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  1. Buddhaland Forum
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Beiträge von crocus

  • DBU und KdöR-Status - wollen wir das?

    • crocus
    • 4. Februar 2026 um 10:38

    Habe auf der DBU-Seite den Aufruf zur Unterstützung des Antrags zur Erlangung des Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts gelesen. Nun bin ich hin- und hergerissen.

    Einerseits macht Institutionalisierung Sinn (die DBU gibt einige Gründe an), andererseits ahne ich finstere Schattenseiten. Ein Blick auf die Dramen in den evang./kath. Amtskirchen reicht mir.

    Ich habe wenig Bedarf an einer Art buddh. EKD, die mir erklärt, dass wir wieder kriegstüchtig werden müssen oder eine buddh. Bischofs-Synodalkonferenz, die einem buddh. Eugen Drewermann die Lehrbefugnis entziehen würde. Brauchen wir buddh. Kirchensteuer?

    Ich fühlte mich bisher ganz wohl mit dem Status Quo. In Diskussionen mit Nichtbuddhisten konnte ich punkten mit der Aussage, dass Buddhisten im Wesentlichen 'Einzelkämpfer' sind, die ihren Weg selbst bestimmen und verantworten und letztlich niemandem unterstehen. Wie steht ihr zum KdöR-Aufruf der DBU?

  • Pratyeka Buddha

    • crocus
    • 25. Januar 2026 um 11:20

    Willkommen, lieber Lukas!
    Kleiner Tipp für den Anfang dieses wichtigen Lebensabschnittes:
    Für einen Mann mit Siddhis wäre es gut, wenn er sich für seine Kommunikation mit den noch auf dem Weg Befindlichen ein paar Regeln zu Kommasetzung und deutscher Satzstellung aneignet. Man kann vieles an KI delegieren, aber gewisse Grundfähigkeiten gehören einfach zum guten Stil eines Pratyekabuddhas.

  • Das richtige Verständnis der Wiedergeburt im frühen Buddhismus.

    • crocus
    • 25. Januar 2026 um 11:04
    Zitat

    Mit anderen Worten, es kann ein Individuum geben, das ohne die geringste
    Vorstellung eines „Selbst“, „Ich“ und „Mein“ ist. So ein
    Individuum wird Arahat genannt. Der Arahat betrachtet rein gar
    nichts als „Mein“.

    Zitat von Igor aus R. G. de S. Wettimuny, BGM München

    Diese Argumentation ist m.E. nicht haltbar.
    Ein akzeptiertes Mitglied der Gesellschaft kann man auffordern: Putz dir endlich die Nase und räum dein Geschirr weg!
    Ein Wesen ohne Vorstellung "Ich" und "Mein" wüsste mit dieser Aufforderung nichts anzufangen. Ohne Selbst wäre er ein Zombie.
    Wieviel von diesem Selbst in den ersten Lebensjahren anerzogen ist und ob etwas davon in einer Wiedergeburt weitergegeben werden kann, ist eine andere Frage. Aber ganz ohne Selbst wäre der Mensch nur ein vor sich hinglucksender Misthaufen.

  • Missbrauch in Plum Village

    • crocus
    • 18. Januar 2026 um 10:53

    Vorsicht mit mutigen Verallgemeinerungen:
    Zwischen Aravind: "...ihre Position missbräuchlich nutzen" und
    KarmaHausmeister: ...sich mit einer Vertrauensperson "einlassen"
    ist ein Unterschied: der Missbrauch. Es könnte ja einvernehmlich sein.


    Wenn Padmasambhava sich nicht mit Yeshe Tsogyal und Mandarava "eingelassen" hätte, würden Dakinis und Überlieferungen (z.B. Termas) fehlen. Wahrscheinlich würden sämtliche Yoginitantras fehlen (Hevajra, Chakrasamvara, Vajrayogini etc. Und ohne diese wären Naropa und Milarepa wohl kleine Schriftgelehrte geblieben.
    Es ist halt die bekannte Frage: Soll man etwas generell verbieten, nur weil einige ihre Position missbrauchen?

