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  1. Buddhaland Forum
  2. karma namkha

Beiträge von karma namkha

  • Karmische Beziehungen

    • karma namkha
    • 5. Mai 2019 um 14:28

    Für mich ist dieses Nähe und Distanz Thema etwas ganz neues und darum verwirrt es mich auch so.

    Ich spüre normal, auch beruflich bedingt, wie nahe ich jemanden kommen kann. Manche meiner Patienten brauchen viel Zuwendung und Nähe, andere schätzen die Professionalität auf Distanz.

    In meinem konkreten Fall betrifft es einen guten Freund, den ich beruflich bedingt schon viele Jahre kenne. Seit ich zum Buddhismus gefunden habe, hat sich unser Kontakt intensiviert, da er schon seit über 20 Jahren Buddhist ist und ich auch von ihm lernen möchte.

    Manchmal haben wir ganz intensive Erlebnisse miteinander, und ich spreche nicht von Sex, dann plätschert die Freundschaft so dahin. Immer wenn wir uns auf emotionale Weise näher kommen, ergreift einer von uns sinnbildlich gesprochen die Flucht. Ich weiß nicht warum ich das tue und schon gar nicht warum er es tut.

    Ich komme dabei nicht weiter und es wäre einfacher für mich gewesen, das ganze als karmische Aufgabe zu sehen mit einer ungeklärten Verbindung aus einem früheren Leben.

    Anderseits bin ich froh, dass es nicht vorbestimmt ist und wir selbst bestimmen können, wie wir unser Leben leben und auch unser Karma selbst im Hier und Jetzt erzeugen.

    Keine Meditation, kein intensives Nachdenken, ... hat mich einen Schritt weitergebracht. Und das obwohl der Buddhismus voller Möglichkeiten ist.

    Ich muss es wohl annehmen wie es ist und dankbar sein für das was ist.

  • Phowa

    • karma namkha
    • 5. Mai 2019 um 13:10

    Liebe mkha,

    Vielen Dank für deine Worte und die wunderschöne Geschichte über den Berg.

    Ich habe erst im Juli vor zwei Jahren Zuflucht genommen und habe / hatte gerade am Anfang sehr viel Respekt vor den Worten der langjährigen Buddhisten. So in der Art: alles was sie sagen ist das Evangelium.

    Ich habe mich bei den Grundsätzen des Buddhismus schnell heimisch gefühlt, weil ich vieles davon schon vorher so gelebt habe. Auch mit dem Visualisieren habe ich mir leicht getan, weil ich schon seit ich 19 war als Ausgleich zu meinem Job meditiert habe, allerdings über Meer, Wellen, Wind, ...

    Ich hatte gewisse Vorstellungen über langjährige Buddhisten, das sie ihr Leben nach dem Dharma leben und damit auch in ihrem Leben keine Schwierigkeiten haben, da es ja in den Schriften für wirklich alles eine Antwort gibt.

    Ich habe so meine "schöne Welt" Vorstellung und möchte mir diese auch nicht nehmen lassen.

    Ich versuche immer "den Berg" von allen Seiten zu betrachten und suche mir die für mich in diesem Moment beste/ schönste Seite aus.

    Ich bin ein Meister darin auch in schlimmen Situationen etwas positives zu finden und das schon seit vielen Jahren.

    Darum haben mich viele Aussagen und Meinungen aus der Sangha auch erschreckt und etwas an meinem Weltbild gekratzt.

    Aber ich lasse mich nicht so leicht unterkriegen, aber doch verwirren.

    Liebe Grüße. 🙏

  • Phowa

    • karma namkha
    • 5. Mai 2019 um 10:52

    Liebe Amdap

    Die Karmapas haben bei ihrem Treffen ja zugesagt, dass sie sich um die Vereinigung der Kagyüs bemühen werden und warum kann es nicht zwei Karmapas geben. Das bedeutet doch Vielfalt und entspricht ganz dem buddhistischen Gedanken. Aber gut Ding braucht Weile ....:rainbow:

  • Phowa

    • karma namkha
    • 5. Mai 2019 um 10:42

    Lieber Phoenix,

    Auch ich halte Lama Ole für einen hervorragenden Lehrer. Ich weiß noch wie begeistert ich war, als ich ihn das erste Mal über Mahamudra sprechen gehört habe. Ich konnte davon viel mitnehmen.

    Als beim nächsten Vortrag wieder Mahamudra das Thema war, und jetzt kannst du über mich lachen, weil ich auch selbst darüber lache, habe ich gesagt: Das habe ich schon mal gehört, das kenn ich schon.

