1. Übersicht
  2. Forum
  3. Lexikon
    1. Letzte Änderungen
  • Anmelden
  • Registrieren
  • Suche
Alles
  • Alles
  • Seiten
  • Forum
  • Lexikon
  • Termine
  • Erweiterte Suche
  1. Buddhaland Forum
  2. nuk

Beiträge von nuk

  • Meditationshaltung

    • nuk
    • 2. Juli 2022 um 06:31

    Es kann grundsaetzlich in jeder Koerperhaltung meditiert werden, die bequem ist. Es ist somit egal, ob du dich gemuetlich in dein Sofa luemmelst oder auch im Bett liegst. Das Problem daran ist nur, dass dann deine Aufmerksamkeit eventuell leidet. Du wirst schnell schlaefrig, kippst ins Traeumen und so. Jedenfalls ist das bei mir so. Anders ist es, wenn ich innerlich aufgewuehlt bin und ein Gedanke den naechsten jagt. Dann komme ich erst mal gar nicht in den Zustand, einzunicken.

    Ich kann nur raten, alles selbst einmal auszuprobieren.

    Es hat schon seinen Grund, warum ueblicherweise der Lotussitz favorisiert wird. Bedenke, dass ueblicherweise die volle Aufmerksamkeit und Bewegungslosigkeit mindestens eine halbe Stunde beibehalten werden sollte, und dies bei einer Koerperhaltung ohne Anspannung.

  • Eine Frage zu den Lehren über den Bodhisattva im Theravada und Mahayana

    • nuk
    • 27. Juni 2022 um 20:32

    Ihr streitet euch hier ueber die Beschaffenheit von Fleischsaecken. Es sind Ideen, Ansichten, die jemand entwickelt hat, und - zumindest fuer sich selbst - erfolgreich angewendet hat. Und ja, es kann gut sein, dass schon Menschen vor Gautama Siddhartas Zeiten zu den gleichen Ansichten gekommen sind, deren Ideen aber im Laufe der Weltgeschichte wieder verloren gingen. Vielleicht hatten diese Menschen auch nicht einmal Gelegenheit oder die Musse, ihre Gedanken unter das Volk zu bringen. Und dann kann es auch sein, dass sogar heute noch, bzw nach Gautama Siddhartas Wirken, jemand oder auch mehrere, unabhaengig voneinander, zu gleichen Schlussfolgerungen kamen, obwohl sie noch nie etwas von Gautama Siddharta gehoert hatten. Und dann kann es sein, dass diese Menschen spaeter erkannten: "Aha, das hat schon jemand vor mir mal formuliert." Fuer mich sind solche Menschen auch Buddhas, da es ihnen gelungen ist, dieselbe Lehre aus dem Nichts zu entwickeln.

  • Brücke zwischen säkularem und traditionellem Buddhismus

    • nuk
    • 3. Juni 2022 um 00:04

    Ich möchte noch anmerken, dass es meiner Meinung nach keinen Unterschied macht, ob es geburtsübergreifendes Karma nun gibt oder nicht. Da es nun mal so ist, dass keine Erinnerungen mehr an vorherige Leben vorhanden sind, läge die eigene Vergangenheit eh im Dunklen. Somit muss sich jeder und jede mit den Gegebenheiten des momentanen Ist-Zustands seines Körpers und seines Lebensumfeldes zurechtkommen.

    Wenn es nun geburtsübergreifendes Karma gibt, kann man versuchen, seiner nächsten Reinkarnation gute Startbedingungen zu verschaffen. Nähme man an, es gäbe kein geburtsübergreifendes Karma, so könnte man versuchen, nachfolgenden Generationen im Allgemeinen ein positives Start-Umfeld zu hinterlassen. Es gäbe dann noch die Möglichkeit, auf die zukünftigen Generationen allgemein zu pfeifen und allgemein einfach nur nach dem eigenen Glück zu streben. Aber das wäre im Endeffekt sinnlos, da es dann ja egal wäre, ob man leidvoll oder freudvoll gelebt hätte, da mit dem eigenen Tod eh jegliche Erinnerung daran verlöschen würde. Dann würde es auch keinen Unterschied machen, ob man hornalt würde oder sich bei nächster Gelegenheit aus dem Fenster stürzen würde.