  • Bücher und Texte zur Praxis des Boran Kammatthana (esoterischer Theravada)

    • crocus
    • 29. Dezember 2025 um 18:05

    Wenn man über Wikipedia hinausgeht und das ganze Hevajratantra liest, kommt man an zwei Stellen vorbei: 1) der Text ist nur für Leute, die eine Einweihung und die Erklärungen dazu erhalten haben. 2) es ist gibt Erklärung im Text, was mit den Aussagen gemeint ist. Du sollst Lebewesen töten heißt z.B. du sollst dich von der Anhaftung befreien, du und andere Lebewesen hätten ein beständiges Ego.
    Ich befasse mich seit 15 Jahren mit Hevajra und habe noch nie Fäkalien gegessen. Für die ganz Unbedarften hat Rainer Meyer seiner deutschen Übersetzung noch ein warnendes Vorwort vorgesetzt:
    "magische Rituale, deren Inhalte nicht mit den ethischen Grundlagen
    des Buddhismus oder irgendeiner anderen Religion in Einklang zu
    bringen sind. Hier tritt das Gift der Welt ein, und es wird nicht in
    Bausteine des Weges verwandelt. Der Leser muß das Nützliche und
    Heilsame unterscheiden von jenem, das dies per se nicht ist."

    Meine Meinung: Anuttarayoga-Tantra ist nichts für Jedermann und nichts, was man an einem Wochenende erlernt.

  • Bücher und Texte zur Praxis des Boran Kammatthana (esoterischer Theravada)

    • crocus
    • 29. Dezember 2025 um 11:08

    Glasenapp 1939 ist nun 87 Jahre her. Zu seiner Zeit war das der Stand der Forschung, es klingt bei ihm aber noch viel abendländische Begrifflichkeit durch, die dann auch das damalige Denksystem beeinflussten: jenseitige Erkenntnis Zaubersprüche, Wunderkräfte. Glasenapp fehlten noch 50 Jahre, bis massiv Westler vor Ort die Sprachen lernten und damit auch den begrifflichen Rahmen zurechtrückten, aus dem heraus manches besser verständlich wurde, als bei Glasenapp. So würde man heute nicht mehr pauschal sagen: "der Buddhismus hat sich in sein Gegenteil verkehrt", sondern etwas sachlicher: "Vajrayana hat Methoden hinzugenommen, die im frühen Buddhismus nicht akzeptabel waren. Das Ziel des Vajrayana ist dasselbe wie beim Mahayana".

  • Was versteht ihr unter Buddhismus?

    • crocus
    • 25. Dezember 2025 um 09:52

    Mein Philosophieprofessor hat uns beigebracht: Vorsicht vor Begriffen, die auf -ismus enden. Das sind Sammelboxen, in die jeder reinpackt, wovon er meint, es passt dazu.

    Für mich selbst ist Buddhismus durchaus eine Religion, im Sinne von lat. religare = zurückbinden. Der Buddhismus hat dafür den Begriff Zuflucht. Menschen nehmen immer zu etwas Zuflucht, an dem sie sich festhalten. In unserem Fall Buddha, Dharma, Sangha.

  • Sexueller Missbrauch im tibetischen Buddhismus

    • crocus
    • 22. Dezember 2025 um 17:21

    Schöne Masterarbeit, man muss aber genau lesen und aufpassen, welche Schlussfolgerungen man über den Autor hinaus selber noch ableitet.

    Die Arbeit zur Pflichtlektüre für Buddhismus-Interessierte zu erklären erscheint mir ähnlich abwegig, als würde jemand Christentum-Interessierten vorschreiben, sie sollten vorher die Geschichten aus dem katholischen Knabenstift lesen, wo der Bischof abends zum Gute-Nacht-Kuss persönlich vorbeikommt.

