Ich schließe mich Anna Pannas Worten an. Deine Zitate, Martin, sehe ich wie Lichtschimmer inmitten der zur Zeit sonst so diskutierten Themen des Forums.
Beiträge von nuk
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Danke das Du mir antwortest.
Der Trick funktioniert leider nicht wenn Du ihn verrätst.
Um heraus zu finden was mein Gemüt ist
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Aber es gibt andere Handschriften die das Gemüt verraten
Meine geistige Reaktion darauf ist „Angst als dumm abgestempelt zu werden - „angegriffen“
Nur viele Menschen haben diese gleiche unkontrollierte geistige Reaktion darauf.
Also ist das Gemüt wie man damit umgeht?
Liebe Grüße
Hallo SpektrumRot, ich wollte damit lediglich hinweisen, dass (ich denke mal, du wolltest mir, nuk , antworten) es nicht gut ist, seine Texte einfach so hinzurotzen, ohne auf Rücksicht auf die Leser. Auch wenn einige es hier so machen. Was dein "Gemüt" betrifft, so dachte ich an mehrere mögliche Optionen: Eine wütende, aufgebrachte Reaktion, eine neutrale Reaktion, die darauf hindeutet, dass du nachgedacht hast, sowie eine eher "ängstliche".
Ich wollte dich, um das hier noch mal klarzustellen,, nicht dumm dastehen lassen.
Und ein kleiner Hinweis an dich:
Versuche auf korrekte Rechtschreibung und Grammatik zu achten. Stichwort Kommasetzung und "das/dass". Wie du mit diesem Hinweis umgehst, sagt einiges über dein Gemüt aus.
Dein Kommentar sagt auch etwas über dich aus.
Und damit liegt pano vollkommen richtig.
PS:
Wer hier Rechtschreib- und Grammatikfehler findet, mache sich bewusst, dass das bei mir unbeabsichtigt ist aber menschlich.
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Willkommen im Forum, SpektrumRot .
Sei dir bewusst, dass deine Ansicht zu Praktizierenden im breiten Spektrum der buddhistischen Richtungen nur deine persönliche Meinung widerspiegelt, vor allem, wenn du - wie von dir angemerkt - nur wenige Buddhisten persönlich kennst.
Was du als Emotionskälte negativ wahrnimmst, könnte daran liegen, dass Buddhisten im Allgemeinen eher dazu geneigt sind über etwaige Probleme, Schwierigkeiten nachzudenken um die bestmögliche Lösung zu finden. Anstatt sich emotional in Aktion zu stürzen und sich dabei zu verlieren.
Lieben Gruß.
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Ein Teich und ein Frosch
"Ach",
flüsterte der kleine Teich zum Frosch (Ja, Frösche sind so eng mit dem Wasser verbunden, dass sie es flüstern hören können):
"Heute Nacht hatte ich einen wunderbaren Traum. Erst war ich nur ein kleiner Teich, unbedeutend zum großen all-umspannenden Weltmeer. Doch dann weitete sich mein Ufer, und ich wurde immer größer und größer. Bis ich zuletzt das gesamte Weltmeer umfasste. Aber es war nur ein schöner Traum, ich bin doch nur ein kleiner Teich."
Da quakte der Frosch:
"Umschließt deine Ufergrenze nicht immer noch das gesamte Weltenmeer?"
-- Verfasser unbekannt
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Übrigens habe ich festgestellt,
dass es mir bei körperlichen Schmerzen oft hilft, wenn ich mich bewusst auf den Schmerz konzentriere. Also ich versuche dann, den Schmerz so intensiv wie möglich zu erspüren. Oft löst sich dann das Schmerzgefühl von selbst auf.
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Vielen Dank Anna Panna-Sati
für deinen kleinen Einblick in deine Krankheitsgeschichte und den Umgang damit bei deiner Dharma-Praxis.
Wie du schon anmerktest, gibt es ja nicht nur rein psychische Handicaps, sondern oft auch somatische Einschränkungen bei vielen Menschen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass es nicht unbedingt nötig ist, Meditation im Sitzen auf dem Kissen auszuüben. Es gibt ja Stehmeditation, und im Liegen funktioniert sie auch hinreichend. Viele scheinen aber unbedingt dem Ideal auf Biegen und Brechen hinterherzurennen. Vielleicht ist es dem Perfektionismus in unseren Breiten geschuldet. Irgendwie scheint es tief in unserer Kultur verankert zu sein, ständig nach "höher, schneller, weiter" zu streben - wenn auch unbewusst.
