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  2. Thorsten Hallscheidt

Beiträge von Thorsten Hallscheidt

  • Wenn jeder zunächst für sich sorgt, ist am Ende für alle gesorgt.

    • Thorsten Hallscheidt
    • 18. Oktober 2024 um 19:27
    Nanu:

    Indem jeder für sich selber sorgt, sorgt er auch für seine Mitmenschen, Kinder, Enkel, Nachbarn, Umwelt, seinen Garten und seine Mitwesen, weil er von ihnen nicht getrennt existieren kann. Das gilt für alle Buddhisten, mit oder ohne Bodhisattva Gelöbnis.

    Das verstehe ich nicht. Meinst Du, dass das bei Buddhisten so ist, quasi automatisch, oder ist das bei allen Menschen so, die für sich selbst sorgen?

    Realität auf der Welt ist zumindest zur Zeit, dass Menschen aus dem globalen Norden anderen Wesen oft schaden, indem sie für zuerst sich selbst sorgen. Oder sehe ich das falsch?

  • Wenn jeder zunächst für sich sorgt, ist am Ende für alle gesorgt.

    • Thorsten Hallscheidt
    • 18. Oktober 2024 um 17:51
    JoJu91:

    Siddharta Gautama hat sich klugerweise zuerst um sich selbst gekümmert, um seine eigene Erleuchtung, ganz "egoistisch" (?).

    Ok, dann sind also all die Menschen, die keine Konsequenzen aus ihrem Wissen, anderen potenziell zu schaden, ziehen wollen oder können, Bodhisattvas, die sich erst einmal in z.B. Form von Über-Konsum, häufigen Fernreisen, Privatjets, etc. um sich selbst kümmern müssen? Habe ich das richtig verstanden? Und damit lösen sie dann die Probleme, die Politiker nicht lösen können?

  • Wenn jeder zunächst für sich sorgt, ist am Ende für alle gesorgt.

    • Thorsten Hallscheidt
    • 18. Oktober 2024 um 17:44
    JoJu91:

    Zu wissen, wenn ich anderen schade, schade ich auch mir selbst, das ist Teil des für-mich-selbst-sorgens.

    Das ist fein. Warum funktioniert aber dann nicht der Schritt, dass aus Wissen auch Handeln wird?

  • Wenn jeder zunächst für sich sorgt, ist am Ende für alle gesorgt.

    • Thorsten Hallscheidt
    • 18. Oktober 2024 um 12:47

    Wie "jeder für sich sorgt".

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    Quelle

  • Wenn jeder zunächst für sich sorgt, ist am Ende für alle gesorgt.

    • Thorsten Hallscheidt
    • 18. Oktober 2024 um 11:02

    Ich würde gerne den in der Überschrift genannten Gedanken aus einer buddhistischen Perspektive genauer beleuchten. JoJu91 hat ihn folgendermaßen formuliert:

    JoJu91:

    In einer freien Gesellschaft wissen die gewählten Volksverteter, dass sie die Probleme nicht lösen können, sondern dass die freien selbstverantwortlichen Bürger die Probleme lösen, indem jeder zunächst für sich selbst sorgt und damit seine Mitmenschen soweit möglich davon entlastet, ihm helfen zu müssen. Für Kinder, Greise, Schwerkranke und Menschen, die sich in Ausnahmesituationen selbst nicht helfen können, stellt die Gemeinschaft ein begrenztes Sicherheitsnetz zur Verfügung.