    Wenisch begrenzt die Reichweite seiner Masterarbeit korrekt auf qualitative Erörterung, weil für quantitative Aussagen keine Statistik vorhanden sei. D.h. ja, solche Fälle gab es, doch dass sex. Missbrauch typisch für tib. Buddhismus sei, folgt aus der Datenlage nicht.

    Der Autor gibt zudem an, dass Missbrauchsfälle auch in anderen Traditionen bekannt sind (S.29) und schlussfolgert: "Der sexuelle Missbrauch an sich kann daher nicht als ein besonderes Charakteristikum einer bestimmten religiösen Tradition zugeordnet werden."

  • Die 4. Drehung des Dharma-Rads

    • crocus
    • 29. Oktober 2025 um 21:43

    Mich erinnern solche Vorhaben an Bultmanns Versuch das Christentum von metaphysischen Annahmen zu befreien. Der erwartete Erfolg blieb aus. Die Anhänger der Amtskirchen waren nicht begeistert und nach einigen Jahren wurde durch Bultmanns Schüler (E.Käsemann) klar, dass bei konsequenter Durchführung das Vorhaben in Probleme gerät. Kardinal Ratzinger nannte Bultmanns Ansatz gar 'Abspeck-Theologie' bzgl. Jesus: "So bleibt zu guter letzt ein mittelmäßiger Rabbi, wie er zu allen Zeiten denkbar war".

    Diese Idee der Befreiung von metaphysischen Annahmen gab's im 20. Jh. auch bei den Philosophen (Carnap, logischer Positivismus), aber auch hier hat sich das Vorhaben mit dem linguistic turn inzwischen weitgehend erledigt.

    Ich befürworte die Idee, überlebte Anschauungen und Praktiken abzulegen, aber ich glaube nicht daran, dass wir allein durch Abspecken am großen Rad drehen werden. Ich vermute eher, es bildet sich gerade ein moderner Buddhismus heraus, der einige Verwerfungen korrigiert, ansonsten aber säkulare wie auch traditionelle Praktiken nebeneinander gelten lassen kann.

  • Goenka Negative Erfahrungen Triebel

    • crocus
    • 13. Juli 2025 um 09:30

    Wow, was für ein unterhaltsamer Artikel der Retreat-Teilnehmerin. Am Besten fand ich den Begriff <Aufziehmäuse>. Ein wenig verstehe ich auch die Goenka Seite. Es gibt im Leben Dinge, die man, wenn einmal begonnen, auch zu Ende bringen muss. Wer ein Flugzeug gestartet hat (als Pilot), kann nicht einfach vor der Landung sagen, Fliegen ist nichts für mich. Oder ein Bergsteiger oder ein Bootsführer auf offener See. Man muss die Dinge zu Ende bringen. Möglicherweise sieht der Goenka-Verein sein Retreat als ein <meditativ weit herausschwimmen>. Zumindest deutet das Vokabular der Aufziehmäuse darauf hin. Beim Tantra gibt es solche Praktiken. Inwiefern das bei Vipassana gerechtfertigt ist, will ich nicht beurteilen. Jedenfalls bestätigt mich der Bericht in meiner Auffassung, dass ich nicht an Veranstaltungen teilnehme, wo ein Meister nur vom Band spricht.

  • Pamphlet gegen die Krone der Erleuchtung

    • crocus
    • 29. Juni 2025 um 09:38

    Danke für das Pamphlet. Viele der Gedanken habe ich auch und finde sie berechtigt. Leider handelt man sich mit einigen davon Widerspruch von Anhängern der klassischen Schriften ein, a la: in Sutta xy hat der Buddha aber gesagt, es sei so und so.

    Gräbt man dann etwas tiefer, landet man schnell bei Übersetzungsfragen und beim kulturellen Kontext. Gerade deswegen finde ich deine Gedanken wichtig, und für mich sind sie Zeichen erster Auskristallisierungen eines modernen (westlichen?) Buddhismus.