Nun ein wenig zu mir selbst:
Ich habe erhebliche Mühe, meine Konzentration aufrecht zu halten, bin meistens unruhig und nervös. Vor allem im Umgang mit Menschen. Oft reißen bei mir auch die Gedanken ab und ich verfalle in so was wie Gedankenverlorenheit. Auf dem Kissen machte sich das früher oft bemerkbar. Ich kam einfach nicht in den Modus von Ruhe und Gelassenheit. Ich versuchte es am Anfang mit Zählen meiner Atemzüge. Aber das artete bei mir immer in starkem Zwingen der Gedanken aus. Es war immer eine Pein und machte mich am Ende noch unruhiger. Viel besser funktioniert bei mir das das Lauschen in den eigenen Körper und den Fokus auf eine korrekte Sitzhaltung zu legen. Ich kann gut sowohl einzelne Regionen in meinem Körper beobachten als auch mich selbst als gesamtes Ganzes. Einmal so zur inneren Ruhe gekommen fällt es mir viel leichter das sogenannte "einfach-nur-Sitzen" zu genießen, als Sōtō Zenni. Dabei achte ich allerdings darauf, dass ich nicht ins Träumen abgleite.
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[lz]
Der Produktionsapparat und die Güter und Dienstleistungen, die er hervorbringt, »verkaufen« das soziale System als Ganzes oder setzen es durch. Die Mittel des Massentransports und der Massenkommunikation, die Gebrauchsgüter Wohnung, Nahrung, Kleidung, die unwiderstehliche Leistung der Unterhaltungs- und Nachrichtenindustrie gehen mit verordneten Einstellungen und Gewohnheiten, mit geistigen und gefühlsmäßigen Reaktionen einher, die die Konsumenten mehr oder weniger angenehm an die Produzenten binden und vermittels dieser ans Ganze. Die Erzeugnisse durchdringen und manipulieren die Menschen; sie befördern ein falsches Bewußtsein, das gegen seine Falschheit immun ist. [...] So entsteht ein Muster eindimensionalen Denkens und Verhaltens, worin Ideen, Bestrebungen und Ziele, die ihrem Inhalt nach das bestehende Universum von Sprache und Handeln transzendieren, entweder abgewehrt oder zu Begriffen dieses Universums herabgesetzt werden. Sie werden neubestimmt von der Rationalität des gegebenen Systems und seiner quantitativen Ausweitung.
Diese Tendenz kann mit einer Entwicklung der wissenschaftlichen Methode zusammengebracht werden: mit dem Operationalismus in den Naturwissenschaften, dem Behaviorismus in den Sozialwissenschaften.[...]
Außerhalb der akademischen Sphäre ist die »weitreichende Änderung aller unserer Denkgewohnheiten« ernster. Sie dient dazu, die Gedanken und Ziele denjenigen gleichzuordnen, die das herrschende System erzwingt, und diejenigen abzuwehren, die mit dem System unversöhnbar sind. Die Herrschaft einer solchen eindimensionalen Realität bedeutet nicht, daß der Materialismus herrscht und es mit geistigen, metaphysischen und künstlerischen Beschäftigungen zu Ende geht. Im Gegenteil, es gibt allerhand im Stil von »Gemeinsamer Gottesdienst diese Woche«, »Warum es nicht einmal mit Gott versuchen«, Zen, Existentialismus und Beatniks usf. Aber solche Arten von Protest und Transzendenz stehen nicht mehr im Widerspruch zum Status quo und sind nicht mehr negativ. Sie sind vielmehr der feierliche Teil des praktischen Behaviorismus, seine harmlose Negation, und werden vom Status quo als Teil seiner gesunden Kost rasch verdaut.
Herbert Marcuse, Der eindimensionale Mensch
[/lz]Da haste ja nen intellektuellen Klotz reingehauen.
Aber könntest du vielleicht mal näher erläutern, was er mit "Wellnessbuddhismus" zu tun hat? Wolltest du vielleicht die Vermarktung der Lehre und der Praxis andeuten?
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Hallo liebe Forenten,
in diesem Thread soll es um die Frage gehen, wie psychische Handicaps sich auf Meditations- und Achtsamkeitspraxis auswirken.
