Beiträge von Frank82
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"Nur wenn man Leerheit nicht verstanden hat. Die volle Erkenntnis von Leerheit bedeutet automatisch die Verwirklichung von Weisheit. Und volle Weisheit erzeugt automatisch Mitgefühl. Hat man nicht alles drei in Einheit als Erfahrung, fehlt einem etwas im Verständnis bzw. in der Erfahrung."
Dann sollten wir wohl alle Zazen praktizieren, weil wer braucht dann noch Metta-Meditation oder Tonglen? Ist ja dann nur ein Umweg, beim Mitgefühl anzusetzen.
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Ja, ich finde diese Technik (Tonglen) auch gut, auch Metta-Meditation. Es hat nur nichts mit Zazen zu tun. Vielleicht über viele Umwege.
"Wie gesagt, aus meiner Sicht sind das zwei Seiten der gleichen Medaille.... Leerheit = Weisheit und Mitgefühl und Weisheit sind Eins...
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Leerheit = Weisheit und Mitgefühl und Weisheit sind Eins..., sehe ich nicht so einfach.
Nur weil die Dinge von sich aus leer sind, heißt das ja noch nicht, dass ich Mitgefühl empfinden muss. Ist sogar eher gefährlich in Richtung Nihilismus.
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"Da man aber zum Beispiel als Schwertkämpfer nicht gerade mit seinem Mitgefühl hausieren gegangen ist ,ist dieser Aspekt im Zen vielleicht manchmal etwas versteckt."
"Im tibetischen Buddhismus liegt da die Sache etwas anders. Vajarana war in vielen Bereichen sowieso ein geheime Praxis."
Gut möglich. Ich kenn jetzt auch keine schwertkämpfenden tibetischen Mönche. Kann gut sein, dass er im Zen Buddhismus versteckt und abstrakt gegeben ist. Wie gesagt, es gibt ja eben sehr wohl auch diese Bücher wo Mitgefühl auch im Zen-Buddhismus thematisiert wird.
Aber wenn man sich z. b. die Ochsenbilder anschaut. Da spielt Mitgefühl eigentlich keine Rolle. Sondern es geht um die Leerheit der Dinge. Wenn ich mir Texte vom Dalai Lama durchlese, findest du eigentlich fast auf jeder Seite dieses Thema.
Ich hab den Eindruck, dass im Zen eher das Erkennen der Leerheit zur Überwindung des Egos führen soll. Während im Vajrayana dies durch das Mitgefühl mit allem was lebt erreicht werden soll.
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kilaya:
Ich bin in der Zeit als ich mich mit dem Zen-Buddhismus auseinandergesetzt habe, nie auf den Begriff Metta gestoßen. Es wird ja auch keine Metta-Meditation praktiziert. Wäre mir echt völlig neu, dass im Zen Metta eine große Rolle spielt.
Phoenix: Ja, der Bodhisattva des Mitgefühls. Sein Mantra ist, soweit ich weiß, das bekannte Mantra Om mani peme hung. Der Dalai Lama soll, glaube ich, eine Verkörperung von ihm sein.
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Hallo,
ich wollte einmal fragen, ob das Praktizieren und Erlernen von Mitgefühl im Vajrayana Buddhismus eine besondere Bedeutung hat, im Unterschied zu den anderen Traditionen. Wenn man die Bücher vom Dalai Lama liest, dreht sich da eigentlich alles um das Thema Mitgefühl - so mein Eindruck - im Zen Buddhismus habe ich das Gefühl, ist das weniger der Fall. Im Buch von Suzuki "Zen-Geist, Anfänger-Geist" ist mir das Thema überhaupt nicht aufgefallen. Ich hab den Eindruck da geht es ehr um die Leerheit der Dinge.
Was hat es damit auf sich? Wird im tibetischen Buddhismus größeren Wert auf das Erlangen von Mitgefühl gelegt?
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Keine Ahnung, aber die rasieren sich doch auch immer das Gesicht mit.
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Ich weiß, ist irgendwie eine banale Frage, aber werden im Buddhismus (vor allem Zen) auch Bärte getragen? Ich mein jetzt keine Laien. Bodhidharma trug ja, soweit ich weiß, einen Vollbart und hatte eine Glatze. Oder wird der Bart abrasiert? Wenn man buddhistische Mönche sieht, tragen die eigentlich nie einen Bart.
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Das Buch soll gut sein, was man so liest im Netz ...
Tonglen-Praxis: Mitgefühl aussenden und Leid annehmen. Meditationen zur Entwicklung von Mitgefühl. Mit CD Gebundene Ausgabe – 21. Juli 2016 von Yesche U. Regel (Autor)
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Ah, hab gerade dazu "Tonglen" gefunden. Kannte diese Art der Meditation noch nicht. Klingt sehr gut ...
Ein im Westen bevorzugt praktizierter sanfter Weg des Tonglen ist es, zuerst mit sich zu beginnen. Man atmet gedanklich sein persönliches Leid ein und atmet Glück dorthin aus. Dann verbindet man sich mit einem Freund, einem Feind, mit allen nahen Wesen und zum Schluss mit allen Wesen.[4] Durch diese Praxis identifiziert man sich mit allen Wesen, kultiviert im eigenen Geist Liebe und Mitgefühl und kann so dem Ziel der Erleuchtung näher kommen.
