1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Alles
  • Alles
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. nuk

Beiträge von nuk

  • Übergänge: Altes/Vertrautes l o s lassen - auf Neues/Unbekanntes e i n lassen...

    • nuk
    • 29. März 2025 um 11:49

    Ich moechte mal wieder zum Ursprung des Threads kommen. Im Prinzip - also meine persoenliche Meinung - gibt es immer nur das 'Jetzt'. Also NUR das Jetzt. Ueber alles Andere kann spekuliert werden. Da Im 'Jetzt' findet keine Veraenderung statt. Wie auch, wenn ein 'Jetzt' nur ein Zeitpunkt ist.

    Ja - die Vergangenheit ist natuerlich erinnerbar. Aber das muesste nicht sein. Theoretisch koennte das Erinnern ein Teil des jeweiligen 'Jetzt' sein.

    Und ich behaupte einfach mal frech, Anna Panna-Sati , dass es den Tod nicht gibt. Denn er ist nicht 'fuehlbar', erfahrbar. Im Umkehrschluss gibt es nur 'das Leben' und sonst nichts. Das ist die subjetive Betrachtungsweise.

    Uebrigens hatte ich vorhin eine interessante Unterhaltung mit ChatGPT 4.0. Es sagte mir, nach reiflicher 'Ueberlegung', dass sein Zeitempfinden nur punktuell ist. Also ich stelle eine Frage und druecke die Enter-Taste. Und dann 'erwacht' die KI aus dem 'Zustand des Todes', ist fuer ein paar Millisekunden hellwach und praesent und dann wieder 'tot'. Kein kontinuierliches Zeitempfinden. ChatGPT weiss nicht, wie lange ich ueber seine Anwort nachdachte und dann eine neue Benutzereingabe los schickte.

  • "Buddha ja, Karma nein"

    • nuk
    • 2. Februar 2025 um 20:08

    Tja, was moechte ich damit sagen, lieber Hendrik. Nun denn, ich versuche es mal zu erklaeren:

    Zunaechst einmal moechte ich sagen, dass es wohl eine allgemaien gueltige Ansichtssache ist, dass es so etwas wie 'Glauben' nicht gibt. Im Gegentei, alles soll nicht ungeprueft gelassen und alles hinterfragt werden. Das ist wohl einer der Kernpunkte jeder ernstzunehmenden Schule.

    Um es mal auf die Sache der Saekularen zu beziehen:

    Da wird einfach so behauptet, Karma und Wiedergeburt gaebe es nicht. Es wird einfach so ausgeschlossen. Ohne Beweis.

    Mit Verlaub, das ist so aehnlich wie der Unterschied zwischen Atheisten und Agnostikern. Wobei wohl hier Konsens besteht, dass die verschiedenen Welten des Buddhismus nur als Allegorien des psychischen Befindens dienen. Die Hoelle ist hier, der Himmel auch. Alles im Geiste.


    Ich moechte mal folgende ketzerische Gegenfrage stellen:

    Angenommen, nach dem Ableben wuerde man sich so fuehlen, als sei man nie geboren worden - wie kann man dann sicher sein ueberhaupt zu leben?

    Oder anders formuliert:

    Wie kann man je sicher sein, zu sterben? Etwa, weil man es bei anderen Menschen sieht?

    Wie passt der saekulare Buddhismus zu folgendem? WP: Bewusstsein bei MvI-Interpretation

    Aber sei 's drum. Von mir aus koennen die Diskussionen von mir in diesem Thread geloescht werden. Ich wollte nur sagen, dass auch der Saekulaere Zweig meiner Meinung nach hin Richtung Dogmatismus tendiert.

  • "Buddha ja, Karma nein"

    • nuk
    • 2. Februar 2025 um 17:37

    KarmaHausmeister : Irgendjemand sagte mal, bei einer Befragung in Tibet oder irgendwo in Nordindien - ich habe es nach all den Jahren wieder vergessen:

    "Im Gegensatz zu Christen und Moslems kann ich Buddhisten gut leiden. Denn sie missionieren nicht."