Es ist, ja so, dass alle Tipps und Anleitungen zur Praxis eigentlich für "normale", geistig "gesunde" Menschen geschrieben sind. Jedenfalls soweit ich weiß. Wobei natürlich generell kein Mensch wie der andere ist. Aber ich denke, es wäre eine gute Idee, wenn es mehr Austausch über das eigene Erleben, also die Wahrnehmungsbrille geben würde, um eventuell die eigene Praxis an die jeweils eigenen Bedürfnisse hin zu optimieren. Wobei ich auch psychisch gesunde dazu einladen möchte, über ihre Wahrnehmungsweisen zu reden.
Ich möchte dabei weniger Augenmerk auf die Krankheitsbilder an sich legen, sondern eher den Fokus auf die spezifischen Wahrnehmungen der Umwelt, des Erlebens und der Art und Weise wie Gedankenflüsse ablaufen. So haben manche Menschen eher so was wie Hyperfokussierung, also können sich relativ lange Zeit auf eine Sache konzentrieren. Dann sind sie vielleicht weniger achtsam. Anderen gelingt es vielleicht sehr gut, achtsam zu sein und ihnen mangelt es stattdessen an Konzentration. Manchen gelingt vielleicht auch Beides nicht richtig. Sie können sowohl ihre Konzentration, als auch ihre Achtsamkeit nicht richtig steuern.
Wie geht es Euch mit Konzentration, Achtsamkeit? Könnt ihr es - in gewissem Rahmen - steuern? Reißt euch womöglich oft der Gedankenfluss ab? Worauf legt ihr bei euren Übungen den Fokus?
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Ich denke mal, ein Kissen (Zafu) mit Spelzenfüllung wird eher ungeeignet für fersensitzen sein, da so eine Füllung nicht die Form halten kann. An deiner Stelle, Hingabe würde ich dann eher zu einem Kissen mit Kapok-Füllung neigen. Gibts z.B. bei 3-schaetze.de (sorry für die Werbung).
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Zitat
Was nützt mir all das Wissen?
So lautet ja deine Thread-Überschrift. Ja, das ist eine sehr tiefe Frage, die bis zum Kern allen Seins reichen kann. Unbedingt lohnenswert, sie bis in ihre letzten Winkel zu ergründen.
Aber sei dir bewusst, dass dieser Weg nur mit dem passenden Rüstzeug begangen werden sollte, da dort raue und kalte Winde wehen können. So - wie ich momentan den Eindruck von dir habe - bist du vielleicht noch nicht richtig "bekleidet", um diesen Weg zu verfolgen. Ich spreche da aus eigener Erfahrung, wäre fast in die Tiefe gestürzt, als psychisch Kranker. Manchmal ist es gut, professionelle Hilfe zu erhalten.
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Inwieweit ist euch Erleuchtung ein Thema?
Gibt es ein „bisschen“ Erleuchtung?
Kenne die Aussage eines langjährigen Mönchs, der nicht erleuchtet ist, obwohl der natürlich viel „macht“.
Nun, früher war Erleuchtung für mich ein großes Ziel, Thema. Aber ich habe festgestellt, dass sie nicht eintritt, wenn man sie möchte. Daher kann ich sagen, dass man ihr nicht nachjagen sollte. Es wäre sinnlos. Also das ist meine persönliche Erfahrung. Vielleicht haben andere Menschen andere Erfahrungen damit.
Und ob es ein "bisschen" Erleuchtung gibt, kann ich nicht sagen. Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich nur sagen, dass ich in den Zustand hinein kippe. Wie einen Schalter umlegen. Oder als ob ein neuer Gedanke im Bewusstsein auftaucht.
Und was die Aussage des langjährigen Mönchs betrift: Es kann niemand wissen, ob der erleuchtet ist. Vielleicht hat er gelogen. Es ist eine Form der Höflichkeit, mit so einem Zustand nicht zu hausieren zu gehen. Wenn mich jemand fragen würde, ob ich erleuchtet wäre, würde ich so was sagen wie: "Es spielt keine Rolle." Im Soto Zen wird das ja so gehandhabt, dass alleine schon das Sitzen auf dem Kissen mit Erleuchtung gleichgesetzt wird.
Und nein, ich bin nicht stolz auf einen Erleuchtungszustand, falls ich ihn je haben sollte.
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Ich persönlich versuche, mich so wenig wie möglich von Emotionen ungewollt von Anderen zu beeinflussen, außer ich will es bewusst so. Ich glaube, das fällt unter die Achtsamkeit. Erkennen und beobachten, ob und wie Andere die eigene Stimmung beeinflussen. Leider ist dies für mich schwierig, manchmal unmöglich.