    Adam Smith, einer der Begründer der modernen Volkswirtschaft, formuliert das so:

    Zitat

    Wenn daher jeder einzelne soviel wie nur möglich danach trachtet, sein Kapital zur Unterstützung der einheimischen Erwerbstätigkeit einzusetzen und dadurch dieses so lenkt, daß ihr Ertrag den höchsten Wertzuwachs erwarten läßt, dann bemüht sich auch jeder einzelne ganz zwangsläufig, daß das Volkseinkommen im Jahr so groß wie möglich werden wird. Tatsächlich fördert er in der Regel nicht bewußt das Allgemeinwohl, noch weiß er wie hoch der eigene Beitrag ist. Wenn er es vorzieht, die eigene nationale Wirtschaft anstatt die ausländische zu unterstützen, denkt er nur an die eigene Sicherheit, und wenn er dadurch die Erwerbstätigkeit so fördert, daß ihr Ertrag den höchsten Wert erzielen kann, strebt er lediglich nach eigenem Gewinn. Er wird in diesem wie auch in vielen anderen Fällen von einer unsichtbaren Hand geleitet, um einen Zweck zu fördern, der keineswegs in seiner Absicht lag. Es ist auch nicht immer das Schlechteste für die Gesellschaft, dass dieser nicht beabsichtigt gewesen ist. Indem er seine eigenen Interessen verfolgt, fördert er oft diejenigen der Gesellschaft auf wirksamere Weise, als wenn er tatsächlich beabsichtigt, sie zu fördern.


    Das wird manchmal auch vereinfacht zusammengefasst: Wenn jeder an sich denkt, ist am Ende an alle gedacht.

    Nun ist die Frage, was es genau bedeuten soll, dass jeder zunächst für sich sorgt. Wenn ich meine Wirklichkeit betrachte, so fällt mir auf, dass ich nur für sehr wenig Dinge selbst sorgen kann. Die allermeisten Gegenstände, die ich besitze, habe ich nicht hergestellt, auch habe ich die Ressourcen dafür nicht zusammengetragen, in den allermeisten Fällen habe ich nicht einmal einen Plan, wie die Dinge, die ich nutze, hergestellt werden oder genau funktionieren. Die Waren, die ich kaufe, habe ich nicht transportiert, das Wasser, das ich trinke, weder gefunden noch kanalisiert noch aufbereitet. Die Luft, die ich atme, die Nahrung, die ich esse, die Kleidung, die ich trage, nichts davon habe ich hergestellt. Ich bin komplett abhängig davon, dass andere (Wesen) all das für mich übernehmen.

    Das Denken und die Sprache, die Strukturen des Denkens, über die ich verfüge, habe ich ebenfalls nicht selbst erschaffen, ich habe von anderen gelernt, Lehrern, Autoren, Regisseuren, Künstlern, etc. Die Menge der Gedanken, die ICH aus mir selbst heraus, also ohne die Sorge von anderen für mich, gedacht hätte, ist verschwindend gering.

    Letztlich bin ich nicht jemand, der für sich sorgt, sondern eher ein erfolgreicher Profiteur all der nützlichen Wesen (vom Bakterium bis zum Arzt) um mich herum, denn ich habe es geschafft, dass sie das allermeiste, das ich brauche, für mich bereitstellen und übernehmen. Im Gegenzug zahle ich "nur" mein erarbeitetes Geld, und selbst das auch nur von Zeit zu Zeit. Sorge ich also für mich selbst? Ebenso wie meine eigenen Gedanken in Relation zu den Gedanken, auf die ich zurückgreife, verschwindend wenige sind, sind auch meine Möglichkeiten, für mich selbst zu sorgen, in letzter Konsequenz extrem beschränkt. Das merke ich dann, wenn die zur Gewohnheit und unsichtbar gewordene Hilfe und Sorge anderer für mich mal ausfällt.

    Dem größte und unsichtbarsten Supporter, den wir haben – das sind die natürlichen Ressourcen, auf die wir alle angewiesen sind – zahlen wir kein Geld und geben auch viel zu wenig Sorge zurück. Ökosysteme, Boden, Luft, Wasser. Im Gegenteil. Wir "sorgen" so gut für uns selbst (heißt: wir nehmen so viel weg von anderen und anderem, um für uns zu sorgen), dass in vielen Bereichen dieses Planeten, die Wesen und Menschen sich nicht mehr um sich sorgen können, weil ihre Lebensgrundlage wegbricht. Somit kommt auch deren gewohnte, unsichtbare, kostenlose Unterstützung für uns ins Wanken.

