" ... barfuß durch das Unvollkommene tanzt."
Genial formuliert.
Danke für den gesamten Beitrag.
" ... barfuß durch das Unvollkommene tanzt."
Genial formuliert.
Danke für den gesamten Beitrag.
Meine persönliche Erfahrung mit Lama Ole Nydhal.:
Ich habe Ole 2000 oder 2001 in Kassel kennen gelernt und war sehr positiv angetan. Nie wieder gesehen und nichts von ihm gelesen. Obwohl zum Beispiel Titel wie "Buddha und die Liebe" für mich sehr intetessant klangen.
Haften geblieben ist mir seine verneinente Einstellung zum Leben im Tempel. Das Leben seines Glaubens / das gehen des Pfades als Mönch im Tempel. Das war mir von buddh. Meistern neu und ich sehe / sah es ähnlich. "Was sollen Essenszeiten bringen?" "Gehet hinaus ins Leben" sind mir haften geblieben.
War dann 2x in einem Diamantwegzentrum. Mochte die Menschen. Aber die Art der Meditation war nichts für mich. Befremdlich.
Auch das von mir gefühlte Elitegefühl einiger Teilnehmer. Befremdlich für mich.
Hatte bei Ole auch Zuflucht genommen und identifiziere mich noch stets mit dem erhaltenen Namen.
Wünsche ihm das Beste.
Siegreiches Glück
Ich kaempfe nicht gegen diese Mitmenschen.
Wahrscheinlich koennte ich aber auch kein (nur als Bsp.) Sozialarbeiter fuer rechtsradikale Jugendliche sein, und taeglich mit schlechter Rede konfrontiert.
Falsche Rede erlebte ich eigentlich überall um mich. Ich selbst bin auch nicht frei davon. Ich fand das Beispiel halt etwas zu eingeengt oder ignorant. Manche sprechen nicht nur über eine bestimmte Gruppe grob, dafür aber über Anderes. Für mich wiegen alle falschen Reden gleich weil sie alle verletzen können oder andere beunruhigen können, das Thema welches sie ansprechen, ist egal.
Aber du schriebst auch, dass das nur ein Beispiel war. Dennoch wollte ich es mal einfach mal anmerken, dass die falsche Rede ein viel größeres Angebot hat.
Ja. Sehe / erlebe ich auch so. Ich würde es "unheilsame" Rede nennen.
Das Beispiel meinte ich im beruflichen Kontext (wo ich persönlich 95% heilsame Rede erlebe). Aber sicher kann (und wird wohl auch) unheilsame Rede auch in Büros oder im Logistik Center stattfinden.
Als (sicher nicht perfektes) Vorbild in heilsamer Rede und in liebevoller Zuwendung wirke ich positiver in meinem Umfeld als das ich es als "Kämpfer / Aktivist / Missionar" etc täte.
Und positiv zu wirken ist mein Anspruch an mich selbst. (Mit mich selbst meine ich kein Ego, das habe ich in großen teilen aufgelöst. Ich meine meinen Jetztzustand, meine biologische Jetztexistenz).
Einen schönen Tag.🌴
Hallo
Schuldgefühle (sehr traurig) oder Gedanken habe / hatte ich auch immer mal wieder beim Meditieren (Geh- und Sitzmeditation).
Z.B. darüber, das ich einen meiner Söhne vor 20 Jahren barsch angefahren bin, anstatt liebevoll pädagogisch zu reagieren.
Kommem mir auch Tränen.
Einmal aufgekommene Gedanken lassen sich nicht zurückschicken (nach historischem Buddha). Ich betrachte und durchlebe sie und lasse sie ziehen.
Grüße
Sehr verständlich.
Ich hoffe für dich, dass du mit der Isolierung gut klar kommst. (Habe nicht alle deine Beiträge gelesen, falls du da schon drauf eingegangen bist.)
Mir bedeuted rechte Ansicht und rechte Rede auch sehr viel. Es tut weh, wenn ich zB Hetze anhoeren muss.
Sicher nicht einfach, dabei die Gelassenheit und den Gleichmut zu bewahren. Vor allem wenn wirklich viel und oft schlechte Rede und Ansicht im Umfeld artikuliert wird.
Moeglicherweise muesste man dann zum eigenen Wohlergehen das Umfeld verlassen.
Z.B. wenn man in einem Dorf mit ueberwiegend rassistischen Einwohnern leben wuerde, welche das laut und offen ausleben. Ist natuerlich nur wenigen moeglich, einfach mal das Umfeld zu wechseln.
Mir kommt beruflich und privat zum Glueck nicht mehr so oft ueble, boeswillige, verletzende Rede unter. Hier im Forum lese ich oft und gern. U.a. weil beinahe durchgehend nur rechte Rede zu lesen ist.
