1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Alles
  • Alles
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. Maybe

Beiträge von Maybe

  • Diese Sache mit den Alter Egos...

    • Maybe
    • 20. Januar 2021 um 21:34

    Sili Für eine Verschmelzung müsste praktisch jeder bereit sein, sein "Ich" aufzugeben. Was, hochdramatisch ausgedrückt, zumindest in meiner Vorstellung ein bisschen wie sterben ist. Man gibt seine gesamte Autonomie ab. Und zwar unwiderruflich.

    Es ist interessant, dass das bei euch so fließend geht. Bei mir gibt es das alles oder nichts Prinzip. Also eine neue Erfahrung machen geht. Aber eine Erfahrung verändern ist schon sehr viel schwieriger.

    Ja und Nein, es können mehrere Egos gleichzeitig aktiv sein, dass ist aber unheimlich anstrengend. Und es ziemlich einschränkend. Also was beispielsweise häufiger vorkommt, ist das zurücktreten. Jemand drängt sich vor und man selbst tritt praktisch zurück, sieht zwar noch alles, aber kann nicht handeln.

    Alle können nicht aktiv sein. Das wäre glaube ich auch zu überfordernd. Wenn ich jemanden im Hintergrund habe ist das schon sehr einschränkend. Wobei ich nicht weiß, wie ich das Gefühl genau beschreiben sollte. Alle aktiv zu haben, wäre der reinste Horror. Zumal das rein praktisch nicht geht, den manche Egos schließen sich gegenseitig aufgrund ihrer Eigenschaften aus.

    Woran ich das merke. Nun, abgesehen von Ausnahmesituationen wie dem "Co Bewusstsein" (mehrere aktiv) habe ich kein Erinnerungsvermögen, sobald jemand anderes aktiv ist. Sollten mehrere aktiv sein, ist das Erinnerungsvermögen sehr löchrig. Zum anderen hat jeder so seinen eigenen Stil. Du erkennst ja sicherlich auch, wenn deine Freunde plötzlich deinen Text weiter schreiben, oder?

    Danke für deine Antwort.

    Ich kann dich beruhigen, ich möchte sie nicht loswerden.

    Ich bin ohne sie verloren. Ich studiere beispielweise. Also vier meiner Egos machen das. Ich weiß zwar, was ich studiere, aber ich könnte dir nichts über den Inhalt erzählen. Und Quereinstieg mitten im Semester ist auch nur so eine halb gute Idee.

    Ich weiß, dass sie mich vor Dingen schützen und andersrum ich sie.

    Würde ich von einzelnen Egos verlangen zu gehen, was in meiner Vorstellung beinahe gleichgesetzt mit Sterben ist, siehe oben, so müsste ich auch bereit sein, selbst an einer Verschmelzung zu arbeiten. Das kann ich nicht. Es hat etwas von irrationalen Überlebensinstinkt. Irrational deswegen, weil wir ja an sich Leben. Also nein, ich werde niemanden loswerden wollen.

  • Diese Sache mit den Alter Egos...

    • Maybe
    • 20. Januar 2021 um 18:31

    Helmut

    Korrigiere mich, aber es gibt doch ein Ego? Ein Konstrukt, ein Selbst, mit eigenen Bedürfnissen und Neigungen, oder nicht? Nun ist es im Buddhismus nicht Ziel, eine Umwelt und sich selbst Wahrzunehmen, und zu sein, losgelöst von dem eigenen Selbst. Praktisch die höchste Form von Objektivität zu erlangen und dabei sowohl Achtsam als auch gerecht zu sein.

    @S-Mater Wir sind 23 Erwachsene.

    void ja, verstehe ich. Allerdings sind doch gerade diese Reaktionen, dass was uns ausmacht, oder?

    Ist das nicht eine Art Gefühlskälte, die damit erreicht wird? Nur im positiven Sinne. Also anstatt nichts zu fühlen, fühlt man sich einfach nur "gut"?

    Ich kann keine Wut empfinden. Ich kann niemanden aufrichtig hassen. Die Fähigkeit fehlt mir. Ich kann auch niemanden etwas böses wünschen, es funktioniert nicht.