    Egal, wie ich es auch betrachte, letztendlich läuft alles auf dasselbe heraus. Mir persönlich ist es egal, ob ich einem Wiedergeburtskreislauf unterworfen bin oder ob es geburtsübergreifendes Karma gibt. Ich mühe um Erleuchtung, habe Freude daran, auf dem Edlen Achtfachen Pfad zu wandeln weil ich mich vom Leiden lösen möchte, damit ich jeden Moment in Freude ausleben kann.

    Aber was weiß ich schon. Ich bin ein kleines Dummerchen und fühle mich gut damit.

    _()_

  • Sterben ist nicht das Problem. Das Problem ist ein Leben ohne Bedeutung.

    • nuk
    • 2. Juni 2022 um 22:08

    Da wird erkannt: "Mein Leben ist sinnlos, ohne Bedeutung."

    Das ist ein wunderbarer Raum, der alles offen hält. Spucken wir also in die Hände und nehmen eine Mörtelkelle zur Hand. Alles ist möglich. Ich finde es - für mich - am schönsten, diesen bedeutungsleeren Raum einfach zu lassen wie er ist und seine Schönheit für sich sprechen zu lassen.

  • Brücke zwischen säkularem und traditionellem Buddhismus

    • nuk
    • 2. Juni 2022 um 21:51
    Sili:

    Ich weiss ich hab mit meine ansichten mehrfach in kerben geschlagen die an anderen orten zu einem bann geführt hätten doch hier wurde das ganze ausdiskutiert. Solange das so bleibt kann ich auch den weggang der langjährigen mitglieder nicht sobrecht verstehen ^^ _()_

    Ja, ich kann auch nicht wirklich verstehen, warum hier einige Mitglieder weggegangen sind. Das fortwährende Prüfen des Wahrheitsgehalts der Lehre ist ja geradezu ein wünschenswert bei der buddhistischen Lehre. Ich kann nur mutmaßen, dass sich einige Mitglieder vor Trollen und notorischen Besserwissern gefürchtet hatten. Auf alle Fälle finde ich es schade, dass sie mit ihrer langjährigen Erfahrung jetzt nicht mehr hier mitdiskutieren können. Aber ich hege noch Hoffnung, dass die Eine oder der Andere wieder zurückkommt, wenn gesehen wird, dass es hier weiterhin gesittet zugeht und das Gebot der rechten Rede beachtet wird.

  • Brücke zwischen säkularem und traditionellem Buddhismus

    • nuk
    • 2. Juni 2022 um 20:44

    Vielleicht ist der Kern des Problems, dass die Lehre als *mus in Schubladen gesteckt wird. Es sind ja im Kern die Einsichten, die der Buddha durch Selbstkontemplation erlangt hat und dann seinen Mitmenschen mitgeteilt hat. Ich denke mal, der Buddha selbst hätte nie gewollt, dass seine Ideen als Religion aufgefasst werden, eher als philosophische Schule. Aber das kann ich nicht wissen. Ich möchte auch niemanden vor den Kopf stoßen, der die Lehre in Form von religiös anmutenden Ritualen praktiziert.

  • Brücke zwischen säkularem und traditionellem Buddhismus

    • nuk
    • 2. Juni 2022 um 20:18

    Ich möchte hier mal meine Meinung zwischen dem scheinbar unüberbrückbaren Graben der traditionellen Buddhisten und den säkulalren Buddhistinnen und Buddhisten schlagen. Es wird sich ja irgendwie immer an dem Glauben an Daseinskreisläufe aufgehangen.

    Meiner Meinung nach sind die Vorstellung von einem einzigen, endgültigen Leben gegenüber einem ewigen Kreislauf aus Leben und Wiedergeburt eigentlich beide dasselbe. Denn auch die traditionellen Buddhisten leugnen in der Regel nicht, dass jeder bei der Geburt jegliche Erinnerung an das vorherige Leben ausgelöscht ist. Somit gibt es eigentlich gar kein Unterschied zur Vorstellung der säkularen Buddhisten. Beides kommt auf dasselbe raus. Klar, die traditionellen Buddhisten besitzen die Vorstellung von Karma, das Einfluss auf zukünftige Leben hat. Aber die Vergangenheit ist eh nicht änderbar, es kann also nur die Zukunft beeinflusst werden. Und dies betrachte ich als Hauptunterschied. Der säkulare Buddhismus ist meine Meinung nach eher eine Form des Optimistischen Nihilismus, da in dieser Vorstellungswelt das momentane Leben keinen Einfluss auf eigene zukünftige Leben hat. Die buddhistische Lehre dient dann nur dazu, die Angst vor dem eigenen Tod zu nehmen und ethisch verantwortungsvoll handeln um der Gefühle der Freude willen, aber vor allem um in der angenehmen Gefühlswelt der Erleuchtung zu verweilen.

