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  1. Buddhaland Forum
  2. U123N

Beiträge von U123N

  • Wut, Zorn

    • U123N
    • 2. November 2024 um 18:32
    Zomp:

    Sie richtet sich zunächst auf andere und dann, wenn sich die Leute abwenden, gegen mich selbst.

    Ich merke, dass ich leide. Auch weil andere leiden.

    Wenn andere unter deinem Wutausbruch leiden und du das weisst, wäre es vielleicht eine gute Massnahme zum Zwecke Wutausbruchs in den Garten zu gehen, oder das Adrenalin an einem anderen sicheren Ort abzubauen und erst dann wieder zu kommen wenn man wieder runtergekommen ist.

    Sollte das nicht möglich sein, finde ich es sehr wichtig, sich danach bei den betroffenen Mitmenschen zu entschuldigen. Vor allem Kinder leiden unter einem solchen Verhalten sehr. Wenn sich mein Vater immer mal entschuldigt hätte, wär unsere Familie glücklicher gewesen.

    Zomp:

    Genau das ist das Problem, ich kann nicht loslassen.
    Ich grüble ständig, fühle mich schlecht und traurig.

    Sich darüber klar zu werden, dass man selbst nur ein kleines Rädchen im Getriebe ist, dass sich die Welt um sich selbst permanent verändert und sich weniger mit der eigenen kleinen Sicht auf die Situation zu identifizieren, kann auch helfen.

    Aus eigener Erfahrung halte ich auch ausreichende körperliche Betätigung für sehr hilfreich und vorbeugend gegen Wutausbrüche.

    Alles Gute! Nanu

  • Wenn jeder zunächst für sich sorgt, ist am Ende für alle gesorgt.

    • U123N
    • 1. November 2024 um 19:04
    Qualia:

    Dieses Gerede über Metta geht voll daneben, in jeder Zeile kann ich Mitleid erkennen statt Metta und davon kann es sehr schnell zu viel geben.

    Und wenn du uns noch etwas Gutes tun willst, könntest du den Unterschied zwischen Metta und Mitleid vielleicht noch mal erklären. Dieses Forum besteht z.T. aus neuen Mitgliedern, die das wahrscheinlich nicht kennen. Diese Unterscheidung ist für mich zentral und sehr hilfreich gewesen.

    _()_ Danke und liebe Grüsse

  • Alles zum Thema ERDUNG/Ausgleich

    • U123N
    • 31. Oktober 2024 um 18:50
    Mentus:

    Ich hab mit diesem Thread aber speziell die Art von Erdung gemeint, die entsteht, wenn sich die Effekte der Zen-Praxis häufen und man dann irgendwann nicht mehr damit umgehen kann, warum auch immer.

    Wenn man in der Zazen Praxis erlebt, dass innere Unruhe, Konflikte oder Erinnerungen an traumatisierende Erfahrungen auftauchen, mit denen man alleine nicht mehr umgehen kann, sollte man auf jeden Fall ein vertrautes Gespräch mit seinem Lehrer suchen.

    Das passiert schon mal dass da Dinge auftauchen, die einem vorher nicht klar waren und einen dann noch mehr beunruhigen.

    Ich habe das zum Glück nur als wichtige Phasen und heilsame Durchläufe durch mein Hirn erlebt. Wenn ich nicht mehr damit umgehen könnte, würde ich die Zazen Praxis erstmal unterbrechen und mir Hilfe suchen.

    Alles Gute! Nanu :heart:

  • Mitfreude (Mudità) statt Neid (Issà)...

    • U123N
    • 26. Oktober 2024 um 19:44
    Monikadie4.:

    Hi nanu, wenn meine Freundin, mit der ich jede Woche gemeinsam esse und philosophiere, mir freudestrahlend sagen würde, dass sie 500 km weiter wegzieht, dann wäre ich geschockt und würde "meinen Verlust" zum Ausdruck bringen.

    Ja, das habe ich auch, aber ich habe ihr auch die Freude gegönnt. Sie wohnt jetzt in Wedel. Hihi!

    Vielleicht besuche ich sie da mal. Liebe Grüsse! Nanu

  • Mitfreude (Mudità) statt Neid (Issà)...

    • U123N
    • 26. Oktober 2024 um 18:47
    Anna Panna-Sati:

    - Wie kultiviert man Mitfreude, wenn man selbst (begründete) Mangelgefühle empfindet?