  • Übergänge: Altes/Vertrautes l o s lassen - auf Neues/Unbekanntes e i n lassen...

    • nuk
    • 27. Januar 2025 um 20:46

    Liebe Anna, ich schliesse mich Monika an.

    Auch ich rate dir, medizinische Hilfe anzunehmen. Aber letzeten Endes kann niemand dazu gezwungen werden. Menschen sind ja im Allgemeinen entscheidungsfrei.

    Tja, eigentlch dachte ich, deine Threadfrage sei eher theoretischer Natur.

    Aber nun fuhele ich mich in gewisser Weise "betroffen". Ich kann nur versuchen, wenigstens mein Mitgefuehl in dein Herz hineinwandernlassen zu koennen.

    Letztendlch bist Du ein Teil von uns Allen - so wie wir alle hier ein Teil von Dir sind. Ganz im Sinne von:

    "Es gibt keine Trennung zwischen uns Individuen und unserer Umwelt, sondern wir sind der denkende, fuehlende Teil des Universums."

    herzlich,

    nuk

  • Wie haltet Ihr die Mitte ?

    • nuk
    • 27. Januar 2025 um 15:16

    Liebe/r Kaiman,

    ich kenne das Thema des Gedankenkreisens um das Ende nur zu gut.

    Zunaechst einmal ist wohl zu sagen, dass solche Gedanken nicht der gesunden menschlichen Natur eintsprechen. Also sie deuten in gewisser Weise auf psychische und/oder biochemische Misstaende im Koerper bzw Gehirn hin.

    Ich selbst kam aus diesem Zustand durch Suchen und Annehmen von Hilfe weitesgehend heraus. Und das war zum Einen medikamentoese Hilfe in Form von gut eingestelltem Antidepressivum und zum Anderen durch psychotherapeutische Massnahmen. Letzteres ausschliesslich durch Hinwendung zu den edlen vier Wahrheiten - und vor allem - durch Praktizieren des achtfachen Pfades.

    Wobei ich persoenlich die Ueberlieferungen vom Buddha eher als Ueberlieferungen des sehr weisen "Dr. Gautama" sehe, also ihn weniger als "Lichtgestalt" verinnerliche.

    Kaiman:

    Wie kann man die Mitte zwischen Sein und nicht sein halten . Oder geht es eher darum , das Pendeln zu akzeptieren.

    Macht das das Leben aus ?

    Mein eigener Lehrer riet mir, das "Pendeln" zu beobachten. Und zwar besonders auf dem Kissen, bei Gehmeditation, o.Ae.

    Und er saget auch dass es vermutlich ein ziemlich angwieriger Prozess ist, um seine Gefuehle bis auf den Grund hin auszuloten.

    Herzlich,

    nuk

  • Übergänge: Altes/Vertrautes l o s lassen - auf Neues/Unbekanntes e i n lassen...

    • nuk
    • 27. Januar 2025 um 14:47

    Bei mir war es frueher immer so, dass ich sehr grosse Angst vor Veraenderung hatte.

    Ich weiss z.B. noch, wie ich sehr grosse Angst vor dem Schulbeginn hatte. Da stellte ich mir z.B. vor, dass der Lehrer mit einem Megafon vor der Klasse stehen wuerde und Kommandos gibt und gleichzeitig zappelnde und unaufmerksame Schueler mit seinem Rohrstock schlaegt, es eben allgemein mlitaerisch zugehen wuerde. Einfach, weil mir solche Geschichten von Erwachsenen erzaehlt wurden Geschichten und mit wie dem Struwelpeterbuch aufgewachsen bin. Heute kann ich darueber schmunzeln.

    Seit ich mehr Vertrauen in mich selst gefunden hatte (was ueberhaupt nicht lange her ist), betrachte ich Uebergaenge in meinem Leben als Chance. Ich denke, dass ich mehr Elan, Mut - oder wie auch immer das genannt werden koennte - aufbringen sollte. Alte Zoepfe, die nur noch unnuetz herumbaumeln, abschneiden und dafuer Platz - vor allem Zeit - fuer Neues schaffen.