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Zu den Thesen,
ich denke mal, fast alle hat der Buddha schon so in seinen Lehrreden befürwortet. Leider kann ich die die entsprechenden Stellen im Tipitaka (Theravada) nicht anführen (kann mir Nummern schlecht merken). Ich denke mal, alles, was den ursprünglichen Lehrreden widerspricht, muss sich den Vorwurf gefallen lassen, von der Lehre abweichend zu sein und somit im Grunde genommen die Lehre zu verfremden. Jetzt kann sich gestritten werden, welche Niederschriften nun am autentischsten sind. Auch scheint es einige Interpretationen in Bezug der Auslegungen zu geben. So habe ich die erste Wahreit z.B. einmal als "Das Leben ist leidvoll." gehört, in anderer Interpretation "Das Leben ist unbefriedigend." - nur mal als Beispiel.
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Samsara, Streben hin zu Nirvana. Habenwollen. Angst. Vor Krisen, Strukturveränderungen, der eigenen Zukunft.
Ich pflichte dem Threaderöffner Thorsten Hallscheidt in seinenem Eingangspost bei. Ich ergänze nur noch persönlich: Ja, die Welt kann ich nicht groß ändern, aber meine Einstellung dazu.
Ich war jetzt schon etliche Jahre nicht mehr beim Hausarzt, es ist mir egal. Na und? Was ändert sich schon am Endergebnis, dem Leben im Hier und Jetzt, ob ich morgen oder vielleicht erst in 50 Jahren umfalle. Das soll nicht als Verbitterung aufgefasst werden; wärend ich dies schreibe, fühle ich mich wohl.
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Hallo Nersrot, du hast also 20 Jahre lang diverse Schriften des Buddhismus studiert. Nur mit dem bislang anscheinend vergeblichen Ziel, dauerhaftes Wohlbefinden zu erlangen. Es ist nun so, dass das Befinden eine Sache der Hirnfunktion ist, materialistisch gesprochen. Meiner Erfahrung nach hilft es sehr, statt irgendwelche Schriften zu wälzen, häufige regelmäßige Meditation und Kontemplation. Also ich gehe mal davon aus, dass keine organische Erkrankung oder psychische wie schwere Depression vorliegt. Das Gehirn ist ein plastisches Organ. Meditation, Konzentration und Achtsamkeit können es langsam umprogrammieren. So meine Erfahrung. Früher hatte ich oft mit Langeweile, Motivationsunlust und Überdruss zu tun. Jetzt genieße ich Stille, Kontemplation, Ausdauer erfordernde Tätigkeiten und fühle mich recht wohl dabei. Es klappt immer besser, ist wie ein sehr langsamer Aufstieg hin zu einem Berggipfel. Und das, obwohl ich intensive Meditation und Achtsamkeit erst seit etwa drei Jahren regelmäßig praktiziere.
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Hallo Hue32,
meiner Meinung ist es ein Fehlschluss, aus einer möglichen Nichtexistenz eines Nichts auf die Widersinnigkeit der nihilistischen Denkanschauung zu schließen. Nihilismus an sich ist ja kein Problem. Eher das, wie persönlich damit umgegangen wird. So finde ich z.B. die Sinnlosigkeit von allem sogar gut, da sie mir volle persönliche Denk- und Handlungsfreiheit lässt.
LG
PS
Ach ja, fast vergessen zu sagen:
Der Begriff der Leerheit im buddhistischen Sinne hat meiner Meinung nach nichts mit einem 'Nichts' zu tun.
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Im Anfang war das Wort.
Und das Wort war bei Gott und das Wort war Gott.
Was ist dieses Wort?
Wenn einer das Wort Gottes, herausfinden könnten ...
... das ist der Gedanke.
Wir könnten unglaubliches-vollbringen.
Ich habe es herausgefunden. Verraten tue ich es aber nicht. Pech gehabt.
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Bei Religion ist es ja immer das wie man Religion selbst lebt. Dann ist da keine Religion.
Religion wird nur von Außen erkannt. Sei es durch Gespräche oder Schriften mit Mitmenschen.
Ausgangspunkt muss also der Respekt vor den Aussagen eines in Religion lebenden sein, auch wenn beide eine andere Religion leben
Ich habe keine Religion. Ich bin trotzdem religiös. Ich weiß es nur nicht. Nicht mal das weiß ich. Respekt vor meinen Aussagen wünsche ich mir jedenfalls nicht, spuckt mir ans Bein.