  • Niederwerfungen

    • crocus
    • 23. April 2025 um 15:53
    Amdap:

    Wenn sich die Mühle gut dreht, schafft sie ca. 400-1100 Umdrehungen pro Stunde. Also gehe ich von durchschnittlich 750 U/h aus.

    Es gibt so einfache kleine Lichtschranken für Arduino, die kosten 1,70 Euro. Ein Stück Alufolie mals Reflektor an einem Flügel und ein 3-Zeilen Programmchen aus dem Netz. Zählt absolut zuverlässig. Man muss nur alle paar Wochen mal die Batterie tauschen. :)

  • Wer kennt Monroe Coulombe alias Shi Heng Zong vom Shaolin Tempel Europe

    • crocus
    • 23. April 2025 um 15:43
    the_one11:

    Vielleicht muss jetzt eine klare Grenze gezogen werden...

    wenn das mal jemandem gelänge, wäre es ein Fortschritt historischen Ausmaßes. Leider konnte bisher niemand ein unverrückbares Kriterium benennen, nach dem diese Grenze zu ziehen wäre. Die Idee vom Urteil eines Mönch, der schon so oft wiedergeboren wurde, leidet an dem Problem, dass diese einschlägigen Wiedergeburten immer schon damals waren, und du und ich nicht dabei waren. Damit ist die Glaubwürdigkeit wieder auf dem selben Niveau wie die der Personen im Zentrum des Threads: kann so sein, muss aber nicht.

  • Problematische Lehrer und der Umgang mit ihnen

    • crocus
    • 7. April 2025 um 19:15

    Ist sicher interessant, dass die Dame das so sieht, und ihre Meinung sei für den Disput akzeptiert, aber Expertenmeinungen sind noch lange keine wiss. Evidenz. Die müsste auf Fakten beruhen und Signifikanz aufweisen. Außerdem bereitet der unscharfe Begriff 'systemisch' Probleme. Hendrik macht auch gleich systembedingt draus. Das ist was anderes. Systemisch ist ein Phänomen (Missbrauch), dem selbst eine gewisse Systematik zuerkannt werden kann. Systembedingt bedeutet, dass ein Phänomen durch ein anderes System, hier vmtl. das Lehrer-Schüler-System, in die Existenz gebracht wird und, verschärfend noch, ohne die Bedingung nicht aufträte. Da Missbrauch auch außerhalb des Buddhismus diagnostiziert wurde, ist die Aussage 'systembedingt' nicht zu halten. Buddh. Lehrer-Schüler-Beziehungen sind weder notwendige noch hinreichende Bedingung für Missbrauch. Die Dame selbst spricht korrekter Weise auch nur von 'Faktoren'.

  • Moment bin ich verwirrt

    • crocus
    • 19. März 2025 um 15:49

    Vorab: bin kein Kadampa.

    ThoH:

    Wie seht ihr die Neue Kadampa Tradition im Vergleich zu anderen tibetischen Schulen?

    Habe sie früher kritisch gesehen aufgrund der Berichte, dann jedoch über die Jahre Kadampa-Praktizierende getroffen, die solide ausgebildet waren und ihren Vajrayana-Buddha-Weg gingen. Als Buddhist sollte die Zugehörigkeit zu einer bestimmten Schule kein Grund für Stolz und Überheblichkeit gegenüber anderen Schulen sein. Es geht um dich umd deine Entwicklung als Bodhisattva. Aus diesem Blickwinkel ist es wichtiger, mit den gelehrten Praktiken einer Schule gut zurecht zu kommen, als auf die glänzende oder angekratzte Fassade zu achten. Querelen in der Führungsetage sind ärgerlich, gibt es aber wohl in vielen Schulen und auch nicht erst seit kurzem. Der ernsthaft Praktizierende lässt sich davon nicht beeinflussen. Gegen Missbrauch kann man sich schützen, indem man mitdenkt und rechtzeitig 'nein' sagt.