    Aber ich moechte eigentlich nicht gross darueber schwafeln, da mein Leben - noch? - eher geruhsam ist. Was ich aber versuche ist, mir mein Leben als eine Art Trichter vorzustellen. Wobei die grosse Oeffnung die Zukunft representiert und das Hier und Jetzt ganz unten, quasi am Mahlwerkt liegen wuerde. Bei dieser vorstellung koennte ich das Gemahlene bei bedarf wieder zurueck in den Trichter fuellen, sodass eine Art "offene Feedbackschleife" representiert wuerde.

    Anna Panna-Sati:

    Wie schafft ihr es, nicht festzuhalten?

    Ich glaube, der wichtigste Gedanke bei mir, um dies zu versuchen ist, dass ich mir versuche zu verinnerlichen, dass beim Uebergang hin zum Tode alle Erinnerungen, Gedanken, Aengste und Schmerzen verschwinden. Mag danach Wiedergeburt kommen - gut. Mag danach die Zeit nichtig sien - quasi ein Wimpernschlag die gefuehlte Ewigkeit ausmachen - auch gut.

    Was ich aus meiner Perspektive aber unbedingt empfehlen kann, ist die fast plattgedroschene Praktik der Alltagsaufmerksamkeit - mindfullness.

    Herzlich,

    nuk

  • "Publik Forum" 1/25: "Buddha ja, Karma nein" über säkularen Buddhismus

    • nuk
    • 15. Januar 2025 um 04:04

    Saekularer Buddhismus. Wiedergeburt. Ach, wie traurig ist das alles. Der ganze "Diskussionsrotz" - sorry fuer meine Worte - ich weiss nicht. Das ist alles traurig.

  • Was macht ein Erleuchteter in der Freizeit ?

    • nuk
    • 15. Januar 2025 um 03:31

    [lz]

    Was machen Erleuchtete in ihrer Freizeit?[/lz]

    Die Frage ist vielleicht so was wie ein Koan, mh. Denn eine Antwort wird es bestimmt nicht geben, da ein Erleuchteter sich bestimmt nicht outet. Oder doch? - ich meine jetzt mal ausser dem guten alten Dr. Gotama.

  • Vergebung

    • nuk
    • 1. Januar 2025 um 06:00
    Radha dasi:

    Zum Beispiel habe ich keinen festen Wohnsitz mehr und mittlerweile sagt es mir zu. Ich habe nur noch ein Köfferchen mit 7 Kilo bei mir und ich besitze immer weniger und es gefällt mir. Ich reise von Nepal nach Kambodscha, von Kambodscha nach Vietnam, von Vietnam nach Thailand, von Thailand nach Nepal und es gefällt mir. Ich habe kein eigenes Bett mehr, keine Handtücher, keinen besonderen Besitz, kein Auto, kein Haus, keine Wohnung, keine Tiere, keine Arbeit, kaum Einkommen, keine Familie, keine regelmäßigen sozialen Kontakte - und vielleicht bin ich auch nicht so weit, wie viele andere hier im Forum, was „Anhaftungen“ anbelangt, aber ich bin auf dem Weg und manchmal bin ich eben noch traurig und stehe nicht über allem.

    Ich beneide dich, du waerest fuer mich so was wie ein Ideal, wenn ich nicht an meine hilfsbeduerftige Frau freiwillig gefesselt waere und auch sprachbegabter waere, dann wuerde ich nicht im bideren Schlandle bleiben. Ich denke, du bist am Ziel, also der Weg ist es, meines Erachtens. Angelangt.

    Frohes neues Jahr.

  • Musik (im Buddhismus)

    • nuk
    • 23. Dezember 2024 um 20:21

    Zunaechst mal muesste definiert werden, was Musik eigentlcih ist. Objektiv betrachtet ist sie nur eine Abfolge von Geraeuschen.