    Ich habe die gesamte andere Bandbreite der Emotionen. Aber ich merke, dass mir da etwas fehlt. Einfach, weil ich keinen "passende" Reaktion darauf habe, meistens führt das auch zu einem Wechsel mit jemanden mit "passender" Reaktion.

    Ich stelle mir das eigentümlich leer vor, wenn sich die gesamte Bandbreite der Emotionen nur auf glücklich und heiter bezieht.

    Ja, manchmal ist es so, wie dein Beispiel mit den Kindern. Es ist ein Balanceakt zwischen Kompromissen, Egoismus und sich selbst aufgeben.

    Kommunikation ist so ein Punkt, dafür haben wir ja noch eine Therapeutin, die mehr als Streitschlichterin fungiert. Was sich bei "normalen" Menschen in ambivalenten Verhalten zeigt, zeigt sich eben bei uns, insofern, dass sich wirklich jemand verletzt, übergangen oder was auch immer fühlt. Das eigene Handeln bekommt da noch mal eine völlig neue Nummer von realen Konsequenzen.

    Also stell dir vor, anstatt Sport zu machen entschließt du dich einen Film zu schauen. So ein bisschen schlechtes Gewissen hast du, aber das schiebst du beiseite. Der Punkt ist: Man kann lebende, fühlende Wesen nicht einfach beiseiteschieben.

    Wir funktionieren gut, bei weitem besser als das noch vor Jahren der Fall war.

    Unsere WG ist gut organisiert, fast jeder, (außer diejenigen mit Teenager Attitüden) halten sich an den Putzplan.

    Muss ich ein Problem haben, um mich für Buddhismus zu interessieren?

    Eigentlich möchte ich nur das Konstrukt "Selbst" oder "Ich" besser verstehen. Die Psychologische Seite davon kenne ich zu genüge.

    Beziehungsweise, ich möchte die Vorstellung des Ich oder Selbst von anderen Menschen verstehen, ihre Sichtweise. Die Rahmen und die Möglichkeiten, in welches sich das Ich oder Selbst bewegen kann. (und ich hoffe ich drücke mich damit richtig aus, klassischerweise habe ich hierbei immer Schwierigkeiten es anderen zu erklären)

    Alles Liebe

    Maybe

  • Diese Sache mit den Alter Egos...

    • Maybe
    • 20. Januar 2021 um 14:59

    Hallo alle zusammen,

    ich danke euch für das Willkommen heißen und die Erklärungen und Ansätze, die ihr mir mitgegeben habt.

    Keine Sorge völlig unbedarft bin ich auch nicht hier rein gestolpert. Ich hatte in meinem Behandlungsteam eine Psychologin die Buddhistin war, die einige sich der Lehre auch mal für psychologische Zwecke ausgeliehen hat und habe mich ein wenig angelesen.

    Die acht Pfade können grundlegend in die drei primären Ziele: Weisheit, ethisches Verhalten und Konzentration eingeteilt werden. Man beschreitet den Pfad, in dem man sich Rechte Sicht, Rechte Gesinnung, Rechtes Reden, Rechtes Handeln, Rechte Lebensweise, Rechtes streben, Rechte Achtsamkeit, Rechtes Sammlung aneignet.

    Mir ist durchaus klar, dass dieser Weg beschritten werden muss, dass er lange und mühselig ist und von manchen gar nicht erst erreicht wird.

    Ich spreche von einer hypothetischen Annahme. Von einem: Was wäre, wenn?

    Wie Sili bereits sagte, ist eine gewisse Einigkeit notwendig. Das ist der Grund, weshalb ich diese hypothetische Frage stelle. "Wir" sind an sich fertig therapiert. Allerdings benötigen wir immer noch mindestens einmal im Monat einen Streitschlichter. Es ist sehr selten, dass sich alle "Egos" wirklich einig sind. Und ein Streit mit sich selbst zu schlichten, also wenn man den gegenüber nicht ansehen kann, ist ziemlich schwierig.

    Also wirklich ernsthaft daran zu arbeiten ist für mich schwierig. Gerade in dem Bereich. Ich meine immerhin vereine ich fast alle Weltreligionen. Das funktioniert schon in der Umwelt nur relativ gut, entsprechend sieht es aus, wenn es von verschiedenen Egos in einer Person vollführt wird.