    Ich erntete verständnislose Blicke. Mittlerweile habe ich das Buch darüber und lese regelmäßig darin und begreife erst jetzt langsam verschiedene Zusammenhänge.

    Trotzdem habe ich das Gefühl, dass sich alle für sehr elitär halten. Stolz auf die Lehre zu sein ist eine Sache, aber den Stolz so nach außen zu tragen eine ganz andere.

    Mich hat das wirklich sehr hart getroffen, das Gefühl vermittelt zu bekommen, das meine Arbeit ohne Phowa nicht viel wert ist.

    Und als ich dann noch, wie vorher beschrieben, die Energie nach dem Phowa im Raum gespürt habe, war ich hin und weg. Ich weiß nicht, wie es funktioniert aber ich kann sagen, dass es funktioniert ....

    Ich hatte bei Begleitungen danach eigentlich immer ein gutes Gefühl, habe das Fenster geöffnet, damit der Geist raus kann, ...

    Aber seit diesem Zeitpunkt, weiß ich das es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als wir uns vorstellen können ....

    Und darum frage ich mich jetzt immer öfter, ob es ausreicht was ich zu geben habe, ob es nicht zu wenig oder falsch ist ....

  • Phowa

    • karma namkha
    • 5. Mai 2019 um 09:31

    Liebe Amdap

    Einenhalb Jahre hat für mich auch alles gepasst. Aber mittlerweile frage ich mich "Ist das alles?".

    Gibt es nicht noch mehr als immer nur eine Meinung und einen Weg.

    Ich habe Zuflucht beim Karmapa genommen und nicht beim Lama.

    Und Karmapa vermittelt für mich sehr viel Weltoffenheit, schon alleine dadurch, dass er geheiratet hat und jetzt einen Sohn hat.

    Auch das die beiden Karmapas sich getroffen haben finde ich toll und wertvoll. In unserer Sangha wurde dieses Treffen nicht so gut aufgenommen. Aber ich lasse mir prizipiell nicht vorgeben, was ich denken soll, also keine Sorge.

    Und ich lese auch schon lange andere Bücher ...

    Momentan spüre ich auch den Wunsch nach Vielfalt und Veränderung. Nur weiß ich noch nicht, wohin es mich zieht, da die Vielfalt die ich mir wünsche andererseits für mich kaum überschaubar ist ...

  • Phowa

    • karma namkha
    • 5. Mai 2019 um 09:13

    Übrigens ich folge der Richtung Tibetischer Buddhismus

    Karma Kagyü

  • Phowa

    • karma namkha
    • 5. Mai 2019 um 09:10

    Vielen lieben Dank, das mach ich.🙏

  • Phowa

    • karma namkha
    • 5. Mai 2019 um 09:03

    Liebe Amdap

    Ich habe in meinem Beruf schon sehr viel mit Ärzten zusammen gearbeitet und habe da wirklich schon viel Negatives im Umgang mit Patienten erlebt....

    Diese beiden Ärzte haben immer etwas besonderes ausgestrahlt und machen ihre Arbeit mit so viel Wertschätzung und Hibgabe, dass mir jedesmal sinnbildlich das Herz aufgeht, wenn ich mit ihnen arbeite.

    Nach Jahren und wirklich guter Zusammenarbeit habe ich bei einem Sommerfest meine Empfindungen einmal angesprochen. Da haben sie mir dann vom Buddhismus im genaueren erzählt und mich zu einem Einführungsabend in die Sangha eingeladen. Ich war ganz begeistert und überwältigt von meinen Eindrücken. Damals habe ich mir dort zwei Bücher gekauft: " Wie die Dinge sind" und " Buddha und die Liebe"

    Ich habe sie gelesen und bin öfters hingegangen. Die regelmäßigen Karmapa Meditationen haben mir wirklich gut getan. Die Gespräche danach waren für mich anfangs etwas schwierig, da es immer nur darum ging was der Lama gesagt oder gemacht hat ....

    Als ich ihn dann das erste Mal persönlich getroffen habe fühlte ich mich zurück versetzt in meine Teenager Zeit, als ich Bon Jovi angehimmelt habe. So ist mir das ganze vorgekommen. Aber es fühlte sich an wie eine große Familie und deshalb fühle ich mich, trotz innerer Widersprüche, die ich manchmal empfinde irgendwie angekommen.

    🙏

  • Phowa

    • karma namkha
    • 5. Mai 2019 um 07:37

    Ich habe durch unsere Palliativ Ärzte zum Buddhismus gefunden. Während meiner langjährigen Tätigkeit habe ich Menschen aus verschiedenen Glaubensrichtungen betreut und für mich war der Buddhismus einer von vielen.