    ThoH:

    Wie geht man am besten mit den negativen Berichterstattungen über diese Tradition um?

    Ich schüttel immer den Kopf und denke mir: Wenn ich Linienhalter wäre, würde ich vielleicht auch so handeln, aber ich bin keiner. Also: Nicht meine Liga, nicht meine Kinder, nicht mein Wutausbruch. Und dann gehe ich meinen Weg weiter.

  • Glaube im Buddhismus

    • crocus
    • 28. Februar 2025 um 16:40
    void:

    Darin sagt Buddha, dass es ihm darum geht genau die Information zu übermitteln, die zur Erreichen von Befreiung notwendig ist.

    Sehe ich genauso. Die Kosmologie kann man glauben, muss man aber nicht. Wobei es genau diese Idee des Trichiliocosm war, die einst in mir die Begeisterung für den Buddhismus auslöste. Heute bin ich mir bewusst, dass Vieles an solcher Kosmologie eher nicht die Erkenntnis Buddhas war, sondern aus Kulturkreisen übernommen wurde, in die sich der Buddhismus ausgebreitet hat. Deswegen sind sie nicht weniger wahr oder falsch. Für mich sind diese Beschreibungen ein Kontext, ein Hintergrund, aus dem ich auswähle, was mir widerspruchsfrei und akzeptabel erscheint, und eingebettet in den ich den achtfachen Pfad praktiziere.

  • Glaube im Buddhismus

    • crocus
    • 27. Februar 2025 um 21:31
    NamoAdidaphat88:

    Aber nur geistig ist Wiedergeburt nun auch nicht . Als der Buddha Erleuchtung erlangte konnte er sich an alle vorherigen Existenzen erinnern

    So einfach ist das leider nicht.

    Als Philosophiestudent kommt man irgendwann bei folgender Aussage vorbei:

    "Es gibt keine schlüssige Widerlegung der Theorie, dass die Welt erst vor zehn Minuten entstanden ist, einschließlich aller Erinnerungen, Museumsstücke, Schnittwunden etc."

    Das klingt erst mal abenteuerlich, aber wenn man sich anschaut, wie heute Computer runter- und wieder hochfahren, oder zum ersten Mal booten nach einer Neuinstallation, dann wird man ganz leise.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • crocus
    • 16. Februar 2025 um 17:56
    Hendrik:

    Was Du meinst ist ein Tuende.

    Ein Tuender ist jemand, der gerade etwas tut. Das ist hier offensichtlich nicht der Fall, den die Sache liegt eine Weile zurück. Täter ist eine prädikative Ableitung aus 'Tat', hier hinsichtlich des aktiven Subjekts, im Unterschied zum Ergebnis- dem Getanen. Will man 'verwerflich' dazukonnotieren, spricht man vom Übeltäter, im Gegensatz zum Wohltäter.

    "Ein Täter ist ein Täter" -> ist eine Tautologie = Aussage, die keinen Erkenntniszuwachs bringt und daher ersatzlos entfallen kann.

    Ich stimme mit dir darüber überein, dass man Problembewusstsein über Missbrauch schaffen sollte, aber ich sehe diese Funktion eher in Hinweisen an die Schüler(innen), wie Jetsun Khandro es tut: Behaltet euer Gehirn eingeschaltet! Konsequenzen zu ziehen hinsichtlich "kann kein Lehrer mehr sein" ist ein ernsthafter Eingriff und bedarf aber der Berücksichtigung von deutlich mehr Umständen des Einzelfalls, über die wir nicht verfügen.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • crocus
    • 16. Februar 2025 um 16:42
    Hendrik:

    Wer (sexuellen) Missbrauch begeht, ist ein Täter.

    Und dann stellt sich...

    Gütiger Himmel, was für ein Zurechtinterpretieren von Begriffen.