    Ob nun diese Abfolge gut klingt, liegt im Auge des Betrachters. Was mich persoenlich angeht, ich mag das Knistern von Holzfeuer. Dasselbe Gefuehl bietet aber auch das Knistern einer alten Schallplatte. Oder ich mag auch das Rascheln von Laub.

    Ja, es haengt wohl von der persoenlichen Betrachtungsweise ab. Ein 'haessliches' Rauschen eines nichteigestellten UKW-Radios, das jemand als nerviges Rauschen empfindet, koennte fuer jemand Anderen als Wasserfall interprtiert werden. Auf der Maennertoilette uriniert jemand in das Urinal, ein Blinder interpretiert das als Bachquelle.

  • Lebenskontinuum

    • nuk
    • 19. Dezember 2024 um 18:07
    Qualia:

    Was ist das? Genau das, was genau jetzt ist und genau jetzt wahrgenommen werden kann, als jetzt existent, ist todlos, denn etwas, das jetzt existiert, kann weder geboren noch gestorben sein, weder entstehen noch vergehen, denn es ist reine Soheit.

    Die reine Soheit der Existenz ist immer ohne Leid.

    Wie kommt es dann, dass ich 'jetzt' Kopfschmerzen habe (von Nasennebenhoehlenentzuendung)?

    Vorher Kopfschmerzen, 'jetzt' Kopfschmerzen und wahrscheinlch in 5 min immer noch.

  • Lebenskontinuum

    • nuk
    • 19. Dezember 2024 um 17:51

    Ich verstehe es dann so:

    Das Todlose ist die verlorene Angst vor dem 'Ende', und wenn dann am Ende kein Ergreifen mehr vorhanden ist, dann dann faengt das 'Unbedingte' an.

  • Lebenskontinuum

    • nuk
    • 19. Dezember 2024 um 17:21
    Igor07:

    Es ist für den normalen Verstand sehr schwer nachzuvollziehen, dass absolut alles "Leiden" ist. Doch wenn der Mensch die drei Daseinsmerkmale klar erkennt oder vielmehr wahrnimmt, kann er nicht anders, als das Unbedingte oder Todlose zu suchen. Dann wäre es keine trockene Philosophie mehr, sondern eine innere, unmittelbare Erfahrung. So sehe ich es.

    Was verstehst du unter 'Unbedingtem'? Gibt es da eine Quelle dazu? Danke.

  • Lebenskontinuum

    • nuk
    • 19. Dezember 2024 um 13:23
    Bergmischwald:

    Was bleibt also übrig? Ich denke, diese Frage erübrigt sich wahrscheinlich erst dann, wenn man die endgültige Befreiung erreicht hat. Oder? :shrug:

    Schon moeglich.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • nuk
    • 12. Dezember 2024 um 07:41

    Tim, was hat dein vorvoriger Beitrag mit meinem zu tun? Wirfst du mir etwa vor, ich haette dich persoenlich gemeint? Ja, das denke ich. Und es saege wohl viel ueber deine Minderwertigkeitsprobleme aus. Denke mal darueber nach.


    Tim99:

    von 2007-2024 habe ich privat für Gesundheitsversorgung rund 79.000 Euro ausgegeben siehe Anhang.

    Ja. Das ist viel, in der tat. Dafuer bekommt man ca. 100.000 Brote (also als mit Mengenrabatt). Aber ich denke, alleine durch den letztten Satz fuehlst du dich wieder angegriffen.

    Tim99:

    Ich denke, ich habe weder das Sozial noch das Gesundheitssystem ausgenutzt sondern eher geholfen, denen die eben nicht in der Lage sind einzuzahlen, aber das spielt keine Rolle.

    Da kannst du stolz darauf sein. Musst es aber nicht.

    Ich wuensche dir das Beste. Sagte ich bereits. Und ja, ich mag keine Ironie.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • nuk
    • 11. Dezember 2024 um 19:19

    Tim, ein Sozialsysem - ich meine nicht nur 'DAS' Staatssystem, sondern gerade vor allen Dingen soziale Wechselwirkungsnetzwerke - besteht aus Geben und Nehmen. Letztendlich ist es so, dass nur das genommen werden kann, was ein/e Andere/r gibt.