    Ich würde den Satz also verändern: Wenn ich mich zunächst nur um mich sorge, ohne mich zugleich um andere zu sorgen, die für mich sorgen, fehlt irgendwann den meisten anderen, die Basis, für sich selbst zu sorgen, und so auch für mich.

    Das führt zu der Frage, was denn diese Sorge ist? Vorwiegend bedeutet es ja: Ich sorge dafür, dass meine Grundbedürfnisse gedeckt sind, meine Wünsche – soweit erfüllbar – erfüllt, und dass mir möglichst wenig Unangenehmes begegnet. Diese Sorge kann dann auch schon sehr umfassend sein, mich, meine Familie, meine Erben, meine Freunde betreffen. Die Sorge kann auch bezüglich dessen, was sie alles abdeckt, sehr umfassend sein, sodass ich glaube, gut für mich zu sorgen, wenn ich mir möglichst viele Wünsche erfülle, möglichst abgesichert und komfortable lebe, möglichst wenig unliebsame Gefühle habe, u.s.w. Ich denke, das ist sehr menschlich.

    Wenn ich aber dann diesen Satz von oben nochmal aufgreife, dass ich zunächst für mich sorge, bevor ich für andere (Wesen) sorge, wird schnell klar, dass dieses Konzept an seine (planetaren) Grenzen stößt, wenn wirklich alle, insbesondere Menschen, zunächst für sich sorgen, und zwar dann, wenn ein potenzielles Übermaß der Sorge für mich als Massenphänomen (z.B. in den Industrienationen) die Sorge anderer um sich (im globalen Süden, aber auch alle Wesen, deren Ökosysteme gefährdet sind) verunmöglicht.


    Ich muss den Satz also wieder erweitern:

    Wenn ich mich zunächst nur um mich sorge, ohne mich zugleich um andere zu sorgen, die für mich sorgen, fehlt irgendwann den meisten anderen die Basis, für sich selbst zu sorgen, und so auch für mich. Diese Basis verschwindet, wenn ein überhöhtes Maß der Selbstsorge als Massenphänomen, diese Basis einschränkt oder zerstört.

  • Ohne Einübung der Sila gibt es keine buddhistische Praxis

    • Thorsten Hallscheidt
    • 8. Oktober 2024 um 07:53

    Ein Zitat von Lama Govinda aus "Lebendiger Buddhismus im Abendland", S.93 zum Thema:

    Zitat

    Und so wie Sīla das Ergebnis der Harmonie zwischen unseren Überzeugungen und unseren Handlungen ist, so entsteht Weisheit (Prajñā) aus der Harmonie zwischen unserem Geist und den Gesetzen der Wirklichkeit und Samādhi aus der Harmonie zwischen unserem Gefühl, unserem Wissen und unserem Wollen, ist also der Einklang aller unserer schöpferischen Kräfte im Erlebnis einer höheren Wirklichkeit.

  • Die fünf Betrachtungen

    • Thorsten Hallscheidt
    • 6. Oktober 2024 um 12:04

    Die Jugend ist von Möglichkeiten und Wachstum geprägt, das Alter von Begrenzung und Vergänglichkeit. Wie kann auch das Alter wieder von Wachstum und Möglichkeiten geprägt sein? Die Vorstellung einer Wiedergeburt installiert unbegrenztes Wachstum und unendliche Möglichkeiten in die Lebenspraxis. Vielleicht reicht ja schon die Vorstellung, der Melancholie zu entgehen... Muss ich das überhaupt?

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Thorsten Hallscheidt
    • 5. Oktober 2024 um 08:29
    Qualia:

    Das sind Zitate aus meiner Leere

    Schön, dieser "Rechtschreibfehler". :grinsen:

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • Thorsten Hallscheidt
    • 5. Oktober 2024 um 07:55
    Zitat

    Unterwürfigkeit oder Wünsche erfüllen, schon liebende Güte oder Wohlwollen ist.