Ich muss leider sagen, das ich in jungen Jahren selbst extrem weit von rechter Ansicht und Rede entfernt war. Ausserdem waren sexuelle und Rauschmittelausschweifungen Teil meines Lebens. Erst nachdem ich als Rucksacktourist und spaeter als Mitarbeiter in einem landwirtschaftlichem Hilfsprojekt in Suedostasien mit Buddhas Lehre in Beruehrung kam, begann ich mich zu veraendern. Das ist nun lange her.
Doch kann ich Menschen, welche verletzende Rede fuehren (solange kein Betroffener es mithoeren muss) einigermassen mit Gleichmut und Mitgefuehl ertragen. Sie sind noch nicht so weit. Ich antworte (wenn ich das tue) ausschliesslich mit rechter Rede. Ich kaempfe nicht gegen diese Mitmenschen.
Wahrscheinlich koennte ich aber auch kein (nur als Bsp.) Sozialarbeiter fuer rechtsradikale Jugendliche sein, und taeglich mit schlechter Rede konfrontiert.
Dadurch, das ich fuer kranke Menschen arbeite, und (da sie Patienten sind) ausschlieslich und durchgehend mit rechter Rede kommuniziere (auch wenn sehr, sehr selten Hetze oder Herabwuerdigung - gegen nicht Anwesende - geaeussert wird), habe ich mir angewoehnt, auch im nichtberuflichen Umfeld, schlechte Ansicht und Rede kommunizierende Mitmenschen als Patienten zu sehen. Sie sind noch nicht so weit. Noch immer im Unheilsamen gefangen. Leider. Kaempfen tu ich da nie.
Sorry fuer die Satzlaengen.
Seine Kinder in Hunger zurueck zu lassen erzeugt imho ganz schlechtes Karma.
Sattgegessen aus der Spendenschale meditierend sein hungerndes Kind und Mutter zu ''belehren'' kann imho nicht im Sinne der Lehre sein.
So sind Theravada Tempel (Wats) im doerflichen Bereich auch immer Armenspeisung. An den gespendeten Nahrungsmitteln koennen sich die Beduerftigen (nach den sehr bescheiden essenden Moenchen, hoffentlich) satt essen. Wenn man als Glaeubiger sieht, dass viele Kinder anwesend sind, laesst man zu dessen Gunsten die Suessspeisen unangetastet.
Als Buddha kurz vor seinem Erloeschen selbst an der Ruhr erkrankt war, kam ein Mann namens Pukkusa vorbei.
''... Als Pukkusa die beschmutzten Gewaender des alten Mannes und seines Aufwaerters sah, liess er von einem Diener rasch 2 Tuecher besorgen, die er dem Buddha und Ananda zum Geschenk machte.''
D 16,4,26-35
Vielen Dank fuer diesen Link. Mitgefuehl in Aktion. Das spricht mir echt aus dem Herzen.
Danke
Hallo @Timi
Danke fuer deine Post. Ich fuehle vieles ebenso wie du,
Ein weites Thema. Trauer im / als Buddhist (mus)
Ich habe mich gedanklich (u.a.) sehr damit beschaeftigt.
Buddha sagte ja (wenn wir dem PK Glauben schenken),
dass die Lehre nur etwas fuer den 'Einsamen' (wird wohl
bessere Uebersetzungen geben) sei.
Wenn wir das nicht sind, koennen wir Trauer auch kaum
vermeiden. Nehmen wir sie also an und leiden und weinen.
Und entwickeln (u.a daraus) liebevolle Guete fuer unsere
Mitmenschen. Love is all one need.
Habe mal ein Interview mit dem Dalai Lama gelesen.
Muesste aber echt Zeit investieren es wieder zu finden.
Sinngemaess: Frage an den DL: Wie schaffen es die buddh.
Moenche, immer zu laecheln, positiv drauf zu sein?
Antwort: Dem ist nicht so. Auch unsrere Moenche sind
fuehlende Menschen. Ich verweise auf den 'weinenden
Moench'.
Angesichts des ihn umgebenden Leidens, weinte er oft.
Trotz Erloesungslehre.
Alles Gute dir und liebe Gruesse, Mot Gaeo
(Mein Spitzname unter Thais vor vielen Jahren -
'Leere das Glas'
Love is all you need
Beruflich erlebe ich seit ca. 6 Jahren (unmittelbare) Trauer in seinen verschiedenen
Auspraegungen. Vom ueberraschenden Tod des 2 Jaehrigen bis zum 95ig jaehrigen
erwateten Sterbefall. Vom jungen Vater bis zum 4 ' fachen Opa.
Die Angehoerigen. Ein Kosmos an Emotionen.