    Daher die hypothetische Frage: Müsste ich mehrmals einen Ego Tod vollführen, um das Ergebnis zu haben, welches Otto Normalverbraucher bei einem Ego Tod erreichen (ja, dass ist jetzt nicht ganz korrekt formuliert, void hat das denke ich viel besser formuliert, mit dem "frei von einem Selbst" sein. Ich weiß, es ist ein komplexes Thema, ich weiß, es erfordert jahrelanges Studium um den Praxistest zu machen. Aber rein theoretisch?
    Ich möchte hierbei nochmal bei void ansetzen.

    Ich kenne diese Rollenverteilung sehr gut. Ich selbst bin ja auch "nur" eine "Rolle". Allerdings ist noch nicht wirklich erforscht, was passiert, wenn ich diese "Rolle" verliere. In der Psychologie wurde von Verschmelzung der "Alter Egos" geredet, welches aber eigentlich durch Kommunikation herbeigeführt wird. Man macht die Barrieren, die sich gebildet haben praktisch durchlässig. Das haben wir allerdings abgelehnt. Niemand verliert gerne sich selbst, sozusagen, also ein riesiges Ego. Das Selbstbild, dass Bedürfnis jemand zu sein, ist praktisch das, was uns daran hindert zu verschmelzen. Niemand möchte seinen Ego Status aufgeben. Andererseits: Unsere Rollen sind klar getrennt. Und damit auch unsere Bedürfnisse Neigungen usw. im Prinzip besitzen wir "weniger" Bedürfnisse und Neigungen.

    Die Frage die sich mir jetzt stellt: Wir besitzen keine "Nullpersönlichkeit". Ein "Ego Tod" hätte damit doch fatale Folgen? Den wir sind ein Konstrukt, welches sich selbst trägt. Der eine kann nicht ohne den anderen. Mir kommt es so skelettiert vor, würde man sich frei von einem Selbst machen.

    @Monikadie4. Ich denke nicht. Also ich hoffe nicht. Aber normalerweise sollte ich nicht die andere Maybe sein...

  • Diese Sache mit den Alter Egos...

    • Maybe
    • 19. Januar 2021 um 23:09

    Guten Tag alle zusammen,

    ich muss zugeben, ich habe bisher kaum Berührungspunkte mit dem Buddhismus gehabt. Ich weiß grob worum es geht usw. aber wirklich tief drin stecke ich jetzt nicht.

    Allerdings ist mir heute ein Mensch begegnet, der mir empfohlen hat, mich mit dem Thema Buddhismus auseinander zu setzen.

    Grundlage dessen war, dass ich erzählt habe, dass ich in Träumen sterben kann und dabei nicht aufwache, bzw. nur wenn ich es möchte.

    Ich habe keine Ahnung, ob es überhaupt in die Richtung Buddhismus geht, wenn ich es googele sind die ersten Ergebnisse Drogenerfahrungen. Aber vielleicht könnt ihr mir ja weiterhelfen.

    Den, mal abgesehen davon, dass ich in Träumen sterben kann beschäftigt mich eine andere Frage:

    Diese Person meinte, dass einer der "Ziele" sei, durch eine Meditation einen Ego Tod zu erreichen, dass wiederum zu Klarheit führt.

    Soweit so unkompliziert.

    Kommen wir nun zu den komplizierteren Teil, den ich gerne mehreren Menschen stellen würde, statt einer Person.

    Ich besitze mehrere "Alter Egos" (ja, schon rein im psychologischen und medizinischen Sinne) die ziemlich unabhängig voneinander agieren.

    Also, um einen wirklichen "Ego Tod" zu erreichen müsste ich doch, nehmen wir an ich habe den Jahrzehnte andauernden Weg beschritten, mehrfach einen "Ego Tod" vollziehen, um am "Ziel" angelangt zu sein, oder?

    Das ist jetzt ein ziemlich extremes Beispiel, aber es sollte für alle arbeiten mit dem "Alter Ego" gelten, oder?

    Alles Liebe

    Maybe

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.21
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download