    Das Spenden und Mitleid, eine Organisation betreiben, schon Mitgefühl ist.

    Das Jubeln, Fanatismus, Ausgelassenheit, schon Mitfreude, anteilnehmende Freude ist.

    Das gleichgültige Gelassenheit, abweisendes Verharren, nicht berührt werden, schon Gleichmut, Neutralität, GleichWertigkeit ist.

    Qualia

    Danke für dieses Zitat. Ich finde es richtig gut. Kannst Du mir sagen, woher es stammt?

  • Massaker und andere menschliche Leiden akzeptieren können

    • Thorsten Hallscheidt
    • 2. Oktober 2024 um 12:52
    Anna Panna-Sati:

    Wenn das so stimmen sollte, wünschst du dir also, von Anderen manipuliert zu werden?

    Manipulation ist eine spezifische Form der negativ motivierten Veränderung, mit der jemand einen anderen gezielt versucht zu beeinflussen, um eine bestimmte Sichtweise oder Handlung erzwingen. Eine Veränderung findet statt, aber ich kann mich dagegen wehren, indem ich mich wiederum verändere, also auf spezifische Weise darauf reagiere. Dass eine Veränderung stattfindet, merkst du daran, dass du die Manipulation im besten Falle bemerkst (He, der versucht mich zu manipulieren! Aber woran merkst du das?), im schlimmsten Falle ihr entsprichst. Im Geist ist sie aber so oder so. Mit jeder Handlung und mit jedem Wort verändere ich mich und andere. Wenn ich dich beleidige, so hast du keine Wahl als darauf zu reagieren: Entweder durch Ignorieren oder durch eine Reaktion. Verändern wird dich diese Beleidigung so oder so, die Frage ist nur, wie du mit dieser Veränderung umgehst.

    Es ist wichtig zu erkennen, dass JEDE Handlung die Wirklichkeit verändert, und die Wirklichkeit wiederum mich verändert, in jedem Augeblick in Form unzähliger Ursache-Wirkung-Verkettungen.

    Darum können die Worte des Buddha, darum kann die Praxis mich verändern. Ein Mensch kann den anderen also verändern.

    Ein Vorbild z.B. kann mich verändern, ein Satz, den jemand mir gesagt hat, oder den ich gelesen habe, ein Lächeln eines anderen Menschen auf der Straße kann meinem Leben eine andere Richtung geben.

    Ich bin auf andere Menschen ich bin auf die Welt angewiesen, wenn ich mich verändern möchte, ohne Ursachen keine Wirkungen.

  • Massaker und andere menschliche Leiden akzeptieren können

    • Thorsten Hallscheidt
    • 2. Oktober 2024 um 11:21
    Samadhi1876:

    Der Buddha hat versucht die Ursachen des Leidens zu ergründen. Und Lösungen in der Meditation gefunden, wo sich der Schwerpunkt vom Kopf in den Bauch verlagert.

    Die Lösung liegt in der Überwindung von Gier, Hass und Verblendung. Massaker sind blutige Wirkungen der Geistesgifte. Die Überwindung erfolgt durch den achtfachen Pfad.

  • Die fünf Betrachtungen

    • Thorsten Hallscheidt
    • 2. Oktober 2024 um 08:24

    Ändert das Leben bei täglicher Betrachtung:

    Zitat

    „Dem Altern bin ich unterworfen, kann dem Alter nicht entgehen.

    Der Krankheit bin ich unterworfen, kann der Krankheit nicht entgehen.

    Dem Sterben bin ich unterworfen, kann dem Sterben nicht entgehen.

    Von allem Lieben und Angenehmen muß ich scheiden und mich trennen.

    Eigner und Erbe meiner Taten bin ich, meinen Taten entsprossen, mit ihnen verknüpft, habe sie zur Zuflucht und die guten und bösen Taten, die ich tue, werde ich zum Erbe haben“

    Das sollte jeder öfters bei sich erwägen, sei es Mann oder Frau, Hausner oder Hausloser.

