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Beiträge von Donko

  • Das „nicht“-Paradoxon in den Koan des Chan/Zen Buddhismus oder es ist nicht ein Ding

    • Donko
    • 2. September 2020 um 11:49
    Ellviral:

    Rupert Reiger

    Das : "DA ist nichts. Da ist nichts dahinter."

    Seh ich heute anders. Da ist das Sinnesobjekt. Sehobjekt ------- Auge/Sinnesobjekt -------- Sehbewusstsein.

    Das Sinnesobjekt ist einfach nur das Objekt und mehr nicht. Auch trifft das auf das Sehobjekt zu. Das sind Objekte die sind wie sie sind. Da ist nichts dahinter, da sind nur diese Objekte.

    Das Sehbewussstsein erst erschafft das Subjektive, weil es die Interaktionen erkennt, die jemals mit dem Sehobjekt gehandhabt wurden.

    Das Sehbewusstsein erzeugt mit den anderen individuellen Sinnbewusstsein ein Ich Bewusstsein und dieses erzeugt ein Dahinter, weil es schon mit dem Objekt handelt, bevor das überhaupt berührt wird. Das ergeifen mit dem Ich-Bewusstsein wird schon als in der Hand haben identifiziert oder nicht in der Hand haben wollen.

    Ist das ein Seil oder eine Schlange? Weglaufen, kämpfen oder neugierig prüfen. Das Objekt an sich wird schon mit einem Dahinter interpretiert. Es wird nicht gesehen was zu sehen ist sondern das was das Ich-bewusstsein sieht wird als wirklich hingenommen.

    Das Dahinter ist dominant und verschleiert das was ist wie es ist.

    Alles anzeigen

    Inwiefern siehst du das "Nicht-Sein" den Anders als die Darstellung hier beschreibt?

    Du sagst es ja selber: "Das sind Objekte die sind wie sie sind. Da ist nichts dahinter, da sind nur diese Objekte.". Die Interaktion hier besteht also aus dem subjektiven Sinneswahrnehmung kreierten Ich-Bewusstsein und dem Sinnesobjekt. Oder anders: die Interaktion (Wahrnehmung) findet lediglich zwischen zwei Objekten statt. Lediglich das konstruierte Ich - also dort wo in Wirklichkeit auch nur Leere ist - versucht dann, das wahrgenommene Objekt zu hinterfragen, zu kategorisieren, zu beschreiben und zu werten. Die Aussage bleibt beständig: "Da ist nichts dahinter."

  • Die 7 Erleuchtungsglieder

    • Donko
    • 1. September 2020 um 10:11

    Ich sehe die Erleuchtungsglieder nicht in einer Reihenfolge stehend. Es sind einzelne Qualitäten, die der Erleuchtung zu Grunde liegen - doch gänzlich unabhängig sind sie nicht voneinander - das Eine scheint mir oft zum Anderen zu führen, ohne jetzt aber eine bestimmte Reihenfolge zu verfolgen.

    Achtsamkeit mag ein guter Grundstein für die weiteren Qualitäten sein, doch so kann die Willenskraft in Kombination mit der eigenen Praxis doch auch die Achtsamkeit schärfen.

    So kann aus der Freude die Gelassenheit geboren werden - oder aber aus der Gelassenheit die Freude. Auch die Sammlung, definitiv den Gleichmut sind Qualitäten, die etwa in Freude münden können.

    Es gibt noch etliche andere Kombinationen wie ein Erleuchtungsglied mit dem Anderen verstrickt sein kann. Ich denke dieser Gedankengang zeigt auf, dass eine Reihenfolge zumindest nicht notwendig ist - ich sehe sogar Vorteile darin, diese 7 Erleuchtungsglieder als ein Gesamtkonzept zu betrachten und zu verfolgen.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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