    Ich glaube Mitfreude ensteht aus Metta, Mitgefühl. Es ist ein natürlicher Aspekt, der sich eingestellt, wenn man von sich selbst absieht und sich in die Lage des anderen versetzt.

    Im Gegensatz zur Mitfreude, die die Stimmung hebt, ist Neid ein nagendes Gefühl, mit dem man sich selbst meistens schadet. Wenn ich mir selbst etwas Gutes tun will, freue ich mich für alle, die einen eigenen Grund zur Freude haben.

    Wenn ich auf jemanden neidisch bin, setze ich voraus, dass es ihm besser als mir geht, weil er etwas hat, was ich selbst gerne hätte. Das ist natürlich eine sehr enge und verblendete Sicht. Wer weiss denn, ob derjenige der einem den Parkplatz wegschnappt nicht grade zur Wurzelbehandlung beim Zahnarzt muss oder einen Termin beim Haftrichter hat, während man selbst nur zum Shoppen will? Oder die schöne Frau, die ihr teures Auto vor der Familienvilla parkt? Wer weiss wie es ihr wirklich geht?

    Anna Panna-Sati:

    - Wie geht man mit Neidgefühlen Anderer um (eingestandenen und uneingestandenen, die man bemerkt)?

    Man erinnert sich an seine eigenen Neidgefühle und begegnet diesem Menschen im besten Sinne mit Metta.

    Anna Panna-Sati:

    - Gibt es Situationen, in denen man Mitfreude vortäuschen/heucheln sollte, um z.B. ein Kippen der Stimmung zu verhindern oder/und die Freude Anderer nicht zu verderben?

    Ist mir auch schon passiert, als meine beste Freundin mit freudestrahlend erzählte, dass sie jetzt 500 KM weiter wegzieht. Ich wollte ihr die Freude nicht verderben, konnte aber meine Enttäuschung kaum verbergen.

    Anna Panna-Sati:

    - Wie geht man mit der Scham um, die man möglicherweise empfindet, wenn man Neidgefühle bei sich bemerkt?

    Ich finde es gut, wenn man es bei sich selbst wahrnimmt, dann hat man wieder einen Grund, sich selbst mit Mitgefühl zu begegnen. :herzblick:

    Liebe Grüsse! Nanu

  • Wenn jeder zunächst für sich sorgt, ist am Ende für alle gesorgt.

    • U123N
    • 23. Oktober 2024 um 17:51
    JoJu91:

    Das mag in einer Millionenstadt mit U- und S-Bahnnetz anders und Top-öPNV anders sein.

    Wenn Du in einer ländlichen Gegend die Wahl hast "Stadtbummel mit zehn Euro fürs Parkhaus in der Kreisstadt" oder "Outlet-Center auf der grünen Wiese mit null Euro fürs Parken", dann ist die Wahl für viele Leute gelaufen, auch wenn das Outlet-Center einige km weiter weg ist und anfahrtmässig eher mehr CO2 verbraucht.

    In unserer Stadt sind die Parkhäuser nicht so teuer, keine Ahnung wo Du lebst. Hier kommen die Leute vor allem aus dem Landkreis zum Ausgehen in unsere ca. 140.000 Einwohner Stadt.

    Das Ladensterben der Innenstädte hat viele Gründe, nicht nur die Einkaufszentren auf der grünen Weise, sondern vor allem, dass die meisten Leute heute ihre Waren aus Bequemlichkeit oder Zeitmangel im Internet bestellen.

    Die alten Ladenbesitzer haben meist keine Nachfolger für die Übernahme, das gilt selbst für nach wie vor nachgefragten Metzgereien und Bäckern, die nicht mal Fachkräfte finden. Die Mieten für die Gewerbeimmobilien hier im Ballungsraum wurden teilweise verdoppelt, Karstadt hat flächendeckend grosse Kaufhäuser geschlossen, die jetzt als Schandflecke leer stehen. Also schauen sie hier, was sie mit der Innenstadt anfangen können.

    Dazu werden hier die Bürger mitbeteiligt, was ich gut finde, weil es uns allen das gemeinschaftliche Gefühl gibt, ein sinkendes Schiff zu manövrieren. :D

  • Wenn jeder zunächst für sich sorgt, ist am Ende für alle gesorgt.