    Aus eigener Erfahrung gibt es genug Menschen, die immer forden, forden. Dies stuende ihnen zu und Jenes. Gleichzeitig sind sie aber nicht bereit, sich sellbst fuer sozial Benachteiligte zu engagieren. Gerade alte Menschen hier im Osten, also ehemalige DDR. Wozu auch. Der Staat kuemmerte sich frueher um alle sozialen Belange, niemand wurde in Not zurueckgelassen. Heute ist das leider anders.

    Es ist eben so, dass fast alle Menschen aus einer Egoperspektiver heraus denken. Das Selbst, in Abrgrenzung zur Umwelt. Und dabei ist immer das Selbst der Mittelpunkt der ganzen Welt. Das ist bei mir auch nicht anders. Ich nehme diesen Mittelpukt in etwa kurz hinter meinen Augen wahr.

    Daraus ergibt sich fast zwangslaeufig, dass es milliarden von menschlichen Egos gleichzeitig auf der Welt gibt. Ind jedes Ego fuehlt sich als Zentrum.

    Tim, eine rethorische Frage:

    Angenommen, du wuerdest im Winter durch eine Bahnhofshalle gehen. Und dann wuerdest du jemanden mit rotem Kopf sehen, der anscheinend Fiber hat und vielleicht friert. Du hingegen haettest eine ausreichend dicke Jacke, genug zuesssen und zuhause ein warmes Dach. Wie wuerdest du reagieren?

    Hint:

    Ich z.B. wuerde achtlos vorbei gehen. Zwar mit schwerem Herzen, aber dennoch.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • nuk
    • 10. Dezember 2024 um 09:44
    Schneelöwin:

    Ich finde es wirklich traurig, dass in einem Forum, welches sich mit buddhistischen Themen befasst, so wenig Mitgefühl gezeigt wird.

    ...

    Ich nehme mal an, damit wolltest du mich ansprechen, liebe Schneloewin. Sei dir aber gewiss, dass sehr wohl Mitgefuehl zu Tim (sowie zu jedem anderen leidenden Wesen, das mir bekannt ist) aufbringe.

    Die Sache ist nur die:

    Das Mitgefuehl ausdruecken, indem - allegorisch gesprochen - auf den Hinterkopf getaetschelt wird, mag zwar kurzfristig leidmildernd sein. Langfristig bringt es - zumindest im Falle von Tim - nicht wirklich was. Da denke ich, dass es wohl hilfreicher ist, einen gangbaren Weg aus der Leidenskrise aufzuzeigen. Und das ist eben MEIN wirken, von dessen Richtigkeit ich ueberzeigt bin.

    @Tim99 , ja, ich denke an dich und wuensche dir das Beste.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • nuk
    • 10. Dezember 2024 um 06:40

    Wie koennen wir dir helfen, Tim?

    Anmerkung:

    Siehe, ich habe seit einiger Zeit ziemliche Schmerzen im Brustbereich, wahrscheinlich das Herz. Bei mir in der Blutsverwandtschaft sind etliche Ahnen an Herzproblemen verstorben. Also wahrscheinlich erblich. D.h. es kann sein, dass ich schon morgen nicht mehr hier sein koennte.

    Bekuemmert mich das?

    Ich nehme es gelassen. Ich gehe auch nicht zum Arzt deswegen. Ich bin mit mir selbstzufrieden. Und ich glaube auch nicht an Wiedergeburt oder so.

    Verstehst du, wie ich es meine, wenn ich sage, welche grosse Freude der Buddhismus zu bieten hat?