  • Daseinsfaktoren

    • nuk
    • 18. Februar 2022 um 20:54

    Zugegebenermaßen, diese Anschauung ist radikal anders zu westlichen Denkschulen. Und ich selbst glaube nicht daran. Es ist im Buddhismus unorthodox/unerwünscht blind an etwas zu glauben. Ich habe für mich aber diese Faktoren geprüft und als sehr sinvoll bzw folgerichtig zu dem, was ich momentan übeer meine Umwelt weiß, festgestellt. Das, was hier als anatta gilt, hatte ich schon lange vor meinem ersten Kontakt zu buddhistischer Lehre angenommen.

  • Mitleid vs Mitgefühl

    • nuk
    • 23. Januar 2022 um 17:19
    Festus:
    Phoenix:

    ....Hatten wir hier nicht schon Threads zum Thema Mitgefühl und Mitleid ? Ich hatte die noch im Hinterkopf ,aber mit meiner Suchanfrage habe ich nix gefunden.

    Es ist gefühlt ein Dauerbrenner.

    Dann ist eventuell der Suchalgorithmus der Suchfunktion für'n alten Arsch. Ich hatte mit der Suche leider auch nichts dazu gefunden.

  • Mitleid vs Mitgefühl

    • nuk
    • 23. Januar 2022 um 17:03
    Festus:

    Gib dem Bettler 1 € und gut ist's.

    Ja, es ist aber am Ende nicht zielführend. Eventuell hilft das Geld, seine Sucht zu befriedigen -> Er erliegt eher daran.

  • Mitleid vs Mitgefühl

    • nuk
    • 23. Januar 2022 um 16:29

    Ich habe Mühe,

    den Begriff des Mitleids von dem des Mitgefühls zu unterscheiden. Laut Wikipedia:Mitleid ist Mitleid eine Einengung des Begriffs Mitgefühl. So ist etwa MItfreude eine Form des MItgefühls.

    Gestern hatte ich ein Teishi mit einem Zen-Lehrer, der über Mitleid und Mitgefühl geredet hat. Dabei hat er Mitleid so verglichen:

    Jemand geht an einem Bettler vorbei, fürchtet sich, in die selbe Situation wie der Bettler zu kommen und wirft deshalb etwas Kleingeld in den Becher, dann hastet er weiter. Jedenfalls wollte er den Begriff des MItleids von dem des Mitgefühls abgrenzen. Ich weiß aber nicht, wie er das so meint.

    Wenn ich mich jedenfalls gedanklich in diese oben beschriebene Situation hineindenke (und wie ich es oft auch erlebe), ist es bei mir so, dass ich, wenn ich einen Bettler sehe, dann eher das ein Gefühl des Barmerzig-seins aufkommt. Gleichzeitig verspüre ich eine Art Hass auf das Gesellschaftssystem, weil es es nicht gelungen ist, dem Bedürftigen diese Situation ersparen zu können, es auch an geeigneter Hilfe fehlt, ihm ein angemessenes soziales Umfeld zu bieten und ihn eventuell geeignete Hilfe zur Verfügung zu stellen, ihn von eventueller Sucht zu befreien, bzw ihm angemessene Mittel zur Verfügung zu stellen, dass er trotz seiner Sucht nicht auf Bettelei angewiesen ist und sich ordentliche Kleidung und angemessenes Obdach ermöglichen kann.

    Ist dies nun MItleid oder eher Mitgefühl? Oder ist das eine nur ein Untermenge des anderen?

  • Achtsamkeit beim Umgraben

    • nuk
    • 28. Dezember 2021 um 15:09

    Das war vielleicht falsch ausgedrückt, das mit der Freude empfinden wollen bei meinen alltäglichen Tätigkeiten. Eine gleichmütige Einstellung dazu würde mir eigentlich schon ausreichen. Also gleichmütiges Tun, ohne etwas zu erwarten. Es scheint nun aber so zu sein, dass ich jegliche Arbeit nur mit Widerwillen im Kopf angehe. Ja, wenn ich es richtig bedenke, ist es Hass darauf. Ich hasse es aber auch, nichts zu tun. Hass bei der Arbeit, Hass im Nichtstun. Vielleicht hat das bei mir tiefere psychologische Ursachen oder ist krankheitsbedingt.