    Wer ein gutes Werk tut, ist auch ein Täter. Er hat es nämlich getan! Der Begriff Täter an sich ist neutral, und der Schluss, 'wer ein Täter ist, kann nicht Lehrer sein, logisch unzulässig. Es bräuchte weitere Aussagen, wie: ob das Getane moralisch als gut/schlecht oder juristisch als erlaubt/verboten eingestuft wird. Darüber zu befinden hat im ersten Fall die jeweilige Sangha und im zweiten die Rechtsprechung. Und erst dann kann man sich der Frage zuwenden: Kann/darf jemand noch Lehrer sein, der einmal/mehrmals moralisch schlecht bzw. verboten gehandelt hat. Im normalen Leben ist die Antwort oft positiv. Viele Knastis gehen nach absitzen ihrer Strafe in die Schulen und erzählen im Sozialkundeunterricht, wie man im Leben straucheln kann und worauf es wirklich ankommt.

  • Gute Lehrer / schlechte Lehrer

    • crocus
    • 15. Februar 2025 um 10:27

    Die Frage ob jemand ein guter Lehrer sei, der 'die Dinge nicht verinnerlicht hat' birgt schon das erste Problem in sich. Was sind denn 'die Dinge'? Der gesamte Buddhismus oder nur das, was er gerade erklärt? An Chögyam Trungpa und O.Nydahl ist sicher manches auszusetzen, aber bezüglich spezieller Fragen habe ich für mich erkannt, dass mir auch 30 Jahre später niemand das Thema besser erklärt hat als sie. Eigentlich müsste die Frage also heißen: Ist jemand ein guter Lehrer für ein konkretes Problem. Was diese Person bezüglich anderer Themen kann, hat meinen Erkenntnisprozess nicht beeinflusst.

  • "Publik Forum" 1/25: "Buddha ja, Karma nein" über säkularen Buddhismus

    • crocus
    • 29. Januar 2025 um 16:07

    Das Problem ist halt, dass nicht selten die Überlegenheit des eigenen Weges als objektive Wahrheit gelehrt wird. Schaut man dahinter, wie das begründet wird, findet sich meist ein altes geschriebenes Werk, in dem das so steht. Wissenschaftstheoretisch nennt man sowas Beweis durch Berufung auf Authoritäten. Es ist die schwächste Form eines Beweises, denn letzlich ist es doch nur eine subjektive Wahrheit. Nicht die vom heutigen Lehrer, sondern die von jemandem, der schon lange nicht mehr da ist. Deswegen sollte man solche Einzigkeitsansprüche in den Skat drücken und anerkennen, dass andere Leute auf anderen Wegen auch zum Ziel kommen.

  • Shangpa Kagyu Seminar

    • crocus
    • 21. Januar 2025 um 21:24

    Ich bin zum Buddhismus gekommen kurz nach dem Weggang des vorigen Kalu Rinpoche und kenne noch das kraftvolle Nachwehen seiner Reputation bei den damaligen Schülern. Er muss ein wirklich großer Meister gewesen sein. Bin selber Kagyü.

    Bezüglich Reinkarnationen bin ich heute recht vorsichtig. Habe ein paar von denen persönlich erlebt. Die können so ganz anders sein und mit dem Vorgänger manchmal nur den Namen gemein haben. Ich würde nirgendwo einen Jahreskurs buchen, wenn ich nicht vorher mindestens einmal live bei ihm/ihr dringesessen habe. Denn neben der korrekten Übermittlung der Lehre (die ich hier für gegeben halte) spielt bei einer Lehrer-Schüler Beziehung halt auch eine Rolle, dass man mit dem Lehrer in etwa die gleiche Wellenlänge hat. Und außerdem zieht jeder Lehrer eine bestimmte Klientel Schüler an. Das wird deine Sangha, da sollte man auch so ungefähr draufsein, wie die. Und das lernt man wiederum nur durch einmal live hinfahren.

