Für mich ist dieses Nähe und Distanz Thema etwas ganz neues und darum verwirrt es mich auch so.
Ich spüre normal, auch beruflich bedingt, wie nahe ich jemanden kommen kann. Manche meiner Patienten brauchen viel Zuwendung und Nähe, andere schätzen die Professionalität auf Distanz.
In meinem konkreten Fall betrifft es einen guten Freund, den ich beruflich bedingt schon viele Jahre kenne. Seit ich zum Buddhismus gefunden habe, hat sich unser Kontakt intensiviert, da er schon seit über 20 Jahren Buddhist ist und ich auch von ihm lernen möchte.
Manchmal haben wir ganz intensive Erlebnisse miteinander, und ich spreche nicht von Sex, dann plätschert die Freundschaft so dahin. Immer wenn wir uns auf emotionale Weise näher kommen, ergreift einer von uns sinnbildlich gesprochen die Flucht. Ich weiß nicht warum ich das tue und schon gar nicht warum er es tut.
Ich komme dabei nicht weiter und es wäre einfacher für mich gewesen, das ganze als karmische Aufgabe zu sehen mit einer ungeklärten Verbindung aus einem früheren Leben.
Anderseits bin ich froh, dass es nicht vorbestimmt ist und wir selbst bestimmen können, wie wir unser Leben leben und auch unser Karma selbst im Hier und Jetzt erzeugen.
Keine Meditation, kein intensives Nachdenken, ... hat mich einen Schritt weitergebracht. Und das obwohl der Buddhismus voller Möglichkeiten ist.
Ich muss es wohl annehmen wie es ist und dankbar sein für das was ist.