  • Achtsamkeit beim Umgraben

    • nuk
    • 28. Dezember 2021 um 01:16

    Aravind

    @User19823 schrieb: "...Tätigkeitsberichte über Erreichtes." Das interpretiere ich als WAS erreicht werden könnte.

    Anders, als etwa z.B.:"...Tätigkeitsberichte zum Erreichen." Das wäre dann WIE es erreicht werden könnte.

    Was du meinst, ist bestimmt der Unterschied zwischen Ziel und Weg. Aber ja, ich bin an Wegen interessiert, denn sie führen ja (hoffentlich) zum Ziel.

  • Achtsamkeit beim Umgraben

    • nuk
    • 27. Dezember 2021 um 21:10
    User19823:

    Alles, was du hier liest sind Anregungen dazu, was oder wie man alles üben könnte.

    Es sind keine Tätigkeitsberichte über Erreichtes!

    Verwechselst du das manchmal und vergleichst dich dann?

    Es geht mir um das WIE erreichen, nicht um das WAS erreichen.

    User19823:

    Wir können alle nur den nächsten Schritt tun, egal wo wir stehen, mehr geht nicht. Was ist der nächste Schritt, den du üben könntest?

    Es wäre schon genug für mich, wenn ich überhaupt in einer Tätigkeit Freude empfinden könnte. Da liegt bei mir der Hase im Pfeffer. Also das WIE.

  • Achtsamkeit beim Umgraben

    • nuk
    • 27. Dezember 2021 um 15:47
    mukti:
    nuk:

    Bei mir ist es nun so, dass ich an nichts Lust oder Freude empfinde, außer beim Essen und Trinken, wenn ich hungrig oder durstig bin oder auch meine anderen Süchte gerade befriedige. Beim Umgraben jedenfalls - wie auch bei allen anderen Tätigkeiten - habe ich immer das Gefühl des sich-zwingen-müssens. Keine Ahnung, ob man daraus dann Achtsamkeit entwickeln kann.

    Sicher, das Eine ist die Freude am Sinnesreiz, das Andere bereitet erstmal keine Freude, man zwingt sich dazu. Wenn man aber das Unlustgefühl beiseite lässt, also nicht drauf einsteigt 'ach schon wieder so eine anstrengende Arbeit', und sich stattdessen auf die Tätigkeit konzentriert kann Achtsamkeit entstehen. Man macht es dann nicht mit dem unangenehmen Gefühl dass man es halt machen muss sondern ist ganz bei dem was man gerade macht. Das kann dann eine Art Meditation sein, der Geist sammelt sich auf ein Objekt, bzw. es gibt dann nur mehr den Spaten, die Erde und die Bewegungen und dadurch entsteht die Freude weil alle anderen Sorgen und Zerstreuungen dabei ausgeschaltet sind. So ein Gefühl dass das was jetzt ist genügt, man ist zufrieden hier und jetzt und begehrt nichts weiter.

    Nun, mit dem von mir blau eingefärbten habe ich allergrößte Mühe, es will mir einfach nicht gelingen. So ein Gefühl wie von dir beschrieben hatte ich so gut wie noch nie (außer, als ich mal Medizin gegen ADS einnehmen durfte).

  • Achtsamkeit beim Umgraben

    • nuk
    • 27. Dezember 2021 um 15:08
    Monikadie4.:

    Flow ist keine Sache der Motivation. Flow ist ein Glücksgefühl, das jede/r ggfs. aus verschiedenen Gründen erlebt. Achtsamkeit ist Disziplin, also Arbeit.

    Das würde bedeuten, dass ich (krankheitsbedingt?) fast mein ganzes Leben in Achtsamkeit zugebracht habe, ohne es zu bemerken. ;-D

    Es scheint nun vielleicht so zu sein, dass es sehr anstrengend ist, alles, wirklich alles in Achtsamkeit wahrzunehmen, ohne jemals so etwas wie das Glücksgefühl eines Flow zu verspüren. Ich werde versuchen, das so hinzunehmen und das Beste aus dieser Gegebenheit zu machen. Vielleicht ist es gut so, dass ich so gut wie nie in den Genuss eines Flow komme.

