen mag.

    Ich bin chronisch krank, das habe ich x-fach geschrieben hier und ich benötige und benötigte laufend diverse medizinische Hilfestellung, die es bedauerlicherweise nur privat gibt, und nein, ich spreche nicht von alternativen Heilmethoden, sondern von der reinen Schulmedizin, aber nicht nur ich, sondern viele andere Menschen, die ich kenne, bekommen einfach keine Termine mehr, das ist so.

    Ich kann mir nicht leisten in Rente zu gehen, heißt, ich werde arbeiten, solange es geht oder Gott mir die Möglichkeit gibt. Weißt du den Druck zu haben permanent zu funktionieren trotz großer gesundheitlicher Probleme und keinerlei Unterstützung von außen ist nicht immer einfach. Wobei ich habe das akzeptiert, ich frage nicht mehr, wenn ich was benötige, bezahle ich es, solange es halt noch geht.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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