Ja, man spürt das selbst am Besten…
Ich weiß nicht ob Du allein oder in einer Gruppe meditierst:
Ich meditiere und lebe allein, war nur ab und zu mal in einer Gruppe, und dabei habe ich festgestellt, das ich dann auch zusätzlich viel mehr mit der Gruppe zusätzlich abgelenkt bin, als ganz allein. Oder Partner und Familie. Man spürt ja auch die anderen Menschen im Raum. Oder wenn man aufhört zu meditieren ist man sofort wieder mit anderen Menschen zusammen.
Das mag aber von Mensch zu Mensch auch anders sein, da ich an sich schon mehr „hochsensibel“ veranlagt bin.
Ich sitze manchmal in einer Zen-Gruppe und es fällt mir da oft leichter “durchzuhalten” und tiefer reinzukommen und war auch schon auf einigen Sesshins und Zazenkais. Bei mir helfen die anderen um mich herum, aber ich mag auch meine Mitmeditierer auch alle sehr gern und Ablenkungen versuche ich als Übung zu sehen.
Samadhi1876:Ich war früher auch mehr ein rationaler Mensch. Und je mehr ich in meinem Bauch wieder war, begann ich auch nicht mehr so viel zu überlegen, ob, was oder wie ich etwas im Leben tun sollte. Ich begann gefühlt auch mehr dem Leben an sich zu vertrauen.
Ja, so geht es mir mittlerweile auch. Für mich sind Meditation und Hara usw. keine Wissenschaft (obwohl es dazu durchaus ein paar Studien gibt), sondern eher etwas, was man erfahren muss, damit man wirklich etwas davon lernen kann bzw. damit es für einen selbst “real” wird. Es ist auf jeden Fall ein gutes Gefühl, das der innere Kompass langsam kräftiger wird und ich jetzt besser weiß, was “rechtes Handeln” ist - und auch mehr Mut aufbringe, das Richtige wirklich auch durchzuziehen.
Ich habe für mich immer das Bild “im Nebel langsam einen Fuß vor den anderen setzen und schauen, wo der Weg für einen weitergeht” oder “den endlosen Acker bestellen und dabei beobachten, ob und was darauf wächst”.
Mit Hara zu arbeiten ist ja auch Energie- Arbeit. Und ich meinte eben woanders, dass es auch gefahren birgt.
Wenn man zB das Hara konzentriert ( aufbaut ), aber die Bahnen vorher nicht geodnet hat, oder ?
Wäre meine Vermutung, dass es dann zu nicht so guten Zuständen führen kann, zu einer überhöhten Energie, wo man sich selbst überschätzt und das Selbstbild zu erhöht ist, denn das Herz wurde nicht mitgenommen. Das untere Tandiem schon, aber das Mittlere nicht.
Oder wenn man es mit anderen Übungen vermischt, dass man dann verwirtt werden kann. Wobei mir das noch nicht passiert ist. Nur mit einer bestimmten Yoga- Asana während Samatha zu üben, das führte schon zweimal in einen verwirtten Zustand ( so als wär die Erdung weg also die Selbstsicherheit ).Danke für das Thema.
Hm, da habe ich keine Ahnung bzw. den Ansatz verfolge ich für mich nicht. Für mich ist “Hara” und “Energie” (im eher esoterisch gemeintem Sinne) jetzt auch nicht etwas physisch Existentes, wie es manchmal unterrichtet wird von verschiedenen Linien. Ich sehe “Hara” und “Energie” eher als Gleichnis. Beides ist für mich aber durchaus etwas, was ich spüren kann (ob eingebildet oder eine Folge von physischen Vorgängen, was mir mittlerweile egal ist).
Wenn du aber Bedenken hast, verschiedene Übungen zu vermischen, weil es sich für dich nicht richtig anfühlt, dann solltest du es auch nicht machen. Ich experimentiere gerne mit Übungen, die bei mir etwas auflösen. Wenn ich merke, dass mir etwas nicht gut tut, lasse ich es sein. Einmal ist mir das schon mit einem Koan passiert, weil es für mich in dem Moment nicht gepasst hat.