    • U123N
    • 22. Oktober 2024 um 18:01

    Da ich jetzt mit über 60 Jahren nie ein Auto hatte, kann ich das Dilemma kaum nachvollziehen. Wenn ich meine Eltern in der Provinz besuche, fahre ich 1h mit der Bahn und laufe dann noch 1/2h. Meistens, wie Rotkäppchen, schwer beladen mit "Kuchen und Wein".

    Was ich aber sehr ignorant finde, ist wenn die Stadt sich auf dem Standpunkt stellt, die Eltern sollten ihre Kinder mit dem Fahrrad in den Kindergarten bringen und deswegen keine Parkplätze zur Verfügung stellt. Hier kommen die Eltern aus dem Kreis in Stadt um ihre Kinder (meistens sind es mehrere) in die Kita zu bringen und dann zur Arbeit zu fahren.

    Die Ladeninhaber hier, haben ihre Läden meistens in der Fussgängerzone. Dafür gibt es genügend Parkhäuser oder die S-Bahn. Mangelnde Parkplätze sehe ich nicht als Grund für das Ladensterben.

    Liebe Grüsse. Nanu

  • Wenn jeder zunächst für sich sorgt, ist am Ende für alle gesorgt.

    • U123N
    • 18. Oktober 2024 um 19:19
    Thorsten Hallscheidt:

    Ok, dann sind also all die Menschen, die keine Konsequenzen aus ihrem Wissen, anderen potenziell zu schaden, ziehen wollen oder können, Bodhisattvas, die sich erst einmal in z.B. Form von Über-Konsum, häufigen Fernreisen, Privatjets, etc. um sich selbst kümmern müssen? Habe ich das richtig verstanden? Und damit lösen sie dann die Probleme, die Politiker nicht lösen können?

    Du hast es ja schon selbst beantwortet bevor Du es hier überzeichnet hast:

    Thorsten Hallscheidt:

    Nun ist die Frage, was es genau bedeuten soll, dass jeder zunächst für sich sorgt. Wenn ich meine Wirklichkeit betrachte, so fällt mir auf, dass ich nur für sehr wenig Dinge selbst sorgen kann. Die allermeisten Gegenstände, die ich besitze, habe ich nicht hergestellt, auch habe ich die Ressourcen dafür nicht zusammengetragen, in den allermeisten Fällen habe ich nicht einmal einen Plan, wie die Dinge, die ich nutze, hergestellt werden oder genau funktionieren. Die Waren, die ich kaufe, habe ich nicht transportiert, das Wasser, das ich trinke, weder gefunden noch kanalisiert noch aufbereitet. Die Luft, die ich atme, die Nahrung, die ich esse, die Kleidung, die ich trage, nichts davon habe ich hergestellt. Ich bin komplett abhängig davon, dass andere (Wesen) all das für mich übernehmen.

    Indem jeder für sich selber sorgt, sorgt er auch für seine Mitmenschen, Kinder, Enkel, Nachbarn, Umwelt, seinen Garten und seine Mitwesen, weil er von ihnen nicht getrennt existieren kann. Das gilt für alle Buddhisten, mit oder ohne Bodhisattva Gelöbnis.

    Adam Smith war ein Moralphilosoph und bedeutender Ökonom. Er schrieb damals im Rahmen von Diskussionen der Aufklärung um den Naturzustand des Menschen z.B.: gegen Thomas Hobbes, "der Mensch ist dem Menschen ein Wolf", oder Mandeville der mit seiner Bienenfabel den Satz: "Private Vices, Public Benfefits" prägte, also das persönliche Laster dem Gemeinwohl dienen würden.

    Heute denken wir über all das anders, aber auch ihr Denken prägte das unsere. Ohne die ollen Kamellen wären wir heute nicht halb so schlau.

  • Kennt ihr euch mit buddhistischen Statuen aus?

    • U123N
    • 12. Oktober 2024 um 15:19
    Buddhistische Kunst – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Bei den Statuen erkennt man die jeweilige buddhistische Tradition oft daran, aus welchem Land und welcher Zeit sie stammt. Vielleicht spielt noch die Haltung und die Handhaltungen eine Rolle.

    Einen guten Überblick bietet hier der Wiki Artikel. Einen Überblick über die Darstellungsweisen der verschiedenen buddhistischen Traditionen kann ich nicht finden. Man kann es eher aus der Herkunft und der Entstehungszeit schliessen.