    Seit ich in dieser Gruppe bin, habe ich erkannt, dass ich auf etwas ganz besonderes für mich persönlich, gestossen bin.

    Aber es hat eine Zeit gedauert und auch durch dieses Forum, bis ich erkannt habe, wie vielfältig der Buddhismus ist.

    Leider ist das in unserer Sangha kein Thema. Es gibt einen Lama und einen Weg. Und einen Weg der Praxis, der mit der Zuflucht beginnt und mit dem Ngöndro weiter geht.

    Ich habe gelernt, dass andere Praxis oder Lehrer den Geist nur verwirren.

    Ich wüsste auch gar nicht wonach ich suchen sollte, welcher Schwerpunkt der richtige für mich ist.

  • Karmische Beziehungen

    • karma namkha
    • 5. Mai 2019 um 07:08

    Ich finde diesen Austausch und die unterschiedlichsten Sichtweisen wirklich toll.

    Ich lese seit circa einem Jahr nur mit, habe aber bis jetzt nie etwas geschrieben, weil ich immer das Gefühl hatte, dass ich zwar viel für mich mitnehmen kann, aber selbst nichts wirklich sinnvolles beitragen kann.

    Deshalb freue ich mich besonders über die Antworten.

    Nochmals Danke. 🙏

  • Phowa

    • karma namkha
    • 4. Mai 2019 um 20:47

    Danke für den Hinweis. Werde ich nachlesen.

    Liebe Grüße.

  • Phowa

    • karma namkha
    • 4. Mai 2019 um 19:40

    Vielen Dank für eure schönen und motivierenden Worte. Das gibt mir wieder Mut und ein gutes Gefühl für meine Arbeit.

    Liebe Grüße.

  • Phowa

    • karma namkha
    • 4. Mai 2019 um 19:07

    Liebe Kilaya,

    Es ist schon so, dass wir auch Buddhisten beim Sterben begleiten, da zwei unserer Ärzte langjährige Buddhisten sind.

    Und ich habe Phowa indirekt schon mal erlebt. Ich war draußen bei den Angehörigen um diesen beizustehen, da die Verstorbene noch relativ jung war, war es für ihren Mann und ihre Eltern kaum zu ertragen. Unser Arzt konnte leider nicht rechtzeitig da sein und so habe ich sie begleitet. Als er gekommen ist, hat er Phowa gemacht. Nachher konnten wir wieder in den Raum zurück und durften sie nicht berühren, damit wir sie nicht stören.

    Meine Patientin war trotz ihres jungen Alters dankbar für dieses Leben und bereit zu gehen.

    Sie hat uns voll fröhlichen Vertrauens verlassen. Es hat draußen geregnet und ich hatte das Gefühl dass Himmel, Wolken und Regen zu einer Einheit wurden.

    Ich spürte ein Gefühl von Leichtigkeit und Freiheit. Die Umgebung verlor an Bedeutung.

    Ich habe meinen eigenen Atem ganz bewusst wahrgenommen und es war mir, als könnte ich in diesem Moment meinen Geist spüren.

    Ich fühlte so viel Verstehen in mir und warme Energie, die durch meinen Körper wanderte und zu Freude, Stärke und endloser Liebe wurde.

    So habe ich das Phowa gespürt, obwohl ich keine Ahnung davon habe. Ich weiß nicht, was da vor sich geht, kann aber sagen, dass es etwas ganz besonderes ist.

    So etwas habe ich nie zuvor erlebt.

    Daher meine Bedenken, ob ich auch weiter Buddhisten beim Sterben begleiten soll, auch wenn sie es möchten. Die anderen haben wahrscheinlich doch recht, wenn sie sagen, dass die Betreuung ohne Phowa nicht das selbe ist.

    Liebe Grüße.

  • Phowa

    • karma namkha
    • 4. Mai 2019 um 18:20

    Meine Lieben,

    Da ihr mir bei meinem vorigen Thema "Karmische Beziehungen" so gut weiter geholfen habt, möchte ich hier in diesem Forum etwas fragen, was ich mir bis jetzt in meinem doch mittlerweile buddhistischen Freundeskreis noch nie zu fragen getraut habe:

    Hier die Vorgeschichte zu meiner Frage:

    Ich arbeite seit vielen Jahren als Krankenschwester in der Palliativ Pflege. Ich habe schon viele Menschen und deren Angehörige beim Sterbeprozess begleitet .

    Und ich hatte immer das Gefühl, dass es wertvolle Begegnungen waren. Meine Arbeit war für mich immer sehr erfüllend.

    Momentan bin ich aber voller Zweifel. Seit ich zum Buddhismus gefunden habe, ist alles komplizierter geworden.