    Quelle

    (Das ganze Sutra lohnt sich zu lesen)

    Alles anzeigen

    Bei jedem Satz (außer dem fünften vielleicht) denkt Mensch zunächst: Klar, weiß ich schon. Wenn ich mich aber jeden Tag wirklich mit diesen Sätzen beschäftige, sie auf mein eigenes Leben anwende, mich hineinfühle, die Konsequenzen betrachte, ändert sich meine Sicht auf mein Leben.

    Gegen Ende des Sutras kommt noch folgende Erweiterung:

    Zitat

    Und ferner erwägt er: ‚Ich bin ja nicht der einzige, der der Krankheit unterworfen ist, der Krankheit nicht entgehen kann—ich bin ja nicht der einzige, der dem Sterben unterworfen ist, dem Sterben nicht entgehen kann—ich bin ja nicht der einzige, der von allem Lieben und Angenehmen scheiden, sich davon trennen muß—ich bin ja nicht der einzige, der Eigner und Erbe seiner Taten ist, seinen Taten entsprossen, mit ihnen verknüpft, der sie zur Zuflucht hat und der die guten und bösen Taten, die er tut, einst erben wird. Sondern wo immer es Wesen gibt, die da kommen und gehen, sterben und geboren werden, alle diese Wesen sind Eigner und Erben ihrer Taten, sind ihren Taten entsprossen, mit ihnen verknüpft, haben sie als Zuflucht und werden die guten und bösen Taten, die sie tun, einst erben.‘ Indem er nun diese Tatsache bei sich häufig erwägt, erschließt sich ihm der Pfad. Jenen Pfad hegt und pflegt er nun, wandelt ihn beharrlich. Und indem er den Pfad hegt und pflegt, ihn beharrlich wandelt, lösen sich ihm die Fesseln und die Neigungen schwinden.

    Wenn ich mich jeden Tag wirklich mit diesen Sätzen beschäftige, sie auf andere Wesen (Freunde, Bekannte, Feinde, die Wurst auf dem Teller, Käfer im Garten) anwende, mich hineinfühle, die Konsequenzen betrachte, ändert sich meine Sicht auf das Leben anderer.

    Vortrag zum Thema:

    https://muttodaya.org/mediathek/2024/24-09-07_fuenf_taegliche_betrachtungen_bodhinando.mp3

  • Massaker und andere menschliche Leiden akzeptieren können

    • Thorsten Hallscheidt
    • 1. Oktober 2024 um 22:31
    Anna Panna-Sati:

    Ich würde sagen, man kann Andere - unter bestimmten Bedingungen - (mehr oder weniger stark) beeinflussen, aber ändern tun sie sich dann ggf. selbst, (bzw. die Veränderung geschieht in ihnen)...

    Alles, was ich bin und spreche und denke, kommt von anderen und anderem.

  • Massaker und andere menschliche Leiden akzeptieren können

    • Thorsten Hallscheidt
    • 1. Oktober 2024 um 21:51
    Anna Panna-Sati:

    Wir können die Anderen nicht ändern (bestenfalls uns selbst)

    Ich glaube, das stimmt nicht. Andere haben jedenfalls mich verändert, tun es jeden Tag.

  • Buddhistische Ethik für Gesamtgesellschaftliche Diskurse, Humanistischer und Engagierter Buddhismus

    • Thorsten Hallscheidt
    • 25. September 2024 um 16:58

    Es gibt ein paar ganz gute Bücher zu diesem Thema:

    Buddhistische Wirtschaftsethik: Eine Einführung von Karl-Heinz Brodbeck | medimops
    Buddhistische Wirtschaftsethik: Eine Einführung von Karl-Heinz Brodbeck Gebundene Ausgabe bei medimops.de bestellen. Gebraucht günstig kaufen & sparen. Gratis…
    www.medimops.de

    Hier ein Video von ihm:

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    ÖkoDharma
    buddhismus-aktuell.de