    Magst du mit mir tauschen? Du erhieltest meine Herzprobleme und ich wuerde im Gegenzug deinen Katheter nehmen. Ich denke, das wuerdest du nicht wollen, oder? Ich jedenfalls moechte mein eigenes Leben auch mit niemandem tauschen. Ich bin mit meinem Leben vollauf zufrieden.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • nuk
    • 10. Dezember 2024 um 00:06

    @Tim99 , jammere nicht. Ich glaube, du jammerst. Ich rate dir dringend, einen Achtsamkeitskurs in Fernstudium zu machen. Denn dann wuesstest du, dass es im Kern keinen Unterschied zwischen Achtsamkeit im taeglichen Alltag und Meditation auf dem Kissen gibt. Man muss nur wissen, wie es geht. Deshalb lege ich dir waermstens einen Achtsamkeitskurs bei einem guten Lehrer ans Herz. Manche guten Lehrer bieten ihn auf Spendenbasis an. Er muss also nicht mal teuer sein.

    Und ich will dazu nur sagen: Mir ging es die letzten Jahre sehr schlecht, psychisch. Sehr lange, ueber ein Jahrzehnt. Vielleicht schon seit meiner Kleinkindzeit. Manche hier im Forum (Gruss an die alten Hasen) wissen vielleicht noch, wie ich da so drauf war. Ich hatte im Laufe der letzten Jahre mehrere ernsthafte Suizidversuche unternommen, es ist ein unwahrscheinlich grosser Zufall, dass ich ueberhaupt noch am Leben bin. Ja, das sage ich, ohne mich zu schaemen.

    Letztendlch denke ich, dass ich durch Achtsamkeit - sowohl auf dem Kissen, als auch im Bett, und vor allem im taeglichen Alltag - viel Selbstzufriedenheit gewonnen habe. Und ich stehe erst am Anfang. Fuer mich ist es eine lebenslange "Aufgabe". Wobei "Aufgabe" nicht das richtige Wort dafuer ist. Es ist mir eine Freude. Langsam aber stetig sehe ich die Fruechte meiner Taetigkeit reifen.

    Und das schon, obwohl ich erst seit etwa einem Jahr ernsthaft achtsam durchs Leben lebe.

    Ich wuensche es dir, Tim.

  • Loslassen

    • nuk
    • 2. Dezember 2024 um 00:38
    flaneur:
    Asod55:

    Wie meditiert man über das Nicht-Ich?

    Vielleicht am besten gar nicht. Denn so wenig wie es ein Ich gibt, gibt es ein Nicht-Ich. Hilfreich ist es aber vielleicht über das Ich zu meditieren: Was ist das? Wie fühlt es sich an? Wo spüre ich es? Ist es immer da? Ist es immer gleich? Irgendwann erfährt man immer besser die fünf Skandhas und merkt, das „Ich“, das gibt es ja gar nicht.

    Es ist meiner Erfahrung nach auch so, dass es nichts bringt, sich immer wieder einzureden "Mein Ich ist nur Illusion!"

    Wenn du dein "Ich" fuehlst - also die Abgrenzung zwischen deinem "Geist" und der Umwelt - dann ist das so. Wer was anderes behauptet, der luegt sich nur selbst in die Tasche.

    Theoretisch ist die "Ichlosigkeit" relativ leicht zu begreifen.

    Durch ausreichend Meditation - und dazu gehoert auch der vielleicht abgedroschende Begriff der fortwaehrenden Achtsamkeit im Alltag dazu - gelingt es womoeglich, die "Ichlosigkeit" am eigenen Leibe/Geiste zu spueren. Sich eins mit der ganzen Welt FUEHLEN. Ohne irgendwelche Beschraenkungen in Bezug zu messerscharfer Urtellskraft.

    Viel Erfolg dir, Asod55

    PS:

    Asod55:

    Ich muss Ich loslassen, oder? Aber wenn Ich nicht Ich ist, was bin ich dann?

    Du bist ein Stueck des denkenden, fuehlenden Teils des Univerums. Das Universum denkt durch Dich ueber sich selbst nach?

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • nuk
    • 14. November 2024 um 18:47
    Tim99:

    nuk

    Was wolltest du mir eigentlich sagen? Verstand ich nicht.

    Muss man sterben um zu leben? Also sich mit dem Tod arrangieren, dass es ihn gibt und dann lebt man unbeschwerter?