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Es ist meines Erachtens kein Unterschied, ob jemand an die Existenz von Göttern oder Geistern glaubt oder z.B. an die Existenz von außerirdischen Mächten oder an eine Weltverschwörung vom Geldadel, u.s.w.
Der Begriff "Gott" verweist auf etwas Wirkliches, das für Menschen erfahrbar werden kann. Etwas anderes sind die kulturell bedingten Bilder, die für diese Wirklichkeit gefunden und kommuniziert werden. Ein bärtiger Mann auf einem Thron über den Wolken jedenfalls ist nicht zutreffend, nicht einmal nahe dran. Sucht man nach realen Entsprechungen zu Bildern und Metaphern, wird man nicht fündig. Hört man auf zu suchen und lauscht stattdessen in die Stille, so kann man auf die Quelle dessen stoßen, was Menschen zu diesen Bildern und Metaphern motiviert hat. Götter schleudern keine Blitze, wenn ein Gewitter tobt, aber es ist eine reale Kraft hinter dem Phänomen Blitz, das Menschen zu der Vorstellung von Göttern motiviert hat. Ebenso ist da etwas, von dem Meister Eckhard sagt, es erscheine im mir, wenn alles andere (Gedanken, Wollen, Gefühle, Motivationen, etc.) zu Nichts würde. Daran muss man nicht glauben, weil man es erfahren kann. Das ist der Sinn von Religion.
[lz]„Du brauchst nicht zu meinen, deine Vernunft könne so wachsen, dass du Gott erkennen könntest. Wenn Gott in dir göttlich leuchten soll, dann fördert dich kein natürliches Licht, es muss vielmehr zu nichts werden. Dann kann Gott mit seinem Licht in dich hinein und in dir leuchten, und er bringt alles mit, was dir ausgegangen ist, und tausendfach und mehr.“
[/lz]Die Frage ist nun, sollte sich mit einer 'allumfassenden' Gottes- oder meinetwegen auch allgemeinen Erleuchtungserfahrung zufrieden gegeben werden, oder sollte nicht eventuell der Neugier nach dem Wieso und Warum nachgegangen werden?
Ich selbst bin mir nicht sicher, im Herzen drängt es mich zu Letzterem. Auch wenn die Antwort vielleicht letztendlich so ernüchternd und enttäuschend wie ein Setzen einer Heroinspritze sein sollte.
Meine letzte große Antwort lautet für mich persönlich: "Weil es ist." Ich will da aber nicht stehen bleiben und frage: "Warum?"
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Interessant ist der Grenzbereich zwischen 'Glauben' und 'Skeptik'. Der Wille, alle erfahrenen Sinneseindrücke und Geisteserfahrungen stets aufs Neue auf Plausibilität und Konsistenz zueinander zu prüfen.
Es ist meines Erachtens kein Unterschied, ob jemand an die Existenz von Göttern oder Geistern glaubt oder z.B. an die Existenz von außerirdischen Mächten oder an eine Weltverschwörung vom Geldadel, u.s.w.
Menschen im Allgemeinen scheinen keine natürlichen Skeptiker zu sein. Eher scheinen sie für alles und jedes Unerklärbare eine plausible Erklärung zu wünschen, eine passende 'Story'. Es scheint Vielen schwerzufallen, mangels ausreichender Informatiionen sich demütig und ehrlich auch mal eingestehen zu müssen, dass man etwas einfach nicht weiß. Viele scheinen sich vor so einem Selbsteingeständnis zu fürchten, zu scheuen. Und so sind viele Menschen leider leicht manipulierbar durch Desinformation durch Mainstream-Medien und Sidestream-Medien, die suggerieren, die 'Wahrheit' gepachtet zu haben.
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Muss leben denn einen Sinn haben? Reicht es nicht, sich zu sagen:
"Das Leben hat keinen Sinn. - Na und, was ist denn schon dabei."
Ich glaube, dieses Zitat kam mal vor einiger Zeit von Schmu .
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Du meinst bestimmt mkha'. Ich empfand ihre Erwaehnunen ihres Lehrers nicht unbedingt 'personenkultig'. Sie war sehr geschult in der tibetischen Lehre. Und wenn es stimmt, dass sie ihren Lehrer sehr lange hatte und fast alles von ihm gelernt hat,
Wie soll so etwas denn möglich sein? Das hört sich für mich nach viel zu viel an, wo gibt es das denn, ausser in der Kindheit wo man noch nicht mündig ist, und man von Vater und Mutter alles lernt. Was kann man denn potentiell von einem Meditationslehrer noch lernen ausser Meditation?