  • Antai Ji und die Toten Hirsche oder „muss ein Mensch überhaupt so lange leben“

    • U123N
    • 9. Oktober 2024 um 18:52
    mynoself:

    Tiere haben keine Einsicht in die Folgen ihres Handelns, jedenfalls nicht langfristig.

    Ich bezweifele ja auch, dass Menschen diese Einsicht haben.

    Jemand, der seinen Gegner tötet, sieht die Folgen seiner Handlung darin, das der Gegner aus dem Weg geschafft ist. Vielleicht kümmert er sich auch noch schnell darum im Falle der Strafverfolgung seine Unschuld beweisen zu können. Sicherlich denkt er nicht daran, dass er eine Witwe oder Waisen hinterlässt und eine ganze Familie ins Unglück stürzt.

    Kannibalismus gab es auch unter Menschen, bis die Missionare dafür gesorgt haben, das es nur noch heimlich geschehen darf. Ein Mann wie Eichmann tat seine Pflicht und sah vielleicht die Folgen seiner Handlung im Erfolg und beruflichen Fortkommen. Ein Taliban Kämpfer macht das wahrscheinlich genauso. Das geht so weiter bis ins Kleinste.

    Ich glaube alle Menschen die solche Untaten begehen denken, dass sie es gut machen. Das ist die Verblendung von der der Buddha sprach.

    Nur meine paar Gedanken dazu. Liebe Grüsse! Nanu

  • Antai Ji und die Toten Hirsche oder „muss ein Mensch überhaupt so lange leben“

    • U123N
    • 7. Oktober 2024 um 19:54

    Buddha soll ja 80 Jahre geworden sein, Goethe ca. 83 und Kant 80.

    Unsere ältere Generation hatte trotz widriger Kriegsbedingungen oft ein sehr langes Leben. Auch die Kriegskinder leben heute noch lang, meine Eltern sind 88 und freuen sich darüber, wie schön sie es noch zuhause haben.

    Ich finde die Frage der nach Sterbehilfe nicht so einfach zu beantworten. Wie lange ein Mensch leben muss oder darf, sollte nicht im Ermessen ihrer Angehörigen liegen. Eine alte Oma kann sich den Tod wünschen weil sie den Angehörigen nicht länger zur Last fallen will.

    Bei meiner Oma war das so. Sie meinte wohl ihr Leben sei nicht mehr würdig oder wichtig und sage dem jungem Arzt im Altersheim, er möge ihr doch eine Spritze geben. Er wies sie in die Psychiatrie ein, "Gefahr für Leib und Leben". Das war schlimm für sie und uns.

    Ärzte handeln nach ihrem Eid das Leben zu erhalten. Da geht es nicht immer nur ums Geschäft des Krankenhauses, sondern auch um persönliche Verantwortung.

    Meine Oma beschloss danach, keine Nahrung mehr zu sich zu nehmen und starb tapfer und angstlos in einer liebevollen Umgebung.

    Wir haben heute Statine, jährliche Check-Ups, Beta-Blocker und alles mögliche. Ob das hilfreich ist, muss wohl jeder für sich selbst entscheiden.

  • Massaker und andere menschliche Leiden akzeptieren können

    • U123N
    • 2. Oktober 2024 um 18:31

    Ich glaube wir können nicht ohne den Einfluss anderer existieren. Wie Die Mutter mit dem Säugling umging, oder wie der Vater oder die Mitschüler mit dem Teenager, prägte alles unser Selbst, von dem wir denken, dass es selbstständig existiert. Bis ins hohe Alter wird unser Weltbild durch unsere Mitmenschen geprägt, ihre Taten, Worte oder Ideen. Ob wir sie ablehnen oder gutbefinden, ändert nichts daran.

    Zur gleichen Zeit wie Menschen Massakern zum Opfer fallen, wie Kinder misshandelt werden oder Hassreden geschwungen, leben viele Menschen in friedlicher Koexistenz und unterstützen sich gegenseitig. Ich versuche sehr oft, nicht nur eine Seite der menschlichen Existenz wahrzunehmen, das rettet mich manchmal aus der Verzweiflung über die Zustände und relativiert meinen Wunsch nach einer schöneren Welt, da alles nebeneinander passiert.

    Du Samadhi1876 hattest ja das Buch "Eine kurze Geschichte der Menschheit" erwähnt.