  • "Publik Forum" 1/25: "Buddha ja, Karma nein" über säkularen Buddhismus

    • crocus
    • 11. Januar 2025 um 19:15

    Lt Wikipedia befindet sich Maitreya derzeit und bis zu seinem Erscheinen auf der Erde im Tushita Himmel. Da der Himmel oft über meinem Kopf ist, fand ich das Wort ganz passend. ;)

  • "Publik Forum" 1/25: "Buddha ja, Karma nein" über säkularen Buddhismus

    • crocus
    • 11. Januar 2025 um 16:35

    Für mich ist der Beitrag

    ["Publik Forum" 1/25: "Buddha ja, Karma nein"]

    Beleg dafür, dass gesellschaftlich inzwischen nicht mehr vom Tisch zu wischen ist, dass der Buddhismus im Westen eine eigene voll gültige Ausprägung entwickelt. Es wäre ja auch entgegen Buddhas Lehre bzgl. Vergänglichkeit, wenn mit den Theravada-, Mahayana- und Vajrayana-Schriften alles gesagt sei und dem auch bis zur Niederkunft von Maitreya nix mehr hinzufügen wäre.

  • Missbrauch in einem Hamburger Karma Kagyü-Zentrum

    • crocus
    • 16. November 2024 um 22:26

    Ich habe mich auch lange Zeit gefragt, was tantrische Praktiken mit den Lehren des Buddha aus dem Tripitaka zu tun haben sollen. Heute, nach vielen Jahren Praxis in allen drei Fahrzeugen, sehe ich den gemeinsamen Nenner in Folgendem:

    Die Versenkungsstufen, die der Buddha im Prozess seiner Nachtwachen zur Erleuchtung durchlief, sind immer mit einem Fallenlassen bestimmter geistiger Prozesse/Schleier verbunden. Am Ende der Versenkungsstufen stand ein Zustand, den wir als erleuchtet bezeichnen. Das hohe Tantra geht intensiver vor. Es visualisiert die Orte, an denen diese Prozesse/Schleier stattfinden, in den Chakren und Nadis. In der Vollendungsphase leitet man verschiedene Energien unseres psycho-physischen Körpers um, mit dem Ziel, die genannten Prozesse/Schleier 'mit der Hitze' dieser Energien zum Schmelzen zu bringen. (Das ist die Stelle, wo es gefährlich wird, wenn man ohne Einweihung und Anleitung drauflos doktort.) Gelingt die Sache durch enorme Beherrschung von Körper und Geist, steht nach der Auflösung der Schleier der gleiche Zustand, wie beim Buddha am Ende der Versenkungsstufen. Das heißt dann z.B. Mahamudra. Nur eben ohne x Wiedergeburten.

    Zur Sexualität: Welche Energien der Tantriker 'ins Feuer gießt', obliegt dem Praktizierenden. Eine der intensivsten ist Sexualität. Man kann, muss aber nicht. Die meisten tun es nicht. Ich kenne nur eine Handvoll lebende Menschen, von denen ich begründet annehme, dass sie das praktizieren. Man braucht eine ebenfalls eingeweihte (Anuttarayogatantra) Partner*in dazu, die auch Energiekanäle steuern kann. Und der alles entscheidende Unterschied zwischen normalem Sex und buddh. Tantra ist: du darfst keinen Org.... haben, denn dann verpufft die Energie, die du eigentlich umleiten wolltest. Das ist wie wenn jemand zum Brötchenkaufen fährt, aber ohne Geld und Brötchen wiederkommt, weil er das Geld bei einer Dame im Puff gelassen hat.

    Wer buddh. Tantra betreibt und auf schönen Sex hofft, sitzt im falschen Zug. Diese Informationen kann man heute auch alle im Internet recherchieren, und jede*r, die/der sich auf solche Praktiken einlässt, sollte sich vorher sachlich informieren. Nur dann kann man kritisch hinterfragen, was der Lama da fordert.

Ausgabe №. 134: „Keine Angst vor der Angst"

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