Das klingt für mich schon nach einer sehr starken gewesenen Bindung an, was in dem grossen Zusammenhang des Threads wenigstens erwähnenswert ist, denn so eine starke Bindung kann ja auch eine Bedingung für Missbrauch sein.
Sehr geschult in der tibetischen Lehre kann ja anscheinend auch etwas heissen, was zu Missbrauch führt und geführt hat. Manche Opfer müssen einen Täter im Nachhinein auch zwanghaft als charakterlich einwandfrei oder noch höher hinstellen - das gibt es. Ob es hier so war, darüber möchte ich nicht öffentlich spekulieren, das gehört sich nicht, zu sagen: die ist evtl bis sicher ein Missbrauchsopfer, aber auch: die ist evtl bis ganz sicher mal kein Missbrauchsopfer.
Vielleicht ist es im tibetischen Buddhismus ueblich, dass ein langjaehriges Studium bei einem Lehrer etwas von einer Art Schueler-Ziehvater-Beziehung hat. Das kann problematisch werden und zu Missbrauch verleiten. Ich gehe aber davon aus, dass es im Regelfalle nicht passiert. Ja, ich muss auch zugeben, dass solche engen Schueler-Lehrer-Beziehungen vielleicht geneigt sind, eventuell Missbrauch zu provozieren.
Ich hatte oefter mal eine private Konversation mit mkha' hier im Forum. Und ich will behaupten, dass die tibetische Lehre weit mehr als nur 'Meditation' beinahltet (im Gegensatz zu Zen z.B.). Eine relativ lange Studienzeit ist dann durchaus berechtigt. mkha' hatte von ihrem Lehrer auch viel Wissen zu etlichen anderen Stroemungen des Buddismus erhalten, wie sie mir erzaehlte.
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Es gab in diesem Forum mal eine ältere Frau, die hatte einen Yoda als Avatar - die schrieb immerzu anhimmelnd über ihren Lehrer.
Ich schätze, sie hat in dieser Art vielleicht über tausend Mal geschrieben ...
Passt zu Personenkult.Du meinst bestimmt mkha'. Ich empfand ihre Erwaehnunen ihres Lehrers nicht unbedingt 'personenkultig'. Sie war sehr geschult in der tibetischen Lehre. Und wenn es stimmt, dass sie ihren Lehrer sehr lange hatte und fast alles von ihm gelernt hat, kann ich ihren Respekt und Wertschaetzung fuer ihn gut nachvollziehen. Wobei Ich mal davon ausgehe, dass es im tibetischen Buddhismus ueblich ist, seinem langjaehrigen Lehrer in Freundschaft verbunden zu sein, auch die Hoeflichkeit, seinen Lehrer zu wuerdigen. Bin mir da nicht sicher.
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Um an Gurkenhut's Meinung anzuknüpfen:
Ich sehe es auch so. Kommunikative Prozesse sind wünschenswert. Und auch heutzutage in viel offenerem Maße als früher möglich.
Mir kann keiner weiß machen, dass es im Laufe der Jahrhunderte nicht auch schon so wie heute war. Ich denke, es gab immer schon in gewissem Maße Missbrauchsfälle. Die blieben aber mangels Internet unter der Decke.
Es ist wohl so, dass wir damit leben müssen, dass immer mal wieder schwarze Schafe auftauchen, die die buddhistische Lehre zu ihrem eigenen Vorteil und zum Schaden anderer mißbrauchen. Aber es kann - heutzutage viel besser - darauf hingewiesen, darüber diskutiert und vielleicht Aufarbeitung geleistet werden. In sofern denke ich, dass die Missbrauchsfälle in Zukunft eher abnehmen könnten, prozentual besehen.
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Ich empfehle allen, die ein Kissen mit Dinkelspreu/Dinkelspelz haben und vermuten, dass das Kissen zu flach ist, sich eine Tüte Dinkelspelz im im Netz zu kaufen. Ich denke mal, dass neu gekaufte Kissen so gut wie nie den eigenen Anforderungen in Bezug auf die Individuell optimale Sitzhöhe entspechen. Außerdem zerreiben sich die Spelzen im Laufe der Zeit ein wenig, sodass dann eh eventuell mal was nacnachgefüllt werden könnte. Die Spelzen sind recht preiswert zu haben.