    Vielleicht wäre "Gewalt und Mitgefühl, die Biologie des menschlichen Verhaltens" von Robert Sapolsky auch ein Lesetipp. Er ist Primatenforscher und Neurobiologe und untersucht sehr naturwissenschaftlich diese Zusammenhänge bei Schimpansen oder Menschen. Sicher ist er nicht unumstritten und man kann sich fragen ob der naturwissenschaftliche Blick auf ethische Probleme weiterhilft.

    Mir hat das Buch viel erklärt. Ohne Gewalt und ohne Mitgefühl scheint es im hiesigen Leben nicht zu gehen, wobei beides offenbar zum Weiterbestehen der Arten beigetragen hat.

    Liebe Grüsse! Nanu

    :buddha:

  • Buddhistische Ethik für Gesamtgesellschaftliche Diskurse, Humanistischer und Engagierter Buddhismus

    • U123N
    • 25. September 2024 um 19:14

    Politisch engagierte Buddhisten haben sich in der Geschichte und Politik nicht immer nur mit ethischem Ruhm bekleckert, wie wir es in Sri Lanka oder Myanmar sehen mussten.

    Aber es gibt doch auch das Netzwerk, auf das du sicher schon gestossen bist.

    Internationales Netzwerk Engagierter Buddhisten – Wikipedia
    de.wikipedia.org

    Claude Anshin Thomas wirbelte bei uns noch herum und sorgte für gemeinsame Friedensgebete.

    Ich sende jeden Tag mein Friedensgebet an die Bodhisattvas!!! :heart:

    Das erscheint mir manchmal als die einzige Möglichkeit, die ich als Einzelwesen habe.

  • Deutsche Buddhistische Union

    • U123N
    • 25. September 2024 um 18:15

    Numisatojama

    Mach doch der DBU mal von Dir aus selbstständig so ein Angebot.

    Das erscheint mir niederschwelliger und einfacher, als darauf zu warten, das jemand dort dein Angebot hier liest und reagiert.

    Liebe Grüsse. Nanu

  • Deutsche Buddhistische Union

    • U123N
    • 23. September 2024 um 19:09
    pano:

    Mich würde immer noch interessieren ob du konkrete Maßnahmen als Beispiel anführen könntest die dir einfallen. Ich erwarte nicht hier wasserdicht geprüfte, umsetzbare Vorschläge zu hören, aber vielleicht doch eine konkretere Illustration von Veränderungen die dir vorschweben oder die du für zielführend hältst.

    Die Verwaltung verschlanken.

    Die Projekte in einer Kosten-Nutzen Rechnung überprüfen.

    Sich auf seine Kernaufgaben beschränken.

    Stiftungen, Privatspender anzusprechen oder die Möglichkeit staatlicher Förderungen zu überprüfen. Wofür es ja auch wieder Manpower braucht.

    Das nur aus meiner Erfahrung, wobei ich gerne spende was ich kann und hoffe das hilft.

    Zum Spenden aufrufen finde ich erstmal auch einen guten Weg.

  • Homosexualität und Buddhismus

    • U123N
    • 20. September 2024 um 19:29
    Anna Panna-Sati:

    Diese Söhne waren für die Familien als "Stammhalter", Versorger/Helfer und Erben verloren, was vorwiegend bei "einzigen" Söhnen für Verzweiflung sorgte.

    Wobei es in einigen Ländern auch als grosse Ehre und Verdienst für die Familie betrachtet wird wenn der Sohn buddhistischer Mönch wurde. Auch wenn er nur kurze Zeit im Kloster bleibt.

    Anna Panna-Sati:

    Selbst, wenn die ganze Menschheit (was ja eh illusorisch ist) ihre Fortpflanzung einstellte und ausstürbe, entstünden weiterhin "fühlende Wesen" - die Tierwelt bliebe ja erhalten.

    Nach (- nicht nur - buddhistischer Definition) leiden diese Wesen aber, aufgrund fehlender Ich-Illusion, weniger: Sie leben im Hier und Jetzt, machen sich keine Sorgen um zukünftige Ereignisse, wissen nicht, dass sie sterben müssen...usw. .

    _()_

  • Deutsche Buddhistische Union

    • U123N
    • 20. September 2024 um 18:32

    Danke! void

    Ich werde mal wieder etwas spenden. 50.000 Euronen sind jedoch ein ordentlicher Batzen.

    Weiss jemand von euch, wie viele zahlende Mitglieder die DBU hat?