    Ich habe langjährige Buddhisten kennen gelernt, die sehr stolz darauf sind, dass sie Phowa beherrschen. Sie sagen darüber zwar nichts genaues, weil sie das nicht dürfen. Aber sie geben mir das Gefühl, dass in meiner Arbeit etwas fehlt. Ich habe schon gehört, dass Palliativpflege ohne Phowa nicht zum richtigen Ergebnis führt und dass nur Phowa der einzige Weg für ein richtiges, bewusstes Sterben ist.

    Ich wünsche für meine Patienten nur das Beste, ein Sterben in Würde, möglichst schmerzfrei und wenn möglich nicht alleine. Wenb jemand da ist, der ihre Hand hält bis zum Schluss.

    Aber ohne Phowa hat das scheinbar nicht viel Wertigkeit.

    Was sagt ihr dazu?

    Liebe Grüße. _()_

  • Karmische Beziehungen

    • karma namkha
    • 4. Mai 2019 um 17:47

    Da bin ich aber froh über diese Erklärungen. Und sehe jetzt wieder klarer. Denn wenn Karma aus einem Vorleben, an dass ich mich nicht erinnern kann, mein jetziges Leben bestimmt und ich dem dann ausgeliefert bin, war für mich eine schlimme Vorstellung.

    Mit Ursache und Wirkung im Hier und Jetzt ist das viel einfacher. Man kann jeden Tag aufs neue versuchen sein Bestes zu geben, Fehler machen, diese erkennen und korrigieren . So ist die Welt voller Möglichkeiten ....

  • Karmische Beziehungen

    • karma namkha
    • 4. Mai 2019 um 17:17

    Lieber Helmut,

    Danke für diese gute Erklärung.

    Eine Frage habe ich noch zu den unheilsamen Prägungen. Diese können ja unbewusst da sein, sonst würden sie einem das Leben ja nicht oft so schwer machen. Wie kann ich mir diese besser bewusst machen?

    Ich habe noch nicht so viel Erfahrung, habe erst vor zweienhalb Jahren zum Buddhismus gefunden, oder der Buddhismus mich .... kommt auf die Sichtweise an.

    Ich bin zur Zeit bei der zweiten Grundübung dem Diamantgeist.

    Und ich habe das Gefühl, dass sich viel geklärt hat von frühren negativen Handlungen. Trotzdem passiert sehr viel im Unbewussten, was ich nur spüre aber nicht erklären kann.

    Und ich hätte so gerne Antworten im Sinne von, das ist jetzt so, weil ...

    Auch im Bezug auf Beziehungen.

    Liebe Grüße

  • Karmische Beziehungen

    • karma namkha
    • 4. Mai 2019 um 16:54

    Liebe Lucy,

    Hier der Link dazu

    [kilaya: Link zu einer esoterischen Beratungshotline entfernt, da da noch nichtmal der Text stand]

    Hat eigentlich nichts mit Buddhismus zu tun auf den ersten Blick. Aber irgendwie doch.

    Liebe Grüße.

  • Karmische Beziehungen

    • karma namkha
    • 4. Mai 2019 um 16:22

    Mit karmischer Beziehung laut diesem Text ist eine untrennbare Verbindung im positiven, wie im negativen gemeint. Es besteht eine nicht erklärbare Anziehung. Laut Text bleibt diese erhalten bis das Karma ausgeglichen ist, weil es eine unbewältigte Lebensaufgabe gibt, die nach mehreren Wiedergeburten immer wieder auftaucht.

    Im Buddhismus entsteht Karma aber doch durch Gedanken, Handlungen und Entscheidungen im Hier und Jetzt.

  • Karmische Beziehungen

    • karma namkha
    • 4. Mai 2019 um 14:23

    Ich bin gestern zufällig auf einen Text über Karmische Beziehungen gestossen und frage mich jetzt, ob da was dran ist, ob das was mit Karma aus buddhistischer Sicht zu tun hat, oder ein esoterisches Geplapper ist.

    Es gibt jemanden in meinem Leben mit dem mich sehr viel verbindet und diese Verbindung ist ziemlich intensiv, aber trotzdem von ständigen Gefühlen von Nähe und Distanz geprägt, wie ich das sonst noch nie erlebt habe. Wir sind beide Buddhisten und das macht das ganze für mich noch komplizierter, obwohl es dadurch eigentlich einfacher sein sollte.

    Vielleicht hat das wirlich mit Karma zu tun und es ist jetzt eine Aufgabe das zu lösen.

    Vielleicht kann mir jemand dazu etwas schreiben. _()_

Ausgabe №. 136: „Liebe & Loslassen"

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