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  1. Buddhaland Forum
  2. Niemand

Beiträge von Niemand

  • Globaler Klimastreiktag Freitag 29.11.2019

    • Niemand
    • 26. November 2019 um 16:01

    Schmu

    und wie soll dieses "Wunder" passieren, dass in den nächsten paar Jahrzehnten (denn viel mehr Zeit wird nicht sein) so ein gesamtgesellschaftlicher Sinnes- und Tatenwandel geschieht?

    Ich würd mir das natürlich auch wünschen, wenn ich drüber nachdenke, aber ich glaube für mich, dass es gesünder ist, die eigenen, kleinen Brötchen zu backen und selbst nicht unnötig zu den Fehlentwicklungen beizutragen. Ich war trotzdem auch schon auf Fridays for future Demos, aber ich mache mir den Umsturz der Gesellschaft nicht zur Aufgabe.

    Seit der Industrialisierung wurden so viele, weltweite Abhängigkeiten geschaffen, dass es realistisch betrachtet einfach sehr schwer sein wird, sich da in annehmbarer Zeit gesund zu stoßen, selbst wenn plötzlich eine Mehrheit zielgerichtet daran arbeiten würde. Ich will nicht an ein Wunder glauben, weil mich das zu sehr aus dem was ist heraus zieht bzw. dagegen aufbringt. Ich tue was ich kann und habs nicht in der Hand, ob es am Ende insgesamt reichen wird.

  • Globaler Klimastreiktag Freitag 29.11.2019

    • Niemand
    • 21. November 2019 um 10:28
    Ellviral:

    Selbst ich werde daran teilnehmen und ich hoffe das das "normale" Leben der schlafenden "Normalen" sehr gestört wird. Hoffentlich werden die wenigstens mal richtig wütend.

    und dann?

    Wird aus Wut Einsicht?

  • Globaler Klimastreiktag Freitag 29.11.2019

    • Niemand
    • 20. November 2019 um 15:00

    Find ich seltsam, dass ausgerechnet der radikalere Ableger "Extinction rebellion" wiederum einen buddhistischen Ableger bei FB hat. Diese Stör- und Blockieraktionen des täglichen Lebens tragen mMn eher zur Verhärtung der Fronten zwischen Umweltschützern und Freiheitsdränglern bei, als dass irgendwer wach gerüttelt wird, der lieber weiter schlafen möchte.

  • Unterschied Zazen und Vipassana

    • Niemand
    • 11. November 2019 um 13:34
    Vedana:

    Ich finde wirklich, dass das eine falsche Frage ist. Und wenn ich anfange darüber nachzudenken, wer oder was ich bin, da verdreht es sich bei mir im Kopf unangenehm. Du fragst ja so, als könnte ich oder ein anderer das fest bestimmen. Ich kann dir sicher meine Neigungen erklären. Aber die bin ich nicht. Wichtiger ist vielleicht die Frage, was für eine Vorstellung über ein anderes Selbst du dir mitHilfe meiner Zeilen bildest.

    dass es sich im Kopf unangenehm verdreht, wenn man mit begrifflichem Denken daran geht, sagen zu wollen wer oder was man ist kommt wohl daher, dass diese Frage "spirituell" nicht begrifflich zu beantworten ist - auch nicht mit schlauen Näherungslösungen - man kann einfach nichts drüber sagen. Das "Unangenehme" ist also nichts Schlechtes, sondern ein guter Hinweis. Da man eine Frage aber nur begrifflich stellen kann, ist "wer bist Du" keine falsche Frage, sondern Eine, die den Befragten heraus fordert und wenn derjenige dann noch bereit ist, über das Begriffliche hinaus zu spüren merkt er vielleicht, dass er keine Antwort geben kann. Man weiß es also nicht und das ist kein Mangel oder Senilität, sondern eine Hinwendung zu einer tieferen "Wahrheit". Das funktioniert aber nur, wenn beide Parteien sich in irgendeiner Weise geeinigt haben, auf eine tiefere Ebene hinzudeuten und die Sprache bloß als Hilfskonstrukt zu verwenden, das über sich selbst hinaus weisen soll. Wenn eine der Parteien den Deal nicht eingeht kommt sowas raus wie in diesem Thread.