Ich als aussenstehender Mitarbeiter, der oft eine Gefuehlsebene mit den Patienten
oder / Angehehoerigen aufgebaut hatte, empfinde es als weitergehen im Karma.
Mein Umgang mit der Trauer ist, dass ich in den Himmel schaue und eine gute
Reise wuensche. Oft mit Treanen in den Augen. Und einem Laecheln. 'Geh, geh
deinen Pfad. Love is with you.'
Same heart, same time.
Es ist später Abend.
Ich habe einige Jahre in Thailand gearbeitet
im landwirtschaftlichen, doerflichen Bereich.
Das erschien mir schon damals (ueber 10
Jahre her) eher traurig und unheilsam, wenn
immer mal wieder Maenner ihre Familien
fuer ein Leben als Moench aufgaben.
Diesen Punkt, die Erleuchtung unter solchen
Umstaenden 'anzugehen' werde ich wohl
nie verstehen.
Das sorgen fuer andere sehe ich nicht als
Anhaftung sonder als mein Verantwortungsgefuehl.
Daher trifft vielleicht hier Buddhas Belehrung:
sinngemaess 'nur fuer den Einsamen ist die Lehre,
nicht fuer den die Geselligkeit suchenden'.
Wobei ich zwar die Geselligkeit mit meinen Kindern
liebe, aber aus Verantwortung heraus handele.
Nicht aus Gier heraus.
Nur meine Gedanken.
Danke. Hatte leider nur den Auszug gelesen.
Das heisst doch aber fuer den Laien (wie mich),
ich muesste mich vom weltlichen abwenden
(wollen) um die Lehre umfassend umzusetzen.
Wie der Moench welcher sich von Frau und
Kind ab- und vollstaendig der Lehre zuwandte.
Was ich persoenlich nicht tun koennte.
Kein muss in dem Sinne aber ein wollen muessen.
''Nur für den dem Nichtweltlichen (nippapañca; das Freisein von der Vielheitswelt, Nibbāna) Hingegebenen, am Nichtweltlichen Erfreuten eignet sich diese Lehre, nicht für den dem Weltlichen Hingegebenen, am Weltlichen Erfreuten.''
A VIII.30 / die Aussage 8 - von 8
Ich bin mir nicht sicher, ob Buddha mit dieser Belehrung
eventuell ausschliesslich die Moenchsgemeinte angesprochen hat.
Bei den Niederwerfungen könnte man ja auch denken: "Ich bin nur ein Wurm...."
Aber Vorsicht!, denn wenn man schon angeknackst ist und mit Minderwertigkeitskomplexen beladen, sollte man doch lieber Abstand nehmen von solchen Methoden.
Was ist falsch mit einem Wurm, ob nun im Garten oder Watt.
Man könnte auch denken man / frau wäre eine Chillischote oder Apfel oder Kometenschweif ...
Nur wozu und wie könnte dass das Selbstwertgefühl beeinträchtigen?
Anmerkung:
Der Begriff Wat im religiösen Sinne lässt sich oben anklicken und dann wird es dem Leser in wenigen Worten erklärt.
Ich selbst praktiziere keine Niederwerfungen. Ich sehe da für mich persönlich auch keinen Bedarf.
Ich verbeuge mich morgens als Respektbekundung vor einem Abbild des Buddha in dreifacher Weise und rezitiere dabei "Araham samma-sambuddho bhagava...", sprich ich verbeuge mich vor Buddha, Dhamma und Sangha.
Dies ist aber über (wenn man sie so nennen will) die Meditation hinaus auch die einzige körperliche Praxis in meinem Alltag und mein kleines Morgenritual.
So praktiziere ich es auch.
Allerdings nur nach einer Belehrung (pers. eher als Vortrag empfunden) im Wat.
Ich selbst praktiziere keine Niederwerfungen. Ich sehe da für mich persönlich auch keinen Bedarf.
Ich verbeuge mich morgens als Respektbekundung vor einem Abbild des Buddha in dreifacher Weise und rezitiere dabei "Araham samma-sambuddho bhagava...", sprich ich verbeuge mich vor Buddha, Dhamma und Sangha.
Dies ist aber über (wenn man sie so nennen will) die Meditation hinaus auch die einzige körperliche Praxis in meinem Alltag und mein kleines Morgenritual.
So praktiziere ich es auch.
"So manches Opfer habe ich vollzogen. Goss Opferspenden in die (heilige?)
Flamme.
Dies ist die Läuterung, so glaubte ich.
Welch ignoranter Welting war ich doch."
Thag 34q
''Was meint ihr, Juenglinge, ist es besser die Frau
oder euch selbst zu suchen?''
''Besser waere es, Herr, wenn wir uns selbst suchten.''
''So setzt euch denn, ihr Juenglinge, ich werde euch
die Lehre verkuenden.''