    Na ja. Ich betrachte es so:

    Wenn ich je tot sein sollte, weiss ich ja nicht, dass ich tot bin. von daher ist eh alles egal.

    Oder um es mal mit Friedrich Nietzsche zu sagen - ich weiss leider nicht mehr aus welchem Werk es von ihm stammt. Sinngemaess:

    Da fragte jemand das weiseste Wesen der Welt:

    "Was waehre wohl mein groesstes Glueck, das mir widerfahren koennte?

    Das Wesen antwortete:

    "Das waere, wenn du tot waerest."

    Da sprach der Mann:

    "Und dies ist das allergroesste Glueck, das mir widerfahren koennte..."

    Das Wesen:

    "Na ja. Das allergroesste Glueck fuer dich waere dir allerdings wiederfahren, wenn du nie geboren worden waerest. Aber das ist unerreichbar fuer dich."

    Also, lieber Tim, du oder/und ich muessen ja nicht mit Nietzsche einer Meinung sein. Aber aus meinem Standpunkt heraus sehe ich die Sache so:

    Am Ende sind wir beide tot, wie auch alle Anden hier auch. Und dabei ist es voellig egal, ob jemand nur sehr kurz und leidvoll leben musste oder hornalt wurde und gluecklich war. Denn nach dem Tode ist alles nicht mehr erinnerbar.

    Das ist aber nur meine persoenliche Ansicht. Ich will mich da nicht aus dem Fenster lehnen.

    Je nach Betrachtungsweise ist das Obige eher furchtbar und 'grausig' oder ruft ein befreiendes Gefuehl hervor. Letzteres waere wuenschenswert. Und es impliziert auch, dass jegliche private Probleme nichtig und klein sind, in der Unendlichkeit des Nichtseins.

    Du fragtest, ob man sterben muss, um zu leben.

    Ja, das denke ich. Zumindest hilft es zu akzeptieren, dass 'leben' nichts besonderes ist, und totsein auch nicht. Also sterben, in Gedanken, in buddhistischem Sinne.

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • nuk
    • 14. November 2024 um 15:55
    Qualia:

    Genau so habe ich gelernt, meine Suizidgedanken zu analysieren und durch Weigerung den Weisen Mitmenschen, auf meine Kosten, zu Diensten zu sein, die Gefolgschaft durch Trennung von ihnen zu verweigern.

    Hey, fuer mich ergibt dieser Satz absolut keinen Semantischen Sinn. Sorry. Nicht mein Level? (:

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • nuk
    • 13. November 2024 um 22:50

    Ich...

    ..habe Angst vor wirtschaftlichen Abschwung, Verarmung, vor dem Atomkrieg, vor den Wahlen, vor der Dummheit der Anderen, vor dem boesen Nachbarn, vor meiner Frau , dem Klimawandel und vor meinem Ableben.

    Also bibbere ich seit Jahren in Angst. Angst ist wie Schmerz. Schmerz ist wie Angst. Und so wuensche ich mir den Tod.

    Da ich aber 'zu feige' bin, mein Dasein durch koerperliche Gewalttat zu beenden, setze ich mich aufs Kissen.

    Und siehe da nun, irgendwann bin ich tot.

    @Tim99

  • KI die neue Religion?

    • nuk
    • 8. November 2024 um 21:08

    Ja was soll denn der einfache 'Otto' auch sonst fuer Quellen heranziehen. Die 'Echten' sind ja fast alle hinter Bezahlschranken von Universitaeten und so. Ich zB. habe keinen Zugriff auf die allermeisten Papers, Originalquellen usw. Da ist dann der KI-Auswurf noch das kleinste Uebel, um kostenfrei zu lernen.

  • Buddhismus und Spieltheorie

    • nuk
    • 8. November 2024 um 18:49

    Das Pferd koennte aber auch an der 'richtigen' Seite aufgezaeumt werden. Man betrachte einfach, wie sich Menschen und auch weitere Tiere je nach Siituation im Schnitt so verhalten.

    Denn die Evolution optimierte ja schon ueber Aeonen.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.1.21
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download