    Die Lehren des Buddha zu einer sozialen und harmonischen Gesellschaft

    Für mich persönlich funktioniert die Praxis des Dharma nicht ohne Bezug zu meiner alltäglichen Lebensrealität, und die besteht aus Vernetzungen hinein in soziale, politische und wirtschaftliche Systeme. Jede meiner Handlungen hat unmittelbaren Einfluss auf diese Systeme – im Positiven, wie im Negativen. Daher lassen sich die 10 unheilsamen Handlungen nicht ohne Ökologie und Politik denken. 10000000 Entscheidungen am Tag und jeweils mindestens zwei Richtungen. Ganz schön komplex dieses Leben.... :|

  • Homosexualität und Buddhismus

    • Thorsten Hallscheidt
    • 19. September 2024 um 09:18
    JoJu91:

    Einer der grössten Buddhas der Nachkriegszeit in diesem Sinne war für mich Karl Lagerfeld.

    Na dann müssen wir ja nur ausreichend Klamotten und Bling Bling konsumieren, und schon sind wir erleuchtet. Ach ja, jung, hübsch und (sehr) dünn sollten wir auch noch bleiben (oder werden) – und das entsprechende Kleingeld sollten wir auch noch verdienen. Alles zusammen eine gelungene Überwindung der Geistesgifte. Cool. Ich schmeiße mein Kissen auf den Müll. :party:

  • Homosexualität und Buddhismus

    • Thorsten Hallscheidt
    • 19. September 2024 um 07:37
    Aravind:

    Der Maßstab ist wie immer:


    Ist es heilsam? (vermindert es Dukkha?)

    Nicht zu verwechseln mit:

    Macht es mich glücklich? (Kann ich mich damit selbst verwirklichen?)

  • Homosexualität und Buddhismus

    • Thorsten Hallscheidt
    • 18. September 2024 um 12:48
    mikrobe92:

    Was meint ihr dazu? Sind Homosexualität [und Buddhismus] miteinander vereinbar?

    Ja.

    Fragwürdig hingegen ist, ob es mit dem Buddhismus vereinbar ist, das infrage zu stellen.

  • Zweifel am Buddhismus

    • Thorsten Hallscheidt
    • 11. August 2024 um 09:47

    2500 Jahre sind keine lange Zeit. Ich denke, dass der buddhistische Weg schon in vielen und immer mehr Bereichen Teil der menschlichen Kultur geworden ist. Die Lehre ist eine, deren Anfang begütigt, deren Mitte begütigt, deren Ende begütigt (Quelle). Viele Menschen profitieren schon heute von Stressreduktion durch Achtsamkeit (der Anfang der Lehre), einige gehen weiter und können mit ihren Emotionen besser umgehen, indem sie sich nicht mehr in jedem Fall mit ihren Leidenschaften identifizieren (die Mitte der Lehre), manche gehen auch darüber hinaus, und Liebe, Mitgefühl, Mitfreude, Tatkraft, Konzentration, Geduld und Weisheit bestimmen ihr Handeln zum Wohle der Mitwesen (Richtung Ende oder Ziel der Lehre). All das sind positive und erfolgreiche Wirkungen und Ziele der Lehre des Buddha. Man muss den Weg nicht zu Ende gehen, um die Wirksamkeit der Lehre zu erfahren. Das beginnt schon am ersten Tag.

    Jeder und jede bestimmt selbst, wie weit er oder sie geht. Erleuchtung ist nicht notwendig, um die positiven Wirkungen der Lehre im eigenen Leben zu erfahren. Der Erfolg bemisst sich eher an einer Verbesserung der Lebenssituation, die weniger auf Kosten anderer Wesen geht, diese vielleicht sogar unterstützt, und nicht daran, ob alle "das Ziel" erreichen. Erleuchtung ist ein Aspekt der Lehre, und vielleicht sogar der unbedeutendste, weil er die wenigsten Menschen betrifft. Auch verhindert die Fixierung auf dieses Ziel das Wachstum all der positiven Aspekte, die schon nach den ersten Schritten Wirksamkeit erlangen. Der beinahe schon bis zur Floskel populär gewordene Satz: der Weg ist das Ziel, bringt das zum Ausdruck.