  • Homosexualität und Buddhismus

    • U123N
    • 19. September 2024 um 16:36
    Der Mönch in High Heels
    buddhismus-aktuell.de
    Anna Panna-Sati:

    Hm..., was er hier äußert:

    ...hat mit der Buddha-Lehre m.E. nicht allzu viel zu tun - das könnte jeder x-beliebige "Promi" von sich gegeben haben.

    Ebenso mag die ganze Selbstdarstellung/Präsentation, das Kreisen um Äußerlichkeiten, eher ein Ego-Pushing bewirken, was nicht förderlich für die buddhist. Praxis sein dürfte...

    Für mich ist das eher Kunst, und sein Spiel mit den verschiedenen Rollen, die ja Facetten seines Selbst sind, verstehe ich eigentlich nicht als Ego Pushing Selbstdarstellung in unserem gewohnten Sinne. Viel mehr als Illustration der Veränderlichkeit des Selbst.

  • Homosexualität und Buddhismus

    • U123N
    • 18. September 2024 um 17:33
    mikrobe92:

    Niemand stellt etwas infrage, zumindest war das nicht die Intention für den Thread. Aber als Homosexueller, der sich zumindest dem Buddhismus sehr nahe fühlt, kam mir diese Frage in den Sinn. Und da ich sie für mich nicht eindeutig beantworten konnte, wollte ich andere Meinungen dazu hören.

    Kodo Nishimura, der Mönch in High Heels | DISPLAY-Magazin

    Diesen jungen Mönch finde ich sehr beeindruckend.

  • Übernatürliche Vorkommnisse

    • U123N
    • 16. September 2024 um 19:09

    Man kann alles was einem in der Welt begegnet als Hinweis nehmen oder verwerfen. Wir tun das tagtäglich öfter als es uns bewusst wird. Und es ist immer der eigene kleine Geist, der den Erscheinungen einen Sinn verleiht. Deswegen ist es wichtig, den eigenen Geist zu beobachten, der das mit einem anstellt.

    Uns sind mal an einem Tag alle Bilder der chinesischen (taoistischen) "Glücksgötter" von der Wand gefallen. Es war ein regnerischer Tag. Mein Mann ist etwas abergläubisch und machte sich Sorgen. Irgendwann bemerkten wir, dass wir die Bilder mit Betonhaken in die Rigipsplatten gehängt hatten. Jetzt haben wir neue Haken gekauft und sie halten. (:

  • Die Gelassenheit und die Ignoranz des Buddhismus

    • U123N
    • 9. September 2024 um 19:03
    Tim99:

    Und ja klar, die Menschen werden zwar angeblich immer älter, aber auch immer kränker und die psychischen Belastungen ÜBERALL sind auch für nicht vorbelastete Menschen immens gestiegen und ein Teil ist auch hausgemacht, weil das alle Menschen nur noch Stress haben, auch in der Freizeit - das kann ja nicht sein.

    Die Diagnosemöglichkeiten haben sich in dieser Zeit auch sehr gewandelt. Wir haben heute Burn Out, oder Traumatische Belastungsstörungen die früher als ganz normale Erscheinungen angesehen wurden. Der alte alkoholkranke Kriegsveteran oder Flüchtling wurde damals gar so nicht ernst genommen und ging deswegen vor allem auch nicht zum Arzt weil es verpönt war.

    Heute hat die Belastung durch die sozialen Medien und die Verfügbarkeit aller möglicher Drogen sehr stark zugenommen.

    Ein Freund von mir war 3 Jahre lang wegen Burn Outs arbeitsunfähig. Rehas, Entzüge und Therapien halfen dort kaum ein paar Monate lang. Ich habe mich immer gewundert, dass sein Arbeitgeber (Telekom) ihm so lange seinen Job frei gehalten hat. Er hatte 400 Freunde auf Facebook, aber niemanden, der ihm wirklich helfen konnte. Wir konnten ihm auch nicht helfen. Er war ein sehr zugeneigter Mensch, mit schwachem Selbst. Jeden Abend Party, Alkohol, Drogen, wie wenn man alles auskosten wollte was das Leben einem potenziellen Selbstmörder zu bieten hat. Leider ist er dann sehr jung gestorben.

    Tim99:

    Aber ich kenne Niemanden, der in den letzten Jahren empathischer wurde oder nicht sein Aggressionspotential nach oben geschraubt hat, kurzum mir gefällt das nicht, aber der Trend wird weitergehen, kann man nur für sich versuchen das Beste draus zu machen.