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Das meint der Dalai Lama in seinem Buch "Die 108 Perlen der Weisheit", man kann sich den Abschnitt auch in dem You Tube Clip "Dalai Lama - Über den Aufstieg und seine Voraussetzungen" anhören (15:55). Ist es das Herzstück? Sprich durch Metta-Meditation zur Erleuchtung und Metta natürlich auch im Alltag leben. Eure Meinung?
lg
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Ich mach z. B. Metta-Meditation, bin aber eigentlich an dem Punkt wo ich ohne Unwohl-Empfinden sagen kann "Mögen wir glücklich sein". Das mit dem Ich, die neutrale Person usw. ist mir eher lästig.
Ich sag ja nicht, dass ich das Gelübte nicht einmal ablegen werde. Aber wie gesagt, auf ewig hier in diesem Kreislauf zu sein ist schon ein Hammer.
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"Wobei auf der Stufe eines Bodhisattvas diese "Vorstellung" vermutlich gar nicht "schlimm" ist sondern ganz natürlich dazu gehört."
Ja, es ist wohl der logische Schritt. Jetzt kann ich mich ja jederzeit darum bemühen Leid zu vermeiden, aber wenn man davon ausgeht, dass es nicht nur diese Welt gibt sondern neben unserem Universum noch was weiß ich wie viele. Bedeutet das eigentlich ein (praktisch) permanentes Verweilen in diesem Kreislauf. Das ist schon ein Brocken.
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Find das nicht so schwer - (sich bemühen) zum Wohle aller Wesen zu handeln. Das mach ich jetzt schon, obwohl es mir natürlich nicht immer gelingt - weil ich ja nicht weiß, ob das der Person jetzt wirklich hilft. Ich glaube und hoffe es halt. Das Wesen, das man dabei nie vergessen sollte, ist man selber.
Ich find eher die Vorstellung schlimm, so lange wiedergeboren zu werden, bis alle erlöst sind. 😬
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@Sherab Yönten
"Warum interessiert Dich das?"
Weil ich darüber nachdenke es abzulegen. Wobei es ja keine Kleinigkeit ist, wenn man sich das Gelübde (oder die) einmal anschaut - anderseits, bräuchte man es wohl gar nicht ablegen, weil es sich logisch aus den Lehren Buddhas ergibt, schließlich so zu handeln.
"Undogmatisch, alle Richtungen"
Das find ich gut, wie lebst du das?
lg
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Und wenn ja, wie und wo habt ihr das gemacht?
lg
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Zitat
Und das beste daran ist: rund 2,25 Milliarden Christen auf der ganzen Welt müssen das tagtäglich genau so leben, sonst sind sie gar keine!
Super Text. Vor allem das Müssen. Wenn man das versteht, muss man es nämlich nicht mehr, sondern es ist einfach logisch sich so zu verhalten. Wenn man ein Geschichtsbuch aufschlägt, sieht man, wohin dieses Müssen geführt hat und wie effektiv es ist - leider.
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Aha ... (?)
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In dem man versteht, dass nichts aus sich selbst heraus existieren kann. Wenn du das nicht verstehst, wird es ein unglaublicher Gewaltakt.
Ungefähr so wie im Christentum, wo dir gesagt wird, du sollst die andere Wange hinhalten, dir aber nicht erklärt wird, warum dir das im Jetzt etwas nützt.
Wenn man versteht, dass nichts aus sich selbst heraus existiert, löst sich auch die Vorstellung eines Ichs auf. Viel Spaß beim Erleben. =)
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Na, ich hoffe, ich bin jetzt nicht plötzlich ein Fanatiker, wegen der Frage ...
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Wurde das wirklich 500 Jahre nach dem Buddha aufgeschrieben und die Mönche haben das vorher 500 Jahre mündlich überliefert?
Stellt euch einmal vor, etwas wurde seit 1518 mündlich überliefert und heute wird es aufgeschrieben.
Sicher, dass das die Worte Buddhas sind und nicht das ist, was die Mönche draus gemacht haben oder zumindest halt das meiste?
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Das stimmt Lucy. Ich brech das jetzt auch ab, weil das wirklich zu weit weg geht vom eigentlichen Thema. Danke für die vielen Antworten.
Lg
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Die Begriffe sind aber definiert, damit man drüber reden kann. Das was du meinst ist Handlungsfreiheit.
Ich weiß aber, dass viele panisch werden (teilweise richtig agressiv), wenn man ihnen erklärt, dass es einen freien Willen nicht gibt und deshalb wird halt nach einem Strohhalm gesucht.
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Der Buddha hat sich angeblich klar gegen den Fatalismus ausgesprochen, wobei Fatalismus ja nicht gleich Determinismus ist. Aber ich such das jetzt echt nicht raus. Du kennst die Stelle sicher. Irgendein Typ hat das gepredigt und der Buddha hat zumindest den Fatalismus klar abgelehnt.
Von Ursachen freien Willen? Entweder es gibt einen freien Willen oder nicht. Das andere ist kein freier Wille sondern Handlungsfreiheit - muss man unterscheiden.
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Zitat
Das ist allerdings eine Plattitüde und trifft auf alle zu.
Das ist eine ganz wichtig Frage im Zusammenhang mit unserem Dasein und ob unser Dasein determiniert ist oder nicht. Der Buddha hat sich, glaub ich, ganz klar dagegen ausgesprochen. Also es gibt nach seinen Lehren einen freien Willen. Wie das funktionieren soll, ohne das etwas aus sich selbst heraus existiert, ist mir aber ein Rätsel.
Wurde hier im Forum aber glaube ich schon diskutiert.