  • Achtsamkeit beim Umgraben

    • nuk
    • 27. Dezember 2021 um 14:07

    Wenn ich euch richtig verstehe, ist Achtsamkeit und auch "Flow" eine Sache der Motivation. Also wenn man an einer Tätigkeit Freude hat, kommt man automatisch in den Flow und kann aus diesem Flow heraus seine in die Achtsamkeit übergehen. Bei mir ist es nun so, dass ich an nichts Lust oder Freude empfinde, außer beim Essen und Trinken, wenn ich hungrig oder durstig bin oder auch meine anderen Süchte gerade befriedige. Beim Umgraben jedenfalls - wie auch bei allen anderen Tätigkeiten - habe ich immer das Gefühl des sich-zwingen-müssens. Keine Ahnung, ob man daraus dann Achtsamkeit entwickeln kann.

  • Achtsamkeit beim Umgraben

    • nuk
    • 27. Dezember 2021 um 06:49

    Der Vergleich des "automatischen" mit einem "Flow" finde ich sehr gelungen. Bei mir ist es nun so, dass ich unter anderem unter Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADS) leide. Deshalb komme ich eigentlich nie in so etwas wie einen "Flow", nichts geht sozusagen automatisch bei mir. Ich muss mich zu allem zwingen, kann nicht bei der Sache bleiben, verliere schnell die Lust an Tätigkeiten. Es ist deshalb schwierig, sich mit Leuten (euch?) darüber auszutauschen, wegen der unterschiedlichen Wahrnehmung der Umwelt.

    Ich hatte vor etlichen Jahren mal ein Medikament, das gut dagegen half. Also im Vergleich zu meinem üblichen Geisteszustand, in dem ich immer sehr fahrig, emotional erregt und launisch bin, fühlte ich mich mit mir selbst und mit meiner Umwelt "im Flow". Es war im Vergleich zu sonst als ob ich ein Teil von meiner Umwelt wäre, ich fühlte mich wie ein Zahnrad in einem großen Getriebe und alles ging irgendwie "automatisch". Das war ein sehr angenehmes Gefühl. Nachdem ich das Medikament wieder absetzen musste, fühlte es sich an, als ob ich als Zahnrad wieder aus dem Getriebe gefallen wäre.

    Vielleicht ist das alles der Grund, warum es mir so schwer fällt, mich mit anderen über das Thema Achtsamkeit auszutauschen. Einfach, weil wir alle eine unterschiedliche Wahrnehmung von den ganzen Geisteszuständen haben.

  • Achtsamkeit beim Umgraben

    • nuk
    • 26. Dezember 2021 um 18:48
    Aravind:

    Ja, das kenne ich auch, mit der Gedankenlosigkeit. Aber der Zustand ist ziemlich genau das Gegenteil von "automatisch ablaufen".

    Wie meinst du das denn? ich möchte gerne, dass es bei mir "automatisch" abläuft, gleichzeitig will ich mit der Sache gedanklich verschmelzen, eins mit Acker und Spaten sein, sozusagen.

  • Achtsamkeit beim Umgraben

    • nuk
    • 26. Dezember 2021 um 16:31

    Danke euch für die Antworten.

    Naja, ich dachte, achtsames Tun würde mehr mit Gedanken-Losigkeit einhergehen als ich das bei mir selbst immer wahrnehme. Also dass mir beim Umgraben einfach keine Gedanken kommen, alles automatisch ablaufen müsste. Ich sozusagen eins mit dem Projekt würde, ohne dass irgendwelche Gedanken kämen, so dass ich eins mit dem Arbeitsfluss wäre. So wie in der Hornbach-Werbung, die vor einiger Zeit über den Fernseher rieselte. Im Kern möchte ich die Grenze zwischen meinem inneren gedanklichen "Ich" und der Außenwelt verlieren. Also das Letztere ist meine Antwort an @S-Mater und Festus ' Frage zu meiner Vorstellung von Achtsamkeit.