    Es gibt gute Lehrer und schlechte Lehrer. Buddha hat das gewusst und darum die gründliche Prüfung der Lehrenden anhand ihres ethischen Verhaltens zur Grundvoraussetzung gemacht, um sich diesen Menschen anzuvertrauen. Buddhismus ist keine Magie, die plötzlich aus Menschen Heilige macht. Es ist kontinuierliche Arbeit und zugleich ein Weg, auf dem es nur zu leicht ist, sich zu verirren, und zwar am Anfang, in der Mitte und am Ende... da vielleicht besonders.

    Buddhismus ist ein Weg für mein Leben. Was andere damit machen, ist dabei nur am Rande von Bedeutung. Lehrer sind Menschen wie ich, und wenn ich mein eigenes Leben betrachte, so sehe ich deutlich all die Schwankungen, Zweifel, Verblendungen, Irrwege... Aber Lehrer können inspirieren, in ihren besten Zeiten. In den schlechtesten brauchen sie vielleicht selbst Inspiration oder Hilfe oder wohlmeinende Kritik.

    Das Netz ist leider ein Ort, in dem viele Menschen sich als Lehrende präsentieren, was an sich nicht schlecht sein muss. Nur gibt es hier keine Möglichkeit, diese Menschen als Lehrende zu prüfen. Das Gleiche gilt für die "Stars" der Szene, die man nur ein paar Augenblicke zu Gesicht bekommt. Ich denke manchmal: Wer sich in den hart umkämpften Bereichen der Achtsamkeitsindustrie einen Namen gemacht und sich seine Pfründe gesichert hat, wird einiges an der buddhistischen Lehre nicht im Alltag realisiert haben können. Es ist schwer, in den strengen und heiß umkämpften Hierarchien "nach oben" zu kommen. Konkurrenz, Missgunst, Neid, Machtkalkül, spirituelle Habgier, etc. werden oft Begleiter sein, wenn nicht im eigenen Geist so im Geist der Kontrahenten – wobei der Splitter im Auge des Anderen immer leichter zu sehen ist, als der Balken im eigenen Auge. :| Dieser Kampf um Platz eins steht mit der Lehre eigentlich im Widerspruch, weshalb die Stars der Szene, die berühmten und bekannten Lehrenden auch nicht unbedingt die besten Beispiele für die Wirksamkeit der Lehre sein müssen.

  • Karma im Buddhismus

    • Thorsten Hallscheidt
    • 9. August 2024 um 12:43
    Qualia:

    Wenn ich getötet habe, bin ich kein Mörder. Mörder ist nur ein Begriff für unliebsame Tötende, die man dann eliminieren kann. Ein Tötender im Sinne seines Auftrages ist ein Held. Der Held ist ein Mörder in dem Sinne dessen, auf den der Tötende gewirkt hat.

    Wie auch immer die Bewertung ausfällt, eine solche Tat wird Spuren hinterlassen. Vertanen aus den diversen großen oder kleinen Kriegen leiden manchmal bis zu ihrem Lebensende an ihren Taten, seien sie nun politisch gerechtfertigt oder nicht. Wenn kein Ich mehr ist, ist auch das Karma am Ende. Darum ist heilsames Handeln auch nicht automatisch ein Ausweg aus dem Daseinskreislauf.