    In meiner Welt leben viele Menschen die das trotzdem tun.

    Tim99:

    Ich lasse mich sicher nicht vertreiben und werde so lange arbeiten, wie es geht, bzw. mir Gott es schenkt, wobei sorry, es wird am meisten an einem selbst liegen, wie er mit den Veränderungen so umgeht, dass sein Leben lebenswert bleibt.

    Ich denke das ist ein guter Plan! Bleib dran.

    Liebe Grüsse! Nanu

  • Kann Meditation Erfahrung ersetzen?

    • U123N
    • 2. September 2024 um 20:25
    Kaiman:

    kann Meditation Erfahrung ersetzen, oder strukturiert Meditation nur die Erfahrung zu Erkenntnissen. Die 3 Daseins Merkmale können ja in der Meditation erkannt werden. Ist dazu Erfahrung notwendig oder ist die Erkenntnis bereits im Geist vorhanden ohne Erfahrung. Was meint ihr?

    Philosophisch gesehen glaube ich fängt jede Erkenntnis mit der Erfahrung an.

    Ohne Erfahrungen fängt kein Mensch an zu meditieren. Selbst im Kloster oder in der Waldhütte hat der lebendige Mensch Erfahrungen. Die Möglichkeit der Erkenntnis ist meiner Meinung nach im Geist vorhanden. Wie man Erfahrungen in Erkenntnis verwandelt, hängt meiner Meinung nach auch vom Wissen ab.

  • Cannabis Legalisierung?

    • U123N
    • 30. August 2024 um 19:42
    Bebop:

    Dann eben nicht. Dafür sitzt er in Kürze wieder bei Lanz und redet über mPox.

    Du behauptest hier und an anderen Stellen, dass der Bundesgesundheitsminister eine Psychose hat. Kein professioneller Psychologe oder Psychiater würde eine solche Ferndiagnose stellen. Du bist meines Wissens nach kein Fachmann auf diesem Gebiet.

    Ich empfinde das nur als als üble Nachrede, obwohl ich auch kein Fan von ihm bin.

    Mir geht das so etwas zu weit.

    Grade steht in Frankfurt jemand aus der Reichsbürgerszene vor dem Richter, der Lauterbach aus einer Talkshow entführen wollte.

    Mutmaßlicher Reichsbürger: Prozess um geplante Lauterbach-Entführung in Frankfurt
    Wegen der geplanten Entführung von Bundesgesundheitsminister Lauterbach steht ein 62 Jahre alter Mann in Frankfurt vor Gericht. Er soll der Reichsbürger-Szene…
    www.hessenschau.de

    Ich denke man sollte seine Mitmenschen mit mehr Respekt behandeln, sogar wenn man nicht ihre Meinung teilt und wenn man ihr Handeln kritisieren will.

  • Karma im Buddhismus

    • U123N
    • 17. August 2024 um 18:29
    flopsy:

    Vielleicht könnte ein Profi ja mal die Frage klären, ob es im Buddhismus Strömungen/Schulen gibt, die in Karma etwas Seelenartiges sehen.

    Wir sind hier ja alle Profis. (: :D

    Aber die Idee ist gut. Man könnte an das Büro des Dalai Lamas, an die Deutsche Buddhistische Union, oder an den Zen Meister Muho diese Frage richten. Ich denke Du würdest dort sogar Antworten auf Deine Frage bekommen.

    Alles Gute!

  • Karma im Buddhismus

    • U123N
    • 15. August 2024 um 20:08
    flopsy:

    Ich verstehe nicht, wieso man Karma nicht als eine besondere (nicht-christliche) Form von Seele sehen kann, wenn die Eigenschaften von Karma ganz offensichtlich darauf hindeuten und es solche Konzepte im Buddhismus sogar schon gibt ...

    Weil Karma ein Gesetz der Handlung ist und nicht Auskunft über die individuelle Wiedergeburt gibt. Das ist sozusagen das Alleinstellungsmerkmal des Buddhismus, dass es dort keine feststehende Seele gibt, die wiedergeboren werden könnte. Der Buddha hat von seiner Erleuchtung berichtet, das er das unendliche Werden und Entstehen im permanenten Wandel des Samsara gesehen hat. Alles, auch die Bewusstseinsströme, unterliegen diesem Wandel.

Ausgabe №. 135: „Achtsamkeit und Aktivismus"

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