    Bodhidarma und der Kaiser sind den Deal eingegangen und es geht in ihrem Dialog fast ausschließlich darum, was zwischen den Buchstaben steht, bzw. auf/aus welcher Leere sie erscheinen.

  • OT: "Toxische Kommunikation?"

    • Niemand
    • 28. August 2019 um 15:59

    Eckhat, Werner, analüsiert ma das Aggregat!

    Jo, Meister.

  • Verspricht buddhistische Meditation zu viel?

    • Niemand
    • 28. August 2019 um 10:57

    @SGM schön beschrieben!

    Man muss erstmal für sich selbst überzeugend heraus finden, dass die ganzen Tricks, Leiden und Leben zu umgehen nicht funktionieren und dem Leiden nur einen anderen Anstrich verpassen. Irgendwann kann und will man nicht mehr tricksen und gibt sich hin. Das Leiden bleibt dann in der Originalfarbe und wird nicht mehr übertüncht. Man merkt, dass man damit gehen kann und nichts manipulieren muss.

  • Verspricht buddhistische Meditation zu viel?

    • Niemand
    • 27. August 2019 um 15:59

    Useless

    Musiker, Sportler, ... haben ja ihre Flow-Erlebnisse auch erst dann, wenn sie ganz in dem aufgehen was sie tun. Dazu mussten sie aber auch lange üben, damit man beim Klavierspielen z.B. nicht mehr die ganze Zeit auf die Tasten schauen muss. Aufgrund der Übung können sie nun etwas weg lassen und so ist das ja bei der spirituellen Praxis auch.

    Der Klavierspieler hat halt den Vorteil, dass er/sie normalerweise nicht aus dem Grund Klavier spielt, um ein Flow-Erlebnis zu erreichen. Wenn er das immer im Hinterkopf hätte würde es da auch nicht klappen.

  • Wie und mit was Meditationspraxis verknüpfen?

    • Niemand
    • 27. August 2019 um 13:34

    am besten mit allem verknüpfen, aber so, dass es keinem bestimmten Zweck dient, also keine konstruierte Verknüpfung, um zu optimieren, sondern einfach zulassen, dass sich alles aufeinander auswirkt. Der Alltag sitzt mit auf dem Kissen und das Kissen ist im Alltag mit dabei.

  • Verspricht buddhistische Meditation zu viel?

    • Niemand
    • 26. August 2019 um 16:03

    Zrebna

    Ich seh das so:

    Man merkt, dass man nicht wirklich lebt, weil man alles zu eng sieht (Scheuklappen). Dann entdeckt man den Buddhismus, der einem helfen kann, die Scheuklappen abzulegen, bzw. sie so weit abzuschleifen, dass sie lichtdurchlässig(er) werden. Viele fangen dann an, den Buddhismus zu eng zu sehen. Das ist ganz normales Scheuklappenverhalten. Warum soll das bei Buddhisten nicht vorkommen? Man hat ja auch immer nur Momentaufnahmen und weiß nicht, wohin die Entwicklung weiter geht. Es muss schließlich jeder seine eigenen Schleifen durchlaufen. Viele von denen, über die ich verwundert den Kopf schüttle machen das wahrscheinlich auch mir gegenüber, weil man nur bei Anderen immer schnell sieht, in welcher Schleife sie hängen, aber nicht bei sich selbst.

    (Deshalb sind spirituelle Lehrer auch eine gute Unterstützung - wenn auch kein Allheilmittel)

  • Zweifel?

    • Niemand
    • 26. August 2019 um 09:38
    Spock:

    Buddhismus ist für mich eher "die Methode" (das Hilfsgerüst) um bestimmte Dinge zu lernen, aber nicht der konkrete Inhalt. Wonach ich mich aber durch den Lernprozess richte, das ist für mich dann der Inhalt und in dem Sinne nicht "buddhistisch". Ich weiss nicht ob das verständlich ist, was ich meine.

    könnte man auch sagen, der Buddhismus macht praktisch Vorschläge, wie das Leben gelebt werden will und man findet dann in der Praxis raus, dass es tatsächlich so ist. Ab dem Punkt gehts dann nicht mehr um den buddhistischen Vorschlag, sondern um gelebtes Leben und gemachte Lebenserfahrung?