  • Karma im Buddhismus

    • Thorsten Hallscheidt
    • 9. August 2024 um 11:47

    Wenn ich gemordet habe, bin ich ab diesem Augenblick ein Mörder. Aus dieser Position heraus handele ich ab diesem Zeitpunkt als jemand, dessen Geist der eines Mörders ist. Mit anderen Worten: Der Mord hat Spuren in meinem Geist hinterlassen. Mord ist eine krasse und heftige Tat, die massive Spuren im Geist hinterlässt. Aber jede Tat, jedes Wort, jeder Gedanke hinterlässt Spuren im Geist. Diese Spuren (karmische Samen) verändern den Geist, das bedeutet: Die psychische und physische Grundlage, auf Basis derer meine nächsten Handlungen erfolgen. So fördern heilsame Handlungen eine heilsamere Grundlage für mein Fühlen, Denken und Handeln. Unheilsame Handlungen fördern das Gegenteil. Da unsere Handlungen sehr vielen unterschiedlichen Motivationen entspringen und wir ständig auf irgendeine Art und Weise handeln, sprechen und denken, ändert sich unsere geistige "Konfiguration" ständig wie das Wetter. Aber anders als beim Wetter, haben wir bei der geistigen Wetterlage die Möglichkeit aus dem unbewussten Autopilot-Modus herauszutreten und mit dem Werkzeug der Achtsamkeit uns so oft wie möglich die potenziellen Wirkungen des eigenen Handelns vor Augen zu halten und Denken, Handeln und Sprechen eine Richtung zu geben.

  • Suche Rat: Sein Glück im Außen suchen

    • Thorsten Hallscheidt
    • 16. Juli 2024 um 11:11
    Frei:

    Auch wenn's jetzt was poetisch ist, so ist's deswegen nicht wahrer.

    Das ist nicht (nur) poetisch, das ist buddhistische Kernlehre.

    Das hier nicht: Klick ... aber auch in gewisser Weise "poetisch". :badgrin:

  • Angst und Furcht - Kann die Buddha-Lehre/der Buddhismus helfen?

    • Thorsten Hallscheidt
    • 6. Juli 2024 um 17:14

    Angst ist lebendiger Widerstand. Solange ich Widerstand leiste, wird Angst da sein. Angst vor dem eigenen Tod oder dem Tod eines geliebten Menschen, Angst vor dem Krieg, dem Alter, den Schmerzen, etc... Wenn ich den Widerstand all diesen Dingen gegenüber aufgebe, endet die Angst. Das ist, als ob man noch nicht wirklich auf dem Boden der Tatsachen angekommen wäre. Jeder Zentimeter über dem Boden in Richtung von Illusion und falscher Hoffnung hat Angst im Gepäck. Die Hoffnung aufgeben. Die Hoffnung war das, was in der Büchse der Pandora blieb, nachdem alles Übel und Laster über der Welt ausgeleert wurden. Angst sagt: Hoffentlich tritt A,B,C nicht ein. Angst ist eine verzerrte Sicht auf die Tatsache, dass das, wovor ich Angst habe, eintreten wird, dass ich alles werde verlieren müssen, dass ich nichts festhalten kann – tiefe Traurigkeit und Hoffnungslosigkeit bleiben zurück, wenn der Schleier der Angst fort ist – zunächst – dann vielleicht Akzeptanz und am Ende sogar Umarmung der totalen Vergänglichkeit. Angst und Hoffnungslosigkeit scheinen Geschwister zu sein. Beide haben Gier und Hass als Eltern. Die Angst ist die dünne Schicht zwischen der Wirklichkeit und mir: Samsara. Gebe ich auf, gebe ich mich hin, endet auch die Angst.

  • Nissim Amon

    • Thorsten Hallscheidt
    • 27. Juni 2024 um 21:59
    mynoself:

    Da wird beschrieben, wie man im Rhythmus der Atmung zielt, schießt, nachlädt "without mercy and compassion".

    Das ist definitiv kein Buddhist.

  • Fleischkonsum und Buddhismus

    • Thorsten Hallscheidt
    • 26. Juni 2024 um 14:29
    mynoself:

    Ich bin kein kompletter Vegetarier, richte nur mein Konsumverhalten entsprechend dem oben Gesagten aus.

    Ein guter Schritt.

    Irgendwann kommt vielleicht der komplette Verzicht – oder auch nicht. Von tierischem Leben müssen wir nicht leben. Es lässt sich alles Notwendige durch andere Nahrungsmittel ersetzen.

    Eine deutliche Reduktion und echte Wertschätzung sind aber schon sehr, sehr viel.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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