Beiträge von PeterW
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Wenn ich meine bescheidene persönliche Meinung äußern darf:
Das Anhaften an das Ich erscheint mir vor Allem (aber nicht nur) ein Gedanke zu sein. Man glaubt an ein eigenständiges Ich, also eines, das komplett unabhängig vom Rest der Welt ist und das eine solide Substanz hat und fest umrissen ist.
Allgemein ist Anhaften ein Begehren und Nicht-Loslassen-Können.
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ist nicht der Zen auch sehr lehrerabhängig? Es geht doch um mit dem Verstand nur begrenzt erfassbare Inhalte, z. B. Nicht-Denken. Ich kann mir z. B. nur schwer vorstellen, dass man sich Koans im stillen Kämmerlein selber stellt. Es geht also sehr um Vertrauen. Mir erscheint das sehr lehrerabgängig.
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Wie meinst du das? Gibt es in Deutschland, Österreich und der Schweiz keine Zen-Szene?
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Dann sind zumindestens alle hier an der Diskussion Beteiligten sich einig, dass wir aus heutiger buddhistischer Sicht keinen Unterschied zwischen Hetero- und Homosexualität machen. Oder?
Wenn man Keinem schadet und die Unvollkommenheit gewöhnlicher Lust (nicht nur auf Sex) durchschaut, dann ist Lebensfreude etwas Gutes, egal, ob mit einem Mann oder einer Frau.
Natürlich gibt es gute Gründe für Tsongkhapa in der damaligen Zeit, aber ehrlich gesagt interessieren die mich nicht so sehr.
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@Ole1 Du hast schon Recht. Das war unglücklich formuliert. Es ging mir um die Geistesgifte, aber dass eine Tat mit dem Glauben an ein eigenes Ich eine falsche Tat ist, das ergibt keinen Sinn.
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Ich bin etwas geschockt, denn Tse Tsongkhapa ist einer der Schlüssel-Lehrer meiner Lieblings-Richtung (Gelug).
Ich zitiere aus dem verlinkten Text:[lz]
Wie nun stellen sich moderne westliche Buddhisten zu dieser Thematik? Bei meinen Wanderungen durch das Internet fand ich heraus, dass diese entweder unwissend darüber waren, was die klassische indische und tibetische Tradition über Sexualität zu sagen hatten, oder – falls sie davon wussten – bereit waren, es abzutun, weil es nicht mit ihren Vorstellungen über den Buddhismus übereinstimmte. [/lz]
Ich mache genau das Letztgenannte: Ich tue es ab, weil es nicht zu meiner Vorstellung von Buddhismus passt. Buddha sagte man soll prüfen. Und der buddhistische Weg ist: Ethik, Konzentration und Weisheit. Mit allen drei Prinzipien ist Homosexualität genauso im Einklang (oder nicht) wie Heterosexualität. Also es schadet Anderen (oder nicht). Es wird evtl. im Irrglaube an ein eigenständiges Ich ausgeführt und mit starkem Verlangen.