  • Zweifel?

    • Niemand
    • 23. August 2019 um 10:10

    Zweifel können helfen, ein viel tiefer liegendes Vertrauen aufzudecken, das mit dem Verstand nichts mehr zu tun hat.

    Als mein Ego vom Zen nicht das bekommen hat, was es wollte hat es gezweifelt und das war auch gut so - besser, als sich das Zen wieder schön zu reden, weil man Angst hat, den spirituellen Halt zu verlieren.

    Wurde ja auch so hier gesagt, dass man ruhig an dem zweifeln darf, was man unter seinem Weg bisher verstanden hat. Man muss das ja eigentlich sogar, um es wirklich selbst raus zu finden. Dafür muss man den Mut aufbringen, durch die Zweifel hindurch zu gehen, was sich nicht schön anfühlt, aber lehrreich ist (aber eben auf einer Ebene jenseits der Gedankenwelt).

    "Ich habe nie gezweifelt" kann u.U. auch bloß heißen, dass man es nur immer geschafft hat, sein Ego davon zu überzeugen, dass es Buddhismus gut zu finden hat. Dann schleift man es aber vielleicht nur mit, anstatt es langsam hinter sich zu lassen.

  • Freiheit / Glücklich-sein // Alexander Poraj

    • Niemand
    • 20. August 2019 um 11:14

    Ja, gegen die Leuchten hier im Forum ist der Alexander natürlich ein kleines Würstchen.

  • Freiheit / Glücklich-sein // Alexander Poraj

    • Niemand
    • 19. August 2019 um 13:29
    Leonie:

    Es ist keine Sache von Glaube, wenn einer das Unkraut (die Unfreiheit, das Leiden) sieht. Entsprechend ist dann zu handeln - es ist kein einmaliger Akt die Befeiung. Sie wird beständig ausgeübt.

    da bin ich ganz auf Deiner Linie. Nur weil die Erscheinungen leer sind heißt das ja nicht, dass sie bedeutungslos sind. Vielleicht hätte ich statt 'glauben' eher 'für absolut halten' schreiben sollen.

  • Freiheit / Glücklich-sein // Alexander Poraj

    • Niemand
    • 19. August 2019 um 10:25

    Sklave und Sklavenaufseher verstehe ich in dem Zitat so, dass da am Anfang der Praxis zunächst erkannt wird, dass man sich durch sein Ego selbst versklavt. Dann geht man erst mal mit dem Ego an die Sache heran, dieses Ego zu befreien und probiert mehrere Strategien durch. Dieses berechnenede Ego, das das Ego erlösen will ist der Sklavenaufseher. Man befreit dadurch nicht den Sklaven, sondern führt im Prinzip nur eine neue Ebene ein, die nach den selben Regeln funktioniert wie der Sklave, den man befreien will. Man will die Befreiung selbst bewerkstelligen, indem man das Ego nach den eigenen Wünschen, die jetzt spiritueller Natur sind anpasst und kontrolliert. Eigentlich besteht aber nicht wirklich ein Unterschied zwischen Sklave und Aufseher. Solange man das so versucht dreht man sich ewig im Kreis. Man kann aber auch erstmal nicht anders. Irgendwann muss man aber einen Schritt weiter gehen.

    Echte Freiheit wäre dann, zu erkennen, dass da nichts ist, was befreit werden muss, weil man eine Illusion nicht weg machen kann, sondern nur aufhören kann an sie zu glauben. Man glaubt dann weder an den Sklaven, noch an den Sklavenaufseher.

  • Freiheit / Glücklich-sein // Alexander Poraj

    • Niemand
    • 18. August 2019 um 10:21

    Der Text im August-Newsletter vom Benediktushof, geschrieben von Alexander Poraj hat mir diesmal sehr gut gefallen:

    Zum kompletten Text

    Alexander Poraj:

    ...Weil wir endlich frei wären vom Freisein-Müssen. Auch das Glücklich-Sein-Wollen würde aufhören, als Endziel all unserer Handlungen fungieren zu müssen. Dann und nur dann wäre Gegenwart. Einfach und unspektakulär. Ein Schmunzeln, der Schritt, eine Träne, diese Berührung oder der Ton. Wir wären im Vollzug des Geschehens angekommen, weil wir in Wirklichkeit niemals woanders waren und es auch nicht wirklich sein konnten. Das Fieber des Suchens wäre plötzlich weg und mit ihm die fieberhaften Vorstellungen vom Besser-Sein. ...