  • Achtsamkeit beim Umgraben

    • nuk
    • 26. Dezember 2021 um 02:51

    Also ich habe mich in meiner Behindertenwerkstatt zwecks Achtsamkeitsübung zum Umgraben der Beete verpflichtet. Das würde reichen, um wochenlang mit dem Spaten diese Tätigkeit auszuüben. Ich habe auch schon viel umgegraben. Ich bin mir aber nicht sicher, ob das, was ich da mache die richtige Ausübung von Achtsamkeit ist. Ich kann einfach meine Gedanken nicht beieinander halten, mich auf das Hier und Jetzt konzentrieren. Meine Gedanken schweifen immer ab. So muss ich immer daran denken, ob ich vielleicht einen Regenwurm verletzt habe, denke darüber nach, ob ich gerade schneller oder langsamer als sonst umgrabe, ob ich dabei schwitze, ob ich unterschiedliche Bewegungen bei den unterschiedlichen Spatenstichen mache, welches Bein ich dazu gerade benutze und vieles mehr. Ich glaube nicht, dass dies die richtige Ausübung von achtsamem Handeln ist. Aber ich kann mich einfach nicht auf das Hier und Jetzt konzentrieren, meine Gedanken springen immer weg.

    Wäre für Tipps dankbar, wie ich mich auf das Tun an sich besser konzentrieren kann.

  • Suche Video von Zazen Sitzung...

    • nuk
    • 21. Dezember 2021 um 18:37

    ... also mit kompletter Zeremonie, Rezitation des Herzsutras usw. um einen Rahmen für meine eigene Meditation zu haben. Leider habe ich nichts passendes im Netz gefunden.

    Danke schon mal.

  • Glaube als Voraussetzung

    • nuk
    • 5. Dezember 2021 um 19:37
    Kaiman:

    Ich frag mich manchmal nur , ob der Buddhismus nicht etwas für Privilegierte ist. Viele haben Schwierigkeiten zu meditieren . Ich denke an die ganzen psychischen Erkrankungen , darunter auch schwere Erkrankungen wie Schizophrenie oder Psychosen ? Was es eigentlich unmöglich macht zu meditieren.

    Keine Angst (falls du so was haben solltest). Es ist auch mit Schizophrenieerkrankung/Psychose möglich zu mediteren, falls diese (medikamentös) behandelt wird. Ich selbst leide unter ADS (Aufmersamkeitsdefizitstörung), Schizophrenie und bin gleichzeitig depressiv. Trotzdem gelingt es mir, erfolgreich zu meditieren.

  • Meditationsanleitung Zazen (Entwurf)

    • nuk
    • 25. September 2021 um 22:30
    Aravind:

    Passt das nicht universell für jede Sitzhaltung, dass der Körperschwerpunkt über den Knien liegen sollte?

    Wie meinst du das denn?

    Eigentlich sollte meiner Meinung der Körperschwerpunkt so sein, dass möglichst wenig Kraftaufwand nötig ist. Wenn ich meditiere, beanspruche ich immer nur die Rücken- und Halsmuskulatur leicht, so dass das Becken nach vorne gekippt, der Rücken gerade und der Kopf möglichst hoch gereckt ist.

  • Meditationsanleitung Zazen (Entwurf)

    • nuk
    • 25. September 2021 um 21:07

    Was ich noch zur Sitzhaltung auf einem Stuhl anmerken möchte, ist, dass es bei einem Stuhl mit harter Unterlage etwas schwierig ist, mit parallel gehaltenen Beinen eine längere Zeit zu sitzen. Wegen der Stellung der Oberschenkelknochen. Deshalb habe ich die Erfahrung gemacht, dass es in diesem Falle besser ist, mit leicht gekreuzten Unterschenkeln zu sitzen. Diese Idee habe ich aus einer Anleitung übernommen, finde leider die Quelle nicht mehr. Vermutlch aus dem Buch Za-Zen Die Praxis des Zen von Taisen Deshimaru-Roshi.

    Und dann könnten noch ein paar Worte zu Härte/Dicke/Füllung/Form eines Zafu mit einfließen. Hier kann ich nichts dazu beitragen, da ich bisher nur ein Zafu benutze (mein eigenes, im Netz gekauftes). Es scheint etwas flach und hart zu sein, da es mit Getreide gefüllt ist.

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

  1. Impressum
  2. Datenschutzerklärung
  3. Nutzungsbedingungen
Netzwerk Buddhismus
Community-Software: WoltLab Suite™ 6.2.5
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App bei Google Play
Buddhaland Forum in der WSC-Connect App im App Store
Download