  • Meditieren ohne buddhistische Weltanschauung?

    • Niemand
    • 16. August 2019 um 09:41

    Es gibt doch eigentlich nicht viel zu beachten, außer vielleicht:

    • Schau Dir genau an, was Du tust
    • Sei ehrlich zu Dir
    • hör nie damit auf

    dazu muss man aber kein Buddhist sein. Es muss einem nur eine Herzensangelegenheit werden und der Buddhismus bietet Anreize, das entstehen zu lassen. Damit ist er aber nicht allein.

  • Rei Ko Sensei Michael Sabaß nach Verkehrsunfall verstorben

    • Niemand
    • 15. August 2019 um 14:20

    Was ist oder war eigentlich das Zenpalaver, das er geleitet hat, weiß das jemand?

  • gelebter Zen

    • Niemand
    • 15. August 2019 um 13:17

    Alles schöpft aus dem einen Geist. In der Mystik/Bibel ist ja z.B. auch vom 'heiligen Geist' die Rede, was ich eigentlich garnicht schlecht finde. Es ist praktisch das, was erfahrbar wird, wenn alles Eigene beiseite gelassen wird, kann aber nicht unverarbeitet in die Welt treten. Jedes Individuum bezieht seine Geisteskraft erstmal aus dieser gemeinsamen Geist-Quelle und bringt dann seine eigene, unverwechselbare Interpretation in die Welt. Egal wie die Interpretation ausschaut, 'verblendet' oder 'vollendet' - es speist sich aus dem einen Geist.

  • Buddhistische Gartenarbeit

    • Niemand
    • 12. August 2019 um 23:28

    Der Mörder ist immer der Gärtner

  • gelebter Zen

    • Niemand
    • 12. August 2019 um 15:09
    Sudhana:

    Wenn man das tatsächlich als Möglichkeit in Betrachtung ziehen möchte, sollte man es allerdings sorgfältig vermeiden, Dōgen zu lesen oder gar ensthaft zu studieren. Insbesondere das von Leonie erwähnte Uji und Shōji.

    ah, Danke für den netten Hinweis. Dann hab ich also Dogen-Leseverbot, cool.

  • gelebter Zen

    • Niemand
    • 11. August 2019 um 16:27

    sati-zen

    ich hab nachgefragt, weil ich aus der Kontemplation auch den 'mystischen Tod' als Begrifflichkeit kenne. Dogen hätte ja auch meinen können, dass man die ersten Lebensjahre einfach das Leben genießen und sich erst später um den Tod des Ich zu Lebzeiten kümmern soll.

  • Prozess der Ichlosigkeit

    • Niemand
    • 10. August 2019 um 00:09

    Am besten, ich bekomm gar nichts davon mit, dann kann ich mir nichts drauf einbilden.

  • Buddhistische Kindererziehung

    • Niemand
    • 9. August 2019 um 22:10

    Ich finde Kinder sollen erstmal Kinder sein dürfen.

    So ab 16 macht es vielleicht langsam Sinn, sich mit sowas wie Buddhismus zu befassen, wenn man das SELBER will.

    Kinder haben ja eigentlich noch garnicht das Problem in vollem Umfang zu Tage gefördert, das der Buddhismus in Angriff nehmen will. Verhindern, dass es überhaupt so weit kommt mit dem Ego geht auch nicht, bzw. zögert das Problem nur hinaus.

  • gelebter Zen

    • Niemand
    • 9. August 2019 um 20:25
    Hereandnow:

    Was glaubst Du? :)

    glaub auch :grinsen:

  • gelebter Zen

    • Niemand
    • 9. August 2019 um 15:46
    Hereandnow:

    Wie sagte Dōgen? Es gibt eine Zeit zu leben und eine Zeit zu sterben.

    Wie hat er das gemeint?

Ausgabe №. 137: „Sorgen entsorgen?"

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